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[Sehnsuchtsjahre] Wo die Hoffnung leuchtet - Claudia Meimberg

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     

    • Taschenbuch: 471 Seiten
    • Verlag: ‎ Kampenwand Verlag (Nova MD); Erstauflage (22. August 2023)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3986600736
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3986600730
    • Genre: Historischer Roman
    • Reihe: ja - Band 2 der Sehnsuchtsjahre Dilogie


Kawa Kurzbeschreibung:
Bonn, 1947. Während Deutschland neu aufgebaut wird, müssen die Freundinnen Helene und Theresa um ihr Glück kämpfen.
Helene denkt daran, Deutschland für immer zu verlassen. Theresa vermisst verzweifelt ihren Ehemann Bruno, der seit Jahren verschollen ist. Die Aussicht, auch ihre engste Vertraute zu verlieren, bereitet ihr große Angst. Als eine Nachricht aus Polen eintrifft und Theresa den charmanten Briten Henry kennenlernt, wendet sich das Blatt für die Frauen. Beide schöpfen Hoffnung auf ein besseres Leben. Doch der Krieg hat überall Spuren hinterlassen – und Helene und Theresa ahnen nicht, wie fest ihre Schicksale miteinander verwoben sind.

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Die Rezension zu diesem Buch hatte ich vor meinem Sturz fast fertig und wollte ich an diesem Abend des 5. Oktober fertig schreiben. Leider kam es nicht mehr dazu. Dafür kann ich euch diese heute schon präsentieren.

Der erste Band der "Sehnsuchtsjahre" Dilogie hat mich vor ein paar Monaten richtig begeistert. Es gab 5 Sterne für den tollen Auftakt, der für mich eigentlich abgeschlossen war.
Umso mehr habe ich mich gefreut, dass Claudia Meimberg eine Fortsetzung geschrieben hat.

Im zweiten Band ist, neben Helene und Daniel, auch Theresa eine der Hauptprotagonisten. Wir befinden uns 1947 in Nachkriegs-Deutschland. Die Menschen hoffen auf Aufschwung und ein besseres Leben. Doch Daniel und Helene möchten Deutschland den Rücken kehren und nach Amerika aufbrechen. Die Schiffspassage ist bereits gebucht, als Daniel einen folgenschweren Brief erhält...
Theresa hingegen vermisst ihren Ehemann Bruno, der als verschollen gilt. Als sie den Briten Henry kennenlernt, beginnt sie sich langsam zu öffnen und die Trauer um Bruno rückt mehr und mehr in den Hintergrund. Doch auch Theresa wird - wie Helene und Daniel - von ihrem Schicksal eingeholt...

Der erste Teil hat mich begeistert und war wirklich ein Highlight. Der Nachfolgeband hatte für mich jedoch einige kleine Längen und nahm mich anfangs nicht sofort gefangen. Doch von Seite zu Seite wurde ich immer mehr in die Geschichte gezogen und konnte ab der Mitte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Dramatisch und voller überraschenden Wendungen hat Claudia Meimberg den Handlungsverlauf perfekt aufgebaut. Sie verblüfft den Leser immer wieder mit neuen Situationen, mit denen man nicht gerechnet hat.
Die Nachkriegsatmosphäre ist sehr gut eingefangen. Man spürt die Sorgen und Nöte, aber auch die Hoffnung der Menschen auf einen Neubeginn und Normalität in ihrem Leben. Die Freundschaft zwischen Theresa und Helene bildet, neben der Beziehung von Helene und Daniel, den roten Faden der Handlung.

Der Schreibstil ist wieder emotional und mitreißend. Die Nachkriegszeit wird sehr bildhaft dargestellt. Die Figuren sind lebendig und haben Ecken und Kanten. Nicht alle Handlungen konnte ich jedoch nachvollziehen und am Ende gab es einen Punkt, den ich ziemlich unglaubwürdig fand.

Fazit:
Der zweite Band der Dilogie ist nicht ganz so stark, wie der Auftakt. Für mich war dieser eigentlich auserzählt. Trotzdem konnte mich auch "Wo die Hoffnung leuchtet" nach anfänglichen Schwierigkeiten wieder begeistern. 

Vielen Dank an die Autorin für das Rezensionsexemplar!

Die Sehnsuchtsjahre Dilogie:

  1. Was wir im Dunkeln sehen *Rezi*
  2. Wo die Hoffnung leuchtet

Was wir im Dunklen sehen: Sehnsuchtsjahre - Claudia Meimberg

    Die Bildrechthe liegen beim Verlag

     

    • Taschenbuch: 338 Seiten
    • Verlag: ‎ Kampenwand Verlag (Nova MD); Erstauflage (16. Mai 2023)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3986600671
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3986600679
    • Genre: Historischer Roman 
    • Reihe: Band 1 

     

Kampenwand Kurzbeschreibung:
Bonn im Zweiten Weltkrieg: Einst waren Helene, Ulrich und Daniel, der aus einer jüdischen Familie stammt, beste Freunde. Ein untrennbares Trio, das sich immer aufeinander verlassen konnte. Bis Ulrich zu einem überzeugten Nazi wurde und ihre Freundschaft zerbrach. Während Daniel unter dem NS-Regime immer mehr Freiheiten verliert, erkennt Helene ihre Gefühle für ihn. Verzweifelt versucht sie, ihn zu schützen. Doch als Daniels Leben in Gefahr ist, braucht sie ausgerechnet Ulrichs Unterstützung. Helene tut alles dafür, um ihn davon zu überzeugen, Daniel zu retten. Sie ahnt nicht, was Ulrich für sie empfindet. Und welchen Preis sie und Daniel für seine Hilfe bezahlen müssen.

Meine Bewertung: * * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Wow, das ist mein erstes Buch der Autorin und ich muss sagen, dass mir "Was wir im Dunkeln sehen - Sehnsuchtsjahre" wirklich sehr gut gefallen hat.

Bonn 1938. Helene, Daniel und Ulrich sind zusammen aufgewachsen und seit ihrer Kindheit beste Freunde. Doch nachdem Ulrich sich begeistert bei der HJ betätigt, hat er Daniel die Freundschaft gekündigt. Helene nimmt daraufhin von Ulrich Abstand, denn sie kann nicht verstehen, dass ihm die Überzeugung der Nazis wichtiger ist, als die enge Verbindung zwischen den drei Freunden. Ulrich wird ein stolzer Soldat, der endlich seinem Vater beweisen kann, was in ihm steckt. Dieser ist ein bekennender Nazi, bei dem sein Sohn keine liebevolle Kindheit erlebte. Bisher musste er immer hinter seinem Bruder Georg zurückstecken, mit dem er in den Augen seines Vaters nicht mithalten kann. Doch dann passiert etwas Schlimmes.....
Auch für Daniel werden die Zeiten immer schlechter. Als die Repressalien gegen die Juden immer schlimmer werden und Daniel und seine Familie eines Tages verschwunden sind, erhofft sich Helene trotzdem Hilfe von Ulrich. Doch dieser hat ganz andere Pläne und fordert von Helene Unmögliches...

Was für eine emotionale Geschichte! Ich habe diesen Roman verschlungen, der abwechselnd aus der Sicht der drei Protagonisten erzählt wird. Ich habe mitgezittert, gebangt und gehofft, aber auch voller Entsetzen über die Unmenschlichkeit vieler Menschen gelesen. Natürlich ist dies nicht mein erstes Buch über den Zweiten Weltkrieg und doch kann ich immer wieder Neues aus allen Geschichten zum Thema #gegendasvergessen ziehen.
Es ist erschreckend, wie schnell Menschen andere verurteilen, denunzieren oder sogar eigene Familienmitglieder an die Gestapo verraten. Plötzlich stehen sich Freunde als Feinde gegenüber. Man braucht nur aktuell einen Blick auf die Ukraine zu werfen....

Claudia Meimbergs Schreibstil hat mich mitgerissen und die Handlung völlig gefangen genommen.
Alle drei Hauptcharaktere sind sehr lebendig und tiefgründig beschrieben. Ich konnte mich in die Figuren hineinversetzen und mit ihnen mitfühlen.
Helene ist eine sehr starke und mutige junge Frau, die an das Gute glaubt. Doch immer wieder muss sie Tatsachen ins Auge blicken, die ihren Glauben an die Menschheit erschüttert.
Daniel muss nur aufgrund seiner Abstammung sehr viel Leid erleben und kämpft ums nackte Überleben. Manchmal hatte ich auch Mitgefühl mit Ulrich, der im Herzen kein schlechter Mensch ist - ganz im Gegensatz zu seinem Bruder Georg, der das Abbild eines perfekten SS-Mannes ist.
Die weitere Entwicklung der ehemaligen Freunde hat mir sehr gefallen und hat mir spannende und emotionale Lesestunden gebracht.
Nun bin ich gespannt auf den nächsten Band. Für alle zukünftigen Leser: Dieser Band ist für sich abgeschlosen und endet nicht, wie so viele Romane, die ich in letzter Zeit gelesen habe, mit einem Cliffhanger. Ein weiteres sehr positives Detail!

Fazit:
Eine großartig erzählte Geschichte, die von einer dunklen Zeit berichtet, in der man sich die Frage stellt, was Freundschaft wirklich ausmacht und in der sich Hass und Liebe die Hand geben. Ein Roman voller spannenden und emotionalen Momenten. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung!

Vielen Dank an Claudia Meimberg für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wird dadurch nicht beeinflusst.

 

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