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Der Schwur des Maori-Mädchens - Laura Walden


Weltbild Kurzbeschreibung:
Neuseeland in den 1920er Jahren: Vivian kommt von London nach Auckland. Nach dem Tod ihrer Mutter soll sie bei ihrem Vater leben, der mittlerweile Bischof ist und der sich nach ihrer Geburt verdrückt hat. Er ist nicht sehr erfreut, dass er Vivian aufnehmen soll. Und Vivian - kaum angekommen - will am liebsten gleich nach London zurück. Da kommt es ihr gerade recht, dass Frederik, der Adoptivsohn ihres Vaters, sie mit auf eine Recherche-Reise in die Bay of Islands mitnimmt. Er soll einen Artikel über einen merkwürdigen, alten Maori schreiben. Und je mehr Vivian über die Geschichte des Alten erfährt desto klarer wird ihr, dass sie etwas mit ihrem eigenen Schicksal zu tun hat. Und dass dieses Schicksal mit einem geheimnisvollen, alten Schwur zusammenhängt.

Meine Bewertung: * * * *

Deutschsprachige Autoren Challenge

Meine Meinung:
Wer meinen Blog genau verfolgt, der weiß auch, dass ich Bücher über Neuseeland liebe. Von Laura Walden habe ich bisher alle drei bei Weltbild erschienen Neuseeland-Romane gelesen. Dieser hier ist den Vorgängerbüchern wieder sehr ähnlich und ist diesmal auch nur bei Weltbild erschienen.
Das Buch spielt in zwei Zeitepochen: um 1920 und um 1844, daher habe ich unten auch historischer Roman bei meinen Labels hinzugefügt.
Wir beginnen mit Vivienne, der Protagonistin, die 1920 nach dem Tod ihrer Mutter mit dem Schiff von England nach Neuseeland fährt um den letzten Wunsch ihrer Mutter zu erfüllen: ihren unbekannten Vater zu besuchen.
Die ersten Kapitel lassen mich sehr schnell erahnen, was in den nächsten ca. 200-300 Seiten passieren wird, tut der Geschichte aber keinen Abbruch. Ich habe wohl schon zu viele so ähnliche Romane gelesen, um noch Überraschungen zu erleben. Trotzdem gibt es sehr interessante Begebenheiten rund um die Maori-Kultur. Über die neusländische Landschaft erfährt man in diesem Buch eher weniger, dafür ein bisschen über den Hintergrund der Machtkämpfe der Maori mit den weißen Siedlern.

Die Geschichte um Vivienne und wie sie immer mehr dem Geheminis ihrer Herkunft auf die Spur kommt, ist leicht und flüssig geschrieben und lässt sich gut lesen. Es ist nicht besonders anspruchsvoll, trotzdem fühlt man sich sehr schnell gefangen in der Vergangenheit von Vivienne's Vorfahren und all den Lügen und Intrigen, die hier gesponnen wurden.

Fazit: ein netter Neuseelandroman (Familiensaga) mit Intrigen, Maorikultur und leichten historischem Touch.

Die Goldspinnerin - Gerit Bertram


Amazon Kurzbeschreibung:
Lübeck, anno 1397. Die Goldspinnerin Cristin Bremer führt mit ihrem Mann Lukas eine angesehene Werkstatt in der florierenden Hansestadt. Mit der Geburt ihrer ersten Tochter scheint das Glück des Ehepaars perfekt. Doch kurz darauf wird Lukas vergiftet und die junge Mutter von ihrer eigenen Schwägerin des Mordes und der Hexerei beschuldigt – und dem Henker übergeben. Nur dessen Sohn Baldo glaubt an ihre Unschuld. Gemeinsam fliehen sie aus der Stadt, doch nichts wird Cristin daran hindern heimzukehren, um die hinterlistigen Mörder ihres Mannes zu überführen und ihre Tochter wiederzufinden …

Meine Bewertung: * * * undeinhalb

Buch zur "Deutschsprachige Autoren Challenge"

Meine Meinung:
Gerit Bertram war für mich als Leser von historischen Büchern mal ein neuer Name. Und wer verbirgt sich dahinter? Tja, wieder einmal ein Pseudonym für ein Autorenpaar, das sich 2007 durch ein Internet-Schreibforum kennen gelernt hat: Iris Klockmann und Peter Hoeft. Beide leben mit ihren Familien in Lübeck bzw. Bad Oeynhausen. Mich fasziniert es immer wieder wie zwei Autoren zusammen ein Buch schreiben können, vorallem, wenn die Beiden nicht einmal verwandt oder verheiratet sind und nicht am selben Ort leben.

Auch der Titel "Die Goldspinnerin" lässt auf eine gewollte Verbindungen zu Iny Lorentz Leser schließen, denn sehr viel über diesem Beruf kann man leider in diesem Roman nicht finden! Die Protagonistin übt zwar diesen Beruf aus und ihr gehört eine Goldspinnerei, aber das war aber auch schon alles, was man darüber erfährt.

Aber nun etwas mehr zum Inhalt:
Die Geschichte beginnt eigentlich spannend: Christin, verheiratet mit Lukas, erwartet ihr erstes Kind. Kurz nach der Geburt stirbt ihr Mann und sie wird als seine Mörderin angeklagt und zum Tode verurteilt. Baldo, der Sohn des Henkers, rettet sie und die beiden haben eine abenteuerliche Flucht vor sich. Anfangs noch spannend und flüssig geschrieben, wurde mir im Laufe der Geschichte die Handlung zu abwegig! Zufälle um Zufälle häuften sich (natürlich immer im positiven Sinn der Protagonistin) und haben mir daduch wirklich die gute Meinung über das Buch revidiert. Muss Christin auch noch "heiliende Hände" haben? Muss ein unbekannter Bruder auftauchen, der auch noch Hellseher ist? Überall erwartet Christin Hilfe und "stolpert" fast über die Mörder ihres Mannes....mit der zeit hat mich das wirklich sehr genervt. Auch die Spannung nahm in der Mitte des Buches, steigerte sich aber zum Schluss hin wieder.


Fazit: Das Autorenduo hat sich sichtlich Mühe gegegen. Die Geschichte ansich ist gut, einfach und flüssig geschrieben, die Plätze in Deutschland und Polen sind sehr bildhaft beschrieben.....trotzdem konnte mich das Buch nur teilweise überzeugen, vorallem wegen der unglaubhaften Zufälle.

Juliregen - Iny Lorentz


Amazon Kurzbeschreibung:
Berlin 1887. Lore und ihr Mann Fridolin von Trettin genießen das Eheglück mit ihren beiden Kindern und scheinen endlich Ruhe und Frieden in ihrem Leben gefunden zu haben. Zudem soll sich für Lore ein langgehegter Traum erfüllen: Fridolin hat die Möglichkeit, in der Heimat ihrer jungen Freundin Nathalia ein Gut zu übernehmen. Doch in Ostpreußen werden üble Pläne geschmiedet, die das Glück des Paares zerstören sollen. Lore und Nathalia geraten in höchste Gefahr …

Meine Bewertung: * * * undeinhalb

Buch zur "Deutschsprachigen Autoren-Challenge

Meine Meinung:
"Juliregen" ist der dritte Band der Trilogie rund um Lore, Nathalie und Fridolin und findet in diesem Buch auch ihren Abschluss. Wer die ersten beiden Bände nicht gelesen hat, sollte zuerst mit "Dezembersturm" beginnen.
Allerdings finde ich den ersten Band als am Schwächsten und den Zweiten als Besten...der dritte Band liegt irgendwo in der Mitte.
Das Autorenehepaar, das unter dem Pseudonym Iny Lorentz ihre historischen Geschichten schreibt, versteht es immer wieder auf die Bestsellerlisten zu gelangen, wobei mir einige Bücher wirklich sehr gut gefallen, einige weniger und einige finde ich so gar nicht historisch, sondern eher seicht. Trotzdem lese ich immer wieder ihre neuen Bücher...hm...warum eigentlich?

In "Juliregen" sind Lore und Fridolin verheiratet und Nathalie ist nun bald erwachsen und im heiratsfähigem Alter...was auch schon aussagt, dass wir damit konfrontiert werden einen Mann für Nathalie zu finden....
Während Malwine von Trettin und Ihr Sohn Ottwald nach einem Brand auf Ihren Gut mittellos sind und noch immer Rachepläne an Lore und Fridolin verfolgen, hat Fridolin aus einer Notlage der Bank heraus, das Gut Klingenfeld gekauft und möchte dort eine Fabrik darauf errichten. Auf dem neuen Landgut versuchen sich Lore und Nathalie einzurichten, haben aber nicht mit den fiesen Racheplänen von Ottwald von Trettin gerechnet....

"Juliregen" ist ein Buch, das ich wieder eher in der Mitte einreihen würde. Der Inhalt ist teilweise sehr vorhersehbar....natürlich siegen die Guten und die Bösen sterben oder werden bestraft. Gut, dass kommt auch in Thrillern vor oder in anderen Geschichten, trotzdem hatte ich teilweise das Gefühl zu wissen wie es wohl weiter gehen wird.
Sicher ist die Geschichte wieder gut und flüssig geschrieben und man fliegt durch die Seiten, auch wenn es fast 700 Seiten. Das ist auch schon wieder ein weitere Kritikpunkt...das Buch ist zu lang. Ein Viertel weniger hätte auch genügt.
Der historische Hintergrund in diesem Teil ist eher gering. Man erfährt aus dieser Zeit gerade mal ein bisschen etwas über das Berlin Ende des 19. Jahrhunderts und etwas über die Lebensumstände auf ländlichen Gutshöfen.

Fazit: Wer Band 1 und 2 gelesen hat, freut sich sicher auf den dritten Teil und sollte den Abschluss der Trilogie auch nicht versäumen. Sonst finde ich das Buch eher mittelmäßig. Leichte Unterhaltung, schnell und flüssig zu lesen- trotz der fast 700 Seiten, aber etwas zu wenige Historisch für mich.


Die Tochter der Seidenweberin - Ursula Niehaus


Amazon Kurzbeschreibung:
Nach dem Tod ihres geliebten Mannes hat die erfolgreiche Seidenweberin Fygen Lützenkirchen in Spanien ein neues Glück gefunden, und in Köln steht ein Generationenwechsel bevor, denn Fygens Tochter Lisbeth muss das Erbe ihrer Mutter antreten – ein Erbe, das ihr Neid und Missgunst so mancher Seidmacherin der Stadt einbringt. Doch Lisbeth gibt nicht auf …

Bewertung: * * * *


Buch zur "Deutschsprachigen Autoren-Challenge und zur "BUCHsalat Challenge"

Meine Meinung:
"Die Tochter der Seidenweberin" ist der 2. Teil des historischen Romanes "Die Seidenweberin" von Ursula Niehaus. Zum besseren Verständnis sollte man zuerst den ersten Teil gelesen haben, denn die Geschichte greift doch recht oft zurück in die Vergangenheit und erwähnt Dinge oder man bekommt Andeutungen, die bereits im ersten Teil geschehen sind.
Zu Beginn des Buches  treffen wir noch die Protagonistin des ersten Teiles, Fygen, die sich nach dem Tod ihres Mannes Peter aus dem Seidengeschäft zurückgezogen hat. Wegen mangelhaften Seidenlieferungen aus Valencia macht sie sich auf den Weg nach Spanien, wo Sie ihren zweiten Mann kennen lernt und in Spanien bleibt und das Geschäft ihrer Tochter Lisbeth übergibt.

Genau dort musste ich leider einen Stern abziehen, denn die Geschichte mit der Überfahrt, wo Fygen von ihrem zukünftigen Mann gerettet wird, ist mir zu klischeehaft. Auch erfährt man im Rest des Buches nicht mehr wirklich viel über Fygen, nachdem sie sich in Spanien niedergelassen hat. Das war mir etwas zu aprupt.

Lisbeth ist mir auch gleich zu Beginn genauso sympathisch wie ihre Mutter. Sie tritt vorallem gegen die Ausbeutung der nicht so gut gestellten Seidenweberinnen ein und macht sich so die eine oder andere Feindin. Durch ihren gut gestellten Mann Mertyn Ime Hofe, der dem Reichsrat angehört, kann sie aber doch einge Dinge bewirken, doch fordert damit immer mehr ihre Feinde heraus. Zum Inhalt möchte ich nicht mehr verraten....

Das Handwerk der Seidenweberinnen wird sehr gut und detailreich dargestellt, ebenso das Färben der Stoffe, die damals noch mit allen möglichen natürlichen Mittelchen (wie z. Bsp. mit Urin) eingefärbt wurden.
Der Schreibstil von Ursula Niehaus ist sehr flüssig und anschaulich.
Sehr gut gefallen hat mir, dass die Autorin im letzten Teil des Buches Begriffe erklärt, ebenso wie die doppelte Buchhaltung im Buch als Neuerung aus Italien vorstellt  wird und die Familien Lützenkirchen und Ime Hofe tatsächlich gelebt haben und historisch belegt sind.

Fazit: ein würdiger Nachfolgeroman zum 1. Band "Die Seidenweberin" (man sollte den ersten Band gelesen haben), flüssig und interessant geschrieben, für Leser historischer Romane absolut lesenswert.

Der König der Komödianten - Charlotte Thomas


Amazon Kurzbeschreibung:
Veneto, 1594: Sie sind ein bunt zusammengewürfelter Haufen ═ eine bezaubernde Hauptdarstellerin, ein waffenstarrender Zwerg, ein schlitzohriger Intendant und dessen bockige Enkelin. Mitten hinein in dieses schillernde Ensemble gerät der achtzehnjährige Marco, der bisher nichts anderes von der Welt gesehen hat als den abgeschiedenen Hof seines Onkels. Der unerfahrene Jüngling ist begeistert von der faszinierenden Welt des Theaters und zieht mit der Truppe nach Venedig, wo es bald um Sein oder Nichtsein geht: Nur ein neues Stück kann das Ensemble noch retten. Vom Kulissenschieber steigt Marco zum Gehilfen des trunksüchtigen Bühnendichters auf und bald darauf zum Autor seines eigenen Stücks. Doch bis er dieses auf die Bühne bringen kann, muss er noch viel lernen. Über das Schreiben. Über die Liebe. Und vor allem über das Leben selbst. Ein mitreißender Roman über das unvergessliche Maskenspiel der Commedia dell' Art.

Bewertung: * * * * undeinhalb

Meine Meinung:
Die war mein erstes Buch der deutschen Autorin Charlotte Thomas und wird definitiv nicht mein Letztes  sein!
Zuerst muss ich zugeben, war ich überrascht hier eine deutsche Autorin vorzufinden! Es gibt ja jede Menge deutsche Autorinnen und Autorenpaare, die historische Romane schreiben, die aber großteils über die deutsche Geschichte  schreiben. Charlotte Thomas schreibt über Italien - in diesem Buch vorallem über Venedig. Auch ist Ihr Schreibstil ein komplett anderer, als der von Ines Thorn, Iny Lorentz oder Sabine Ebert. Bereits bei den ersten Seiten musste ich schmunzeln und wurde sofort von der Geschichte gefangen genommen! Obwohl das Buch 704 Seiten hat, hatte ich keine Mühe weiterzulesen; im Gegenteil: die Seiten flogen nur so dahin. Die Autorin versteht es einfach hier keine düstere, mittelalterliche Geschichte zu erzählen, sondern in die Komödie zu wechseln. Anstatt einem dramatischen Ereignis der Zeitgeschichte wählt sie die bunte und schillernde Welt der Schauspieler und des Komödientheaters am Ende des 16. Jahrhunderts und erwähnt auch so nebenbei einen gewissen William in England, der zur selben Zeit Stücke verfasst.


Die einzelnen Charaktere des Buches sind herrlich amüsant und jeder Einzelne charmant und schrullig.
Beginnen wir mit dem Hauptdarsteller, dem Jungen Marco, der nach dem Tod seinen Onkels und Vormunds plötzlich alleine auf der Welt ist und das im zarten Alter von 18 Jahren. Er wird zuerst ins Kloster geschickt, wo er flüchtet, als er zufällig erfährt, dass er wegen der hohen Hinterlassenschaft seines Onkels ermordet werden soll und schließt sich einer Theatergruppe an.
Zu Beginn des Buches hat er nichts weiter erlebt und gesehen als sein kleines Dorf und geht furchtbar naiv in die große weite Welt hinaus. Natürlich hat er auch einige Neider am Hals und etlicheGefahren zu bestehen, die dem historischen Roman ein bisschen in einem historischen Krimi abgleiten lassen, was ich persönlich sehr interessant fand. Bis zum Schluss des Buches wird aus Marco, dem naiven Jüngling, ein gewitzer junger Mann und Autor.
Auch die Charaktere der Theatergruppe sind einzigartig, allen voran der alte Intendant Baldassarre - ein gutmütiges Schlitzohr, der immer wieder dubiose Geschäfte abwickelt und alles auf seine Altersvergesslichkeit schiebt und somit die ganze Truppe des öfteren in ein großes Schlamassel bringt, dann Elena, seine Enkelin, schlau und ganz anders, als Marco sich zuerst dachte; Christina, die feenhafte dunkelhaarige Schönheit, die alle Männer bezirzt; Bernardo, ihr trinksüchtiger Ehemann; Cipriano, der männliche blonde Engel, bei dem Frauen und Männer zu schwärmen beginnen und der gerne in Frauenkleidung auftritt; Franceschina, die gutmütige Jongleurin und Mädchen für alles; der kleinwüchsige aber wirkungsvolle Leibwächter Rodolfo und Iseppo, der arglose und gutmütige Mönch.

Als Einziges für mich zu bemängeln ist das Ende des Buches. Für mich war es trotz aller Überraschungen und Unklarheiten großteils zu erraten und fiel auch etwas knapp aus, nachdem das Buch ja doch etliche Seiten aufweist, hätte ich es mir wneiger aprupt vorgestellt.

Fazit: ein wundervoller und heiterer historischer Roman. Venedig-Liebhaber kommen hier voll auf ihre Kosten und alle anderen ebenso. Wer historische Romane gerne liest (leider gibt es viel zu wenige davon!) kann ich dieses Buch nur empfehlen!

Hexengold - Heidi Rehn

Bildquelle: Weltbild
Amazon Kurzbeschreibung:
Deutschland zehn Jahre nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges: Eigentlich könnte die ehemalige Wundärztin Magdalena mit ihrem geliebten Eric ein glückliches Leben in Frankfurt führen, wo er sich als Kaufmann etabliert hat. Doch da erfährt sie, dass ihr Mann ihr offensichtlich Nachrichten über ihre verschollene Familie in Königsberg verheimlicht hat. Gründet ihr ganzes Glück auf einer Lüge? Als Eric spurlos verschwindet und Magdalena plötzlich mittellos dasteht, macht sie sich auf nach Königsberg, um das Geheimnis ihrer Familie zu enthüllen und damit auch Erics Vergangenheit auf den Grund zu gehen.

Meine Bewertung: * * * *

Meine Meinung:
Dies ist der zweite Band zu "Die Wundärztin" ->meine Rezension

Da mir eigentlich "Die Wundärztin" nicht so toll gefallen hat, war ich sehr skeptisch, ob ich den 2. Band überhaupt noch lesen soll. Da er für mich in der Bücherei reserviert war, nahm ich ihn dann doch mit nach Hause, aber ich muss zugeben, dass ich ihn sonst nicht mehr gelesen hätte.
Das wäre aber schade gewesen, denn dieses Buch war um einiges besser als Band 1.

Am Buchanfang gibt es wieder eine Landkarte des Gebietes, wo wir mitverfolgen können, wohin es Magdalena  verschlagen wird.
Die Geschichte ist wieder in einem Prolog "Das Erbe", Erster Teil "Der Überfall", Zweiter Teil "Die Reise" und den Dritten Teil "Die Heimkehr" aufgegegliedert, was bei der Seitenanzahl von 671 Seiten günstig ist. Ganz hinten gibt es noch Beschreibungen von mitteralterlichen Wörtern.

Von der Geschichte selbst möchte ich nicht allzu viel erzählen.....das Wichtigste steht ja in der Kurzbeschreibung.
Zu den Charakteren möchte ich sagen, dass Magdalena wie in den meisten historischen Romanen eine toughe, starke Frau ist, die sich durch ihre medizinische Kenntnisse immer wieder in einer auswegslosen Situation gut herauswinden kann und Ansehen erwirbt. Michael ist mir leider auch im 2. Teil nicht wirklich sympathischer geworden...im Gegenteil! Tochter Carlotta ist mir mit 12 jahren zu erwachsen, aber zu dieser Zeit war man da ja auch schon fast heiratsfähig... Einen tollen undurchsichtigen Charakter hat Adaleide, die so richtig Pfiff in die Geschichte bringt.

Fazit: ein viel besserer zweiter Teil, den man auch unabhängig lesen kann. Historische Hintergründe gibt es in diesen Teil allerdings nicht mehr so viele wie in Teil 1. Die Geschichte lebt eher von den persönlichen Ereignissen rund um die Protagonistin. Für Freunde eher leichterer historischer Kost.

Die Wundärztin - Heidi Rehn


Amazon Kurzbeschreibung:
Deutschland im Dreißigjährigen Krieg: Die kluge Söldnertochter Magdalena arbeitet als Wundärztin im kaiserlichen Tross. Bald entbrennt sie in großer Liebe zu dem Kaufmannssohn Eric, der seit dem Tod seiner Eltern allein lebt. Doch es ist eine verbotene Liebe, denn die Väter der beiden standen sich einst in Feindschaft gegenüber. Nach einer Schlacht verschwindet Eric spurlos – und Magdalena muss eine folgenschwere Entscheidung treffen …

Fazit: * * *

Inhalt und meine Meinung:
Prolog:
Magdeburg Ende Mai 1631: Durch eine mutige Rettungsaktion wird die sechsjährige Magdalena durch den wenig älteren Eric aus der brennenden Stadt geführt und sind seitdem schicksalshaft miteinander verbunden.

Das Buch spielt im dreißigjährigen Krieg und besteht aus vier Teilen:
Belagerung, Lager, Flucht und Frieden

Belagerung:
Der erste Teil geht über die ersten 127 Seiten und beginnt meiner Meinung sehr kitschig. Ich war stark am überlegen, ob ich da nun weiterlesen sollte, aber gab nicht auf.
Hier wird vorallem die Liebesbezeihung zwischen Magdalena und Eric beschrieben und die Intrigen, die ihre Kusine Elsbeth schmiedet, die Ihrerseits bei den Männern nichts anbrennen lässt. Auch Magdalenas Mutter ist eine sehr unsympathische Person, die nur an Ihre eigenen Bedürfnisse denkt und die Nichte vor der eigenen Tochter stellt. Nur Ihr Vater ist Magdalenas neben Eric einziger Halt und der stirbt in Ihren Händen im Feldlazarett.
Lager:
Mittelhessen 1646
Jahre später arbeitet Magdalena als Wunderärztin im kaiserlichen Tross und findet Eric wieder, der jedoch schwer verwundet ist und nach seiner Genesung hingerichtet werden soll. Treue Verbündete findet Magdalena in ihrem väterlichen Freund und Mentor, Meister Johann und in der betagten, etwas kauzigen aber lebensklugen Hebamme Roswitha.
Hier will ich nicht allzu viel über die Vorgänge schreiben, sonst verrate ich den größten Teil des Inhalts. Ich finde aber, dass sich hier das Buch zum besseren wendet und die Autorin mehr Spannung aufkommen lässt, auch wenn mich die immer wiederkehrenden schwülstigen Absätze, wo alle Männer Magdalena an die Wäsche wollten, etwas nervtötend fand.
Flucht:
Franken 1646
Magdalena und Rupprecht sind in den Händen der Feinde gelandet und arbeiten auch im feindlichen Lager als Wundärzte. Magdalena findet anfangs allerdings mehr Trost im Branntwein, als Verwundete zu versorgen und läßt Rupprecht den Vortritt. Durch einen Vorfall findet Sie aber wieder mehr und mehr zu sich selbst und nimmt Ihr Schicksal wieder in die Hand, soweit es möglich ist. Nach der Gefangenschaft bei den Schweden baut Sie sich ein neues Leben auf...
Frieden:
Ende gut - alles gut...wie und was passiert müsst Ihr selber lesen ;)

Sehr viel historischen Hintergrund erfährt man hier nicht, auch wenn die Protagonistin des Romanes mitten im dreißigjährigen Krieg lebt. Man liest zwar von Schlachten und Hungersnöten, aber im Vordergrund steht die Liebesgeschichte zu Eric und die Intrigen, die rund um das Paar geschmiedet werden. Auch die Beschreibungen als Wundärztin konnten mich nicht überzeugen. Selbst Eric fand ich etwas blass und ich war mir bis zum Schluss nicht sicher, ob er wirklich diese uneingeschränkte Liebe für Magdalena empfindet.
Alles in allem ein leicht zu lesender Roman, der nicht ganz meinen Erwartungen gerecht werden konnte, aber ganz nett zu lesen ist, wenn man die ersten 130 Seiten hinter sich gebracht hat ;)
Nun wartet noch Teil 2 in der Bücherei auf mich...hm..mal sehen, ob der besser wird.

Die Königin der weißen Rose (The White Queen) - Philippa Gregory

Amazon Kuzrbeschreibung:
England, 1464: Die Adelshäuser York und Lancaster kämpfen erbittert um den Thron. Als König Edward, der Erbe der Weißen Rose, der schönen jungen Witwe Elizabeth Woodville begegnet, ist es um beide geschehen. Doch Elizabeth weigert sich, Edwards Mätresse zu werden. Da heiratet der König sie entgegen allen Standesschranken – ein ungeheurer Skandal! Und keine Frau im Königreich hatte je so viele Feinde. Neid, Missgunst und Intrigen bringen Elizabeth und ihre Familie in größte Gefahr. Ihre Widersacher nennen sie eine Hure. Sie nennen sie eine Hexe. Doch Elizabeth weiß: Sie ist die Königin
 
Fazit: * * *

Ich muss zugeben, ich hatte anfangs große Schwierigkeiten in den etwas sachlichen Schreibstil in diesem historischen Roman reinzukommen und nach 250 Seiten war ich echt am überlegen, ob ich jetzt weiter lese oder nicht. Ich bin froh, dass ich das Buch zu Ende gelesen habe, denn die Geschichte damals ist ja doch sehr interessant und etwas anderes als der Geschichtsunterricht in der Schule ;)  "Die Schwester der Königin", die ich schon von der Autorin gelesen habe und auch die Verfilmung gesehen habe, hat mich jedoch sehr viel mehr mitgerissen und beeindruckt. Hier hatte ich schon mal Schwierigkeiten die Protagonistin sympathisch zu finden, kommt Sie doch sehr kaltherzig und nur auf Ihren Vorteil bezogen rüber. Außerdem ist Sie sehr selbstverliebt, vorallem in Ihre Schönheit. Trotzdem sollte man bedenken, dass dies einmal die englische Königin war und gegen sehr viel Neid und Missgunst, sowei tödliche Verschwörungen kämpfen musste. Da darf man nicht zu viele Gefühle ins Spiel bringen und muss auf die eigenen Kinder schauen, auch wenn die oft ganz andere Pläne hatten. Geschichtlich ist das Buch hervorragend recherschiert, was man ja von der Autorin bereits erwartet und kennt. Spannungsgeladen und mitreißend finde ich allerdings nicht und ich habe das Buch doch öfters weggelegt und dazwischen etwas anderes gelesen...trotzdem habe ich diesmal sehr lange an diesem Buch gelesen und so richtige Lesefreude kam  nicht auf.
Positiv finde ich das Cover und das beiliegende Lesezeichen mit dem Stammbaum der Familie.

Die widerspenstige Braut (A Bride Most Begrudging) - Deeanne Gist

Kurzbeschreibung buch.de:
Virginia, 1643: Jedes Schiff, das von England in die britischen Kolonien fährt, wird von den dortigen Farmern mit Spannung erwartet. An Bord befinden sich nämlich sogenannte "Tabakbräute" - verurteilte Frauen, die sich nach einem besseren Leben sehnen und gegen ein Fass Tabak eingetauscht werden. Drew O'Connor sieht der Ankunft dieser Bräute hingegen mit wenig Begeisterung entgeben. Er leidet noch unter dem Verlust seiner Verlobten und sucht nur eine Magd, die sich um seinen Haushalt und seine jüngere Schwester kümmert. Doch ehe er sich's versieht, ist er verheiratet - mit einer kratzbürstigen Rothaarigen, die behauptet, dass sie Lady Constance Morrow sei, keine Strafgefangene, sondern die Tochter eines Adeligen, die gegen ihren Willen in die Kolonien verschifft wurde. Und natürlich hat Constance nicht den leisesten Schimmer, wie man kocht, gibt dafür aber jede Menge Widerworte und verbringt mehr Zeit mit mathematischen Aufgaben als mit der Hausarbeit ... und sie stellt Drews Geduld auf eine harte Probe.

Fazit: * * * *

Ich muss sagen bei meiner Beurteilung tu ich mir diesmal etwas schwer.
Angegeben ist dieses Buch als Historischer Roman. Da ich gerne historische Romane lese und ich den Klappentext interessant fand, nahm ich dieses Buch aus der Bücherei mit. Ich glaub im Loveletter wurde das Buch mit Inspirational (christlich) und Historical beschrieben. Für mich sind historische Romane solche, die vor dem 19 Jahrhundert spielen und die etwas über die Geschichte dieser Zeit erzählen. In diesem Buch wurde außer der noch wenig besiedelten Gebiete in den USA und die Kämpfe der Indianer mit den neuen Siedlern nicht wirklich viel historisches erzählt. Schwerpunkt ist die Liebesgeschichte im Buch. "Die widerspenstige Braut" ist für mich deshalb ein Liebesroman, der allerdings sehr nett und flüssig geschrieben wurde und man schon zu Beginn weiß, dass es ein Happy End geben wird. Trotzdem hat mich der Roman, der wirklich zeitweise etwas christlich angehaucht ist...(wen dies stört sollte vielleicht versuchen drüber zu lesen....oder sei hier mal gewarnt ;).....) gut unterhalten. Die Protagonistin ist einem sofort sympathisch, ebenso der Ihr zugewiesen Ehemann. Mich hat das Buch gut unterhalten und wer gerne Liebesromane liest, die von "widerspenstigen Frauenzimmern, die mehr als nur kochen und sticken können,  und von "harten Kerlen" liest, die plötzlich ein weiches Herz haben, dem kann ich das Buch empfehlen.

P.S.: Eine Frage hätte ich noch....ab wann ist bei Euch ein mit "Historischer Roman" gekennzeichneter Roman historisch??? Ich mein, die Zeitepoche stimmt hier ja.....aber was muss er beinhalten? Und ab wann(Zeit/Jahrhundert) ist er historisch???

Die Ketzerbraut - Iny Lorentz

Amazon-Inhaltsangabe:
Die Ketzerbraut ist zu Beginn des 16. Jahrhunderts angesiedelt. Die Münchner Bürgerstochter Genoveva, genannt Veva, reist gemeinsam mit ihrem Zwillingsbruder voller Vorfreude und gespannter Erwartung nach Tirol, wo sie heiraten soll. Doch sie erreichen ihr Ziel nicht: Der Brautzug gerät in einen Hinterhalt und wird überfallen, der geliebte Bruder wird ermordet, und Veva fällt in die Hände der Räuber. Das Mädchen wird zwar nach wenigen Tagen auf freien Fuß gesetzt, doch jetzt beginnt das eigentliche Drama: Vevas Verlobter kann trotz ihrer Beteuerungen nicht glauben, dass die Räuber sie unberührt gelassen haben, und löst die Verlobung – ein Mädchen, das keine Jungfrau mehr ist, eine Frau ohne Ehre, die will er nicht. In dieser ausweglosen Situation ergreift Vevas Vater die Initiative: Ohne sie zu fragen, verheiratet er sie kurzerhand mit dem Augsburger Ernst Rickinger, der nicht nur durch die Verbreitung von Ketzerschriften des „Pfaffenfeindes“ Martin Luther für Unruhe sorgt, sondern auch als Weiberheld berüchtigt ist...

Fazit: + + + +

Ich habe schon auf etlichen Bücher-Blogs, die ich verfolge, sehr negative Rezensionen über das Münchner Autorenpaar gehört, das unter dem Pseudonym Iny Lorentz schreibt.
Es stimmt, dass sich die Bücher sehr ähneln....immer eine behütete Bürgerstochter, die in Schwierigkeiten gerät und Ihren "Mann" steht, eine Liebesgeschichte - einmal mehr, einmal weniger ausgebaut, und meistens irgendwelche Burgen und Klöster....letzteres ist verständlich bei historischen Romanen....und trotzdem mag ich Ihre Romane, die sich gut lesen lassen. Ich habe die meisten Bücher von Iny Lorentz bis jetzt gelesen und dieses hier schließt nadlos an. Trotz der über 700 Seiten habe ich das Buch fast in einem durchgelesen (dazu gehörte es auch, dass ich Urlaub hatte und ungestört lesen konnte). Es ist spannend geschrieben und man will wissen, wie es mit veva weitergeht und wann endlich alle die Intrigen, die um Veva und Ernst gespinnt wurden, aufeglöst werden.
Als minus muss ich jedoch angeben, dass mir zu wenig von Martin Luther erzählt wurde....auch nicht wie es mit Ihm weitergeht als Ernst Ihn befreit....heißt das Buch doch "Die Ketzerbraut".
Auch den Schluss fand ich etwas unglaubwürdig....kurz nach der Geburt (noch dazu ein Frühchen) ein langer Ritt im Winter (mit Kind!) über die Alpen?! Naja.....
Dafür einen Punkt Abzug......(ja, ich vergebe nur äußerst selten 5 Punkte....;).....)

Das Herz der Nacht - Ulrike Schweikert


Inhalt:
Im Wien des 19. Jhdt. herrscht das Savoir Vivre: Adelige und reiche Bürger vergnügen sich auf Bällen, bei Pferdeschlitten-Rennen, Konzerten, Soirées und im Theater. 
Vor kurzem lebt dort auch ein Adeliger aus dem Osten, ein Graf aus Siebenbürgen, András Báthoryder. Der attraktive Vampir  wird von den Damen am kaiserlichen Hof umschwärmt. In einer kalten Winternacht rettet er dann zufällig die schöne Fürstin Therese Kinsky vor dem sicheren Tod. Die beiden fühlen sich schnell zueinander hingezogen. Doch dann wird die Wiener Gesellschaft von einer grausamen Mordserie erschüttert. . Immer wieder findet man die Leichen grausam ermordeter junger Frauen, denen die Kehle herausgerissen oder durchgeschnitten wurde. Auffällig dabei, dass sich an den Tatorten der Verbrechen erstaunlich wenig Blut findet. Hinweise führen die ermittelnden Kriminalbeamten auf die Spur des Grafen András – nur, dass dieser, ob zwar ein Vampir, nicht der Täter, sondern selbst das Wild ist …

Fazit: + + + + einhalb

Ich will gleich zu Beginn sagen, warum ich statt der fünf Punkte "nur" 4 einhalb verteile....einzig und allein, weil sich die ersten 200 Seiten ein bisschen ziehen...doch wer dran bleibt erlebt einmal einen Vampirroman der anderen Art. Ulrike Schweikert, die ja außer Vampirromanen großteils historische Romane schreibt, hat hier beides verwoben und es ist Ihr wirklich sehr gut gelungen. Anfangs musste ich mich etwas reinlesen, doch danach konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Man wird in das Wien der k.u.k. Monarchie entführt und erlebt in eindrucksvollen Bildern, wie sich das Leben damals abgespielt hat. Im Buch steht nicht nur der Vampir Andras im Mittelpunkt, sondern auch etliche andere Persönlichkeiten. Diese lernt man ebenso näher kennen und auch lieben..... leidet mit Ihnen mit. Durch die Mordserie und den beiden Krimininalbeamten, die hier ermitteln, erhält das Buch auch die Spannung, die sich bis zum großen Finale am Schluss steigert.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich kann es nur weiterempfehlen.

Der Fluch der Hebamme - Sabine Ebert


Klappentext:
Freiberg 1189: Fast fünf Jahre sind seit Christians Tod vergangen. Marthe und Lukas leiden immer noch unter dem Verlust des Geliebten und Freundes und müssen ihre Gefühle füreinander neu bestimmen. Doch das ist nicht die einzige Sorge, die ihr Leben überschattet, denn es naht der Tag, an dem der grausame Albrecht, der älteste Sohn des Markgrafen Otto, die Regentschaft über die Mark Meißen übernehmen wird. Marthe und Lukas können nicht fliehen: Sie müssen Christians Vermächtnis erfüllen und sich um die mittlerweile fast erwachsenen Kinder kümmern. Die sechzehnjährige Clara soll heiraten, obwohl sie heimlich in den jüngeren Sohn des Markgrafen verliebt ist, und Thomas träumt davon, sich Kaiser Barbarossas Kreuzzug ins Heilige Land anzuschließen....

Fazit: * * * * *
(Viertes Weltreise-Challengebuch)

Der vierte Band der "Hebammen-Serie" knüpft genau dort an, wo der dritte Band aufgehört hat und bringt uns wieder in die Wirren des 12. Jahrhunderts.
Neben der Geschichte der Hebamme und Heilerin Marthe und Ihrer Familie läßt uns die Autorin an den Kämpfen der einzelnen deutschen Grafschaften und am Kreuzzug ins Heilige Land teilnehmen.
Schon die ersten drei Bände habe ich kaum aus der Hand legen können und bei diesem vierten Buch erging es mir nicht anders. Sabine Ebert hat wieder toll recherchiert und am Schluss des Buches sämtliche Fakten dieser Zeit in Meißen und Freiburg, sowie auf dem Weg nach Jerusalem aufgelistet.
Die Geschichte der Hebamme Marthe liest sich ganz einfach super, egal wie viel historischer Hintergrund dabei ist...es wird nie langweilig. All die Charaktere im Buch sind hervorragend beschrieben, so dass man mit jedem Einzelnen richtig mitlebt. Ich freue mich schon auf den fünften und letzten Band.


Die Wachsmalerin - Sabine Weiß


Das Leben der Madame Tussaud

Amazon Kurzbeschreibung
Wer war die Frau, die als Madame Tussaud in die Geschichte einging? In ihrem großen Roman erzählt Sabine Weiß ein bewegtes Frauenleben. Als kleines Mädchen kommt Marie, die Tochter eines Scharfrichters, nach Paris. In den Wirren der Französischen Revolution muss sie um ihr Überleben kämpfen, doch ihr begegnet auch aufrichtige Liebe. Mit ihrem Aufbruch nach England wird sie schließlich zur Legende. Ein eindrucksvoller historischer Roman um Selbstbestimmung, Liebe und Verrat. 


Fazit: +++ und einhalb

Ich habe mir das Buch sofort mitgenommen, als ich es in der Bücherei fand.
Das Leben der Madame Tussaud....das klang echt interessant!
Das Buch hat mich auch von der ersten Seite in den Bann gezogen... wie die kleine Marie mit Ihrer Mutter aus dem Elsass nach Paris kam und schon als Kind das Handwerk bei Ihrem Onkel erlernte. Die erste Hälfte des Buches war auch wirklich sehr interessant, aber ab der Mitte liest man nur noch über die Französische Revolution und immer weniger über Marie selbst. Ich lese gerne Geschichtliches, aber wenn man nur mehr darüber liest und kaum mehr etwas über die Protagonistin des Buches, dann kann ich mir auch ein reines Geschichtsbuch kaufen/ausleihen...deshalb auch die 3 1/2 Punkte. Nur auf den letzten Seiten erfährt man dann im Schnellverfahren, das Marie verheiratet ist und plötzlich zwei Söhne hat. Danach endet es mit der Überfahrt nach England. Darüber hätte ich schon gerne etwas mehr gelesen . Aber vielleicht steht dass dann zurückgreifend im 2. Band, denn das Leben geht ja in England weiter und das was ich erhoffte in diesem Buch zu lesen....den Rest von Marie's Leben, wird dann dort noch erzählt. Den 2. Teil werde ich mir auf jeden Fall auch ausleihen.
 

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