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Cop Town - Karin Slaughter



    • Broschiert: 544 Seiten
    • Verlag: Blanvalet Verlag (9. November 2015)
    • ISBN-10: 3764505516
    • ISBN-13: 978-3764505516
    • Originaltitel: Cop Town
    • Genre: Thriller 
    • Reihe: nein - Einzelbuch


Blanvalet Kurzbeschreibung: 
Atlanta, 1974: Kate Murphy fürchtet, dass ihr erster Tag beim Police Department gleichzeitig ihr letzter sein könnte. Denn ein Killer terrorisiert die Stadt – seine Opfer sind ausschließlich Cops. Und als würde das nicht reichen, machen auch Kates männliche Kollegen ihr den Job zur Hölle: Eine weibliche Polizistin zählt in ihren Augen keinen Cent. Zum Glück ist Kate nicht allein. Auch ihre Partnerin Maggie Lawson spürt, wie die Stimmung unter den männlichen Kollegen kippt. Ihnen ist jedes Mittel recht, um den Killer zur Strecke zu bringen. Und plötzlich befindet sich Atlanta im Ausnahmezustand – denn die Cops beginnen eine brutale Menschenjagd und werden so gefährlich wie der Killer selbst.

Meine Bewertung: * * *

noch für die Weltenbummler Challenge 2015
(da mehr als die Hälfte noch in 2015 gelesen)

Darum gehts: 
Es ist 1974 in Atalanta, als Kate Murphy, eine junge Frau, die gerade Witwe geworden ist, beschließt Polizistin zu werden. Genau zu diesem Zeitpunkt treibt der Atlanta Shooter, ein Copkiller, sein Unwesen. Aber zu weitaus größeren Hürden wird für Kate die frauenfeindliche Atmosphäre beim Atlanta Police Department. Gemeinsam mit Maggie Lawson, deren Onkel Terry und Bruder Jimmy ebenfalls Cops sind, versuchen sie ihre Arbeit zu machen und den Killer zur Strecke zu bringen...ein wahrlich schwieriges Unternehmen in dieser Zeit voller Korruption, Rassen- und Frauenhass und Gewalt.....

Meine Meinung:
Als Kate Murphy beschließt Polizistin zu werden, weiß sie noch nicht, was ihr bevorsteht. Ihr Mann ließ sein Leben im Vietnamkrieg und so versucht sie auf ihren eigenen Füßen zu stehen. Nach ihrer Abschlussprüfung empfängt sie am ersten Arbeitstag ein Rudel ungehobelter Kollegen, die sie betatschen, als wäre sie Freiwild. Die wenigen Frauen im Police Department haben es schwer, denn die männlichen Cops sind allesamt rassistisch, frauenfeindlich und die meiste Zeit betrunken. Sie werden von ihren männlichen Kollegen nur zu unwichtigen Einsätzen herangezogen und tägliche Übergriffe gegen sie sind "normal". So haben es Kate und vorallem ihre Kollegin Maggie, deren Onkel Terry und Bruder Jimmy, ebenfalls bei der Polizei sind, sehr schwer ihre Abeit zu erledigen, da ihnen immer wieder Steine in den Weg gelegt werden. Die Polizistenmorde der letzten Zeit machen die Sache nicht einfacher, vorallem da Jimmy beim letzten derartigen Überfall verletzt und sein Partner getötet wurde. Die beiden Frauen bemerken schnell, dass bei Jimmys Aussage etwas nicht stimmen kann....

Karin Slaughter hat in "Cop Town" wieder die 70-iger Jahre aufleben lassen. Bereits in ihrem letzten ins Deutsche übersetzten Thriller "Bittere Wunden" hat sie die gesellschaftspolitischen Themen der 70-er Jahre aufgegriffen: Gewalt, Rassismuss, fehlende Frauenrechte und Schwulenhass. Auch hier sind dies die zentralen Punkte. Die weißen Männer fühlen sich als die "Krönung der Menschheit", alle anderen Rassen oder das andere Geschlecht ist minderwertig. Korruption und Homophobie sind ebenfalls zentrale Themen. Somit ist auch der Hintergrund im Buch düster und bedrückend, die Kritik an der Gesellschaft immer dominierend. So hatte ich oft beim Lesen eine richtige Wut im Bauch....
Auch das Vietnamthema wird des öfteren aufgegriffen....für mich ein typischer amerikanischer Thriller.

Die beiden Protagonistinnen sind sehr unterschiedlich und doch ergänzen sie sich sehr gut. Bis vorallem Kate lernt, sich gegen all die körperlichen Attacken und die sexuellen Belästigungen zu wehren und sich durchzusetzen, dauert es eine Weile. Im Laufe des Thrillers taucht man tief in den Alltag der beiden Polizistinnen ein, der alles andere als einfach ist. Dieser wird sehr detailiert erzählt und so vermisst man über weite Strecken die Spannung, die erst am Ende aufkommt und in einem rasanten Finale endet.

Schreibstil:
Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus Kates und aus Maggies Sicht, dazwischen findet man kurze Kapitel eines gewissen "Fox", der der mutmaßliche Täter ist, aber dem Leser sonst unbekannt bleibt.
Die Sprache ist ziemlich derb, schon fast vulgär. Wüsste ich nicht, dass eine Frau dieses Buch geschrieben hat, würde ich eher auf einen männlichen Autor schließen. Die Charaktere sind sehr gut getroffen und beschrieben. Irgendwie hat man eine Horde Tom Selleks vor Augen ;)

 Cover:

Mir gefällt das deutsche Cover viel, viel besser, auch wenn neuerlich ein Frauengesicht am Titelbild prangt. Die englischen Ausgaben sagen mir jetzt eigentlich nicht wirklich zu und ich finde sie nichtssagend...



Fazit:
Ein Einzelband der Thrillerautorin, der in den 70-iger Jahren spielt. Sozialkritisch und düster. Leider kam bei mir  größtenteils über die mehr als 500 Seiten kein richtiges Thrillergefühl und auch wenig Spannung auf. Der gesellschaftskritische Teil wird aber sehr gut erklärt und lässt einem oft sprachlos zurück.



Vielen Dank an den Blanvalet Verlag und das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar!

Zwei auf Umwegen - Taylor Jenkins Reid




    • Broschiert: 432 Seiten
    • Verlag: Diana Verlag (8. September 2015)
    • ISBN-10: 3453291743
    • ISBN-13: 978-3453291744
    • Originaltitel: After I do
    • Genre: Roman, Gegenwartsliteratur



Diana Verlag Kurzbeschreibung: 

Elfeinhalb Jahre lang waren Lauren und Ryan das perfekte Paar. Doch seit Lauren mit dem Hund häufiger spricht als mit ihrem Mann, kann sie die Wahrheit nicht mehr leugnen: Ihre Ehe steckt in einer tiefen Krise. Ein Jahr Trennung soll die Liebe zurückbringen. Sie vereinbaren nur eine Regel: kein Kontakt. Alles andere ist erlaubt. Unsicher, aber auch aufgeregt stürzt Lauren sich ins Leben … doch wird es sie wieder zu Ryan führen?

Meine Bewertung: * * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Darum geht's:
Nach etwas mehr als elf Jahren ist die Liebe von Lauren und Ryan zerbrochen. Sie streiten sich wegen jeder Kleinigkeit und haben vergessen, wie man richtig kommuniziert. Jeder fühlt sich unverstanden und steckt immer wieder wegen seinem Partner zurück, obwohl er das eigentlich gar nicht möchte. So staut sich langsam, aber unaufhörlich, die Wut und der Hass auf den anderen, bis sich das einst perfekte Paar eingesteht, dass es besser wäre sich zu trennen. Daraus wird ein Jahr "Trennung auf Zeit" - ohne Kontakt. Und nicht nur der Leser fragt sich hier: Wie wird die Beziehung nach einem Jahr aussehen?

Meine Meinung:
Gleich vornweg: Ich war mehr als positiv von diesem Buch überrascht! Hier findet man eine wunderbare Liebesgeschichte ohne Kitsch und Gefühlsduselei, mit äußerst sympathischen Charakteren und vielen Zeilen zum Nachdenken.

Ein Liebesroman, der einmal nicht dem klassischen Muster entspricht. Er beginnt nicht beim Kennenlernen, sich verlieben und endet bei oder kurz vor der Hochzeit. Der Kern der Geschichte dreht sich um die Zeit danach....genauer gesagt nach elfeinhalb Jahren Ehe. Zu Beginn lässt die Autorin den Leser, im ersten Teil von insgesamt fünf Abschnitten, an dem "Vorher" teilhaben. Diese Kapitel sind eher kurz gehalten und lassen uns Lauren und Ryan besser kennenlernen. Beide sind sehr sympathische und warmherzige Menschen.
In den restlichen vier Abschnitten geht es um das Kernthema des Romans: die Trennung auf Zeit und wie beide Protagonisten damit zurecht kommen, wobei das Hauptaugenmerk bei Lauren liegt. Dabei lernen wir auch ihre Familie näher kennen: Rachel, ihre jüngere Schwester, die auch gleichzeitig Laurens beste Freundin ist und mit der sie alle Geheimnisse teilt. Charly, ihren jüngeren Bruder, ein kleiner Nachzügler und im Wesen ganz anders als die Mädchen. Er ist mehr der Außenseiter, der nicht genau weiß, was er aus seinem Leben machen soll. Die Mutter der drei, die diese ohne Vater aufgezogen und nie aufgegeben hat und die Oma, die eigensinnige und schrullige alte Dame, die man ebenfalls sofort ins Herz schließt.

Die Geschichte ist weder vorhersehbar, noch langweilig. Ich habe das Buch inhaliert und in kürzester Zeit ausgelesen. Die Autorin versteht es äußerst glaubwürdig diese Trennung auf Zeit zu beschreiben. Sie benutzt dabei weder den erhobenen Zeigefinger, noch verurteilt sie einen der beiden Ehepartner. Im Gegenteil: nach der Trennung wird Ryan von Laurens Familie noch genauso geliebt und es gibt auch keine Schuldzuweisungen. Das findet man ja leider im realen Leben nicht sehr oft...
Auch dem Leser fällt es leicht beide zu mögen, denn  sowohl Lauren, als auch Ryan sind wunderbare und warmherzige Charaktere. Sie sind greifbar und Menschen wie du und ich. Ich habe mit ihnen gelacht und mitgelitten....


Taylor Jenkins Reid erklärt den Lesern, dass eine Beziehung "eines fast perfekten Paares" ebenso in die Krise schlittern kann, wie jedes andere "beliebige Paar". Man spürt durch die Zeilen, wie beide leiden, aber gleichzeitig wissen, dass dies die einzige Lösung ist. Sowohl Lauren, als auch Ryan versuchen sich ein neues Leben aufzubauen, was beiden Protagonisten anfangs nicht sehr gut gelingt. Nicht aufgeben und den neuen Alltag meistern, sind zu Beginn die anfänglichen Ziele. Keiner nutzt die neue Situation sofort aus und doch entdecken sie, dass sie ihre eigenen Wünsche viel zu oft zurückgestellt haben. Unsere Hauptprotagonisten wachsen an der neuen Aufgabe und entwickeln sich im Laufe der Geschichte weiter.

Schreibstil:
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und emotional, ohne kitschig zu sein. Die Handlung ist aus Laurens Sicht und in der "Ich-Form" geschrieben. Die Geschichte ist aus dem Leben gegriffen, realistisch und gut durchdacht. Eigentlich berichtet die Autorin über ein trauriges Thema, das hier aber sehr feinfühlig und auch humorvoll umgesetzt wurde. Der Leser findet viele wunderbare Zitate auf den 432 Seiten, die man sich sofort in ein Zitatenbüchlein eintragen möchte.

Cover:
Tja, nachdem wir fast alle diese neuen Cover mit Scherenschnitten lieben, brauche ich wohl nicht zu sagen, welches Cover mir am besten gefällt. Und ich muss sagen, dass ich die beiden englischsprachigen Titelbilder wirklich hässlich finde! Vorallem das mit den angebrannten Toast, weist eher auf ein Buch aus dem Chick-lit Genre hin.



Fazit:
Ein wunderbares und emotionales Buch - ohne Kitsch und Gefühlsduselei, mitten aus dem Leben gegriffen mit sympathischen Charakteren und tollen Weisheiten. Für mich eine äußerst positive Überraschung! Meine Leseempfehlung!


Vielen Dank an den Diana Verlag und das Bloggerportal für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!


Eine Hoffnung am Ende der Welt - Sarah Lark



    • Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
    • Verlag: Bastei Lübbe (Lübbe Hardcover); Auflage: 1. Aufl. 2015 (10. Dezember 2015)
    • ISBN-10: 3785725434
    • ISBN-13: 978-3785725436
    • Genre: Historischer Roman, Roman


Bastei Lübbe Kurzbeschreibung:
In den Wirren der 1940er Jahre verschlägt es die junge Helena mit ihrer Schwester Luzyna nach Persien. Als sie Aufnahme in Neuseeland erhalten sollen, keimt Hoffnung in Helena auf. Doch nur eine der jungen Frauen wird für die Verschickung ausgewählt. Zur gleichen Zeit bricht James McKenzie aus Neuseeland auf. Gegen den Willen seiner Eltern will der wagemutige Flieger in Europa für die Ideale der Freiheit kämpfen. Das Schicksal führt James' und Helenas Wege zusammen ...

Meine Bewertung: * * undeinhalb


Buch zur Weltenbummler Challenge

Darum geht's:
Die beiden polnischen Schwestern Luzyna und Helena verlieren im zweiten Weltkrieg in Sibirien ihre Eltern und werden 1944 von den Alliierten nach Persien gebracht, wo sie in einem Auffanglager unterkommen. Das ferne Neuseeland nimmt davon ein paar Hundert polnische Waisenkinder auf und bietet ihnen Asyl. Luzyna erhält die Genehmigung, während die neunzehnjährige Helena bereits zu alt für die Aufnahme ist. Doch als Luzyna zu spät kommt, nimmt Helena ihren Platz ein und erreicht schließlich Neuseeland. In Pahiatua auf der Nordinsel werden die Ankömmlinge im "Polish Childrens Camp" untergebracht. Helena möchte gerne in Neuseeland bleiben, doch sie hütet gleich zwei Geheimnisse....

Meine Meinung:
Ich liebe die Neuseelandromane von Sarah Lark, auch wenn ich bis jetzt nur die Neuseelandsaga (1. Im Land der weißen Wolke, 2. Das Lied der Maori, 3. Der Ruf des Kiwis) komplett und von der Kauri Trilogie erst Band Eins (Das Gold der Maori) gelesen habe. Deshalb freute ich mich schon sehr auf dieses neue Buch, das (noch) keiner Reihe angehört und das ich unabhängig lesen konnte. Leider war "Eine Hoffnung am Ende der Welt" eine herbe Enttäuschung!

Während die Romane der Autorin normaler Weise zwischen 600 und 900 Seiten haben, hat diese Geschichte nur 400 Seiten und erschien mir wie ein "Geschichtengerüst". Oberflächlich und vorhersehbar der Inhalt, viele Szenen nur angerissen oder schnell abgewickelt...irgendwie kein Wunder, wenn die Autorin normaler Weise für eine ähnliche Geschichte die doppelte Seitenanzahl benötigt. Mir fehlte hier sowohl die Tiefe, als auch eine neue Story. Die Charaktere entsprechen leider sehr den Klischees und hatten kaum Ecken oder Kanten. Helena ist zwar eine liebenswürdige junge Frau, die einige Geheimnisse verbirgt, doch auch bei ihr fehlte mir das gewisse Etwas.
Mit James McKenzie erleben wir einen jungen Mann, der sich gegen den Willen seiner Eltern freiwillig für den Krieg gemeldet hat. Er ist ein tollkühner Flieger und liebt seine Maschine. Doch steht er vor dem Kriegsgericht, da er sich weigerte Bomben über deutsche Städte abzuwerfen. Beide Handlungsstränge verknüpfen sich diesmal schon relativ früh und Helena findet Zuflucht auf Kiward Station.

Sarah Lark Leserinnen wird Kames McKenzies Elterhaus, nämlich Kiward Station, bekannt vorkommen, denn die Farm war bereits Schauplatz in der ersten Neuseelandsaga. Wer eines der drei Bücher (oder alle drei) gelesen hat, wird auf einige gut bekannte Charaktere treffen.
Und auch alle, die sich noch nicht mit der Maori-Kultur auseinander gesetzt haben, werden in diesem Roman viel darüber lernen und interessante Dinge erfahren. Wer schon Neuseelandkenner ist, wird vieles bereits wissen und trotzdem noch das eine oder andere dazulernen. Die Liebe, die die Autorin zu diesem Land verbindet, erkennt man in jedem ihrer Romane und ist durch die Zeilen hindurch spürbar. Gerne lasse ich mich immer wieder "ins Land der weißen Wolke" entführen, doch hoffe ich das nächste Mal auf eine etwas ausgereiftere und nicht so vorhersehbare Geschichte!

Wunderschön finde ich die Innengestaltung des Buches, gezeichnet von Tina Dreher (Sie illustrierte bereits die Cover der Jahrhundert-Saga von Ken Follet oder die Zeitenzauber Reihe von Eva Völler). Bei jedem Kapitel findet man in der rechten oberen Ecke eine kleine Zeichnung, die Bezug zum Aufenthaltsort der Protagonisten nimmt. Auch im ersten Drittel des Buches entdeckt der Leser einige Bilder, wie das rechts abgebildete und am Ende findet man eine wunderschöne Illustration, die man aufklappen kann. Auf der Innenseite des Covers findet man eine Karte von Europa, Afrika, Asien,  Australien und Neuseeland.
Auch das Cover wurde von Tina Dreher gestaltet.

Während die Geschichte mehr oder weniger sehr vorhersehbar abläuft, kommt auf den letzten hundert Seiten etwas Spannung auf und ließ mich an die Vorgängerromane der Autorin denken, die mich immer wieder begeistert haben. Leider war dies hier nur selten der Fall....

Interessant fand ich allerdings das Nachwort der Autorin, die über ihre Recherchen berichtete. Kaum jemand weiß, dass wegen des Hitler-Stalin Paktes der Großteil ostpolnischer Bürger zunächst nach Sibirien verbannt wurde. Die Überlebenden wurden später von den Alliierten nach Persien in ein Lager gebracht, wo anschließend rund 800 Menschen, vorwiegend Kinder und Jugendliche von Neuseeland aufgenommen wurden. Das Polish Childrens Camp gab es wirklich und war zuerst als Übergangslösung gedacht, aber nach Übernahme der Kommunisten in Polen nach Ende des Zweiten Weltkrieges, wurden die meisten Flüchtlinge eingebürgert.

Schreibstil:
Das Buch liest sich sehr leicht und ist sicher nicht gehobene Literatur, aber der Schreibstil ist flüssig und angenehm. Leider vermisste ich hier sowohl die Spannung, als auch etwas Neues. Habe ich in meiner letzten Sarah Lark Rezension noch geschrieben: "Wie üblich fesselnd geschrieben mit der richtigen Dosis Abenteuer, Gefühl und Historie", kann ich diesen Satz diesmal nur bedingt recht geben.

Fazit:
Meiner Meinung nach das bisher schlechteste Buch der Autorin: vorhersehbar, flache Charaktere, oberflächlich. Einzig die Landschaftsbeschreibungen und die Erzählungen rund um die Maori-Kultur sind wieder gelungen und lassen Fernweh aufkommen. Die Geschichte drumherum ist zu konstruiert und langweilig....leider!


Mörderischer Freitag - Nicci French



    • Broschiert: 416 Seiten
    • Verlag: C. Bertelsmann Verlag (21. September 2015)
    • ISBN-10: 3570102319
    • ISBN-13: 978-3570102312
    • Originaltitel: Friday on my Mind
    • Reihe: ja - 5. Band um Frieda Klein



Bertelsmann Kurzbeschreibung: 
Frieda Kleins Ex-Lebensgefährte Sandy wird ermordet in der Themse aufgefunden. An seinem Handgelenk befindet sich ein Patientenarmband mit ihrem Namen. Frieda ist tief getroffen und gerät noch dazu ins Visier der Polizei, bei der sie an wichtigen Stellen höchst unbeliebt ist. Doch bevor es zur Anklage kommt, hat Frieda Klein sich abgesetzt und ermittelt auf eigene Faust. Wie hat Sandy nach der Trennung von ihr gelebt? Wer waren seine Geliebten, Freunde, Kollegen? Frieda stellt fest, wie wenig sie ihren Ex-Partner kannte, und als sie hinter das Geheimnis kommt, schwebt sie in höchster Gefahr …

Meine Bewertung: * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

 ****TIPP: Dieses Buch würde ich ohne Vorwissen zu den Vorgängerbänden NICHT lesen!****

Darum geht's:
In der Themse wird die Leiche von Sandy, Frieda's Ex-Lebensgefährten, gefunden. Die Spur führt unweigerlich zu Frieda, da er um sein Handgelenk ein Patientenarmband mit ihren Namen angebracht hat. So wird Frieda für die Polizei zur Hauptverdächtigen, da auch ihre Feinde nichts unversucht lassen, sie zu denunzieren. Ihr bleibt nichts anderes übrig als unterzutauchen...

Meine Meinung:
Als Frieda zur Identifizierung der männlichen Leiche gerufen wird, die ihr Patientenarmband trägt, erkennt sie erst nach einiger Zeit, dass der Tote ihr Ex-Lebensgefährte Alexander Holland, genannt Sandy, ist. Zutiefst geschockt versucht sie herauszufinden, wie sein Leben nach der Trennung ausgesehen hat und hört von einem Mann, der mit ihrem ehemaligen Freund nicht mehr viel gemeinsam hatte. Angeblich soll alleine Frieda schuld daran sein, dass er sich zu einem zynischen und auch ängstlichen Mann gewandelt hat, dem auch Wutausbrüche nicht fremd waren....so ganz anders, als Frieda und wir Leser ihn in Erinnerung haben. Der Schmerz um die Trennung scheint ihn verwandelt zu haben.....
Natürlich melden sich Polizeipräsident Crawford und Friedas größter Widersacher, Professor Hal Bradshow, sofort bei den zuständigen Ermittlern, und lassen kein gutes Haar an der Therapeutin. Durch ihre eigenwillige Art sammelt Frieda ebenfalls keine Pluspunkte bei DCI Hussein, der leitenden Beamtin, und so wird sie bald zur Hauptverdächtigten. Nur ihre Freunde glauben nicht eine Minute daran, dass Frieda ihren Exfreund umgebracht hat.
Bevor sie verhaftet werden soll, taucht Frieda jedoch unter und beginnt - wie schon in Band 4 der Reihe - auf eigene Faust zu ermitteln. Sie ist überzeugt davon, dass Dean Reeve für den Mord an Sandy verantwortlich ist und fühlt sich mitschuldig am Tod. Doch steckt wirklich Reeve hinter dem Mord? Frieda tappt lange Zeit im Dunkeln und gerät dabei in größte Gefahr.....

Nachdem sich Frieda auf der Flucht befindet, wechselt die Perspektive zu unserer Hauptprotagonistin und wir stehen bei den Ermittlungen auf derselben Stufe. Dabei läuft Frieda wieder - wie schon aus den anderen Bänden gewohnt, oft stundenlang durch die Straßen Londons. Doch diesmal sind es Viertel, in denen sie sich üblicher Weise nicht aufhält.

Der fünfte Band ist sehr ruhig und spannungsarm. Wer die Reihe noch nicht kennt - und ich würde niemand empfehlen mitten drinnen mit dem Lesen zu beginnen! - wird sich langweilen und versteht auch einige Rückblenden nicht. Für Kenner der Reihe ist der eher unspektakuläre Mittelteil eher ein "Weitertasten in der Geschichte". Obwohl das Autorenpaar, Nicci Gerard und Sean French, nicht an Wendungen spart, kommt erst am Schluss wirklich Spannung auf.
Auch wenn dieser fünfte Band als Frieda's persönlichster Fall beschrieben wird, fehlte hier doch so Einiges! Das zweifelhafte Verhalten der Ermittler und manche unglaubwürdige Begebenheiten machen "Mörderischer Freitag" zum bisher schwächsten Buch der Reihe.

Schreibstil:
Wie auch schon in den Vorgängerromanen schreibt das Autorenehepaar wieder sehr detailliert und ausführlich. Doch diesmal konnte ich mich nicht wirklich in die Geschichte hineinversetzen und Kommissar Zufall hatte seine Hände zu oft im Spiel.

Cover:
Das Originalcover gefällt mir eigentlich ganz gut. Das könnte Frieda sein, wie sie durch das nächtliche London läuft. Aber auch die deutschen Cover passen sehr gut, die immer eine Ansicht der Hauptstadt Großbritanniens zeigen.

Fazit:
Für mich bis jetzt der schwächste Teil, der mit einigen Längen und einem zweifelhaften Verhalten der ermittelnden Polizei, aufwartet.

Ich sehe was, was du nicht liebst - Heike Abidi



    • Taschenbuch: 254 Seiten
    • Verlag: Amazon Publishing (8. Dezember 2015)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 1503954528
    • ISBN-13: 978-1503954526
    • Genre: Roman, Humor

Amazon Kurzbeschreibung: 
Marlene Winter ist eine glückliche Hausfrau. Jedenfalls glaubt sie das. Dass sie mit der Zeit immer mehr zur Sklavin ihres Ehemanns und ihrer verwöhnten Kinder mutiert, nimmt sie überhaupt nicht wahr. Als ein Wellnesswochenende mit ihrer Freundin bevorsteht, übermannt sie das schlechte Gewissen – und sie sagt kurzfristig ab. Man könnte glauben, ihr sei nicht mehr zu helfen. Doch das Schicksal meint es gut mit Marlene und startet einen letzten Versuch, sie zur Vernunft zu bringen. Einen ziemlich radikalen Versuch: Marlene löst sich in Luft auf. Sie wird urplötzlich unsichtbar. Was bedeutet, dass sie nicht nur zum Nichtstun verdammt ist, sondern auch dazu, mit anzuhören, was ihre Familie wirklich über sie denkt. Eine heilsame Rosskur, die ihr so einiges klar macht. Aber was hat sie nun von ihrer Erkenntnis, unsichtbar, wie sie ist?

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Darum geht's: 
Marlene ist die typische Familienmanagerin. Außer dem perfekt geführten Haushalt, macht sie ihrem Mann noch die Firmenbuchhaltung  - natürlich unentgeltlich. Doch weder Ehemann, noch die drei Kinder erkennen, was Marlene eigentlich leistet. Im Gegenteil: Es wird noch gemeckert und die pubertierende Tochter versteht auch noch äußerst geschickt ihre Mutter zu manipulieren. Als sie ihre Freundin Jessica zu einem Wellness-Wochenende überredet, fühlt sich Marlene schlecht und hat auch noch Gewissensbisse. Deshalb sagt sie kurzfristig ab. Als sie völlig erschöpft ins Haus zurückkehrt, merkt sie plötzlich Veränderungen an sich...sie löst sich in Luft auf. Als ihre Familie nach Hause kommt und annimmt Marlene wäre im Wellnesshotel, erfährt sie so einiges über ihre Lieben und was diese eigentlich über sie denken...ganz nach dem Motto: "Der Lauscher an der Wand hört seine eigene Schand"......

Meine Meinung:
Unsere Hauptprotagonistin Marlene stellt ihre eigenen Bedürfnisse seit Jahren hinten an, denn am Wichtigsten ist für die das Wohl ihrer Familie. So erkennt sie nicht, dass sie eigentlich von allen nur ausgenutzt wird. Mit der plötzlichen Unsichtbarkeit und ihrer Verurteilung zum Nichtstun, eröffnen sich ganz neue Perspektiven für unsere Hauptprotagonistin. Doch bis Marlene das erkennt, passiert hier so einiges und das hat Heike Abidi wieder mit viel Witz und Ironie in "Ich sehe was, was du nicht liebst" beschrieben.

Die Autorin versteht es mit ihrer humorvollen Schreibweise die Leser zu unterhalten. Bereits in ihrem Roman "Dancing Queens", den sie gemeinsam mit Tanja Janz unter dem Pseudonym Jana Fuchs geschrieben hat, als auch mit dem Jugendromanen "We love Fashion" unter dem Pseudonym Maya Seidensticker, hat mich Heike Abidi komplett überzeugt.
Die Grundidee des Buches ist keineswegs neu. Ich kann mich noch an einen uralten Film erinnern, den ich als Kind gesehen habe und der "Als Mutter streikte" hieß. Doch Heike Abidi hat in ihrer Geschichte nicht nur die typischen zu erwartenden Ereignisse, sondern auch unerwartete Wendungen eingebaut.

Ebenso hat der Leser sofort das Gefühl die einzelnen Familienmitglieder zu kennen. Die Charaktere sind wunderbar gezeichnet und lebensecht und entwickeln sich im Laufe der Geschichte realistisch weiter. Ich habe mit Marlene mitgelitten oder so manchen Wutanfall mit ihr geteilt. Wer selbst eine Teenagertochter zuhause hat, der wird mehr als nur eine Szene daraus wiedererkennen. Und die Ansichten so mancher Ehemänner sind leider auch noch ähnlich oder genauso veraltert, wie die von Phil. Denn, wie hieß es in einem alten Schlager von damals schon: "Das bisschen Haushalt, macht sich von allein, sagt mein Mann..."
Jedoch beinhaltet die Geschichte rund um Marlene und ihre Familie nicht nur lustige Szenen. Die Autorin zeigt vorallem auf, wie ausgenutzt diese von ihrem Mann und den Kindern wird und wie ihre Bemühungen überhaupt nicht geschätzt werden. Bei manchen Szenen wurde ich richtig wütend, andere machen einem nachdenklich, denn wohl jede Mutter findet sich in vielen Szenen wieder.  So regt doch die eine oder andere Situation zum Nachdenken an.

Schreibstil:
Der junge, lockere und flüssige Schreibstil gewürzt mit viel Humor lässt einem durch die Seiten fliegen. Die Kapitel sind kurz gehalten, ziemlich dialog-lastig und wechseln zwischen der Ich-Perspektive von Marlene und einem Erzähler in der 3. Person, der das Leben der restlichen Familienmitglieder beleuchtet.

Fazit:
Ein humorvoller und kurzweiliger Roman, der trotz viel Witz und Charme auch zum Nachdenken anregt. Gewürzt mit einer Prise Fantasie und dem eigentlich Unmöglichen, nämlich unsichtbar zu sein, erlebt hier der Leser eine erfrischende Geschichte.


Mein Dank gilt der Autorin für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares und Lovelybooks für die Leserunde!

Abschiedskonzert - Kristina Herzog


Edition Oberkassel Kurzbeschreibung: 
Die Berliner Klassik-Szene ist erschüttert: Der Kopf des renommierten Dirigenten Kolja Fechner liegt verlassen im Foyer eines Konzerthauses.  Mehr ist vom Körper nicht auffindbar. Neuberliner Alexander Rosenberg und die alleinerziehende Kathleen Neubauer müssen während der Ermittlungen zu einem Team werden. Als sie Unvorhergesehenes im Leben des Dirigenten entdecken, wird der Fall immer komplexer, die Zahl der möglichen Motive und somit der Täter steigt. Wird ein in der Spree versenkter Basskoffer zur Lösung beitragen

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb


Buch zur Weltenbummler Challenge

Darum geht's:
Im Berliner Konzerthaus findet die rumänische Putzfrau den abgetrennten Kopf des Star-Dirigenten Kolja Fechner. Vom Rest der Leiche fehlt jede Spur. Der Heidelberger Neuzugang bei der Kripo, Alexander Rosenberg, wird vom Chef als Teamleiter mit dem Mordfall beauftragt. Das schmeckt den Kollegen natürlich gar nicht. Gemeinsam mit seiner Kollegin Kathleen Neubauer soll er den Mörder überführen. Die Alleinerzieherin ist alles andere als erfreut mit dem Grünschnabel zusammenzuarbeiten und Kollege Lukas Meister ist sauer, da er sich übergangen fühlt. Nicht gerade die besten Voraussetzungen für den Neuling, der in Berlin sein Referendariat als Jurist abgebrochen und seine untreue Ex-Verlobte zurückgelassen hat. Auch sein Vater, Professor für Strafrecht und seine Mutter, Ärztin, sind von seiner Entscheidung alles andere als begeistert. Doch Alexander will es allen beweisen.

Meine Meinung:
Die Ermittler in Kristina Herzog's Kriminalroman wachsen dem Leser schnell ans Herz. Alexander und Kathleen sind zwei sympathische und lebensechte Charaktere, die sich zwischen Job und Privatleben aufreiben. Während Kathleen, wie jede berufstätige alleinerziehende Frau Schwierigkeiten hat, Beruf und Privatleben unter einem Hut zu bringen, und ihr Chef ihr immer wieder Steine in den Weg legt, versucht Alexander in Berlin und im neuen Job Fuß zu fassen. Die Untreue seiner langjährigen Verlobten hat ihn außerdem ziemlich aus der Bahn geworfen. Trotz der in die Handlung eingebauten privaten Probleme der Ermittler nehmen diese nicht Überhand und der Fokus bleibt bei den Ermittlungen im Konzerthaus.
Diese laufen allerdings alles andere als gut! Nicht nur der Chef des LKA unterstützt die Beiden in keinster Weise, sondern auch die Presse teilt heftig aus und die Pressesprecherin des Konzerthauses versucht ebenfalls alles, um die Ermittlungen zu stören....
Während sich Alexander in der Welt der klassischen Musik wie zuhause fühlt, bleibt Kathleen bei den Verhören am Ball und so ergänzen sich die beiden im Laufe des Krimis immer mehr und werden ein eingespieltes Team. Doch das dauert mehr als 200 Seiten und bis dahin haben beide alle Hände voll zu tun: Der ermordete Dirigent hatte nämlich nicht nur zahlreiche Affären, sondern war auch in dubiose Geschäfte verwickelt. So sind die Tatverdächtigen zahlreich. Doch dann findet man eine weitere Leiche......

Schreibstil:
Der Krimi lässt sich flüssig lesen und der Spannungsbogen steigt kontinuierlich. Sehr gefallen haben mir die Dialoge und Gedankengänge der Ermittler. So bemerkt man als Leser, wie Kathleen und Alex langsam zu einem Team zusammenwachsen und hat nebenbei auch einiges zum schmunzeln. Die Beiden haben Persönlichkeit und sind äußerst lebendig beschrieben. Gerne würde ich noch mehr Krimis mit diesem sympatischen Ermittlerpaar lesen!

Cover:
Das Cover ist mit dem Bild von einem Cello und einem blutbefleckten Tuch absolut passend. Auch die rote Farbe des Einbandes lässt auf einen Krimi schließen.

Fazit:
Ein solider Krimi im Musikmilieu mit einem sehr sympathischen Ermittlerpaar, von dem ich noch gerne mehr lesen möchte! Interessante Wendungen erhalten die Spannung auf den rund 250 Seiten. Für Krimifans zu empfehlen!


Mein Dank geht an den Verlag Edition Oberkassel, an die Autorin Kristina Herzog und an Lovelybooks!

Kleines Hundeherz sucht großes Glück - Petra Schier



    • Broschiert: 304 Seiten
    • Verlag: MIRA Taschenbuch; Auflage: 1., Aufl. (9. Oktober 2015)
    • ISBN-10: 3956492420
    • ISBN-13: 978-3956492426
    • Genre: Liebesroman, Gegenwartsliteratur



Mira Kurzbeschreibung: 
Eine warme Küche und zwei Menschen, die ihn umsorgen - so stellt sich der kleine zerzauste Mischlingshund Amor das Glück vor! Als er eines kalten Winterabends in der städtischen Sozialstation auftaucht, lässt er sich von der schüchternen Lidia und dem Sozialarbeiter Noah das Ohr kraulen. Glücklich erkundet Amor darauf die Küche, schnüffelt an köstlichem Schokokuchen - und stibitzt Lidias Geldbeutel. Noah und Lidia versuchen ihn einzufangen und scheinen sich dabei sogar näherzukommen - Amor sieht seine Chance, die Liebe in ihr Leben zu bringen und ein echtes Zuhause zu finden. Doch werden seine Weihnachtswünsche wahr?

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Darum gehts:
Der kleine Hund Amor wünscht sich sehnlich ein kuscheliges Zuhause und als Santa ihm einen Engel schickt, der ihm helfen soll ein neues Herrchen zu finden, ist Amor entzückt. Doch der ausgewählte zukünftige Hundebesitzer will nichts von Amor wissen. Doch in der städtischen Sozialstation arbeitet nicht nur Noah, sondern auch Lidia, die ein Herz für Amor hat...und auch für Noah. Da sieht Santa eine Möglichkeit Noah und Lidia mit Hilfe von Amor zusammenzubringen.....

Meine Meinung:
Die Weihnachts-Hundebücher von Petra Schier sind jedes Jahr auf diversen Bücherblogs zu finden. Auch 2015 erschien von der Autorin "Kleines Hundeherz sucht großes Glück", diesmal allerdings im Mira Taschenbuchverlag. Für mich war es das erste Weihnachtsbuch von Petra Schier, die sonst historische Romane schreibt.
Bei der Bewerbung zur Leserunde erzählte die Autorin von einem empörtem Leser, dass ihr Roman ja vollkommen unmöglich sei, weil er in der Mitte pornografische Szenen enthielte!!!! Auf der Homepage der Autorin könnt ihr mehr dazu lesen. 
Den Artikel findet ihr hier: http://blog.petra-schier.de/2015/11/03/sie-hoeren-noch-von-mir/
Ich kann euch wirklich empfehlen diese Beschwerde zu lesen, denn ich habe mich dabei köstlich amüsiert!!

Nun aber zur Geschichte....Santa und seine Helfer sind fleißig so kurz vor Weihnachten, doch ein unerfüllter Wunsch liegt nun bereits seit 27 Jahren auf dem Tisch des Weihnachtsmannes, der ihm auch noch ein schlechtes Gewissen beschert. Der kleine Noah von damals ist längst erwachsen und sein größter Wunsch war eine richtige, harmonische Familie. Da fällt ihm die Aufgabe ein, die ihm das Christkind weitergeleitet hat:  Er soll für den kleinen Hund Amor ein Zuhause finden. Also...warum nicht gleich zwei Fliegen mit einr Klappe schlagen, denkt sich Santa. Und so schickt er die beiden Engel Elf-sieben und Elf-siebzehn auf die Erde zu Amor, der sich bei der Sozialstation in der Noah arbeitet, umschauen soll. Doch Noah vertreibt den süßen kleinen Hund immer wieder, während Lidia, die vor Weihnachten in der Küche aushilft, sich dem Vierbeiner annimmt. Amor ist ganz entzückt von Lidia und hätte gerne sie statt Noah als neues Frauchen, doch Santa gibt nicht nach. Und so schmieden Amor, Santa und die Engel einen Plan.....

Der Roman ist in 25 Kapitel unterteilt und kann auch wie ein Adventkaldener gelesen werden. Für Leser der bereits erschienen Weihnachtsromane der Autorin gibt es ein Wiedersehen mit der Familie Rosenbaum. Diesmal geht es um Lidia Rosenbaum, die kochen und backen über alles liebt und neben ihrem Bürojob in Papas Firma kurzfristig in der Küche einer Sozialstation einspringt. Dort lernt sie den Sozialarbeiter Noah kennen, der ihr sofort gefällt. Die Anziehung beruht auf Gegenseitigkeit, doch Noah ist eine äußerst verletzte Seele und lässt keine Gefühle zu. Erst nach und nach erkennt er, dass nicht alle Menschen so sind, wie seine Eltern waren....

Der Fokus der Geschichte liegt eindeutig bei der Liebesgeschichte um Noah und Lidia. Wer hier einen weihnachtlich angehauchten  Tierroman sucht, wird nur teilweise zufrieden sein. Denn hier versteckt sich eindeutig ein gefühlvoller Liebesroman hinter dem "Hundebuchdeckel" ;) Es knistert gewaltig zwischen den beiden Protagonisten..... (so wohl auch der Grund der Beschwerde des erbosten Lesers, der die Autorin kontaktiert hat). Der Mira Verlag ist ja bekannt für seine romantischen Liebesromane und auch wenn ich mehr Hund erwartet hatte, wusste ich im Vorfeld, dass mich hier auch eine Romanze erwarten wird.

Schreibstil:
Das Buch lässt sich sehr leicht und flüssig lesen. Man kann dabei herrlich entspannen und eine warmherzige, lockere Geschichte, passend zur Jahreszeit, genießen.
Die Charaktere sind authentisch und bildhaft beschrieben und vorallem die Familie Rosenbaum fand ich herrlich charakterisiert. Aber auch die Nebenfiguren im Roman kamen nicht zu kurz und ich konnte mir jeden einzelnen von ihnen lebhaft vorstellen.

Cover:
Hier muss ich einfach das wirklich süße Cover extra erwähnen! Alleine schon der goldige Welpe am Titelbild war für mich Liebe auf den ersten Blick ;) Aber das Buch glitzert auch noch wunderschön! Der Buchtitel ist sowohl am Cover, als auch am Buchrücken hervorgehoben und funkelt silbern......

Fazit:
Ein wunderbarer romantischer Liebesroman mit weihnachtlicher Umrahmung, der perfekt zur Jahreszeit passt. Ich muss allerdings zugeben, dass ich mir etwas mehr Hund gewünscht hätte und ich manche Szenen als zu kitschig empfand....
Wer allerdings sehr gefühlvolle Liebesgeschichten mag, sollte hier zugreifen!


Vielen Dank an den Mira Taschenbuchverlag, Petra Schier für die sehr unterhaltsame und nette Begleitung bei der Leserunde und an Lovelybooks

Sommervogel - Sanna Seven Deers



    • Broschiert: 360 Seiten
    • Verlag: Merlin; Auflage: 1 (30. September 2015)
    • ISBN-10: 3875363167
    • ISBN-13: 978-3875363166
    • Genre: Roman, Gegenwartsliteratur


Merlin Kurzbeschreibung:
Das hat Claire gerade noch gefehlt: Wenige Wochen bevor sie ihren neuen Job im Gartenbauamt antreten will, soll sie ihren kranken, schrulligen Onkel Ben in der kanadischen Wildnis gesund pflegen. Widerwillig reist Claire auf Bitten ihrer Mutter nach Westkanada.
Dort angekommen, entdeckt sie nicht nur die berauschende Schönheit der kanadischen Landschaft und öffnet ihr Herz, sie wird auch unversehens zur Zeugin einer tragischen Liebesgeschichte, die in der Goldgräberzeit begann, und deren tödliche Folgen bis in die Gegenwart reichen ...
Ein packender Roman über Liebe und Respekt vor dem Hintergrund der indianischen Kultur und Spiritualität in den kanadischen Rocky Mountains.

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Darum gehts:
Als Claire zu ihrem Onkel nach Kanada reist, ahnt sie nicht, wie die kommenden Wochen ihr Leben verändern werden. Sehr schnell fühlt sie sich in der wunderbaren Natur und der Urwüchsigkeit des Landes wie zuhause. Als sie noch auf eine alte indianische Legende stößt, mit der sie sich irgendwie verbunden fühlt, begibt sie sich auf eine mystische Reise....

Meine Meinung:
Schon sehr lange wollte ich ein Buch der ursprünglich in Deutschland geborenen Autorin Sanna Seven Deers lesen. Bei einer Leserunde zu "Sommervogel" durfte ich nun dabei sein und wurde verzaubert von der großen Kultur der Indianer und ihrer Verbundenheit zur Natur und ihrer besonderen Spiritualität.

Claire wird nach ihrem Jobwechsel von ihrer Mutter zu ihrem Onkel Ben nach Kanada geschickt. Er hat sich den Fuß gebrochen und lebt mutterseelenallein in den Rocky Mountains. Da Claire noch ein paar Wochen Urlaub hat, bis sie ihren neuen Job beginnt, gibt sie schließlich nach und fliegt nach Westkanada. Als sie dort ankommt, lernt sie einen äußerst schrulligen Mann kennen, der mit einem kleinen Bären in einer Holzhütte wohnt. Kein Strom, kein Warmwasser...nur rundherum viel Natur. Für die Gartenplanerin ein landschaftliches Paradies, auch wenn sie die Annehmlichkeiten der Zivilisation doch etwas vermisst. Doch bald schließt sie ihren kautzigen Onkel und vorallem den kleinen Bären Moses ins Herz. Aber auch Nat, den jungen Mann mit indianischen Wurzeln, sieht sie wieder, der mit ihr Ausflüge unternimmt und Claire die Geschichten seiner Vorfahren erzählt. So auch die Legende um die Indianerin Summer Bird und ihrer großen Liebe Wanderer, die wie die beiden Königskinder nicht zueinander finden können. Denn nach beider Tod konnten ihre Seelen keine Ruhe finden und irren in den Wäldern herum.
Während sie die Hütte auf Vordermann bringt, dem kleinen Moses sein Fläschchen gibt, lernt sie auch die Geschwister Bradford, Ashley und Wayne, kennen. Deren skrupelloser Vater hat bereits die Rodung einer großen Waldfläche geplant. Da es sich um den sagenumwobenen Platz handelt, an dem der Geist von Summer Bird herumirrt, verweigern die einheimische Arbeiter ihre Dienste. Mit der Hilfe des Magiers LaFond, der schwarze Magie betreibt, und die unglückliche Seele von Summer Bird vertreiben soll, will er die Abholzung und die Verbauung des Naturreservates vorantreiben.

Sicherlich sind hier einige Teile des Romans vorhersehbar, und trotzdem entwickelt sich die Geschichte auch ganz anders als erwartet. Besonders zum Ende hin steigt die Spannung, durch einige unerwartete Wendungen, an.
Sanna Seven Deers bringt dem Leser nicht nur Indianerwissen näher, sondern vorallem die Einsicht mit der Natur zu leben und diese zu respektieren. Nebenbei erfahren wir mehr über die Legende und es erscheint, als ob Claire eine besondere Verbundenheit zu Summer Bird hat.

Charaktere:
Claire ist eine sehr sympathische Hauptprotagonistin, die anfangs nicht wirklich nach Kanada reisen will. Doch schon bald kann sie dem rauen Leben in der Wildnis dieses großen rauen Landes viel abgewinnen und zögert nicht, wenn sie anpacken soll. Sie liebt die Natur über alles. Anfangs noch sehr realitätsbezogen, nimmt sie die Erzählungen der Indianer ernst und möchte Summer Bird und ihrem Liebsten helfen. Sie bemerkt sehr schnell, dass ihr ruppiger Onkel sein weiches Herz unter einer rauhen Schale gut versteckt hält. Beide sind äußerst liebenswert, genauso wie Nat, der sich zwischen seinen indianischen Wurzeln und seinem Job und Leben in der Großstadt zerissen fühlt.
Auch sein Vater Bill, ehemaliger Medizinmann und Freund von Ben, ist ein herausragender Mann, der viel Indianerwissen und Spiritualität besitzt.
Natürlich darf auch der böse Charakter nicht fehlen und mit James Bradford, dem skrupellosen Geschäftsmann, der über Leichen geht, ist auch die Gegenseite geschaffen.

Schreibstil:
Die Autorin versteht es meisterhaft das Magische in ihr Buch miteinfließen zu lassen. Außerdem vermittelt uns Sanna Seven Deers großartig die Kultur und das Wissen der Indianer. Auch die wunderbaren Landschaftsbeschreibungen, die sehr detailreich und bildhaft sind, setzen dem Roman seine ganz besondere Eigenart auf.....gemeinsam mit einer romantischen Liebesgeschichte vereint das Buch Mystik, Romantik, Liebe und auch Spannung.

Fazit:
Eine emotionale Geschichte um indianische Kultur und Spiritualität, sowie eine Liebeserklärung an die Natur und das Leben mit ihr. All das verbunden mit etwas Romantik und Spannung gibt diesen Roman das gewisse Etwas!

Mein Dank  gilt dem Merlin Verlag, der Autorin für die Begleitung bei der Leserunde und die sehr interessanten Erklärungen, sowie an Lovelybooks.

Weihnachtspunsch & Weihnachtskater



    • Gebundene Ausgabe: 190 Seiten
    • Verlag: Rowohlt (1. November 2012)
    • ISBN-10: 3499259702
    • ISBN-13: 978-3499259708
    • Genre: Kurzgeschichten




Rowohlt Kurzbeschreibung:
Ob die Tierheimkater Max Kleinpfote und Moritz Fleck so kurz vor Heiligabend noch ein neues Zuhause finden werden? Was soll der Witwer Gottfried mit dem Kätzchen anfangen, das ihm beim Tannenbaumkauf im wahrsten Sinne des Wortes in die Hände fällt? Muss Iris nach der Trennung von ihrem Freund wirklich alleine Weihnachten feiern, oder kann ihr verfressener Kater Maunz in letzter Minute dafür sorgen, dass sie doch noch Gesellschaft bekommt? In heiteren und humorvollen, besinnlichen und zuweilen auch nachdenklich stimmenden Geschichten zeigt Christiane Lind, dass unsere Samtpfoten meistens mehr vom Fest der Liebe verstehen, als wir Menschen denken.

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung: 
Eigentlich bin ich kein Kurzgeschichtenleser...eigentlich. Aber wenn es um Katzengeschichten geht und die auch noch vorweihnachtlich sind, greife ich gerne zu! Ich habe sogar eine CD mit Katzen Weihnachtsgeschichten, die ich mir jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit anhöre. Selbst Katzenmama von fünf Fellnasen gehört dies einfach in der Adventzeit dazu =)

Und unsere Autorin weiß auch wovon sie schreibt, denn sie hat ebenfalls fünf flauschige Bewohner bei ihr zuhause. Angelehnt an ihre eigenen Vierbeiner, die sie aus dem Tierheim geholt hat oder die ihr zugelaufen sind, hat sie sieben Katzengeschichten zum Weihnachtsfest geschrieben. Für jede ihrer sieben Geschichten hat Christiane Lind eine ihrer Katzen als Vorbild genommen und damit eine sehr lebhafte und identische Erzählung geschrieben, auch wenn es manchmal ein bisschen märchenhaft zugeht. Denn wusstet ihr, dass laut einer Sage die Tiere am Heiligen Abend sprechen können ;)

Wir lernen unter anderem die Tierheimkater Max und Moritz kennen, die schon viel zu lange auf ein neues Zuhause warten, weil die Zweibeiner entweder Katzenkinder oder Rassekatzen möchten, wir erleben mit der Birmakatze MyaMya ein paar haarige Abenteuer in den Straßen einer Großstadt oder erfahren durch Frau Buchecker, was eigentlich der Sinn von Weihnachten ist. Ganz besonders hat mir die letzte Geschichte gefallen, bei der Witwer Gottfried beim Weihnachtsbaumeinkauf einen Streuner findet, an dem er sein Herz verliert und ihm ein neues Zuhause gibt.

Alle Geschichten stimmen auf Weihnachten ein, machen manchmal nachdenklich oder bringen den Leser zum schmunzeln. Sie sind aber auch zum Vorlesen für Kinder geeignet.

Der Rowohlt Verlag hat ein wunderschönes Hardcover herausgegeben, das für EURO 8,30 (A) oder EURO 8.- (D) wirklich preisgünstig ist und jedes Jahr als Einstimmung in die Vorweihnachtszeit wieder gelesen werde kann. Übrigens kommt ein Teil des Verkaufserlöses verschiedenen Tierschutzprojekten zugute.

Fazit:
Ein wunderbares Büchlein mit herzerwärmenden Kurzgeschichten für Katzenliebhaber und alle, die es noch werden wollen!
 

Mein Dank gilt dem Rowohlt Verlag, Lovelybooks und der Autorin Christiane Lind, die uns Leser auch in der Leserunde mit wunderbaren Katzenerlebnissen unterhalten hat

Sterne über der Alster - Micaela Jary




    • Taschenbuch: 432 Seiten
    • Verlag: Piper Taschenbuch (9. November 2015)
    • ISBN-10: 3492306977
    • ISBN-13: 978-3492306973
    • Genre: Historischer Roman, Famliensaga 
    • Reihe: ja - Band 2


 
Piper Kurzbeschreibung: 
Die Revolution von 1918/19 bringt nicht nur Chaos in das geordnete Leben der Hamburger Reederfamilie Dornhain, sondern auch der Dienstboten: Der Patriarch nimmt sich das Leben, sein Chauffeur gerät unter Mordanklage und Nele Dornhain erwartet ein Kind vom Mann ihrer kleinen Schwester. Indes kämpft die älteste Tochter Ellinor um das wirtschaftliche Überleben des Familienunternehmens und auch um ihr eigenes Lebensglück, dessen Zukunft in den Sternen über der Alster geschrieben steht ...

Meine Bewertung: * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Darum gehts:
Viktor Dornhain verübt Selbstmord und hinterlässt zum Ende des ersten Weltkrieges seine Reederei seiner ältesten Tochter Ellinor. Die vormals kaisergetreue Familie kämpft in der Zeit der Revolution um das Familienunternehmen und Ellionar hat es als Unternehmerin alles andere als leicht, denn neben den politischen Ereignissen hat es ein alter Feind der Familie auf Rache abgesehen. Aber auch Ellinors Schwestern Nele und Lavinia, die um denselben Mann kämpfen und der treue Chaffeuer, der plötzlich unter Mordanklage steht, kämpfen um ihr Glück und Recht....

Meine Meinung:
Leider habe ich den ersten Band "Das Haus am Alsterufer" der Autorin nicht gelesen, doch werde ich dies sobald wie möglich nachholen. In der Lovelybooks-Leserunde konnte ich nämlich heraushören, dass die meisten Leser das erste Buch der Reihe um einiges besser fanden und mehr Zugang zu den Protagonisten hatten. Ich hatte nämlich doch meine Probleme mit den drei Töchtern der Dornhains warm zu werden, die mir viel zu oberflächlich beschrieben wurden. Auch fehlte mir einiges an Hintergrundwissen - deshalb mein Tipp: zuerst Band 1 lesen!

Nach dem Freitod von Viktor Dornhain fällt die Reederei an seine älteste Tochter Ellinor, der eine schwere Bürde auf ihre zarten Schultern gelegt wird, denn es ist die Zeit nach dem ersten Weltkrieg. Die Welt ist im Umbruch und es herrscht Anarchie auf den Straßen. Die vormals kaisertreue Familie fühlt sich mehr und mehr von den Aufständischen bedroht. Doch Charlotte Dornhain, die Mutter des ehemaligen Unternehmers, legt noch immer den größten Wert die die äußere Fassade aufrecht zu erhalten. So wird der Selbstmord ihres Sohnes als Schlaganfall getarnt und die im Abschiedsbrief erwähnte uneheliche Tochter verschwiegen. Sie verbietet auch Ellinor den Briefinhalt preiszugeben. So kämpft Ellinor nicht nur darum, die Familie keinen Skandal auszusetzen, sondern vorallem um endlich als Geschäftsfrau ernst genommen zu werden.
Während die verwöhnte Lavinia auch nach dem Kriegsende vorallem Männer und Kleider im Kopf hat und wie eine Motte das Licht sucht und von Mann zu Mann schwirrt, kämpft Nele um ihre große Liebe Konrad. Der ist jedoch Lavinias Ehemann und als sie auch noch ein Kind von ihm erwartet, bricht das Chaos im Hause Dornhains erst recht aus.

Meine Erwartungen an den Roman waren relativ hoch, nachdem ich mit Begeisterung "Wie ein fernes Lied" von der Autorin gelesen hatte. Auch "Das Haus am Alsterufer" hatte sehr gute Kritiken und war schon lange auf meiner Wunschliste. So freute ich mich sehr auf dieses Buch der Autorin. Leider wurde ich diesmal etwas enttäuscht.
Ich erwartete einen Roman, der vorallem die Zerissenheit der politischen Lage und die der Reederfamilie in dieser schweren Situation erzählt. Dies wurde zwar immer wieder angerissen, aber der Hauptanteil des Romanes lag eindeutig bei den Schwestern und deren Gefühlswelt. Trotzdem blieben sie, außer Lavinia, irgendwie blass. Aber gerade diese Schwester war mir so gar nicht sympathisch. Sie änderte ihre Launen so schnell, wie das Wetter im April. Ihre Oberflächlichkeit reizte mich, besonders in der Zeit, wo viele Menschen auf der Straße standen oder hungerten. Denn ihre Gedankenwelt schweifte einzig und allein um ihr Hauptproblem: So schnell wie möglich wieder einen Eheman zu finden, obwohl sie von ihrem jetztigen Mann Konrad, noch nicht einmal geschieden war. Und auch zum Thema Scheidung hatte sie jeden Tag eine andere Meinung. Was mich allerdings verwunderte, war dass dieses Wort bei der strikten Großmutter überhaupt in den Mund genommen werden durfte, die doch alles dafür gab, den äußeren Schein  zu wahren.
Auch Klara, die uneheliche Tochter, kam viel zu kurz in dieser Geschichte, die eigentlich laut Inhaltsangabe eine tragende Rolle im Buch spielen sollte. 

Neben der Konzentration auf das Gefühlsleben der Töchter, hätte ich gerne mehr über den wirtschaftlichen Überlebenskampf und die politischen Unruhen gelesen. Um etwas Spannung aufzubauen wurde hier ein Feind der Familie bemüht. Diese Spannung kam dann auch auf, aber erst im letzten Drittel. Gefallen hat mir auch der Weitblick Ellinors betreffend der Fliegerei....ob es dazu im wahrscheinlich 3. Band der Reihe mehr dazu geben wird? Obwohl ich nun etwas enttäuscht von diesem Roman bin, hoffe ich trotzdem auf eine Fortsetzung, da es noch einige unbeantwortete Fragen gibt.

Schreibstil:
Ich mag die Bücher der Autorin und ihren Schreibstil, doch hier kratzt mir einfach alles zu viel an der Oberfläche! Mir fehlt die Tiefe der einzelnen Charaktere, mein Wunsch die Protagonisten zu verstehen und besser kennnenzulernen.... Gut auf den Punkt gebracht hat Micaela Jary allerdings die gesellschaftliche Einstellung der damaligen Zeit in der Oberschicht, wo es nur um Ansehen und Prestige geht. 

Fazit:
Leider hat mich der Roman nicht wirklich überzeugt. Hier fehlt mir eindeutig der Tiefgang und der Ernst der Zeit nach dem ersten Weltkrieg, wo die Welt im Umbrauch war. Stattdessen hatte ich eine eher kitschige Erzählung um das Gefühlsleben drei verwöhnter Töchter vor mir, die außerdem alle viel zu blass blieben. Den ersten Band zu "Sterne über der Alster" werde ich allerdings noch nachholen, der insgesamt viele gute Bewertungen hat und mich neugierig gemacht hat. Ich empfehle daher zuerst "Das Haus am Alsterufer" zu lesen!




Mein Dank gilt dem Piper Verlag für das Rezensionsexemplar und an das Lovelybooks-Team für die Leserunde


Die Betrogene - Charlotte Link



Blanvalet Kurzbeschreibung: 
Um ein glückliches Leben betrogen – so fühlt sich Kate Linville, Polizistin bei Scotland Yard. Kontaktscheu und einsam, gibt es nur einen Menschen, den sie liebt: ihren Vater. Als dieser in seinem Haus grausam ermordet wird, verliert Kate ihren letzten Halt. Da sie dem alkoholkranken Ermittler vor Ort nicht traut, macht sie sich selbst auf die Spur dieses mysteriösen Verbrechens. Und entlarvt die Vergangenheit ihres Vaters als Trugbild, denn er war nicht der, für den sie ihn hielt.

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Blanvalet Challenge

Buch zur Weltenbummler Challenge

Darum gehts:
Kate Linville ist zwar Polizistin bei Scotland Yard, doch außerhalb ihres Berufes ist ihr Leben alles andere als aufregend und prickelnd. Die kontaktscheue Frau hat keine Freunde und die einzige Person, zu der sie Kontakt hält, ist ihr Vater. Als dieser, Polizeibeamter in Ruhe, brutalst ermordert wird, kehrt Kate aus London in ihren Heimatort Scalby zurück, um den Nachlass zu regeln. Frustriert von den stockenden Ermittlungen beginnt sie selbst zu recherchieren und entdeckt eine ganz andere Seite ihres Vaters....

Meine Meinung:
Charlotte Link erschafft mit ihren Kriminalromanen spannende Lektüre vom Feinsten. Wie bei jedem Autor sind manche Bücher besser, manche schlechter und "Die Betrogene", gehört meiner Meinung nach zu den besseren Kriminalromanen der Schriftstellerin. Ich hatte das Buch bereits im September zum Erscheinungstermin in unserer Bücherei vorbestellt, aber leider erst im Ende November erhalten. Egal, jetzt ist es auch gelesen =)...Bücher werden ja nicht schlecht - Gott sei Dank, wenn ich so meinen SuB ansehe...

Bereits der Prolog begann überzeugend und ließ mich eintauchen in die Welt eines fünfjährigen Jungen, der sein Geburstaggeschenk ausprobiert: sein nigelnagelneues Fahrrad. Unweit seines Elternhauses auf einer einsamen Landstraße rast er in seiner kindlichen Vorstellung als Rennfahrer dahin...bis plötzlich etwas Unerwartetes eintritt....etwas, das uns die Autorin nicht verrät, aber der Ausgangspunkt zu den Morden im Verlauf des Buches sein wird.

Danach im ersten Kapitel der Schwenk zum Mord an Policeofficer Linville, der nicht an Brutalität spart und einem Thriller in nichts nachsteht, sowie einige Fragezeichen für den Leser bereit hält. Die zuständigen Ermittler DCI Caleb Hale und seine Partnerin beginnen zu ermitteln, doch außer einem ehemaligen Verbrecher, den Linville ins Gefägnis gebracht hat und der Rache geschworen hat, haben sie keine wirkliche Spur. Die Tochter des Ermordeten, Kate, die bei Scotland Yard angestellt ist, verliert durch den Mord ihre einzige Bezugsperson. Die sehr kontaktscheue und zurückgezogene Frau kehrt deshalb kurzfristig aus London in ihren Heimatort zurück, um den Nachlass ihres Vaters zu ordnen. Währendessen laufen die Ermittlungen im Kreis und Kate versucht bald auf eigene Faust den Mord aufzuklären. Sämtliche Androhungen eines Disziplinarverfahrens lassen sie kalt, denn in ihrem Leben gibt es keinen anderen Fixpunkt mehr und die Auflösung des Mordes liegt ihr am meisten am Herzen.

Parallel dazu erzählt uns der zweite Handlungsstrang von Stella und Jonas Crane. Die beiden sind Adoptiveltern eines 5-jährigen Jungen namens Sammy. Jonas ist Drehbuchautor und kurz vor einem Burn out. Sein Arzt verordnet ihm Abstand zu seinem stresigen Job und schlägtihm einen Urlaub in einer einsamen Gegend vor. Er soll ausspannen und sein Handy und den Computer zuhause lassen. Die Cranes setzen den Vorschlag um und mieten ein abgelegenes Haus im Hochmoore von Yorkshire. Kurz vor Urlaubsantritt erhalten Sie jedoch noch unerwarteten Besuch von der leiblichen Mutter und dessen Lebensgefährten..... 

Beide Handlunsgsstränge beginnen erst ganz langsam ineinander zu greifen und man stellt sich lange die Frage, wie die beiden Geschichten zusammen gehören. Auf den mehr als 600 Seiten behält die Autorin nicht immer den Spannungsbogen am Limit, beendet aber meistens jeden Abschnitt mit einem kleinen Cliffhanger. Es finden sich auch ein paar Längen im Mittelteil, trotzdem konnten mich beide Handlunsgstränge größtenteils fesseln, denn die Autorin streute auch einige unerartete Wendungen in ihre Story ein. Im letzten Drittel konnte ich jedoch bereits den Täter erahnen bzw. wohin das Ganze hinauszulaufen beginnt....

Schreibstil und Charaktere:
Wie bereits von der Autorin gewohnt, lässt sich auch dieser Krimi leicht und flüssig lesen. Die einzelnen Charktere und ihre Beweggründe fand ich überzeugend. Die Geschichte der Cranes fand ich sogar noch ein bisschen spannender...besonders die Figur von Stella gefiel mir sehr gut, die wie eine Löwin um ihr Junges kämpft! Kate hingegen hat mich etwas zwiegespalten zurückgelassen. Auf der einen Seite war sie eine tüchtige Ermittlerin, die die Fährten richtig deutete, aber so voll Unsicherheit war....trotzdem erlaubte sie sich einige Alleingänge bei den Ermittlungen.

Fazit:
Ein komplexer Krimi mit teilweise kleinen Thrillereinschlägen, der gekonnt zwei unabhängige Handlungsstränge zusammenführt. Wegen kleiner Längen im Mittelteil und die Erahnung des Täters vergebe ich vier Sterne



Blut und Seide - Marita Spang



    • Taschenbuch: 832 Seiten
    • Verlag: Knaur TB (2. November 2015)
    • ISBN-10: 3426517175
    • ISBN-13: 978-3426517178
    • Genre: historischer Roman



Droemer Kurzbeschreibung: 
Die Kauzenburg bei Bad Kreuznach um 1260: Simon wächst als Ziehsohn des Grafen Johann von Sponheim auf, sehr zum Missfallen von dessen jüngerem Bruder Heinrich, der um Johanns Gunst und damit um sein Erbe fürchtet. Die Situation eskaliert, als Simon sich in Heinrichs Verlobte verliebt, die seine Gefühle erwidert. Diesmal kann ihm auch Johann nicht helfen, denn er hat die Verlobung seines Bruders selbst arrangiert. Erst viele Jahre später wird Simon die Chance erhalten, erneut um sein Glück zu kämpfen, als sich die Brüder Johann und Heinrich als Feinde auf dem Schlachtfeld gegenüberstehen.

Meine Bewertung: * * * * * grandios!

Buch zur Weltenbummler Challenge

Darum gehts:
Der kleine Simon von Montfort überlebt als einziger einen grausamen Überfall auf den Tross seiner Eltern. Kurzerhand hat ihn seine Mutter in der hölzernen Sitzbank der Sänfte versteckt, wo ihn sein Oheim Johann von Sponheim findet, auf seine Burg bringt und aufzieht. Schon von klein auf ist er dort den Grausamkeiten und der Hinterlist des jüngeren Bruder von Johann ausgeliefert, der nur einige Jahre älter als Simon ist. Heinrich, der Liebling seiner Mutter, macht dem Waisen das Leben so schwer wie möglich und es kommt fast zur Katastrophe, als Christina, Simons große Liebe, zur Ehe mit Heinrich gezwungen wird.....


Meine Meinung:
Was für ein grandioser historischer Roman! Schon lange habe ich keinen richtig spannenden und toll recherchierten Mittelalteroman mehr gelesen. Manche sind zu vorhersehbar, manche können die Spannung nicht halten oder sie verzerren das Bild dieser Zeit...nicht jedoch bei Marita Spang. Ausgehend vom historischen Hintergrund dieser Zeit, als Rudolf von Habsburg und Ottokar von Böhmen um jedes Fleckchen Land kämpften, hat die Autorin eine teils fiktive Handlung mit der historisch belegten Geschichte verknüpft.

Gleich zu Beginn der mehr als 800 Seiten, die man relativ schnell wegliest, gibt es ein Personenverzeichnis der historisch belegten und der fiktiven Figuren des Romans, ebenso wie einen Plan der Pfalzgrafschaften, Herzogtümern und Königreichen. Ebenfalls auf den ersten Seiten sieht man ein Foto einer Löwenskulptur, die an Michel Mort, den Lebensretter von Johann von Sponheim erinnern soll und welche die Autorin zu Geschichte inspirierte und so spielt Michel in der Geschichte ebenfalls eine große Rolle.

Im Prolog, der im Jahr 1259 spielt, erleben wir die Rettung des kleinen Simon von Montfort. Er wird vom Grafen Johann von Sponheim, versteckt in einer Sitzbank, gefunden, nachdem der Tross seines besten Freundes Raimund von Montfort und dessen Frau Irmhild brutal überfallen wurde. Johann zieht den kleinen Simon auf, der von Johanns jüngeren Bruder Heinrich immer wieder grausam gequält wird (heute würde man es zu Beginn noch "Mobbing" nennen). Heinrich fürchtet um sein Erbe, denn Johann und Simon verstehen sich ausgezeichnet und er unterstützt sein Mündel, wo er nur kann, denn Heinrichs böse Charaktereigenschaften hat Johann bald durchschaut. Als es um die Ritterehre und um Macht und Geld geht, kämpft Heinrich mit unlauteren Mitteln und Brutalität, während für Simon die Treue zu seinem König und der Pfalzgrafschaft an erster Stelle steht. Als sich Simon dann auch noch in Christina von Katzenellenbogen verliebt, die schon als Kind Heinrich versprochen wurde, werden die beiden jungen Männer zu Blutsfeinden.

Nun vermutet man als Leser eine Liebesgeschichte und zwei sehr schwarz-weiß gemalte Charaktere, die um dieselbe Frau kämpfen, was teilweise sogar zutrifft. Doch die Autorin spart in ihrem Roman weder mit Toten, noch mit "weichgezeichneten" Szenen, sondern stellt das Mittelalter so brutal und düster dar, wie es zweifelos war...mit all den Ränkespielen und Intrigen, sowie der Macht der Kirche. Auch das Raubrittertum kommt nicht zu kurz und das Blut fließt hier teilweise in Strömen.

Auch die Rolle der Frau zu dieser Zeit, das oftmalige Unrecht und die brutale Behandlung durch die Männer kommt nicht zu kurz. Zuerst ist die Frau/Tochter ihrem Vater unterstellt und danach Eigentum des Ehemannes. Unter Eigentum verstanden viele Männer, dass sie mit ihren Ehefrauen machen konnten, was sie wollten, bis hin zur Tötung. Mit einem kleinen Bußgeld war derjenige dann schnell wieder "reingewaschen". Die Autorin hat in der Leserunde dazu Bezug genommen und beschrieben, dass sie bei ihren Recherchen oft an ihre Grenzen gehen musste und ihr Roman sehr wohl einen "sozialkritischem Unterton" hat, der das Unrecht an Frauen in vergangenen Zeiten beschreibt. So erleidet auch Christina alle möglichen Qualen, die Frauen zu dieser Zeit ausgesetzt waren.

Mehr will ich hier gar nicht über die Geschichte verraten, obwohl auf diesen mehr als 800 Seiten wirklich sehr viel passiert! Ich konnte nach ca. 300 gelesenen Seiten kaum glauben, dass in diesem Roman schon so viel geschehen ist..... Manche Autoren verpacken auf 500 Seiten nicht so viel Inhalt und Thematiken, wie hier Marita Spang - was ihr auch wahrlich gelungen ist. Denn der Leser ist keinesweg überfordert, sondern man kommt einfach gar nicht mehr aus dem Sog der Geschichte heraus. Dabei bleibt auch der Spannungsbogen sehr hoch, wie ich es eigentlich nur von Thrillern kenne. Die Handlung ist in keiner Weise vorhersehbar, auch wenn man manchmal glaubt den weiteren Verlauf zu erahnen....man wird sehr schnell eines Besseren belehrt. Überraschende Wendungen und unerwartete Situationen bilden hier einen "lebensechten" und keinen romantischen Mitterlalterroman, der diese Zeit so zeigt, wie sie vermutlich auch war. Dazu kommen die Ränkespiele der machthungrigen Fürsten und Könige, die Burgen und Ländereien aufteilen und vergeben, wie es ihnen gerade passt oder Meuchelmorde an Bürgern und Edelleuten, durch die sie sich Vorteile zu verschaffen hoffen.

Schreibstil:
Der Schreibstil ist flüssig, aber der damaligen Zeit angepasst. Zu Beginn benötigte ich ein paar Seiten um wieder in diese Form der Sprache zu finden, doch sehr schnell war ich wieder mittendrin. Es ist somit ein Buch für richtige Liebhaber des historischen Romans und die Autorin braucht sich auch keineswege vor den Großen in diesem Genre, wie Ken Follett oder Rebecca Gablé, zu verstecken! Man taucht tief in die Geschichte ein und trotz der vielen Seiten hätte ich gerne noch immer weitergelesen....das zeigt von Können!

Charaktere:
Die Charaktere sind sehr lebensnah und echt beschrieben. Sie haben Tiefgang und auch wenn man ahnt, wer hier der Gute oder der Böse ist, erlebt man doch noch die eine oder andere Überraschung. Die Eigenschaften der handelnden Personen wird so authentisch beschrieben, dass ich richtiges Kopfkino hatte und jeden Einzelnen vor mir sah - egal ob Hauptprotagonnist oder kleine "Nebenrolle".

Cover:
Auch das Cover finde ich gelungen!  Die goldene Schrift des Titels ist hervorgehoben und wenn man mit den Fingern drüberstreicht, fühlt man den "3-D Effekt". Die Stadt und die Burg im Hintergrund und die sehr harmonische Farbgebung runden das wunderschöne und typisch historische Cover für mich ab.

Fazit:
Dieser historische Roman, der für mich noch unbekannten Autorin Marita Spang, war eine sehr positive Überraschung und definitiv ein Highlight für mich - wenn nicht sogar mein Jahres-Highlight! Grandioses Buch, welches mich von Anfang bis zum Ende gefesselt hat, das einen sehr hohen Spannungsbogen aufweist und das Mittelalter authentisch darstellt. Meine absolute Leseempfehlung für Fans von Ken Follet und Rebecca Fablé und alle, die gerne "wirkliche" historische Romane lesen! Und ich werde mir gleich den Debütroman der Autorin "Hexenliebe" kaufen!


Vielen Dank an den Droemer Knaur Verlag für das Rezensionsexemplar, Lovelybooks und Marita Spang für die liebe und aufschlussreiche Begleitung durch die Leserunde!
 

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