Posts mit dem Label Alexandra Fischer werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Alexandra Fischer werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

[Die von Bahlow Saga] Die Zukunft am Horizont - Alexandra Fischer

    Die Bildrechte liegen bei der Autorin

     


    • Taschenbuch: 542 Seiten
    • Verlag: ‎ BoD – Books on Demand 1. Auflage (13. November 2025)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3695105240
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3695105243
    • Genre: Familiensaga, historischer Roman
    • Reihe: ja - Band 5 der von Bahlow Saga



Amazon Kurzbeschreibung:
Apia, 1956: Während Westsamoa sich langsam dem Traum der Unabhängigkeit nähert, müssen auch die von Bahlows entscheiden, welchen Weg sie einschlagen wollen. Ein neues Gesicht mit einem vertrauten Namen taucht in Apia auf und mit ihm die Geister der Vergangenheit. Vor allem Martha wird gezwungen, sich ihnen zu stellen, während Gertrud und Emilie in Kalifornien versuchen, ein neues Leben aufzubauen. Sefina hingegen muss sich gegen einen alten Feind behaupten und Paul trifft eine Entscheidung, deren Konsequenzen die gesamte Familie erschüttern. Inmitten politischer Umbrüche, persönlicher Prüfungen und einer sich wandelnden Gesellschaft muss jedes Familienmitglied entscheiden, ob es in Westsamoa eine Zukunft hat. Wird Tamalele am Ende wieder zur Heimat der von Bahlows oder endgültig zum Symbol eines verlorenen Traums?

Meine Bewertung: * * * *

                   Die Bücher der Saga  sollten der Reihe nach gelesen werden

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Reiselust Challenge

Buch zur Book Special ABC Challenge

Meine Meinung:
Mit dem fünften Band der Von-Bahlow-Saga halten wir den krönenden Abschluss einer großen Familiensaga in den Händen, deren Schauplatz Westsamoa ist. Gemeinsam mit Nicole von Zeit für neue Genres habe ich das 542 Seiten starke Buch gelesen und mich von der Familie Von-Bahlow mit einem lachenden und einem weinenden Auge verabschiedet.
Da die Veröffentlichung, und somit die Abstände der Bücher aus der Reihe sehr groß sind, braucht man etwas, um wieder in die Geschichte hineinzufinden und die vielen Figuren wieder richtig einzuordnen. Ein Stammbaum ganz hinten im Buch ist dabei sehr hilfreich.

Wir sind diesmal nicht nur auf Westsamoa, sondern auch in den USA und in Deutschland unterwegs. Es sind die Fünfziger Jahre, die auf allen drei Schauplätzen komplett unterschiedlich erlebt werden. Während in Samoa die Zeit fast stehen geblieben ist, tobt in Los Angeles und San Francisco das Leben. Mimi möchte Sina-Jean unbedingt ins Filmgeschäft bringen, welches in Hollywood unzählige Weltstars hervorbringt. In Deutschland hingegen ist Nachkriegszeit und das Land in Ost- und Westdeutschland aufgeteilt. Ein Familienzweig der Von-Bahlows lebt in Potsdam. Das ehemalige Gut wurde von der LPG enteignet und wird nun als Kolchose bewirtschaftet. Hier lernen wir Frederike, genannt Rike kennen, die nach dem Tod ihres Mannes aus Westberlin zu ihrer Familie zurückkehrt. Bruder Konrad und seine Frau Clara bewirtschaften das Gut, auf dem auch noch Mutter Erna lebt. Das Nachkriegsleben in der DDR deprimiert die freiheitsliebende Frau jedoch sehr. Als ihr Briefe von Karl von Bahlow auf dem Dachboden in die Hände fallen, wird ihr Wunsch, die Verwandtschaft auf Samoa kennenzulernen übermächtig, denn in Ostdeutschland hält sie nichts mehr. Mit dem Erbe ihres Mannes macht sie sich auf nach Westsamoa.....
Neben Rike begleiten wir Serafina, die mit Blair Astor verheiratet ist. Nach den Flitterwochen stürzen sie jedoch von ihrer "Cloud Number 9", denn die Astors setzen alles daran, diese Ehe zu zerstören.
Auf Samoa ist Martha noch immer diejenige, die für die Unabhängigkeit kämpft. Eine starke Frau, die nicht aufgibt, aber genauso dickköpfig und oftmals uneinsichtig ist. 

Die Familiensage ist sehr komplex und die Protagonisten sind mir über die Jahre sehr ans Herz gewachsen. Sie sind für mich fast wie Familienmitglieder und wirken authentisch. Die Figuren haben sich über all die Jahre weiterentwickelt und manche überraschen einem selbst nach vier Bänden noch mit einer unerwarteten Handlung. Die politischen Ereignisse auf Samoa spielen wieder eine Rolle, jedoch nehmen sie nicht so viel Platz ein, wie im Vorgängerband.
Die wechselnden Perspektiven, die aus der Sicht von Rike, Sefina, Martha und Paul erzählt werden, lassen die Geschehnisse noch viel intensiver wirken.
Alexandra Fischer greift auch viele Handlungsstränge aus den Vorgängerbänden auf, verwebt sie geschickt miteinander und führt vieles zu einem Abschluss, was lange Zeit offen geblieben war.
Am Ende schließt sich der Kreis - und dennoch empfand ich das Ende fast zu schön, um wahr zu sein, auch wenn es ein paar traurige Vorkommnisse gab. 

Wie bereits die Vorgängerbände, ist auch der fünfte Band wunderschön gestaltet. Die Kapitelanfänge sind durch ganzseitige Bilder hervorgehoben. Auf der gegenüberliegenden Seite sind Ort, Land und das Jahr, sowie der Name des Protagonisten/der Protagonostin als Überschrift angegeben.

Alexandra Fischer hat auf Instagram bereits weitere Spin-offs angekündigt, die in den 1970iger Jahren spielen werden. Ich hoffe diese wird es auch als Print und nicht nur als eBook geben.

Fazit:
Ein würdiger Abschlussband dieser großartigen Familiensaga, die mich nach Westsamoa entführt hat und über Jahre unterhalten hat. Ich empfehle diese außergewöhnliche Saga, die uns ans Ende der Welt führt, sehr gerne weiter.


Die von Bahlow-Saga:
  1. Der Traum vom Horizont  *Rezi*
  2. Die Rückkehr zum Horizont  *Rezi*
  3. Die Kinder des Horizonts  *Rezi*
  4. Das Erbe des Horizonts  *Rezi*
  5. Die ZUkunft am Horizont 

[Leserunde] Die Zukunft am Horizont - Alexandra Fischer

 

Nun sind wir beim letzten Band der Bahlow-Reihe angekommen, die Nicole und ich nun abschließen werden.

Am 16. Februar starten wir mit der gemeinsamen

LESERUNDE

zum fünften und letzten Band der von Bahlow Reihe von Alexandra Fischer

Die Zukunft am Horizont

*******************************

KLAPPENTEXT:
Apia, 1956: Während Westsamoa sich langsam dem Traum der Unabhängigkeit nähert, müssen auch die von Bahlows entscheiden, welchen Weg sie einschlagen wollen. Ein neues Gesicht mit einem vertrauten Namen taucht in Apia auf und mit ihm die Geister der Vergangenheit. Vor allem Martha wird gezwungen, sich ihnen zu stellen, während Gertrud und Emilie in Kalifornien versuchen, ein neues Leben aufzubauen. Sefina hingegen muss sich gegen einen alten Feind behaupten und Paul trifft eine Entscheidung, deren Konsequenzen die gesamte Familie erschüttern. Inmitten politischer Umbrüche, persönlicher Prüfungen und einer sich wandelnden Gesellschaft muss jedes Familienmitglied entscheiden, ob es in Westsamoa eine Zukunft hat. Wird Tamalele am Ende wieder zur Heimat der von Bahlows oder endgültig zum Symbol eines verlorenen Traums?
_________________________________

EINTEILUNG DES BUCHES:

Abschnitt 1: bis Seite 110, Alameda 1957, SEFINA
Abschnitt 2: bis 216, Los Angeles 1958, SEFINA
Abschnitt 3: bis Seite 324, Los Angeles 1959, SEFINA
Abschnitt 4: bis Seite 400, Apia 1960, MARTHA
Abschnitt 5: ab 400 bis Ende

Teilnehmer:
Nicole von Zeit für neue Genres
und
ich
_______________________________________

Weitere Mitleser sind herzlich willkommen!



[Die von-Bahlow Saga] Das Erbe des Horizonts - Alexandra Fischer

    Die Bildrechte liegen bei der Autorin

     

    • Taschenbuch: 562 Seiten
    • Verlag: ‎ BoD – Books on Demand; 1. Edition (20. Juni 2024)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3759733727
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3759733726
    • Genre: Familiensaga, historischer Roman
    • Reihe: ja - Band 4 der die von Bahlow Saga

     

Amazon Kurzbeschreibung:
Apia, 1947: Das Ende des Zweiten Weltkriegs bringt Westsamoa einen neuen Aufschwung, der auch für die von Bahlows spannende Begegnungen bereithält. Die ersten Touristen erreichen die Südsee und sogar Hollywood wird auf die Schönheit Westsamoas aufmerksam. Nicht immer zur Freude der Einheimischen. Während Emilie sich allein um ihre Tochter Rose kümmern muss, trifft Paul eine unerwartete Entscheidung und Jack sorgt mit seiner Ankündigung, Tamalele verlassen zu wollen, für Aufruhr. Doch nicht nur die aufkeimenden Familienzwistigkeiten bedrohen die Zukunft der Plantage, sondern auch die zunehmende Industrialisierung. Eine Tatsache, welche die von Bahlows schon bald vor eine alles entscheidende Frage stellt: Wer soll Tamaleles Erbe antreten?

Meine Bewertung: * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

 Die Bücher der Saga  sollten der Reihe nach gelesen werden

 Meine Meinung:
Gemeinsam mit der lieben Nicole von "Zeit für neue Genres" habe ich den vierten Band der von Bahlow Saga gelesen, die uns wieder nach Apia in Westsamoa führt.
Ein traumhaftes Setting, welches abermals von den Amerikanern "gestört" wird. Diesmal jedoch nicht durch Soldaten während des Zweiten Weltkrieges, wie im dritten Teil der Saga, sondern von reichen Amerikanern, die den Tourismus entdecken. Dazu aber später....

1947. Wir sind in der Zeit nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Neben den gewohnten Figuren, wie Martha, Jack, Gertrud, Paul, Emilie oder Hans, haben wir in diesem Band auch eine Reihe neuer Charaktere - die sogenannte nächste Generation. Sefina, Vincent, Blair, Mimi...alle diese Namen muss man sich merken, wobei einzig Sefina zur Familie von Bahlow gehört. Sie wurde von Helene als "die Hüterin der Geheimnisse" auserwählt und hadert sehr mit dieser Last, die sie auf ihren jungen Schultern trägt.

Paul hat Westsamoa verlassen und lebt in New York ein Leben voller Dekandenz. Hier kann er seine Neigungen ausleben, verbringt seine Nächte in diversen Clubs und verkehrt mit der Upper Class. Als er dem New Yorker Nachtleben den Rücken kehrt, führt sein Weg zurück nach Tamalele, wo die Familie von Bahlow ums Überleben kämpft. Der Kokosnusskäfer zerstört die Kokospalmen, die für die Kopra Produktion auf Tamalele wichtig sind. Doch Martha weigert sich andere Ideen anzunehmen und es kommt zum großen Streit. Emilie, die mit ihrer Tochter Rose ebenfalls in die Heimat zurückgekehrt ist, versucht andere Einkommensquellen zu finden.
Auch die Neuseeländer übernehmen nach dem Krieg wieder sämtliche wichtigen Posten und beschneiden weiterhin das Selbstbestimmungsrecht der Samoaner. Dies geht soweit, dass Einfuhr und Ausfuhr stark reglementiert wird und das Alkoholverbot aufrecht bleibt.

Hans hat sich tatsächlich zu einem pflichtbewussten Mann verändert und von Aumoe liest man diesem Band leider gar nichts mehr.
Mit Mimi kommt frischer Wind auf die Plantage, allerdings nicht der, der gewünscht wird. Die hochnäsige Ehefrau von Paul, die aus der Upper Class New Yorks stammt, bringt die Reichen und Schönen auf die Insel. Der erste Tourismus überfordert die Inseleinwohner etwas, nur Aggi versucht das Beste daraus zu machen. Als auch noch ein Filmteam aus Hollywood mit Schauspielstar Gary Cooper anreist, um den Film "Welcome to Paradise" zu drehen, sind nicht alle davon begeistert...

In diesem vierten Band hatte ich leider sehr oft das Gefühl keine der Figuren mehr richtig zu verstehen. Jeder ist in sich gekehrt, es gibt kaum Kommunikation und vorallem Paul und Emilie handeln für mich völlig fragwürdig. Auch Sefina gibt eine wichtige Beobachtung nicht weiter, die  für Tamaleles Bestand extrem bedeutend ist. Das Gefühl des Zusammenhalts fehlt plötzlich...
Gefallen haben mir die Szenen betreffend des Filmdrehs und auch die Aufregung, die damit auf die Insel gebracht wird. Hollywood und der anfängliche Tourismus bringen Licht und Schatten auf die Insel. Der beginnende Koreakrieg 1950 ändert für Westsamoa vieles und auch der beginnende Tourismus erlahmt wieder.

Alexandra Fischer hat mit den historischen Hintergründen rund um den Koreakrieg und den beginnenden Tourismus wieder sehr interessante Details in ihre fiktive Familiensaga miteinbezogen. Ihr lebendiger Schreibstil und die sehr bildhafte Erzählweise ist immer wieder ein Genuss.
Die Kapitel sind in Jahre unterteilt, beginnend mit dem Jahr 1947 und enden im Jahr 1953. Auch die Erzählperspektive wechselt mit den Kapiteln. So bekommt man einen sehr guten Einblick in die vielschichtigen Charaktere. Leider konnte ich diesmal aber keinen wirklichen Zugang zu einigen - von mir in den Vorgängerbänden sehr gemochten Figuren - mehr finden. 

Leider plätscherte auch die Handlung, vorallem in der Mitte des fast 600 Seiten starken Romans, sehr dahin. Auf den letzten hundert Seiten kam es dann komprimiert zu vielen überraschenden Wendungen, die ich teilweise jedoch sehr unglaubwürdig fand. 

Die Kapitelanfänge sind durch ganzseitige gezeichnete Hintergrundbilder hervorgehoben. Zu Beginn des Romans gibt es einige Fakten zum geschichtlichen Hintergrund und eine Landkarte der Inseln des Südpazifiks, Australiens und Japans.

Mir tut es richtig weh, denn ich liebe diese Saga sehr, aber diesem Band kann ich leider nur 3 1/2 bzw. 3 Sterne geben. Den nächsten Band werde ich trotzdem lesen, denn ich möchte natürlich wissen, wie es mit den von Bahlows weitergeht.

Fazit:
Obwohl ich diesen vierten Band gerne gelesen habe, ist er für mich der bisher schwächste der Familiensaga. Die Handlungsweisen vieler geliebter Figuren waren für mich nicht richtig nachvollziehbar. Mir fehlte vor allem im Mittelteil die Spannung und wartete auf überraschende Wendungen, die nicht eintrafen. Erst auf den letzten hundert Seiten überschlugen sich die Ereignisse, die mich nicht alle richtig überzeugen konnten.

Die von Bahlow-Saga:

  1. Der Traum vom Horizont  *Rezi*
  2. Die Rückkehr zum Horizont  *Rezi*
  3. Die Kinder des Horizonts  *Rezi*
  4. Das Erbe des Horizonts


[Leserunde] Das Erbe des Horizonts - Alexandra Fischer


Und wieder haben wir einen 15. des Monats, an dem wir eine Leserunde zur Bahlow Reihe starten. Diesmal ist es aber nicht der 15. Juli, wie die letzten beiden Jahre, sondern der 15. August.

LESERUNDE 

zum vierten Band der von Bahlow Saga von Alexandra Fischer

Das Erbe des Horizonts

********************************

KLAPPENTEXT:
Apia, 1947: Das Ende des Zweiten Weltkriegs bringt Westsamoa einen neuen Aufschwung, der auch für die von Bahlows spannende Begegnungen bereithält. Die ersten Touristen erreichen die Südsee und sogar Hollywood wird auf die Schönheit Westsamoas aufmerksam. Nicht immer zur Freude der Einheimischen. Während Emilie sich allein um ihre Tochter Rose kümmern muss, trifft Paul eine unerwartete Entscheidung und Jack sorgt mit seiner Ankündigung, Tamalele verlassen zu wollen, für Aufruhr. Doch nicht nur die aufkeimenden Familienzwistigkeiten bedrohen die Zukunft der Plantage, sondern auch die zunehmende Industrialisierung. Eine Tatsache, welche die von Bahlows schon bald vor eine alles entscheidende Frage stellt: Wer soll Tamaleles Erbe antreten?
____________________________________________

EINTEILUNG DES BUCHES:

Abschnitt 1: bis Seite 128, Apia, Westsamoa 1945,  PAUL
Abschnitt 2: bis Seite 213, Apia, Westsamoa 1949, EMLIE
Abschnitt 3: bis Seite 328, Apia, Westsamoa 1951, PAUL
Abschnitt 4: bis Seite 400. Apia, Westsamoa 1953, SEFINA
Abschnitt 5: bis Ende

Teilnehmer:
Nicole von Zeit für neue Genres
und
ich
_____________________________________________

Weitere Mitleser sind natürlich immer willkommen!



[Die Bahlow-Saga] Die Kinder des Horizonts - Alexandra Fischer

    Die Bildrechte liegen bei der Autorin

     

    • Broschiert: 618 Seiten
    • Verlag: ‎ BoD – Books on Demand; 1. Edition (25. April 2023)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3753417149
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3753417141
    • Genre: Familiensaga, historischer Roman
    • Reihe: ja - Band 3 der Bahlow Saga)




Amazon Kurzbeschreibung:
Apia, 1939: Mit dem Beginn des Zweiten Weltkriegs brechen für die Familie von Bahlow im idyllischen Westsamoa neue Zeiten an. Nicht nur die Bedrohung durch die Japaner beunruhigt die Bewohner, auch die Stationierung amerikanischer Truppen bringt den Alltag auf den Inseln durcheinander. Im Mittelpunkt stehen Helenes Kinder Gertrud, Emilie und Hans sowie Marthas Kinder Paul und Aumoe, deren Leben auf ganz unterschiedliche Weise vom Krieg beeinflusst wird. Liebe und Hass, Freundschaft und Verrat zwingen ihnen neue Wege auf und bestimmen nicht nur ihr Schicksal, sondern auch das der Familie. Werden die von Bahlows am Ende wieder zusammenfinden oder wird der Krieg sie auseinanderreißen? 

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Die Bücher der Saga  sollten der Reihe nach gelesen werden

Meine Meinung:
In einer kleinen, aber feinen Leserunde habe ich den dritten Band "Die Kinder des Horizonts" mit der lieben Nicole von Zeit für neue Genres auf meinem Blog gelesen. Auf diesen weiteren Band der von Bahlow Saga mussten wir jetzt Gott sei Dank nicht so lange warten, wie damals auf den zweiten der angeblichen Pentalogie (5 Bücher eine Reihe). Dadurch fühlt man sich auch schneller wieder in Samoa und bei den Bahlows angekommen.

Diesmal stehen die Kinder von Helene und Martha im Vordergrund - es geht also in die nächste Generation. Und mit dieser bricht eine weitere schwere Zeit an, denn im Laufe des Romans beginnt der Zweite Weltkrieg und alle deutschstämmigen Bewohner von Samoa werden interniert.
Gertrud ist bereits zuvor nach Australien gegangen, um das Büro des Familienunternehmens zu leiten. Emilie ist die Aufmüpfigste der Familie, die sich nicht an Konventionen hält und am ehesten an ihre Tante Martha erinnert. Aber am meisten überrascht hat mich Paul, der sich still und heimlich seine Position auf der Insel festigt und sich schlussendlich als derjenige entpuppt, der sich am meisten für seine Familie einsetzt.
Hans bleibt weiterhin das schwarze Schaf der Familie und Aumoe lässt auch in Australien keine Gelegenheit aus, um für die Rechte der Samoer zu kämpfen.

Sind es im letzten Teil noch die Streitereien der Neuseeländer und der Inselbewohner um die Rechte der Samoer, treten diese im Laufe des Romans mehr in den Hintergrund. Durch den Ausbruch des Zweiten Weltkriges bleibt auch im Südpazifik die Welt nicht stehen und die Anfeindungen gegen die auf der Insel lebenden Deutschen, beginnen. Für die Von-Bahlows gibt es deshalb weitere Probleme, auch wenn der Großteil von ihnen bereits als neuseeländische Staatsbürger gelten. Mit dem Stützpunkt der US Armee auf der Insel ändert sich auch das Leben der restlichen Einwohner.

Die Kapitel sind abwechselnd aus der Sicht der nun erwachsenen Kinder erzählt. Besonders spannend fand ich Pauls Werdegang und auch Emilie, die im letzten Drittel des Romans eine gewagte Entscheidung trifft, die ihr Leben verändert.
Aber auch Gudrun hat große Sorgen, denn ihr Mann ist nicht der, der er zu sein scheint. Mangel an spannende Szenen gibt es bei diesem 700 Seiten Schmöker kaum. Alexandra Fischer hat wieder großartige Recherche betrieben und uns die Inselwelt im Südpazifik näher gebracht. Historische Ereignisse wurden wieder mühelos in die Handlung miteinbezogen.

Ihr Schreibstil ist sehr lebendig und bildhaft und man klebt förmlich an den Seiten. Die Charaktere sind vielschichtig und immer für eine Überraschung gut.

Sehr interessant fand ich den Einblick rund um den Zweiten Weltkrieg im Südpazifik. Bisher habe ich nur ein Buch dazu gelesen, welches in Asien während des zweiten Weltkrieges spielt und habe die Invasion der Japaner auf den Philippinen "miterlebt". Durch Emilie sind wir dem Krieg näher und bekommen mehr Einblicke in die letzten beiden Kriegsjahre am anderen Ende der Welt.

Auch der dritte Band ist wieder wunderschön gestaltet. Die Kapitelanfänge sind durch ganzseitige gezeichnete Hintergrundbilder hervorgehoben. Zu Beginn des Romans gibt es einige Fakten zum geschichtlichen Hintergrund und eine Landkarte der Inseln des Südpazifiks, Australiens und Japans. 

Fazit:
Der dritte Band hat wieder mehr Suchtpotential und kommt fast an den ersten Band der Reihe heran, der für mich der bisher beste war. Mit der dritten Generation der von Bahlows hat die Autorin ein neues Kapitel aufgeschlagen und ich bin schon neugierig, wie diese Saga weitergehen wird. Ich empfehle sie auf jeden Fall gerne weiter!

Die von Bahlow-Saga:

  1. Der Traum vom Horizont  *Rezi*
  2. Die Rückkehr zum Horizont  *Rezi*
  3. Die Kinder des Horizonts

[Leserunde] Die Kinder des Horizonts - Alexandra Fischer

 

Auf den Tag genau, nämlich am 15. Juli,  starten wir auch 2023 unsere

LESERUNDE
diesmal zum dritten Band der von Bahlow Saga von Alexandra Fischer

Die Kinder des Horizonts

********************************
Klappentext:
Apia, 1939: Mit dem Beginn des Zweiten Weltkriegs brechen für die Familie von Bahlow im idyllischen Westsamoa neue Zeiten an. Nicht nur die Bedrohung durch die Japaner beunruhigt die Bewohner, auch die Stationierung amerikanischer Truppen bringt den Alltag auf den Inseln durcheinander. Im Mittelpunkt stehen Helenes Kinder Gertrud, Emilie und Hans sowie Marthas Kinder Paul und Aumoe, deren Leben auf ganz unterschiedliche Weise vom Krieg beeinflusst wird. Liebe und Hass, Freundschaft und Verrat zwingen ihnen neue Wege auf und bestimmen nicht nur ihr Schicksal, sondern auch das der Familie. Werden die von Bahlows am Ende wieder zusammenfinden oder wird der Krieg sie auseinanderreißen?
________________________________________

EINTEILUNG DES BUCHES
Abschnitt 1: bis Apia,Westsamoa1940, PAUL
Abschnitt 2: bis Sydney, Australien 1942, GERTRUD
Abschnitt 3: bis Apia westsamoa 1943, EMILIE
Abschnitt 4: bis Apia, Westsamoa 1944, PAUL
Abschnitt 5: bis Ende

Teilnehmer:
Nicole von Zeit für neue Genres
und
ich
_____________________________________

Weitere Mitleser sind natürlich willkommen!

Die Rückkehr zum Horizont - Alexandra Fischer

     

    • Taschenbuch: 506 Seiten
    • Verlag: ‎ BoD – Books on Demand; 1. Edition (5. April 2022)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3755748835
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3755748830
    • Genre: Familiensaga
    • Reihe: Band 2  der Bahlow-Saga

     

Amazon Kurzbeschreibung:
Apia, 1925: Aufgrund der wirtschaftlichen Lage in Deutschland kehren die Schwestern Helene und Martha mit ihren Kindern nach Westsamoa zurück, das mittlerweile unter neuseeländischer Verwaltung steht. Sie übernehmen die elterliche Plantage Tamalele und versuchen, in der ehemaligen deutschen Kolonie wieder Fuß zu fassen. Doch nicht nur ihre gegensätzlichen Charaktere sorgen für Spannungen in der Familie, sondern auch die Entwicklung ihrer Kinder, die völlig unterschiedlich auf die neue Heimat reagieren. Als die Weltwirtschaftskrise ihre Schatten auf die Südsee wirft und der Mau-Aufstand der Samoaner die Inseln erschüttert, werden Helene und Martha auf eine harte Probe gestellt. Wird es ihnen gelingen zusammenzuhalten, um das Erbe ihrer Familie zu retten?

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Den ersten Band "Der Traum vom Horizont" habe ich 2016 gelesen und war damals wirklich begeistert. Die Autorin hat sich Zeit genommen mit ihrer Fortsetzung, die nach sechs Jahren nun dieses Jahr erschienen ist. Gleichzeitig gab es auch ein Cover-Relounch für den ersten Band, damit die beiden Bände zusammenpassen. Glücklich bin ich damit nicht, denn ich fand das Cover des damaligen ersten Bandes schöner und außerdem habe ich jetzt zwei unterschiedliche Bücher im Regal...hm, der innere Monk schreit hier ganz laut. Kennt ihr das auch?

In einer gemeinsamen Leserunde auf meinen Blog haben die liebe Nicole und die liebe Sabine mitgelesen, die ebenfalls den ersten Band bereits kannten. Wir waren nun richtig gespannt auf die Fortsetzung....

Wir schreiben das Jahr 1925. In "Die Rückkehr zum Horizont" begleiten wir die Schwestern Helene und Martha, ehemalige von Bahlows, die nach Samoa reisen. In Deutschland sieht Helenes Ehemann Siegfried keine Zukunft mehr und stellt einen Antrag in die Südsee zurückkehren zu dürfen, nachdem die deutsche durch die neuseeländische Verwaltung der Insel abgelöst wurde. Vorallem dank Aumoe, der ein Halbblut ist, wird diese genehmigt. Helene ist alles andere als glücklich, denn sie verbindet nur schlimme Erinnerungen an ihre Zeit auf Samoa, während Martha überglücklich ist, mit ihren beiden Söhnen Aumoe und Paul in "die Heimat" zurückkehren zu dürfen. Auf Samoa angekommen, fällt die Begrüßung des neuseeländischen Bevölkerung nicht gerade herzlich aus. Sehr schnell merkt die deutsche Familie, dass sie nicht willkommen sind. Unwissentlich wird ihnen die ehemalige Plantage Tamalele, die damals ihre Eltern betrieben haben, zugeteilt.

Während Helene und Martha um ihr Glück kämpfen und sich eine neue Heimat aufbauen möchten, entwickeln sich ihre Kinder unterschiedlich. Helenes Sohn Hans, der Deutschland nie verlassen wollte, muss hart arbeiten, während Aumoe seinen Vater aufsucht und die Plantage verlässt. Gertrud und Emilie, die beiden Töchter von Helene, müssen ebenfalls mithelfen, denn die chinesischen Zwangsarbeiter sind nicht immer gewillt hart zu arbeiten. Eine große Hilfe ist Jack Riddel, der neuseeländische Verwalter.
Mit steigenden Alter der Kinder werden die Konflikte untereinander immer größer. Vorallem die Frauen sind wieder gefordert, während die Männer ihre Kämpfe ausfechten und Hass die Familie zu entzweien droht.
Ebenso brodelt es auf der Insel, denn die Neuseeländer wollen die Einwohner nicht anerkennen und beginnen sie immer mehr zu unterdrücken. Auch den Deutschen werden immer mehr Steine in den Weg gelegt und die Stimmung auf der Insel ist mehr als angespannt. 

Alexandra Fischer hat das Problem der Inselbevölkerung, ihre Unterdrückung und die politischen Probleme zwischen den Deutschen und Neuseeländern sehr lebendig dargestellt. Historische Ereignisse werden gut in die Handlung eingewoben, damalige Lebensumstände sowie die Kultur und die Unterdrückung der Samoaner sehr gut dargestellt. In der Mitte des Romans überwogen für mich allerdings die politischen Quereleien zu sehr und es kamen ein paar Längen auf.

Die Charaktere sind sehr lebendig gezeichnet und entwickeln sich weiter, wenn auch nicht alle in eine positive Richtung.
Der Schreibstil ist wie immer bei Alexandra Fischer sehr bildhaft und lebendig. Auch das Leben auf Samoa und die wunderschöne Inselwelt wird authentisch und ausdrucksstark beschrieben. Diesmal legt die Autorin aber den Fokus mehr auf den geschichtlichen und politischen Hintergrund. 

Das Buch ist wunderschön gestaltet. Die Kapitelanfänge sind durch ganzseitige Hintergrundbilder hervorgehoben. Zu Beginn des Romans gibt es eine Landkarte mit den beiden Inseln Samoas, die nach dem Ersten Weltkrieg Neuseeland und der USA zugeteilt wurden. Ebenfalls gibt es noch eine kurze Einführung zu den geschichtlichen Hintergründen betreffend der Übernahme nach dem großen Krieg.

Fazit:
Die Fortsetzung einer spannenden Familiensaga in der farbenprächitgen Kulisse von Samoa. Für mich war dieser zweite Teil etwas schwächer als Band 1. Das Ende lässt auf einen dritten Band hoffen, denn nicht alle Handlungsstränge wurden aufgelöst.

Die von Bahlow-Saga:

  1. Der Traum vom Horizont  *Rezi*
  2. Die Rückkehr zum Horizont

[Leserunde] Die Rückkehr zum Horizont - Alexandra Fischer

 

Am 15. Juli starten wir die gemeinsame

L E S E R U N D E
zu Band 2 der Bahlow Saga von Alexandra Fischer

Die Rückkehr zum Horizont

*********************************
KLAPPENTEXT:
Apia, 1925: Aufgrund der wirtschaftlichen Lage in Deutschland kehren die Schwestern Helene und Martha mit ihren Kindern nach Westsamoa zurück, das mittlerweile unter neuseeländischer Verwaltung steht. Sie übernehmen die elterliche Plantage Tamalele und versuchen, in der ehemaligen deutschen Kolonie wieder Fuß zu fassen. Doch nicht nur ihre gegensätzlichen Charaktere sorgen für Spannungen in der Familie, sondern auch die Entwicklung ihrer Kinder, die völlig unterschiedlich auf die neue Heimat reagieren. Als die Weltwirtschaftskrise ihre Schatten auf die Südsee wirft und der Mau-Aufstand der Samoaner die Inseln erschüttert, werden Helene und Martha auf eine harte Probe gestellt. Wird es ihnen gelingen zusammenzuhalten, um das Erbe ihrer Familie zu retten?
_______________________________

EINTEILUNG DES BUCHES:
Abschnitt 1: bis Apia, West Samoa 1927 HELENE
Abschnitt 2: bis 1929, MARTHa
Abschnitt 3: bis 1931 RIDDEL
Abschnitt 4: bis1933 HELENE
Abschnitt 5: 1935 HANS
Abschnitt 6: bis Ende

Teilnehmer:
Nicole von Zeit für neue Genres
Sabine von Buchmomente
und ich
__________________________________________________

Wir würden uns freuen, wenn noch jemand mitlesen würde...

Das wilde Herz des Westens - Alexandra Fischer



    • Taschenbuch: 500 Seiten
    • Verlag: Books on Demand; Auflage: 2 (18. Januar 2019)
    • ISBN-10: 3748103115
    • ISBN-13: 978-3748103110
    • Genre: Historischer Roman



Amazon Kurzbeschreibung:
Baltimore, 1865: Die junge Phoebe Ann Harrington träumt seit ihrer Kindheit davon, einen Cowboy zu heiraten. Mit dem Ende des Amerikanischen Bürgerkriegs sieht sie endlich ihre Chance gekommen und antwortet auf eine Heiratsannonce. Gemeinsam mit ihrer Freundin Briana Magee reist sie nach Missouri, um einen Fremden zu ehelichen. Was sie nicht weiß, ist, dass ihr Bräutigam Silas Kennedy und sein Bruder Jesse gesuchte Banditen sind. Und so beginnt ein langer Weg quer durch die Prärie, auf dem alle Beteiligten nicht nur an ihre körperlichen Grenzen geraten, sondern auch ihren Geheimnissen auf die Spur kommen. Denn nicht nur die Kennedy Brüder haben etwas zu verbergen, sondern auch Phoebes Freundin Briana, die von ihrer Vergangenheit verfolgt wird und damit alle in Gefahr bringt.

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
"Das wilde Herz des Westens" vermittelt durch das eher romantische Cover eine etwas andere Geschichte, als diese, die wirklich dahinter steckt. Der wundervolle neue Roman von Alexandra Fischer ist ein historischer Roman über zwei junge Frauen auf ihrem beschwerlichen Weg in den Westen, der viel Spannung mit sich bringt und viel über die Besiedlung von Amerika vermittelt.
Schon der Prolog erweckt große Neuierde. Die erst 7jährige Briana, ein irisches Einwandererkind, findet ihre Großeltern in der gemeinsamen Hütte ermordet vor. Sie wird daraufhin für die etwa gleichaltrige Phoebe als Hausangestellte in deren Elternhaus aufgenommen und die beiden Mädchen werden Freundinnen. Danach folgt ein Zeitsprung von etwa zehn Jahren und die eigentlich Geschichte beginnt.

Baltimore, Maryland, 1865. Nach dem Ende des amerikanischen Bürgerkrieges gibt es im Osten kaum mehr junge Männer im heiratsfähigem Alter. Phoebe, die leidenschaftlich gerne Cowboyromane liest, ist sich sicher, dass nur einer dieser verwegenen Männer sie glücklich machen kann. Deswegen antwortet sie auf eine Heiratsannonce und wird eine von vielen "Mail Order Brides" zu dieser Zeit. Ihr zukünftiger Ehemann soll Silas Kennedy sein, der eine Ranch in Montana besitzt. Zuerst wollen sich die zukünftigen Eheleute aber in Missouri treffen, um gemeinsam mit der restlichen Familie in einem Siedlertreck aufzubrechen. Phoebe reist zusammen mt Brianna Richtung Westen und weiß zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass ihr zukünftiger Ehemann Silas und sein Bruder Jesse die gesuchten Kennedy-Brüder sind, die Postkutschen überfallen und wegen Mordes steckbrieflich gesucht werden. Briana entdeckt einen dieser Steckbriefe, doch Phoebe ignoriert diese Tatsache einfach. Es dauert allerdings nicht allzu lange bis sie auf den Boden der Tatsache zurückgeholt wird. Damit beginnt eine spannende und abenteuerliche Reise in die Ungewissheit...

Es ist nicht mein erstes Buch der Autorin. Alexandra Fischer hat mich bereits mit "Der Traum vom Horizont", eine Geschichte, die in der ehemaligen deutschen Kolonie Samoa spielt, wie auch mit ihrem Piratinnen Roman "Joli Rouge" verzaubert. Ihre neue Geschichte um die Ansiedlung von Auswanderern und deren beschwerlichen Weg im Siedlertreck von Ost nach West Richtung Montana, war wieder genauso toll, wie schon ihre anderen beiden Geschichten.
Es war spannend Briana und Phoebe, die unterschiedlicher nicht sein können, zu folgen. Während Phoebe weiterhin in ihren Träumen schwelgt, packt Brian mit an und lernt langsam das rauhe Land lieben. Die Gefahren auf dem Weg in den Westen, die sich diese Pioniere damals antaten, um an eigenes Land zu kommen oder auf der Goldsuche in Kalifornien, wird sehr lebendig beschrieben. Durchquerungen über Indianerland bleiben nicht ungesühnt, aber auch Wegelagerer und Banditen treiben sich immer wieder in der Nähe des Siedlertrecks herum.

Neben Briana, Phoebe, Silas und Jesse lernen wir noch Frances, eine ehemalige Prostituierte kennen, sowie Frank und seine Frau Mary, die anfangs in derselben Postkutsche wie die beiden Mädchen reisen. Sie sind wie Briana Iren, die zu dieser Zeit alles andere als gut angesehen waren. Die irischen Einwanderer rangieren gleich hinter den Schwarzen und erhalten auch im viel gepriesenen Westen nur die Jobs, die sonst keiner machen will.
Die Charaktere sind sehr authentisch, facettenreich und vielschichtig ausgearbeitet. Vorallem Phoebe hat sich bis zum Ende ihrer Reise stark weiter entwickelt, aber auch Briana findet endlich zu sich und kann ein neues Leben beginnen. Ich mochte vorallem die Frauen in diesem Roman, die so viel mehr Stärke und Willen ausstrahlen, als die meisten Männer. (Ja, eigentlich sind wir das starke Geschlecht!)

Schreibstil:
Der Roman liest sich wunderbar flüssig und beinhaltet jede Menge Spannung und Drama. Der Schreibstil ist sehr bildhaft und lebendig. Ich hatte das Gefühl mit Briana und Phoebe mit den Planwagen die Prärie zu durchqueren, fürchtete Indianerangriffe und bangte um die Gesundheit der zukünftigen Siedler. Ebenso spannend fand ich die historischen Hintergründe zum Amerikanischen Bürgerkrieg, den "Mail Order Brides" und vorallem über die irischen Einwanderer.

Fazit:
Hier steckt so viel mehr hinter dem eher romantischen (kitschigen?) Cover, als man vermutet. Dieser historische Wildwestroman ist voller Abenteuer und Spannung und erzählt die Geschichte zweier mutiger Frauen auf den Weg durch die damals noch unberührte Natur der Rocky Mountains bis ins wilde Herz des Westens. Wunderbar erzählt, toll recherchiert und unterhaltend! Leseempfehlung!

Vielen Dank an die Autorin für das Rezensionsexemplar!

Joli Rouge - Alexandra Fischer




    • Taschenbuch: 400 Seiten
    • Verlag: Drachenmond-Verlag (10. September 2016)
    • ISBN-10: 3959910738
    • ISBN-13: 978-3959910736
    • Genre: Abenteuerroman, historischer Roman

       

Drachenmond Kurzbeschreibung:
La Española, 1656: Das Gesicht der Westindischen Inseln beginnt sich zu verändern. Einst von Spanien dominiert, beginnen sich die Mächte mit den eintreffenden Seefahrernationen England, Frankreich und Holland zu verschieben. Es ist die Welt der Bukaniere, in der die junge Jacquotte Delahaye aufwächst. Eine Welt der Männer, wie sie sehr bald feststellt, beherrscht von der Bruderschaft der Küste, die nach ihren eigenen Regeln lebt und in der Frauen nicht erwünscht sind. Mit dem ihr eigenen Stolz stellt sie sich den Herausforderungen dieser unsteten Zeit, in der man nur selbstbestimmt leben kann, wenn man ein Mann ist. Wird es ihr gelingen, der Bruderschaft beizutreten und ihren eigenen Weg zu gehen?

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Von der Autorin Alexandra Fischer habe ich dieses Jahr bereits ihren historischen Roman "Der Traum vom Horizont" *meine Rezi* gelesen, der mich absolut überzeugt hat. Als nun ihr bereits früher geschriebener Roman "Joli Rouge" im Drachenmondverlag neu aufgeleget wurde, war mir klar, dass ich diesen unbedingt lesen möchte. Ich hatte tatsächlich bei der Lovelybooks Leserunde  Glück und durfte mitlesen.

Mit der Hauptprotagonistin Jocquette Delahaye enführt uns Alexandra Fischer in die Karibik. Geboren an der Nord-Westküste von "La Espanola", die heute in Haiti und die Dominikanische Republik geteilte Insel, wächst das Mädchen eines Franzosen und Bukanieres (=Siedler, danach Freibeuter, Pirat) und einer Haitinanerin als einziges Mädchen in einem Dorf auf. Von Pierre, ihrem Freund aus Kindertagen, lernt sie das Kämpfen und all die erforderlichen Dinge, um zu überleben. Als ihr Vater stirbt, steht sie mit dem behinderten Bruder Manuel plötzlich alleine da. Als Frau bleibt ihr nur die Wahl zu heiraten, doch Jacqouttes Motto ist: »Ich werde niemals einen Mann heiraten, der über mich befiehlt«, schmetterte Jacquotte ihm entgegen. »Ebenso wenig wie ich jemals einen Mann heiraten werde, über den ich zu befehlen vermag.« Ihr großer Traum ist es, in die "Bruderschaft der Küste“, einem Zusammenschluss französischer Piraten, aufgenommen zu werden - doch für eine Frau ein Ding der Unmöglichkeit. Jocquette jedoch hat ein Ziel und das erreicht sie auch.....

Freibeuter und das Meer.....ein tolles Thema, das man selten in der Erwachsenenliteratur findet. In "Jolie Rouge", einem historischen Abenteuerroman, der die blutigen Überfälle der Piraten schonungslos beschreibt, war die rote Jacquotte eine Piratenlegende aus dem 17. Jahrhundert. Die Autorin hat hier großartig recherchiert und beschönigt nichts. Die Sitten sind rauh und "die rote Peitsche", wie Jacquotte schlussendlich genannt wird, ist genauso gefürchtet, wie ihre männlichen Kollegen. Die Geschichte rund um diese Piratenlegende wurde wunderbar mit fiktiven Elementen verwoben. Als Rahmenhandlung dienen auch die politischen Kämpfe um die Westindischen Inseln. Während die europäischen Supermächte, wie Spanien, Frankreich und Großbritannien um die Vormacht in der Karibik kämpfen, sind die Freibeuter des Meeres eigentlich nichts anderes als ihre Spielbälle.

Die Charaktere sind wunderbar ausgearbeitet, sehr detailliert und bildhaft beschrieben und vorallem lebendig. Besonders Jacquottes Eigenschaften: eigensinnig, mutig, stur und waghalsig kommen immer wieder durch und sind untrennbar mit der Frau verbunden. Ich konnte sie zwar des öfteren nicht verstehen und mich schon gar nicht mit ihr identifizieren,  aber sie blieb sich immer treu. Auch die anderen Figuren sind großartig beschrieben und lebendig. Durch die bildhaften Kampfszenen ist man als Leser immer mitten im Geschehen. Das Kopfkino rauscht hier nur so....

Erwähnen muss ich noch die wunderbare Illustrierung des Buches. Nicht nur das tolle Cover ist ein Augenschmaus, sondern auch das Innenleben (siehe oben)

Trotz der wirklich interessanten Story gab es trotzem ein paar Längen, die vorallem durch die politischen Erklärungen aufkommen. Auch einige Zeitsprünge, die die Auflösung eines Cliffhangers erst später unvollständig erklären, trübten mein Leseerlebnis etwas. Ich hatte auch öfters das Gefühl trotz der aufkommenden Spannung nicht zwingend weiterlesen zu müssen, weshalb ich keine fünf Sterne vergeben kann.

 
Schreibstil:
Der Schreibstil der Autorin ist besonders lebendig und bildhaft. Einige unerwartete Wendungen erhöhen die Spannung. Großartig recherchiert und wie schon das letzte Buch einfach wunderbar erzählt.
Die Kapitel sind in Jahreszeiten und Jahre eingeteilt, beginnend mit dem Frühjahr 1656 bis zum Frühling 1668. Über jedem Abschnitt befindet sich die Zeichnung eines Kompasses.

Fazit:
Ein farbenprächtiger, historischer Abenteuerroman um die "rote Jacquotte", eine Piratenlegende  aus dem 17. Jahrhundert. Spannend und brutal, wie das Leben der Freibeuter des Meeres damals war, erlebt man eine rasante Fahrt voller Emotionen und Ränkespielchen. Die Geschichte einer mutigen jungen Frau, die allen Widerständen zum Trotz ihren Weg geht. 
Vielen Dank an die Autorin für das wunderschöne signierte Rezensionsexemplar und an ihre Geduld, sowie an Lovelybooks für die Leserunde.

Der Traum vom Horizont - Alexandra Fischer


Amazon Kurzbeschreibung: 
Apia, 1902: Die adelige Familie von Bahlow kommt aus Potsdam in die Kolonie Deutsch-Samoa, um dort einen Neuanfang zu wagen. Während der ehrgeizige Karl von Bahlow davon besessen ist, sich als Pflanzer einen Namen in der Kolonie zu machen, erleben seine Frau Rosa und die drei Töchter Grethe, Helene und Martha den Umzug in die neue Heimat auf ihre ganz eigene Weise. Die fremdartige Kultur der Südsee verändert jede der vier Frauen, beschwört schicksalhafte Begegnungen herauf und zeigt ihnen den Zauber der Liebe. Besonders ein geheimnisvoller Weltenbummler beeinflusst das Schicksal der Familie nachhaltig, während sich die Ereignisse schließlich überstürzen und im Ausbruch des ersten Weltkrieges gipfeln, der alles auseinanderzureißen droht.

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Wer Bücher, die in fremden Ländern spielen und Famliengeheimnisse liebt, sollte sich nicht von den 720 Seiten abschrecken lassen und zu dieser Geschichte greifen!

Der Roman beginnt im Prolog mit dem Ende der Geschichte! Ja, sehr ungewöhnlich und ich muss zugeben, dass ich anfangs etwas Angst hatte, hier bereits zu viel zu erfahren. Doch im Laufe der Geschichte haben sich die Zusammenhänge erschlossen und am Ende des Buches las ich den Prolog, so wie die meisten Leser in unserer Leserunde, noch einmal.  

Der Einstieg ist mir sehr leicht gefallen, denn ich war bereits nach wenigen Seiten mitten in der Geschichte. Im Wesentlichen handelt es sich hier um eine Familiensaga, die während der deutschen Kolonialzeit von 1902 bis nach dem Ende des ersten Weltkrieges auf Deutsch West Samoa spielt. Die deutsche Familie von Bahlow, Vater Karl, Mutter Rosa und die drei Töchter Gretha, Helene und Martha wollen hier im Pazifik neu anfangen. Karl möchte sein Glück als Pflanzer versuchen. Endlich möchte auch er es zu etwas bringen und allen zeigen, was er kann. Dazu soll ihm Palmöl verhelfen. Die Palmölfrucht wird auch immer wieder im Laufe des Romans erwähnt und wird zu einer Art Symbol. Die drei grundverschiedenen Töchter entwickeln sich unterschiedlich weiter und versuchen das Beste aus ihrem Leben zu machen. Und während die Jahre vergehen, erscheint bereits die nächste dunkle Bedrohung am Horizont: der Erste Weltkrieg.

Mit Spannung verfolgt man die Geschichte der "von Bahlow's" durch die Jahre, die durch viele Schicksalschläge gekennzeichnet ist. Dramatik, Entsetzen, Freude und Fassungslosigkeit - diese Gefühlsregungen wechselten sich beim Lesen in rasanter Folge ab und lassen den Leser an den Seiten kleben. Ich war mitten im Geschehen und bemerkte gar nicht, wie schnell die Seiten dahinflogen. Die Geschichte hat mich total in den Bann gezogen und ich konnte den Schmöker nicht mehr aus der Hand legen.
Nur im letzten Kapitel gab es zwei Dinge, die mich ein bisschen gestört und mir nicht ganz glaubwürdig vorkamen. Auch das Ende war mir dann trotz der 700 Seiten etwas zu schnell. Deshalb vergebe ich sehr gute 4 1/2 Sterne, statt der Höchstzahl.

Charaktere:
Die Charaktere sind hier das A und O. Sie sind wundervoll ausgearbeitet und lebendig. Man fühlt, denkt und leidet mit ihnen.
Karl ist ein Tyrann. Er neigt zu unkontrollierten Wutausbrüchen und ist den Einheimischen gegenüber fremdenfeindlich gestimmt. Seine Ehefrau und seine Töchter stehen in der Rangstufe nicht höher, als die eines Haustieres, wobei ihm seine edlen Pferde sicherlich mehr bedeuten, als seine Familie. Etikette und Erfolg, Zucht und Ordnung...das sind für Karl auch auf Deutsch-Samoa die wichtigsten Punkte.

Rosa ist eine schwache Frau. Sie ist feinfühlig, kann sich aber nicht durchsetzen. Sie ist vom Leben in Deutschland verwöhnt und perspektivlos. Eine Beziehung zu ihren Töchtern konnte sie kaum aufbauen. Ihr ganzes Leben wurde Rosa von jemanden beschützt, wie auch auf Samoa durch die Einheimische Aveolela, die ihr eine gute Freundin wird.

Gretha ähnelt noch am ehesten ihren Vater. Für sie ist er ein Vorbild und sie versucht alles, um seine Aufmerksamkeit bzw. seine Anerkennung zu gewinnen. Sie vertritt ähnliche Ansichten und Werte wie Karl.
Gegenüber ihrer Mutter verhält sie sich respektlos, erkennt ihre Schwächen und übernimmt statt ihr die Haushaltsführung. Trotzdem setzt sie sich für ihre Schwestern ein und möchte ihnen vorallem Bildung zukommenlassen.

Helene ist die mittlere Tochter, unauffällig und angepasst. Und doch steckt hinter der äußeren Fassade so viel mehr, als man zuerst denkt. Sie ist im Endeeffekt die Stärkste der vier Frauen und muss doch am meisten einstecken. Die Entwicklung ihres Charakters beeindruckt hier am meisten....

Martha ist ein Wildfang und unangepasst. Das macht sie einerseits liebenswert, auf der anderen Seite denkt sie erst, nachdem sie bereits gehandelt hat. Dies bringt sie sehr oft in schwierige Situationen. Sie interessiert sich für die Eingeborenen, lernt deren Sprache und Kultur besser kennen. Sie ist weltoffen und leider im falschen Jahrhundert geboren..... Martha hat die beste und innigste Beziehung zu ihrer Mutter. Auf der anderen Seite ist sie egoistisch und steht gerne im Mittelpunkt.

Schreibstil:
Die Geschichte lebt von den hervorragend ausgearbeiteten Charakteren. Die siebenhundert Seiten lassen sich sehr gut weglesen, denn der Schreibstil der Autorin ist leicht, emotional und sehr flüssig zu lesen. Auch das Leben auf Samoa und die wunderschöne Inselwelt wird bildhaft und lebendig beschrieben, aber besonders hervorheben möchte ich den geschichtlich gut fundierten Hintergrund. 
Die Kapitel sind in Jahre unterteilt, beginnend mit dem Jahr 1902 und enden im Jahr 1915. Auch die Erzählperspektive wechselt mit den Kapiteln und man bekommt somit einen sehr guten Einblick in die Gefühlswelt der Protagonisten. Man spürt direkt die Auswegslosigkeit oder die Sehnsüchte der einzelnen Charaktere.

Fazit:
Eine großartige Familiensaga in einer farbenprächtigen Kulisse, die man trotz der vielen Seiten kaum aus der Hand legen kann. Die Geschichte lebt vorallem durch die hervorragend ausgearbeiteten und lebendigen Charaktere. Wer gerne Bücher liest, die in fremden Ländern spielen und eine Familiensage beinhalten: Greift zu und lasst euch nicht von der hohen Seitenanzahl abschrecken! Es lohnt sich! Leseempfehlung!


Vielen Dank an die Autorin, die wirklich einizgartig diese Leserunde begleitet hat und an Lovelybooks

_____________________________________________________________________________________

Wer jetzt Lust auf diesen Roman bekommen hat, den kann ich noch auf die seit gestern laufende Leserunde hinweisen:



 

Martinas Buchwelten Copyright © 2012 Design by Antonia Sundrani Vinte e poucos