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Monster - Nele Neuhaus

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     

    • Gebundene Ausgabe: 560 Seiten
    • Verlag: ‎ Ullstein Hardcover; 3. Edition (16. November 2023) 
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3550202253
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3550202254
    • Genre: Krimi
    • Reihe: ja - Band 11 (Bodenstein und Kirchhoff)




Ullstein Kurzbeschreibung:
Im Feld wird die Leiche eines jungen Mädchens gefunden. Die 16-Jährige Larissa wurde erdrosselt. Durch eine DNA-Analyse gerät ein abgelehnter afghanischer Asylbewerber, der erst zu einer Haftstrafe verurteilt, aber nach einer Haftbeschwerde auf freien Fuß gesetzt wurde, ins Visier der Polizei. Er kann untertauchen, bevor Pia und Bodenstein mit dem Mann sprechen können. Auf einer Landstraße im Hintertaunus wird nachts ein Mann von einem Auto erfasst und getötet. Sein Körper ist übersät mit Bisswunden, sein Gesicht entstellt. Der Mann hatte bei einem illegalen Autorennen eine schwangere Frau getötet. Wovor ist er geflohen und wer hat ihn so zugerichtet?  Pia und Bodenstein stoßen auf immer mehr rätselhafte Todes- und Vermisstenfälle und auf eine Parallele zum Mordfall Larissa. Ohne es zu ahnen, steuern sie auf eine Katastrophe zu. 

Meine Bewertung: * * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Auf den neuen Fall von Pia Sander und Oliver von Bodenstein war ich schon sehr neugierig! Ich liebe diese Reihe, auch wenn ich zugeben muss, dass sie erst nach und nach richtig gut geworden ist. Die ersten Bände der Krimireihe haben noch Schwächen und was bei Nele Neuhaus immer vorkommt, sind eine Menge an Figuren.

Bei vorablesen habe ich in die Leseprobe gelesen und war begeistert. Leider hatte ich kein Glück, aber meine Bücherei hatte das Buch bereits für mich reserviert und ich konnte endlich weiterlesen.
Auf den ersten Seiten erleben wir hautnah mit, wie eine Mutter vergeblich versucht ihre 16jährige Tochter zu erreichen, die mit Freundinnen zum Eislaufen gehen und danach bei ihrer besten Freundin übernachten wollte. Doch Lissy hat sich mit den Mädels zerstritten und sich auf dem Heimweg gemacht. Zuhause ist sie jedoch nie angekommen. Am nächsten Tag wird die Leiche des Mädchens hinter einer Marienkapelle gefunden.
Pia und Oliver bekommen den Fall zugeteilt. Durch eine DNA-Analyse wird der abgelehnte afghanische Asylwerber Farwad M. verdächtigt. Der junge Mann ist jedoch wie vom Erdboden verschwunden und kann nicht vernommen werden. Die Öffentlichkeit hat jedoch bereits einen Schuldigen gefunden, obwohl ihn die Polizei erstmals nur als Zeugen vernehmen wollten. Damit beginnt eine furchtbare Hetztjagd...

In einem zweiten Handlungsstrang wird ein Mann überfahren, der am Körper schreckliche Bisswunden aufweist. Er scheint vor jemanden geflüchtet zu sein, denn er lief planlos auf die Fahrbahn. Was ist mit ihm passiert, bevor er überfahren wurde? Der seltsame Todesfall lässt Oliver und Pia rätseln. Bald finden sie heraus, dass es bereits ähnliche Fälle gab, die diesem ähneln. Der Fall wird immer komplexer, denn es scheint sich um Fälle von Selbstjustiz zu handeln.
Oliver und sein Team geraten immer tiefer in ein Geflecht aus Gewalt, welches sie in ihren Grundansichten über Moral und Menschlichkeit tief erschüttert. 

"Monster" ist der elfte Band der Bodenstein und Kirchhoff/Sander Reihe und trotz der 560 Seiten ein Pageturner. Die Spannung bleibt die ganze Zeit über sehr hoch. Die Atmosphäre ist großteils düster. Der eigentliche Hauptfall um Larissas Mord tritt immer mehr in den Hintergrund, denn die Fälle rund um ziemlich ungewöhnliche Todesfälle mehren sich. Dazu kommt immer mehr der Verdacht auf, dass sich ein Maulwurf im Team befindet.
Die privaten Entwicklungen der beiden Hauptermittler sind präsent, fügen sich aber gut in die Geschichte ein. Sowohl Pia, als auch Oliver haben einiges Privates unter einem Hut zu bringen, wobei Pia vorallem wegen ihrer dementen Mutter überfordert ist. Für mich gehört das Privatleben der Beiden genauso zur Reihe, wie der oder die Mordfälle, denn ich habe das Ermittlerpärchen wirklich sehr ins Herz geschlossen.

In diesem elften Fall hat sich Nele Neuhaus an heikle Themen gewagt, was bei manchen Leser:innnen nicht so gut angekommen ist. Es geht um Vorverurteilung durch soziale Medien, Fremdenhass, Selbstjustiz, jugendliches Geltungsbedürfnis und Hetze. Ich habe die Themen so empfunden, dass uns ein Spiegel vorgehalten wird und empfand den Krimi nicht als rassistisch geprägt, sondern als Mahnung an die Gesellschaft. Die Szenen sind oftmals direkt aus dem Leben gegriffen, wie blinde Agression und Vorverurteilung durch die sozialen Medien.
Wie schnell wird jemand durch eine Anschuldigung zu Unrecht beschuldigt? Und wie schnell wird er von den Menschen im Umkreis bereits vorverurteilt? Es erinnert oftmals an die Hexenverfolgungen im Mittelalter, wo die Leute sensationslüstern zusahen, als die vermeintliche Hexe am Pranger oder Scheiterhaufen steht. Die heutige moderne Gesellschaft ist keineswegs besser.

Mein einziger Kritikpunkt ist die Auflösung des Todes von Lissy. Für mich waren einige Dinge daran nicht nachvollziehbar und das Ende wurde etwas zu schnell abgehandelt. Trotzdem hat mich dieser elfte Fall wirklich gefesselt und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Deshalb vergebe ich trotz des kleinen Kritikpunktes zum Schluss ganze 5 Sterne.

Fazit:
Ein richtiger Pageturner, den ich in null komma nichts inhaliert habe. Ein gelungener elfter Band rund um Oliver von Bodenstein und Pia Sander.


Die Reihenfolge der Bodenstein-Kirchhoff/Sander Krimis:

  1. Eine unbeliebte Frau   *Rezi*
  2. Mordsfreunde   *Rezi*
  3. Tiefe Wunden   *Rezi*
  4. Schneewittchen muss sterben  *Rezi*
  5. Wer Wind sät   *Rezi*
  6. Böser Wolf *Rezi*
  7. Die Lebenden und die Toten  *Rezi*
  8. Im Wald  *Rezi
  9. Muttertag  *Rezi
  10. In ewiger Freundschaft *Rezi*

In ewiger Freundschaft - Nele Neuhaus

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     

     

    • Gebundene Ausgabe; 528 Seiten
    • Verlag: ‎ Ullstein Hardcover; 3. Edition (18. November 2021)
    • ISBN-10‏: ‎ 3550081049
    • ISBN-13: ‎ 978-3550081040
    • Genre: Krimi
    • Reihe: ja - Band 10  der Bodenheim-Kirchhoff Reihe



Ullstein Kurzbeschreibung:
Eine Frau wird vermisst. Im Obergeschoss ihres Hauses in Bad Soden findet die Polizei den dementen Vater, verwirrt und dehydriert. Und in der Küche Spuren eines Blutbads. Die Ermittlungen führen Pia Sander und Oliver von Bodenstein zum renommierten Frankfurter Literaturverlag Winterscheid, wo die Vermisste Programmleiterin war. Ihr wurde nach über dreißig Jahren gekündigt, woraufhin sie einen ihrer Autoren wegen Plagiats ans Messer lieferte – ein Skandal und vielleicht ein Mordmotiv? Als die Leiche der Frau gefunden wird und ein weiterer Mord geschieht, stoßen Pia und Bodenstein auf ein gut gehütetes Geheimnis. Beide Opfer kannten es. Das war ihr Todesurteil. Wer muss als nächstes sterben? Pia und Bodenstein jagen einen Täter, der ihnen immer einen Schritt voraus zu sein scheint ...

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

 Man kann diesen neunten Band auch ohne Vorkenntnisse zu den Vorgänger lesen, jedoch ist die Reihe vorallem im privaten Bereich der Ermittler aufeinander aufgebaut. Deswegen empfehle ich die Reihenfolge bei Bänden einzuhalten!

Meine Meinung:
Nach etwas längerer Zeit ist endlich wieder ein Taunus-Krimi von Nele Neuhaus erschienen. Es ist der bereits zehnte Fall von Pia Sander, ehemalige Kirchhoff, und Oliver von Bodenstein. Ehrlich gesagt habe ich das sympathische Team schon sehr vermisst.

Vermisst wird auch die bekannte Agentin Heike Wersch, die seit Jahrzehnten beim Winterscheid Verlag arbeitet. Als Pia sich zum Haus von Heike Wersch begibt, findet sie einen alten angeketteten Mann im Obergeschoß und Blutspuren in der Küche. Die Frau bleibt allerdings zuerst verschwunden und Pia und Oliver suchen verzweifelt nach der Gefangenen oder ihrer Leiche.
Heike Wersch war keine sehr beliebte Zeitgenossin. Als die langjährige Mitarbeiterin des Verlages gekündigt wird, wirft sie ihrem Autor Severin Velten ein Plagiatsvergehen vor. Somit fällt der erste Verdacht auf den Erfolgsautor, der untergetaucht zu sein scheint. Er war jedoch nicht der Einzige, den sie beleidigt oder Steine vor die Füße geworfen hat. Daher gibt es mehr als genug Verdächtige, die Heike Wersch am liebsten eine Lektion erteilt hätten. Als die Leiche der Frau gefunden wird und ein weiterer Mord geschieht, stoßen Pia und Oliver auf ein gut gehütetes Geheimnis...

Auch diesmal haben wir wieder einen Strang aus der Vergangenheit, der in den Achziger Jahren spielt. Carl Winterscheid, der neue Chef des Verlages, wird ein Manuskript zugespielt, das angeblich seine verstorbene Mutter geschrieben hat. Dieses ist allerdings unvollständig und scheint eine wahre Geschichte zu erzählen - eine, bei der es um Mord geht. Eine fest verbandelte Jugend-Clique verbringt jedes Jahr die Sommerferien in einem Haus in Frankreich. 1983 kommt jedoch einer von ihnen, Götz Winterscheid, zu Tode. Einige wenige Seiten dieses Manuskriptes, das wie ein Tagebuch geschrieben ist, erhalten auch andere Verlagsmitarbeiter, die Mitglieder dieser Freundesclique waren. Doch warum? Und wer hatte dieses Manuskript jahrelang bei sich?

Nele Neuhaus lässt den Leser mit ihrem neuen Kriminalfall etwas tiefer in die Verlagsbranche blicken. Vergeistigte Autoren, deren Zenit schon lange überschritten ist und die denken ohne sie geht der Verlag zugrunde, werden ebenso thematisiert, wie der Spagat zwischen Wirtschaftlichkeit und Anspruch. Das fand ich ziemlich spannend. Außerdem greift die Autorin eine witzige Idee auf. Sie lässt Henning Kirchhoff, Pias Exmann und Pathologe, als neuen Stern am Autorenhimmel aufsteigen. Er veröffentlicht im Winterfeld Verlag gerade seinen zweiten Krimi, der denselben Titel trägt wie das Buch aus der Taunusreihe der Autorin. Eine witzige Idee.

Während sich die Ermittlungen zuerst mangels Anhaltspunkten schwierig gestalten, werden sie zum Ende hin richtig spannend. Ab der Mitte werden die familiären Verwicklungen immer komplizierter und gehen langsam in die Richtung, die uns aufzeigt, worum es hier eigentlich geht. Liebe, Neid und Enttäuschungen sind zentrale Themen im Buch. Der Spruch "Der Feind meines Feindes ist mein Freund " gewinnt zunehmend an Bedeutung.
Besonders gut gefallen haben mir Carl Winterscheid, der neue Verlagschef, der aber auch durchaus zu den Verdächtigen zählt, sowie Hennings Lektorin, Julia Bremora. Sie teilt so manche Erkenntnisse mit dem Leser, auf die die Ermittler erst noch kommen müssen. Nele Neuhaus erzählt nämlich nicht nur aus der Sicht von Pia und Oliver, sondern auch aus der Julias, was die Spannung deutlich erhöht.
Allerdings greift die Autorin auch auf einen
alten Fehler zurück, der besonders in ihren ersten Werken auftritt: zu viele Figuren. Trotzdem hatte ich diesmal kaum Probleme die Charaktere zuzuordnen. Das Personenverzeichnis zu Beginn des Romans ist ebenfalls hilfreich.

Es gibt auch wieder viele Einblicke ins Privatleben der Ermittler, wobei es diesmal fast ausschließlich um Oliver von Bodenstein geht. Seine zweite Ehe scheint ebenfalls zu scheitern und seine erste Frau Cosima ist schwer erkrankt.

Der Schreibstil war wie gewohnt flüssig und detailliert. Der Fall ist ziemlich komplex. Man spürt die vielen Seiten kaum, auch wenn in der Mitte einige Längen aufkommen. Das äußerst rasante Ende hat mich an die Seiten gefesselt und gipfelt in einem Showdown, der mir sehr gut gefallen hat.

Fazit:
Der komplexe Jubiläumskrimi spielt diesmal in der Verlagsbranche. Als langjährige Leserin der Autorin hatte ich wieder viel Freude mit ihrem neuen Krimi und den sympathischen Ermitllern. Trotz kleiner Längen in der Mitte ist die Geschichte allen Pia Sander und Oliver von Bodenstein Fans zu empfehlen - und allen, die es noch werden wollen.

Die Reihenfolge der Bodenstein-Kirchhoff/Sander Krimis:

  1. Eine unbeliebte Frau   *Rezi*
  2. Mordsfreunde   *Rezi*
  3. Tiefe Wunden   *Rezi*
  4. Schneewittchen muss sterben  *Rezi*
  5. Wer Wind sät   *Rezi*
  6. Böser Wolf *Rezi*
  7. Die Lebenden und die Toten  *Rezi*
  8. Im Wald  *Rezi
  9. Muttertag  *Rezi
  10. In ewiger Freundschaft

Muttertag - Nele Neuhaus



    • Gebundene Ausgabe: 560 Seiten
    • Verlag: Ullstein Hardcover; Auflage: 3. (19. November 2018)
    • ISBN-10: 3550081030
    • ISBN-13: 978-3550081033
    • Genre: Krimi
    • Reihe : ja - Band 9 der Bodenstein-Kirchhoff Reihe)


Ullstein Kurzbeschreibung:
Im Wohnhaus einer stillgelegten Fabrik wird eine Leiche gefunden. Es handelt sich um den ehemaligen Betreiber des Werks, Theodor Reifenrath, wie Kriminalhauptkommissarin Pia Sander feststellt. In einem Hundezwinger machen sie und ihr Chef Oliver von Bodenstein eine grausige Entdeckung: Neben einem fast verhungerten Hund liegen menschliche Knochen verstreut und die Spurensicherung fördert immer mehr schreckliche Details zutage. Reifenrath lebte sehr zurückgezogen, seit sich zwanzig Jahre zuvor seine Frau Rita das Leben nahm. Im Dorf will niemand glauben, dass er ein Serienmörder war.
Rechtsmediziner Henning Kirchhoff kann einige der Opfer identifizieren, die schon vor Jahren ermordet wurden. Alle waren Frauen. Alle verschwanden an einem Sonntag im Mai. Pia ist überzeugt: Der Mörder läuft noch frei herum. Er sucht sein nächstes Opfer. Und bald ist Anfang Mai.

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

 Man kann diesen neunten Band auch ohne Vorkenntnisse zu den Vorgänger lesen, jedoch ist die Reihe vorallem im privaten Bereich der Ermittler aufeinander aufgebaut. Deswegen empfehle ich die Reihenfolge bei Bänden einzuhalten!

Meine Meinung:
Ungeduldig habe ich auf den neunten Band der Bodenstein-Kirchhoff Reihe von Nele Neuhaus gewartet. Schneller als gedacht waren die 560 Seiten dann auch schon wieder gelesen. Wie bereits in den Vorgängerbänden der Autorin gibt es auch in "Muttertag" jede Menge Figuren. Ich behielt zwar gut den Überblick, jedoch ist dies ein deutliches Manko der Autorin. Hilfreich ist das Personenregister am Beginn des Buches. Für Einsteiger empfehle ich aber auf jeden Fall mit dem ersten Band zu beginnen.

Als die Leiche von Theo Reifenrath nach mehr als einer Woche gefunden wird, glaubt jeder an einen natürlichen Tod des alten Mannes. Doch dann findet man seinen geliebten Hund halb verhungert im Zwinger, daneben Überreste menschlicher Knochen. Pia Sander ist alarmiert und fordert die Spurensicherung und Leichensuchhunde an, die unter dem Hundezwinger noch mehr Knochen und Skelette finden. Bald ist klar, dass es sich hier um eine Mordserie handelt, die bereits in den Achziger Jahren begonnen hat. Wie viele Leichen wurden hier vergraben? Gibt es noch mehr Opfer? War der alte Mann ein Serienmörder?

Von Beginn an hat mich der neue Krimi von Nele Neuhaus mitgerissen. Vorallem der Prolog macht neugierig. Das Buch lässt sich flüssig lesen und ich war die ganze Zeit am rätseln, wer hinter den Morden stecken könnte. Pia und Oliver durchforsten Theo Reifenraths Vergangenheit und entdecken, dass das Ehepaar jahrelang Pflegekinder aufgenommen hat. Nach Rücksprache mit einigen der heute Erwachsenen, wird bald klar, dass sie es bei den Reifenraths nicht wirklich gut getroffen hatten. Schwere Misshandlungen und perfider Psychoterror standen an der Tagesordnung. Das nach außen vorgespielte Idyll wurde für das Jugendamt perfekt insziniert. Pflegemutter Rita zitierte ihre Pflegekinder regelmäßig zum Muttertag nach Hause, bis sie selbst vor 20 Jahren plötzlich verschwand...pünktlich am Muttertag. Bald ist klar, dass der Mörder aus dem Kreis der ehemaligen Pflegekinder kommen muss.....

Ein weiterer Handlungsstrang spielt in der Schweiz. Eine junge Frau ist auf der Suche nach ihrer leiblichen Mutter. Erst ganz am Ende führt dieser Strang mit den Mordfällen im Taunus zusammen. Zwischendurch gibt es auch Kapitel aus der Sicht des Serienmörders, der seine nächste Tat vorbereitet.

Die privaten Entwicklungen von Pia und Oliver stehen diesmal deutlich im Hintergrund. Seit dem letzten Fall vor drei Jahren, in dem Oliver von Bodenstein sehr im Fokus stand, hat sich einiges geändert. Pia nimmt immer mehr seinen Platz als Leiter der Ermittlungen ein, was auch ihre Vorgesetzte Dr. Nicola Engel langsam zu akzeptieren beginnt. Oliver bleibt diesmal etwas blass und ich bin gespannt, wie es mit ihm weiter gehen wird. Dafür rückt Pias Schwester Kim diesmal mehr in den Mittelpunkt. Sympathiepunkte hat sie trotzdem von mir nicht erhalten.

Der Fall ist komplex und die Atmosphäre oft düster. Nach und nach werden immer mehr menschliche Abgründe sichtbar. Pia und Oliver ermitteln teilweise getrennt voneinander. Die Suche nach mehr Hinweisen ist mühsam. Außer dem Todeszeitpunkt rund um den Muttertag, scheinen die Opfer keine Gemeinsamkeiten zu haben. Dr. Nicola Engel stellt dem Team um Pia Sander daraufhin den amerikanischen Profiler Dr. Harding zur Seite, bei dem einst Pias Schwester Kim gelernt hat. Er soll herausfinden, wer von den Pflegekindern als Täter in Frage kommen könnte.
In der Mitte des Buches bricht leider der Spannungsbogen etwas ein, jedoch kommt es am Ende zu einem richtig guten Showdown, der alle Handlungsstränge perfekt miteinander verbindet. Ich freue mich schon auf die Verfilmung.
 
Schreibstil:
Nele Neuhaus schreibt sehr flüssig und detailliert. Ihre Ermittler sind sympathische Charaktere, auf die ich mich jedes Mal freue, wenn ein neuer Band der Reihe erscheint. Allzu viele Figuren machen es jedoch manchen Leser schwer diese zuzuordnen. Da hilft oft nicht einmal die Bücher der Reihe nach zu lesen.
Nele Neuhaus bringt viel Lokalkolorit und eine tolle Atmosphäre in ihren Krimis mit ein.

Fazit:
Wieder ein spannender Taunuskrimi aus der Feder von Nele Neuhaus, der die menschlichen Abgründe aufzeigt. Mit ein paar Längen in der Mitte und einigen Wiederholungen kommt er nicht an meinen Lieblingsteil "Schneewittchen muss sterben" heran, aber "Muttertag" ist definitiv lesenwert....für Liebhaber der Reihe sowieso ;)

Die Reihenfolge der Bodenstein-Kirchhoff/Sander Krimis:

  1. Eine unbeliebte Frau   *Rezi*
  2. Mordsfreunde   *Rezi*
  3. Tiefe Wunden   *Rezi*
  4. Schneewittchen muss sterben  *Rezi*
  5. Wer Wind sät   *Rezi*
  6. Böser Wolf *Rezi*
  7. Die Lebenden und die Toten  *Rezi*
  8. Im Wald  *Rezi*

Im Wald - Nele Neuhaus




    • Gebundene Ausgabe: 560 Seiten
    • Verlag: Ullstein Hardcover (14. Oktober 2016)
    • ISBN-10: 3550080557
    • ISBN-13: 978-3550080555
    • Genre: Krimi
    • Reihe: ja - 8. Fall für Oliver von Bodenstein und Pia Kirchhoff



Ullstein Kurzbeschreibung:
Mitten in der Nacht geht im Wald bei Ruppertshain ein Wohnwagen in Flammen auf. Aus den Trümmern wird eine Leiche geborgen. Oliver von Bodenstein und Pia Sander vom K11 in Hofheim ermitteln zunächst wegen Brandstiftung, doch bald auch wegen Mordes. Kurz darauf wird eine todkranke alte Frau in einem Hospiz ermordet. Bodenstein ist erschüttert, er kannte die Frau seit seiner Kindheit. Die Ermittlungen führen Pia und ihn vierzig Jahre in die Vergangenheit, in den Sommer 1972, als Bodensteins bester Freund Artur spurlos verschwand. Ein Kindheitstrauma, das er nie überwand - und für viele Ruppertshainer eine alte Geschichte, an die man besser nicht rührt. Es bleibt nicht bei zwei Toten. Liegt ein Fluch über dem Dorf?

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Hufis großer Stall Challenge

Meine Meinung:
Der 8. Band rund um das K11 Ermittlerteam Oliver von Bodenstein und Pia Sander, ehemalige Kirchhoff, liegt schon viel zu lange auf meinem SuB. Als nun schon die Verfilmung im ZDF als Zweiteiler angekündigt wurde, war es an der Zeit den Krimi endlich zu lesen.
Als Fan der Krimis von Nele Neuhaus war ich sofort wieder mitten im Geschehen. Der Prolog macht neugierig und der direkte Start in die Geschichte ist im wahrsten Sinne des Wortes explosiv.

Auf einem Campingplatz im Wald explodiert ein Wohnwagen. Bald stellt sich heraus, dass dabei nachgeholfen wurde. Nach dem Fund einer verkohlten Leiche wird aus Brandstiftung Mord. Es gibt zwei Zeugen, die einen schwarzen Schatten, voraussichtlich einen Mann, weglaufen sahen. Einer der Zeugen ist der drogenabhängige Elias, der sich in einem unbewohnten Wohnwagen am Campingplatz versteckt hat. Er versucht für seine schwangere Freundin Nike von den Drogen wegzukommen und ist auf Bewährung draußen. Im Waldfreundehaus beobachtet die ehemalige Journalistin Felicitas Molin die Explosion. Diese hat allerdings schon einige Gläser Wein intus und ist nicht wirklich eine ernstzunehmende Zeugin. Kurze Zeit später stirbt die schwerkranke Rosie Ehlers im Hospitz, doch leider keines natürlichen Todes. Wer ermordet eine Frau, die bereits dem Tod geweiht ist?

Dieses Mal wird es für Oliver unerwartet persönlich. Die Morde passieren in seiner Heimatgemeinde Rupperthain und er kennt die Opfer persönlich. Doch noch mehr beunruhigt ihn, dass die Zusammenhänge anscheinend zurückgehen ins Jahr 1972, als sein sein zahmer Fuchs Maxi und sein bester Freund Artur verschwanden. Einige Mitglieder der damaligen Bande, der er selbst angehörte, waren angeblich die Letzten, die Maxi und Artur gesehen haben. Das Verschwinden der Beiden wurde bis heute nicht aufgeklärt.
Pia und Oliver ermitteln, doch das Dorf schweigt. Lange Zeit tappt die Kripo im Dunkeln und immer wieder kommt es zu neuerlichen Rückschlägen. Als Leser verfolgt man die Ermittlungsarbeit der Beiden und ihrer Kollegen hautnah mit. Für Oliver soll es der letzte Fall vor seiner einjährigen Auszeit sein und Pia, die seine Nachfolgerin werden soll, gerät ganz schön in Bedrängnis. Außerdem befürchet sie, dass Oliver nach seinem "Sabbatical" nicht mehr zum K11 zurückkehren wird...
In diesem Band kommt es zu einem Neuzugang bei der Truppe. Der neue Kollege Tariq Omari ist ein hochintelligenter Syrer mit einem photografischen Gedächtnis. Besonders erfrischend finde ich immer die Dialoge zwischen Pia und ihrem Exmann Henning.
Die Autorin hat wiederum perfekt die Vergangenheit mit der Gegenwart verknüpft. Erst nach und nach wird ein Puzzlestein um den anderen aufgeschlagen. Doch immer wieder kommt es zu neuen Wendungen, die auch des öfteren neue Verdächtige mit sich bringt. So bleibt die Spannung, bis auf einen kleinen Hänger in der Mitte, de ganze Zeit aufrecht.

Ein Manko von Nele Neuhaus ist, dass sie oft zu viele Figuren in ihren Krimis ins Spiel bringt. Ganz besonders findet man diese Anreihung in ihrem allerersten Buch der Reihe "Eine unbeliebte Frau". Deswegen dachte ich, es wäre ein "Anfängerfehler". Doch auch bei "Im Wald" lernen wir zu viele Personen kennen, was nicht unbedingt von Vorteil ist. Hier hilft diesmal ein Personenregister ganz am Anfang des Romans weiter. Ich behielt auch so ganz gut den Überblick, doch für Einsteiger in die Reihe (was ich sowieso NICHT empfehlen kann) ist es sicherlich sehr verwirrend.
Dazu kommt noch, dass wir bei der Autorin üblich wieder einige verschiedenen Handlungsstränge haben, die am Schluss zusammenführen und ein logisches Ganzes ergeben. Einer davon greift sogar zurück ins Jahr 1972, der eine Art Rückblick gibt und sehr aufschlussreich ist.

Schreibstil:
Nele Neuhaus schreibt einfach gut! Flüssig, ziemlich detailliert und für den Leser einnehmend. Ich mag ihr sympathisches Team, das nun durch die TV-Reihe auch Gesichter bekommen hat. Die beiden Hauptptotagonisten entwickeln sich auch in diesem band wieder ein Stückchen weiter. Durch das zusätzliche Lokalkolorit bringt die Autorin Atmosphäre und eine stimmige Handlung in ihre Krimis.

Fazit:
In ihrem achten Fall rund um Oliver von Bodenstein und Pia Kirchhoff/Sander nimmt sich die Autorin der dörflichen Gesellschaft an. Es geht um Ausgrenzung, Verschweigen und Zusammenhalt. Mir hat auch dieser Fall wieder sehr gut gefallen, auch wenn Neuhaus diesmal einige zu viele Personen in ihre Geschichte gepackt hat. Ich hoffe Oliver von Bodenstein bleibt uns trotz seines "Sabbaticals" erhalten und die Autorin führt die Reihe noch lange weiter...


***************************
Vergleich zum TV-Film:
Der Großteil der Handlung wurde sehr gut fürs Fernsehen adaptiert. Einige Figuren wurden weggelassen, wie Olivers Exfrau und Tochter, sein Sohn und die Schwiegertochter. Die privaten Verwicklungen passten aber auch in die TV Ermittlungen nicht wirklich dazu. Für Liebhaber der Buchreihe sind allerdings diese privaten Ereignisse auch weiterhin interessant, weil sich die beiden Hauptprotagonisten weiterentwickeln.
Fuchs Maxi spielte im Film ebenfalls keine so große Rolle und man hatte den Eindruck, als ob er eher Arturs Haustier als Olivers wäre.
Einige besetzte Rollen hatten wenig oder absolut keine Ähnlichkeit mit der Beschreibung im Buch. Das sind aber alles eherNebensächlickeiten und "Jammern auf hohem Niveau". Im Großen und Ganzen fand ich die TV-Adaption gelungen.

Die Reihenfolge der Bodenstein-Kirchhoff Krimis:

  1. Eine unbeliebte Frau   *Rezi*
  2. Mordsfreunde   *Rezi*
  3. Tiefe Wunden   *Rezi*
  4. Schneewittchen muss sterben  *Rezi*
  5. Wer Wind sät   *Rezi*
  6. Böser Wolf *Rezi*
  7. Die Lebenden und die Toten  *Rezi*

Die Lebenden und die Toten - Nele Neuhaus


    • Gebundene Ausgabe: 560 Seiten
    • Verlag: Ullstein Hardcover  (10. Oktober 2014)
    • ISBN-10: 3550080549
    • ISBN-13: 978-3550080548
    • Genre: Krimi
    • Reihe: ja - 7. Fall für Bodenstein und Kirchhoff




Ullstein Kurzbeschreibung:
Kriminalkommissarin Pia Kirchhoff will gerade in die Flitterwochen fahren, als sie ein Anruf erreicht: In der Nähe von Eschborn wurde eine ältere Dame aus dem Hinterhalt erschossen. Kurz darauf ereignet sich ein ähnlicher Mord: Eine Frau wird durch das Küchenfenster ihres Hauses tödlich getroffen. Beide Opfer hatten keine Feinde. Warum mussten ausgerechnet sie sterben? Der Druck auf die Ermittler wächst schnell. Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein fahnden nach einem Täter, der scheinbar wahllos mordet – und kommen einer menschlichen Tragödie auf die Spur
 
Meine Bewertung: * * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Einmal um die Welt Challenge 

Buch zur deutschen Autoren Challenge 

Meine Meinung: 
Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein gehören zu meinen Lieblingsermittlern und auch die TV-Adaptionen (zwei habe ich gesehen: "Eine unbeliebte Frau" und "Mordsfreunde") fand ich gelungen. Nun habe ich den 7. Band der Reihe aus der Bücherei geliehen und muss sagen, dass Nele Neuhaus mit dieser Krimireihe etwas wirklich Tolles erschaffen hat!
Die Autorin greift immer wieder aktuelle und brandheiße Themen auf. Diesmal geht es um Organspenden und deren Missbrauch.

Pia hat sich heimlich getraut und ihren Christopher geheiratet. Während sie ihre Koffer für Südamerika packt, erhält sie einen Anruf, dass eine Frau tot aufgefunden wurde. Das Dezernat ist total unterbesetzt, denn eine Grippewelle wütet gerade unter ihren Kollegen und die Weihnachtstage stehen vor der Tür. So springt Pia noch schnell einen Tag vor Abflug ein, um Oliver zu helfen.
Die Tote, eine ältere Frau, die mit ihrem Hund spazieren ging, wurde durch einen gezielten Kopfschuss getötet. Während Pia und Oliver überlegen, ob die Tote gerade zufällig am falschen Ort war oder ob es ein gezielter Mord war, wird die nächste Tat verübt. Diesmal ist die Verstorbene wieder eine ältere Frau, die gerade mit ihrer Enkelin Weihnachtskekse backen wollte und ebenfalls durch einen Kopfschuss hingerichtet wurde.
Pia hadert mit sich und entscheidet sich schlussendlich dazu nicht mit ihrem Mann in die Flitterwochen zu fliegen, sondern an der Aufklärung der Morde mitzuarbeiten. Durch den Personalmangel schickt das LKA auch einen "Profiler" ins Dezernat. Dieser vertritt seine Meinung ziemlich selbstbewusst und beleidigt gleich zu Beginn einen Kollegen nach den anderen. Bald wünscht sich jeder, er würde einfach wieder verschwinden, da er zusätzlich noch mehr Unruhe stiftet statt zu helfen.
Als wenig später ein junger Mann erschossen wird, dem vor längerer Zeit ein Spenderherz eingesetzt wurde, ergeben sich plötzlich erste lose Zusammenhänge zwischen den bisherigen Opfern.

Der Täter ist dem Ermittlerteam immer eine Nasenlänge voraus und als Leser fiebert man mit, ob sie es diesmal schaffen das nächste Opfer zu retten. Die Gedanken des Mörders sind in kursiver Schrift dargestellt. und in Ich-Form geschrieben. Obwohl man immer wieder in die Gedankenwelt des Mörders "zuhause" ist, bleibt die Identität des Täters bis zum Ende unklar. Nele Neuhaus hat es diesmal sehr geschickt angestellt und ich bin bis zum Schluss im Dunkeln getappt.
Es gibt auch eine neue Perspektive....


 ****ACHTUNG KLEINER SPOILER!******
Vor kurzem habe ich erst bei Veit Etzold's Thriller "Todeswächter" gelesen, der dieselbe Idee aufgegriffen hat wie Nele Neuhaus: Es werden nicht die eigentlichen Personen, an denen man rächen möchte, getötet, sondern diejenigen, die ihnen am Nächsten stehen.
****SPOILER AUS*****

Besonders zum Nachdenken regt das Thema der Organspenden und der Organmafia an. Ich muss sagen, dass hier die Autorin sehr einseitig berichtet hat und man als williger Organspender anfängt nachzudenken, ob man wirklich seinen Ausweis behalten möchte. Das finde ich weniger gut, denn gerade ein so wichtiges Themao, wo es um neues Leben geht, sollte man unterstützen. Vielleicht hat die Autorin dies aber auch beabsichtigt, damit man die Gedankenwege der einzelnen Personen besser nachvollziehen kann oder einfach deswegen, weil es zu einem aktuellen Fall in den Medien passte.

Schreibstil:
Nele Neuhaus hat einfach einen wunderbaren flüssigen Schreibstil. Die Spannung bleibt diesmal bis zum Schluss erhalten und das Tempo ist hoch. Die wechselnden Handlungsstränge machen die Geschichte interessant, aber nie unübersichtlich. Die bereits beliebten Charaktere entwickeln sich wieder ein Stückchen weiter und es gibt neue Perspektiven für die kommenden Bücher ;)

Fazit:
Nach "Schneewittchen muss sterben" der beste Neuhaus aus der Reihe. Ich habe die Geschichte verschlungen und freue mich schon auf die kommenden Bücher der Reihe. Eine klare Leseempfehlung!



Die Reihenfolge der Bodenstein-Kirchhoff Krimis:

  1. Eine unbeliebte Frau
  2. Mordsfreunde
  3. Tiefe Wunden
  4. Schneewittchen muss sterben
  5. Wer Wind sät
  6. Böser Wolf


Böser Wolf - Nele Neuhaus


    • Taschenbuch: 480 Seiten
    • Verlag: Ullstein Taschenbuch (11. Oktober 2013)
    • ISBN-10: 3548285899
    • ISBN-13: 978-3548285894
    • Genre: Krimi
    • Reihe:  ja - 6. Fall für Bodenstein und Kirchhoff

Amazon Kurzbeschreibung:
An einem heißen Tag im Juni wird die Leiche einer 16-Jährigen aus dem Main bei Eddersheim geborgen. Sie wurde misshandelt und ermordet, und niemand vermisst sie. Auch nach Wochen hat das K 11 keinen Hinweis auf ihre Identität. Die Spuren führen unter anderem zu einer Fernsehmoderatorin, die bei ihren Recherchen den falschen Leuten zu nahe gekommen ist. Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein graben tiefer und stoßen inmitten gepflegter Bürgerlichkeit auf einen Abgrund an Bösartigkeit und Brutalität. Und dann wird der Fall persönlich.

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Deutschsprachigen Autoren Challenge 2013

Wir lesen dicke Dinger Challenge

ABC Challenge
 
Meine Meinung:
Wie auch schon die anderen Bücher der Reihe um Oliver von Bodenstein und Pia Kirchhoff, konnte mich auch  "Böser Wolf" (6. Fall der Reihe) begeistern. Ich finde sogar, dass der neuerste Krimi von Nele Neuhaus mit ihrem bislang erfolgreichsten Buch "Schneewittchen muss sterben" locker mithalten kann. Die Geschichte ist spannend geschrieben und hat ein sehr brisantes Thema: sexueller Missbrauch und Pädophilie.

Wie bei der Autorin üblich, beginnt die Geschichte in verschiedenen Handlungssträngen, die alle am Schluss zusammenführen und ein logisches Ganzes ergeben.
Gleich zu Beginn des Buches wird am Ufer des Mains die Leiche eines jungen Mädchens gefunden. Zuerst hat es den Anschein, dass der Teenager zu einer Gruppe Jugendlicher gehört, die sich am Mainufer zum Feiern getroffen haben. Die Party artete jedoch extrem aus und als eines der Mädchen munter wird, findet sie zuerst einen der Freunde bewusstlos am Flussufer liegend und sieht kurz darauf die Leiche eines junges Mädchens aus dem Wasser ragen. Sie denktm es wäre einer ihrer Freundinnen, doch schon bald stellt sich heraus, dass das junge Mädchen schon einige Tage tot im Wasser gelegen hat und schwere Misshandlungen aufweist. Vor ungefähr zehn Jahren gab es bereits einen ähnlichen Fall und auch damals vermisste niemand die Tote, doch als Verdächtiger wurde der Anwalt Kilian Rothemund festgenommen und verurteilt. Das Team rund um Pia und Oliver versucht daraufhin alles, um herausfinden wer die Tote ist, doch trotz akribischer Recherche bleibt die Identität der "Nixe" ungelöst.
Kurze Zeit später wird die Polizei zu einer schwer misshandelten Frau gerufen, die man im Kofferraum eines Autos gefunden hat. Es handelt sich um die bekannte Fernsehreporterin Hanna Herzmann, die sich in ihren Talkshows mit brisanten Themen beschäftigt. Die nicht sehr beliebte Moderatorin hatte erst eine Klage am Hals und geht mit ihren Gästen in der Show nicht gerade zimperlich um. Deshalb tippt die Polizei zuerst auf Rache aus diesen Kreisen oder auf ehemalige Mitarbeiter. Doch schon bald entdecken die Ermittler, dass die Moderatorin eine Recherche für eine neue Sendung durchführte, welche sie jedoch noch geheim hielt. Welches brisante Thema hatte Hanna Herzmann aufgegriffen? Und wer fühlte sich hier zu sehr "auf den Schlips" getreten? Doch bevor Oliver und Pia der Aufklärung der Fälle näherkommen, geschieht ein weiterer Mord. Bis Pia und Oliver auf die wahren schockierenden Hintergründe kommen, ist es fast zu spät.

Die vielen Handlunsgsebenen mögen nicht jedem Leser gefallen, doch seit ihrem ersten Buch "Eine ungeliebte Frau", das wirklich nur so von Personen wimmelte und man unweigerlich versucht sich alle Protagonnisten und Randfiguren zu merken und den vielen Teilhandlungen zu folgen, hat sich die Autorin von Buch zu Buch gesteigert und diese in jedem weiteren Band immer besser ausgearbeitet und weniger verwirrend erzählt. So wie ich zu ellenlangen Sätzen neige ;) liebt Nele Neuhaus eine Vielzahl von mitwirkenden Personen in ihrer Krimireihe. 

Das Privatleben der beiden Hauptprotagonisten bleibt diesmal eher im Hintergrund. Trotzdem wird Pia zum Ende der Geschichte hin persönlich mit dem Fall konfrontiert.


Schreibstil:
Nele Neuhaus hat einen sehr flüssigen und einnehmenden Schreibstil, der  mich immer wieder begeistert. Man kann gar nicht aufhören zu lesen. Die Begebenheiten werden sehr lebendig geschildert, die Charaktere der Hauptprotagonisten sind sympathisch und werden immer weiterentwickelt. 

Fazit:
Auch der sechste Fall der Reihe um Oliver von Bodenstein und Pia Kirchhoff  ist spannend geschrieben und  behandelt ein brisantes Thema. Dieser Krimi ist nicht nur nervenaufreibend, sondern genauso berührend.
Für Neuhaus Fans und solche, die es noch werden wollen....



Wer Wind sät - Nele Neuhaus


    • Broschiert: 560 Seiten
    • Verlag: Ullstein Taschenbuch (13. Mai 2011)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3548283519
    • ISBN-13: 978-3548283517
    • Genre: Krimi 
    • Reihe: ja - 5. Fall für Bodenstein und Kirchhoff

Amazon Kurzbeschreibung: 
Ein Nachtwächter stürzt zu Tode. Ein Grundstück im Taunus, das plötzlich zwei Millionen Euro wert ist, kostet einen alten Mann das Leben. Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein ermitteln im Kreise von Verdächtigen, die alle vorgeblich für eine gute Sache kämpfen. Doch jeder von ihnen hat sein eigenes Motiv - nichts ist, wie es scheint. Bis die Lügengebäude einstürzen. Rachsucht und Gier offenbar werden. Liebe in Hass umschlägt und Menschen büßen müssen.

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Deutschsprachigen Autoren Challenge 2013

Buch zur ABC Challenge

Meine Meinung:
Dass mir die Krimireihe um Oliver Bodenstein und Pia Kirchhoff sehr gut gefällt, hat wohl schon jeder Leser, der meinen Blog verfolgt, mitbekommen. Nun bin ich beim momentan vorletzten veröffentlichten Band der Reihe "Wer Wind sät" angekommen.
Das Thema der Autorin ist diesmal sehr aktuell, denn es handelt von erneuerbarer Energie. Im Taunus möchte der Konzern der Firma WindPro einen großen Windpark bauen. Natürlich gibt es auch immer - wie überall - eine Bürgerinitiative gegen den geplanten Bau von Windrädern. Und gerade einer der hartnäckigsten Gegner des Windparkes besitzt den Großteil des Grundstückes, wo diese gebaut werden sollen.

In diesem fünften Band der Reihe erinnerte mich einiges an Band 2 "Mordsfreunde", wo es um den Bau einer Umfahrungsstraße ging und der eine ähnliche Thematik beinhaltete. Es gab auch wieder einen Jugendlichen, der sich einen Erwachsenen als sein Idol herauspflückte und gut mit dem Computer umgehen konnte. Ebenso war es für mich ganz einfach zu erraten, wer der zweite Tote sein würde und ich hatte zu 100% Recht.
Gott sei Dank gab es aber auch noch andere verdächtige Personen und einige Perspektivenwechsel.

Als Pia, die gerade erst von ihrem gemeinsamen Urlaub mit Christoph zurückgekehrt ist, gleich zu einem möglichen Tatort gerufen wird, ist zuerst noch nicht klar, ob der Nachtwächter der WindPro alleine die Treppe hinuntergestürzt ist oder ob nachgeholfen wurde. Als ein ehemaliger Mitarbeiter des Konzerns und Antriebsfigur der Bürgerinitiative von gefälschten Gutachten spricht und ein toter Hamster auf dem Tisch des Firmenchefs liegt, lässt sich bald ein Unfall ausschließen.

Wie bereits von der Autorin gewöhnt, gibt es wieder jede Menge Personen und Erzählstränge. Das Thema erneuerbare Energie und Klimapolitik hat die Autorin sehr gut ins Geschehen der Krimihandlung verflochten.
Auch das Privatleben der Ermittler kommt wieder nicht zu kurz. Während Pia in diesem Fall fast alleine ermittelt und Cem Altunay den Platz ihres unsympathischen Kollegen Behnke einnimmt, quält sich Oliver von Bodenstein noch immer mit der Trennung von seiner Frau Cosima herum. Als er die eher unscheinbare Nika kennenlernt, die im Tierheim von Ricky und ihren Freund Jannis (der ehemalige Mitarbeiter und nun größter Gegner der Windpro), arbeitet, wird er immer unzuverlässiger. Während Pia froh ist, keine Reibereien mehr im Büro zu haben, nervt sie Bodensteins Unausgeglichenheit. Als er im Folge des Falles auch noch beurlaubt wird, bleibt alles an Pia hängen. Dieser neue Charakterzug von Bodenstein hat mir nicht so gut gefallen und ich hoffe im nächsten Buch ist er wieder ganz "der Alte".

Der Spannungsbogen wird von Beginn an aufgebaut und auch gehalten. Am Schluss blieben für mich allerdings ein paar Fragen betreffend einer der Hauptverdächtigen offen.

Cover:
Wieder passend zur Reihe und durch den Raben am Strommast auch zum Inhalt.

Schreibstil:
Gewohnt flüssig und spannend geschrieben. Man lebt mit dem sympathischen Ermittlerduo wirklich mit.

Fazit:
Insgesamt ein guter Krimi mit spannender und aktuellen Geschichte, jedoch nicht der beste Teil der Reihe. Für Fans aber ein Muss.


Schneewittchen muss sterben - Nele Neuhaus


    • Taschenbuch: 537 Seiten
    • Verlag: List Taschenbuch (11. Juni 2010)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3548609821
    • ISBN-13: 978-3548609829
    • Genre: Krimi 
    • Reihe: ja - 4. Fall für Bodenstein und Kirchhoff
Amazon Kurzbeschreibung: 
Sulzbach im Taunus: An einem regnerischen Novemberabend wird eine Frau von einer Brücke auf die Straße gestoßen. Die Ermittlungen führen Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein in die Vergangenheit: Vor vielen Jahren verschwanden in dem kleinen Taunusort Altenhain zwei Mädchen. Ein Indizienprozess brachte den mutmaßlichen Täter hinter Gitter. Nun ist er in seinen Heimatort zurückgekehrt. Als erneut ein Mädchen vermisst wird, beginnt im Dorf eine Hexenjagd…

Meine Bewertung: * * * * *

Buch zur Deutschsprachigen Autoren Challenge 2013

Buch zur ABC Challenge

Meine Meinung:
"Schneewittchen muss sterben" ist wohl der Teil der Bodenstein und Kirchhoff Reihe von Nele Neuhaus, mit dem die Autorin den "Durchbruch" schaffte. Wer nicht schon vorher Nele Neuhaus las, wurde durch viele Internetseiten, Buchblogger, Facebook, diversen anderen Medien usw. auf sie aufmerksam, denn dieser Teil erhielt wirklich sehr viel Lob und wurde auch - was ich gar nicht verstehen kann - als Erstes verfilmt!
Und ich kann mich den vielen positiven Meinungen wirklich nur anschließen!

Haben mich noch Teil 1 und 2 manchmal zurückblättern lassen, weil mich die vielen Namen wirklich verwirrten, hat die Autorin hier genau das richtige Maß gefunden. Es gibt zwar wieder viele Verdächtige, doch haben wir es diesmal mit einer eher "überschaubaren" Gruppe zu tun und es kommen nicht nach hundert Seiten wieder einige neue Verdächtige dazu ;).

Im vierten Band der Reihe geht es um Tobias Sartorius, der nach einer zehnjährigen Haftstrafe wieder in sein Heimatdorf zurückkehrt. Doch bereits bei der Ankunft muss er feststellen, dass nichts mehr so ist, wie es vor zehn Jahren war. Sein Elternhaus, einstmals ein gutgehendes Gasthaus und Mittelpunkt des Dorlebens und Bauernhof ist geschlossen, der Hof verlottert und seine Mutter hat sich schon vor Jahren von seinem Vater getrennt. Bei den Besuchen im Gefängnis hatten ihm seine Eltern weiterhin eine heile Welt vorgespielt.  Doch in Wirklichkeit hat die Verhaftung damals nicht nur sein Leben vollkommen verändert, sondern auch das seiner Eltern, das seitdem in Scherben liegt. Dabei weiß Tobias selbst nicht so genau, was vor 11 Jahren eigentlich passiert ist, als er wegen des Mordes an seiner Freundin Stephanie und seiner Ex-Freundin Laura verhaftet wurde. Die Leichen der beiden Mädchen wurden nie gefunden.
Obwohl Tobias seine Haftstrafe abgesessen hat, akzeptiert das Dorf keinen Mörder in ihren Reihen. Beschmierte Wände mit Hassparolen und Überfälle auf Tobias werden zum täglichen Spießrutenlauf für den jungen Mann. Sein Vater hat längst aufgegeben und sich vollkommen zurückgezogen. Doch Tobias will sich nicht den Anfeindungen beugen. Als Lauras Leiche gefunden wird, gleicht das Dorf einem Hexenkessel.
Als auch noch ein drittes Mädchen spurlos verschwindet, die Stephanie (Schneewittchen) sehr ähnlich sieht, ist Tobias für alle der Mörder. Doch hinter den Mauern der damaligen Clique um Tobias gehen merkwürdige Dinge vor sich und Pia Kirchhoff zweifelt an der Schuld des jungen Mannes.
In ihren Ermittlungen kommt sie immer mehr hinter ein schreckliches Spiel aus Macht,  Intrigen und  Manipulationen.

Auch das Privatleben der beiden Kommissar kommt wieder nicht zu kurz.Oliver von Bodenstein durchlebt in diesem vierten Fall eine private Niederlage und so ist Pia oft alleine auf sich gestellt, während ihr Kollege seinen Kopf ganz woanders hat. So ist sie auch zuerst die Einzige, die an der Unschuld von Tobias überzeugt ist.

Der Spannungsbogen hält diesmal wirklich vom Anfang bis zum Ende durch und während man mal diesen und mal jenen Dorfbewohner verdächtigt seine Finger im Spiel zu haben will man schon gerne viel mehr wissen und kann kaum aufhören zu lesen.

Cover:
Passend zur Reihe...mehr ist dazu nicht zu sagen ;)

Schreibstil:
Wie von der Autorin gewohnt sehr flüssig und spannend bis zur letzten Seite. Immer wieder gelingt es Nele Neuhaus ihre Leser zu verwirren und auf eine falsche Spur zu führen. Während ich oft bei Thrillern sehr schnell weiß, wer der Mörder ist, ist es bei den Krimis der Autorin sehr schwer zu erraten und so bleibt auch die Spannung meist erhalten. Die Charaktere werden wirklich sehr bildhaft dargestellt.

Fazit:
Unheimlich spannend undwirklich gelungen! Von den vier ersten Teilen der Reihe um Bodenstein und Kirchhoff ist dies definitiv der Beste und ich freue mich schon auf Teil 5.  Für mich eine klare Leseempfehlung!





Tiefe Wunden - Nele Neuhaus



    • Taschenbuch: 480 Seiten
    • Verlag: List Taschenbuch; Auflage: 18. Auflage (12. August 2009)
    • ISBN-10: 3548609023
    • ISBN-13: 978-3548609027
    • Genre: Krimi
    • Reihe: ja -  3. Fall für Bodenstein und Kirchhoff

Amazon Kurzbeschreibung:
Der 92-jährige Holocaust-Überlebende David Josua Goldberg wird in seinem Haus im Taunus mit einem Genickschuss getötet. Bei der Obduktion macht der Arzt eine seltsame Entdeckung: Goldbergs Arm trägt die Reste einer Blutgruppentätowierung, wie sie bei Angehörigen der SS üblich war. Dann geschehen zwei weitere Morde, die Hinrichtungen gleichen. Welches Geheimnis verband die Opfer miteinander? Die Ermittlungen führen Hauptkommissar Oliver von Bodenstein und seine Kollegin Pia Kirchhoff weit in die Vergangenheit: nach Ostpreußen im Januar 1945... 

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Deutschsprachigen Autoren Challenge 2013

Buch zur Krimi-/Thriller Cover Challenge

Meine Meinung:
Fall Nummer 3 für das Team um Oliver von Bodenstein und Pia Kirchhoff. Wie schon bereits in den beiden vorigen Krimis der Autorin ist auch diese Geschichte wieder durch den tollen Schreibstil sehr flüssig und spannend zu lesen. Das Ermittlerteam, das sehr authentisch und lebensnah argiert, wächst mir immer mehr ans Herz. Pia hat eine neue Liebe gefunden und Oliver hat Familienzuwachs bekommen. So verändert sich auch immer wieder das Privatleben der beiden Ermittler und entwickelt sich weiter. Deshalb würde ich auch empfehlen die Bücher der Reihe nach zu lesen. Trotzdem hat man aber keine Schwierigkeiten, wenn man mit dem 3. oder 4. Band anfängt, denn jeder Fall ist abgeschlossen. Toll finde ich, dass jeder Krimi von Nele Neuhaus ein ganz neues Thema hat! Das ist bei vielen Thriller- oder Krimautoren oft nicht der Fall.

In dieser Geschichte haben wir es mit Morden an sehr betagten Menschen zu tun, die allesamt den 2. Weltkrieg überlebt haben und über all die Jahre miteinander befreundet waren. Im Mittelpunkt steht aber die Familie Kaltensee, die zu den reichsten Familien in der Umgebung zählt und die immer wieder bei den Recherchen der Polizei auftaucht. Doch was verbirgt die Familie ? Während die Polizei im Dunkeln tappt und jede neue Spur im Sand verläuft, häufen sich in der Zwischenzeit die Morde. Zu den "üblichen Verdächtigen" gesellen sich plötzlich neue Tatverdächtige und auch bei den Opfern hat das Morddezernat plötzlich zwei junge Menschen als Leichenfunde. Haben die Morde doch nicht mit dem Krieg zu tun?

Wie in den Vorgängerbänden haben wir es auch hier wieder mit jede undurchsichtigen Personen zu tun, vielen Handlungssträngen und Themen, doch diesmal konnte ich  der Geschichte sehr gut folgen. Bis zum spannenden Finale in Polen, das mir etwas zu dramatisch war, habe ich mich wieder sehr gut unterhalten.

Fazit: Ein weiterer toller Krimi aus der Feder von Nele Neuhaus, der Band 1 und 2 um nichts nachsteht. Bis auf das etwas zu dramatische Ende war wieder alles dabei, was man sich von einem Krimi wünscht.






Mordsfreunde - Nele Neuhaus

     
    • Taschenbuch: 400 Seiten
    • Verlag: List Taschenbuch; Auflage: 18 (2011)
    • ISBN-10: 3548608868
    • ISBN-13: 978-3548608860
    • Genre: Krimi
    • Reihe: ja - 2. Fall für Bodenstein und Kirchhoff

Amazon Kurzbeschreibung:
Ein Tierpfleger des Opel-Zoos im Taunus macht eine grausige Entdeckung: im Elefantengehege liegt eine menschliche Hand. Die dazu gehörige Leiche finden Kommissar Oliver von Bodenstein und seine Kollegin Pia Kirchhoff von der Hofheimer Kripo in einer frisch gemähten Wiese gegenüber dem Zoogelände. Der Tote war ein Lehrer und vehementer Umweltschützer, der wegen seines Charismas von vielen Schülern glühend verehrt wurde - und von einigen Einwohnern der Stadt ebenso sehr gehasst. Doch liegt hier das Motiv für einen Mord?

Meine Bewertung: gute * * * *

Buch zur Deutschsprachigen Autorenchallenge

Meine Meinung: 
Im zweiten Band rund um das Ermittlerpaar Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein hat mich die Autorin wieder in ihren Bann ziehen können. Auch wenn ich bereits weiß, dass die kommenden Teile noch besser  werden sollen, war dieser Krimi spannend und voller Lokalkorit. Sicher bleibt noch Potential übrig, aber mir haben die bereits gelesenen Bücher gut gefallen und ich muss zugeben, dass ich ein Fan von Nele Neuhaus geworden bin. Band 3 wartet schon auf mich ;) und Band 4 ist reserviert...was will man mehr?

Auch in dieser Kriminalgeschichte im Taunusgebiet rund um Frankfurt "erschlägt" uns die Autorin anfangs mit einen Gewirr aus Personen und Verdächtigen. Trotzdem hatte ich diesmal keine Schwierigkeiten (wie im ersten Band) mir die Namen zu merken, die Personen richtig zuzuordnen und konnte der Geschichte leicht folgen.

Neben einigen privaten Troubles der beiden Ermittler geht es natürlich hauptsächlich um Mord und Totschlag. Diesmal wird im Opel-Zoo zuerst die Hand eines Mannes und danach ein Fuß im Tiergehege gefunden. Bald ist auch die dazugehörige Leiche gefunden, die gegenüber auf der frisch gemähten Wiese liegt. Der Tote ist ein Mann, der stark polarisiert: Lehrer und Umweltschützer Ulrich Pauly. Dieser wird von seinen Schülern und "Fans" geliebt, aber auch von sehr vielen im Ort wegen seiner Aktivitäten für den Umwelt- und Tierschutz gehasst. So gibt es jede Menge Verdächtige und der Großteil kann noch dazu kein Alibi vorweisen. Doch damit nicht genug: Nur kurze Zeit später ist das Haus von Ulrich und Esther Pauly ein Raub der Flammen. Viel zu viele Leute profitieren davon: allen voran die Stadtplaner, die eine Umfahrungsstraße bauen wollen und neue Wohnhäuser und denen Ullis Haus im Weg stand, aber auch seine Exfrau Mareike und seine momentane Lebensgefährtin Esther könnten Nutzen ziehen....
Während ein Handlungsstrang dem politischen Gegnern Ulrich Pauly's folgen, geraten aber auch ehemalige Freunde, der Zoodirektor und die Nachbarschaft in Verdacht.

Durch die Fußball WM im Sommer 2006 sitzen natürlich die meisten Menschen vor dem Fernseher oder vor Live-Streams im Freien und die Polizei erhält leider kaum Hinweise aus der Bevölkerung. Als dann auch noch ein zweiter Mord passiert sind die Einwohner entsetzt.

Das Cover passt wieder hervorragend zum ersten Teil und in weiterer Folge zu den Nachfolgebänden.
Neuhaus spielt hier mit dem Leser und lässt ihn mehr oder weniger durch viele falsche Fährten und jede Menge Verdächtigen im Dunkeln tappen. An Spannung fehlt es dem Kriminalroman nicht und zum Ende hin wird diese noch getoppt. Leider fand ich dieses dann aber etwas zu konstruiert und das ist auch der Grund warum ich sehr gute 4 Sterne, aber keine 4 1/2 Sterne vergebe.

Fazit: Ein gelungener zweiter Band der Reihe um das Ermittlerduo Bodenstein und Kirchhoff mit noch kleinen Schwächen, vielen falschen Fährten, Verdächtigen und jede Menge Lokalkorit. Ich freue mich schon auf die Folgebände!

Eine unbeliebte Frau - Nele Neuhaus



    • Taschenbuch: 384 Seiten
    • Verlag: List Taschenbuch (3. April 2009)
    • ISBN-10: 3548608876
    • ISBN-13: 978-3548608877
    • Genre: Krimi
    • Reihe: 1. Teil der Bodenheim/Kirchhoff Reihe 
    •  
Amazon Kurzbeschreibung:
Eine Ladung Schrot aus dem eigenen Jagdgewehr beschert dem Frankfurter Oberstaatsanwalt ein schnelles, wenn auch sehr hässliches Ende. Die schöne junge Frau, die tot am Fuß eines Aussichtsturms im Taunus liegt, ist viel zu unversehrt, um an den Folgen eines Sturzes gestorben zu sein. Kriminalhauptkommissar Oliver von Bodenstein und seine neue Kollegin Pia Kirchhoff sind sich einig: Der erste Todesfall war ein Selbstmord, der zweite jedoch ein Mord. Bald häufen sich sowohl die Motive als auch die Verdächtigen. Doch was hat den Staatsanwalt in den Tod getrieben?

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Deutschsprachigen Autorenchallenge 2013

Buch zur Chaos Challenge AGAIN

Buch zur Krimi/Thriller Cover Challenge

Meine Meinung:
Lange hat es gedauert bis ich endlich auch mein erstes Buch von Nele Neuhaus gelesen habe! Obwohl ich "Schneewittchen muss sterben" auf meinen SuB habe, wollte ich natürlich mit dem ersten Band der Reihe um
Kriminalhauptkommissar Oliver von Bodenstein und Pia Kirchhoff beginnen. Lange war das Buch auch in der Bücherei ausgeliehen, aber jetzt endlich habe ich es gelesen und ich will auch gleich verraten, dass es nicht mein letztes Buch der Autorin war! Ich freue mich schon auf die Nachfolgebände!

Wir lernen zuerst Pia Kirchhoff kennen, die nach 16 Jahren in der Großstadt Frankfurt und als Gattin eines Arztes ein priviligiertes Leben geführt hat. Vor kurzem hat sie sich von ihrem Ehemann getrennt und ein altes Bauernhaus gekauft, wo sie ihre zwei Pferde einstellen  und endlich wieder Landluft schnuppern kann. Zurück in ihrem alten Beruf bei der Kriminalpolizei fühlt sie sich wie neugeboren. Beim K11 der Hofheimer Kriminaldirektion hat sie einen Job bekommen und ist nun die neue Mitarbeiterin von Kriminalhauptkommissar Olover von Bodenstein, der ebenfalls mit seiner Familie aus Frankfurt in den Taunus gezogen ist.
Bei ihren ersten gemeinsamen Einsatz finden sie innerhalb kurzer Zeit zwei Tote, die beide Selbstmord begannen habe sollen. Während bei der ersten männlichen Leiche bald klar ist, dass es sich wirklich um Selbstmord handelt, schreit der Tod der jungen Frau, die am Fuße eines Aussichtturmes liegt,  nach Ungereimtheiten. Bald ist auch klar, dass die Tote durch eine Injektion eines Barbiturates gestorben ist, bevor man sie vom Aussichtsturm gestoßen hat. Beizeiten stellt sich heraus, dass die die junge Frau, Isabel Kerstner, die Frau des Tierarztes Micha Kerstner, kein unbeschriebenes Blatt ist. Jung und bildhübsch hat sie allen Männern den Kopf verdreht, sich vor kurzem von ihren Mann getrennt und lebt auf großen Fuß. Im Reitstall Gut Waldhof  verbrachte sie den Großteil des Tages als Dressurreiterin.
Bald schon häufen sich die Verdächtigen und man muss gewaltig aufpassen, dass man sich alle Namen richtig merkt und zuordnet.
Irgendwie scheine ich bei den letzten Büchern, die ich gelesen habe, Schwierigkeiten zu haben, mit den vielen Personen, die sich in diversen Krimis und Thrillers tummeln....

Kirchhoff und Bodenstein finden immer mehr Ungereimtheiten und verlieren selbst langsam den Überblick ;) Mit der Zeit finden die beiden Ermittler zwar keinen Mörder, aber immer mehr Indizien für dubiose Geschäfte, Geldwäscherei und Erpressung. So rückt der Mord an Isabel Kerstner  immer mehr in den Hintergrund, auch wenn die Beiden eigentlich versuchen die wahren Ereignisse der Tat zu recherchieren.
So verstrickt sich auch der Leser in allerlei Vermutungen und die Verdächtigen nehmen massig zu. Das macht den Krimi spannend, aber bringt auch sehr viel verschiedene verdächtige Personen ins Spiel.
Vom Ende war auch ich überrascht, egal wie viele Gedanken und potenzielle Täter ich schon im Kopf hatte..

Die beiden Hauptprotagonisten sind von der Autorin sehr lebensnah und sympathisch beschrieben. Man erfährt auch so einiges aus ihrem familiären Umfeld und kann sich so gut in das Ermittlerduo einfühlen.
Auch der Erzählstil der Autorin ist sehr flüssig und lässt sich sehr gut lesen.

Fazit: Ein guter Beginn einer Krimireihe um ein sympathisches Ermittlerduo, der nicht mit zu viel an Lokalkolorit versehen ist (könnte auch woanders spielen!). Durch die vielen Nebencharaktere und "Nebensächlichkeiten" ziehe ich einen Stern ab, freue mich aber schon auf die Folgebände.

 

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