Posts mit dem Label Kristina Moninger werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Kristina Moninger werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Was wir sehen, wenn wir lieben - Kristina Moninger

    Die Bildrechte liegen beim Verlag


    • Taschenbuch: 448 Seiten
    • Verlag: Rowohlt Taschenbuch; 1. Edition (23. März 2021)
    • ISBN-10 : 3499005654
    • ISBN-13 : 978-3499005657
    • Genre: Gegenwartsliteratur



Rowohlt Kurzbeschreibung:
Teresa kennt sich nicht mehr aus in ihrem Leben. Gerade noch hat sie sich mit Herzklopfen von Henry verabschiedet, da wacht sie nach einem schweren Sturz im Krankenhaus auf. Die Diagnose: Gedächtnisverlust. Fünf Jahre sollen seit dem Date mit Henry vergangen sein, doch Teresa erinnert sich an nichts. Wieso wohnt sie nicht mehr mit ihrer Schwester zusammen? Was wurde aus ihrem Tattoo-Studio? Wer ist der nackte Mann in ihrem Bad? Und vor allem: Wo ist Henry? Teresa muss Ordnung in das Chaos ihres Lebens bringen. Und sie muss Henry wiederfinden. Aber kann es überhaupt eine zweite Chance für ihre Liebe geben – nach allem, was in den letzten Jahren passiert ist?

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Die Autorin kenne ich bereits von den Romanen "Alles, was wir liebten" und "Wenn gestern unser Morgen wäre", die bei Tinte und Feder erschienen sind. Ihr neues Buch wurde nun im Rowohlt Verlag veröffentlicht. Ich mag ihre Romane sehr gerne, die Liebegeschichten ohne Kitsch sind und immer ein ernsteres Thema ansprechen.

Von der ersten Seite an war ich wieder mitten im Geschehen. Teresa ist Tätowiererin und trifft im Prolog auf ihren Jugendschwarm Henry, für den auch ihre Schwester Celine schwärmte. Sie verabredet sich für später auf eine Tasse Kaffee, um mit ihm über alte Zeiten zu quatschen. Doch dann erwacht Teresa in einem Rettungswagen. Sie ist nach einem Discobesuch schwer gestürzt und scheint auch einige Pillen eingeworfen zu haben. Ihre letzte Erinnerung ist jedoch das Treffen mit Henry - doch seitdem sind fünf Jahre vergangen. Fünf Jahre, an die sich Teresa nicht erinnern kann. Fünf Jahre, in deren sie anscheinend ein ganz andere Mensch geworden ist. Warum arbeitet sie nicht mehr in ihrem geliebten Beruf als Tätowiererin, sondern ist Galeristin? Wie kam sie zu dieser schicken, aber leblosen Wohnung? Und wer ist der Mann, der dort unter der Dusche steht?

Teresa ist ein sehr sympathischer Charakter und man fragt sich als Leser von Beginn an, was passiert ist, dass sich ihr Leben in den letzten fünf Jahren so verändert hat. Die Beziehung zu ihren beiden älteren Schwestern ist eigenartig und ihre Eltern, die sich scheiden lassen wollten, sind wieder zusammen. Mit Hilfe von Orten und Dingen möchte Teresa ihrem Gedächtnis auf die Sprünge helfen, doch das stellt sich als gar nicht so einfach heraus. Außerdem hat sie das Gefühl, dass ihre Familie ihr etwas verheimlicht.
Ihre Verwirrtheit und dieses Gefühl der Hilflosigkeit hat die Autorin ganz wunderbar umgesetzt. In Rückblenden erfahren wir in kleinen Häppchen wie Teresa damals getickt hat und wie unterschiedlich ihr heutiges Ich zu ihrem ehemaligen ist. Henry ist anfangs etwas überfordert, als Teresa seine Nähe sucht und wissen möchte, was nach ihrem Date passiert ist. Sie hat doch noch immer das Gefühl, dass Henry ihre große Liebe ist. In weiteren Rückblenden aus Henrys Sicht kommt man dem Grund etwas näher.
Je mehr man über Teresas Vergangenheit erfährt, umso angespannter wurde ich beim Lesen. Langsam keimte in mir ein schrecklicher Verdacht auf, den die Autorin noch zu toppen wusste. Es gibt sehr viele Auf und Abs auf Teresas Suche nach sich selbst, die Kristina Moninger ganz wunderbar und mit viel Tiefgang erzählt.
Wie schon die beiden anderen Romane der Autorin, konnte mich auch "Was wir sehen, wenn wir lieben" begeistern.
Ich kann den Roman wärmstens empfehlen!

Schreibstil:
Der Schreibstil ist wunderbar einfühlsam, warmherzig und bildhaft. Man hat das Gefühl eine Freundin von teresa zu sein und mitten in der Geschichte zu stecken. Ich konnte ihre Gefühle spüren und mit ihr lachen und weinen.
Die Charaktere sind bis hin zu den Nebenfiguren sehr vielschichtig und haben Ecken und Kanten.
Trotz vieler trauriger Stellen kommt auch der Humor im Roman nicht zu kurz. Kristina Moninger hat hier genau die richtige Dosis gefunden.

Fazit:
In Kristina Moningers neuem Roman steckt eine wunderbare Geschichte mit Tiefgang. Wie gewohnt ist auch die Liebesgeschichte weder kitschig noch gefühlsduselig, sondern mitten aus dem Leben gegriffen. Ein Roman für schöne Lesestunden mit einer tollen Message!

Vielen Dank an den Rowohlt Verlag für das Rezensionsexemplar!

Alles, was wir liebten - Kristina Moninger




    • Taschenbuch: 332 Seiten
    • Verlag: Tinte & Feder (18. Juni 2019)
    • ISBN-10: 2919800787
    • ISBN-13: 978-2919800780
    • Genre: Gegenwartliteratur


Amazon Kurzbeschreibung:
Anna und Fitz, die erste große Liebe – zwei, die irgendwie unzertrennlich schienen. Bis zu jenem Tag, an dem Anna flüchtete. Vor Fitz, ihrer Freundin Caro, ihrer Verantwortung und allem, was sie liebte. Erst Jahre später kehrt sie unerwartet nach Hause zurück. Doch in ihrer früheren Heimat führen alle Spuren auch unweigerlich zu Fitz. Die Begegnung mit ihm lässt die intensiven Gefühle zwischen ihnen wieder aufflammen. Anna begreift, dass es eine zweite Chance nur geben kann, wenn sie sich endlich den schrecklichen Ereignissen der Vergangenheit stellt. Doch wann ist es zu spät, um zu bereuen?

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Mein zweites Buch der Autorin und wieder bin ich begeistert von ihrem bildhaften und sehr einfühlsamen Schreibstil.

Das Thema Schuld und Vergeben ist das große Thema dieses Romans, der mich von Beginn an in seinen Bann gezogen hat. Anna und Fitz erleben die erste große Liebe bis ein tragisches Ereignis passiert und Anna überstürzt ihr Heimatdorf verlässt und nach München zieht. Sie bricht alle Brücken hinter sich ab und dennoch kann sie die Vergangenheit nicht wirklich hinter sich lassen. Zu nebulös sind ihre Erinnerungen an das, was damals passiert ist. Die Schuldgefühle lassen sie nicht los, denn sie hat Fitz und ihre beste Freundin Caro kläglich im Stich gelassen. Doch kann Anna ihre Vergangeheit hinter sich lassen?

Wie lange ist zu lang, um eine Schuld zuzugeben und sich selbst verzeihen zu können?" - Seite 164

Von der ersten Seite an war ich mitten im Geschehen und habe mit Anna mitgefühlt. Ein Anruf bei der Suchthotline, bei der Anna ehrenamtlich mithilft, reißt tiefe Wunden in ihr auf. Sie beschließt sich zehn Jahre nach ihrem plötzlichen Weggehen aus ihrem Heimatdorf der Vergangenheit zu stellen. Doch so einfach ist das nicht. Schon der erste Satz im ersten Kapitel erklärt dies sehr treffend: "In jedem von uns steckt ein Feigling und ein Held". Nicht umsonst hat sie sich zehn Jahre vollkommen zurückgezogen und versucht ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen. Doch die Ungewissheit und ihre Schuldgefühle lassen Anna nun handeln. Dabei trifft sie sehr bald wieder auf Fitz und ihre ehemalige beste Freundin Caro, die kaum wiederzuerkennen ist...

Während des Lesens fragt man sich immer wieder, was vor zehn  Jahren passiert ist und ich wollte unbedingt hinter Annas Geheimnis kommen. Die Autorin schafft es mit ihren kleinen Rückblenden in die Vergangenheit Puzzlestück um Puzzlestück aufzudecken. Sowohl Anna, als auch Fitz, haben in der damals Fehler gemacht. Beide sind daran gewachsen, aber konnten nicht vergessen. Häppchenweise wird Annas und Fitz Geschichte erzählt und die tiefe Verbundenheit, die trotz des großen Vertrauensbruchs noch immer besteht, ist immer greifbar und präsent.

Die Charaktere sind authentisch und liebenswert, haben alle Ecken und Kanten. Ihre Handlungsweisen sind nachvollziehbar und menschlich. Annas Zweifel und Gefühle sind durch die Zeilen hindurch zu spüren. Die Figuren sind mitten aus dem Leben gegriffen. Auch die Landschaft rund um den Traunstein und dem Königsee sind sehr bildhaft beschrieben. Annas Liebe zu den Bergen ist an allen Ecken und Enden zu spüren.
In Kristina Moningers Roman steckt trotz des süßen Covers eine Geschichte mit Höhen und vielen Tiefen. Hier werden auch Themen wie Drogenkonsum und Misshandlung aufgegriffen. Generell geht es um Schuld, Vertrauen, Freundschaft und Liebe, sowie der Message sich seinen Dämonen zu stellen.

Schreibstil:
Der Schreibstil der Autorin ist einfühlsam, bildhaft und poetisch. Er kommt ohne schwülstige Phrasen aus und bringt diese Liebesgeschichte ohne Kitsch dem Leser näher. Ich habe mir viele wunderbare Sprüche und Sätze mit Post-its markiert.
Die Story wird aus der Sicht von Anna erzählt. Jedes Kapitel startet mit kleinen Auszügen aus Briefen, die Anna geschrieben hat. Es gibt einen Prolog und einen Epilog.

Fazit:
"Alles, was wir liebten" ist ein wunderbarer Roman mit Tiefgang. Intensiv, gefühlvoll, aber nie kitschig - mit Charakteren und Schicksalen, die direkt aus dem Leben gegriffen sind. Von mir gibt es eine Leseempfehlung!

Vielen Dank an die Autorin für das Rezensionsexemplar!

Wenn gestern unser morgen wäre - Kristina Moninger




    • Taschenbuch: 300 Seiten
    • Verlag: FeuerWerke Verlag (28. Juni 2017)
    • ISBN-10: 3945362296
    • ISBN-13: 978-3945362297
    • Genre: Gegenwartsliteratur, Roman




Amazon Kurzbeschreibung:
Sara hat innerhalb weniger Tage so ziemlich jeden Fehler begangen, den sie begehen konnte. Mit scheinbar kleinen, aber ausschlaggebenden Entscheidungen hat sie in ihrem Leben so eine Kettenreaktion in Gang gesetzt, die sie gerne wieder rückgängig machen würde. Als sie inmitten dieses Chaos ausgerechnet Matt vors Auto läuft und wenig später im Krankenhaus aufwacht, ist plötzlich nichts wie zuvor. Die Uhren wurden zurückgedreht und all das, was in der Woche vor dem Unfall passiert ist, scheint ungeschehen. Sara hat nun die unbezahlbare Möglichkeit, die wichtigsten Tage ihres Lebens noch einmal neu zu erleben. Um endlich alles richtig zu machen …

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Hufis großen Stall Challenge

Meine Meinung:
Es war mal wieder Zeit für eine lockere, aber mitreißende Liebesgeschichte. Genau das habe ich mit "Wenn gestern unser morgen wäre" auch bekommen.
Wer hat sich nicht schon einmal gewünscht die Zeit zurückdrehen zu können und die eine oder andere Entscheidung zu ändern?

Sara bekommt diese Chance. Die 5jährige Beziehung zwischen ihr und Oliver, einem erfolgreichen Anwalt, besteht nur mehr zum Schein als Sein. Die beiden bewegen sich in der Upper Class und während sich ein hippes Pärchen nach dem anderen aus ihrem Bekanntenkreis verlobt, wartet Sara noch immer auf den Heiratsantrag von Oliver. Doch ist Oliver auch der Richtige für sie?
Sara ist eine durchgeplante Karrierefrau, ehrgeizig und wirkt anfangs nicht unbedingt sympathisch. Am Tag ihrer Beförderung, der 300 Menschen den Job kostet, feiert sie mit den Kollegen und Kolleginnen bei einer  After-Work-Party ihren Erfolg. Dabei schaut sie etwas zu tief ins Glas und verbringt mit Matt, dem Barkeeper, der im selben Haus wohnt, die Nacht auf der Dachterrasse. Doch am nächsten Tag holt sie die Realität ein. Für Sara ist diese Nacht ein großer Fehler gewesen und trotzdem geht ihr der lebenslustige Matt nicht aus dem Sinn...die Schmetterlinge im Bauch wollen nicht weichen...
Voller Schuldgefühle und einigen weiteren unglücklichen Entscheidungen läuft sie ohne zu schauen vor ein Auto und erwacht durch einen Zeitsprung zehn Tage früher im Krankenhaus. Keine ihrer Entscheidungen der letzten Tage ist passiert. Sara bekommt die Chance ihr Leben in diesen zehn Tagen, die sie eigentlich schon einmal gelebt hat, zu verändern....

Ich war anscheinend genau in der richtigen Stimmung für diesen Roman, denn ich bin wirklich nur so durch die Seiten gerauscht und habe mich dabei sehr gut unterhalten. Die Geschichte ist berührend, romantisch - aber nicht kitschig. Die Autorin beweist ebenso viel Einfühlungsvermögen bei etwas schwierigeren Themen wie Schwangerschaftsabbruch, Kinder mit besonderen Bedürfnissen oder Demenz. Kristina Moninger versteht es dabei Wortwitz und Dramatik wunderbar zu integrieren.

Die Charaktere sind sehr lebendig und authentisch dargestellt. Sara entwickelt sich im Laufe der Geschichte von einer spießigen, angepassten Tussi, die ihr Leben genau durchgeplant hat, zu einer liebenswerten Frau, die endlich versucht aus ihrer Haut zu schlüpfen. Dies ist nicht wirklich einfach, denn ihre Mutter hat ihren Töchtern von klein auf eingeimpft, dass nur Aussehen, Erfolg und Geld zählt. Nach außen hin soll die Fassade immer aufrecht erhalten werden, Gefühle sind überbewertet. Während sich Sara und ihre Schwester Emma daran halten, sind ihr Bruder und seine Frau unangepasste Familienaußenseiter.
Mit Barkeeper Matt lernt Sara das Leben zu genießen und nicht nachzudenken, was ihre Mutter oder andere davon halten würden. Sie lernt Gefühle zu zeigen und nimmt sich Matts Lebensweisheit zu Herzen:

Leben ist gefährlich oder langweilig. Entweder lebst du mit allem Drum und Dran oder du existierst eben einfach nur.

Matt ist ein lebenslustiger Mann, Oliver der Spießer....zwei sehr typische Charaktere, die der Leser sofort kategorisiert. Natürlich weiß man schon vorher, wie es ausgehen wird, aber das WIE hat die Autorin noch mit ein paar überraschenden Wendungen spannend gestaltet.

Leider gab es auch einige Fehler zu finden, wie falsche Musikernamen: aus Haddaway wurde Headaway und Lucilectric wurde plötzlich zu Lucy Lectric. Hier hat das Lektorat ganz schön geschlampt....
Auch eine Auflösung zum Zeitsprung fand nicht statt, was ich schade finde. Diese beiden Kritikpunkte kosten der berührenden Geschichte die volle Sternenzahl bei meiner Bewertung.

Schreibstil:
Der Schreibstil von Kristina Moninger ist lebendig und flüssig und lässt sich wunderbar lesen. Die Autorin beweist viel Einfühlungsvermögen und nimmt sich auch schwierigeren Themen an. Dabei vergisst sie auch nicht eine Prise Humor beizufügen.
Sara erzählt in der Ich-Form in der Gegenwart. Die Geschichte besteht aus 27 Kapitel und dem Epilog, wobei es aber auch noch vier halbe Kapitel gibt. Über jedem steht das Datum des jeweiligen Tages.


Fazit:
Eine süße Liebesgeschichte, gewürzt mit einer Prise Humor. Es werden auch ernstere Themen mit viel Einfühlungsvermögen angesprochen. Ein Roman für schöne Lesestunden mit einer tollen Message!

 

Martinas Buchwelten Copyright © 2012 Design by Antonia Sundrani Vinte e poucos