- Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
- Verlag: S. FISCHER, 1. Auflage (28. Mai 2025)
- Übersetzer: Jan Schönherr
- ISBN-10 : 3103976836
- ISBN-13 : 978-3103976830
- Originaltitel: Wild Dark Shore
- Genre: Roman,
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| Die Bildrechte liegen beim Verlag |
Dominic Salt lebt mit seinen drei Kindern auf einer verlassenen Insel, irgendwo zwischen Australien und Antarktis. Weil das kleine Stück Land langsam vom steigenden Wasser verschlungen wird, ist das Forschungsteam, zu dem auch Dominic gehörte, längst abgereist, und bald soll auch die Familie ans Festland zurückkehren. Doch wird in einer folgenreichen Sturmnacht plötzlich eine Frau an die Küste gespült. Sie ist schwer verletzt, fast erfroren. Wer ist die Fremde? Und wie ist sie ausgerechnet nach Shearwater geraten? Während die Kinder sich von ihrer atemberaubend schönen Insel verabschieden müssen, von den Seelöwen und Albatrossen, den sturmumtosten Klippen und versteckten Senken, beginnen die fünf Menschen, einander zu umkreisen, ihre Sehnsüchte und Geheimnisse zu teilen und sich zu fragen: Welche Entscheidungen müssen wir treffen, um die Menschen zu schützen, die wir lieben?
Dies ist mein drittes Buch der Autorin Charlotte McConaghy nach "Zugvögel" und "Wo die Wölfe sind". Auch diesmal brauchte ich einige Tage um das Gelesene sacken zu lassen, denn McConaghy nimmt uns immer auf eine Reise voller düsterer Zukunftsvisionen mit, die leider nicht sehr weit hergeholt sind.
Eines Tages wird jedoch während eines schlimmen Sturmes eine schwerverletzte Frau an die Küste gespült. Obwohl die Versorgungslage bereits knapp und die Stromversorgung während des heftigen Sturmes ausgefallen ist, bleibt der Familie nichts anderes übrig, als Rowan aufzunehmen. Sie spürt jedoch, dass sie unerwünscht ist und hat bald die Vermutung, dass Dominic und die Kinder ein Geheimnis haben. Aber auch Rowan verbirgt etwas und hatte einen Grund zu den Shearwater Inseln zu gelangen....
Mit Dominic wurde ich anfangs nicht wirklich warm und auch später fiel es mir bei ihm am Schwierigsten ihn zu mögen. Er liebt seine Kinder zwar aufrichtig, aber bei seiner Erziehung macht er wirklich sehr viel falsch. Besonders Fen gegenüber empfand ich Mitleid, die das Gefühl hatte, von ihrem Vater einfach übersehen zu werden. Mit Rowan hat sie endlich eine weibliche Ansprechperson, die auch zu ihr durchdringen kann. Raff hat ebenfalls große Probleme. Die Lösung für diese werden völlig falsch von seinem Vater vorgelebt, der ihm seine Wut an einem Boxsack abtrainieren lässt. Raff empfindet dabei immer mehr Wut, die er nur auf diesem Wege rauslassen kann. Wie sich die Kinder nach dem Verlassen der Insel jemals gegenüber anderen Menschen verhalten sollen, habe ich mich des Öfteren gefragt.
Einzig Orly hat noch etwas Unbekümmertes an sich. Er liebt die Pflanzenwelt, kennt alle Samen mit lateinischen Namen und weiß wirklich sehr viel. Manchmal habe ich mich allerdings gefragt, ob er nicht zu erwachsen für sein Alter wirkt. Andererseits hat er auf der einsamen Insel nicht viele Möglichkeiten sich mit etwas anderem zu befassen, außer mit der Pflanzen- und Tierwelt, die ihn auch noch richtig begeistern kann.
Es gibt ein bis zwei Punkte, die ich nicht ganz logisch finde bzw. gibt es zwei Ungereimtheiten, die mir noch immer etwas im Kopf herumgeistern. Ich kann sie hier jetzt leider nicht aufzählen, sonst würde ich spoilern.
Die Atmosphäre auf der Insel wirkt jedoch beklemmend und der beengte Lebensraum bietet für die wenigen Einwohner der Insel großes Konfliktpotential.
die beiden englischsprachigen Cover, das schwedische und das niederländische Cover
Ein sehr atmosphärischer "Climate Fiction" Roman, der uns vor Augen hält, dass wir mit der Natur leben und diese schützen müssen. Eindringlich und intensiv. Gerne empfehle ich den Roman weiter!



















