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Die Herren der Zeit - Eva García Sáenz

    Die Bildrechthe liegen beim Verlag



    • Broschiert: 528 Seiten
    • Verlag: FISCHER Scherz; Auflage: 1. (25. März 2020)
    • Übersetzer: Alice Jakubeit
    • ISBN-10: 3651025853
    • ISBN-13: 978-3651025851
    • Originaltitel: Los senores des tiempo 
    • Reihe: ja - Band 3 (Inspector Alaya ermittelt)



Fischer Kurzbeschreibung:
Vitoria im Baskenland. Wieder erschüttert eine Serie von Morden die Stadt. Sie folgen düsteren mittelalterlichen Ritualen. Inspector Ayala alias Kraken muss feststellen, dass die Verbrechen alle in einem geheimnisvollen historischen Roman beschrieben sind. Der Titel des Buchs lautet »Die Herren der Zeit«. Und auch mit Krakens eigener Vergangenheit scheint das Epos zusammenzuhängen. Ein höchst gefährlicher Fall, nicht nur für den Inspector, sondern auch für seine Familie.

Meine Bewertung:  * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

 Man sollte Teil 1 und 2 zuerst lesen, da immer wieder auf die Vergangenheit zurückgegriffen wird 

Meine Meinung:
Im dritten und letzten Teil rund um Inspector Alaya werden Unai, Estíbaliz und Alba in eine sehr mysteriöse Mordserie verwickelt. Diese Morde folgen grausamen mittelalterlichen Ritualen, die alle in einem historischen Roman, der in Vitoria gegen Ende des 12. Jahrhunderts spielt, beschrieben werden. Hinter dem Bestselleroman verbirgt sich ein anonymer Autor, der bei einer Lesung in der Stadt endlich sein wahres Gesicht lüften soll. Doch dieser taucht nicht auf. Stattdessen wird im Untergeschoß eine Leiche gefunden, die mit einer ganz besonderen Mordwaffe getötet wurde....

Eva García Sáenz stellt in diesem dritten Band ihrer "Trilogie der weißen Stadt" den Leser wieder vor viele Rätsel. Die Idee einen Roman in einem Roman zu platzieren, finde ich total interessant. Dieser Teil ist dadurch etwas anders, als die beiden Vorgänger. Zweieinhalb Jahre sind seit dem Ende von "Das Ritual des Wassers" vergangen. Unai Lopez de Ayala genannt "Kraken" hat in Subcomisaria Alba seine Frau fürs Leben gefunden. Die kleine Deba ist ihr Sonnenschein, doch die immer wiederkehrenden Todesfälle in Unais Freundeskreis belasten das Familienleben. Die neue Mordserie ist da nicht gerade hilfreich. Zusätzlich sind noch zwei junge Mädchen verschwunden, dessen Fall ebenfalls bei Kraken und Esti landet. Noch weiß er nicht, dass die beiden Fälle zusammengehören....

Ihrem Schema, auf zwei Zeitebenen zu erzählen, bleibt die Autorin treu. Der Thriller wird abwechselnd in der Gegenwart und aus dem Manuskript in der Vergangenheit erzählt. Dabei werden die Parallelen der Morde gegenübergestellt. Unai ist sich bewusst, dass weitere Morde passieren werden und versucht alles Mögliche diese zu verhindern. Überraschende Wendungen lassen den Spannungsbogen steigen.
Auch die persönliche Geschichte von Unai und seiner Familie entwickelt sich weiter. Deswegen empfehle ich immer die Bücher der Reihenfolge zu lesen. Besonders bei dieser Reihe sind die Geschichten doch sehr komplex angelegt.

Wie auch in den Vorgängerbänden sind die vielen baskischen Namen und Orte eine kleine Herausforderung. Doch mit Fortschreiten der Lektüre wird es besser und auch die Namen, die wir bereits aus Band 1 und 2 kennen, bereiten keine Schwierigkeiten mehr.
Diesmal war mir aber das ganze Drumherum etwas zu sehr in die Länge gezogen. 

Schreibstil:
Eva García Sáenz schreibt sehr detailliert und komplex. Ihre Figuren sind facettenreich und lebendig. Das Buch im Buch wird aus der Sicht des Conde Don Vela erzählt, der Gegenwartsstrang wie gewohnt aus der Ich-Perspektive von Unai. Die bildhafte Beschreibung von Vitoria ist wieder sehr gelungen.
Am Ende des Buches gibt es ein Glossar, sowie ein Verzeichnis der Personen. Die Klappbroschur versteckt zusätzlich noch eine historische und eine aktuelle Stadtkarte der Stadt Vitoria.
Cover:
von links anch rechts: 
das spanische Originalcover, sowie die Cover aus Polen und Bulgarien

Fazit:
Ein gelungener Abschluss der Trilogie, der mir für mich allerdings etwas zu sehr in die Länge gezogen wurde. Trotzdem überzeugte die ganze Reihe mit einer außergewöhnlichen Erzählweise und wunderbaren bildhaften Beschreibungen der Stadt Vitoria. Eine etwas andere Thrillerreihe, die ich gerne weiterempfehle!
Die Reihe um Inspector Alaya:
  1. Die Stille des Todes  *Rezi*
  2. Das Ritual des Wassers  *Rezi*
  3. Die Herren der Zeit

Das Ritual des Wassers - Eva García Sáenz

    Die Bildrechthe liegen beim Verlag


    • Broschiert: 544 Seiten
    • Verlag: FISCHER Scherz; Auflage: 1. (23. Oktober 2019)
    • Übersetzer: Alice Jakubeit
    • ISBN-10: 3651025845
    • ISBN-13: 978-3651025844
    • Originaltitel: Los ritos del agua
    • Genre: Thriller
    • Reihe: ja - Band 2 (Inspector Ayala ermittelt)



Fischer Scherz Kurzbeschreibung:
Für Inspector Ayala alias Kraken geht es ans Eingemachte: Seine erste Liebe Annabel wird ermordet aufgefunden, hingerichtet nach einem keltischen Opfer-Ritual, ertränkt in einem historischen Wasserkessel. Und es bleibt nicht bei diesem einen Mord. Jemand scheint Menschen zu töten, die bald Mutter oder Vater werden. Kraken nimmt zusammen mit seiner Kollegin Estíbaliz die Ermittlungen auf. Er muss sich beeilen, denn seine Chefin Alba ist schwanger – und das Kind könnte von ihm sein.

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Man sollte Teil 1 zuerst lesen, da einiges aus Band 1 schon zu Beginn wiederholt wird.

Meine Meinung:
Voller Spannung habe ich auf den zweiten Fall von Inspector Unai Lopez de Ayala genannt Kraken gewartet. Bevor der dritte Teil der "Trilogie der weißen Stadt" (die weiße Stadt ist Vitoria im spanischen Baskenland) im März erscheint, habe ich mir Teil 2 aus der Bücherei geholt.
Kraken leidet noch immer an den Auswirkungen seiner Schussverletzung aus dem ersten Band. Durch eine Aphasie kann er nicht sprechen und ist noch krank geschrieben. Seine Rehabilisierung geht nur schleppend voran, doch als ein bizarrer Ritualmord an seiner Jugendfreundin geschieht, zieht ihn seine Kollegin Inspectora Estíbaliz Ruiz de Gauna zur Klärung hinzu.

Die schwangere Annabel wurde nach keltischen Opfer-Ritual kopfüber über einen historischen Kupferkessel aufgehängt und ist in der Folge darin ertrunken. Die Tote war Krakens erste Freundin, die er als 16jähriger bei einem Sommer-Camp der geschichtlichen Fakultät kennengelernt hat. Dieser Sommer ist ihm und seinen Freunden für immer in Erinnerung geblieben, denn nicht nur Kraken war in Annabel verliebt.
Sie bleibt auch nicht die einzige Tote, sondern das Morden geht schneller, als erwartet weiter. Der Täter hat es auf Frauen und Männer abgesehen, die bald Eltern werden und sich im Dunstkreis von Kraken aufhalten. Das Geständnis seiner Chefin Alba, dass sie aller Wahrscheinlichkeit ein Kind von ihm erwartet, rückt Kraken und Alba mitten ins Geschehen als zukünftige Opfer....

Wie schon im ersten Band erzählt Eva García Sáenz wieder auf zwei Zeitebenen. Erzählt wird in der Gegenwart (2016) und in der Ich-Perspektive von Inspector Unai Alaya. Weiters gibt es Rückblenden ins besagte Jahr 1992, in dem Kraken, gemeinsam mit drei seiner Freunde aus der Clique, drei Wochen im archäologischen Camp verbracht hat.
Sehr schnell wird klar, dass die Mordserie einen Bezug zu seinem Aufenthalt in den Neunziger Jahren hat. Doch warum sollte der Mörder erst nach mehr als 20 Jahren zu morden beginnen?

Der Thriller ist sehr dicht und komplex. Das Setting sorgt für die Einzigartigkeit dieser Trilogie. Eva García Sáenz gelingt es auch diesmal die Stadt und die Umgebung sehr bildhaft darzustellen. Ich hatte die Umgebung, wie auch die Bauwerke, immer vor Augen und bin mit Unai durch die Straßen Vitorias gelaufen.
Die Autorin erzählt allerdings wieder sehr detailliert und ausschweifend. Hinzu kommt noch das relativ komplizierte Privatleben der Ermittler, was ab und zu zu Längen führt. Die Protagonisten entwickeln sich allesamt weiter und wuchsen mir immer mehr ans Herz.
Nach und nach werden die Puzzleteilchen an die richtigen Stellen gesetzt und der Leser bekommt einen Verdacht. Doch mit unverhofften Wendungen und so einigen Geheimnissen konnte mich die Autorin noch überraschen.
Band 2 fand ich zwar ein bisschen schwächer als den ersten, trotzdem konnte ich wieder tolle Lesestunden im Baskenland verbringen.

Schreibstil:
Der Schreibstil von Eva García Sáenz ist detailverliebt, lässt sich aber trotzdem sehr flüssig lesen. Die Figuren wurden sehr lebendig beschrieben und haben Ecken und Kanten. Meiner Meinung nach werden sie aber fast zu viel vom Leben gebeutelt. Kraken und Esti habe ich mittlerweile lieb gewonnen, aber ins Herz geschlichen hat sich Krakens Großvater, der immer sehr kluge Ratschläge parat hat und Kraken und seinen kleinwüchsigen Bruder auf den rechten Weg führt. Sehr interessant war auch der geschichtliche Beitrag zu den Kelten und ihren Ritualen.
Am Ende des Buches gibt es eine Auflistung aller Figuren inkusive Kurzbeschreibung.

Cover:
von links anch rechts:
das spanische Originalcover, danach das etwas befremdliche bulgarische Cover, das polnische und zum Abschluss das niederländische, welches das Cover von der Originalausgabe verwendet hat

Fazit:
Ein ebenso detailreicher zweiter Band der Reihe um die weiße Stadt Vitoria im Baskenland, der mich trotz kleiner Längen wieder fesselte und spannende Lesestunden brachte. Das außergewöhnliche Setting und die bildhaften Beschreibungen sind neben den aufsehenerregenden Morden das Um und Auf der Reihe.


Die Stille des Todes - Eva García Sáenz



    • Broschiert: 576 Seiten
    • Verlag: FISCHER Scherz; Auflage: 5. (26. Juni 2019)
    • Übersetzer: Alice Jakubeit
    • ISBN-10: 3651025888
    • ISBN-13: 978-3651025882
    • Originaltitel: El silencio de la ciudad blanca
    • Genre: Thriller
    • Reihe: ja - Band 1 (Inspector Ayala ermittelt)




Fischer Scherz Kurzbeschreibung:
Es sterben immer zwei. Sie sind immer gleich alt. Und sie kennen sich nicht.
Eine Stadt ist in Angst. In der Kathedrale von Vitoria liegt ein totes Paar, völlig nackt, die Hände auf der Wange des anderen. Das alles gleicht exakt einer Serie von Verbrechen vor zwanzig Jahren, die die Stadt in Atem hielt. Doch der Fall gilt als gelöst, der Täter sitzt in strenger Einzelhaft. Hat man damals einen Unschuldigen verurteilt?

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Vitoria, im spanischen Baskenland, erlebte vor 20 Jahren eine grausame Mordserie. Die Opfer waren ausnahmslos Paare. Sie sind gleich alt, kennen sich nicht und wurden symbolisch arrangiert. Der mutmaßliche Täter, der Historiker Tasio de Ortiz, wurde gefasst und verurteilt. Nun steht sein erster Hafturlaub bevor, als in der Kathedrale von Vitoria wiederum eine männliche und eine weibliche Leiche, nackt, die Hände an der Wange des anderen, gefunden wird. Exakt so arrangiert wie die Leichen vor 20 Jahren. Doch noch sitzt der damals Verurteile im Hochsicherheitstrakt. Wurde etwa der falsche Mann verhaftet? Oder gibt es einen Nachahmer?
Tasio wendet sich aus dem Gefängnis heraus direkt an Inspektor Unai Ayala, genannte "Kraken", und bietet ihm seine Hilfe an.Er glaubt die Gedankengänge und Motivation des wahren Täters zu kennen....

"Die Stille des Todes" ist der Auftakt einer neuen Thrillerreihe der baskischen Autorin Eva Garcia Sáenz. Der Einstieg in das Buch ist rasant, allerdings verwirren die spanischen Namen, viele Straßenbezeichnungen und Gebäudenamen, selbst für Leser mit Spanischkenntnissen, sehr. Die Bezeichnungen sind allerdings für spätere Schauplätze wichtig. Mit der Zeit findet man sich aber zurecht und taucht ein in eine grausame Mordserie, die absolut fesselt und uns an die schönsten Plätze der spanischen Stadt Vitoria führt. Allerdings benötigt der Thriller ein bisschen Anlaufzeit, da man neben den Schauplätzen auch die handelnden Figuren erst kennenlernen muss. Der komplexe Aufbau, den Eva Garcia Sáenz gekonnt angelegt hat, gibt nach und nach immer mehr Hintergrundinformationen rund um die symbolische Anordnung der Paare her.

In einem zweiten Handlungsstrang blendet die Autorin zurück in das Jahr 1970. Lange Zeit hat der Leser keine Ahnung wie diese Zeitebene und die Figuren zu den aktuellen Morden passen könnten. Gekonnt wird dadurch die Spannung erhöht und zum Schluss hin werden beiden Zeitstränge zusammengeführt.

Erzählt wird aus der Ich-Perspektive von Unai Ayala, dem eigentlichen Profiler im Team. Der sympathische Mann, der seine Frau und sein Kind verloren hat, liebt seine Heimat und seinen Goßvater, bei dem er aufgewachsen ist. Gemeinsam mit seiner Kollegin Inspektorin Esti Gauna versucht Ayala den Täter zu finden, denn die Morde finden in immer kleiner werden Abschnitten statt. Der zusätzliche Hype durch die Twitter Meldungen, die die Einwohner von Vitoria auf Alaya aufmerksam machen, erschweren allerdings die Nachforschungen. Als die Angriffe persönlich werden, haben Alaya und auch Esti nichts mehr zu verlieren. Zum Ende hin nimmt die Story nochmals richtig Fahrt auf und hält den Spannungsbogen hoch. Der Schluss ist nicht vorhersehbar, was ein zusätzlicher Pluspunkt ist.
Ich werde diese neue spanische Reihe auf jeden Fall weiter verfolgen und freue mich schon auf den zweiten Fall, der bereits im Oktober auf Deutsch erschienen wird.

Schreibstil:
Der flüssige Schreibstil, als auch die historischen und bildhaften Beschreibungen der Stadt Vitoria und der Umgebung, haben mich an den Thriller gefesselt. Einige unnötige Details bringen auch ein paar kleine Längen in den Thriller, störten mich aber nicht wirklich.
Der Thriller hat 25 Kapitel, bei denen als Überschrift der Tweed von Tasio eingeblendet wird.

Cover:

Die Cover aus Polen, Bulgarien und das spanische Original
 Fazit:
Ein gelungener Reihenauftakt mit einem nicht so alltäglichen Schauplatz und einem sympatischen Ermittlerteam. Düster und fesselnd mit überraschenden Wendungen. Ich freue mich schon auf den nächsten Fall von Unai Alaya.
 

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