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Diabolischer Engel - Petra K. Gungl

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     

     

    • Taschenbuch: 372 Seiten
    • Verlag: ‎ Leinpfad Verlag; 1. Edition (4. Juni 2022)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3945782805
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3945782804
    • Genre: Krimi


Leinpfad Kurzbeschreibung:
In Reichenau an der Rax … freut sich die junge Juristin Agnes Feder auf ihr Meditationsseminar über Pfingsten. Dann aber schneiden heftige Unwetter und Muren das Seminarhotel nahe Schloss Hinterleiten von der Umwelt ab. Und völlig unerwartet stirbt vor aller Augen ein Mitglied der Meditationsgruppe. Agnes findet heraus, dass dieser Tod keine natürliche Ursache hat. Und das bedeutet: Sie alle sitzen offenbar mit einem Mörder im Hotel fest! Nicht nur dieser Verdacht stellt Agnes‘ Welt auf den Kopf. Denn sie sieht nach zwei Jahren ihre große Liebe, den Anwalt Siebert Thal, wieder; er ist zum Feuerlauf angereist. Doch da verschwindet bereits das nächste Seminarmitglied …

Meine Bewertung: * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
"Diabolischer Engel" ist der bereits dritte Teil der Reihe rund um die Juristin Agnes Feder. Ich habe leider die anderen beiden Spannunsgromane/Krimis nicht gelesen, bin aber schnell in die Geschichte eingetaucht.
Agnes nimmt an einem Meditationsseminar in Reichenau an der Rax teil. Eine Schlechtwetterfront zieht über die Region und führt zu starken Unwettern mit Vermurungen. Agnes ist froh im Seminarhotel angekommen zu sein, auch wenn sie und die weiteren Teilnehmer für die kommenden Tage festsitzen. Bald kommt es zu Eifersüchteleien, Spannungen und Zwietracht. Als Agnes Gruppenleiterin plötzlich vor aller Augen zusammenbricht und stirbt und eine Mure den Weg ins Tal verschüttet, sitzen die Teilnehmer mit einer Leiche fest. Ein Mitglieder der Meditationsgruppe berichtet Agnes noch von einer Beobachtung, die sie gemacht hat und ein Verbrechen vermuten lässt. Kurze Zeit später ist genau diese Teilnehmerin verschwunden....
Gut, dass sich Ramona, eine Polizeijuristin ebenfalls im Hotel aufhält, die die Ermittlungen mangels Kontakt zur Außenwelt übernehmen kann. Sie hat gemeinsam mit Agnes studiert, ist ihr jedoch nicht so wohlgesonnen. Das macht die Ermittlungen nicht gerade leichter....

Ich mag diese "who-donit" Krimis sehr und rate immer mit viel Enthuasiasmus mit. In Petra K. Gungls Spannungsroman spielt jedoch eine Menge Mystik und Esoterik mit. Agnes hat transzendentale Fähigkeiten und kann durch Berührung die Gedanken anderer Personen lesen. Zusätzlich hat sie visionären Träume, die sie auf bevorstehende Gefahren hinweisen. Diese spielen in einer anderen Zeitebene, wodurch der Leser einen Zusammenhang zwischen damals und heute finden kann.
Die Geschichten auf der Traumebene sind einerseits faszinierend, aber für mich wenig greifbar. Ich bin wohl zu sehr Realist und hatte mit der Gabe der Protagonistin etwas Schwierigkeiten. Außerdem hatte einen reinen Krimi/Spannungsroman erwartet und nicht so viel Mystik.

Neben dem Paranormalen spielt auch Agnes Liebesleben eine größere Rolle. Mit Siebert, ihrem Ex-Freund hat sie ein weiteres Problem vor Ort. Ihre Gefühle für ihn sind noch immer da und auch Siebert scheint noch immer an ihr interessiert zu sein. Das verkompliziert die Sache zusätzlich.

Der Schreibstil von Petra K. Gungl lässt sich sehr angenehm und gut zu lesen. Ich mag die Location und den Plot. Die Stimmung zwischen den Seminarteilnehmern ist ebenfalls sehr gut beschrieben und die verschiedenen Charaktere sind facettenreich.

Trotzdem war es für mich nicht ganz das, was ich erwartet hatte. Das liegt aber eindeutig an mir und meinen Erwartungen. Ich hätte mir mehr Krimi und Spannung gewünscht.

Fazit:
Ein Spannungroman nach dem Agathe-Christie-Prinzip....abgeschiedene Location und ein Mörder unter den Teilnehmern. Ich mag diesen Ausgangspunkt, jedoch war für mich zu viel Mystik dabei, mit der ich nicht gerechnet hatte. Das ist allerdings meine eigene Schuld, darum macht euch bitte selbst ein Bild, wenn euch diese beiden Komponenten in einer Geschichte gefallen. 

Vielen Dank an die Autorin und den Leinpfad Verlag für das Rezensionsexemplar!

Tannenglühen - Petra K. Gungl




    • Taschenbuch: 408 Seiten
    • Verlag: Gmeiner-Verlag; Auflage: 2017 (6. September 2017)
    • ISBN-10: 3839221226
    • ISBN-13: 978-3839221228
    • Genre: Krimi, Weihnachtskrimi


 
Gmeiner Kurzbeschreibung:
Diese Weihnachten will Franziska Ferstl ihre Strafverteidigerkarriere an den Nagel hängen, doch dann wird in der Kanzlei einer der Partner erdrosselt. Weil ihr bester Freund als Hauptverdächtiger in U-Haft genommen wird, wirft Franziska nochmal ihr ganzes Können in die Waagschale und jagt den Mörder. Dabei stößt sie auf dubiose Offshore-Geschäfte, die Russen-Mafia und Liebesaffären. Viele hatten Grund, Siegfried Fürstenstein zu töten und je näher Franziska der Lösung kommt, desto gefährlicher wird es für sie...

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Nach einer überstanden Krebserkrankung kehrt die Strafverteidigerin Franziska Ferstl in ihre Gemeinschaftspraxis zurück. Die fast 60-jährige Anwältin steht kurz vor der Pensionierung und möchte in der ihr noch verbleibenden Zeit in der Kanzlei einige Dinge ordnen, bevor sie sich zu einer Urlaubsreise in den Süden aufmachen will. Doch als Franziska ankommt, befindet sich die Polizei im Haus. Ihr Kollege Siegfried Fürstenstein wurde mit einer Lichterkette erdrosselt, mit der er den Christbaum im Foyer schmücken wollte. Gefunden hat den Toten ausgerechnet seine Geliebte, Samira Dinic, die in der Kanzlei als Sekretärin arbeitet. Unter Mordverdacht steht jedoch Franziskas langjähriger Freund und Kanzleikollege Dr. Maximillian Frank.

Franziska, genannt Ziska, ist eine flotte Endfünfzigerin, die kein Blatt vor den Mund nimmt und selbst im kalten Dezember auf ihrer Harley "Rosinante" durch Wien braust. Ihre direkte Art kommt nicht bei Jedermann an, aber ich fand sie erfrischend und sympathisch. Ziska hält auch loyal zu ihrem langjährigen Partner in der Kanzlei, als er unter Mordverdacht in Gewahrsam genommen wird. Ohne lange nachzudenken überlegt sie, wie sie Max rausholen kann. Vergessen sind die Rente und die körperliche Erholung, die sie nach ihrer schweren Krankheit bitter nötig hätte. Bei ihren Nachforschungen stößt Ziska auf dubiose Offshore Geschäfte mit der Russenmafia, die der Verstorbene anscheinend während ihrer krankheitsbedingten Abwesenheit abgeschlossen hat. Auch Max scheint involviert zu sein. Auf der anderen Seite hatte Siegfried Fürstenstein nicht wirklich viele Freunde, war im rechtsradikalen Umfeld tätig und betrog seine Frau....mehr als genug Tatmotive.....

Nicht nur Franziska ist ein überaus sympathischer Charakter, sondern auch der junge Anwalt Kurt Thesch, der Ziska hilfreich unter die Arme greift und auf den die junge Sekretärin Nathalie ein Auge geworfen hat.
Privat ist Franziska lieber unabhängig, hat jedoch engen Kontakt zu ihrer jüngeren Schwester Gerti und deren Kindern Nikolas und Martina, genannt Tinchen.
Den sympathischen Charakteren stehen auch jede Menge "Unsympathler" entgegen: Fürstensteins Ehefrau Hannelore, die am liebsten noch in der Monarchie leben würde und sich keine Blöße gibt; seine Geliebte Samira, die in der Psychatrie besser aufgehoben wäre; Bianca, die Ehefrau von Maximilian, die ihre Pferde mehr zu lieben scheint, als ihren Mann, sowie sie russische Mafia und einige Freunde aus der rechtsradikalen Verbindung, bei der Fürstenstein seit seinem Studium Mitglied ist.

Die Ermittlungen rund um den Mord werden spannend dargestellt. Man merkt, dass die Autorin selbst promovierte Juristin ist. Der Spannungsbogen bleibt die ganzen vierhundert Seiten aufrecht und steigt zum Ende hin durch einige überraschende Wendungen an. Die Auflösung ist überraschend, aber logisch.

Die Titulierung "Weihnachtskrimi" finde ich jedoch nicht ganz passend. Der Mord passiert zwar in der Vorweihnachtszeit, aber außer ein paar Szenen beim Kekse backen bei Gerti und ihrer Familie, kommt kein wirkliches Weihnachtsfeeling auf.
Am Ende des Buches findet man noch ein paar weihnachtliche Keks- und Punschrezepte. Die leckeren Eierlikörkugeln werde ich wohl demnächst ausprobieren...

Gerne würde ich noch weitere Krimis mit der charismatischen Hauptprotagonistin lesen....

Schreibstil:
Der Schreibstil von Petra K. Gungl lässt sich wunderbar lesen. Der Wiener Schmäh läuft, Lokalkolorit ist vorhanden und die Ermittlungsarbeiten kommen ebenfalls nicht zu kurz. Die Charaktere sind wunderbar beschrieben und haben Wiedererkennungswert. Die Kapitel sind sehr lang und gehen um die hundert Seiten, was etwas mühsam ist, besonders wenn man sich denkt: "Ach, nur noch schnell ein Kapitel."

Fazit:
Ein gelungener Krimi mit etwas Lokalkolorit, einer wunderbar charismatischen Protagonistin und einem ungewöhnlichen Fall, der mir gut gefallen hat. Gerne würde ich eine Fortsetzung rund um Franziska lesen.
Vielen Dank an den Gmeiner Verlag für das Rezensionsexempplar und der Autorin bei der Begleitung der Lovelybooks Leserunde
 

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