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Die Psychiaterin - Freida McFadden

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     


    • Taschenbuch: 336 Seiten
    • Verlag: ‎ Heyne Verlag, deutsche Erstausgabe (15. Juli 2026)
    • Übersetzer: Frank Dabrock
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3453443551
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3453443556
    • Originaltitel: ‎ Never Lie
    • Genre: Thriller, Psychothriller


Heyne Kurzbeschreibung:
Die beiden frisch vermählten Tricia und Ethan sind auf dem Weg zur Besichtigung eines abgelegenen Anwesens, das bald ihr Zuhause sein könnte. Während Ethan voller Begeisterung ist, spürt Tricia, dass etwas nicht stimmt. Bis vor drei Jahren lebte hier noch die Psychiaterin Dr. Adrienne Hale. Ihr plötzliches Verschwinden damals ging durch die Presse. Weil ein Schneesturm die Straßen unbefahrbar macht, muss das junge Paar die Nacht im Haus verbringen. Dabei entdeckt Tricia ein verborgenes Zimmer voller Kassetten – Aufnahmen von Adriennes Patientensitzungen. Mit jeder Kassette, die sie sich anhört, wird ihr klarer, wie es zu Adriennes Verschwinden kam und dass sie selbst in tödlicher Gefahr schwebt. Denn manche Stimmen schweigen nie …

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Reiselust Challenge

Meine Meinung:
Lange im Vorfeld der Veröffentlichung von "Die Psychiaterin" habe ich immer wieder gehört und gelesen, dass dieses Buch neben "Wenn sie wüsste" das beste der Autorin sein soll. Umso gespannter war ich darauf und kann nun sagen, dass es auch für mich gleich nach "Wenn sie wüsste" in meiner Beliebtheits-Skala kommt.

Ethan und Tricia sind erst seit wenigen Monaten verheiratet und auf der Suche nach ihrem zukünftigen Traumhaus. Bisher war jedoch noch nicht das Passende dabei. Ausgerechnet das abgelegene Anwesen der renommierten Psychiaterin Dr. Adrienne Hale, die vor Jahren spurlos verschwand, hat es Ethan besonders angetan. Wegen eines heftigen Schneesturms erreichen sie das Haus jedoch alleine. Von der Maklerin fehlt jede Spur. Als sie die verschneite Auffahrt hinauffahren, glauben sie ein Licht im Obergeschoß gesehen zu haben. Im Inneren des Hauses wirkt das Haus allerdings verlassen. Eine dicke Staubschicht bedeckt die Möbel, doch der Kühlschrank ist frisch aufgefüllt. 

Tricia beschleicht ein ungutes Gefühl. Sie ist davon überzeugt, dass sich jemand in dem großen Anwesen vor ihnen versteckt. Durch den dichten Schneefall und ohne Handyempfang sind sie von der Außenwelt abgeschnitten und müssen die Nacht im Haus verbringen. Tricia kann nicht schlafen und durchsucht das Haus nach einem Einbrecher. Hinter einer verborgenen Tür stößt sie auf ein geheimes Zimmer. Darin befinden sich zahlreiche Tonbandkassetten mit den aufgezeichneten Therapiesitzungen von Dr. Adrienne Hales ehemaligen Patienten – und schon bald wird klar, dass diese Aufnahmen ein düsteres Geheimnis bergen.....

Freida McFaddens Psychothriller sind Lesesnacks, die man innerhalb von 1-2 Tagen "wegsnacken" kann. Der Schreibstil ist fesselnd und eher einfach, das Erzähltempo hoch und die Spannung bleibt die ganze Zeit über erhalten.
Die düstere Atmosphäre und das ständige Gefühl, dass hier etwas ganz und gar nicht stimmt, haben mich zunehmend an den Seiten kleben lassen. Die kurzen Kapitel tun ihr übriges. Obwohl die Autorin sich immer wieder einem ähnlichen Aufbau bei ihren Psychothrillern bedient und ich jetzt schon einige ihrer Thriller gelesen habe, schafft sie es immer wieder, mich mit dem finalen Twist zu überraschen. Dazwischen baut sie gekonnt unvorhersehbare Wendungen ein und führt den Leser geschickt auf die falsche Fährte. 
Auch diesmal hatte ich schnell eine verdächtige Person im Visier, allerdings empfand ich sie als zu offensichtlich. Deshalb zerbrach ich mir den Kopf, wer sonst dahinterstecken könnte. Die Anzahl der infrage kommenden Figuren war ziemlich eingeschränkt und trotzdem hat mich Freida McFadden am Schluss wieder überraschen können. Dabei zaubert sie auch keine neue Figur aus dem Hut, die zuvor überhaupt nie vorkam, wie es leider manche anderen Autoren handhaben.
Die Auflösung war schlüssig und passend. Wer jedoch großen Wert auf Logik und Detailgenauigkeit legt, wird vermutlich kleine Abstriche machen müssen. Mich hat das jedoch überhaupt nicht gestört, denn das Buch bietet genau das, was ich von einem McFadden-Thriller erwarte: beste Unterhaltung, hohes Tempo und eine Geschichte, die mich bis zur letzten Seite fesselt.

Cover:
von links nach rechts:
das englischsprachige Originalcover, danach die Cover aus Portugal, Polen, Rumänien, Italien, den Niederlanden, Iran und Dänemark 

Man bemerkt, dass der deutsche Buchmarkt anscheinend zu den letzten gehört, die die Bücher der Autorin übersetzen. Manche Leser denken ja, Freida schreibt wie am Fließband, dabei sind ihre Bücher schon seit Jahren im englischen Original erhältlich,

Fazit:
Viele sind der Meinung, dass "Die Psychiaterin" das beste Buch der Autorin nach "Wenn sie wüsste" ist. Ich schließe mich dieser Meinung an. Ein spannender Thriller-Snack für das Wochenende!



Rückkehr nach Crow Lake - Mary Lawson

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     


    • Taschenbuch: 336 Seiten
    • Verlag: ‎ Heyne Verlag, Taschenbuchausgabe (13. September 2021)
    • Übersetzer: ‎ Sabine Lohmann, Andreas Gressmann
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3453426010
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3453426016
    • Originaltitel: Craw Lake
    • Genre: Roman


Heyne Kurzbeschreibung:
Kates Kindheit im Norden Ontarios endet jäh, als ihre Eltern tödlich verunglücken. Ihre beiden Brüder Luke und Matt beschließen, sie und die kleine Schwester Bo alleine großzuziehen. Halt findet die verschlossene und bildungshungrige Kate vor allem bei Matt, dessen Liebe zur Tier- und Pflanzenwelt auf sie überspringt. Jahre später arbeitet Kate erfolgreich als Biologin an der Universität von Toronto, weit weg von ihrer Heimat. Doch die Geschehnisse von damals schweben immer noch wie ein Schatten über ihr. Als sie für ein Familienfest nach Crow Lake zurückkehrt, gerät ihre Welt erneut aus den Fugen. 

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Reiselust Challenge

Buch zur ABC Challenge

Meine Meinung:
Nachdem Livia und ich vor drei Jahren gemeinsam "Im letzten Licht des Herbstes" von Mary Lawson gelesen haben, war für uns klar, dass wir auch die weiteren Bücher der Autorin. die bisher auf Deutsch übersetzt wurden, lesen möchten. Das es fast drei Jahre dauern würde, bis wir zu "Rückkehr nach Crow Lake" greifen würden, hätte ich nicht gedacht ;) Dieser Roman ist das Debüt der Autorin und wurde 2002 erstmals als Hardcover auf deutsch veröffentlicht. Zur Frankfurter Buchmesse 2021, als Kanada Gastland war, erschien der Roman nochmals als Taschenbuch.

Wir befinden uns im Norden Kanadas im fiktiven Ort Crow Lake. Die Landschaft ist rauh, dünn besiedelt und das Leben nicht einfach. Zwischen Farmen und Seen lebt die sechsköpfige Familie Morrisson.  Doch eines Tages steht das Leben für die Kinder plötzlich still, als ihre Eltern tödlich verunglücken. Die fünfzehn und siebzehn Jahre alten Brüder Matt und Luke beschließen die siebenjährige Kate und die kleine Schwester Bo alleine großzuziehen. Dabei verzichten die beiden Brüder auf einiges, um den beiden Schwestern eine gute Schulbildung zu ermöglichen. Mit viel Liebe und Entschlossenheit versuchen sie Kate und Bo Halt und Geborgenheit zu geben. Doch die Herausforderungen des Alltags stellen sie immer wieder vor neue Herausforderungen. Zusätzlich beeinflussen die tragischen Ereignisse in der benachbarten Familie Pye ihren weiteren Lebensweg maßgeblich....

Der Roman wird sehr ruhig erzählt. Mich hat der bildhafte und atmosphärische Schreibstil sofort wieder gefangen genommen. Die Handlung wird in zwei Zeitebenen aus der Sicht von Kate erzählt. In Rückblenden erinnert sich Kate an ihre Kindheit, die Liebe zur Natur und ganz besonders zu den Seen der Umgebung, wo sie stundenlang mit Lieblingsbruder Matt am Ufer lag und die Wasseroberfläche beobachtete.
Das Verhältnis der vier Geschwister untereinander steht im Mittelpunkt der Handlung. Über Gefühle wurde und wird nie gesprochen. Diese emotionale Sprachlosigkeit begleitet sie durch ihr ganzes Leben. Bildung war jedoch innerhalb der Familie immer sehr wichtig. 
Jahre später arbeitet Kate erfolgreich als Biologin an der Universität von Toronto. Sie kehrt zur Geburtstagsfeier ihres achtzehnjährigen Neffen Simon zurück nach Crow Lake und wird mit Erinnerungen, die sie nie ganz hinter sich lassen konnte, konfrontiert.

Mary Lawson besitzt ein besonderes Talent Charaktere so lebendig zu erschaffen, dass man jeden von ihnen sofort wiedererkennen würde, stünde er oder sie vor der eigenen Tür. Luke, Matt, Kate und Bo sind sympathische und starke Charaktere, die sich den Gegebenheiten des Lebens anpassen müssen. Von Beginn an lernt man auch ihre Nachbarn kennen, die tragische Familie Pye, mit ihren chaotischen Leben und ihren finsteren Geheimnissen. Erst zum Ende hin wird klar, wie sich ihre Leben verbinden. Sowohl Haupt-, als auch Nebenfiguren sind mit viel Liebe zum Detail gestaltet.

Livia und ich waren uns nicht sicher wann die Handlung im Roman spielt. Ich tippe auf die Siebziger Jahre in der Vergangenheit und die späten Achtziger oder frühen Neunziger in der Gegenwart. Die Autorin macht jedoch nie eine Zeitangabe.

Cover:
von links nach rechts:
das kanadische Originalcover, das türkische, zwei weitere englischsprachige Cover, das lettische, italienische und litauische Cover

Fazit:
Ein leiser Roman mit sehr viel Atmosphäre, wunderbar gezeichneten Charakteren und der Frage wie stark die Kindheit unser weiteres Leben beeinflusst.



Tödliches déjà-vu - René Anour

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     



    • Taschenbuch: 384 Seiten
    • Verlag: ‎ Heyne Verlag, Originalausgabe (11. März 2026)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3453443853
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3453443853
    • Genre: Krimi
    • Reihe: ja - Band 3 um Commissaire Campanard


Heyne Kurzbeschreibung:
Die Provence, ein Land der Bienen: Doch Commissaire Louis Campanards Lavendelgarten wird kaum von ihnen besucht. Niemand kann das seltsame Verschwinden der Bienen erklären. Monique Gaillard, eine exzentrische Bioimkerin, kämpft um ihre Lieblinge. Immer wieder stört sie das öffentliche Leben in Grasse und ruft die Polizei hinaus auf ihren Hof um die Schuldigen anzuzeigen. Beweise für ihre Anschuldigung hat sie keine, aber Campanard ist sprachlos, wie harmonisch sie mit ihren Bienen umgeht. Ohne Schutzkleidung lässt sie die Insekten auf sich sitzen und bekommt keinen einzigen Stich ab. Bis sie kurz darauf tot aufgefunden wird. Zu Tode gestochen von ihren eigenen Bienen. Ein seltsamer Zufall, der Campanard misstrauisch macht. Denn schon vor Jahrzehnten gab es in der Region einen mysteriösen Unfall mit Bienen - und nun ein tödliches Déjà Vu.

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Reiselust Challenge

Meine Meinung:
Seitdem mein Mann Imker ist, interessieren mich Bücher zum Thema Bienen sehr. Man darf sich gar nicht vorstellen, was es bedeuten würde, wenn es keine Bienen mehr geben würde.

"Tödliches dèjà-vu" von René Anour hätte ich aber sowieso gelesen, denn ich habe bereits die ersten beiden Bände der Louis Campanard Reihe inhaliert und sehr gemocht. Das Buch hat mich die zwei Tage im Krankenhaus begleitet und den Aufenthalt etwas "gemütlicher" gestaltet.

Wir sind wieder in der Provence und bei Campanard und seiner Gruppe Obscure. Campanard erhält zunächst den unspektakulären Auftrag eine Ökoaktivistin und Bioimkerin vor dem Rathaus wegzulocken, die immer wieder gegen die Pestizidfirma ProPlant in der Gegend protestiert. Sie wirft ihnen die Tötung von Bienen und weiteren Insekten durch ihre Sprühmittel vor. Um ihre Aussagen zu überprüfen, besuchen Campanard, Linda und Olivier die exzentrische Monique Gaillard auf ihrem abgelegenen Hof. Dabei erkennt er, wie liebevoll Monique mit den Bienen umgeht und wie diese auf ihr - ohne jegliche Schutzkleidung - verharren. Doch nur wenige Tage später ist Monique Gaillard tot - zu Tode gestochen von ihren Lieblingen. Campanard kommt dies äußerst komisch vor und beginnt gemeinsam mit Lisa und Olivier nachzuforschen....

Hinter dem zuerst eher unspektakulären Fall steckt mehr, als die drei ahnen. Linda bewirbt sich als Gärtnerin bei der berüchtigten Pesitzidfirma ProPlant um die Vorgänge zu beobachten und vielleicht mehr herauszufinden. Olivier gibt sich als Enkel von Monique aus und zieht auf ihrem Hof. Bald kommen Campanard, Linda und Olivier dem Mörder näher und geraten selbst in Gefahr.

Der exzentrische Louis Campanard ist ein Typ, den man einfach mögen muss. In seinen bunten Hemden, seinem Charme und dem trockenem Humor ist er bereits ein Markenzeichen für René Anours Provence Reihe. Ob sich die beiden mehr als nur die bunten Hemden teilen?
Auf jeden Fall macht es immer wieder Spaß, wie sich die drei Ermittler in Grasse und Umgebung ihren verworrenen Fällen widmen. Lisa Delacours und Pierre Olivier haben sich im Laufe der Reihe charakterlich weiterentwickelt. Noch wissen wir erst einige Puzzleteile zu ihrer Vergangenheit, aber in ihnen steckt auf jeden Fall sehr viel Potential.  
Die Umgebung rund um Grasse wird sehr bildhaft beschrieben. Man sieht die lilafarbenen Lavendelfelder vor sich und hat beim Lesen den betörenden Duft in der Nase.
 
Die Story entwickelt sich spannend und man rätselt mit den Ermittlern mit. Das Ende war mir dann allerdings etwas zu sehr actionlastig. Ich empfand es als ziemlich unglaubwürdig und zu überzogen. Die Auflösung war hingegen überzeugend.

Fazit:
Auch der dritte Fall rund um den exzentrischen Commissaire Campanard war wieder spannend und atmosphärisch zu lesen. Die Reihe lebt besonders vom facettenreichen Ermittlerteam und der südfranzösischen Landschaft. Ein Cosy Crime mit viel französischem Flair.



Guilty Pleasure - Linda Schipp

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     



    • Broschierte Ausgabe: 400 Seiten
    • Verlag: ‎ Heyne Verlag; Originalaushabe (16. April 2026)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3453443985
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3453443983
    • Genre: Thriller



Heyne Kurzbeschreibung:
Hotel Guilty Pleasure ist weltberühmt. Das Luxusresort erfüllt dem obersten Prozent geheime Wünsche – ohne Tabus und mit höchster Diskretion. Nicht mal die erlesenen Gäste kennen den Standort. Erbaut auf einer tropischen Insel, ist das Hotel komplett von der Außenwelt abgeschnitten. Für fünf Gäste scheinbar die perfekte Gelegenheit, um ihren persönlichen Begehren freien Lauf zu lassen. Dabei wissen sie nicht, dass ihre Machenschaften von einem Kamerasystem beobachtet werden. Und in ihren kühnsten Albträumen hätten sie sich nicht ausmalen können, dass dieses System die Geschehnisse im Hotel online streamt. Als brutal-reale Reality Show. Live. In die ganze Welt. Niemand kann sie kontaktieren. Niemand kann sie aufhalten. Und die Hotelgäste sind im Begriff, vor den Augen aller entsetzliche Verbrechen zu begehen.

Meine Bewertung: * * * * 

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Reiselust Challenge

Buch zur ABC Challenge

Meine Meinung:
Was war ich gespannt auf diesen Thriller von Linda Schipp! Alleine das coole Cover fällt extrem ins Auge und die tropische Location hat mich ebenfalls sofort gepackt. Außerdem liebe ich diese Art von "Locked-In" Situationen, wo man irgendwo festsitzt.

Was ist dein Guilty Pleasure? Ich bin überzeugt, dass deine Gedanken sich deutlich von denen der Gäste im Hotel von Linda Schipp unterscheiden. Abgelegen auf einer einsamen Insel auf den Seychellen liegt das Hotel "Guilty Pleasure", wo spezielle Wünsche erfüllt und Alpträume wahr werden. Niemand kennt den Aufenthaltsort der Gäste und was sie erwarten wird.....

Als Leser begleiten wir fünf Personen: die Maid, den Assistenten, den Rächer, die Security und eine unbekannte Person. Ein Teil davon ist bereits im Hotel anwesend oder kommt - wie Zoe - gerade an. Sie flieht vor ihrem gewalttätigen Ehemann und hat sich als Zimmermädchen beworben. Alle Gäste wissen nicht, dass sie Teil einer Reality-Show sein werden, die in die ganze Welt gesendet wird. Mit Hilfe von Minikameras, die Fliegen ähneln, werden sie überwacht....

Der Debüt-Thriller der Autorin, die sich sonst in einem anderen Genre bewegt, ist auf jeden Fall anders, als gedacht. Der Schreibstil ist modern, das Tempo rasant, die Handlung aktuell. Man spürt die beklemmende Atmosphäre während der gesamten Handlung. Zahlreiche unerwartete Wendungen erzeugen eine hohe Spannungskurve. 
Linda Schipp bringt in ihrem Thriller gekonnt Kritik an unserem Konsumverhalten und am Quotenwahnsinn. Reality-Shows werde immer abartigen und brutaler. Die Autorin geht dabei der Frage nach, wohin diese Entwicklungen – im Zusammenspiel von Darknet und modernster KI – noch führen könnten, und zeichnet dabei ein eindrucksvoll zugespitztes Szenario, denn bei "Guilty Pleasure" geht es schlussendlich ums nackte Überleben.

Die kurzen Kapitel, die aus fünf verschiedenen Perspektiven erzählt werden, sind äußerst fesselnd und geben der Geschichte Dynamik. Sie enden oft mit einem Cliffhanger. Zahlreiche falsche Spuren und Spekulationen sorgten für intensives Miträtseln.
Das tropische Setting war für mich reizvoll, wurde aber nach der Ankunft im Hotel total ausgeblendet. Man bewegt sich durch einige wenige Hotelräume, während der Außenbereich ausgeblendet bleibt. Das fand ich etwas schade, denn gerade dort hätte ich mir mehr Stimmung und bildhafte Beschreibungen gewünscht. 
Manche der einzelnen Handlungsstränge griffen durch die verschiedenen Sichtweisen übereinander und wurden aus anderer Sicht nochmals erzählt. Für mich wären diese Überschneidungen nicht notwendig gewesen.

Zum Ende hin wird es sehr actionreich, was mir bei Thriller nicht immer gefällt. Klingt es eher nach einem Hollywood Blockbuster, bin ich nicht mehr so richtig dabei und komme ins Augen rollen. Die Auflösung des Thrillers ist sehr komplex und wird im Epilog "Sechs Monate später" wieder aufgegriffen und teilweise verändert. Das war mir dann etwas zu kompliziert und war mir zu viel an "Nachbesprechung". 

Nun sind doch einige Kritikpunkte zusammen gekommen, aber tatsächlich fand ich diese frische und intensive Art eines Thrillers wirklich gut. Linda Schipp hat damit das Thrillergenre etwas "aufgefrischt" und mir spannende Lesestunden beschert.

Fazit:
Ein rasantes und komplexes Lesevergnügen, welches man schwer aus der Hand legen kann - ein richtiger Pageturner. Mir hat "Guilty Pleaseure" gut gefallen - trotz kleiner Kritikpunkte.


Vielen Dank an Lovelybooks und den Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar!

Sie wird dich finden - Freida McFadden

    Die Bildrechte liegen beim Verlag



    • Taschenbuch: 432 Seiten
    • Verlag: ‎ Heyne Verlag; Deutsche Erstausgabe Edition (13. November 2024)
    • Übersetzer: ‎Astrid Gravert, Christina Hackenberg
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3453442768
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3453442764
    • Originaltitel: ‎ The Housemaid Is Watching
    • Genre: Thriller
    • Reihe: ja - Band 3 der Housemaid Reihe


Heyne Kurzbeschreibung:
Die Tage, in denen Millie die Häuser wohlhabender Menschen geputzt hat, liegen lange zurück. Ihr Traum von einem eigenen Haus in einer ruhigen Nachbarschaft, wo ihre Kinder spielen können, ist wahr geworden. Doch Millie wird das Gefühl nicht los, dass etwas nicht stimmt. Sie fühlt sich beobachtet. Schließlich macht sie einen grausigen Fund, und ihre Vergangenheit holt sie mit voller Wucht wieder ein. Ist die Vorstadtidylle in Wahrheit eine tödliche Falle, aus der es kein Entkommen gibt? Nur eins ist sicher: Um ihre Familie zu schützen, würde Millie alles tun.

Meine Bewertung: * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Reiselust Challenge

ABC Challenge

Meine Meinung:
Im dritten Band der Housemaid Reihe hat sich Millie von ihrem Beruf als Putzfrau der Reichen verabschiedet. Sie ist verheiratet und Mutter. Ihr Wunsch endlich in einem eigenen Haus in einer ruhigen Nachbarschaft zu wohnen, scheint sich erfüllt zu haben.
Trotzdem fühlt sie sich nicht immer wohl und ein unterschwelliges Gefühl von Unruhe überfällt sie. Bald stellt sich heraus, dass die Nachbarschaft doch sehr gewöhnungsbedürftig ist. Während eine Nachbarin ihren Sohn an die Leine legt, hat es die andere auf Enzo abgesehen, was Millie natürlich gar nicht gefällt. Auch Sohnemann Nico mach plötzlich Probleme und zieht sich mehr und mehr zurück. Ada ist die Einzige, die noch an ihn herankommt. Millie weiß nicht, ob es nur an der Pubertät oder an etwas anderem liegen könnte...

Von Beginn an herrscht eine düstere und angespannte Atmosphäre. Trotzdem beginnt die Handlung zuerst harmlos, während sie sich nach und nach steigert und sich Abgründe auftun.
Sehr verstörend fand ich die Nachbarin, die ihr Kind an der Leine hatte und es selbst zur Bushaltestelle begleitete.
Was ich nicht ganz nachempfinden konnte ist, dass Millie diesmal eher in der Defensive agiert.
Nach zwei starken Auftritten im ersten und zweiten Band erscheint sie mir hier viel zu zahm und auch unsicher. Vor allem auch Nachbarin Suzette gegenüber, die Enzo eindeutig Avancen macht. Man hat das Gefühl eine ganz andere Person vor sich zu haben.

Der Plot war nach dem dritten Band der Reihe um Millie bereits etwas vorhersehbar und das Ende konnte mich auch nicht ganz überzeugen.
Trotzdem lässt sich der einfache und fesselnde Schreibstil der Autorin immer wieder gut lesen. Ihre Plot-Twists sind einfach Hammer, auch wenn für mich der dritte und letzte Band der Housemaid-Reihe der mit Anstand am schwächsten war.
Für Thriller-Einsteiger kann ich die Reihe trotzdem empfehlen und den ersten Band fand ich ja wirklich genial gemacht.

Cover:

von links nach rechts:
das englischsprachige Original, das spanische, das polnische, das niederländische, das griechische und das schwedische Cover

Fazit:
Mit Abstand der schlechteste Teil der Housemaid-Reihe, der mir bestätigt hat, dass es nach dem genialen ersten Band keine weiteren Bände gebraucht hätte.


Die Housemaid Reihe:

  1. Wenn sie wüsste  *Rezi*
  2. Sie kann dich hören  *Rezi*
  3. Sie wird dich finden

Das Haus in Charlottenburg - Beate Sauer

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     


    • Taschenbuch: 464 Seiten
    • Verlag: ‎ Heyne Verlag, Originalausgabe (14. Januar 2026)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3453442245
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3453442245
    • Genre: Historischer Roman



Heyne Kurzbeschreibung:
Deutsches Kaiserreich um 1890: Die junge Elise träumt davon, sich als Schneiderin einen Namen zu machen und erreicht es, in einem renommierten Modeatelier angestellt zu werden. Die krassen sozialen Ungerechtigkeiten sind in Berlin unübersehbar. Elise kann sie nicht gutheißen, nimmt sie aber als unabänderlich hin. Bis sie den Architekten Johann kennenlernt, der um genossenschaftliches Bauen kämpft. Die beiden verlieben sich ineinander. Als ein Schicksalsschlag Johann davon abhält, den Wohnungsbau selbst voranzutreiben, werden seine Pläne fortan zu ihren. Sie will eine Heimat für bedürftige Menschen schaffen. Dieses Ziel verfolgt sie trotz ihrer skrupellosen und zu allem entschlossenen Gegnerin, Baronin von Rienäcker, die Elise das Liebste zu nehmen droht – ihre und Johanns kleine Tochter.

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Reiselust Challenge

Meine Meinung:
Nach längerer Zeit habe ich wieder zu einem historischen Roman gegriffen. Von Beate Sauer habe ich bereits "Die Fernsehschwestern - Wunder gibt es immer wieder" gelesen.
Diesmal sind wir aber etwas früher in der Zeit und zwar im Deutschen Kaiserreich um 1890. Die sozialen Gegensätze in Berlin sind eklatant und mit den neuen Mietskasernen, die mehr und mehr gebaut werden, erhalten die Menschen noch unmenschlichere Lebensbedingungen. Spekulanten und Immobilienhaie verdienen sich eine goldene Nase, während die Armen kaum über die Runden kommen.

Elise ist Schneiderin und lebt mit ihrer Mutter, Bruder Willi und der kleinen Schwester Marie in ärmlichen Verhältnissen. Sie ist sehr talentiert und träumt von einem eigenen Modeatelier, doch ihre herrische Chefin hält sie bewusst klein. Als sie den Architekten Johann und dessen Freund Louis kennenlernt, der als Arzt in der Charité arbeitet, scheint sich ihr Leben positiv zu ändern. Johann hat nämlich weitreichende Pläne: Er möchte Genossenschaftswohnungen bauen, um auch den Ärmeren einen Platz zu bieten, der sie nicht krank macht und auch bezahlbar ist. Natürlich treffen seine Pläne auf Gegenwind und man versucht Johann immer wieder Steine in den Weg zu legen. Ganz besonders schlimm ist Leonora von Rienäcker, die Mutter von Louis, die anonym ihre Handlanger benutzt, um so billig wie möglich zu bauen. Sie hat einige Mietskasernen in Bau, die ihr noch mehr Geld einbringen werden, aber in denen die Menschen in unwürdigen Verhältnissen leben müssen.

Obwohl ich viel historische Romane gelesen habe, erfährt man auch hier wieder neue Dinge, die sich hier vor allem um den Wohnungsmangel und die Ausbeutung der Menschen drehen.
Beate Sauer hat sich dem Thema sehr genau angenommen und hat reale Ereignisse mit fiktiven Personen verknüpft. Alle Figuren, bis hin zu den letzten Nebencharakteren, sind sehr lebendig und facettenreich gezeichnet.
Wie schon im ersten Band der Autorin um die Fernsehschwestern, liebt auch Elise die Arbeit mit Nadel und Faden und zaubert kunstvolle Stickereien auf den Kleidern, die sie näht. Sie weiß genau, was sie möchte und versucht ihren Traum zu erfüllen. Johann ist ebenso erfüllt von seiner Liebe zur Architektur, doch beide bekommen immer wieder Gegenwind zu spüren. Vor allem Leonora hat dabei wiederholt ihre Finger im Spiel.
Beate Sauer erzählt eindringlich und bildhaft. Der Schreibstil passt sich der damaligen Zeit an und erschafft Bilder im Kopf. Mit einigen erwarteten und vielen unerwarteten Wendungen wurde die Spannung aufrecht erhalten.  
Im Nachwort geht die Autorin noch mehr auf die damalige Wohnungsnot und auf reale Figuren dieser Zeit ein. 

Fazit:
Ein spannender historischer Roman, der die Wohnungsnot Ende des 19. Jahrhunderts in Berlin schildert. Eindringlich und bildhaft erzählt. Leseempfehlung!


Vielen Dank an Lovelybooks und an den Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar!

Der Boss - Iliana Xander

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     


    • Broschiert: 336 Seiten
    • Verlag: ‎ Heyne Verlag, deutsche Erstausgabe (14. Januar 2026)
    • Übersetzer: Frank Dabrock
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3453443810
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3453443815
    • Originaltitel : ‎ All Eyes On Him
    • Genre: Thriller


Heyne Kurzbeschreibung:
Natalie Olsen und ihre beste Freundin Cara feiern ausgelassen in einem Club. Dann verschwindet Cara mit einem gutaussehenden Mann. Am nächsten Morgen liegt sie im Koma. Die Polizei tappt im Dunkeln, aber Natalie ist entschlossen, den Mann zu finden, der ihrer Freundin das angetan hat. Als sie den Unbekannten auf dem Cover eines Magazins entdeckt, ist klar: Es handelt sich um den erfolgreichen Unternehmer Geoffrey Rosenberg. Natalie nimmt einen Job in der Villa des charismatischen Millionärs an. Aber kaum betritt sie sein Haus, beschleicht sie ein grauenvoller Verdacht. Sie wollte ihrem neuen Boss eine Falle stellen. Doch was, wenn sie längst in seiner sitzt?

Meine Bewertung: noch * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Reiselust Challege

Meine Meinung:
Nachdem mich letztes Jahr "Love, Mom" von Iliana Xander extrem begeistert hat, war es klar, dass ich auch ihren neuen Thriller lesen werde. Leider kann dieser so gar nicht mit dem Vorgänger mithalten. 

Nathalie und Cara sind beste Freundinnen, die sich gemeinsam eine WG in New York teilen. Nach einer ausgelassenen Nacht in einem Club wird Cara am nächsten Morgen bewusstlos an einer Bushaltestelle gefunden und liegt seitdem im Koma. Ihr wurde ein Nervengift verabreicht und Cara kämpft ums Überleben. 
Nathalie möchte wissen, wer ihrer Freundin dies angetan hat und macht sich entschlossen auf die Suche nach dem rothaarigen "Hauptgewinn", wie Cara ihren Aufriss nannte. Als sie am Zeitungskiosk sein Bild auf dem Cover eines Magazins erkennt, ist sie wie elektrisiert. Es ist Geoffrey Rosenberg, ein Multimillionär, der mit Kryptowährung demnächst an die Börse gehen will. Sie fasst einen riskanten Plan und bewirbt sich als Aushilfskellnerin in seiner Villa. Sie möchte herausfinden, ob dieser Mann Cara in  in diese Lage gebracht hat. Als sie erfährt, dass es noch zwei weitere Mädchen gibt, die mit demselben Gift im Körper im Krankenhaus liegen, reift ein Plan in ihr. Sie möchte dem Boss eine Falle stellen....

Ich habe die 337 Seiten im Flugzeug von Colombo nach Wien in kürzester Zeit weggelesen. Die Story liest sich einfach und ist wieder sehr temporeich. Man fällt in einem ähnlichen Sog, wie bei "Love, Mom" und dennoch konnte mich "Der Boss" nicht wirklich abholen. 
Nach dem spannenden Epilog flachte die Story ab und der Zufall, wie Nathalie an den Job in der Villa kommt, war mir viel zu weit hergeholt. Hier muss man definitiv ein Auge zudrücken, um die restliche Story zu "genießen".
Von Beginn an ist klar, dass Nathalie in großer Gefahr schwebt. Die Atmosphäre in der Villa ist beängstigend und man hat das Gefühl, dass dort etwas ganz und gar nicht in Ordnung ist. Die Angestellten sind zurückweisend und man bemerkt schnell, das sie Angst vor ihrem Boss haben. Jeder muss sich an bestimmte Regeln halten und Nathalie fällt dies ganz besonders schwer. Ihre Ideen, die oftmals sehr naiv gedacht sind, konnte ich nicht immer nachvollziehen. Manchmal stolpert man über Dinge, die mir seltsam oder unrund vorkamen.

Die Story wird hauptsächlich aus der Sicht von Nathalie erzählt. Dazu gibt es noch Kapitel eines "Unbekannten", der noch etwas mehr Rätselraten beim Leser erzeugt. Die Autorin spielt gekonnt mit Misstrauen, Manipulation und psychologischer Spannung.
Obwohl man durch die Story nur so fliegt, hatte sie für mich zu wenig Thrill und ist arg überzogen. Die Figuren sind sehr schwarz-weiß gemalt und man kann sie perfekt in die üblichen Schablonen zuordnen. Der erwartete Plot-Twist kommt fast zu früh, doch dann wird es sehr spannend und die Handlung zieht rasant an. Vor allem zum Ende hin hatte ich jedoch das Gefühl in einem billigen Agententhriller gelandet zu sein.
Den Hintergrund und die Auflösung fand ich hingegen gelungen. 

Cover:
von links nach rechts:
die beiden englischsprachigen Ausgaben und in der Mitte das bulgarische Cover

Fazit:
Nach "Love,Mom", welches von mir 5 Sterne bekommen hat, ist "Der Boss" leider eine Enttäuschung. Mich konnten weder die Charaktere, noch die Storyline wirklich überzeugen. Vieles war sehr überzogen dargestellt. Ich vergebe gerade noch 3 Sterne.


Der Freund - Freida McFadden

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     


    • Taschenbuch: 400 Seiten
    • Verlag: ‎ Heyne Verlag, deutsche Erstausgabe (10. Dezember 2025)
    • Übersetzer: ‎ Astrid Gravert
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3453443039
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3453443037
    • Originaltitel : ‎ The Boyfriend
    • Genre: Thriller


Heyne Kurzbeschreibung:
Sydney Shaw hatte immer Pech mit ihren Dates. Bis sie Tom traf. Tom scheint perfekt: Er ist charmant, attraktiv und arbeitet als Arzt in einem Krankenhaus. Dann erschüttert der brutale Mord an einer Frau die Stadt. Die Polizei tippt auf einen Serientäter, der sich mit seinen Opfern zu einem Date verabredet, bevor er zuschlägt. Sydney sollte sich sicher fühlen. Schließlich hat sie Tom. Warum hat sie nur das Gefühl, dass mit ihm etwas nicht stimmt? Jemand beobachtet sie auf Schritt und Tritt. Sie muss der Wahrheit schnell auf die Spur kommen – sonst könnte sie das nächste Opfer sein …

Meine Bewertung: * * * undeinhalb

Buch zur Reiselust Challenge 

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Sidney ist noch auf der Suche nach dem Mann fürs Leben. Über eine Dating-App trifft sie Kevin, der jedoch ganz anderes aussieht, als auf seinem Foto und sie auf dem Heimweg belästigt. Sidney bekommt überraschend Hilfe von einem anderen Mann, doch Kevin gibt nicht so schnell auf. Er stalkt Sydney. Beim nächsten Streit kommt ihr ihre Freundin Bonnie zu Hilfe. Kurze Zeit später ist Bonnie tot. Als Sidney Tom kennenlernt, der ihr damals bei Kevins Belästigungen zu Hilfe kam, ist sie sicher endlich ihren Traummann gefunden zu haben. Doch es scheint, als hätte er auch Bonnie gedatet - und Bonnie ist tot. Ex-Freund Jake, der als Polizist über ihren Tod ermittelt, ist alarmiert und bittet Sidney die Dating-App zu löschen.

»Man ahnt nicht, wie viel zwei Liter Blut sind, bevor es auf dem eigenen Küchenfußboden verteilt ist.«

Wie schon in ihren anderen Büchern hat Freida McFadden auch diesmal wieder abgeliefert. Durch ihren fesselnden und leichten Schreibstil fliegt man nur so durch die Seiten und vor allem ihre Twists sind legendär. Diesmal hat mich "Der Freund" allerdings nicht so abholen können, wie die Vorgänger. Auch wenn bisher keiner ihrer Thriller an "Wenn sie wüsste" heranreichte, machen es einem die kurzen Kapitel und der fesselnde Schreibstil immer leicht. Im Verlauf der Handlung werden einige Figuren vorgestellt, die als potenzielle Täter in Frage kommen. Trotzdem empfand ich die Geschichte weitgehend nicht als wirklichen Thriller, auch wenn ein Serienkiller Frauen ermordet, die er über eine Dating-App kennenlernt. Ich hatte beim Lesen immer das Gefühl, dass alles viel zu offensichtlich erscheint und wartete darauf, dass Freida wieder einen Twist raushaut, das einem "die Ohren wackeln".

In einem zweiten Strang blendet die Autorin zurück in die Vergangenheit von Tom, als er noch zur Highschool ging. Sie erzählt von seiner schwierigen Kindheit, der ersten großen Liebe und seinem seltsamen Freund.
Sidney und Tom erzählen jeweils aus ihrer Sicht. Erst viel später erfährt man, warum der Handlungsstrang aus der Vergangenheit wichtig für die weitere Handlung ist. Mir haben diese Blicke zurück sehr gut gefallen, denn sie waren spannend und haben ein unangenehmes Bauchkribbeln bei mir hinterlassen.
Die Wendung kommt sehr spät und ich wurde zwar überrascht, aber der "Wow-Effekt" blieb dennoch für mich aus. 

Cover:

von links nach rechts:
das englischsprachige Originalcover, das slowakische, das estnische, das portugiesische, das vietnamesische und das mazedonische Cover

Man merkt, dass die deutsche Übersetzung etwas "late to the party" ist, weil das Buch bereits in sehr vielen Ländern erschienen ist. Bei uns gibt es den Hype ja erst seit dem ersten Hausmädchen Teil der Autorin.

Fazit:
Die Autorin spielt wieder geschickt mit den Erwartungen der Leser und trotzdem hat sie mich diesmal nicht so ganz überzeugen können. Ich bleibe aber selbstverständlich dran und freue mich auch schon auf die Verfilmung von "Wenn sie wüsste" im Kino und ihren nächsten Thriller.


Der Bildersammler - Liliane Skalecki

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     



    • Taschenbuch: 432 Seiten
    • Verlag: ‎ Heyne Verlag, Erstausgabe (10. September 2025)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3453429397
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3453429390
    • Genre: Thriller



Heyne Kurzbeschreibung:
Beim Abendspaziergang macht Kunstrestauratorin Tessa eine erschreckende Entdeckung: In einer einsamen Kapelle im Wald stößt sie auf einen schaurig zur Schau gestellten Leichnam. Der Tote trägt die Wundmale des Heiligen Sebastian. Der mit den Ermittlungen betraute Hauptkommissar Lennart Wiedmeyer ahnt, dass dieser Fall anders ist als alles, was er bisher erlebt hat – und dass er eine Expertin an seiner Seite braucht. Gemeinsam mit Tessa versucht er herauszufinden, welches Gemälde der mörderischen Inszenierung Pate gestanden hat. Während die beiden, ausgehend von der Identität des Toten, Puzzlestück für Puzzlestück zusammensetzen, sucht sich der Täter bereits sein nächstes Opfer. Denn sein Meisterwerk ist noch lange nicht vollendet ...

Meine Bewertung: * * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Kunstrestauratorin Tessa von Linden kenne ich bereits aus Liliane Skaleckis Thriller "Dunkeldorf". In diesem hatte sie aber nur eine kleine Rolle. In "Der Bildersammler" gehört sie definitiv zu den Hauptprotagonisten.

Nach ihrer Arbeit an einem Gemälde möchte sich Tessa von Linden die Füße vertreten und unternimmt im nahen Flüsterwald einen Spaziergang. Bei der Kapelle, wo sie normaler Weise immer den Rückweg antritt, steht das erste Mal das Gitter offen, was Tessa irritiert. Als sie hineingeht und näher hinsieht, erblickt sie einen Toten mit Wundmalen. Die Leiche ist drapiert wie der Heilige Sebastian auf einem ihr bekannten Gemälde.
Als Tessa die Kunstausstellung eines berühmten Fotografen besucht, der Fotografien nach bedeutenden Gemälden humorvoll inszeniert, findet sie in einem zweiten Raum verstörende Fotos, die Menschen in Todesangst zeigen. Diese orientieren sich ebenfalls an bekannten Gemälden. Tessa möchte mit dem Fotografen sprechen, doch diesen trifft sie nicht mehr lebend an...
Hauptkommissar Lennart Wiedmeyer erkennt schnell, dass er Tessas Blick auf die Sprache der Kunst bei den Morden benötigt, die ihm und seinem Team meist fehlen. Gemeinsam machen sie sich auf die Jagd nach dem Bildersammler, der noch lange nicht zu Ende ist mit seinen Morden.

Die Idee nach bedeutenden Gemälden zu morden, fand ich großartig. Nachdem Tessa den jungen Mann in der Kapelle gefunden hat, der nach einem Kunstwerk nachempfunden wurde, wollte ich einfach über all die erwähnten Gemälde, die im Thriller vorkommen, mehr wissen. Schnell wird man bei Dr. Google fündig. Liliane Skalecki hat damit nicht nur mein künstlerisches Interesse geweckt, sondern mich auch total in die Handlung hineingezogen. 

Wir lesen diesmal aus der Sicht von Tessa, aber auch aus Täter- und Opfersicht. Das ist oftmals grausam, denn die Autorin spart nicht mit genauen Beschreibungen und Details. Da bekommt man schon des Öfteren Gänsehaut - vor allem, wenn man aus der Perspektive des Opfers liest. 

Wie auch schon in "Dunkeldorf" hat Liliane Skalecki ihren Thriller raffiniert aufgebaut. Waren mir bei ihrem Vorgänger manche Stellen zu sehr detailliert, passt hier einfach alles. Die Autorin hat Kunst und Krimi perfekt zusammengeführt. Sie schreibt temporeich und die kurzen Kapitel lassen einem schnell durch die Seiten fliegen.


Fazit:
Ein spannender und temporeicher Krimi, der auch für Kunstmuffel eine grandiose Geschichte bereithält, die man schwer aus der Hand legen kann. Ich hoffe es wird noch weitere Fälle mit Tessa von Linden geben.

Vielen Dank an Lovelybooks und an den Heye Verlag für das Rezensionsexemplar
 

Dämmersee - Johanna Mo

    Die Bildrechte liegen beim Verlag



    • Broschiert: 512 Seiten
    • Verlag: ‎ Heyne Verlag; Deutsche Erstausgabe Edition (12. Februar 2025)
    • Übersetzer: ‎ Ulrike Brauns
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 345342977X
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3453429772
    • Originaltitel: ‎ Brottsjön
    • Genre: Krimi
    • Reihe: ja - Band 5 um Hanna Duncker



Heyne Kurzbeschreibung:
Fast ein Jahr ist vergangen, seit Hanna Duncker nach Öland zurückgekehrt ist und sich den Schatten ihrer Vergangenheit gestellt hat. Inzwischen ist sie Mutter, und in wenigen Tagen wird sie heiraten. Doch dann erreicht sie ein Anruf von ihrem Kollegen Erik Lindgren: Ihr ehemaliger Chef wurde ermordet. Ove war erst seit Kurzem im Ruhestand. Hat sein Tod womöglich etwas mit dem Verbrechen zu tun, das Hannas Vater hinter Gitter brachte? Musste er für sein Schweigen mit dem Leben bezahlen? Hanna weiß nur eins: Wenn sie Oves Mörder finden will, ist es an der Zeit, auch das letzte Kapitel im schwierigsten Fall ihres Lebens aufzuschlagen …

Meine Bewertung: * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Da es einen Fall gibt, der sich über alle Bücher der Reihe zieht, empfehle ich die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen

Meine Meinung:
Mit dem fünften und letzten Band der Reihe um Hanna Duncker stehen neue Zeiten für die Ermittlerin an. Die Handlung ist wieder geschickt mit den persönlichen Entwicklungen und den neuen Mordfall verbunden, der diesmal Hanna und ihr Team ganz besonders trifft.

Nach der Geburt ihrer kleinen Tochter Hedvig plant Hanna ihre Hochzeit, als sie früher als erwartet aus dem Mutterschaftsurlaub ins Ermittlerteam zurückkehren muss. Ihr Chef Ove Hultmark, der sich früher als erwartet ins Rentenleben zurückgezogen hat, wurde ermordet. Hanna ist entsetzt und kann es nicht fassen, dass ihr  Mentor tot sein soll. Natürlich ist es dem Ermittlerteam ganz besonders wichtig, den Mörder ihres Chefs zu finden. Zusätzlich ist Oves Nachfolgerin Hanna nicht wirklich zugetan und beißt sich an ihr fest. Gemeinsam mit Erik versucht sie die Hintergründe des Mordes zu erkunden und beginnt im Umkreis von Oves neuem Hobby, der Vogelkunde, zu ermitteln. 

In einzelnen Kapiteln, die mit "Der letzte Tag" beschrieben sind, begleiten wir Ove auf einer bestimmten Recherche, die er trotz seiner Pensionierung weiter verfolgt. Nicht alles ist erfreulich, was dabei ans Licht kommt.
Das Ermittlerteam schwankt zwischen Entsetzen und Trauer und die neue Chefin bringt einige Reibereien ins Team. Es kommt zu einigen Längen und Wiederholungen: Die Spannung fehlt an vielen Stellen und doch will man wissen, welche Nachforschungen Ove das Leben gekostet hat. Die Charaktere sind lebendig gezeichnet. Die neue Chefin war mir jedoch nicht wirklich sympathisch und ist schwer einzuschätzen.

Hanna muss sich in diesem fünften Band dem Stress zwischen Mutterrolle und ihren Job auseinandersetzen, den wohl jede Frau mehr oder weniger kennt. Dazu kommt die Trauer um ihren Chef und der Stress der Hochzeitsvorbereitungen, die genau in diese Zeit fallen.
Hanna hat sich im Laufe der Zeit und über fünf Bände zu einer Frau entwickelt, die endlich ihre Vergangenheit hinter sich lassen kann. Erst im letzten band konnte ich sie viel besser verstehen und einige ihrer Handlungen gutheißen.

Die Inselatmosphäre beschreibt Johanna Mo wieder sehr anschaulich. Der Schreibstil ist ruhig und bildhaft. Insgesamt ist die Reihe teilweise etwas spannungsarm, weckte aber trotzdem immer wieder meine Neugier. Als großes Finale hätte ich mir jedoch etwas mehr erwartet.

Cover:
von links nach rechts:
das estnische Cover,  schwedische Originalcover und das niederländische


Fazit:
Dämmersee ist ein würdiger Abschluss der Krimireihe. Insgesamt ist die Reihe eher ruhig und punktet eher mit Atmosphäre und Charaktertiefe.


Die Reihe um Hanna Duncker:
  1. Nachttod  *Rezi*
  2. Finsterhaus  *Rezi*
  3. Dunkelwald *Rezi*
  4. Nebelstunde  *Rezi*
  5. Dämmersee
 

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