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[Beat Girls] Das Glück gehört uns - Anika Schwarz

    Die Bildrechte liegen beim Verlag


    • Taschenbuch: 366 Seiten
    • Verlag: ‎ Aufbau Taschenbuch; 1. Edition (10. Oktober 2023)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3746639190
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3746639192
    • Genre: Roman 
    • Reihe: ja - Band 2 der Dilogie 

     

Aufbau Kurzbeschreibung:
Monika, Inge, Rita und Peggy Sue haben es geschafft: Die Monaco Birds dürfen in einem Hamburger Studio ihre erste Platte aufnehmen. Doch Moni ist schwanger – ausgerechnet jetzt, wo das Glück zum Greifen nah ist. Verzweifelt wendet sie sich an Peggy Sue und trifft eine Entscheidung – nicht ahnend, dass dies auch Folgen für ihre amerikanische Freundin hat, deren Mann sie nicht gehen lassen will. Als Inge sich immer mehr von den anderen zurückzieht und Rita im Gefühlschaos versinkt, steht plötzlich die Zukunft der Band auf dem Spiel. 

Meine Bewertung: * * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Hier sollte man den ersten Band zuerst lesen

Meine Meinung:
Bis dieser zweite Band der "Beat Girls" endlich bei mir ankam, dauerte es eine kleine Ewigkeit! Das erste Buch dürfte irgendwo auf dem Postweg verloren gegangen sein und so dauerte es, bis der Verlag netter Weise nochmals ein Exemplar zu mir schickte. Vielen Dank!

Band 2 schließt nahtlos an den Vorgänger an. Nachdem die "Monaco Birds" tatsächlich den Plattenvertrag ergattern konnten, sind Monika, Inge, Rita und Peggy im siebenten Himmel. Doch die Freude trübt sich bald bei einigen der Mädchen ein. Monikas Verdacht, dass sie schwanger ist, erhärtet sich. Rita wird mit jemanden aus ihrer Vergangenheit konfrontiert, Inge hat Probleme bei ihrer Arbeitsstelle und Peggy Sue weiß nicht, wie es mit ihrer Ehe und ihrem weiteren Aufenthalt in Deutschland weitergehen wird. Während die Plattenaufnahmen in Hamburg zum großen Erfolg werden, werden die Probleme der vier Mädchen immer größer. Wird es eine Zukunft für die Monaco Birds geben?

Schon nach den ersten Zeilen war ich sofort wieder von der Geschichte um die vier Freundinnen gefesselt. Man fiebert mit Monika, Peggy Sue, Inge und Rita einfach sofort wieder mit, denn das Glück verflüchtet sich viel zu schnell. Die Probleme häufen sich und die Zukunft der Monaco Birds steht auf dem Spiel. Angies Vogelbar bleibt weiterhin für die Freundinnen der gemeinsame Treffpunkt und wird zur zweiten Heimat. Angie und Fani kümmern sich liebevoll um die Mädchen. Obwohl sich die jungen Frauen noch gar nicht so lange kennen, ist zwischen ihnen eine wunderbare Freundschaft entstanden. Sie halten zusammen und unterstützen sich gegenseitig.
Während im ersten Teil noch die Musik der vier Freundinnen im Vordergrund stand, liegt der Fokus der Fortsetzung eindeutig auf den privaten Problemen der einzelnen Bandmitglieder.

Der Schreibstil ist bildhaft und lebendig. Ich war mitten in München der Sechziger Jahre und konnte sowohl die Stadt, als auch die Musik fühlen. Die einzelnen Kapitel werden jeweils aus der Sicht der vier Protagonistinnen erzählt. Man fühlt und leidet mit ihnen, hofft auf etwas Glück, welches im Titel so klangvoll genannt wird. Alle Figuren, bis hin zu den Nebencharakteren, sind wunderbar lebendig dargestellt. Ganz besonders habe ich Oma Fini ins Herz geschlossen.

Ich würde am liebsten noch weitere Teile rund um die vier Mädels lesen, doch leider ist mit dem zweiten Teil die Dilogie beendet.

Fazit:
Eine tolle Dilogie, die mich musiktechnisch in die Sechziger Jahre zurückversetzt hat. Eine spannende und großartige Zeitreise, in der Freundschaft groß geschrieben wird. Von mir gibt es eine Leseempfehlung!

Die Beat Girls Dilogie:

  1. Die Bühne gehört uns  *Rezi*
  2. Das Glück gehört uns

[Beat Girls] Die Bühne gehört uns - Anika Schwarz

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     

     

    • Taschenbuch: 382 Seiten
    • Verlag: Aufbau TB; 1. Edition (15. August 2023)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3746639182
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3746639185
    • Genre: Roman
    • Reihe: ja - Band 1 der Dilogie


Aufbau Kurzbeschreibung:
München, 1966: In den Kneipen tobt das pure Leben, Rock ’n’ Roll-Künstler aus England und Amerika sind die großen Idole. Fast immer sind es Männer, die die Bühnen beherrschen. Die vier jungen Frauen Monika, Peggy Sue, Rita und Inge könnten unterschiedlicher nicht sein, doch sie verbindet eine tiefe Liebe zur Musik – und sie wollen das Feld nicht den Männern überlassen. Gegen alle Vorurteile gründen sie die Band »Monaco Birds« und kämpfen bald nicht nur um einen Plattenvertrag, sondern auch darum, als Frauen laut sein zu dürfen. 

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
München 1966. Politisch, musikalisch und gesellschaftlich sind die Sechziger Jahre die Zeit der großen Veränderungen und Umbrüche. Die Jugend möchte sich nicht in das enge Korsett der Eltern pressen lassen und beginnen aufzubegehren - sei es in Demos gegen den Vietnamkrieg, Studentenstreiks oder die Revolution bei der Empfängnisverhütung durch die Pille. Trotzdem sind Frauen nach wie vor dem Ehemann untergeordnet und dürfen nur mit seiner Genehmigung arbeiten oder den Führerschein machen.....nur zwei von vielen Fakten dieser Zeit.
In "Beat Girls" widmet sich Anika Schwarz aka Angelika Schwarzhuber sich neben einigen dieser Themen aber vorallem der Musik dieser Zeit. Die "Swinging Sixtees" ist die Ära der ganz Großen, wie den Beatles oder Rolling Stones, die heute bereits zu Legenden geworden sind und noch immer mit Begeisterung von allen Altersklassen gehört werden.

Der Roman spielt 1966, meinem Geburtsjahr, und handelt von vier sehr unterschiedlichen Frauen, die zufällig aufeinandertreffen und Freundinnen werden. Ihre Gemeinsamkeit ist die Liebe zur Musik.
Monika ist zwanzig Jahre alt, lebt und arbeitet in der Metzgerei ihrer Familie. Der Job füllt sie nicht aus und ihre große Liebe gilt der Musik. Sie spielt Gitarre und komponiert ihre Lieder selbst. Ihr Bruder Siegfried ist Musiklehrer und Mitglied der Band "Charlys Beatboys". Eine eigene Band wäre auch Monis großer Traum.
Rita ist ebenfalls zwanzig und arbeitet mit ihrer Mutter Angie in deren Musikbar.
Inge ist 25, Verkäuferin und bereits Witwe. Sie hat bei Monikas Bruder Gitarrenunterricht und trauert noch immer um ihren Mann. Immer öfters greift sie daher zum Alkohol, um ihren Kummer zu vergessen.
Die Vierte im Bunde ist Peggy Sue. Sie ist Amerikanerin und folgte ihrem Mann, der in Deutschland stationiert ist, nach Europa. Doch in letzter Zeit verändert Harry sich immer mehr zum kontrollsüchtigen und auch gewalttätigen Ehemann.

Als die vier Frauen ihre gemeinsame Liebe zur Musik entdecken, möchte sich Moni ihren großen Traum erfüllen und eine eigene Mädchengruppe gründen. Doch in den Sechziger Jahren sind Girl-Bands etwas unvorstellbares. Die vier Frauen versuchen es trotzdem und treten erstmals in "Angi's Vogelbar" unter den Namen "Monaco Birds" auf, wo auch Monis Bruder mit seiner Bänd öfters spielt. Mit viel Begeisterung und Freude an der Musik üben die Mädels so oft sie können. Dann erfahren sie, dass in Angies Vogelbar demnächst ein Wettbewerb stattfinden soll. Den Gewinnern winkt ein Plattenvertrag. Doch die Mädels haben nicht mit der Eifersucht und Häme einiger männlicher Musikkollegen und mit Peggy Sues Ehemann gerechnet....

Ich bin richtig durch sie Seiten geflogen, denn Moni, Peggy Sue, Rita und Inge habe ich schon auf den ersten Seiten ins Herz geschlossen. Durch den wunderbaren Schreibstil der Autorin war ich immer mitten im Geschehen. Man spaziert durch das München der Sechziger Jahre und erlebt die Musikszene hautnah mit. Ich bin live bei den Proben dabei, ärgere mich über die gehässige Schwägerin von Monika und erlebe die Beatles bei ihrer Ankunft in München. Den Flair dieser Zeit hat Anika Schwarz perfekt eingefangen.
Die Probleme, die jede der vier jungen Frauen mit sich herumträgt, haben mich aufgewühlt - besonders Peggy Sue hat es mit ihrem GI nicht wirklich einfach. 

Den halben Stern Abzug gebe ich für das Ende, welches mir zu rosarot und zu offen war. Allerdings habe ich auch erst danach bemerkt, dass es noch einen Folgeband geben wird, in dem die offenen Fragen sicherlich beantwortert werden. Außerdem sehe ich noch einige Probleme auf die Mädels zukommen - deshalb freue ich mich schon sehr auf die Fortsetzung, die bereits im Oktober veröffentlicht wird!
Danke Anika Schwarz, dass wir nicht so lange warten müssen, denn ich kann es kaum erwarten weiterzulesen!

Fazit:
Eine wunderbare musikalische Zeitreise, sowie eine Geschichte über Freundschaft, Zusammenhalt, Trauerbewältigung und Mut. Ein ganz wundervoller erster Teil dieser Dilogie und eine Leseempfehlung von mir für alle Musikbegeisterten.

Vielen Dank an den Aufbau Verlag und an Lovelybooks, sowie an die Autorin für die nette Begleitung der Leserunde

Die Weihnachtsfamilie - Angelika Schwarzhuber

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     

    •  
    • Taschenbuch: 352 Seiten
    • Verlag: ‎ Blanvalet Taschenbuch Verlag; Originalausgabe Edition (21. September 2022)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 373411148X
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3734111488
    • Genre: Weihnachtsroman


Blanvalet Kurzbeschreibung:
Singlefrau Emily soll kurz vor den Feiertagen die siebenjährigen Zwillinge Stella und Joshua ins Berchtesgadener Land zu ihrer Mutter zu bringen, die dort einen Kinofilm dreht. Als Valentin in Hamburg seine Kinder an Emily übergibt, ahnt die Personenschützerin, dass es ein schwieriger Auftrag werden wird, denn die Zwillinge wollen nicht ohne ihren Vater Weihnachten feiern. Während sie in den tief verschneiten bayerischen Bergen festsitzen, heckt ausgerechnet Weihnachtsmuffel Emily mit den Kindern ein Komplott aus, die geschiedenen Eltern wieder zusammenzubringen. Dabei holen sie die Erinnerung an ihre eigene Kindheit ein … 

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Weiter geht's mit den Weihnachtsromanen. Das Wetter passt sich ebenfalls schön langsam danach an ;) Nach dem bereits gelesenen Hunde-Weihnachtsroman von Petra Schier durfte ich Angelika Schwarzhubers "Die Weihnachtsfamilie" via Lovelybooks lesen.
Ich liebe es, wenn ich ab November und während der Adventzeit Weihnachtsgeschichten lesen kann und diese auch sehr unterschiedlich sind, obwohl natürlich alle den Überbegriff "Weihnachten" haben.

Im neuen Roman von Angelika Schwarzhuber hat mir ganz besonders gefallen, dass unsere Protagonistin Emily den Beruf einer Personenschützerin ausübt und wir das Thema Scheidungskinder haben. Gerade in der Weihnachtszeit gibt es immer wieder das Problem, bei welchem Elternteil die Kinder die Feiertage verbingen sollen/können/dürfen.

Die siebenjährigen Zwillinge Stella und Joshua freuen sich auf das bevorstehende Weihnachtsfest, jedoch ist es das erste Mal, seit sich ihre Eltern getrennt haben. Die Schauspiel-Karriere ihrer Mutter Hannah läuft gerade immer besser an und deshalb verbringt sie die Tage rund um Weihnachten im Berchtesgadener Land, wo gedreht wird. Stella und Joshua, die bei ihrem Vater Valentin in Hamburg leben, sollen einige Tage bei der Mutter verbringen. Die Personenschützerin Emily bekommt den Auftrag die Kinder auf ihren Flug nach München und weiter in die Berge zu begleiten. Doch sie hat nicht mit dem Einfallsreichtum von Stella und Joshua gerechnet, die unbedingt die Eltern wieder zusammenbringen möchten und alles daran setzen, dass dies auch passiert. Bis Emily mit den Zwillingen endlich Hamburg verlassen kann und was sich die Beiden sonst noch so ausgedacht haben, liest sich äußerst amüsant.

Die Autorin bringt die Problematik von Scheidungskindern erzählerisch sehr gut auf den Punkt. Mit ihrer Protagonistin Emily hat sie eine weitere verletzte junge Frau in Szene gesetzt, die seit einem traumatischen Vorfall in ihrer Kindheit - just am Heiligen Abend - Weihnachten nicht mehr feiern will. Dieser Vorfall wird zu Beginn im Prolog erzählt und die Autorin blendet dabei 22 Jahre zur zehnjährigen Emily zurück. Erst im Laufe des Romans wird darüber mehr und mehr offenbart. Emily wird nun mit Kindern konfrontiert, die wie sie noch immer, ebenfalls unter der Scheidung der Eltern leiden. Jedoch haben Valentin und Hannah weiterhin ein freundschaftliches Verhältnis zueinander und tun alles dafür, dass die Kinder Kontakt zu beiden Elternteilen haben. Emily's Eltern haben sich jedoch seit der Scheidung nichts mehr zu sagen und sie verbringt deshalb die Feiertage am liebsten alleine, um weder Vater noch Mutter zu beleidigen.

Das Setting in den verschneiten Bergen ist passend und lässt auch mich wieder von einem schneereichen Winter in den Bergen träumen. Die Atmosphäre im Haus wird sehr bildhaft beschrieben und man bekommt beim Lesen so richtig Lust auf weihnachtliche Musik, den Duft von Keksen und eine Schneeballschlacht im Garten.
Auch der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Er ist lebendig, humorvoll und bildhaft. Ich hatte immer alle Figuren vor Augen und habe mit ihnen gelacht und geweint.

Der einzige kleine Kritikpunkt war für mich, dass mir manche Handlungen zu idyllisch und unproblematisch vorkamen, besonders die freundschaftliche Beziehung zwischen den Expartnern. Dazu hat die Autorin aber eine Lösung parat, die passt. Auf der anderen Seite ist es aber auch traurig, dass uns dies "unwirklich" vorkommt, obwohl es doch gerade wünschenswert wäre, dass Eheleute auch noch nach der Trennung freundschaftlich verbunden sind. Leider kennen wir alle mehr als genug Paare, die nach der Scheidung eher  Hass versprühen und die Kinder in genau dieser Zwickmühle stecken, wie damals Emily.

Im Anhang gibt es noch leckere Rezepte, die in der Geschichte erwähnt werden.

Fazit:
Eine wunderschöne Weihnachtsgeschichte, die die Problematik von Scheidungskindern zu den Festtagen anspricht und trotzdem eine wohlige Atmosphäre versprüht. Ein rundum gelungener Weihnachtsroman, der verzaubert.

Vielen Dank an Blanvalet und an Lovelybooks für das Rezensionsexemplar!

Der Weihnachtswald - Angelika Schwarzhuber



    • Taschenbuch: 416 Seiten
    • Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (18. September 2017)
    • ISBN-10: 3734101360
    • ISBN-13: 978-3734101366
    • Genre: Weihnachtsroman, Familienroman, Zeitreise



Blanvalet Kurzbeschreibung:
Wie jedes Jahr an Weihnachten macht sich die alleinstehende Anwältin Eva auf den Weg zu ihrer Großmutter Anna. Das stattliche Anwesen der Familie, umringt von einem Garten mit einem Wald aus Tannenbäumen, ruft viele Erinnerungen hervor. Hier wuchs Eva auf, nachdem ihre Eltern bei einem Unfall ums Leben gekommen waren. Im Haus trifft sie nicht nur auf ihren Jugendfreund Philipp, sondern auch auf das Waisenkind Antonie. Während draußen ein Schneesturm tobt, verschwindet das Kind plötzlich spurlos. Auf der gefährlichen Suche nach Antonie landen Eva und Philipp unversehens in der Vergangenheit ...

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Blanvalet Challenge

Buch zur Weltenbumnmler Challenge

Meine Meinung:
Eva Lankers, eine junge und ehrgeizige Anwältin, fährt jährlich zu Weihnachten zu ihrer Großmutter Anna nach München. Diese lebt in einer alten Villa mit großem Garten, die seit Generationen im Familienbesitz ist. Dort ist Eva aufgewachsen, nachdem ihre Eltern verunglückt sind und sich ihre Großmutter ihrer angenommen hat. Deren Angewohnheit zu den Feiertagen dem Waisenhaus eine großzügige Spende zukommen zu lassen und ein Waisenkind am Heiligen Abend einzuladen, findet sie ebenso unerträglich, wie Weihnachten und Kinder im Allgemeinen.
Doch einmal im Jahr nimmt sie den Weg auf sich und feiert das Weihnachtsfest zusammen mit ihrer Großmutter, obwohl Eva am liebsten auch während der Feiertage durcharbeiten würde, was sie auch von ihren Mitarbeitern verlangt. Deshalb begleitet sie auch ihre Sekretärin Sandra auf dem Weg nach München. Als sie dort ankommt muss Eva feststellen, dass es um die alte Villa nicht sehr gut steht und ihre Großmutter hoch verschuldet ist. Sie berechnet bereits in Gedanken, wie viel sie aus dem Haus und Grundstück herausschlagen kann, als sie erfährt, dass der Sohn von Haushälterin Margret und ihre einstige Jugendliebe Philipp, einen Teil des Grundstückes gemietet hat und darauf Christbäume pflanzt....einen kleinen Weihhnachtswald...
Antonie, das Waisenkind, das dieses Jahr von Anna Koffler zum Weihnachtsfest eingeladen wurde, fällt durch ihr Stottern auf. Immer wieder wird von zukünftigen Pflegeeltern abgelehnt, sobald sie zu sprechen beginnt. Auch die Kinder im Waisenhaus hänseln sie deswegen. Die sehr schüchterne Antonie spürt auch sofort Evas Abneigung und flüchtet während eines Schneesturmes aus dem Haus. Sie will lieber zurück ins Waisenhaus, als bei dieser herzlosen Frau zu bleiben. Eva und Philipp machen sich auf die Suche nach dem Mädchen und geraten unversehens in die Vergangenheit....

Eigentlich wollte ich nur kurz in die Geschichte reinlesen und ein anderes Buch zuerst beenden, doch ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen. Wer nach einer wunderschönen und märchenhaften Weihnachtsgeschichte sucht, dem kann ich "Der Weihnachtswald" wirklich empfehlen. Hier stimmt einfach alles: Das Gefühl und die festliche Stimmung, die für einen Weihnachtsroman das A und O sind. Und trotzdem steht hier, wie so oft üblich, keine Liebesgeschichte im Fokus. Es geht vielmehr um Familie, Zusammenhalt und das Schicksal. Auch das Märchenhafte kommt nicht zu kurz, denn Angelika Schwarzhuber hat noch einen ganz besonderen Effekt eingebaut....

Dass Eva eine nicht gerade herzliche und sympathische Zeitgenossin ist, liest sich bereits aus den obigen Zeilen. Auf die karrieresüchtige und kühle Frau warten einige Aufgaben, die sie sich in ihren kühnsten Träumen nicht vorgestellt hat. Sie macht eine spürbare Wandlung durch, wobei Eva allerdings auch nicht zum Gutmenschen mutiert, sondern glaubwürdig bleibt.
Mit Antonie hatte ich hingegen fast die ganzen vierhundert Seiten lang Mitleid. Das arme Kind erfährt so viel Ablehnung, dass es sogar beim Lesen schmerzt.
Anna hinterlässt beim Leser zwiespältige Gefühle....warum das so ist, kann ich leider nicht erklären ohne zu spoilern...
Die Autorin hat mich mit ihrem Weihnachtsroman überzeugt, so dass ich mir bereits einen weiteren Roman von ihr gekauft habe.

Schreibstil:
Sowohl die Charaktere, als auch die Orte wurden so lebendig beschrieben, dass man tief in die Geschichte eintaucht. Der Schreibstil ist locker und leicht, wie es für eine Weihnachtsgeschichte gehört, bei der man sich einfach nur zurücklehnen will und den Charme der Weihnachtszeit genießen möchte. Auch die Emotionen kommen dabei nicht zu kurz, wobei es nie kitschig wird.

Am Ende des Buches gibt es noch ein paar leckere Keksrezepte, die nach einem Aufruf der Oberhofener Lokalzeitung an ihre Leser, zur Verfügung gestellt wurden.

Fazit:
Wer nach einer wunderschönen Geschichte sucht, um sich auf die Weihnachtszeit einzustimmen, dem kann ich diesen märchenhaften Roman empfehlen. Er erwärmt das Herz an kalten Tagen und erzählt eine etwas andere Weihnachtsgeschichte. Von mir gibt es deswegen 4 1/2 Sterne und eine Leseempfehlung!

Vielen Dank an den Blanvalet Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares, an Lovelybooks und an die Autorin für die nette Begleitung bei der Leserunde

 

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