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Das Mädchen aus Brooklyn - Guillaume Musso



    • Broschiert: 496 Seiten
    • Verlag: Pendo (2. Juni 2017)
    • Übersetzer: Eliane Hagedorn, Bettina Runge
    • ISBN-10: 386612421X
    • ISBN-13: 978-3866124219
    • Originaltitel: La Fille de Brooklyn
    • Genre: Spannungsroman, Gegenwartsliteratur


Pendo Kurzbeschreibung: 
Raphaël ist überglücklich, in wenigen Wochen wird er seine große Liebe Anna heiraten. Aber wieso weigert sie sich beharrlich, ihm von ihrer Vergangenheit zu erzählen? Während eines romantischen Wochenendes an der Côte d’Azur bringt Raphaël sie dazu, ihr Schweigen zu brechen. Was Anna dann offenbart, übersteigt alle seine Befürchtungen. Sie zeigt ihm das Foto dreier Leichen und gesteht: »Das habe ich getan.« Raphaël ist schockiert. Wer ist die Frau, in die er sich verliebt hat? Doch ehe Anna sich ihm erklären kann, verschwindet sie spurlos. Raphaël bittet seinen Freund Marc, einen ehemaligen Polizisten, um Hilfe. Gemeinsam setzen sie alles daran, seine Verlobte wiederzufinden – der Beginn einer dramatischen, atemlosen Suche nach der Wahrheit, die sie bis in die dunklen Straßen von Harlem und Brooklyn führt.

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge 

Meine Meinung:
Die letzten beiden Romane des Autors haben mir leider - vorallem wegen dem Ende -  nicht wirklich zugesagt, obwohl die Handlung spannend erzählt wurde. Nun war ich schon neugierig, wie es mir mit dem neuen Roman "Das Mädchen aus Brooklyn"  ergehen wird.
Gleich vorweg: Meine Gefühle sind zwiespältig! Mit dem Ende war ich diesmal zufrieden, auch wenn der Autor auf den letzten hundert Seiten etwas über die Stränge geschlagen hat, konnte ich gut mit dem Finale leben. Der Spannungsaufbau war wirklich hoch und schon zu Beginn der Geschichte wurde man mitten ins Geschehen geworfen. Der Handlungsverlauf erinnert eher an einem Thriller, als an einem Roman. Trotzdem gibt es einige Kritikpunkte meinserseits.

Unser Protagonist Raphaël ist Autor von Kriminalgeschichten und Vater eines kleinen Sohnes. Die Mutter des Kindes hat ihn verlassen und hat Theo bei ihm zurückgelassen. Seitdem hat er keinen Satz mehr auf Papier gebracht und das Vertrauen in die Frauen verloren. Doch als er Anna kennenlernt, weiß er, dass sie die Richtige ist. Kurz vor der Hochzeit möchte er das volle Vertrauen zwischen ihnen herstellen. Er wünscht sich, dass sie alle Geheimnisse miteinander teilen. Als Anna ihm ein Foto mit drei verbrannten Leichen zeigt und sagt: "Das habe ich getan" ist er entsetzt und verlässt das Hotel. Sehr schnell erkennt Raphaël, dass er zu voreilig war. Er möchte Antworten und kehrt zurück, doch das Zimmer ist verwüstet und Anna spurlos verschwunden.....

Mit der Hilfe seines Freundes Marc, einem ehemaligen Polizisten, macht sich Raphaël auf die Suche nach Anna und erlebt sehr schnell die nächste Überraschung. Und das ist nicht die Letzte! Raphaël hat aber auch das Gefühl, dass seine Verlobte in Schwierigkeiten steckt. Es beginnt ein spannendes Katz und Maus Spiel quer durch Frankreich und New York....

Durch den fulminaten Start hat man anfangs leider nicht wirklich genug Zeit die beiden Protagonisten Anna und Raphaël richtig kennenzulernen und ihre Charaktere einzuordnen. Es scheint als wäre dies auch die Absicht des Autors gewesen, denn die Spannungskurve wird damit angehoben. Als Leser weiß man nicht, wie man Anna einordenen soll - jene Frau, die kurz vor der Hochzeit ihren Verlobten ein Foto zeigt, das drei verbrannte Leichen zeigt und dazu "Das habe ich getan" sagt. Natürlich ist dies ein Schock für den zukünftigen Ehemann...aber läuft man sofort danach weg ohne nachzufragen? Zeigt man überhaupt ein derartiges Foto her und spricht diesen Satz aus? Eher nicht.....

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Perspektive von Raphaël oder Marc erzählt. Der Leser steht auf einer Stufe mit den Beiden und man bleibt lange im Unklaren, was Anna verbirgt. Marc, der ehemalige Polizist, lässt seine Verbindungen spielen, um an der Aufklärung ihres Verschwindens mitzuwirken. Raphaël versucht inzwischen in Brooklyn mehr über Annas Vergangenheit herauszufinden.
Trotz des etwas konstruiert und unglaubwürdigem Auftaktes, verfolgt man voller Spannung die Suche von Raphaël und Marc, die von der Côte d’Azur nach Paris und schlussendlich nach New York führt. Dabei hat Guillaume Musso unerwartete Wendungen eingebaut. So war auch die erste Hälfte absolut spannend zu lesen und hat mich wirklich an das Buch gefesselt. Musso beherrscht seinen Beruf, denn er beendet jedes seiner Kapitel mit einem kleinen Cliffhanger. Dadurch kann man das Buch kaum aus den Händen legen.
Die Charaktere bekommen im Laufe der Geschichte immer mehr Gesicht und werden greifbarer. Nach und nach fügt sich auch das Bild rund  um Anna zu einem Ganzen. Ein Ergebnis, das mir gefallen hat!

Kommen wir nun aber zu den eher negativen Fakten der Geschichte. Im letzten Drittel hat es der Autor etwas übertrieben. Musso wollte anscheinend noch mehr Action reinbringen und hat weitere Wendungen und Abläufe in die Geschichte gequetscht, die mit der Zeit immer konstruierter und unglaubwürdiger wirken. So  beginnt man leider öfters mit dem Kopf zu schütteln und fragt sich, was sich der Autor dabei gedacht hat. Mit dem Ende war ich teilweise zufrieden. Positiv für mich war diesmal, dass es kein mystisches Drumherum gab und ich wie in seinen letzten beiden Roman zutiefst enttäuscht das Buch zugeklappt habe. Ebenso werden auch alle losen Fäden verknüpft und es bleiben keine Fragen offen, aber die letzten hundert Seiten sind einfach zu konstruiert. 

Noch eine Frage musste ich mir stellen: Ob Musso wohl Vater ist? Wenn ja, dann scheint er nicht oft zu Hause zu sein. Oder er übernimmt die Kinderbetreuung nur für kurze Zeit, denn der kleine Theo ist wohl das bravste Kind überhaupt. Außer, dass er pausenlos im Hochstuhl sitzt und isst und glückselig lächelt, quängelt Theo kaum und macht keinerlei Probleme. Wo gibt es so ein pflegeleichtes Kleinkind??? Ich habe noch keines getroffen!

Und noch eine kleine Anmerkung: Anna ist übrigens dunkelhäutig. Der Verlag hat allerdings auf dem deutschen Cover eine weiße Frau dargestellt.

Wie bereits oben angesprochen lässt mich der Roman mit zwiespältigen Gefühlen zurück. Es liest sich wahnsinnig spannend und die Idee ist großartig. Doch vieles ist zu konstruiert und ich hatte das Gefühl der Autor wollte einfach zuviel in seinen Roman quetschen. Meine Erwartungen wurden daher nicht ganz erfüllt.

Schreibstil:
Der Schreibstil ist wie in allen Musso Romanen sehr flüssig und temporeich. Man liest zügig durch die Geschichte und möchte das Buch kaum aus der Hand legen. Guillaume Musso versteht Spannung aufzubauen und den Leser notfalls mit kleinen Cliffhangern bei der Stange zu halten - was er überhaupt nicht notwendig hat! Unerwartete Wendungen und rasche Perspektivenwechsel sorgen für ein hohes Spannungslevel.

Cover:


Wow...soo viele unterschiedliche Cover habe ich gefunden! Man sieht, dass der Autor wirklich weltweit veröffentlicht wird!
Ganz links könnt ihr die beiden französischen Cover sehen, wobei ich das Zweite sehr schön finde. 
Danach kommt das Cover aus Kroatien, Rumänien und Polen

Ganz toll finde ich das erste Cover, das aus Vietnam stammt! Danach zwei Cover aus Serbien. 

Fazit:
Die Geschichte hat einen sehr interessanten Plot und ist sehr spannend geschrieben. Dennoch beendete ich den Roman mit geemischten Gefühlen. Vorallem im letzten Drittel wirkt Vieles zu unglaubwürdig und ich hatte das Gefühl der Autor möchte unbedingt noch ein paar Wendungen hineinquetschen, die aber zu konstruiert wirken. Wegen dem rasanten Verlauf und der hohen Spannung vergebe ich noch schwache 4 Sterne.

Vierundzwanzig Stunden - Guillaume Musso



    • Broschiert: 384 Seiten
    • Verlag: Pendo (1. Juni 2016)
    • ISBN-10: 3866124015
    • ISBN-13: 978-3866124011
    • Originaltitel:  L'instant présent 
    • Genre: Roman


Pendo Kurzbeschreibung: 
Lisa träumt von einer Karriere als Schauspielerin. Um sich ihr Studium zu finanzieren, arbeitet sie in einer Bar in Manhattan. Dort macht sie eines Abends die Bekanntschaft eines faszinierenden, aber rätselhaften Mannes: Arthur Costello. Der junge Arzt hat eine ungewöhnliche Bitte: Lisa soll ihm dabei helfen, als Krankenschwester verkleidet seinen Großvater aus der Psychiatrie zu befreien. Sie lässt sich auf das Abenteuer ein. Zwar gelingt die nächtliche Aktion, doch verliert sie Arthur dabei aus den Augen. Erst ein Jahr später soll sie ihm wieder begegnen, aber diesmal ist sie es, die seine Hilfe braucht. Aus den beiden wird ein Liebespaar. Bald stellt sich heraus, dass Arthur kein Mann ist wie jeder andere. Er offenbart ihr sein schreckliches Geheimnis, und von nun an kämpfen beide gemeinsam gegen einen unerbittlichen Feind - die Zeit ...

Meine Bewertung: * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Die Bücher von Guillaume Musso vermitteln oft den Eindruck eines Liebesromanes, doch dem ist überhaupt nicht so. Ich würde sie eher als Spannunsgromane bezeichnen, wobei einige seiner Geschichten auch ein bisschen mit Mystik oder Fantasy gewürzt sind. Auf jeden Fall gleicht keine Geschichte der anderen und das ist alleine oft schon eine Garantie für spannende Lesestunden.
So denkt man auch bei "Vierundzwanzig Stunden" sofort an Zeitreise, denn unser Protagonist Arthur erlebt 24 Jahre in 24 Stunden. Wie das?

Anmerken möchte ich noch, dass der Klappentext etwas irreführend ist, denn der Hauptprotagonist des Romans ist Arthur und nicht Lisa.

Arthur's Vater ist ein reicher und kaltherziger Mann. Schon als Kind erklärt er seinem Sohn mit einem brutalen Exempel Niemandem zu vertrauen. Noch zu Lebzeiten vermacht er seinen Kindern all seinen Reichtum, wobei Arthur nur einen alten Leuchtturm und das Grundstück, auf dem dieser steht, erhält. Aber auch dieses Erbe ist mit einem Versprechen verbunden: Arthur darf den Leuchtturm niemals verkaufen und keinesfalls die zugemauerte Tür im Keller öffnen. Wie wohl 99% von uns, denen gesagt wird, man darf etwas auf keinen Fall tun, siegt auch bei Arthur die Neugierde und er öffnet die Tür. Danach ist nichts mehr, wie es war und Arthurs Leben steht auf dem Kopf.

Der Einstieg in den Roman ist zuerst eher ruhig und man ist gespannt, was passiert, als Arthur die Tür im Keller des Leuchtturmes öffnet. Danach geht es rasant weiter und man kann nicht aufhören zu lesen, da man der Lösung immer mehr entgegen fiebert.
Natürlich weiß man bei "Vierundzwanzig Stunden", dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zugehen kann, wenn unser Protagonist Arthur plötzlich vierundzwanzig Jahre in vierundzwanzig Stunden erlebt. Diese Zahl begleitet dem Leser die ganze Geschichte hindurch und ist der eigentliche rote Faden des Romans.
Während man es kaum erwarten kann, was Arthur bei seiner nächsten Zeitreise erlebt und was dahinter steckt, lernen wir Lisa, seine große Liebe, und seinen Großvater Sullivan kennen. Beide Charaktere sind äußerst liebenswert, haben ihre Stärken und Schwächen und stecken voller Überraschungen. Auch unseren Hauptprotagonisten mochte ich, auch wenn er sich im letzten Drittel des Romans eher negativ entwickelt hat.

Ich habe nun schon einige Bücher des Autors gelesen und meistens konnte ich sie kaum aus der Hand legen. Nur mit dem Schluss hatte ich das eine oder andere Mal Probleme, wie auch hier. Während ich das Ende bei "Sieben Jahre später" nur absurd fand, war es bei "Nachts im Park" für mich nicht zur restlichen Handlung passend. Nur "Nachricht von dir" gefiel mir als Ganzes wirklich sehr gut. Und das ist wirklich schade, denn der Schreibstil ist so lebendig und fesselt ungemein. Auch die Geschichten, die sich der Autor ausdenkt, sind immer wieder anders und ähneln sich nicht und dann kommt das Ende....und ich bin wieder enttäuscht.
Diesmal war das Ende für mich auch nicht wirklich überraschend. Ich kenne ähnliche Geschichten und mir fehlte das Aha-Erlebnis oder eben auch einer meiner Gedanken, die ich bei seinen anderen Romanen hatte. Hier war mir das Ergebis zu simpel....

Bei diesem Roman muss ich allerdings dem Autor auch zuerkennen, dass das Ende nachdenklich macht und die Leser wirklich etwas zwiegespalten zurücklässt - ja, sogar in zwei Lager teilt. Denn der Kern seiner Aussage trifft besonders auf unsere heutige schnelle Zeit zu: Man soll die Kostbarkeit jeder einzelnen Minute seines Lebens genießen.

Schreibstil:
Guillaume Musso's Schreibstil ist einnehmend, temnporeich und fesselt ungemein. Man kann kaum aufhören zu lesen und man lebt und liebt mit den Figuren mit. Die Kapitel sind eher kurz gehalten.

Cover:

Rechts das französische Origina- und links das niederländische Cover. Auf beiden, wie auch auf dem deutschen Titelbild, ist eine Frau abgebildet, obwohl unser Protagonist männlich ist. Der Leuchtturm ist auf dem eindeutig schöneren Cover der niederlädischen Ausgabe zu sehen und doch passt dieses ebenso wenig, wie alle anderen.....


Fazit :
Wieder ein spannender und temporeicher Roman mit einem sehr interessanten Plot, dessen Ende mich aber wiederum etwas enttäuscht zurückgelassen hat.


Nacht im Central Park - Guillaume Musso



    • Broschiert: 384 Seiten
    • Verlag: Pendo (1. Juni 2015) 
    • ISBN-10: 3866123787
    • ISBN-13: 978-3866123786 
    • Originaltitel: Central Park
    • Genre: Roman





Piper Kurzbeschreibung:
Alice und Gabriel wachen aneinandergefesselt auf einer Parkbank auf und haben keine Ahnung, wie sie in diese Situation geraten sind. Zumal sie sich nicht einmal kennen. In der Nacht zuvor ist Alice mit Freundinnen auf den Champs-Elysées ausgegangen, Gabriel hat in einem Club in Dublin Klavier gespielt. Wie konnten sie in nur so kurzer Zeit nach Amerika gelangen? Wurden sie mit einem Privatjet entführt? Von wem stammen die Blutflecken auf Alice' T-Shirt? Warum trägt sie eine fremde Waffe, in der eine Kugel fehlt? Alice und Gabriel bleibt nichts anderes übrig, als gemeinsam herauszufinden, was passiert ist. Ihre Suche führt sie auf die Spur eines Serienmörders, der Alice schon einmal um ein Haar das Leben gekostet hätte und sie nun ein weiteres Mal bedroht. Doch auch Gabriel hat ein Geheimnis ...

Meine Bewertung: knappe * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Guillaume Musso ist ein Autor, der mich immer wieder überraschen kann. Das kann positiv, aber auch negativ gemeint sein, denn seine Romane sind meiner Meinung sehr unterschiedlich, wobei sein Schreibstil richtig toll ist. Deshalb habe ich mich sehr gefreut, dass ich endlich einmal Glück bei der Verlosung eines Musso Buches bei Lovelybooks für eine Leserunde hatte.

Der neue Roman des Autoren, der eher an einen Krimi erinnert, beginnt äußerst rasant.
Alice, Polizistin, Ende 30, arbeitet bei der Pariser  Mordkommission. Gemeinsam mit einem fremden Mann, der sich Gabriel nennt und sich als Jazzmusiker ausgibt, erwacht sie mitten im Central Park in New York. Beide sind aneinandergekettet und Alice's Bluse ist blutverschmiert, ihre Pistole gegen eine Glock ausgetauscht, der eine Patrone fehlt. Weder Gabriel noch Alice können sich erinnern, wie sie auf diese Parkbank mitten im Big Apple gelandet sind. Alice feierte am Vortag in Paris noch gemeinsam mit ihren Freudinnen bei einem feuchtfröhlichen Mädelsabend, während Gabriel in Dublin noch einen Konzertauftritt hatte. Während beide versuchen den Dingen auf die Spur zu kommen, scheint jemand schneller als Alice und Gabriel zu sein und mit ihnen ein perfides Spiel zu spielen.

Die Geschichte verläuft äußerst rasant und erinnert, wie bereits erwähnt, den Großteil des Buches über, an einen Krimi. Man erlebt mit den beiden Hauptprotagonisten eine Überraschung nach der anderen und kommt kaum zum Luft holen. Der Spannungsbogen ist bis zum Ende, wo sich alles auflöst, extrem hoch. Leider driftet der Roman aber damit auch immer mehr ins Unglaubliche. Man beginnt mit der Zeit an manchen Umständen zu zweifeln und manches erscheint zu konstruiert.

Der Roman wird aus der Sicht von Alice erzählt. Dabei wird im eigentlichen Erzählstrang öfters in die Vergangenheit gewechselt. Durch diese Rückblicke erfährt der Leser Stück für Stück mehr über Alices früheres Leben.
Leider konnten mich auch die Charaktere nicht wirklich überzeugen. Alice ist eine sehr ruppige und manchmal auch sehr respektlose Person anderen Menschen gegenüber. Diese Eigenschaften haben sie mir nicht wirklich sympathisch gemacht. Allerdings erfährt man im Laufe der Geschichte einige Tragödien aus ihrem Leben und man beginnt manche ihrer Reaktionen zu verstehen. Trotzdem bleibt sie ein wenig distanziert zurück. Gabriel's Charakter wirkt sehr diffus. Ich konnte ihn nicht richtig einorden, doch das könnte vom Autor so bezweckt sein, denke ich mir.......vorallem nach dem Ende des Romans.
So kommen wir auch schon zum Schluss des Buches, das meine Bewertung zur Geschichte leider ziemlich absacken ließ. Dem Autor ist es zwar fabelhaft gelungen die Lösung zu verschleiern und dem Leser in einige Sackgassen zu manövrieren, doch eine kleine Komponente darin war völlig unnötig. Ich will hier nicht spoilern, deswegen kann ich nicht näher darauf eingehen....

Das Ende an sich ist schlüssig und lässt einem ziemlich sprachlos zurück. Mit diesem Ausgang hätte ich nie und nimmer gerechnet. Allerdings fand ich den letzten Leseabschnitt wie einen Fremdkörper zur restlichen Geschichte. Es passte trotz der stimmigen Auflösung nicht zum Rest der Handlung.

Das ist leider auch der Grund, dass ich gerade noch 3 1/2 Sterne gebe, Eigentlich wollte ich nur 3 Sterne geben, aber das hatte schon das letzte Buch "7 Jahre später" von mir bekommen und "Nacht im Central Park" war definitiv besser.

Schreibstil:
Hier kann ich nur eine positive  Meinung abgeben. Guillaune Musso's Schreibstil ist einfach toll! Er fesselt und unterhält....da kann die Geschichte noch so unglaublich sein ;) Man fliegt über die Seiten, der Erzählstil ist flüssig und einnehmend.

Cover:
Die beiden fremdsprachigen Cover sind ebenfalls in blau gehalten, wobei das erste Cover die Frau auf der Bank widergibt. Trotzdem gefallen mir beide Buchcover nicht wirklich.


Fazit:
Ein sehr temporeicher Roman, der an einen Krimi erinnert. Spannend, jedoch etwas zu unglaubwürdig. Die Auflösung ist zwar schlüssig, doch der letzte Leseabschnitt erscheint wie aus einem anderen Roman. Schade!


Vielen Dank an den PIPER Verlag und das Lovelybooks Team für die Bereitstellung des Leseexemplares für die Leserunde

Sieben Jahre später - Guillaume Musso


    • Broschiert: 416 Seiten
    • Verlag: Pendo; Auflage: 4 (13. August 2013)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3866123175
    • ISBN-13: 978-3866123175
    • Originaltitel: 7 ans après
    • Genre: Roman
Amazon Kurzbeschreibung: 
Nikki und Sebastian sind geschieden – und glücklich darüber. Doch als ihr Sohn Jeremy spurlos verschwindet, müssen sie sich zusammen auf die Suche nach ihm machen. Auf ihrer atemlosen Verfolgungsjagd stellen sie sich den schwierigsten Herausforderungen: rätselhaften Botschaften, skrupellosen Gegnern – und ihren eigenen Gefühlen.

Meine Bewertung: * * * 

Buch zur Wir lesen dicke Dinger Challenge


Meine Meinung:
Guillaume Mussos letzter Roman mit leichten Thrillerelementen "Nachricht von dir" hat mir wirklich sehr gut gefallen. Leider kann sein neuestes Buch so gar nicht damit mithalten.
Es liegt sicher nicht am Schreibstil, denn der ist packend und flüssig und der Autor versucht auch hier mehr Thriller reinzupacken, aber an der Geschichte gibt es soo viele Dinge, die wirklich an den Haaren herbeigezogen sind, dass man einfach nur den Kopf schütteln kann.

Dabei beginnt die Geschichte sehr gut. Postiv überrascht hat mich gleich die Einführung, dass unser Hauptprotagonist Sebastian Geigenbauer ist. Ich arbeite selbst in einem Musikgeschäft mit Werktstatt, wo allerdings Blechblasinstrumente erzeugt werden. So hatte ich sofort Zugang zum Thema. Doch auch sehr schnell hatte ich so meine Probleme mit Sebastian, der seine Teenagertochter derart kontrolliert, dass ich immer wütender beim Lesen wurde. Zimmerdurchsuchung, Handy- und Internetüberwachung mindestens einmal pro Woche, wühlen in der Unterwäsche und im Badezimmer der Tochter...also sowas ließ mir echt die Zornesröte ins Gesicht steigen! Das geht ja mal gar nicht!!! Dabei bin ich selber Mutter eines Teenagers!
Und wenn man gleich zu Beginn so eine Antipathie gegen einer der Protagonisten hat, wird es meistens nicht besser....
Es wurde zwar dann besser, aber nur im Sinne der "Sympathie". Nikki und Sebastian sind so ziemlich das gegensätzlichste Paar überhaupt. Während ihre Tochter Camille nach der Trennung beim Vater lebt und nur am Anfang und am Ende Teil der Geschichte ist, nimmt ihr Zwillingsbruder Jeremy, der bei der Mutter wohnt, sehr viel Raum ein. Das plötzliche Verschwinden des gemeinsamen Sohnes lässt Nikki und Sebastian wieder ein bisschen näher kommen. Und plötzlich sind beide auf den Weg nach Paris, wo es eine Spur von Jeremy gibt.
Der Roman nimmt hier an Fahrt auf und ist eigentlich sehr spannend und gut geschrieben. Die Schrift ist eher groß und die Seite nur halb mit Text ausgefüllt...so hat man das Buch sehr schnell durch. Auch hatte ich bald das Rätsel der Entführung geknackt. Deshalb gebe ich auch noch drei Sterne....
Doch was der Autor am Schluss an Absurdität bietet, schlägt echt den Fass den Boden aus!
Die Geschichte würde glatt zu einem Tschinn-Bumm-Kinofilm a la Hollywood passen, denen ich lieber aus dem Weg gehe. Schade! Nun kann ich nur hoffen, dass das nächste Buch des Autors mehr zu bieten hat!

Cover:

Das französische Originalcover passt perfekt zur Geschichte. Man sieht das Ex-Ehepaar auf der Flucht. Das deutsche Cover lässt ja eher wieder auf eine Liebesgeschichte schließen, was nicht ganz so ist.








Schreibstil:
Den Schreibstil kann ich überhaupt nicht bemängeln. Flott und spannend, flüssig und packend....eigentlich alles, was man sich wünscht.

Fazit:
Der Schreibstil des Autors ist wie immer toll, doch die Geschichte ist in diesem Roman sowas von unglaubwürdig, dass es einfach zu viel ist! Die Idee ist teilweise gut, doch die Ausführung und besonders der zweite Teil des Buches sind grottig. Sowas bin ich vom Autor wirklich nicht gewöhnt!  Drei Sterne wegen des guten Schreibstils...aber nur deswegen!!! Nun hoffe ich ganz stark auf den nächsten Roman....


Nachricht von dir - Guillaume Musso



Französischer Originaltitel: L'Appel de l`ange

Amazon Kurzbeschreibung:
New York, John-F.-Kennedy-Flughafen. Ein Mann und eine Frau prallen im Schnellrestaurant aufeinander – und fluchen. Ein Sandwich fällt zu Boden, ein Glas Cola wird verschüttet, beide kehren sich den Rücken, um sich nie wiederzusehen. Doch zuhause angekommen – er in San Francisco, sie in Paris – , stellen sie fest, dass sie ihre Handys vertauscht haben. Handys, in denen intimste Informationen gespeichert sind. Sie beginnen, das Telefon des anderen zu durchstöbern, und was sie dort entdecken, erscheint ihnen wie ein Wink des Schicksals: Denn ihre Leben sind bereits seit langer Zeit miteinander verknüpft – durch ein Geheimnis aus der Vergangenheit, das sie nun einzuholen droht. Es beginnt eine atemlose Jagd, bei der die beiden alles riskieren, an ihre Grenzen gehen und das Unmögliche möglich machen.

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Gerade habe ich den Buchdeckel zugeschlagen und ich muss sagen, ich hatte etwas ganz, ganz anderes erwartet!
Dies war mein erstes Buch des Autoren und wird definitiv NICHT mein Letztes sein, denn trotz meiner komplett anderen Vorstellung, hat mir die Geschichte und Erzählweise von Guillaume Musso sehr gefallen.

Schon auf anderen Blogs konnte ich lesen, dass sich wohl jede Leserin bis jetzt unter dem Titel und dem wundervollen Cover eine andere Geschichte (charmante und romantische Liebesgeschichte; locker, leicht, französisch, aber nicht kitschig....) erwartet hat. Trotzdem wurde ich überrascht!
Geworden ist es ein Genremix aus Krimi/Thriller, Liebesgeschichte und zeitgenössischen Roman. 
Und seit ich die letzte Zeile gelesen habe, grüble ich, ob der Originaltitel "L'appel de l`ange" (Der Ruf des Engels) besser zur Geschichte passt....doch ich denke eher nicht.

Jedes Kapitel beginnt mit einem Zitat aus einem Buch eines bekannten Autoren. Dies hat mir sehr gut gefallen. Am Ende des Buches finden wir dazu ein Quellenverzeichnis und hat mich -auf einige mir noch unbekannte Werke- aufmerksam gemacht.
Ebenfalls am Kapitelanfang erhält der Leser den Hinweis auf den Ort und über welchen der beiden Protagonisten, Madeleine oder Jonathan, gerade in der 3. Person erzählt wird. Der Perspektivenwechsel wird vom Autor gekonnt eingesetzt und man will als Leser unbedingt an der Geschichte dranbleiben.

Die Handlung basiert auf einem Vorfall in der Vergangenheit, in dem sowohl Madeline als auch Jonathan verwickelt waren. Obwohl sich die Beiden nicht kennen bzw. komplett verschiedene Positionen in diesen eingenommen haben, führt uns dieser Vorfall zu einer wichtigen Begebenheit in beider Vergangenheit.
Durch das Vertauschen ihrer Handys und der Neugierde, wer diese andere Person wohl ist, graben beide etwas zu tief im Leben des anderen. Dadurch entwickelt sich die Handlung zu einem fesselnden Krimi, der beider Leben enger miteinander in Verbindung bringt, als es die zufällige Begegnung am Flughafen hätte ahnen lassen

War es bis dahin noch eine nette amüsante Geschichte, wechselt hier die Handlung zum Thriller und zum Pageturner. Gespannt habe ich weitergelesen und gelesen und gelesen....;)
Genuaso sollte ein Buch sein, das mich fesseln kann!
Trotzdem gab es auch ein paar "Störfaktoren": Einige Übersetzungen waren nicht ganz gelungen....Bob, der Schwamm...naja, auch hierzulande kenne wir den Schamm aus dem Zeichentrickfilm als Spongebob =), Star Treck mit ck...brrrrr.....oder einige holprige Sätze....
Auch waren mir einige dramatische Wendungen (und von denen gibt es viele!) zu übertrieben.
Vermisst habe ich auch was aus dem verlobten von Madleine wurde und Charly, Jonathans Sohn, wurde im letzten Teil auch nicht mehr erwähnt....

Eines bin ich mir auch sicher: Ich weiß, warum ich keine persönlichen und/oder intimen Fotos oder Dateien auf meinem Handy gespeichert habe!! ;)

Fazit: "Nachricht von dir" ist ein Buch, für Leser unterschiedlichster Genres. Thrillerfans kommen ebenso auf ihre Kosten, wie Fans des Liebesromans. Mir hat dieser genremix sehr gut gefallen und auch wenn ich anfangs etwas ganz anderes erwartet hatte, fand ich mein erstes Buch des Autors gelungen.

 

 

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