Posts mit dem Label Die lesende Minderheit werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Die lesende Minderheit werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Eine Liebe über dem Meer - Jessica Brockmole


    • Gebundene Ausgabe: 336 Seiten
    • Verlag: Diana Verlag (24. März 2014)
    • ISBN-10: 3453291506
    • ISBN-13: 978-3453291508
    • Originaltitel: Letters from Skye
    • Genre: Roman


Diana Verlag Kurzbeschreibung: 
Isle of Skye, 1912. Eines Tages erhält die schottische Schriftstellerin Elspeth einen Brief aus Amerika. Der Absender, ein junger Mann namens David, bewundert ihre Gedichte. Obwohl ein Ozean zwischen ihnen liegt, ist es der Beginn einer tiefen Liebe. Erst die Wirren des Weltkrieges führen die beiden zusammen, nur um sie unter tragischen Umständen wieder zu trennen. Mehr als zwei Jahrzehnte später stößt Elspeths Tochter Margaret auf Davids Briefe und kommt so der Geschichte dieser schicksalhaften Liebe auf die Spur …

Meine Bewertung: * * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Einmal um die Welt Challenge

Buch zum Juli/August Thema von "Die lesende Minderheit"

Meine Meinung:
Dieser wunderbare Roman wird in Briefform erzählt und spielt in zwei Zeitebenen: im Jahre 1912, also kurz vor dem ersten Weltkrieg und im Jahre 1940, während des zweiten Weltkrieges. Und diese beiden Kriege spielen in dieser Geschichte eine große Rolle.

Der junge amerikanische Student David schreibt während eines Krankenhausaufenthaltes der wenig älteren schottischen Autorin Elspeth Dunn einen bewunderten Fanbrief. Die Gedichte der Autorin haben ihn, den Amerikaner, verzaubert und so erhält Elspeth ihren erste Rückmeldung auf ihre Gedichtbände - und diese noch dazu aus den fernen Staaten. Zwischen den beiden Menschen, die sich der Literatur verschrieben haben und die die Liebe zu Büchern teilen, entsteht eine tolle Brieffreundschaft, die sich langsam in Liebe verwandelt. Doch Elspeth ist mit ihrem Jugendfreund Ian, einen Fischer, verheiratet. Elspeth, die ihr ganzes Leben auf der Insel Skye verbracht und diese nie verlassen hat, da sie das Meer fürchtet, lernt durch David ihre Furcht zu überwinden und entdeckt so die wunderbare Welt außerhalb ihrer kleinen Insel in Schottland. Als der erste Weltkrieg ausbricht, ändert sich das Leben der drei Menschen entscheidend....

Im Jahre 1940 lebt Elspeth mit ihrer Tochter Margaret in Edingburgh. Paul, Margarets Freund aus Kindertagen meldet sich als Flieger zur Royal Airforce. Als die Beiden feststellen, dass aus ihrer Freunschaft mehr geworden ist und sie in den Wirren des Krieges heiraten wollen, warnt Elspeth sie vor den Gefühlen in Kriegzeiten:
"Du kannst nichts glauben, was Menschen in Kriegszeiten sagen. Gefühle sind so flüchtig wie eine stille Nacht"

Bei Elspeth brechen lange unterdrückte Erinnerungen an die Oberfläche. Sie hat ihrer Tochter nie von ihrem Vater erzählt und der Zeit auf der Insel Skye, wo sie einst mit ihrer Familie gelebt hat. Nur mit ihrer Mutter hat sie noch Kontakt, ihr Bruder Finlay spricht nicht mit ihr. Welche Geheimnisse verbirgt Elspeth vor Margaret? Elspeth flüchtet nach London und versucht die Vergangenheit endgültig zu vergessen. Doch währendessen entdeckt Margaret Briefe in einem Versteck, die von einem David an eine Sue stammen. Margaret beginnt zu recherchieren....

Dieses Buch lebt von den Gefühlen, den Wörtern und Geschichten zwischen den Zeilen. Dieses Zitat habe ich mir notiert...es ist nur eines von vielen:
"Ein Buch ist wie ein Garten, den man in der Tasche trägt".

Die Briefform der Geschichte stört überhaupt nicht - im Gegenteil. Man erfährt so viel über die Gedanken und die Wünsche von Elspeth und David....man lernt sie viel besser kennen, als das oft in anderen Büchern der Fall ist. Man lebt mit all den Personen richtig mit. Der Krieg, der die Menschen verzweifeln, aber auch hoffen lässt, spielt dabei ebenfalls eine große Rolle.
Durch einige überraschende Wendungen ist das Ende nicht vorherhbar und die Spannung bleibt immer erhalten.


Cover:
Als Leuchtturmfan liebe ich das deutsche Cover, jedoch finde ich das rechte Titelbild hier ebenfalls sehr passend. Das könnten hier Elspeth und David sein, auch wenn Elspeth keine Blondine im Buch ist ;)


Schreibstil:
Die Autorin schreibt sehr poetisch. Die Briefe sind sprachlich ein Genuss und die vielen Zitate und literarischen Gedanken sind einfach nur wunderschön zu lesen. Ich bin versunken in diesem Briefroman und litt mit allen Beteiligten mit.

Fazit:
Was für ein bezauberndes Debüt! Dieser Roman in Briefform ist poetisch und voller Gefühle, jedoch nie kitschig. Ein Buch, das mich verzaubert hat und lehrt, dass man die Hoffnung nie aufgeben sollte. Meine volle Leseempfehlung!


Die verborgene Sprache der Blumen - Vanessa Diffenbaugh

    Weltbild Cover

    • Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
    • Verlag: Droemer (14. März 2011)
    • ISBN-10: 3426199041
    • ISBN-13: 978-3426199046
    • Originaltitel: The Language of Flowers

Amazon Kurzbeschreibung: 
Aufgewachsen in einer lieblosen Umgebung, ohne Familie und ohne Zuhause, hat die junge Victoria vor allem eines gelernt: von Menschen Abstand zu halten. Ihr Herz öffnet sie einzig den Blumen. Mit ihrer Hilfe teilt sie sich einer Welt mit, die ihr nicht zuhört. Bis sie dem Mann begegnet, der ihre Sprache versteht ...


Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Liebe Tod und Ehre Challenge

Buch zur Weltenbummler Challenge


 Buchthema für die Monate Oktober/November

"Lies ein Buch, in dessen Titel eine Pflanze vorkommt!"




Meine Meinung:
Im Moment dürfte ich wirklich einen guten Griff mit meinem derzeitigen Lesestoff haben, denn auch dieses Buch hat mir sehr gut gefallen.
Die Autorin Vanessa Diffenbaugh ist für mich jedenfalls noch eine Unbekannte gewesen. Gerne würde ich noch weitere Bücher von ihr lesen,  doch auf A****n habe ich keine weiteren gefunden. Vielleicht weiß jemand etwas mehr darüber?

Cover habe ich diesmal verschiedene entdeckt, während das oben abgebildete von Weltbild ist. Ich finde eigentlich alle, die ich gefunden habe, als passend.

Obwohl ich keinen grünen Daumen habe und ich etwas ängstlich war, dass diese Geschichte zu viel über Blumen oder das Gärtnern ansich beeinhalten würde, war dies überhaupt nicht der Fall. Die Autorin versteht es wunderbar die Sprache der Blumen, die immer wieder im Rahmen der Geschichte eingebaut wird, den unwissenden Leser so zu übermitteln, dass sich auch diejenigen, die nicht so viel mit Blumen am Hut haben,  gerne mehr darüber erfahren wollen. Das passiert hier sehr poetisch und gefühlvoll und man beginnt sich an den verschiedenen Aussagen und Blumenarrangements zu freuen.

Victoria, unsere Hauptprotagonistin, war mir nicht gleich vom Anfang an sympathisch. Treffen wir doch auf eine sehr verstörte 18-Jährige, die ihr ganzes Leben nur einmal für kurze Zeit Liebe und Geborgenheit erfahren hat. Seit ihrer Geburt wurde  sie von einer Pflegefamilie zur nächsten Pflegefamilie abgeschoben, bis sie schießlich wieder in diversen Heimen landet. Die einizge Bezugsperson in all den Jahren ist ihr staatlicher Vormund Meredith.

Die Geschichte wird in zwei Erzählstränge und Zeiten erzählt. Wir lernen zuerst die 18-jährige Victoria kennen, die von nun an auf sich selbst gestellt ist - sprich volljährig. Im zweiten Erzählstrang ist Victoria noch nicht ganz zehn Jahre alt und es ist ihre letzte Chance adoptiert zu werden, als sie zu Elisabeth kommt. Diese kommt selbst aus einer zerrütteten Familie: die Mutter hat sie seit der Geburt abgelehnt, mit der Schwester hat sie sich als junge Erwachsene zerstritten und so lebt sie alleine inmitten von Weinbergen in Californien.
Diese Elisabeth ist die Einzige, die Victoria Geborgenheit und Liebe gibt, Verständnis für ihr rebellisches Verhalten aufbringt und die ihr schlussendlich auch die Sprache der Blumen lehrt.
Was ist nun so schrecklich schief gegangen, denkt sich der Leser, dass wir zu Beginn Victoria als 18-jährige begleiten, die auf sich alleine gestellt ist und als Obdachlose in einem Park haust? Genau das erfahren wir in den Rückblenden des Romans, während wir in den anderen Kapitel den Weg, der Vicoria aus der Obdachlosigkeit in einen kleinen Blumenladen in San Francisco zu Renata führt. Dort kann sie all ihr Wissen, das ihr Elisabeth über Blumen beigebracht hat, umsetzen. Schon bald bemerkt die Ladenbesitzerin welchen Erfolg Victoria mit ihren Sträußen "mit Botschaft" bei den Kunden hat. Aber auch Victorias andere Probleme bleiben ihr nicht verborgen und so nimmt sie die störrische Jugendliche zuerst als Aushilfe und dann als Angestellte bei sich auf. Ab diesen Zeitpunkt beginnt Victoria langsam wieder etwas zu finden, dass ihr etwas Halt gibt, bis sie am Blumenmarkt auf Grant stößt. Dieser junge Mann kommt aus ihrer Vergangenheit und bringt ihr den Schmerz zurück, weiß aber wie kein Anderer, was Sie belastet.

Die Liebesgschichte im Buch ist nur eine Randgeschichte....wer sich also mehr davon erwartet wird enttäuscht sein. Für mich jedoch war es perfekt, denn diese hätte das Flair des Buches zerstört. Victoria kennt keine Liebe in dem Sinn und stößt jeden von sich, der sich um Sie bemüht...sei es Renata, deren Mutter oder Grant...oder früher Elisabeth. Sie läuft davon....bis sie ein Ereignis einholt, von dem sie nicht mhr davonlaufen kann....

Gelungen fand ich auch die Zusammenstellung vieler Blumen und deren Bedeutungen am Ende des Buches

Fazit: Ein wunderbares Buch um eine junge Frau, die versucht zu überleben; trotzdem eine sehr poetische Erzählung mit einem ungewöhnlichen Thema und einer ergreifende Geschichte....




Sklavenkind - Urnila Chaudhary


Amazon Kurzbeschreibung:
Mit sechs wurde sie als Kamalari in die Sklaverei verkauft. Elf Jahre lang musste sie hart arbeiten, wurde geschlagen, schikaniert und gedemütigt. Aber Urmila Chaudhary gab nicht auf. Nach ihrer Befreiung machte sie es sich zur Aufgabe, für die Rechte der Sklavenmädchen zu kämpfen, und ist so zur Hoffnungsträgerin der Kamalari geworden. Gemeinsam mit der Journalistin Nathalie Schwaiger hat sie ihre Geschichte aufgeschrieben, um auf das Schicksal der nepalesischen Mädchen aufmerksam zu machen. Mit einem Vorwort von Senta Berger

Meine Bewertung: --------keine, da eine Biografie

 Buch zur Challenge bei "Die lesende Minderheit"

Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Ich habe schon einige Bücher dieser Art gelesen....über Sklaverei, Kindersoldaten, Zwangshochzeiten usw. Jedes Mal erschüttert mich die Geschichte der Betroffenen...meist Frauen und Kinder...sehr. Auch dieses Buch regt sehr zum Nachdenken an.

Das Vorwort von Senta Beerger hat mir sehr gut gefallen und mich schon neugierig gemacht.
In 'Sklavenkind' erzählt Urmila Chaudhary, wie sie als Sechsjährige (!) von ihrem Bruder als Kalamari (Sklavin) verkauft und in späterer Folge misshandelt und gedemütigt wird. Der Verkauf als Kalamari ist in der Volksgruppe der Tharu, einer der Ärmsten,noch bis heute üblich.
Zutiffst bestürzt hat mich das Alter des Mädchens, deren sehnlichster Wunsch, die Schule zu besuchen, ist.
Doch dies bleibt vorerst nur ein Wunschtraum.
Zuerst kommt Urmila noch zu einer relativ netten Familie, obwohl sie von früh bis spät arbeiten muss und manchmal nicht einmal etwas zu Essen bekommt. Doch später kommt sie zur Tante ihrer ersten "Maharani" (Herrin) und obwohl diese alleine lebt, hat sie noch viel mehr zu arbeiten. Im Buch nennt Urmila diese Frau und hochrangige Politikerin (!) "Cruel Ma'am". Sie wird im Haus eingesperrt und hat keinerlei Kontakt, nicht einmnal zu den anderen Hausangestellten.
Elf Jahre duldet Urmila diese Versklavung und Behandlung bis sie endlich fliehen kann.

Das Buch ist eingeteilt in die Zeitraum vor, während und nach der Zeit als Kalamari. Wir erfahren auch wie stark Urmila geworden ist, um endlich ihren Traum, eine Schule zu besuchen, wahr macht und sich einer Vereinigung anschließt, die gegen Versklavung von Mädchen eintritt.

In der Mitte des Buches findet man Fotos von Urmila, die auch das Cover des Buches ziert, was ich sehr passend finde.
Sehr schön beschrieben, werden die Sitten und Bräuche in Nepal und vorallem die der Tharu, der Volksgruppe, der Urmila angehört. Man kann ein wenig eintauchen in die Welt dort und beginnt zu verstehen, dass in Nepal die Unterschiede zwischen arm und reich noch viel gravierender sind, wie in anderen sogenannten 3. Welt-Ländern.

Am Ende des Buches findet man ein Glossar zum Nachschlagen einiger nepaliesischer Worte, die im Buch kursiv gedruckt sind und ein Nachwort von Nathalie Schwaiger, die Urmila zu diesem Buch verhalf. Außerdem gibt es einen Artikel über das Kinderhilfswerk Plan International, die den Kamalari-Mädchen, wie Urmila eines war, in Nepal helfen.

Fazit: Ein sehr interessantes Buch, das uns - ohne erhobenen Zeigefinger - die Augen öffnen will. Es zeigt uns, dass es auch im 21. Jahrhundert noch Versklavung gibt. Wer sich für das Thema interessiert, dem empfehle ich auch das Buch "Die Sklavin" von Mende Nazar zu lesen.

Der Ruf der Ferne - Emma Smith

Englischer Originaltitel: The Far Cry

Amazon Kurzbeschreibung:
 Ein Mann, seine Tochter und eine Reise nach Indien Als die vierzehnjährige Teresa in der ausklingenden Kolonialzeit nach Assam reist, um ihre Halbschwester Ruth zu besuchen, bricht das farbenprächtige Indien mit der Macht einer Explosion über sie herein. Doch Teresa begegnet nicht nur einer neuen Welt, sondern auch der Blick auf ihre Familie wird sich für immer verändern

Meine Bewertung: * *

Buch zur Challenge "Die lesende Minderheit"

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Dieses Buch befindet sich schon sehr lange auf meinen SuB und das hatte wohl seinen Grund, denn so eine langatmige Geschichte über ein fremdes Land, habe ich schon lange nicht mehr gelesen.
Sehr viel erzählt wird auch nicht über Indien, außer über die Überheblichkeit, die die Englänger gegenüber den Indern zeigen, sowie die "Verschlagenheit" der Einheimischen. Alleine diese Aufteilung in schwarz und weiß hat mich sehr verärgert.

Warm wurde ich weder mit dem herzlosen Vater, der hier nur Mr. Digby genannt wird, noch mit seiner Tochter Teresa.
Die 14-Jährige, die im Buch mit einer Kälte und einer Menschenkenntnis einer alten Frau beschrieben wird, konnte mich nicht wirklich berühren. Sie blieb mir während der ganzen Geschichte eine Fremde,
obwohl sie als Kind von einem Tag auf den anderen aus ihren behüteten Leben gerissen wird und vom Vater nach Indien gebracht wird.
Der Vater, Mr. Digby, ein Mann, der starke Frauen nicht leiden kann und vor seiner zweiten Ehefrau flüchtet (warum erfährt man eigentlich nicht wirklich), nimmt Teresa einfach aus der Schule und mit auf das Schiff nach Indien. Während der Überfahrt kümmert er sich kaum um seine Tochter und schließt lieber Geschäfte ab. Andererseits freut er sich auf seine erstgeborene Tochter aus erster Ehe, Ruth, die einen Teeplantagenbesitzer geheiratet hat und mit ihm nach Assam ausgewandert ist.

Bis die beiden in Indien ankommen hat man fast das halbe Buch gelesen! Danach geht es von Bombay (heutiges Mumbai) weiter über Kalkutta nach Assam. Nach einer langen und erschwerlichen Reise sind die Beiden endlich angekommen und werden von Edwin, Ruth's Mann, abgeholt.
In Ruth, findet Teresa auch keine Freundin, doch Edwin bemerkt ihr Interesse an Land und Leute und zeigt ihr die Gegend. Seine Ehe mit Ruth steht vor dem Aus, denn Teresa's Schwester versinkt in Selbstmitleid und Heimweh und lebt nur von ihrem wunderschönen Aussehen. Teresa  durchschaut dies mit einem Blick, während der Vater seine Tochter weiter anhimmelt.
Mit Richard, dem jungen Assistenten von Edwin, fährt Teresa etwas in der Gegend herum und nun erfährt endlich auch der Leser etwas über Sitten, Feste und Bräuche. Freunde findet  sie aber auch hier nicht wirklich, aber mit Edwin versteht sie sich gut und eine Zugbekannstschaft mit einer eher unkonventionellen englischen Dame, die sie in Kalkutta wieder trifft, hält bis zum Ende des Buches.

Den ganzen Inhalt will ich nicht verraten, jedoch dass mir der Prolog des Buches am Besten gefallen hat. Dort schreibt die Autorin nachträglich (das Buch wurde 2001 wiederveröffentlicht) wie sie selbst am Ende des zweiten Weltkrieges nach Indien ging und später auf die Idee kam dieses Buch zu schreiben.

Fazit: Für mich eindeutig zu wenig Inhalt über Indien, die Protagonisten strotzen alle voller Gefühlskälte, der Inhalt hat mich nicht gefesselt...nur einmal im Verlaufe der Geschichte gibt es eine fast dramatische Wandlung, die auch Teresa's Leben ändert. Schade um die Zeit!




Mein Buch zum Thema der "Lesenden Minderheit"

Die Lesende Minderheit hat im März und April das Thema 

"Lies ein Buch, dessen Geschichte in Indien spielt!"

Für mich nicht wirklich ein Problem, da ich besonders gerne über Neuseeland und Asien (insbesondere Indien) lese. Da ich ja noch viele Bücher auf meinen Alt-SuB habe, wurde ich auch  sehr schnell fündig.
Das erste Buch, das in Indien spielt und mir in die Hand fiel war:

Der Ruf der Ferne 
von Emma Smith


Diese beiden Cover habe ich gefunden, wobei ich das linke Buch aus dem Weltbild Verlag habe.


Das verbotene Eden - Thomas Thiemeyer


Amazon Kurzbeschreibung:
Männer und Frauen. Feuer und Wasser. David und Juna. Die Menschheit steht kurz vor ihrem Ende. Seit den »dunklen Jahren« leben Männer und Frauen in erbitterter Feindschaft. Die Zivilisation ist untergegangen: Während die Männer in den Ruinen der alten Städte hausen, haben die Frauen in der wilden Natur ein neues Leben angefangen. Nichts scheint undenkbarer und gefährlicher in dieser Welt als die Liebe zwischen der 17-jährigen Kriegerin Juna und dem jungen Mönch David. Und doch ist sie der letzte Hoffnungsschimmer …

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Deutschsprachige Autoren Challenge 

Buch zur Von Liebe, Tod und Ehre Challenge

Buch zur Challenge: Die lesenden Minderheit

Meine Meinung:
Obwohl ich kein großer Fantasy-Fan bin, liebe ich Dystopien! Keine Ahnung warum!
Nach den Bänden der "Die Tribute von Panem" Trilogie, die ich wahrlich verschlungen habe, ist dies nun mein sechstes Buch dieses Genres. Gleich vorweg: Thomas Thiemeyer braucht einen Vergleich zu den amerikanischen AutorInnen nicht scheuen! Im Gegenteil! Mir hat dieses Buch besser gefallen als "Die Auswahl" und "Die Stadt der verschwundenen Kinder" und freue mich, dass es ebenfalls noch zwei Folgebände geben wird.

Die Aufmachung des Buches gefällt mir eigentlich sehr gut. Das Pärchen am Cover ist zwar nicht so meines...immer diese vielen Gesichter auf den Büchern...bäh...obwohl ich mir Juna so ganz gut vorstellen kann. Besonders gut gefällt mir aber der orangefarbene Einband (wenn man die Hülle abnimmt) und die Karte auf der Innenseite, die uns "Die Stadt", die verbotene Zone, das Grenzland, Ingran, Alemona und Glanmer etwas näher bringt.

Die Geschichte spielt ca. im Jahr 2080.  Zu Beginn liest man einen Eintrag aus dem Jahr 2015, Kapitel 1 beginnt mit der Überschrift "65 Jahre später..."
Der Einstieg ins Buch ist fast mitterlalterlich. Männer sind Krieger oder Mönche, die ganz Armen leben als Bettler auf der Straße oder im Wald. Sie hüten die letzten Ölreserven, denn die männlichen Krieger der heiligen Lanze bewegen sich noch mit den Überresten an Fahrzeugen aus der Zeit "vor den dunklen Jahren" fort. Die Frauen leben im Einklang mit der Natur, bauen sich ein neues Leben auf, besitzen aber nur Pferde als Fortbewegungsmittel und mitterlalterliche Werkzeuge.Sie glauben an Götter und erinnert mich an die Kelten oder Heiden.


Nachdem es keinen Strom und kein Leben mehr gibt, wie wir es kennen, leben Männer und Frauen nach einem Virus in Feindschaft. Das Verhältnis zwischen Männern (Teufel) und Frauen (Hexen)  beschränkt sich auf den Austausch lebensnotwendiger Güter, der nach strengen Regeln abläuft. Doch die Zusammentreffen werden immer gewalttätiger, Regeln werden gebrochen, Frauen geschändet und getötet. Kinder sind selten und die männlichen Nachkommen müssen laut Gesetz abgegeben werden, um bei den Männern zu leben. Ich konnte mir eigentlich diese erschreckende Zukunft ganz gut vorstellen.

Positiv für mich war, dass dieses Buch nicht, wie so viele andere Jugendbücher, voller Kitsch nur so triefen! Sorry...aber dieses anhimmeln nach den ersten zehn Seiten, wo man sich noch nicht mal kennt und der Großteil des Inhaltes nur von der Liebesgeschichte zehrend...das ist nichts für mich!
Hier nähern sich die Beiden sehr zögerlich an und sind voller Misstrauen. Die Liebe bleibt länger im Hintergrund, auch wenn es ein vorherrschendes Thema ist. Noch mehr bedient sich der Autor aber an der Liebe zum geschrieben Wort: Bücher.... was mir sehr gut gefallen hat.
David, der im Kloster die letzten noch erhaltenen Bücher restauriert und abschreibt, um das Wissen daraus für die Nachkommenschaft zu erhalten, findet Gefallen an deren Inhalten. Besonders angetan hat ihm aber Shakespeares Werk "Romeo und Julia".
Genau dieses Werk lernt Juna, die nicht lesen kann,  während Davids Gefangenschaft kennen. Durch diese Geschichte verändert sich der beiden Leben langsam....
Mehr will ich nicht mehr vom Inhalt verraten...nur so viel...mir hat das Buch wirklich gut gefallen!

Fazit: Eine Dytopie eines deutschen Autoren, der sich nicht hinter den amerikanischen SchriftstellerInnen verstecken muss! Flüssig zu lesen, interessante Ideen und Inhalte, spannend und etwas histroisch angehaucht.
Ich freue mich schon auf die Folgebände!

Ich lese für "Die lesende Minderheit"

Bei "Die lesende Minderheit"  ist das Thema im Jänner und Februar 
"Lies ein Buch, welches von einer/m deutschen Schriftsteller/in geschrieben wurde!"

Nachdem ich jetzt eigentlich schon ein paar Bücher von deutschen und österreichischen Autoren im Jänner und Februar gelesen habe, möchte ich aber trotzdem noch eines speziell für die Challenge lesen und habe mich diesmal für eine Dystopie entschieden. Es ist "Das verbotene Eden" von Thomas Thiemeyer.


 

Martinas Buchwelten Copyright © 2012 Design by Antonia Sundrani Vinte e poucos