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Solange sich die Wellen brechen - Brina Hope

     


     Taschenbuch: 296 Seiten

    Verlag
    : ‎
    TWENTYSIX; 1. Edition (11. Mai 2021)

    ISBN-10
    ‏ : ‎
    3740781335

    ISBN-13
    ‏ : ‎
    978-3740781330

    Genre
    : Roman, Gegenwartsliteratur




Amazon Kurzbeschreibung:
Manche Begegnungen verändern dein Leben. Powerfrau Justine aus Melbourne hat endlich den heißersehnten Verlobungsring am Finger. Das Leben der jungen Architektin könnte nicht perfekter sein, doch dann bricht beruflich sowie privat das Chaos über sie herein. Kurzerhand schmeißt Justine alles hin und nimmt sich eine Auszeit. In Margaret River, einem kleinen Küstenort, trifft sie auf den kanadischen Surfer Chris und den unergründlichen Sportfotografen Luke. Es dauert nicht lange und Justine erfährt selbst, wie ungestüm das Meer sein kann.

Meine Bewertung: * * * uneinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Wer meinen Blog oft besucht weiß, dass ich gerne Romane von Selfpublishern lese, wenn mich der Klappentext anspricht oder mir die Leseprobe gefällt. Dabei habe ich bereits großartige Bücher entdeckt, die zu meinen Highlights gehören, wie die Bücher von Barbara Leciejewski, die jetzt bei Ullmann verlegt werden, die Morgan Hall Reihe von Emilia Flynn oder die Reihe um die Willow Ranch in den Rocky Mountains von Natascha Birovljev. Natürlich gibt es auch Bücher, die mich nicht wirklich begeistern konnten oder die zu viele Fehler eingebaut haben. Diese waren bisher aber in der Minderheit.

"Solange sich die Wellen brechen" der Schweizer Autorin Brina Hope spielt in Australien und lässt jedes Surferherz höher schlagen. Im Prolog lernen wir die unerschrockene Skye kennen, die sich jeder Welle stellt. Die junge Mutter nimmt jedoch die Gefahr zu wenig ernst....
Danach befinden wir uns rund 30 Jahre später in Melbourne. Justine ist Architektin und mit Logan verlobt. Die Beiden wollen zusammenziehen, jedoch ist sich Justine unsicher. Tief im Herzen möchte sie ihre gemütliche Wohnung nicht gegen eines dieser seelenlosen Appartments, die Logan zur Besichtigung ausgesucht hat, tauschen. Es kommt zum Streit. Kurze Zeit später wird Justine von ihrem Großprojekt in der Firma abgezogen. Es wird ihrem männlichen Kollegen übergeben, obwohl sie bisher dieses Projekt auf die Füße gestellt hat. Voller Zorn schwingt sie sich auf ihr Motorrad und erleidet einen Unfall. Im Krankenhaus hat sie Zeit über ihre weitere Zukunft nachzudenken. Sie nimmt sich eine Auszeit und fährt nach ihrer Genesung an die Westküste, um mehr über ihre Mutter zu erfahren, die starb, als Justine noch ein Baby war.
Auch ihr Vater Russel steckt in einer Krise. Ein Burn Out zwingt ihn ebenfalls sein Leben zu überdenken. Er kann mit seiner neugewonnen freien Zeit allerdings nichts anfangen und verfällt in eine Depression, bis er sich seiner früheren Liebe zum Surfbrett erinnert...

Wie der Prolog und Justine zusammenhängen wird sehr schnell klar. Die junge Architektin ist eine sympathische junge Frau, die erkennt, dass sie in ihrem Leben falsch abgebogen ist. Sie kriegt aber noch rechtzeitig die Kurve und beginnt sich mit ihrer Herkunft zu befassen. Zusäzlich versucht sie die Liebe ihrer Mutter für den Surfsport nachzuvollziehen und beginnt selbst zu surfen.

Brina Hope ist es gelungen die Faszination des Surfsports auch an mich Landratte zu vermitteln. Ich sah die traumhaften Strände, die Wellen und nahm die Gemeinschaft unter der Surfern wahr. Die Landschaftsbeschreibungen sind ebenfalls sehr bildhaft. Die Liebe zur australischen Küste spürt man in jeder Zeile.

Es gibt aber auch einige Kritikpunkte von meiner Seite. Gerne hätte ich noch mehr über Justines Vater oder Mutter gelesen. Der Strang um Russel blieb mir zu oberflächlich und verpuffte irgendwie im Nirgendwo. Das finde ich sehr schade!

Dann gibt es noch Chris, den Justine an der Westküste kennenlernt und der ihr das Surfen beibringt. Diesen Handlungsstrang fand ich irgendwie überflüssig, da er sich ebenfalls auflöst. Weil die Autorin auch zu Chris Großeltern nach Kanada zurückblendet und es einen winzigen Bezug zu Justine gibt, nahm ich an, dass Chris einen größere Rolle bekommt. Dem war jedoch nicht so. Deshalb fragte ich mich schlussendlich warum es diesen Handlungsstrang überhaupt gab. Das hätte man meiner Meinung auch anders lösen können.

Die aufkeimende Liebesgeschichte zwischen Justine und Luke gefiel mir anfangs ganz gut, wurde aber von der Autorin so abgewürgt, dass ich schlussendlich überhaupt kein Knistern mehr zwischen den Beiden spüren konnte. Auch hier hatte ich das Gefühl, dass noch etwas fehlt.

Der Schreibstil ist flüssig und gibt Einblicke in das Leben von Justine, aber auch der anderen Charaktere. Diese sind vielschichtig gezeichnet und wirken authentisch. Fast alle von ihnen kämpfen gegen ihre inneren Dämonen oder versuchen ihr Leben wieder auf die Reihe zu bekommen.
Die Sprünge zwischen den einzelnen Handlungssträngen empfand ich manchmal als zu schnell und unübesichtlich. 

Fazit:
Trotz der Kritikpunkte hat mir der Roman gut gefallen und hat mir das Surfen etwas näher gebracht, auch wenn ich alles andere als eine Wasserratte bin. Die Landschaftsbeschreibungen sind gelungen und regen zum Träumen an. Es gibt noch Luft nach oben, aber ich bin trotzdem schon auf das nächste Buch der Autorin gespannt.

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar!

Das Zeitlabyrinth - Ellen Esser




    • Taschenbuch: 440 Seiten
    • Verlag: TWENTYSIX; Auflage: 4 (18. Januar 2018)
    • ISBN-10: 3740733101
    • ISBN-13: 978-3740733100
    • Genre: Gegenwartsliteratur



Amazon Kurzbeschreibung:
Marie hat in einem Loft an der Spree ein Start-up gegründet. Ihre Werbeagentur läuft sehr gut, weil ihr einflussreicher Vater stets dafür sorgt, dass sie zahlungskräftige Kunden bekommt. Als Folge der hohen Arbeitsbelastung erkrankt sie schwer an Migräne. Um zu lernen, sich besser zu entspannen, geht sie zu einem Psychotherapeuten. In den Sitzungen kommt unter Hypnose überraschend ein labyrinthisches Geflecht früherer, dramatischer Erlebnisse aus anderen Jahrhunderten an die Oberfläche. Die Parallelen zu ihrem jetzigen Leben werden immer klarer, und dann kommt sie einem Familiengeheimnis auf die Spur. Im Laufe der Spurensuche verändert sich ihr Leben.

Meine Bewertung: * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Titel und Cover mögen ein etwas verwirrendes Bild des Genres übermitteln, denn ich dachte beim ersten Blick darauf, dass es sich hier um eine Dystopie handelt. Doch nach dem Lesen der Leseprobe und einer kurzen Mail mit der Autorin, die mir den Roman als Rezensionsexemplar zu Verfügung gestellt hat, war mit klar, dass es sich hier um Gegenwartsliteratur handelt, die sich unter anderem dem Thema Burn Out annimmt. Ein Thema, das heutzutage ja sehr präsent ist.

Der Beginn des Roman, den ich mir auch als Leseprobe durchgelesen habe, hat mich anfangs wirklich überzeugt. Das war auch der Grund, dass ich der Autorin zusagte das Buch als Rezensionsexemplar zu lesen. Schließlich unterstütze ich gerne Selfpublisher!
Marie, unsere Protagonistin, ist ein richtiger Workaholic und hat sich gemeinsam mit einem Jugendfreund den Traum einer eigenen Werbeagentur erfüllt. Ihr Vater, ein erfolgreicher Bauingenieur, hat sie dabei großzügig unterstützt und hilft auch bei der Beschaffung neuer Kunden. Ihr Bruder Ulf wird hingegen als Versager abgestempelt. Dieser ist Künstler, jedoch mit seinen außergewöhnlichen Skulpturen ziemlich erfolglos.
Schon zu Beginn verfolgt man als Leser die Ungerechtigkeiten des Vaters, einen Erfolgsmenschen, der keine Schwäche zulässt. Auch Marie ist aus diesem Holz geschnitzt. Neben ihrer Arbeit nimmt sie sich nur Zeit für belanglose Affären - meist mit Männern, die genauso dominant sind, wie ihr Vater oder total konträre Typen, die dieser nie billigen würde. Jedoch fordert die 60 Stunden Woche bald ihren Tribut. Sie wird krank und kann nicht mehr das leisten, was sie gewohnt ist. Sie wird in ihren Augen zu genauso einer verachtenswerten Person, wie ihr Vater Menschen mit Schwächen sieht. Nach einigen Arztbesuchen wird sie bei einem Psychotherapeuten unter Hypnose gesetzt und durchbricht Zeit und Raum. In den kurzen Phasen ihrer möglichen anderen Leben, versucht Maria ihrer Krankheit auf den Grund zu gehen....

Nach dem guten Start war ich jedoch sehr schnell ernüchtert. Der Roman kam mir immer mehr vor wie eine Aneinanderreihung von Erzählungen, die kaum irgendwelche Emotionen in mir wecken konnten. Die ewigen Sexabenteuer mit wildfremden Typen hatten für mich im Roman nichts verloren. Wenn ich einen Erotikroman lesen möchte, dann lese ich diesen. Hier hatte ich mir etwas anderes erwartet.
Ab diesen Zeitpunkt konnte man sich allerdings schon ein Bild von Marie's Störungen machen, die vorallem Männer bei ihr auslösen. Interessant fand ich die Rückführungen unter Hypnose...bis diese wieder mit Sex endeten.
Erst zum Ende hin kommt wieder etwas Schwung in die Geschichte. Nach und nach wird das Geheimnis, das der Auslöser für Maries Krankheit war, gelöst. Bis dahin verliert sich die Autorin aber in Nebensächlichkeiten....
Leider hatte ich mit dem Roman ziemliche Schwierigkeiten und hätte ihn - wäre es nicht ein Rezensionsexemplar gewesen - sicherlich abgebrochen.

Schreibstil:
Der Schreibstil ist sehr nüchtern und sachlich. Ich konnte mich nicht wirklich in Marie hineinversetzten und fand die restliche  Charaktere auch nur sehr schwer greifbar. Die meisten Figuren waren auf wenige Charakterzüge minimiert, die sie aber nicht wirklich sympathischer machten.
 
Fazit:
Es tut mir leid, aber ich konnte mit dem Roman nicht wirklich viel anfangen. Nach dem anfänglichen guten Start kämpfte ich mich durch die Seiten und den eher nüchternen Schreibstil. Erst zum Ende hin kam wieder etwas Fahrt auf. Von mir gibt es leider keine Leseempfehlung!

Vielen Dank an die Autorin für das Rezensionsexemplar!

 

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