Posts mit dem Label Bastei Lübbe Verlag werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Bastei Lübbe Verlag werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Die Ärztin: Gefährliche Nachtschicht - Meike Dannenberg

    Die Bildrechte liegen beim Verlag



    • Taschenbuch: 272 Seiten
    • Verlag : ‎ Lübbe; 2. Aufl. 2024 Edition (27. September 2024)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3404193326
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3404193325
    • Genre: Thriller



Lübbe Kurzbeschreibung:
Dr. Eva Mares, Gynäkologin im Krankenhaus Bremen, führt nach einer brutalen Vergewaltigung in der Nachtschicht eine anonymisierte Spurensicherung durch. Das Opfer, eine junge Frau, wünscht keine Nachverfolgung, weil sie die Ereignisse möglichst schnell vergessen will. Wenig später wird eine andere lebensgefährlich verletzte Frau mit ähnlichen Misshandlungen eingeliefert. Eva fürchtet, dass derselbe Mann erneut zugeschlagen hat. Nur sie wüsste dann, dass DNA eines Serienvergewaltigers im geheimen Archiv des Krankenhauses lagert. Eva ahnt nicht, dass der Täter längst weiß, wer sie ist und wie gefährlich sie ihm werden kann - und dass er begonnen hat, Katz und Maus mit ihr zu spielen...

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Nachdem mir dieser Thriller schon in der Vorschau aufgefallen ist, habe ich mich sehr gefreut, dass ich via Lovelybooks Glück hatte und das Buch gewonnen habe.

Bereits der Einstieg in der Geschichte ist heftig und man ist mitten im Geschehen. Doktor Eva Mares ist Gynäkologin, kümmert sich aber nach einer Spezialausbildung auch um vergewaltigte Frauen und sichert Spuren. Da oftmals die Opfer keine Anzeige erstatten möchten, werden diese Spuren anonymisiert abgenommen und bis zu 10 Jahren aufbewahrt, um vor Gericht herangezogen werden zu können.
Als eine junge Frau eingeliefert wird, die schwer misshandelt wurde, erkennt die Ärztin einige Parallelen zu einem früheren Opfer. Handelt es sich um einen Serienvergewaltiger?
Die damals anonym genommene DNA könnte helfen, doch Eva steht unter ärztlicher Schweigepflicht. Zusätzlich scheint der Täter einiges über die Ärztin zu wissen, die immer mehr in seinen Fokus gerät. Doch nicht nur Eva, sondern ihre ganze Familie scheint plötzlich in Gefahr....

Meike Dannenberg gelingt es von der ersten Seite an Spannung aufzubauen, die bis zum Ende anhält. Dementsprechend schnell habe ich den Thriller auch gelesen, denn ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
Die Handlung wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Man liest aus der Sicht von Dr. Eva Mares, der Kommissarin Frauke Herrschmann, einem Opfer und auch aus der Sicht des Täters. Dabei wird oftmals auch einige Monate zurückgeblendet.
Mit der Zeit wird die Beklemmung immer intensiver, denn Dr. Eva Mares wird gestalkt und bedroht. Bis die Polizei einige ihrer Hinweise ernst nimmt, scheint es fast zu spät. Als Leser tappt man - auch nachdem das Täterprofil sichtbar wird - im Dunkeln.

Der Schreibstil ist fesselnd und die Kapitel sind kurz gehalten. Dabei ist das Thema wahrlich kein einfaches. Auch die Verletzungen der Opfer werden ziemlich genau beschrieben und könnten triggern.
Geschickt hat die Autorin immer mehr Spannung aufgebaut und zahlreiche Wendungen eingebaut. Die Auflösung überrascht, ist aber logisch und überzeugt.

Fazit:
Ein spannender Thriller, der unter die Haut geht und sich von der breiten Masse etwas abhebt. Ich konnte das Buch nur schwer aus der Hand legen und empfehle ihn sehr gerne an Leser weiter, die das Thema nicht triggert.


 Vielen Dank an Lovelybooks und an Bastei Lübbe für das Rezensionsexemplar!


Das Geheimnis des Winterhauses - Sarah Lark




    • Gebundene Ausgabe: 528 Seiten
    • Verlag: Bastei Lübbe (Lübbe Ehrenwirth);
      Auflage: 2. Aufl. 2017 (24. November 2017)
    • ISBN-10: 3431040799
    • ISBN-13: 978-3431040791
    • Genre: Familiensaga

Bastei Lübbe Kurzbeschreibung:
Wien, Gegenwart: Für Ellinor bricht eine Welt zusammen, als eines Tages durch Zufall ein lang gehütetes Geheimnis ans Licht kommt: Ellinor und ihre Mutter sind mit dem Rest der Familie nicht blutsverwandt. Auf der Suche nach ihren familiären Wurzeln macht sich Ellinor auf den Weg nach Dalmatien und Neuseeland, wo sie einer tragischen Liebesgeschichte und einem großen Familiendrama auf die Spur kommt ... Diese Reise bringt ihr Leben durcheinander und ihre Ehe ins Wanken. Wird sie am Ende Geborgenheit und ihr Glück finden?

Meine Bewertung: * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Bastei Lübbe Challenge

Meine Meinung:
Vor einigen Jahren habe ich die Bücher der Autorin verschlungen. Da ich ein großer Neuseelandfan bin, war vor allem die Weiße Wolke Saga mein absolutes Highlight. Die letzten Romane haben mir dann schon weniger gefallen und vorallem "Eine Hoffnung am Ende der Welt" fand ich richtig schlecht. Deswegen hatte ich eine Sarah Lark Pause eingelegt.
Nachdem dieser Roman wieder sehr gute Bewertungen erhalten hat, habe ich ihn mir aus meiner Bücherei mitgenommen. Leider hat er meine Erwartungen nicht ganz erfüllt.

Das begann damit, dass die ersten Kapitel in Wien spielen, die Autorin aber überhaupt keinen Wien-Bezug herstellen konnte. Der Roman hätte genauso in Deutschland, England oder den USA spielen können. Das fand ich schade! Dann führt der Weg unser Hauptprotagonistin nach Dalmatien ins ehemalige Jugoslawien, dem heutigen Kroatien. Ellionor (auch ein sehr "österreichische Name"!) ist Historikerin und weiß nicht, als sie in Kroatien ankommt, dass diese Gegend einmal zu Österreich gehört hat?! Ich dachte ich lese nicht richtig! Bei uns in Österreich weiß jedes kleine Kind, welche Länder einmal zur Habsburger-Monarchie gehört haben. Und die Autorin willl mir erzählen, dass eine österreichische Historikerin das NICHT weiß?!! Hier hätte ich das Buch fast in die Ecke gepfeffert! Man sollte nicht nur über Neuseeland richtig recherchieren, sondern auch über andere Gegenden, über die man schreibt Bescheid wissen bzw. der Protagonistin die richtigen Worte in den Mund legen!

Aber beginnen wir mit der Geschichte, die uns die Autorin hier erzählen will. Wie schon erwähnt befinden wir uns zuerst in Wien, wo Ellionor durch eine schwere Nierenerkrankung (die sich im späteren Verlauf irgendwie in Luft aufgelöst hat!) ihrer Kusine Karla erfährt, dass sie nicht mit dem Rest der Familie verwandt ist. Ihre Großmutter Dana wurde damals adoptiert und in Ellionor erwächst der Wunsch ihre wahren Wurzeln zu suchen. Der erste Weg führt sie nach Dalmatien, wo sie auf Geschichten über ihren Urgroßvater Franjo Zima stößt. Dieser hat Liliane, die Tochter einer großen Winzerfamilie, zuerst geschwängert und dann sitzen gelassen. Gemeinsam mit seinem Freund verschwand er in einer Nacht-und-Nebel Aktion nach Neuseeland, um als Gumdigger das große Geld zu verdienen. Liliane wurde verheiratet und ihr das Kind weggenommen (Großmutter Dana). Ellionor reist daraufhin mit ihrem unsympathischen Ehemann Gernot, der sich von ihr aushalten lässt, weil er als Künstler noch immer auf seinen Durchbruch wartet, nach Neuseeland. Gernot möchte in Auckland in einer Galerie seine Bilder ausstellen, während sich Ellionor auf die Suche nach Spuren ihres Urgoßvaters macht. Ellionor verliert sich immer mehr in die Geschichte ihrer Vorfahren. Sie findet im Tagebuch von Dana, ihrer Großmutter, viele Hinweise, doch führen auch einige Spuren lange Zeit nirgendswohin. Alte Briefe und ein Autor, der über die Geschichte einer Geliebten von Franjo ein Buch geschrieben hat, decken weitere Geheimnisse auf....

Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen und der Vergangenheitspart, der bis ins Jahr 1904 zurückreicht,  ergibt sich aus Tagebucheinträgen und Briefen. Schreibstil und Schriftart sind dementsprechend verschieden und angepasst.
Die Charaktere sind gut gezeichnet, wobei die Männer diesmal eher schlecht wegkommen. Franjo, der seinen Namen später auf Frank Winter ändert, ist ein Hallodri. Mit seinem Charme und seiner sprachlichen Überzeugungskraft fällt er immer wieder auf die Füße und bricht sämtliche Frauenherzen. Trotzdem ist ihm das Glück nur teilweise hold. Ich fand seine Beschreibung gelungen.
Gernot, Ellionors Ehemann in der Gegenwart, ist ein Ich-bezogener Schmarotzer, der auf Kosten seiner Frau lebt und es versteht sie zu manipulieren und klein zu halten. Er ist eitel und empfindet kaum Empathie für andere Menschen.
Ellionor hingegen ist eine sehr sympathische, jedoch zu leichtgäubige Frau, die wenig Selbstwertgefühl hat. Ihr sehnlichster Wunsch nach einem Kind hat sich ebenso nicht erfüllt, wie ein fixes Standbein für Gernot.

Der Part in der Vergangenheit hat mir sehr gut gefallen. Der Gegenwartsstrang konnte mich allerdings nicht wirklich überzeugen. Hier war doch vieles vorhersehbar und fühlte sich nicht immer ganz rund an. Der Epilog fiel außerdem sehr kitschig aus und wäre meiner Meinung nicht wirklich mehr vonnöten gewesen.

Schreibstil:
Der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig und sehr bildhaft. Jedoch finde ich, dass die Autorin diesmal ihren Roman anders angelegt hat. Mich hat das nicht gestört, denn ich finde es gut, wenn man sich verändert. Da Sarah Lark bereits viele Neuseelandromane geschrieben hat, war auch das Thema der Harzgewinnung und der Kauribäume etwas ganz Neues und sehr interessant zu lesen. Die Autorin erklärt den Beruf des Gumdiggers anschaulich. Viele junge Männer aus dem Süden sind damals nach Neuseeland ausgewandert. Ähnlich den Goldgräbern wurde auch ihnen das schnelle Geld versprochen, war jedoch Schwerstarbeit und nur für die ersten Arbeiter auch gewinnbringend.

Die Landschaftsbeschreibungen sind wie immer überaus gelungen und sehr bildgewaltig. Hier hat Sarah Lark wieder Bilder im Kopf entstehen lassen.

Fazit:
Ein Roman mit einigen Schwächen. Der Gegenwartsstrang war vorhersehbar, konnte mich nicht überzeugen und war auch noch schlecht recherchiert. Der Vergangenheitsstrang konnte mich jedoch überzeugen und hat mich auch an der Geschichte dranbleiben lassen.


Die Tochter des Seidenhändlers - Dinah Jefferies




    • Broschiert: 416 Seiten
    • Verlag: Bastei Lübbe (Lübbe Hardcover) (28. Juni 2017)
    • Übersetzer: Angela Koonen
    • ISBN-10: 3785725914
    • ISBN-13: 978-3785725917
    • Originaltitel: The Silk Merchant's Daughter
    • Genre: historischer Roman


Bastei Lübbe Kurzbeschreibung:
Vietnam, 1950. Die junge Nicole stand von jeher im Schatten ihrer schönen Schwester Sylvie. Als Tochter eines französischen Seidenhändlers und einer Vietnamesin soll sie nun in Hanoi ein Stoffgeschäft übernehmen. Bald kommt Nicole mit Einheimischen in Berührung, die sich gegen die französische Fremdherrschaft auflehnen. Dabei entdeckt sie voller Schrecken, dass ihr Vater in dunkle Machenschaften verwickelt ist. Als sie sich in den charismatischen Mark verliebt, gerät ihre Welt abermals ins Wanken. Denn Mark scheint auch für ihre Schwester Gefühle zu hegen. Auf der Suche nach ihrem Platz in einer Welt, in der nichts ist, wie es scheint, fasst Nicole einen kühnen Plan ...

Meine Bewertung: * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Bei der Lesejury durfte ich die letzten Wochen in einer Leserunde diesen exotischen Landscape Roman  lesen. Er erzählt von Vietnam in den 1950-iger Jahren, als das Land noch Indochine hieß und unter französischer Herrschaft stand. Eine Zeit, aus der wir eigentlich viel zu wenig wissen und die mich vorallem an diesem Roman gereizt hat.

Der erste Leseabschnitt erfüllte auch zu 100% meine Erwartungen und ich tauchte in die exotische Welt von Hanoi ein. Mit Nicole und Sylvie lernte ich zwei Schwestern kennen, die nicht nur vom Aussehen, sondern auch von ihrem Charaktere her sehr unterschiedlich sind. Sylvie, die Ältere der Schwestern, hat ihr französisches Aussehen von ihrem Vater geerbt, der als Seidenhändler sein Imperium an sie überträgt, um sich mehr der Politik widmen zu können. Nicole, die schon immer im Schatten ihrer Schwester stand und das vietnamesiche Aussehen ihrer, bei der Geburt verstorbenen, Mutter geerbt hat, erhält nur einen kleinen Stoffladen. Dieser liegt im Viertel der Einheimischen. Nicole versucht das Beste daraus zu machen und fühlt sich immer mehr zwiegespalten, was ihre Herkunft anbelangt. Als "Métisse", die Bezeichnung für Kinder gemischter Abstammung, wird sie beschimpft und fühlt sich keinem Kulturkreis richtig zugehörig. So widmet sie sich mehr und mehr ihren Seidenladen, denn die bunten Stoffe verzaubern sie schon seit ihrer Kindheit. In O-Lan, die im Nebenhaus wohnt, findet sie eine wunderbare Freundin. Ihr Kousin Tran versucht Nicole ihre vietnamesischen Wurzeln näher zu bringen, doch der junge Widerstandskämpfer der Vietminh verfolgt damit auch seine eigenen Ziele. Als sich die politische Lage immer mehr zuspitzt und sie erfährt, dass ihr Vater in dunkle Machenschaften verwickelt ist, muss sich Nicole entscheiden....

Ein großartiger Plot, der mich sofort mitgerissen hat. Die Autorin hat die Beschreibung der bunten Seidenstoffe, des Viertels mit seinen Menschen und Düften und den Bräuchen des Landes zu Beginn noch großartig eingefangen. Ich konnte auch den Kampf von Nicole verstehen, die sich weder als Französin, noch als Vietnamesin fühlt. Von ihrem Vater wird sie eher kühl behandelt. Auch von ihrer Schwester, die Nicole gegenüber immer bevorzugt wird, kann sie kaum auf Verständnis hoffen. Vorallem Sylvie verhält sich ihr gegenüber oftmals komisch, begegnet ihr manchmal liebevoll und dann wieder herablassend. Nicole's einzige Vertraute ist die Köchin Lisa, die für sie die Ersatzmutter ist. Als sich Nicole in Mark, einem amerikanischen Seidenhändler verliebt, der zu oft mit ihrer Schwester Sylvie gesehen wird, spitzt sich die Situation zu.....

Leider verliert der Roman ab der Hälfte all diese positiven Eigenschaften, die mich zuvor noch verzaubert haben. Die wunderbaren exotischen Beschreibungen weichen immer mehr der Liebesgeschichte, die Figuren und ihre Taten erschlossen sich mir immer weniger. Auch einzelne Handlungsstränge verlaufen im Nichts.
Der Titel des Romans spielt ebenfalls nicht mehr wirklich eine Rolle, denn die Handlung führt den Leser in eine ganz andere Richtung, die mir nicht gefallen hat. Daher bleibt von der Faszination kaum mehr etwas übrig, was ich sehr schade fand.

Auch die Charaktere konnten mich mit Ausnahme von O-Lan nicht überzeugen. Sylvie ist eine unsympathische, egoistische junge Frau, die nur auf ihre Vorteile bedacht ist. Nicoles Vater lässt gegenüber Nicole nur Gefühlskälte walten und Mark spielt eine sehr undurchsichtige Rolle in der Geschichte. Mit ihm konnte ich mich nicht wirklich anfreunden. Genauso mit Tran, der zwar voll hinter seiner politischen Gesinnung steht, aber sein wahres gesicht gut zu verhüllen weiß.
Aber auch Nicole brachte mich manchmal zum Verzweifeln und ich konnte ihr Handlungen nicht nachvollziehen. Ich hatte öfters Schwierigkeiten mich in die Figuren hineinzuversetzen und mit ihnen  mitzufühlen. Die Umsetzung ihrer Gefühle ist der Autorin nur teilweise gelungen.

Positiv und sehr lebendig fand ich die Beschreibung des Landes, der Kultur und den politischen Unabhängigkeitskampf. Am Ende gibt es noch einen historischen Abriss des Landes von 1787 an bis in die Gegenwart.

Schreibstil:
Der Schreibstil der Autorin konnte mich zu Beginn fesseln. Sie schreibt flüssig und sehr bildhaft, doch fühlte sich zum Ende hin der Schreibstil etwas holpriger an. Die politischen und kulturellen Informationen sind interessant und sehr lebendig erzählt. Zum Ende hin hatte ich aber immer mehr Schwierigkeiten die Längen zu überbrücken und die Charaktere sympathisch zu finden. Nicoles Handeln konnte ich nicht immer verstehen und fand es teilweise unglaubwürdig.

Cover:

Das linke italienische und das englische Cover, das zweite von rechts, sind sehr ähnlich gestaltet und unterscheiden sich nur geringfügig. Das polnische Cover dazwischen und das litauische Cover ganz rechts gefallen mir weniger gut, auch wenn das litauische doch sehr natürlich erscheint und vielleicht, wenn man es in der Hand hält, ziemlich gut aussieht.

Fazit:
Ein exotischer Roman, der uns in die Nachkriegszeit nach Vietnam entführt und die politischen Unruhen in den 1950-iger Jahren sehr deutlich aufzeigt. Der Beginn ist faszinierend und fesselnd, doch aber der Mitte lässt die Geschichte stark nach und verliert sich in Nebensächlichkeiten. Es gibt offene Handlungsstränge, die nicht zu Ende geführt werden und ich begann die anfängliche bildhafte Beschreibung zu vermissen, die mich an den Roman fesselte. Das Buch lässt mich sehr zwiegespalten zurück, denn das großartige erste Drittel verlor sich immer mehr in einer Handlung, die mich mit dem Ansteigen der Seitenanzahl immer weniger begeisterte.

Vielen Dank an Bastei Lübbe und die Lesejury für das Manuskript zur Leserunde

Glück ist, wenn man trotzdem liebt - Petra Hülsmann




    • Taschenbuch: 416 Seiten
    • Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Lübbe Taschenbuch) (10. Juni 2016)
    • ISBN-10: 3404173643
    • ISBN-13: 978-3404173648
    • Genre: Liebesroman, Gegenwartsliteratur

Bastei Lübbe Kurzbeschreibung:
Es gibt Dinge, die Isabelle absolut heilig sind: ihre Daily Soap. Ihre Arbeit in einem schönen Blumenladen. Und das tägliche Mittagessen im Restaurant gegenüber. Überraschungen in ihrem geregelten Leben kann sie gar nicht leiden. Doch dann wird "ihr" Restaurant von dem ambitionierten Koch Jens übernommen - und der weigert sich nicht nur, ihr Lieblingsgericht zuzubereiten, sondern sorgt auch sonst für Chaos in Isabelles wohlgeordneter Welt. Während sie alles wieder in ruhige Bahnen zu lenken versucht, ahnt sie aber schon bald, dass es vielleicht gerade die Überraschungen sind, die ihr Leben reicher machen ...

Meine Bewertung: * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Es ist nun schon eine Weile her, dass ich "Glück ist, wenn man trotzdem liebt" gelesen habe und leider hat es nicht wirklich einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Es ist eine nette und amüsante Geschichte, wie ich auch erwartet hatte, mit einer etwas ungewöhnlichen Protagonistin und doch einem eher vorhersehbarem Verlauf und Ende. Trotzdem hat mich der Roman beim Lesen gut unterhalten, aber nicht überzeugt.

Worum gehts? Isabelle, unsere Hauptprotagonistin, liebt ihre festgefahrenen Gewohnheiten: ihre tägliche Nudelsuppe im vietnamesischem Restaurant gegenüber, jeden Dienstag schwimmen und abends ihre Daily-Soap. Sie liebt ihre Arbeit in einem kleinen Blumenladen, der leider nicht mehr sehr gut läuft.
Als das asiatische Restaurant gegenüber schließt und ihre Lieblingsreihe eingestellt wird, gerät Isabelles Leben aus dem Gleichgewicht, denn es bereitet ihr große Probleme von ihrem straffen Plan abzuweichen. Noch schlimmer wird es, als sie den neuen Restaurantbesitzer Jens Thiel kennenlernt. Dieser weigert sich beharrlich eine gewöhnliche Nudelsuppe in seine Menukarte aufzunehmen und ist entsetzt von Isa's Essgewohnheiten. Dass sich die Beiden in die Haare kriegen ist wohl vorprogrammiert. Aber die Änderungen in Isabelles Leben sind noch nicht vorüber. Brigittes Blumenladen, in dem sie als Floristin arbeitet, steht vor dem Konkurs. Ein Insolvenzanwalt wird hinzugezogen, der Brigitte und Isabelle Vorschläge für die Zukunft des Geschäftes unterbreiten soll. Isabelle ist überzeugt, dass sie endlich ihren Traummann in Alexander, dem Anwalt, gefunden hat. Er sieht gut aus, ist kultiviert, ein Gentlemen und intelligent. Doch das große BÄMM, auf das Isabelle wartet, bleibt aus. Stattdessen gibt es immer mehr Glücksmomente mit Restaurantinhaber Jens und seiner Halbschwester Merle.... Isabelle war mir manchmal etwas zu anstrengend. Ist ihr Verhalten anfangs noch ganz amüsant, wird es mit der Zeit nervig und ließ mich immer öfter nur den Kopf schütteln. Trotz ihrer jungen Jahre ist Isabelle festgefahren in ihren Gewohnheiten und Ideen, die ihr selbst kaum Spielraum lassen. Nur Jens gelingt es mit der Zeit wenigstens ihre Essgewohnheiten zu ändern und lässt ihr immer wieder ganz besondere Leckereien zukommen. Besonders das "Schokoladenmalheur" ist mir in bleibender Erinnerung geblieben und ließ mir regelmäßig das Wasser im Mund zusammenlaufen....mhhhh.

Charaktere:
Petra Hülsmann hat die verschiedenen Charaktere sehr lebendig beschrieben. Jeder hat seine Ecken und Kanten, wobei Isabelle wohl die meisten davon abbekommen hat ;) Jens ist ein sympathischer Mann, der der Liebe abgeschworen hat. Nach einer gescheiterten Ehe widmet er sich alleine seinem Restaurant und seiner Halbschwester Merle. Diese fand ich sehr erfrischend. Beide entwickeln sich im Laufe des Romans weiter, genauso wie Isabelle. Sie beginnt sich von ihren festgefahrenen Ritualen zu lösen und lernt auch mal mehr Spontanität in ihr Leben zu lassen. Gut gefallen hat mir Taxifahrer Knut. Dieser ist kein 08/15 Typ, sondern im Erscheingsungsbild ein knallharter Rocker, unter dem sich ein sehr weicher Kern verbirgt.

Schreibstil:
Ein großer Pluspunkt ist der lockere Schreibstil der Autorin. Die unterhaltsamen Dialoge und die amüsante Leichtigkeit des Romans lassen einem durch die Seiten fliegen, auch wenn man nicht immer mit der Protagonistin klarkommt. Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive von Isabelle erzählt. Jedes Kapitel hat einen kreativen Titel als Überschrift, was mir gut gefallen hat. Die Kapitel selbst sind eher lange gehalten.

Fazit:
Trotz meiner Kritikpunkte ist dieser Roman eine nette und amüsante Unterhaltung für zwischendurch, leider aber ziemlich vorhersehbar. Das stört nicht unbedingt, denn man weiß bei Liebesromanen meist, was man erwarten darf. Trotzdem konnte mich der Roman nicht wirklich überzeugen. Wie bereits oben angesprochen ist der Inhalt des Buches leider wieder sehr schnell vergessen...



Dein finsteres Herz - Tony Parsons




    • Taschenbuch: 464 Seiten
    • Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Lübbe Taschenbuch) (12. August 2016)
    • ISBN-10: 3404174003
    • ISBN-13: 978-3404174003
    • Originaltitel: The Murder Bag
    • Genre: Thriller
    • Reihe: ja - Band 1 - Detective Max Wolfes erster Fall


Bastei Lübbe Kurzbeschreibung:
Vor zwanzig Jahren trafen sieben Jungen in der elitären Privatschule Potter’s Field aufeinander und wurden Freunde. Nun sterben sie, einer nach dem anderen, auf unvorstellbar grausame Art. Das ruft Detective Constable Max Wolfe auf den Plan: Koffeinjunkie, Hundeliebhaber, alleinerziehender Vater. Und der Albtraum jedes Mörders. Max folgt der blutigen Fährte des Killers von Londons Hinterhöfen und hell erleuchteten Straßen bis in die dunkelsten Winkel des Internets. Stück für Stück kommt er dem Täter näher – ohne zu bemerken, dass er längst nicht mehr der Jäger, sondern der Gejagte ist ...

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Der Autor Tony Parsons war mir noch nicht bekannt und so begann ich relativ unvoreingenommen in den  ersten Band der Reihe rund um Detective Max Wolfes reinzulesen. Schon der Prolog ließ mich sofort in die Geschichte eintauchen. Die düstere Atmosphäre rund um ein junges Mädchen, das von einer Gruppe Jugendlicher gefangen gehalten und missbraucht wird, hat mich gepackt und entsetzt die Luft anhalten lassen.
20 Jahre nach diesem Vorfall lernen wir den Ermittler Max Wolfe kennen. Er ist neu im Dezernat Mord und Schwerverbrechen und hat es gleich zu Beginn mit einet grausamen Tat zu tun. Hugo Buck, einem reichen Investmentbanker, wurde die Kehle so brutal aufgeschlitzt, dass er fast geköpft wurde. Als ein zweiter Mord auf diese Weise passiert, führt die Spur zu Potter's Field, einer elitären Privatschule. Beide Opfer waren dort Schüler und gehörten derselben Clique an.

Der Plot ist nicht unbedingt neu. Ähnliches habe ich gereits bei Jussi Adler-Olsen gelesen oder im filmischen Bereich bei "The Riot Club" gesehen. So hatte ich schon bald eine Ahnung in welche Richtung der Thriller gehen wird, jedoch konnte mich der Autor doch noch einige Male überraschen. Trotzdem blieb die Frage "Wer war es?" immer in meinem Kopf und diese wurde auch erst ganz zum Schluss aufgelöst. Als Leser hat man schon einige Querverbindungen herausgefunden, doch die Polizei tappt noch längere Zeit völlig im Dunkeln. Die Ermittlungen laufen zäh für die Einsatzgruppe rund um Max, der als Einziger in die richtige Richtung zu denken scheint. Die beiden Toten bleiben aber nicht die Einzigen und als ein dritter Mann aus der ehemaligen Clique stirbt, gerät der Rest in Panik.

Der Spannungsbogen bleibt hoch und ich konnte den Thriller kaum aus der Hand legen. Jedoch weist die Geschichte in der Mitte ein paar Längen auf. Zum Finale hin wird es wieder spannend und die Auflösung offenbart erst am Schluß die wahren Hintergründe.

Max Wolfe als Detective gefällt mir sehr gut. Hier  ermittelt endlich kein kaputter, geschiedener Alkoholiker, auch wenn er trotzdem ein schweres Päckchen mit sich herumträgt. Als überforderter Alleinerzieher seiner fünfjährigen Tochter Scout und dem gemeinsamen - nicht zimmerreinen - Hund Stan, findet man sofort Bezug zu diesem Mann. Er ist sympathisch und versucht, wie viele Frauen, einen Spagat zwischen Beruf und Privatleben und diese Sorgen und Nöte des Detectives teilt der Autor dem Leser auch mit. Man versteht seine Gefühle und ich denke jede berufstätige Frau kennt das Gefühl nirgends 100% geben zu können. Der liebevolle Umgang mit Tochter Scout und ein Detective als Hundeherrchen fand ich wirklich gelungen, macht ihn menschlich und hat wieder etwas Normalität nach einem brutalen Mord in die Geschichte gebracht.

Für mich war der Auftakt dieser Thriller-Reihe gelungen, auch wenn noch Luft nach oben bleibt. Da es das Debüt des Autoren ist, bin ich vorallem vom Schreibstil begeistert. Für mich war die Geschichte ein Pageturner und ich werde sicherlich auch die weiteren Bände der Reihe lesen.

Schreibstil:
Den Schreibstil von Tony Parsons fand ich angenehm und sehr gut lesbar. Der Autor versteht Szenen so zu umschreiben, dass man genau weiß, was passiert, die brutalen Worte aber nicht in den Mund nimmt. Es klingt fast etwas poetisch, was eigentlich zu einem Thriller nicht richtig passen will, sich aber wirklich gut lesen lässt, wie etwa diese Beschreibung einer krebskranken Frau:

 "Sie bewegte sich mit der sorgfältigen Bedächtigkeit eines Menschen, den sein Körper hintergangen hat."  - Seite 90 -  

Die Geschichte wird aus der Sicht von Max in der Ich-Form erzählt. Auch der britische Humor kommt manchmal durch, was mir sehr gut gefällt.

Cover:
Das englische Originalcover ist genauso düster, wie das deutsche. Es hat allerdings die typischen Einheitsfarben eines Thrillercovers: schwarz-weiß-rot.
Trotzdem finde ich es nicht schlechter, als das deutsche Cover und kann mich auch nicht entscheiden, welches ich schlussendlich besser finde. Die deutschsprachigen Bücher werden mit ähnlichen Covern weitergeführt. Somit sieht man auf einem Blick, dass es sich um eine Reihe handelt.

Fazit:
Ein gelungener Auftakt einer Thrillerreihe, die ich weiter verfolgen werde. Ein sympathischer Ermittler und ein spannender Plot konnten mich überzeugen, auch wenn noch etwas Luft nach oben bleibt. Band 2 werde ich mir demnächt aus der Bücherei holen.


Das Geheimnis der Mittsommernacht - Christine Kabus



    • Taschenbuch: 656 Seiten
    • Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Lübbe Taschenbuch) (9. September 2016)
    • ISBN-10: 3404174038
    • ISBN-13: 978-3404174034
    • Genre: Historischer Roman


Bastei Lübbe Kurzbeschreibung:
Norwegen, 1895. Im Bergbaustädtchen Røros begegnen sich zwei junge Frauen, deren Schicksal kaum unterschiedlicher sein könnte. Die Deutsche Clara ist ihrem Ehemann in dessen Heimatstadt gefolgt, wo sich dieser endlich mit seinen Eltern aussöhnen will. Doch die Ordals begegnen Clara und ihrem kleinen Sohn Paul mit unverhohlener Ablehnung. Als wenig später ein furchtbares Unglück geschieht, ist Clara plötzlich auf sich allein gestellt. Unerwartete Hilfe erfährt sie ausgerechnet durch Sofie, die Tochter des mächtigen Bergwerksbesitzers, dem die Ordals schon lange ein Dorn im Auge sind. Sofie empfindet ihr behütetes Dasein als goldenen Käfig und bewundert es, wie Clara ihr Leben meistert. Während Clara und Sofie zu Freundinnen werden, kommen sie einem Geheimnis auf die Spur, das ihre Familien seit Jahrzehnten überschattet …

Meine Bewertung: * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Den Roman der Autorin Christine Kabus durfte ich in meiner ersten Leserunde bei der Lesejury von Bastei Lübbe lesen. Dieser besteht aus zwei verschiedenen Handlungssträngen, die Ende des 19. Jahrhunderts spielen und deren Hauptprotagonisten Sofie Svarstein und Clara Ordal sind.

Im ersten Erzählstrang lernen wir Sofie kennen, Tochter des in Røros hochangesehenen Kupferminenbesitzers Ivar Svartstein. Dieser ist ein hartherziger Mann, dessen Frau gerade beim Versuch, ihm endlich den ersehnten männlichen Erben zu schenken, verstarb. Während Ivar einfach zu den Tagesgeschäften übergeht und seine egoistische Tochter Silje kaum eine Träne verdrückt, ist Sofie, die Jüngste der Familie zu Tode betrübt.

Im zweiten Erzählstrang lernen wir Clara Ordal kennen. Gemeinsam mit ihrem Mann Olaf und dem kleinen Sohn Paul sind sie im Begriff von Bonn nach Deutsch-Samoa auszuwandern. Ein verlockendes Jobangebot hat den Juristen seine Zelte in Deutschland abbrechen lassen, doch kurz vort der Abreise erhält er einen Brief von seiner Mutter aus Norwegen, seiner ursprünglichen Heimat. Olaf, der den Kontakt zu seinen Eltern abgebrochen hat, wird gebeten an das Sterbebett seiner Mutter zu eilen. Clara besteht auf eine Reise in Olafs Heimat, bevor sie in die Südsee aufbrechen. Doch kaum angekommen, erkennen die Beiden, dass alles ganz anders ist, als sie dachten und kurz darauf kommt es in Røros zu einem folgenschweren Unglück....

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Sofie und Clara erzählt, wobei mir im Laufe des Romans Clara mehr ans Herz wuchs. Bis sich die beiden Frauen schlussendlich treffen, dauert es aber geraume Zeit. Und auch das im Klappentext angekündigte gemeinsame Geheimnis ist mehr "Aufhänger", als es die Geschichte der beiden Frauen beeinflusst.
Beide Frauen müssen sich jedoch in der Männergesellschaft behaupten. Sofie, die von ihrem Vater kaum wahrgenommen wird, interessiert sich sehr für die Rolle der Frau und das gesellschaftliche System in Norwegen. Sie beginnt ehrenamtlich in der kleinen Bibliothek zu arbeiten, jedoch bleibt sie trotzdem die etwas naive reiche Tochter ihres Vaters. Clara hingegen steht nach einer persönlichen Tragödie plötzlich als alleinstehende Mutter mit Kind und noch dazu als verhasste Katholikin in Røros da. Für sie ist es lebensnotwendig Arbeit zu finden, um für Paul zu sorgen und ihnen ein Dach über dem Kopf zu gewährleisten.

Rund um diese beiden Frauen hat Christine Kabus eine Geschichte geschrieben, die teilweise leider sehr vorhersehbar ist. Es ist nicht nur einmal passiert, dass ich mir nach einem bestimmten Satz der Autorin, bereits ausmalen konnte, was passieren wird - und genauso traf es auch ein! Somit hatte ich leider wenige Überraschungsmomente! Dazu gab es kleine unlogische Passagen. Auch verlor sich Christine Kabus immer wieder in Nebenschauplätze und einige begonnenen Handlungsstränge, wie die anfangs oftmals erwähnten politischen Vorgänge, verliefen sogar ins Leere. Die teilweise detaillierten Beschreibungen ließen in der Mitte des Romans einige Längen aufkommen, nur die bildhaften Darstellungen der winterlichen norwegischen Landschaft war hier eine Ausnahme. Man spürt direkt die Begeisterung und Liebe der Autorin zu Norwegen. Leider genügt das nicht für einen Roman, der mich überzeugen soll......dazu war er viel zu vorhersehbar.

Schreibstil:
Christine Kabus schreibt flüssig und sehr bildhaft. In diesem Roman war er allerdings auch teilweise zu detailliert. Die bildhaften Beschreibungen der norwegeischen Landschaft fand ich jedoch gelungen und hat Fernweh in mir ausgelöst, vorallem weil Norwegen schon seit Jahrzehnten auf meiner "unbedingt besuchen wollen"-Liste steht!

Fazit:
Leider hat mich mein erstes Buch der Autorin enttäuscht zurückgelassen. Die Geschichte hatte unnötige Längen, war klischeehaft und vorhersehbar. Ich werde der Autorin trotzdem noch eine Chance geben, denn bisher habe ich nur sehr gute Rezensionen zu ihren anderen Romanen gelesen und außerdem habe ich noch ein Buch im SuB Regal.

Vielen Dank an Bastei Lübbe für die Bereitstellung des Manuskriptes und die Lesejury Leserunde mit der Autorin.

Die Nightingale Schwestern: Geheimnisse des Herzens - Donna Douglas




    • Taschenbuch: 512 Seiten
    • Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Lübbe Taschenbuch) (10. Juni 2016)
    • ISBN-10: 3404173821
    • ISBN-13: 978-3404173822
    • Originaltitel: The Nightingale Sisters
    • Genre: historischer Roman
    • Reihe: ja - Band 2

 Bastei Lübbe Kurzbeschreibung:
London, 1935. Für die Schwesternschülerinnen des berühmten Nightingale Hospitals beginnt das zweite Jahr ihrer Ausbildung. Die Lehrschwestern wachen mit strengem Blick über die jungen Frauen, die derweil ganz andere Sorgen beschäftigen: Während die sonst so forsche Dora unter furchtbarem Liebeskummer leidet, wird ihre Freundin Millie von gleich zwei attraktiven Männern umworben. Auch die neue Nachtschwester sorgt für Aufregung, denn Violet scheint nicht die Frau zu sein, für die sie sich ausgibt ...

Meine Bewertung: wunderbare * * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge


Meine Meinung:
Gleich vorweg: Ich LIEBE diese Reihe! Auch wenn die Cover eher "billig" wirken, war schon der erste Band "Freundinnen fürs Leben" DIE positive Überraschung der letzten Monate. Downtown Abbey im Krankenhaus sag ich nur ;) Deshalb freute ich mich schon sehr auf den zweiten Band der Reihe. Und dieser steht dem ersten Band um nichts nach.

Man ist sofort wieder in der Geschichte drinnen, egal wie viel Zeit man zwischen Band 1 und 2 verstreichen hat lassen. Die drei Freundinnen Dora, Millie und Helen beginnen nun ihr zweites Jahr als Lernschwestern  im Nightingale Krankenhaus.
Helen tritt diesmal etwas in den Hintergrund. Ihre Mutter hat sich ein bisschen mit Charles arrangiert und die Beiden sind nun sogar verlobt.
Millie stolpert nach wie vor von einem Missgeschick zum nächsten. In diesem Band hat sie aber auch einige Schicksalschläge zu überwinden, die sie etwas aus der Bahn werfen. Ihr wird auch bewusst, was es heißt, als Krankenschwester todkranke Menschen zu begleiten, denn Millie hängt ihr Herz des öfteren zu sehr an ihre Patienten.
Auch Dora hat es nach wie vor nicht leicht und versucht neben ihrer Ausbildung ihre Familie so gut wie möglich zu unterstützen. Nachdem ihr Stiefvater von einem Tag auf den anderen verschwunden ist und ihr Bruder seinen Job verliert, nimmt die Not in ihrem Elternhaus immer mehr zu. Und auch Liebeskummer quält Dora, da Nick nun mit ihrer ehemaligen Freundin aus dem East End zusammen ist.
Mit der Nachtschwester Violet Tanner, kommt ein neuer Charakter hinzu. Die junge Frau scheint etwas geheimnisvoll und sondert sich bewusst von den anderen Schwestern ab. Mit Violet erlebt der Leser eine starke junge Frau, die von ihrer Vergangenheit flieht. Man erkennt, wie engstirnig die damalige Zeit war, was alleinstehende, arbeitende Frauen betraf. Auch wenn schon um die Jahrhundertwende Frauen in England auf die Straße gingen (die berühmten Suffragetten), hat sich das Schicksal dieser dreißig Jahre später nicht viel geändert. Aber auch geschichtliche Hintergründe, wie der langsam spürbare Judenhass oder der Tod von König Georg V., werden sehr gut in die Handlung verknüpft.
Auch im zweiten Band sind die Vorkommnisse im Krankenhaus und im privaten Leben der Mädchen sehr lebendig erzählt. Neben den Hauptprotagonistinnen spielen auch wieder Mrs. Fox, die Oberin, sowie die sehr unterschiedlichen Schwestern Sutton, Wren, Blake und Hyde eine große Rolle.

Wie schon bei meiner ersten Rezension, möchte ich auch diesmal wieder erwähnen, dass ich mir diese Bücher wunderbar als Serie im TV vorstellen könnte.

Schreibstil:
Die Autorin hat einen so wunderbaren lebendigen Schreibstil, dass die Seiten nur so dahin fliegen. Man ist vollkommen vertieft in die Geschichte, die die Protagonistinnen aus ihrer Sicht schildern. Auch in "Geheimnisse des Herzens" (wer bitte ist für die Übersetzung verantwortlich???) entwickeln sich die bekannten Charaktere weiter und stehen, wie im realen Leben, immer wieder vor weiteren Aufgaben und Hürden, die sie zu bewältigen haben. Die Charaktere sind liebenwert und überzeugen zu hundert Prozent!

Fazit :
Diese Reihe beginnt mich immer mehr zu fesseln und tendiert langsam zu meiner Lieblingsbuchreihe! Lasst euch nicht vom Titel und Cover abschrecken, denn die Geschichte dahinter ist wirklich wunderbar und hat einen Touch von Downtown Abbey. Ich freue mich schon auf den dritten Band, der bereits erschienen ist. Für mich sind die Nightingale Schwestern eine absolute Leseempfehlung!


Die Reihe "Die Nightingale Schwestern":
  1. Freundinnen fürs Leben  *Rezi*
  2. Geheimnisse des Herzens
  3. Sturm der Gefühle (bereits erhältlich)
  4. Der Traum vom Glück (erscheint im Januar 2017)
  5. Ein Geschenk der Hoffnung (erscheint im März 2017)
  6. Nightingales at War (noch nicht übersetzt)

Die Nightingale Schwestern: Freundinnen fürs Leben - Donna Douglas



    • Taschenbuch: 592 Seiten
    • Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Lübbe Taschenbuch) (15. April 2016)
    • ISBN-10: 3404172604
    • ISBN-13: 978-3404172603
    • Originaltitel: The Nightingale Girls
    • Genre: Historischer Roman
    • Reihe: ja - Band 1



Bastei Lübbe Kurzbeschreibung:
London, 1934. Das berühmte Nightingale Hospital sucht neue Krankenschwestern. Unter den Kandidatinnen sind drei junge Frauen, die unterschiedlicher kaum sein könnten: Während Dora aus ärmlichen Verhältnissen stammt, ist Millie eine waschechte Aristokratin, die lieber etwas Sinnvolles tut, als sich einen Ehemann zu suchen. Helen dagegen leidet unter ihrer dominanten Mutter, vor der sie ein Geheimnis verbirgt. Doch welche von ihnen hat das Zeug dazu, eine echte Nightingale-Schwester zu werden?

Meine Bewertung: * * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Den ersten Teil dieser Reihe habe ich mir aus der Bücherei ausgeliehen, da ich mir nicht sicher war, ob ich mit der Geschichte etwas anfangen kann. Ich war doch etwas skeptisch, da ich Angst hatte eine kitschige Ärztegeschichte vor mir zu haben. Doch das war völlig unbegründet!
Ich bin absolut positiv überrascht von den Nightingale Schwestern, das mir wie eine Mischung aus Downtown Abbey und Greys Anatomy vorkommt. Warum?
Zum ersten Vergleich, weil es in der Zwischenkriegszeit spielt...also ein bisschen später als zu Beginn von Downtown Abbey. Jedoch haben wir es hier auch mit einem zu tiefst traditionellen Haus, der Nightingaler Krankenschwesterschule, zu tun. Hier werden großteils Mädchen aus besseren Kreisen ausgebildet, aber auch fleißige junge Frauen aus der unteren Schicht gelingt manchmal die Aufnahme. Der Roman erzählt von drei sehr verschiedenen Mädchen aus unterschiedlichem Milieu. Der Leser erhält einen tollen Einblick in das Leben der drei Hauptprotagonistinnen und deren Familien.
Der Vergleich zu Greys Anatomy drängt sich auf, weil es in einem Krankenhaus spielt...ja, ich weiß, etwas einfach, aber der Leser erhält hier auch einen tiefen Einblick in den damaligen Krankenhausalltag und die Pflege allgemein und dies kurz vor Beginn des zweiten Weltkrieges. Dies wird sehr interessant dargestellt und man erkennt, wie viel sich in den letzten achzig Jahren in Sachen Medizin getan hat.

Im ersten Band der Reihe geht es um das erste Lernjahr an der Nightingale. Die drei Hauptprotagonistinnen Dora, Helen und Millie beginnen ihr erstes Lehrjahr bzw. Millie bekommt eine zweite Chance es zu wiederholen.
Dora ist diejenige, die aus ärmlichen Verhältnissen kommt und es geschafft hat an der Nightingale aufgenommen zu werden. Dies hat sie vorallem der neuen Leiterin zu verdanken, die auch Mädchen, die nicht aus der Oberschicht kommen, eine Chance gibt. Und so erhält Dora die Chance, sich zu beweisen. Und Dora ist ehrgeizig, denn sie will vorallem ihrem Stiefvater entfliehen.
Millie, die eigentlich Lady Amelia Charlotte Benedict heißt, muss das erste Jahr wiederholen, da sie meistens ganz andere Dinge im Kopf hat, als zu lernen. Ihr fällt es besonders schwer, die strengen Regeln im Hause einzuhalten. Trotzdem möchte sie unbedignt Krankenschwester und auf keinen Fall verheiratet werden. Sie ist eine moderne junge Frau, die auf eigenen Füßen stehen will, die jedoch die alleinige Erbin eines großen Familiensitzes ist.
Die Dritte im Bunde ist Helen, deren Mutter Mitglied des Kuratoriums ist und die jeden Schritt ihrer Tochter ausspioniert. Außerdem wird Helen von den Mitschülerinnen gemobbt, die denken, sie verrät ihrer Mutter alle Vorkommnisse im Internat. Dabei ist die junge Frau eine sehr unglückliche Seele, die von ihrer Mutter kontrolliert wird und keine Freundinnen hat, bis ihre beiden Zimmerkolleginnen, Dora und Millie, ein bisschen auf sie zugehen und bemerken, wer so hinter der wirklichen Helen steckt.
Neben den interessanten Begebenheiten an der Schule, die sehr lebendig beschrieben werden und auch mit Humor glänzen, spielt auch der familäre Hintergrund der drei jungen Frauen eine große Rolle. Überraschende Wendungen und Schicksalschläge, humorvolle Begebenheiten und die beginnende Freundschaft zwischen den drei so unterschiedlichen Mädchen, ließen mich an den Seiten kleben.

Das Ende des ersten Teiles ist rund und es gibt keinen Cliffhanger. Man könnte es auch als Einzelband stehen lassen, jedoch ist man nach dem zuklappen der letzten Seite begierig darauf weiterzulesen und zu erfahren, wie es mit Dora, Millie und Helen im zweiten Lehrjahr weitergeht.
Eine Reihe, die ich mir als Verfilmung sehr gut vorstellen könnte!

Charaktere:
Dora, Millie und Helen, deren Familien, aber auch die anderen Mädchen aus dem Internat und das Lehrpersonal, werden hier sehr anschaulich beschrieben. Ich hatte alle Personen in meinem Kopf und von jedem ein Bild vor Augen, und dass bis zum letzten Nebenprotagonisten. Gratulation an die Autorin! Besonders bei so vielen Personen und unterschiedlichen Charakteren bleiben oft einige Protagonisten blass, was hier aber definitiv nicht der Fall ist. Die Mädchen entwickeln sich weiter und man klebt an den Seiten, um zu erfahren, was als Nächstes passieren wird..

Schreibstil:
Der wunderbar flüssige Schreibstil der Autorin lässt einem durch den fast 600 Seiten dicken Roman nur so durchfliegen. Die Kapitel haben die passende Länge und trotz der vielen Seiten, gab es weder Längen oder Einbrüche. Durch den Wechsel der Perspektiven aus der jeweiligen Sicht der drei Mädchen, kann der Leser diese aus verschiedenen Blickwinkeln miterleben, was die Geschichte durchgehend spannend und ereignisreich macht.

Cover:

 Typische Cover - das deutsche  ist dem englischen sehr ähnlich, zu denen ich im Buchladen eigentlich nicht greifen würde.

Fazit:
Ein toller Beginn einer Reihe, die viel Potential hat und bereits einen starken Anfang hinlegt. Tolle Charakterbeschreibungen, lebhafter Schreibstil und absolut keine Längen, ließen mich die fast sechshundert Seiten im Rekordtempo lesen. Was will man mehr von einem Buch? Für mich gibt es keinen einzigen Kritikpunkt, deshalb vergebe ich 5 Sterne und freue mich auf Band 2.



Rattenkinder - B.C.Schiller




    • Taschenbuch: 448 Seiten
    • Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Lübbe Taschenbuch) (8. Oktober 2015)
    • ISBN-10: 3404172647
    • ISBN-13: 978-3404172641
    • Genre: Thriller



Bastei Lübbe Kurzbeschreibung: 
Eine junge Mutter wird grausam zugerichtet auf einer Parkbank gefunden, neben sich ihr quicklebendiges Baby – und ein Rattenschädel. Das ist nicht der einzige geheimnisvolle Hinweis, den Chefinspektor Tony Braun erhält: Ausgerechnet Viktor Maly, ein Insasse der Psychiatrie, scheint mehr über den Fall zu wissen. Doch er hat seit über einem Jahr keinen Kontakt mehr zur Außenwelt. Wurde die Frau Opfer eines lange geplanten Komplotts? Da geschieht eine weitere Bluttat. Und es gibt nur einen Zeugen: Viktor Maly ...

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge


Meine Meinung:
Der Einstieg in den Thriller war für mich nicht ganz einfach, obwohl dieser überraschender Weise in der oberösterreichischen Landeshauptstadt Linz spielt. Ich lese ja sehr gerne Krimis und Thriller aus meinem Heimatland Österreich, doch die meisten haben als Schauplatz Wien, das Salzkammergut, die Steiermark oder auch Innsbruck. Zwei Krimis, die in meiner eigenen Umgebung spielen, durfte ich auch bereits lesen. Hier war einmal das Mostviertel und einmal die Wachau Schauplatz eines oder mehrerer Morde. Einen Linz-Thriller oder Krimi habe ich bis jetzt noch nie gelesen...

Das Buch spielt allerdings nicht nur in Österreich, sondern auch in einer Roma Siedlung in Tschechien. Dort lernen wir die junge Tara kennen, die versucht sich und ihren kleinen Sohn durchzubringen. An Geld oder Lebensmittel zu kommen ist schwierig und man erfährt sehr schnell, dass hier vorallem mit illegalen Geschäften wie Drogen, Prostitution und Menschenhandel, gearbeitet wird. Einige wenige haben hier das Sagen und scheffeln Geld, während der Großteil der Menschen in Dog City, wie die Roma-Siedlung genannt wird, ums Überleben kämpfen.
Durch die ganzen 448 Seiten begleitet dem Leser eine sehr bedrückende Atmosphäre und man spürt die Auswegslosigkeit der Menschen in diesem Elendsviertel. Hier tut sich ein Abgrund auf, der mich beim Lesen erschüttert hat. An Grausamkeiten und Abartigkeiten spart das Autorenpaar in diesem Thriller ebenfalls nicht!

Zu Beginn taucht der Leser aber in die Gedanken des Mörders ein und hat mich anfangs äußerst verwirrt zurück gelassen. Deshalb tat ich mir auch beim Einstieg in die Geschichte etwas schwer. Man rätselt wohin das Autorenpaar den Leser führen möchte und neben den Grausamkeiten, die bereits im Prolog aufgezeigt werden, fand ich nicht wirklich in die sehr seltsame und merkwürdige Erzählung eines Täters, der aus seiner Sichtweise schildert.
In Linz ermitteln in der Zwischenzeit Chefinspektor Tony Braun und seine Assistentin Franka am Mordfall an Amelie Frey. Die junge Mutter wurde tot auf einer Parkbank gefunden, neben ihr ein Rattenschädel und ihr kleiner Sohn, der im Kinderwagen liegt und weint und dadurch erst die Passanten auf Mutter und Kind aufmerksam wurden. Braun bemerkt, dass seine Kollegin Franka beim Auffinden des Rattenschädels kurz zusammenzuckt, doch sie schweigt beharrlich. Bald erfährt auch der Leser, dass Franka selbst ein schwerwiegendes Geheimnis hat. Trotzdem kooperieren die beide Ermittler perfekt. Beide sind Menschen, die schon einiges erlebt haben und sich nicht immer an die genauen Vorschriften halten, sondern oft aus dem Bauchgefühl heraus agieren. Dabei erscheint Inspektor Braun allerdings etwas klischeehaft....

Der rote Faden im Thriller ist jedoch der Name und die Person Viktor Maly. Unter diesem Namen befindet sich ein Mann in einer Psychiatrischen Kinik, der an retrograder Amnesie leidet. Er weiß nicht, wer er wirklich ist oder woher er kommt und doch scheint er etwas zu verbergen. Von ihm geht eine Bedrohung aus und man hat das Gefühl er spielt ein Katz und Maus Spiel mit den Ermittlern. Denn immer wieder hat er Hinweise für Tony Braun, die den Inspektor letztendlich zu einer Leiche führen. Viktor Maly scheint der Schlüssel zur Aufklärung der Verbrechen zu sein.

So erhält man drei verschiedene Erzählstränge, die sich abwechseln. Der Leser befindet sich entweder in Dogcity, in Linz oder man verfolgt die wirren Aufzeichnungen eines weiteren Mannes, die in kursiver Schrift gehalten sind. Dieser Wechsel der Erzählstränge halten die Spannung hoch und den Leser an den Seiten. Was sich zu Beginn noch sehr verwirrend anhört, entwickelt sich zu einem genial durchdachten Plot, der gut durchstrukturiert ist. Korruption und Menschenhandel sind das zentrale Thema, doch mehr möchtse ich dazu nicht verraten. Das Ende ist schlüssig und alle Erzählstränge führen schlussendlich zu einem zusammen.

Schreibstil:
Das Autorenduo schreibt sehr intensiv. Man spürt die Emotionen und die sehr drückende Atmosphäre im Verlauf der Geschichte. Auch die Schauplätze sind sehr bildhaft und deatilliert beschrieben. Trotz der anfänglichen Schwierigkeiten lässt sich die Geschichte sehr flüssig lesen. Das Tempo ist rasant.

Fazit:
Ein düsterer und spannender Thriller über Korruption und Menschenhandel. Grausam und nichts für zarte Gemüter! Für den Beginn der Story, der mich verwirrte und anfangs nicht wirklich fesseln konnte, muss ich einen Stern abziehen.


Killerjagd - Christine Drews




    • Taschenbuch: 336 Seiten
    • Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Lübbe Taschenbuch) (12. November 2015)
    • ISBN-10: 3404170857
    • ISBN-13: 978-3404170852
    • Genre: Thriller



link zur Bestellung bei Bastei Lübbe

Bastei Lübbe Kurzbeschreibung:
Rachel Hyatt ist eine der besten Profiler bei Scotland Yard. Als sie zum Schauplatz eines besonders brutalen Mordes gerufen wird, weiß sie daher sofort: Hier war ein Profi am Werk - aber einer, der persönliche Gründe für seine Tat hat. Zumal sein Opfer nicht irgendwer ist, Sir Ian war ein wichtiges Mitglied des britischen Geheimdienstes. Noch ahnt Rachel nicht, dass sie soeben den Weg des gefährlichsten Killer Englands gekreuzt hat. Und sie sehr bald von der Jägerin zur Gejagten werden wird.

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Darum geht's:
Sir Ian, ein hochrangiger Mitarbeiter des britischen Geheimdienstes wird ermordet aufgefunden. Es gibt keine Spur zum Täter, doch der betagte Mann zeigte keinerlei Abwehrreaktionen, was Profilerin Rachel Hyatt von Scotland Yard äußerst ungewöhnlich findet. Sie ist eine der besten Kriminalpsychologen und kommt de, Täter bald auf die Spur. Doch damit wird sie selbst zur Zielscheibe....

Meine Meinung:
Dies ist mein erster Thriller der Autorin, obwohl ich schon zwei Bücher von ihr in meinem Regal stehen habe. Nun habe ich Lust diese sobald wie möglich zu lesen, denn dieser Thriller war wirklich rasant und fesselnd - und das von der ersten Seite an.

Gleich zu Beginn des Buches erhält man ein Bild des Täters, der äußerst professionell vorgeht. Man erkennt sehr schnell, dass der Mord an Sir Ian sicherlich nicht sein erster war und er gezielt vorgeht. So hat Profilerin Rachel Hyatt auch bald eine ungefähre Ahnung vom Profil des Täters, doch der Grund seiner Taten bleibt noch längere Zeit ein Rästel. Ungewöhnlich fand ich, dass die Identität des Mörders relativ schnell für den Leser bekannt wird. Dies mindert jedoch nicht die Spannung des Thrillers, der gleich zu Beginn eine relativ hohe Spannungskurve aufweist.
Während Rachel durch ihre Recherchen am Mord von Sir Ian schon bald ins Visier des Täters gerät, weicht er nicht von seinem Ziel ab: die Tötung aller Personen auf seiner "Liste"....und wenn es sein muss, auch Rachels.
Voller Dramatik eröffnet sich nach und nach eine Geschichte, die uns zurück in die Vergangenheit zur Zeit des kalten Krieges führt. In Afghanistan hatte der britische Geheimdienst damals seine Finger in einem tödlichen Spiel. Doch keine Angst - dies ist kein Spionagethriller! Was sich dem Leser hier offenbart, ist eine grausame Wahrheit und eine Geschichte voller Brutalität, wie es nur Menschen ihresgleichen antun können.

Obwohl der Täter bereits sehr früh bekannt ist, gibt es noch genügend Geheimnisse, die mich an das Buch fesselten. Nach und nach wird ein Puzzlesteinchen ums andere hinzugefügt. Fragen, die sich beim Lesen immer wieder ergeben, werden zwischendurch teilweise beantwortet, doch dazu kommen gleichzeitig auch wieder viele neue.....
Die Jagd auf den Killer beginnt und die Frage ist nur: Wird Rachel in rechtzeitig aufhalten können?

Charaktere:
Rachel Hyatt, unsere Profilerin, ist eine sehr sympathische und intelligente Frau, die trotz ihres Berufes weder abgehoben, noch abgebrüht ist. Sie ist alleinerziehend und keineswegs fehlerfrei, wie so viele Ermittler in den typischen amerikanischen Thrillern. Ihre Figur bleibt authentisch und ist mitten aus dem Leben gegriffen. Auch ihre Emotionen konnte man spüren, wie etwas die Angst, als sie bemerkt, dass jemand sie beschattet. Ihre Kollegen, Bob Hall und Carole Spitman, vervollständigen das Team und sind ebenfalls sehr realistisch dargestellt.

Schreibstil:
Rasant, fesselnd und mit einer hohen Spannungskurve, die nur im Mittelteil kurz ein bisschen nachlässt, so hat die Autorin diesen Thriller geschrieben. Blutig und bildhaft sind wohl weitere Elemente, die man hinzufügen muss, denn einige Stellen sind nicht wirklich für zartbesaitete Leser geeignet. Die Kapitel sind eher kurz gehalten und werden aus der Sicht einer 3. Person erzählt. Abwechselns erlebt man die Sicht des Täters und die des Ermittlerteams.

Fazit:
Ein sehr temporeicher und brisanter Thriller, der nur im Mittelteil ein bisschen an Spannung verliert, sonst jedoch alles hat, was einen guten Thriller ausmacht. Nichts für Zartbesaitete!


Vielen Dank an Bastei Lübbe für das Rezensionsexemplar und
http://www.bloggdeinbuch.de/
http://www.bloggdeinbuch.de/

Eine Hoffnung am Ende der Welt - Sarah Lark



    • Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
    • Verlag: Bastei Lübbe (Lübbe Hardcover); Auflage: 1. Aufl. 2015 (10. Dezember 2015)
    • ISBN-10: 3785725434
    • ISBN-13: 978-3785725436
    • Genre: Historischer Roman, Roman


Bastei Lübbe Kurzbeschreibung:
In den Wirren der 1940er Jahre verschlägt es die junge Helena mit ihrer Schwester Luzyna nach Persien. Als sie Aufnahme in Neuseeland erhalten sollen, keimt Hoffnung in Helena auf. Doch nur eine der jungen Frauen wird für die Verschickung ausgewählt. Zur gleichen Zeit bricht James McKenzie aus Neuseeland auf. Gegen den Willen seiner Eltern will der wagemutige Flieger in Europa für die Ideale der Freiheit kämpfen. Das Schicksal führt James' und Helenas Wege zusammen ...

Meine Bewertung: * * undeinhalb


Buch zur Weltenbummler Challenge

Darum geht's:
Die beiden polnischen Schwestern Luzyna und Helena verlieren im zweiten Weltkrieg in Sibirien ihre Eltern und werden 1944 von den Alliierten nach Persien gebracht, wo sie in einem Auffanglager unterkommen. Das ferne Neuseeland nimmt davon ein paar Hundert polnische Waisenkinder auf und bietet ihnen Asyl. Luzyna erhält die Genehmigung, während die neunzehnjährige Helena bereits zu alt für die Aufnahme ist. Doch als Luzyna zu spät kommt, nimmt Helena ihren Platz ein und erreicht schließlich Neuseeland. In Pahiatua auf der Nordinsel werden die Ankömmlinge im "Polish Childrens Camp" untergebracht. Helena möchte gerne in Neuseeland bleiben, doch sie hütet gleich zwei Geheimnisse....

Meine Meinung:
Ich liebe die Neuseelandromane von Sarah Lark, auch wenn ich bis jetzt nur die Neuseelandsaga (1. Im Land der weißen Wolke, 2. Das Lied der Maori, 3. Der Ruf des Kiwis) komplett und von der Kauri Trilogie erst Band Eins (Das Gold der Maori) gelesen habe. Deshalb freute ich mich schon sehr auf dieses neue Buch, das (noch) keiner Reihe angehört und das ich unabhängig lesen konnte. Leider war "Eine Hoffnung am Ende der Welt" eine herbe Enttäuschung!

Während die Romane der Autorin normaler Weise zwischen 600 und 900 Seiten haben, hat diese Geschichte nur 400 Seiten und erschien mir wie ein "Geschichtengerüst". Oberflächlich und vorhersehbar der Inhalt, viele Szenen nur angerissen oder schnell abgewickelt...irgendwie kein Wunder, wenn die Autorin normaler Weise für eine ähnliche Geschichte die doppelte Seitenanzahl benötigt. Mir fehlte hier sowohl die Tiefe, als auch eine neue Story. Die Charaktere entsprechen leider sehr den Klischees und hatten kaum Ecken oder Kanten. Helena ist zwar eine liebenswürdige junge Frau, die einige Geheimnisse verbirgt, doch auch bei ihr fehlte mir das gewisse Etwas.
Mit James McKenzie erleben wir einen jungen Mann, der sich gegen den Willen seiner Eltern freiwillig für den Krieg gemeldet hat. Er ist ein tollkühner Flieger und liebt seine Maschine. Doch steht er vor dem Kriegsgericht, da er sich weigerte Bomben über deutsche Städte abzuwerfen. Beide Handlungsstränge verknüpfen sich diesmal schon relativ früh und Helena findet Zuflucht auf Kiward Station.

Sarah Lark Leserinnen wird Kames McKenzies Elterhaus, nämlich Kiward Station, bekannt vorkommen, denn die Farm war bereits Schauplatz in der ersten Neuseelandsaga. Wer eines der drei Bücher (oder alle drei) gelesen hat, wird auf einige gut bekannte Charaktere treffen.
Und auch alle, die sich noch nicht mit der Maori-Kultur auseinander gesetzt haben, werden in diesem Roman viel darüber lernen und interessante Dinge erfahren. Wer schon Neuseelandkenner ist, wird vieles bereits wissen und trotzdem noch das eine oder andere dazulernen. Die Liebe, die die Autorin zu diesem Land verbindet, erkennt man in jedem ihrer Romane und ist durch die Zeilen hindurch spürbar. Gerne lasse ich mich immer wieder "ins Land der weißen Wolke" entführen, doch hoffe ich das nächste Mal auf eine etwas ausgereiftere und nicht so vorhersehbare Geschichte!

Wunderschön finde ich die Innengestaltung des Buches, gezeichnet von Tina Dreher (Sie illustrierte bereits die Cover der Jahrhundert-Saga von Ken Follet oder die Zeitenzauber Reihe von Eva Völler). Bei jedem Kapitel findet man in der rechten oberen Ecke eine kleine Zeichnung, die Bezug zum Aufenthaltsort der Protagonisten nimmt. Auch im ersten Drittel des Buches entdeckt der Leser einige Bilder, wie das rechts abgebildete und am Ende findet man eine wunderschöne Illustration, die man aufklappen kann. Auf der Innenseite des Covers findet man eine Karte von Europa, Afrika, Asien,  Australien und Neuseeland.
Auch das Cover wurde von Tina Dreher gestaltet.

Während die Geschichte mehr oder weniger sehr vorhersehbar abläuft, kommt auf den letzten hundert Seiten etwas Spannung auf und ließ mich an die Vorgängerromane der Autorin denken, die mich immer wieder begeistert haben. Leider war dies hier nur selten der Fall....

Interessant fand ich allerdings das Nachwort der Autorin, die über ihre Recherchen berichtete. Kaum jemand weiß, dass wegen des Hitler-Stalin Paktes der Großteil ostpolnischer Bürger zunächst nach Sibirien verbannt wurde. Die Überlebenden wurden später von den Alliierten nach Persien in ein Lager gebracht, wo anschließend rund 800 Menschen, vorwiegend Kinder und Jugendliche von Neuseeland aufgenommen wurden. Das Polish Childrens Camp gab es wirklich und war zuerst als Übergangslösung gedacht, aber nach Übernahme der Kommunisten in Polen nach Ende des Zweiten Weltkrieges, wurden die meisten Flüchtlinge eingebürgert.

Schreibstil:
Das Buch liest sich sehr leicht und ist sicher nicht gehobene Literatur, aber der Schreibstil ist flüssig und angenehm. Leider vermisste ich hier sowohl die Spannung, als auch etwas Neues. Habe ich in meiner letzten Sarah Lark Rezension noch geschrieben: "Wie üblich fesselnd geschrieben mit der richtigen Dosis Abenteuer, Gefühl und Historie", kann ich diesen Satz diesmal nur bedingt recht geben.

Fazit:
Meiner Meinung nach das bisher schlechteste Buch der Autorin: vorhersehbar, flache Charaktere, oberflächlich. Einzig die Landschaftsbeschreibungen und die Erzählungen rund um die Maori-Kultur sind wieder gelungen und lassen Fernweh aufkommen. Die Geschichte drumherum ist zu konstruiert und langweilig....leider!


 

Martinas Buchwelten Copyright © 2012 Design by Antonia Sundrani Vinte e poucos