- Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
- Verlag: Kiepenheuer&Witsch, 2. Auflage (16. April 2026)
- Seitenzahl der Print-Ausgabe : 352 Seiten
- ISBN-10 : 3462013548
- ISBN-13 : 978-3462013542
- Genre: Roman
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| Die Bildrechte liegen beim Verlag |
Als der Ortspfarrer Josef überraschend stirbt, gerät die geordnete Welt seiner Haushälterin Anna ins Wanken. Was soll nun werden? Erst mal muss sie die Beerdigung organisieren, den jungen Ersatzpriester Fridtjof in Empfang nehmen – und dann soll auch noch Josefs Asche ans Meer. Dafür nimmt Anna, Anfang fünfzig, Fahrstunden bei ihrem ehemaligen Fahrlehrer und heimlichen Schwarm Herrn Tanner. Gemeinsam erkunden sie die fränkische Gegend um Blumfeld und erinnern sich an ein fast vergessenes Leben. An den Geruch des Sommers, die Farbe reifer Mirabellen, an harte Arbeit und kleine Alltagsfluchten. Je näher der Aufbruch rückt, desto drängender werden Annas Fragen, denn die Fahrt bedeutet eine Reise ins Ungewisse. Es braucht eine Entscheidung. Wie gut, dass sie die nicht alleine treffen muss.
Leider erfüllt "Mirabellentage" keines dieser Punkte.
Der Schreibstil ist bildhaft und liest sich leicht. Zu Beginn habe ich noch ganz gut in die Geschichte gefunden, aber irgendwann legte ich das Buch lieber zur Seite, als weiterzulesen. Martina Bogdahn lässt Anna in Anekdoten über die Vergangenheit erzählen. Dabei erfahren wir auch, wie Anna und Josef zu den Menschen wurden, die sie sind.
Zusätzlich hatte ich permanent das Gefühl nicht im Jahre 2010, sondern eine Geschichte aus den 50igern oder 60igern zu lesen. Ich lebe selbst am Land und bin älter als Anna, trotzdem konnte ich mich so überhaupt nicht in sie hineinfühlen. Alles wirkte furchtbar altbacken und manche Ereignisse rund um die Dorfbewohner auch sehr unglaubwürdig. Vieles blieb sehr an der Oberfläche und auch die kleine eingestreute "Liebesgeschichte" hatte keinen wirklichen Tiefgang. Die Handlung zog eher gemächlich dahin, und gerade als es spannend zu werden scheint, endet das Buch ziemlich abrupt.
Der Klappentext suggerierte mir außerdem eine andere Erwartung. Die Asche des Pfarrers ist auch fünfzig Seiten vor Schluss noch nicht auf der im Klappentext groß angekündigten letzten Reise.
Das war leider so gar nicht mein Buch, was ich wirklich sehr schade finde. Nach "Mühlensommer" hatte ich mir wieder eine interessante Geschichte erwartet, die mich unterhält. Hier habe ich immer nur zögerlich zum Buch gegriffen und habe außerdem ziemlich lange dafür gebraucht. Leider keine Leseempfehlung!



























