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Herzgrab - Andreas Gruber


    • Taschenbuch: 544 Seiten
    • Verlag: Goldmann Verlag (18. November 2013)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3442480175
    • ISBN-13: 978-3442480173
    • Genre: Thriller

Amazon Kurzbeschreibung: 
Die junge Wiener Privatdetektivin Elena Gerink hat den Ruf, bisher noch jede vermisste Person gefunden zu haben. Doch die Suche nach dem verschwundenen weltbekannten Maler Salvatore Del Vecchio gestaltet sich schwieriger als gedacht. Als überraschend ein letztes Gemälde von ihm auftaucht, weist ihr das den Weg in die drückende Schwüle der Toskana. In Florenz trifft Elena auf ihren Ex-Mann Peter Gerink, der als Spezialist des Bundeskriminalamts nach einer in Italien verschwundenen Österreicherin sucht. Schon bald erkennen sie, dass die Ereignisse zusammenhängen – auf eine derart perfide und blutige Art und Weise, dass Elena und Peter dem Fall auch gemeinsam kaum gewachsen scheinen ...

Meine Bewertung: schwache * * * *undeinhalb

Buch zur Deutschsprachigen Autoren Challenge 2013

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Einmal um die Welt Challenge

Meine Meinung:
Andreas Gruber zählt seit dem ersten Buch, das ich von ihm gelesen habe (Rachesommer), zu meinen Lieblings-Thriller-Autoren. Deshalb habe ich mich schon sehr auf seinen neuersten Roman gefreut und gleich zu lesen begonnen, als ich mein letztes Buch beendet hatte.
Gewohnt spannend beginnt schon der Prolog, der uns in die Toskana entführt. Der Leser wird Zeuge eines Mordes und wie man später erfährt, ebenso einer Entführung.

Danach Ortswechsel nach Wien.
Monica Del Vecchio, eine junge Kunststudentin, bittet die Polizei um Hilfe, denn ihre Tante Teresa ist seit einer Familienfeier in Italien verschwunden. Die beiden Frauen haben schon seit Jahren der reichen Patriarchenfamilie Del Vecchio den Rücken gekehrt. Während der Ermittler Peter Gerink mit seinem Kollegen Dino Scatozza in die Toskana geschickt wird, um die Entführung aufzuklären, erfährt er vorher noch, dass auch Monica's Vater, der berühmte Maler Salvatore Del Vecchio, seit einem Jahr verschwunden ist. An Zufälle glaubt er nicht und so vermittelt er Monica an seine Frau Elena weiter. Obwohl die Beiden zurzeit getrennt leben, weil Elena einen One-Night-Stand mit seinem Kollegen Dino hatte, ist er von ihrem Spürsinn überzeugt.
Als plötzlich ein neues Werk des vermissten Malers auftaucht, stellt Elena in der Kunstszene Wiens Nachforschungen an. Und auch hier führen die Spuren in die Toskana.

Peter und Dino entdecken in der Zwischenzeit, dass in der Familie Del Vecchios etwas nicht stimmen kann. Nicht nur Teresa und Salvatore sind verschwunden, sondern auch die beiden Brüder Matteo und Lorenzo sind erst vor kurzem verstorben. Jemand scheint es auf die Familienmitglieder abgesehen zu haben. Doch die italienische Polizei ist korrupt und verweigert jegliche Zusammenarbeit, genauso wie Zanubia Del Vecchuio, das Familienoberhaupt.

Der Erzählstil von Andreas Gruber ist wie immer rasant und hält einem in Atem. Schon ab dem Prolog zog mich die Geschichte in seinem Bann.
Abwechselnd erzählen Elena und Peter von der Geschehnissen, wobei der Leser auf genau denselben Wissensstand wie das Noch-Ehepaar ist, bis sich am Ende alle Ereignisse zu einem großen Ganzen zusammenfügen.
Das Privatleben der Ermittler, sowie der Detektivin, spielt in diesem Buch ebenso eine Rolle, wie die Kunstszene Wiens. Der Humor kommt diesmal auch nicht zu kurz, denn Peter und Dino erhalten als einzig freies Zimmer die Honeymoon Suite eines eher zwielichtigen Hotels. Obwohl die beiden das perfekte Ermittlerpaar abgeben, steht die Affäre von Elena und Dino zwischen den beiden Männern und erschwert so einiges.
Trotzdem habe ich in diesem Buch etwas zu bemängeln. Ich fand diesmal die Sterotypheit der Guten und der Bösen, sowie die Darstellung der italienischen Polizei zu übertrieben und einseitig. Auch das Finale war mir etwas zu überzogen und fand ich bei weitem nicht so rund, wie in seinen Vorgängerbänden.
Faszinierend finde ich auch, dass sich, wie bei leider so vielen seiner Autorenkollegen und -kolleginnen, kein Buch dem anderen ähnelt, weder vom inhaltlichen, noch vom Ort des Geschehnisses, auch wenn Wien immer Ausganngsort ist. Das schaffen wriklich nur wenige!


Cover.
Passend zum letzten Erfolg "Todesfrist", auch wenn ich auf den ersten Blick die Pinzette und die Pinsel als Schier angeschaut habe...ähm...darf man doch als Österreicher, oder? ;) LOL


Schreibstil:
Der Schreibstil von Andreas Gruber ist richtig temporeich und mitreißend. Beginne ich eines seiner Bücher zu lesen, kann ich nicht mehr aufhören. Seine Charaktere sind wunderbar beschrieben und auch der Witz kommt diesmal nicht zu kurz, wobei es aber auch ganz schön blutig zugeht. Somit fehlt es der Geschichte eigentlich an nichts, was einen guten Thriller so ausmacht.

Fazit:
Wieder ein äußerst rasanter Thriller des Autors, spannend und temporeich.Während ich seinem letzten Thriller die Höchstnote geben konnte, werden es diesmal jedoch "nur" schwache viereinhalb Sterne, denn die übertriebene Darstellung der italienischen Polizei und das große Finale fand ich viel zu überzogen und etwas unglaubwürdig. Trotzdem wieder ein toller Gruber! Ich freue mich auf das nächste Buch!




Eine wundersame Weihnachtsreise - Corina Bomann


    • Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
    • Verlag: Marion von Schröder (11. Oktober 2013)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3547711916
    • ISBN-13: 978-3547711912
    • Genre: Roman

Amazon Kurzbeschreibung:
Eigentlich kann Anna Weihnachten nicht ausstehen. Doch in diesem Jahr setzt sie sich ihrem Bruder zuliebe in den Zug, um mit der Familie zu feiern. Was folgt, ist ein Roadtrip der verschneiten Art: Nichts geht mehr, Anna muss sich mit Schneepflug und per Anhalter durchschlagen, und überall läuft in Dauerschleife »Last Christmas«. Doch anstatt ihre Entscheidung zu bereuen und sich auf die sonnigen Bahamas zu träumen, nutzt Anna die Gelegenheit, über ihre Familie und sich selbst nachzudenken. Corina Bomann erzählt eine zauberhafte Geschichte, die die Magie des Weihnachtsabends auf wunderbare Weise einfängt.

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Deutschsprachigen Autoren Challengne 2013

Buch zur Jahreszeiten Cover Challenge

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Einmal um die Welt Challenge

Meine Meinung:
Vor dem Fenster scheint die Sonne und das Wetter ist eher frühlingshaft heute. Weihnachten ist auch schon vorbei, aber da ich dieses vorweihnachtliche Buch nicht mehr zeitgerecht von unserer Bücherei erhalten habe, habe ich es eben jetzt gelesen, denn: Nach Weihnachten ist immer vor Weihnachten ;) gell?!
Und dieses Büchlein hatte endlich auch den weihnachtlichen Touch, den ich bei den anderen beiden Romanen, die ich zur Vorweihnachtszeit gelesen habe, vermisst habe!
Locker, leicht und mit einer Prise "Feel good" ließ sich diese Geschichte rund um unsere Hauptprotagonistin Anna sehr schnell lesen.

Anna, Literaturstudentin in Leipzig, ist ein richtiger Weihnachtsmuffel. Seit der Scheidung ihrer Eltern flieht sie jedes Jahr zur Weihnachtszeit in den sonnigen Süden. Mit den neuen Stiefvater, der sie noch immer bevormunden möchte, kommt sie einfach nicht klar und auch zu ihrer Mutter hat sie immer weniger Kontakt. Wäre da nicht ihr kleiner Bruder Jonathan, mit dem sie regelmäßig Briefe schreibt, würde sie gar nicht mehr nach Berlin kommen. Doch dieses Jahr bittet sie Jonathan am Weihnachtstag zu kommen und ihr ein Buch mitzubringen. Da Anna auch noch blank ist und kein Geld für eine Reise in den Süden hat, willigt sie schließlich ein. Und so beginnt ein lustiger und gefühlvoller Road Trip von Leipzig nach Berlin, der zu einer unendlichen Reise mit allerlei Hindernissen wird.

Die Studentin Anna ist eine liebenswerte Protagoniostin, die neben ihrem Studium ein bisschen jobbt und eine ältere Dame, Gertrud Hallmann versorgt. Aus diesem Job wird aber sehr schnell eine richtige Freundschaft, denn beide Frauen fühlen sich etwas einsam in Leipzig und verstehen sich sehr gut. Weihnachten verbringt Frau Hallmann bei ihren Kindern, die sie jedes Jahr mit unnützen Zeug beschenken. Und so macht sich auch Anna auf den Weg zu ihrer Familie....doch das ist gar nicht so einfach. Im Zug nach Berlin schläft Ana ein und erwacht erst wieder in Binz, der Endstation auf der Insel Rügen. Wegen eines Schneesturms sitzt sie erstmal auf der Insel fest und versucht in der Folge der Geschichte noch rechtzeitig zum Weihnachfest in Berlin bei ihrer Familie anzukommen.

Was Corina Bormann aus dieser Reise macht, ist so witzig und herzerwärmend erzählt, dass man bei dieser Geschichte einfach immer ein Schmunzeln im Gesicht hat. Auch wenn einiges vorhersehbar ist und man oft unglaubwürdig den Kopf schüttelt, hier kommt einfach das richtige Feel Good Gefühl auf, das man sich von einem Weihnachtsroman wünscht. Eingekuschelt in einer warmen Decke mit heißem Kakao, verfolgt man die Reise von Anna im verschneiten Norddeutschland.
Welche skurillen Menschen Anna trifft und welche Weisheiten sie aus diesen Begegnungen mitnimmt, unterhält den Leser sehr und lassen die 240 Seiten schnell verfliegen.
Was mir ein wenig abgegangen ist, ist ein etwas längeres Verbleiben, als Anna endlich angekommen ist. Hier hätte ich gerne noch ein bisschen mehr davon gelesen.

Cover:
Ja, das Cover ist eine wirklich Augenweide! Wunderschön und sicher ein Blickfang in jedem Bücherregal.

Schreibstil:
Der Schreibstil ist, wie bereits oben erwähnt, witzig, flüssig, leicht und gut zu lesen. Corina Bomann lässt uns manchmal skurille Begenheiten miterleben, aber sie schafft es genauso uns ein klein wenig nachdenklich zurückzulassen und an das Gute im Menschen zu glauben.

Fazit:
Ein richtiges "Feel good"-Buch für die Adventzeit. Obwohl manches vorhersehbar ist, genießt man diese Geschichte rund um die Weihnachtszeit; einer sympathischen Protagonistin, die Weihnachten hasst und trotzdem am Ende feststellt, dass es eigentlich gar nicht so schrecklich ist ;)
Für alle, die in der Adventzeit 2014 nach einem netten Weihnachtsroman suchen, empfehle ich diese Geschichte gerne weiter.



Die Burg der Könige - Oliver Pötzsch


    • Gebundene Ausgabe: 944 Seiten
    • Verlag: List Hardcover (27. September 2013)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3471350837
    • ISBN-13: 978-3471350836
    • Genre: Historischer Roman



Amazon Kurzbeschreibung: 
1524. Die deutschen Lande werden von den Bauernkriegen zerrissen. Dem Adel droht der Verlust der Macht, dem Volk Hunger und Tod. Die Herrschaft Kaiser Karls V. ist in Gefahr. Da stoßen Agnes, die Herrin der mächtigen Burg Trifels, und Mathis, der Sohn des Burgschmieds, auf ein Geheimnis, das über die Zukunft der Krone entscheiden wird. 

Meine Bewertung: * * * * *


Buch zur Deutschsprachigen Autoren Challenge 2013

Buch zur Einmal um die Welt Challenge

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Bei diversen Rezensionen auf anderen Blogs wurde von diesem Buch bereits geschwärmt. Umso neugieriger war ich deshalb auf den neuesten historischen Roman von Oliver Pötzsch. Die über 900 Seiten waren für mich ausschlaggebend, die Geschichte während meines Weihnachtsurlaubes zu lesen, denn sonst hätte ich immer nur abends im Bett lesen können und bei so vielen Seiten wird man da zu oft aus der Handlung gerissen. Obwohl es ein wirklich dicker Wälzer ist, flogen die Seiten nur so dahin. Es kam zu keiner Zeit Langeweile auf, denn die Geschichte rund um die Vogtstochter Agnes ist wirklich spannend geschrieben.

Gleich zu Beginn werden die handelnden Personen vorgestellt, während der Autor im Anschluss an die Geschichte ein Nachwort, eine genaue Beschreibung seiner Protagonisten, einen kleinen Burgen- und Reiseführer rund um das Gebiet seines Romanes und eine Chronik des deutschen Bauernkrieges anhängt.
Man merkt darin seine große Liebe zum Historischen, zu Burgen und Klöster und diese Zeit des Umbruches in Deutschland.

Unsere Hauptprotagonistin Agnes ist die Tochter des verarmten Vogts Philipp Schlüchterer von  Erfenstein. Sie wächst ohne Mutter auf der Burg Trifels auf und liebt die Falknerei. Doch genauso oft wie im Wald mit ihrem Falken Parcifal, vergräbt sie sich in der Bibliothek. Ganz besonders liebt sie die alten Sagen um die Burg Trifels und die Heldengeschichten der Staufer, die sie noch bis in den Schlaf verfolgen. Ihre Träume werden immer realistischer und schlimmer, als ihr Falke eines Tages mit einen mysteriösen Siegelring mit dem Anlitz Barbarossas zurückgekehrt
Mathis, der Sohn des Schmiedes, ist ihr Freund aus Kindertagen. Zum Leidwesen seines Vaters interessiert er sich mehr für die neuen Feuerwaffen, statt dem schmieden von Dolchen und Schwertern. Schon bald lässt er sich mithineinziehen in die Aufstände der Bauern, denn sein handwerkliches Geschick bleibt nicht lange verborgen. Mathis schließt sich den aufständischen Bauern an und wird schon bald als Mörder und Aufständischer gesucht.

Während Mathis in diversen Schlachten kämpft, verhandelt der hoch verschuldete Burgvogt die Hochzeit mit dem Grafen Friedrich von Löwenstein-Scharfeneck aus und Agnes muss ihre geliebte Burg Trifels verlassen.
Die Handlung wird immer abwechselnd aus den Perspektiven von Agnes oder Mathis erzählt. Doch neben der Geschichte rund um die Beiden, geht es hier vorallem auch um die großen Bauernaufstände, dem Ende der Ritter, der Aufstieg der Kaufleute und die große Kirchenreformation.
Gleichzeitig kämpfen zwei Kaiser um die Macht: Karl V., Kaiser des Heiligen Römischen Reiches und Habsburger und Franz I., König von Frankreich. Beide versuchen entweder ihre Macht zu halten oder an sich zu reißen und die Burg Trifels und die Kurpfalz sind schon bald darin verwickelt, denn der Legende nach soll der Schatz der Staufer dort verborgen sein.
An diesem historischen Roman gibt es kaum etwas zu bemängeln. Einzig ein Ereignis im letzten Drittel (Abschluss im Kloster Goar) war für mich etwas unrealistisch.....trotzdem gebe ich die volle Punktezahl.

Cover:
Sehr edel und elegant in rot und silber gehalten. Innen drinnen ist für den Leser eine Landkarte in roter Farbe aufgedruckt. Am Beginn eines jeden Kapitels stehen wunderschön geschwungenen Buchstaben in Farbdruck, die an die alten Schriften der Mönche erinnern.


Schreibstil:
Fesselnd und sehr gut recherchiert liest sich dieser historische Roman von der ersten bis zur letzten Seite. Der Schreibstil ist flüssig und einnehmend. Wer die Bücher des Autors bereits kennt, weiß, dass er schreiben kann. Die Charaktere sind sehr lebhaft, einige Nebenfiguren sind sehr lebendig gezeichnet, andere weniger.

Fazit:
Ein toller historischer Roman, wunderbar recherchiert, der uns die Zeit der Kirchenreform und der Bauernaufstände sehr nahe bringt. Trotz der mehr als 900 Seiten kommt hier nie Langeweile auf! Leseempfhlung für alle Freunde des historischen Romans!


Wir sind doch Schwestern - Anne Gesthuysen


    • Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
    • Verlag: Kiepenheuer&Witsch; (8. November 2012)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3462044656
    • ISBN-13: 978-3462044652
    • Genre: Roman

Amazon Kurzbeschreibung:
Katty, Paula und Gertrud treffen sich zu Gertruds 100. Geburtstag. Sie wollen ihre Zukunft planen, doch vorher gilt es, die Vergangenheit zu klären. Gertrud hat noch gute Augen, aber hören kann und will sie nicht. Paula kann kaum noch sehen, hat aber immer ein offenes Ohr für ihre Schwestern. Und Katty, das Nesthäkchen, will auch mit 84 Jahren Feste feiern, wie sie fallen, so wie damals, als sie schon meisterhaft beherrschte, was man viel später erst PR nannte. Allen gemeinsam sind Eigensinn, Humor und eine angeborene Kreislaufschwäche, die mit exorbitant starkem Kaffee und gutem Schnaps bekämpft wird – so auch in diesen Tagen auf dem Tellemannshof, wo in jedem Winkel die Erinnerung lauert.

Meine Bewertung: * * * *


Buch zur Deutschsprachigen Autoren Challenge 2013


Meine Meinung:
Dieser Roman spielt in zwei Zeitebenen: der Gegenwart und in der Zeit des zweitesn Weltkrieges und erzählt die Geschichte dreier Schwestern: Gertrud, Paula und Katharina, genannt Katty.
In der Gegenwart wird der 100. Geburtstag von Gertrud, der ältesten Schwester vorbereitet. Dazu lädt Katty, die Jüngste, 84 Jahre alt, ihre Schwester zu sich nach Hause auf den Tellemannshof ein - mit dem Hintergedanken sie überreden zu können in Zukunft bei ihr zu wohnen. Katty war schon immer ein Organisationstalent und bereitet mit Freude das große Fest vor. Doch bis es soweit ist, erinnern sich die Schwestern an die Zeit vor über 60 Jahren.
Mit Rückblenden lässt die Autorin uns an den Geschichten teilhaben, wobei das Leben von Katty  einen viel größeren Anteil einnimmt, als das der anderen Schwestern. Das fand ich sehr schade, denn gerade von Gertrud hätte ich gerne mehr erfahren, ebenso wie über Paula, denn alle drei hatten während der Kriegsjahre viel erlebt. Während Gertrud ihren Verlobten im Krieg verliert und als Lehrerin und später als Schuldirektorin arbeitet, hat Paula als einzige Kinder und Familie, doch ihr Mann hat ein großes Geheminis. Und Katty widmet sich einzig und allein dem Tellemannhof und dessen Besitzer, Heinrich Hegmann, der politisch Karriere machte und nicht unter seinem Stand heiraten würde.

Die drei Schwestern sind charakterlich sehr unterschiedlich. Während Gertrud charakterstark und mit beiden Beinen in der Welt steht, immer geradlinig und hilfsbereit ist, ist Kitty zwar ein Organisationstalent und sprüht nur so vor Ideen, doch kommen ihre Interessen oder alles was sie für wichtig findet immer an erster Stelle und stürzt damit auch andere Menschen ins Unglück. Sie mischt sich überall ein und steht gerne im Mittelpunkt.
Von Paula erfährt man leider sehr wenig, doch auch sie hat ihr Päckchen zu tragen und versucht es allen recht zu machen.
Die Autorin Anne Gesthuysen erzählt hier die Lebensgeschichte ihrer eigenen Großtanten, kombiniert mit "dichterischer Freiheit". Zuerst dachte ich, das hohe Alter aller drei Frauen, ist doch etwas zu weit hergeholt, doch im Nachwort erzählt die Schriftstellerin noch auf zwei Seiten die Zukunft der drei Schwestern bis zum Tod.
Der Roman ist interessant, jedoch konnte er mich nicht richtig fesseln. Ich vermisste, wie schon angedeutet, die Lebensgeschichten der anderen beiden Schwestern, die mir mehr ans Herz gewachsen waren als Katty. Einige angedeutete Begebenheiten wären sehr interessant gewesen und hätten der Geschichte gut getan.

Schreibstil:
Der historische Hintergrund wird sehr spannend erzählt, der leise Humor der alten Damen wird wundervoll widergespiegelt. Der Schreibstil ist locker und die Charaktere sind sehr gut beschrieben.

Fazit:
Eine interessante Geschichte über drei sehr unterschiedliche Schwestern, die jedoch noch etwas Potential gehabt hätte.


Im Dunkel der Schuld - Rita Hampp


    • Taschenbuch: 512 Seiten
    • Verlag: Diana Verlag (9. September 2013)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3453357507
    • ISBN-13: 978-3453357501
    • Genre: Thriller

Amazon Kurzbeschreibung: 
Ebba hat gelernt, mit den schrecklichen Erinnerungen an ihre Kindheit zu leben. Sie und ihre Geschwister wurden vom Vater tyrannisiert – bis er bei einem Unfall ums Leben kam. Danach findet die Familie zum ersten Mal Frieden. Doch als Ebbas Bruder unter mysteriösen Umständen stirbt, holt sie die Vergangenheit ein. Sein Tod ist erst der Anfang. Bald passieren Dinge, die Ebba mit ihren tiefsten Ängsten konfrontieren. Sie ahnt: Die Dämonen der Kindheit sind noch längst nicht besiegt. Denn es scheint jemanden zu geben, der in die dunkelsten Winkel ihrer Seele blicken kann ...

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Krimi-/Thriller Cover Challenge

Buch zur Deutschsprachigen Autoren Challenge 2013

Meine Meinung:
Der Psychothriller von Rita Hampp, eine für mich neue Autorin, hat mir gleich zu Beginn Gänsehaut-Feeling beschert! Im Prolog erleben wir mit der kleinen fünfjährigen Ebba eine Situation, die den meisten von uns schlaflose Nächte beschert: Sie ist gefangen in einer Kiste. Und das passiert ihr nicht nur einmal, sondern immer wieder, denn ihr Vater ist ein Psychopath und drangsaliert seine Kinder, wo er nur kann.

Jahre später ist Elisabeth Seidel, genannt Ebba, eine erwachsene Frau und eine erfolgreiche Galeristin. Doch die Erinnerungen aus ihrer Kindheit verfolgen sie noch immer, ebenso wie ihren Bruder Georg und ihre Schwester Rosie. Alle drei haben mit psychischen Zwängen zu kämpfen. Während Rosie unter Höhenangst leidet, wurde Georg zum zwanghaften Perfektionisten mit Kontroll- und Sauberkeitswahn. Nur das Leben ihrer Mutter hat sich nicht wirklich verändert: Sie verschließt noch immer ihre Augen vor der Wahrheit und findet im Gebet und in der Kirche ihren Lebensinhalt, wie schon vor Jahrzehnten.
Als Georg  plötzlich das Gefühl hat, jemand würde in seiner Wohnung Dinge verändern, verdächtigt er sogar die eigene Ehefrau. Er fühlt sich beobachtet und reagiert panisch. Als man seine Leiche in einem Aufzug findet, Todesursache Herztod, findet das nur Ebba komisch, denn sie weiß, Georg wäre nie freiwillig in einen Aufzug gestiegen. Doch alle Ermittlungen führen zu nichts und mit Georg's Tod nimmt das Unheil erst seinen Anfang....

Die Autorin hat mich mit diesem Psychothriller geködert, denn bereits der Prolog hat mich gepackt und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Der Spannungsbogen ist sehr hoch, wenn er auch in der Mitte des Buches etwas nachlässt und man als Leser ahnt, was kommt. Auch den Täter hatte ich bald erraten, der zuerst in eigenen Kapiteln in der ersten Person von seinen grausamen Vorgangsweisen erzählt. Trotzdem klebt man an den Seiten fest, denn man will schließlich wissen, wie es ausgeht und was passiert, auch wenn man sich einiges davon denken kann.
Die psychisch grausamen Spielchen, die er sich überlegt und die Vergangenheit, die die Familie Seidel einholt,  lassen einem kaum Atem holen. Der Leser wird nach und nach in die Vergangenheit geführt, bis man erfährt, was sich am 3. Feburar (mein Geburtstag!!) 1995 wirklich ereignet hat.

Cover:
Das Cover hat irgendwie nichts mit der Geschichte zu tun, außer man versucht hier psychologische Hintergründe zu suchen.

Schreibstil:
Flüssig und angenehm zu lesen, spannend und rasant. Die Handlung ist jederzeit logisch und nachvollziehbar. Die Charaktere sind sehr gut beschrieben und facettenreich.

Fazit:
Der Autorin ist hier ein wirklich guter Thriller gelungen. Den Namen Rita Kampp muss ich mir merken, denn das nächste Buch werde ich mir definitv nicht engehen lassen.



Das Nebelhaus - Eric Berg


    • Broschiert: 416 Seiten
    • Verlag: Limes Verlag; Auflage: 5. Auflage. (4. März 2013)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3809026158
    • ISBN-13: 978-3809026150
    • Genre: Krimi

Amazon Kurzbeschreibung:
Seit Jahren haben sich die Studienfreunde Timo, Philipp, Yasmin und Leonie aus den Augen verloren. Als sie sich im Internet wiederbegegnen, verabreden sie sich für ein Wiedersehen auf Hiddensee. Doch das Treffen endet mit einem grauenvollen Verbrechen: In einer stürmischen Septembernacht werden drei Menschen erschossen, eine Frau wird schwer verletzt und fällt ins Koma. Zwei Jahre nach dem Massaker beginnt die Journalistin Doro Kagel, den Fall neu aufzurollen. Nach und nach kommt sie den tatsächlichen Geschehnissen jener Nacht auf die Spur, und bald keimt in ihr ein schrecklicher Verdacht auf …

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Deutschsprachigen Autoren Challenge

Buch zur ABC Challenge

Meine Meinung:
Der deutsche Autor Eric Walz, der hier unter dem Pseudonym Eric Berg, seinen ersten Krimi verfasst hat, schreibt normalerweise historische Romane.
Der Krimi spielt auf zwei Zeitebenen und wird auch in zwei Handlungssträngen erzählt. Jener in der Gegenwart wird aus der Sicht der Journalistin Doro Kagel in der Ich-Form erzählt. Sie recherchiert gerade über die "Mordnacht in Hiddensee".
Im zweiten Handlungsstrang, der vor zwei Jahren in der Vergangenheit spielt, lernen wir die das Ehepaar Philipp und Vev und ihre Tochter Clarissa kennen, die auf der Insel Hiddensee im sogenannten "Nebelhaus" wohnen. Philipp, ein anerkannter Architekt, hat sich dort sein Traumhaus erschaffen. Früher war er linker Aktivist und hat für ein Wochenende seine Freunde aus der damaligen Zeit in sein Haus eingeladen.  Doch Leonie, Timo und Yasmin sind weder beeindruckt von seinem Geld, noch scheinen die Vier noch irgendetwas gemeinsam zu haben. Leonie, Kindergärtnerin, die erst vor kurzem gekündigt wurde und an starken Stimmungsschwankungen leidet; Timo, der erfolglose Autor und Yasmin, die noch immer rebelliert und teilweise auf der Straße lebt, erzählen jeweils aus ihrer Sicht von den Ereignissen dieser Nacht, die letztendlich drei Tote und eine Schwerverletzte hinterlassen hat.


Der Krimi lebt von den den abwechselnden Erzählsträngen aus Gegenwart und Vergangenheit. So ist der Leser genau auf demselben Stand wie Doro, die für ihren Artikel recheriert und plötzlich gar nicht mehr so sicher ist, ob wirklich Leonie, die seither im Koma liegt, die Attentäterin war. Sie nimmt Kontakt zu den Überlebenden oder deren Familien auf und fährt selbst nach Hiddensee, um sich vom Geschehen ein Bild machen zu können.
Sehr gut gefallen hat mir, dass der Autor die Identität von zwei der drei Toten sehr spät auflöst und somit große Spannung erzeugt. Ich lese sehr viele Thriller und Krimis und finde oft sehr schnell heraus, wer der Täter oder die Täterin ist. Hier habe ich immer wieder geschwankt und war mir bis zur Auflösung nicht sicher. Durch plötzliche überraschende Wendungen und dem konfliktreichen Zusammentreffen der ehemaligen Freunde, hat der Autor hier eine tolle Krimihandlung erschaffen!

Cover:
Das Cover passt sehr gut zur Geschichte und zum Titel.

Schreibstil:
Obwohl ich noch nie an der Nordsee war, hatte mein Kopfkino hier mächtig zu tun ;). Ich sah die Insel und das Haus vor mir, das Naturschutzgebiet und "spürte" den Sturm, der in der Mordnacht wütete. Auch die vielen Dissonanzen zwischen den einzelnen Hauptprotagoniusten in der Vergangenheit konnte ich so richtig fühlen.  Manche Leser fanden in ihren Rezensionen den Schreibsstil "gestelzt"...das fand ich eigentlich nicht, aber vielleicht fiel es mir durch das Lesen vieler historischer Romane nicht wirklich auf.

Fazit:
Ein interessantes Krimidebüt eines deutschen Autoren, der eigentlich historische Romane schreibt. Seine Idee, die Identität der Toten erst am Schluss aufzudecken, fand ich großartig und gab dem Buch viel mehr Spannung und uns Lesern ein viel längeres Rätsel raten auf! Gelungen!







Todesengel - Andreas Eschbach


    • Gebundene Ausgabe: 544 Seiten
    • Verlag: Bastei Lübbe (Lübbe Hardcover); Auflage: Aufl. 2013 (20. September 2013)
    • ISBN-10: 3785724810
    • ISBN-13: 978-3785724811
    • Genre: Thriller

link zur Bestellung bei Bastei Lübbe

Amazon Kurzbeschreibung:
Ein strahlend weißer Racheengel geht um in der Stadt, heißt es, der überall dort auftaucht, wo Unschuldige in Gefahr sind, und diejenigen, die ihnen Gewalt antun, brutal bestraft: Ist das wirklich nur die Schutzbehauptung eines alten Mannes, der Selbstjustiz geübt hat? Ein Journalist deckt auf: Es gibt diese Gestalt tatsächlich - er kann es beweisen. Und damit nimmt das Verhängnis seinen Lauf -

Meine Bewertung:* * * * *

Buch zur Deutschsprachigen Autoren Challenge

Buch zur Chaos Challenge AGAIN

Buch zur Wir lesen dicke Dinger Challenge

Meine Meinung:
Dies war mein erstes Buch des Autoren Andreas Eschbach und so möchte ich anfangs gleich betonen, dass ich keine Vergleichsmöglichkeiten zu seinen anderen Werken habe, der Thriller mich jedoch von Anfang an richtiggehend gefeselt hat.

Ich hatte mich bei Blogg dein Buch für die Weihnachtsaktion "Schönstes Buch zu Weihnachten" beworben und diesen Thriller ausgewählt, weil 
  1. die Geschichte ein sehr interessantes Thema beinhaltet,
  2. Thriller mein allerliebstes Genre ist
  3. ich bis jetzt sehr gute Rezensionen dazu gelesen hatte.
Besonders die Thematik machte mich wirklich neugierig. Ist Selbstjustiz wirklich der richtige Weg? Ich muss zugeben, dass ich bei der Lektüre wirklich sehr oft am Überlegen war. Hier werden Sachverhalte aufgezeigt, die einem wirklich an unserer Justiz zweifeln lassen. Und ich kann euch versprechen, dass diese Geschichte noch sehr lange in euren Köpfen herumschwirren wird!

Eschbach versucht in seinem Roman die heutige Gesetzeslage zu durchleuchten. Und obwohl ich aus Österreich komme, ist es in unserem kleinen Land nicht anders als im großen Deutschland. Die Gewalt - besonders unter Jugendlichen -  nimmt zu, oftmals werden die Opfer als eigentliche Schuldige dargestellt, die wahren Täter bekommen minimale Strafen. So beginnt auch "Todesengel". Der Pensionist Erich Sassbeck, der auf seine U-Bahn  wartet, beobachte zwei Jugendliche, die mutwillig auf eine Sitzbank eintreten und spricht diese an. Daraufhin gelten die Tritte nicht mehr der Bank, sondern ihm. Kurz bevor er das Bewusstsein verliert, sieht er aufeinmal eine helle Erscheinung - einen Engel - hört Pistolenschüsse und sieht zwei tote Angreifer. Als er erwacht, liegt er im Krankenhaus und ein Polizeibeamter sitzt neben seinem Bett, der ihn - ein ehemaliger DDR-Grenzsoldat - verdächtigt die beiden Jugendlichen erschossen zu haben.
Diese Geschichte wird natürlich auch in den Medien breitgetreten, während Erich Sassbeck das Erscheinen des Engels zuerst aber totschweigt und er verdächtigt wird Selbstjzstiz angewendet zu haben. Erst der erfolglose Journalist Ingo Praise findet Beweise, dass ein "Todesengel" durch Berlin streift um Gewalttäter gnadenlos zu richten. Mit seiner Behauptung tritt Prase eine Lawine los....

Neben dem Hauptprotagonisten Ingo Praise lernt der Leser anfangs auch die Krankenschwester Theresa Diwers und die Übersetzein Victoria Damm kennen, deren Rolle zu Beginn noch offen bleibt. Auch der Priester Peter Donsbach, sowie der Staatsanwalt Lorenz Ortheil und der ermittelnde Hauptkommisar Justus Ambick spielen hier eine große Rolle und erst nach und nach erschließt sich dem Leser der eigentliche Zusammenhang der Figuren.

Das allgegenwärtige Thema ist jedoch die Gewalt und die oftmalige Unfähigkeit des Staates richtig zu urteilen. Während man anfangs selbst gerne unter den "Rächern" sein möchte, kommt später doch auch mehr der Zweifel hoch, ob Selbstjustiz wirklich Sinn macht. Eschbach baut viele wahre Begebenheiten, Urteile und Gesetzgebungen ein; man ist erschüttert und fassungslos. Der Autor setzt eine klare Ansage gegen gesellschaftliches Wegschauen und juristische Milde. Und trotzdem finde ich den Schluss dann doch etwas zu aufgesetzt, denn der Roman endet mit dem erhobenen Zeigefinger.
Trotzdem vergeb ich 5 Sterne, denn schon lange hat mich kein Thriller mehr so bewegt und zum Nachdenken gebracht!

Cover:
Der blaue Fleck hinter dem Schattenbild einer eher männlichen Figur erinnert mich an diese "Klatschbilder", die oft bei Psychologen zur Deutung verwendet werden ;) Die hellere Figur im Vordergrund passt gut zur Beschreibung des Todesengels.

Schreibstil:
Alle Personen - mit Ausnahme des Racheengels, der in der 1. Person dargestellt wird - wird in der 3. Person beschrieben. Der Aufbau ist rasant, spannend und der Autor schreibt klar und flüssig. Die vielen verschiedenen Erzählstränge werden gekonnt verknüpft und bis zum spannenden Ende hin aufgelöst.

Fazit:
Ein etwas anderer Thriller, der mich gefesselt und der mich auch nach dem zuklappen der letzten Seite noch sehr lange beschäftigt hat! Die Thematik des Buches ist gegenwärtig und brisant! Trotz des etwas abgeschwachten Endes gibt es von mir eine klare Leseempfehlung!


Für die Bereitstellung des Rezensionsexamplares möchte ich mich ganz herzlich bedanken bei:

http://www.luebbe.de/
http://www.bloggdeinbuch.de/
und dem Verlag

Drei Wünsche - Petra Oelker


    • Taschenbuch: 128 Seiten
    • Verlag: rororo; Auflage: 3 (1. November 2012)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3499257726
    • ISBN-13: 978-3499257728
    • Genre: Novelle, Kurzgeschichte



Amazon Kurzbeschreibung: 
Zimtpunsch und Quittenbrot: Weihnachten im alten Hamburg. Auf dem Weihnachtsmarkt im Hamburger Dom, mitten im Gedränge der Marktleute und ihrer flanierenden Kundschaft, suchen drei Frauen das Glück: Theda hat ihre Stellung verloren, eine Vernunftehe in der ostfriesischen Heimat scheint der einzige Ausweg. Madame Augusta hadert mit dem Tod ihrer alten Vertrauten, trotz des Trubels fühlt sie sich allein. Elsi hat sich verliebt, doch ihr Vater ist alles andere als einverstanden mit ihrer Wahl. Drei Frauen, drei Wünsche. Sie alle hoffen auf ein Weihnachtswunder ...

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Deutschsprachige Autoren Challenge 2013

Meine Meinung:
Seit dem letzten Jahr und Amy Silver's "All I want for Christmas" bin ich süchtig nach Weihnachtsgeschichten. Mit dieser Kurzgeschichte, die ich mir über Medimops gekauft habe, möchte ich dieses Jahr mit Geschichten passend zum Advent und der Vorweihnachtszeit beginnen.

Im Jahr 1773 wird der Weihnachtsmarkt im Hamburger Dom gefeiert. Schausteller und Trödler bieten im Inneren des Domes ihre Waren feil und versuchen noch vor Weihnachten ein gutes Geschäft zu machen. Darunter auch die junge Elsi, die dort mit ihrem Vater ihre gesammelten Gegenstände an den Mann oder die Frau bringen will. Außerdem hat sie ein Auge auf den jungen Samenverkäufer geworfen, der seinen Stand genau gegenüber platziert hat. Auch Theda, die gerade ihre Arbeit verloren hat und noch ein paar Tage in Hamburg bleiben will, bevor sie sich auf den Weg nach Hause und einer arrangierten Ehe aufmacht, möchte noch ein bisschen "Freiheit" schnuppern. Madame Augusta fühlt sich einsam in der Vorweihnachtszeit und träumt inmitten von Punsch und Roggenbrot von einem angenehmen Lebensabend. Die besondere vorweihnachtliche Atmosphäre im Dom vereint alle Gesellschaftsschichten Hamburgs. Jede der drei Frauen, die unsere Hauptprotagaginsten in diesem Büchlein sind, wünschen sich eine Änderung in ihrem Leben und hoffen auf ein kleines Weihnachtswunder....

Auch wenn man sich denken kann, wie die Geschichte ausgeht, ist diese voller Gefühl geschrieben und besonders liebevoll illustriert. Der Schreibstil ist der damaligen Zeit angepasst. Die Illustratorin  Andrea Offerman, die am Ende des Romanes ebenfalls vorgestellt wird, hat hier nicht nur ein wunderschönes Buchcover gezeichnet, sondern auch das Innenleben gestaltet.
Hier ein paar Beispiele:

  

Ganz hinten im Buch hat die Autorin noch etwas zur Geschichte des Hamburger Doms hinzugefügt, der im Jahre 1804 abgerissen wurde.

Fazit:
Ein kleines, aber feines Büchlein mit einer netten Geschichte, die in der Vorweihnachtszeit spielt.


Die schwarze Finca - Eduard Freundlinger


    • Taschenbuch: 400 Seiten
    • Verlag: Piper Taschenbuch; Auflage: 2 (14. Mai 2013)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3492300952
    • ISBN-13: 978-3492300957
    • Genre: Krimi, Thriller

Amazon Kurzbeschreibung:
Jahre ist es nun schon her, dass Joanas Schwester spurlos verschwand. Ihre spanische Heimat hat Joana mittlerweile verlassen und sich in Deutschland ein neues Leben aufgebaut. Da erhält sie eine Nachricht, die vermuten lässt, dass Carmen doch noch am Leben sein könnte, und Joana macht sich auf nach Andalusien. Die Gewissheit über Carmens Schicksal scheint zum Greifen nah, doch unter der brennenden Sonne Spaniens lauern düstere Wahrheiten …

Meine Bewertung: * * * undeinhalb

Buch zur  Krimi und Thriller Cover Challenge

Buch zur Wir lesen dicke Dinger Challenge

Deutschsprachige Autoren Challenge

Meine Meinung:
Dieses Buch habe ich mir für die Thriller- und Krimi Cover Challenge ausgesucht, da ich noch ein Buch mit einem Getränk am Cover suchte. Durch die durchwegs sehr guten Bewertungen auf Amazon und der Tatsache, dass der Autor Österreicher ist und mir total unbekannt war, hüpfte das Buch in meinen Warenkorb. Nun habe ich es beendet und kann leider die guten Bewertungen nicht nachvollziehen.
Zuerst möchte ich anführen, dass dies das zweite Buch des Autors ist und er dieselben Protagonisten aus seinem ersten Buch "Pata Negra" verwendet hat, welches ich nicht gelesen habe. Ich kann mir nur sehr schwer vorstellen, dass genau dieselben vier Personen genau am selben Schauplatz wieder in ein Verbrechen verwickelt sind, noch dazu, wo es "ganz normale Menschen wie du und ich" sind. Doch daran sollte es nun auch nicht scheitern.....

Der Prolog war wahrlich mal was anderes und hat mich zutiefst erschüttert. Der Leser nimmt an der Überfahrt einiger Bootsflüchtlinge teil, die aus Afrika kommend in Europa ein neues Leben beginnen wollen. Als der Motor ausfällt treiben sie tagelang ohne Wasser und Nahrung am offenen Meer und werden von anderen Schiffen einfach ignoriert, weil sie genau zwischen zwei Hoheitsgewässern treiben. Und der große Schockmoment kommt erst, denn genau das ist von Drogenbossen so geplant, die so ihre Ware von Afrika nach Europa einschleusen.

Der weitere Einstieg fiel mir jedoch dann etwas schwer. Freundlinger erzählt in der dritten Person und wechselt bereits im ersten Kapitel zwischen 3-4 Personen und Handlungssträngen. Das hat mich äußerst verwirrt. Ich musste in den nachfolgenden Kapitel immer wieder nachdenken...wer ist das jetzt? Wo gehört der dazu? Zwischen einzelnen Bandenmitgliedern; zwei befreundeten Frauen und deren Ehemännern bzw. Freunden; einer Frau, die in einem Keller eingeschlossen ist und einem Ermittlerteam wechselt der Autor in sehr kurzen Abständen seine Erzählweise.

Während in "Pata Negra" Maite und Joanna, die beiden Freundinnen, sowie Maites Ehemann Kilian und ihre Schwester Carmen schon eine Rolle spielten, ist das Ermittlerteam neu. Rubén de Freitas und Lucia Cienfuegos gehören zur spanischen Polizei, der Guardia Civil und besonders Ruben ist alles andere als ein typischer Polizeibeamter. Mit Rastazöpfen und selbst Gras rauchend, sieht er auch noch Lenny Krevitz ähnlich und lässt die Frauenherzen höher schlagen....auch das von Lucia, die jedoch auch Frauen nicht abgeneigt ist und im Moment mit ihrer Freudin zusammenlebt. Das Ermittlerduo und die Guardia Civil sind aber im Buch eher nur Randfiguren. Trotzdem fand ich einmal erfrischend ein völlig anderes Team ermitteln zu sehen....wenn sie mal ermitteln. Die Polizei (mit Ausnahme von Rubén und Lucia) wird auch als völlig trottelig dargestellt oder die Beamten sind geschmiert. 

Während sich die Toten häufen, die sich alle mit Drogenschmuggel eine zweite Einnahmequelle gesichert haben und die Polizei in diesen Fällen ermittelt, erhält Joanna in Deutschland einen Hinweis, dass ihre tote Schwester Carmen angeblich doch noch lebt und bricht mit Ehemann Kilian und Sohn Xaver sofort nach Andalusien auf. Doch das Lösegeld, das der Unbekannte verlangt, kann Joanna zuerst nicht aufbringen. Sie versucht alles Mögliche und begibt sich gleich in mehrere gefährliche Situationen. Leider wird die Geschichte dann immer unglaubwürdiger, auch wenn die Handlungsstränge zusammenlaufen und man langsam erkennt wer oder was hinter all den Verbrechen steckt. Obwohl die Geschichte teilweise spannend geschrieben wurde, waren mir all die unglaubwürdigen Zwischenfälle oder neuen Entwicklungen einfach zu viel! Etwas weniger davon hätte dem Krimi, der für mich rasant wie ein Thriller war, gut getan.

Cover:
Sagt nicht wirklich etwas über die Geschichte aus...

Schreibstil:
Klar, deutlich, teilweise brutal....gute Charakterbeschreibungen.

Fazit:
Eine gute Geschichte und Idee, die mir jedoch anfangs zu wirr und danach zu unglaubwürdig geschrieben war. Spannend und rasant, jedoch auch wieder irrational. Eine Krimi, der mich etwas zwiespältig zurücklässt und ein Autor, der eher nicht auf meine Leseliste kommt.

Die Champagnerkönigin - Petra Durst-Benning


    • Gebundene Ausgabe: 528 Seiten
    • Verlag: List Hardcover (13. September 2013)
    • ISBN-10: 3471350586
    • ISBN-13: 978-3471350584
    • Genre: Historischer Roman
    • Reihe: ja - 2. Band der Jahrhundertwind-Trilogie
       
Amazon Kurzbeschreibung:
 Ein unerwartetes Erbe und ein großes Versprechen 1898: Isabelle hat gegen den Willen ihrer Eltern den attraktiven Leon Feininger geheiratet. Sie geht mit ihm in die Champagne, wo er ein Weingut geerbt hat. Isabelle ist verzaubert von der einzigartigen Landschaft und der Verheißung eines neuen Lebens. Der schöne Schein trügt jedoch, eine erfolgreiche Rivalin wartet nur darauf, sich das vernachlässigte Weingut einverleiben zu können. Ein vielversprechendes Abenteuer, so sinnlich wie aufregend, wartet auf Isabelle. Und zum ersten Mal in ihrem Leben erkennt sie, dass es Dinge gibt, für die es sich zu kämpfen lohnt.

Meine Bewertung: * * * * *

Buch zur Wir lesen dicke Dinger Challenge

Buch zur Deutschsprachigen Autoren Challenge 2013

Meine Meinung:
Petra Durst-Bennings Teil 1 der Jahrhundertwind-Trilogie "Solang die Welt noch schläft" (*klick* zu meiner Rezi) war 2012 mein historisches Highlight! Schon lange nicht hatte mich ein Buch aus diesem Genre so begeistert! Umso gespannter war ich auf den weiteren Band der Reihe, den ich wirklich ungeduldig erwartet habe.

In Band 1 lernt der Leser die drei Freundinnen Josefine, Clara und Isabelle kennen. Während sich der erste Teil größtenteils Josefine widmet und in Berlin spielt, handelt Band 2 von Isabelle, der reichen Fabrikantentochter, die gegen den Willen ihrer Eltern den Radrennfahrer Leon Feininger heiratet. Aus diesen Grund brechen ihre Mutter und ihr Vater den Kontakt zu ihrer Tochter ab. Doch Isabelle ist glücklich und geht mit Leon zu seinen Eltern in die Pfalz, wo diese ein kleines Weingut besitzen. Dieses ist jedoch mehr ein Bauernhof mit Tierbestand und Mägde und Knechte gibt es dort auch nicht. Die verwöhnte  Isabelle ist alles andere als glücklich. Das Landleben in der unwirtlichen Gegend und die sehr reservierten Schwiegereltern tun ihr übriges. Umso mehr freut sich Isabelle als Leon das Weingut seines Onkels Jacques in der Champagne erbt. Voller Tatendrang reisen die beiden in das Dorf Hauteville, in das sich Isabelle auf den ersten Blick verliebt. Das Weingut sieht oberflächlich genauso aus, wie die Beiden sich das vorgestellt haben. Doch schneller als ihnen lieb ist, bemerken sie, dass es schon länger vernachlässigt wurde und an allen Ecken und Enden an Geld fehlt. Außer dem meistens betrunkenen Kellermeister und dem Bewirtschafter gibt es kein Personal und Isabelle muss auch hier kräftig zupacken. Auch der Champagner, der im Keller lagert, ist nur mehr in Amerika gefragt, aber für den europäischen Gaumen viel zu süß.
Dessenungeachtet kämpft Isabelle um das Weingut, das für sie ihr neues Zuhause ist und in das sie sich auf den ersten Blick verliebt hat. Sie ist fasziniert von der Champagnerherstellung und versucht so viel zu lernen, wie nur möglich. Während Leon allzu schnell aufgibt und lieber Radrennen fährt, versucht Isabelle zu retten, was noch zu retten ist. Erstaunt stellen die Einwohner von Hauteville fest, dass die verwöhnte Deutsche durchaus zupacken kann und bereit ist für ihr neues Zuhause zu kämpfen. Doch die erste Konkurrentin lauert schon und möchte nur allzu gerne die Ländereien in ihren eigenen Besitz bringen.

Auch Band 2 hat mich von der ersten Seite an gefesselt und hat mich wunderbar unterhalten. Das Einzige, was mir nicht so gut gefallen hat...und das ist wirklich nur ein Minimum...sind die für mich zu vielen Schicksalschläge. Wer das Buch schon gelesen hat, weiß was ich meine...und hätte man es nicht nach all den Unglücken nicht zum Schluss lassen können.....?
Deshalb finde ich Teil 1 noch immer besser als Teil 2...bei fünf Sternen bleibt es trotzdem ;)

Petra Durst-Benning hat sich in ihrem zweiten Band der Jahrhundertwind-Trilogie dem Champagneranbau verschrieben. Wie man auf ihrer Seite lesen kann, wusste sie vor ihren Roman genauso wenig von der Herstellung des edlen Getränkes wie du und ich. Um alles richtig zu recherchieren hat sich die Autorin mit ihren Mann auf den Weg in die Champagne gemacht. Auf ihrer Homepage hat sie dazu ein Reisetagebuch geführt, das wirklich sehr interessant ist. Wer sich dafür interessiert...guck hier.
Während der Leser in "Der Champagnerkönigin" sehr viel über den Champagneranbau erfährt, ist dies weder langweilig noch trocken beschrieben. Es ist interessant, bildhaft und wirklich für jedermann verständlich erklärt.
Wie auch schon im ersten Buch hat Petra Durst-Benning auch hier einige zeitgenössische Illustrationen zum Thema eingebaut.











Die Autorin hat all den bedeutenden Winzerinnen des 19. und 20. Jahrhunderts, die als Witwen sehr erfolgreich Weingüter leiteten und deren Namen noch heute selbst Nicht-Champagnertrinkerinnen wie mir ein Begriff sind, dieses Buch gewidmet.

Schreibstil:
Fesselnd, flüssig und sehr bildhaft ist der Schreibstil der Autorin und wer ihre Bücher kennt, wird sie genauso lieben wie ich ;)

Cover:
Sehr schön...auch wenn Isabelle eigentlich rote gelockte Haare hat..........

Fazit:
Eine tolle Fortsetzung der Trilogie, die uns verdeutlichen soll, wie die Jahrhundertwende das Leben vieler Menschen verändert hat und wie der Aufschwung und neue Erfindungen ihren Siegeszug antraten. Ich freue mich schon auf Band 3......der leider erst 2015 erscheinen wird.


Zeit für Eisblumen - Katrin Koppold


    • Taschenbuch: 314 Seiten
    • Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform (7. August 2013)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 1492100323
    • ISBN-13: 978-1492100324
    • Genre: Roman
    • Reihe: ja (2. Band aus der Sternschnuppen-Reihe)


  

Amazon Kurzbeschreibung:
Nach der Geburt ihres Sohns Paul gerät Fees Leben völlig aus den Fugen: In den meisten Kleidern sieht sie aus wie eine zu fest gestopfte Weißwurst, der Job als Moderedakteurin wächst ihr zunehmend über den Kopf und ihr Freund scheint sie mit ihrer verhassten Kollegin zu betrügen. Als sie auf der Arbeit einen folgenschweren Fehler begeht und von ihrem Chef in Zwangsurlaub geschickt wird, beschließt sie ihr Leben zu ändern. Fee trennt sich von Sam und macht sich zusammen mit ihrer Mutter und dem elf Monate alten Paul auf ins winterliche Irland. Fernab vom Stress und der Hektik der Großstadt versucht Fee zu sich selbst finden. Und sie möchte David wiedersehen, einen Straßenmusiker, mit dem sie einst eine leidenschaftliche Affäre hatte, und den sie seitdem einfach nicht vergessen kann.

Meine Bewertung: * * * * *

Buch zur Deutschsprachigen Autoren Challenge 2013

Meine Meinung:
Mit der Autorin Katrin Koppold bin ich seit ihrem wundervollen Debütroman "Aussicht auf Sternschnuppen" in Kontakt und habe auch bei ihrer Facebook-Fan-Aktion zu ihrem neuen Roman "Zeit für Eisblumen" mitgemacht und ihr Taschenbuch gewonnen. Nochmals vielen herzlichen Dank!
Auch dieser neue Roman aus ihrer "Sternschnuppen-Reihe um die vier Schwestern Helga, Fee, Lilly und Mia konnte mich wieder bezaubern.

In "Zeit für Eisblumen" geht es um Felicitas, genannt Fee. Sie ist eine erfolgreiche Redakteurin mit ihrer eigenen Modekolumne "Fees Welt" (fast wie Martinas Welt...was? LOL). Nach der Geburt ihres Sohnes Paul ist sie sehr schnell wieder in ihren Job zurückgekehrt, denn Fee ist ein Typ, der alles perfekt machen will und in ihrem Job aufgeht. Doch das ist nicht der einzige Grund warum sie sobald wieder wieder ganztags arbeitet: Sam, ihr Lebensgefährte und Papa von Paul hat nach seiner Diplomprüfung als Apotheker, nicht wie erwartet die Apotheke seines Vater übernommen, sondern eine Ausbildung zum Biologie und Chemielehrer begonnen. So ist Fee noch immer die Alleinverdienerin und meistens auch diejenige, die sich um den Haushalt kümmern muss. Auch im Büro kämpft sie um ihre Kolumne, die ihr ihre Kollegin Monika streitig machen will. So ist es auch nicht verwunderlich, dass ihr bald alles über den Kopd wächst. Nach einigen Panickattacken, die weder Sam noch ihre Familie ernst nehmen, schickt sie ihr Boss in den Zwangsurlaub. Und Fee macht Nägel mit Köpfen: Sie trennt sich von Sam, bucht einen Flug nach Irland und überredet ihre Mutter mit ihr und Paul die nächsten Wochen auf der grünen Insel Urlaub zu machen....im November. Dort möchte sie ihre Gedanken ordnen und David wiedersehen, eine Liebelei, die ihr nicht aus dem Kopf geht.

Anfangs hatte ich ein bisschen Schwierigkeiten Fee sympathisch zu finden. Sie ist egoistisch und ihre Welt besteht aus vielen Oberflächlichkeiten: schicke Klamotten, die Welt der Stars und Starlets, Reichtum....Sie kann Sam nicht verstehen, der mehr leben möchte und auf Reichtum verzichtet. Auch zu Paul kann sie keine richtige Beziehung aufbauen und der Kleine verbringt den ganzen Tag in der Kinderkrippe. Zu ihrer eigenen Mutter hat sie auch kein richtig gutes Verhältnis und trotzt wie ein kleines Kind, als ihr diese eröffnet, dass sie über eine Scheidung nachdenkt. Doch nach und nach erfährt der Leser von Fee's Problemen, die sie geschickt vor den anderen verbirgt oder herunterspielt. Dazu möchte ich hier nicht mehr verraten...doch so werden einige Handlungen verständlicher. Was mir sehr gut gefallen hat, war die Wandlung von Fee im Laufe des Buches. Hier muss ich der Autorin ein großes Kompliment aussprechen. So ist Fee anfangs sehr Ich-bezogen,  wird jedoch im Laufe der Geschichte immer sympathischer und findet zu sich selbst.

Auch die Nebencharaktere sind alle sehr facettenreich beschrieben. Keine einizige Person blieb blass.
Die Landschaft Irlands...obwohl im Winter und meistens im Regen und in der Kälte....hat die Autorin so interessant beschrieben, dass mein Kopfkino all die wunderschönen Plätze vor Augen hatte.

Cover:
Was soll man viel dazu sagen? Einfach ein Traum!!!

Schreibstil:
Trotz der ernsteren Töne ist auch hier der Schreibstil wieder sehr flüssig und locker. Die Geschichte enthält Tiefgang, wird gefühlvoll erzählt und die wunderbar ausgeabeiteten Charaktere lassen den Leser richtig mitleiden und -freuen.


Fazit:
Die Autorin hat hier eine wirklich wunderschöne Geschichte mit Tiefgang geschrieben. Ist "Aussicht auf Sternschnuppen" eher eine Mischung aus Roadtrip, Liebesgeschichte und ein Buch voller Humor, so ist "Zeit für Eisblumen" viel tiefgründiger und befasst sich mit dem Thema "postpartale Depression". Eine wunderbare Geschichte! Leseempfehlung!




Böser Wolf - Nele Neuhaus


    • Taschenbuch: 480 Seiten
    • Verlag: Ullstein Taschenbuch (11. Oktober 2013)
    • ISBN-10: 3548285899
    • ISBN-13: 978-3548285894
    • Genre: Krimi
    • Reihe:  ja - 6. Fall für Bodenstein und Kirchhoff

Amazon Kurzbeschreibung:
An einem heißen Tag im Juni wird die Leiche einer 16-Jährigen aus dem Main bei Eddersheim geborgen. Sie wurde misshandelt und ermordet, und niemand vermisst sie. Auch nach Wochen hat das K 11 keinen Hinweis auf ihre Identität. Die Spuren führen unter anderem zu einer Fernsehmoderatorin, die bei ihren Recherchen den falschen Leuten zu nahe gekommen ist. Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein graben tiefer und stoßen inmitten gepflegter Bürgerlichkeit auf einen Abgrund an Bösartigkeit und Brutalität. Und dann wird der Fall persönlich.

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Deutschsprachigen Autoren Challenge 2013

Wir lesen dicke Dinger Challenge

ABC Challenge
 
Meine Meinung:
Wie auch schon die anderen Bücher der Reihe um Oliver von Bodenstein und Pia Kirchhoff, konnte mich auch  "Böser Wolf" (6. Fall der Reihe) begeistern. Ich finde sogar, dass der neuerste Krimi von Nele Neuhaus mit ihrem bislang erfolgreichsten Buch "Schneewittchen muss sterben" locker mithalten kann. Die Geschichte ist spannend geschrieben und hat ein sehr brisantes Thema: sexueller Missbrauch und Pädophilie.

Wie bei der Autorin üblich, beginnt die Geschichte in verschiedenen Handlungssträngen, die alle am Schluss zusammenführen und ein logisches Ganzes ergeben.
Gleich zu Beginn des Buches wird am Ufer des Mains die Leiche eines jungen Mädchens gefunden. Zuerst hat es den Anschein, dass der Teenager zu einer Gruppe Jugendlicher gehört, die sich am Mainufer zum Feiern getroffen haben. Die Party artete jedoch extrem aus und als eines der Mädchen munter wird, findet sie zuerst einen der Freunde bewusstlos am Flussufer liegend und sieht kurz darauf die Leiche eines junges Mädchens aus dem Wasser ragen. Sie denktm es wäre einer ihrer Freundinnen, doch schon bald stellt sich heraus, dass das junge Mädchen schon einige Tage tot im Wasser gelegen hat und schwere Misshandlungen aufweist. Vor ungefähr zehn Jahren gab es bereits einen ähnlichen Fall und auch damals vermisste niemand die Tote, doch als Verdächtiger wurde der Anwalt Kilian Rothemund festgenommen und verurteilt. Das Team rund um Pia und Oliver versucht daraufhin alles, um herausfinden wer die Tote ist, doch trotz akribischer Recherche bleibt die Identität der "Nixe" ungelöst.
Kurze Zeit später wird die Polizei zu einer schwer misshandelten Frau gerufen, die man im Kofferraum eines Autos gefunden hat. Es handelt sich um die bekannte Fernsehreporterin Hanna Herzmann, die sich in ihren Talkshows mit brisanten Themen beschäftigt. Die nicht sehr beliebte Moderatorin hatte erst eine Klage am Hals und geht mit ihren Gästen in der Show nicht gerade zimperlich um. Deshalb tippt die Polizei zuerst auf Rache aus diesen Kreisen oder auf ehemalige Mitarbeiter. Doch schon bald entdecken die Ermittler, dass die Moderatorin eine Recherche für eine neue Sendung durchführte, welche sie jedoch noch geheim hielt. Welches brisante Thema hatte Hanna Herzmann aufgegriffen? Und wer fühlte sich hier zu sehr "auf den Schlips" getreten? Doch bevor Oliver und Pia der Aufklärung der Fälle näherkommen, geschieht ein weiterer Mord. Bis Pia und Oliver auf die wahren schockierenden Hintergründe kommen, ist es fast zu spät.

Die vielen Handlunsgsebenen mögen nicht jedem Leser gefallen, doch seit ihrem ersten Buch "Eine ungeliebte Frau", das wirklich nur so von Personen wimmelte und man unweigerlich versucht sich alle Protagonnisten und Randfiguren zu merken und den vielen Teilhandlungen zu folgen, hat sich die Autorin von Buch zu Buch gesteigert und diese in jedem weiteren Band immer besser ausgearbeitet und weniger verwirrend erzählt. So wie ich zu ellenlangen Sätzen neige ;) liebt Nele Neuhaus eine Vielzahl von mitwirkenden Personen in ihrer Krimireihe. 

Das Privatleben der beiden Hauptprotagonisten bleibt diesmal eher im Hintergrund. Trotzdem wird Pia zum Ende der Geschichte hin persönlich mit dem Fall konfrontiert.


Schreibstil:
Nele Neuhaus hat einen sehr flüssigen und einnehmenden Schreibstil, der  mich immer wieder begeistert. Man kann gar nicht aufhören zu lesen. Die Begebenheiten werden sehr lebendig geschildert, die Charaktere der Hauptprotagonisten sind sympathisch und werden immer weiterentwickelt. 

Fazit:
Auch der sechste Fall der Reihe um Oliver von Bodenstein und Pia Kirchhoff  ist spannend geschrieben und  behandelt ein brisantes Thema. Dieser Krimi ist nicht nur nervenaufreibend, sondern genauso berührend.
Für Neuhaus Fans und solche, die es noch werden wollen....



Die Tochter eines Arztes - Martina Frey



    • Broschiert: 399 Seiten
    • Verlag: Dryas; Auflage: 1 (September 2013)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3940855421
    • ISBN-13: 978-3940855428
    • Genre: Historischer Roman

 link zur Bestellung beim Dryas Verlag

 Amazon Kurzbeschreibung:
Man schreibt das Jahr der badischen Revolution, 1848, als sich die wohlbehütete Arzttochter Eugenia in den Bauernsohn Matthias verliebt. Doch die gesellschaftlichen Unterschiede lassen ihre Liebe unmöglich erscheinen. Matthias' verzweifelter Versuch, seine Familie durch Wilderei vor dem Verhungern zu bewahren, führt zur Katastrophe. Schließlich erscheint es in den Revolutionswirren unmöglich für Eugenia, ihr Glück doch noch zu finden.

Meine Bewertung: schwache * * * *

Buch zur Deutschsprachigen Autoren Challenge 2013


Meine Meinung:
Bei Blogg dein Buch habe ich mich für diesen historischen Liebesroman beworben, nachdem ich in der Septemberausgabe des Loveletter's einen Artikel über diesen Roman von Martina Frey gelesen habe.
Ich fand die Idee sehr interessant und obwohl ich doch einige historische Romane lese, spielen die wenigsten davon in der Biedermeiderzeit.
Der Leser begiebt sich nach Wiesbanden, das im Laufe des 19. Jahrhunderts eine aufblühende Kurstadt ist. Eugenia, die 17-jährige Tochter des Arztes Anton Hentschel, lebt hier inmitten der feinen Gesellschaft und dessen Vergnügungen wie Teekränzchen und Bälle. Doch im Prolog lässt uns schon ein Gespräch zwischen Eugenias Vater und seinem langjährigen Freund Sebastian Kreutzer erahnen, dass hinter der feinen Fassade oftmals auch viel Vertuschung, Missgunst und Neid steckt. Anton Hentschel fühlt sich nämlich schuldig am Tod einer seiner Patienten und während anfangs Sebastian sein Geheimis bei sich hält, versucht er seinen Freund nach einem Streit und dem Rausschmiss aus der gemeinsamen Praxis zu erpressen.
Da Sebastian ein Auge auf Eugenia geworfen hat, bringt Anton Hentschel seine gesamte Familie nach Holzhausen aufs Land, wo er in Ruhe weiter praktizieren, seine gesundheitlich angeschlagene Frau sich erholen und Eugenia aus Sebastians Blickwinkel verschwinden kann. Anfangs ist die verwöhnte Tochter alles andere als glücklich darüber, doch schon bald fängt sie das Landleben und ihre daraus gewonnen Freiheiten zu lieben an. Hier kann sie ihren Träumen selbst mal Medizin studieren zu wollen nachgehen, lernt das harte und entbehrungsreiche Leben der Dorfbewohner kennen und findet Freunde aus allen Schichten. Besonders Matthias,  ein Bauernsohn, der bei ihrem Vater im Stall arbeitet, findet sie nach anfänglicher Abneigung immer interessanter. Sie trifft sich heimlich mit ihm und lehrt ihm besser lesen. Doch die Beiden bleiben nicht unbeobachtet und werden verraten. Eugenia ist somit eine gefallene Tochter und nicht mehr als Ehefrau "vermittelbar".
Der Umgang mit dem niedrigen Volk ist damals unmöglich. Ein ehrwürdiges Fräulein bleibt in ihrer Gesellschaftsschicht. Das Spiel am Pianoforte, sticken und ein gutes Benehmen sind die wichtigsten Dinge im Leben eines Mädchen im heiratsfähigen Alter und später der Haushalt und die Kinder. Außer Haus begibt sich nur der Mann. Strenge Regeln und Traditionen und die äußere Fassade aufrecht erhalten, das sind die Eckpfeiler des Biedermeiers. Doch Mitte des 19. Jahrhunderts kommt es zu den ersten Aufständen nach Vorbild der Franzosen, eine Demokratie und die Republik einzuführen. Nach einer Missernte und einem strengen Winter sind die Bauern am verzweifeln, während der Adel und das Bürgertum nichts von der schwierigen Lage ahnt. Das Volk wird immer aufgebrachter. Auch Moritz, Eugenias Bruder, der in die Fußstapfen seines Vater treten soll, jedoch nicht Arzt werden will, schließt sich den Aufständischen unter der Führung von Georg Böhning an.
Die Autorin hat sich sehr gut über die Badische Revolution informiert und am Ende des Buches eine Liste über erfundene und historisch belegte Personen angeführt, was ich sehr interessant finde. Moritz und Eugenia spiegeln die junge Generation sehr gut wider, die sich im Zwiespalt zwischen Aufstand und Freiheit auf der einen Seite, sowie Gehorsam und Pflichtgefühl auf der anderen Seite, fühlt.

Cover:
Das Cover gefällt mir sehr gut und spricht auch die Zielgruppe an. Ich kann mir zwar Eugenia nicht als diese Frau am Titelbild vorstellen, doch es ist passend.

Schreibstil:
Einfacher und flüssiger Schreibstil und kurze Kapitel lassen den Roman gut lesen, auch wenn er in der Mitte etwas zäh wird.
Die Charaktere sind alle sehr gut beschrieben. Besonders gefallen hat mir August, der Junge vom Land, der sich für Maschinen interessiert und der am Ende des Buches als Nicolas August Otto, der Erfinder des Otto-Motores aufgelistet wird.

Fazit:
Ein interessanter historischer Roman über den Umbruch der Gesellschaft in der Biedermeierzeit. Sehr gut recherchiert. In der Mitte leider etwas zu verhalten, ist das Ende fast zu plötzlich und zu rasant und lässt einem kaum Luft holen. Vom medizinischen Punkt her leider etwas schwammig.


Für die Bereitstellung des Rezensionsexamplares möchte ich mich ganz herzlich bedanken bei:


http://www.bloggdeinbuch.de/
http://www.dryas.de/
 und den Verlag

Es wird Tote geben - Georg Haderer


    • Gebundene Ausgabe: 328 Seiten
    • Verlag: Haymon Verlag; Auflage: 1 (1. August 2013)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3709970490
    • ISBN-13: 978-3709970492
    • Genre: Krimi

Amazon Kurzbeschreibung:
Kann Major Schäfer endlich seinen Frieden finden? Die Voraussetzungen sind gut: Aufs Land versetzt macht er Dienst nach Vorschrift und genießt laue Sommerabende am Lagerfeuer. Gestört wird die Ruhe nur durch ein deutsches Filmteam, das in Schäfers idyllischem Revier eine Krimiserie drehen will. Kurz darauf kommt eine Schülerin unter rätselhaften Umständen zu Tode. Und schon spielt Schäfer die Hauptrolle in einem bösen Fall, zu dessen Aufklärung ihm ausgerechnet ein Drehbuchautor mit ausufernder Fantasie verhelfen will.


Meine Bewertung: * * * undeinhalb

Buch zur Thriller- und Krimicover Challenge

Buch zur Deutschsprachigen Autoren Challenge 2013

Meine Meinung:
Ich muss zugeben, dass ich dieses Buch aus der Bücherei nur wegen der Thriller- und Krimi Cover Challenge mitgenommen habe. Obwohl mir als Österreicherin natürlich der Name Georg Haderer geläufig ist, habe ich bis jetzt noch kein Buch von ihm gelesen. Und anfangs tat ich mir auch ein bisschen schwer mit seinem Schreibstil. Ich kam einfach nicht voran, obwohl der Krimi nur 328 Seiten hat! Natürlich fehlten mir auch alle Hintergründe zu den vorangehenden Bänden und das muss ich in meiner Bewertung natürlich mitbedenken. Mitten in einer Reihe anzufangen ist nicht gerade sehr sinnvoll, auch wenn jedes Buch für sich abgeschlossen ist.
So lernte ich anfangs den Polizisten Johannes Schäfer kennen, der ehemaliger Gruppenleiter bei der Mordkommission in Wien war und nun als Postenkommandanten in der Provinz eine ruhige Kugel schieben kann. Spaziergänge im Wald, baden im See und ein Gläschen Wein im Garten...so lässt es sich leben. Eine Katze und ein Rabe sind anfangs seine einzigen Freunde und so langsam verfällt Schäfer in Depressionen. Doch nach dem Selbstmord eines 17-jähriges Mädchen unter Drogen und einem ähnlichen Vorfall in einer anderen Gemeinde ist seine Spürnase geweckt. Als dann auch noch anonyme Hinweise per E-Mail eintrudeln, sind alle davon überzeugt, dass es hier um Mord geht. Schnell ist auch ein Verdächtiger gefunden, doch auch das deutsche Filmteam, welches in der Nähe einen Krimi dreht, ist verdächtig. Aber auch ein bereits in der Vergangenheit  zurückliegende Fall bereitet Schäfer Kopfschmerzen und bald sehnt er sich nach Ruhe....doch da wird auch schon der nächste Teenager tot aufgefunden.

Was sich hier spannend anhört ist in Wahrheit auch schon fast der gesamte Inhalt. Der Roman lebt vom Wortwitz, von der zynischen Art und Wortwahl seines Autoren und besonders vom Hauptptotagonisten Schäfer, der ein ganz besonderer Kauz ist. Seine unkonventionelle und ruppige Art findet nicht überall Gefallen. Außerdem eilte ihm sein Ruf als genialer Ermittler voraus und so ist er im Dorf ein bunter Hund. Jeder kennt ihn und so ist ein Ermitteln "Undercover" unmöglich. Deshalb hofft er auf die Hilfe des Drehbuchautors Sander und spannt den Deutschen vom Filmteam gleich als verdeckten Ermittler ein.


Cover:
Das Titelbild passt zu einem der Mordfälle im Buch.

Schreibstil:
Der Schreibstil ist sehr eigenwillig, aber voller schwarzen Humor. Die gelungenen Anspielungen auf die österreichische Kultur und Politik liesen mich immer wieder schmunzeln und nicken. Auch die Beschreibung der Kunststücke des Raben und der Katze....was für eine Idee!

Fazit:
Ich empfehle bei Band 1 anzufangen (nicht so wie ich mittendrin), damit man die ganze Geschichte rund um Schäfer vom Anfang an mitverfolgen kann, denn der Krimi lebt vorallem von seinem Hauptprotagonisten. Spannung war mir als hauptsächlich Thrillerleser zu wenig dabei, der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig, aber sehr humorvoll.

 

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