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Finstere Geschäfte - Cornelia Härtl



    • Taschenbuch: 320 Seiten
    • Verlag: Sutton Verlag GmbH; Auflage: 1 (28. Juli 2015) 
    • ISBN-10: 3954005743
    • ISBN-13: 978-3954005741
    • Genre: Krimi
    • Reihe: ja - Band 2 mit Lena Borowski

Sutton Kurzbeschreibung: 
Die lebenslustige Sozialarbeiterin Emilia hängt eines Tages tot im Offenbacher Stadtwald. Ihre Kollegin Lena Borowski glaubt nicht an Selbstmord. Unterstützung bekommt sie von Emilias Schwester Christine. In den Unterlagen von Emilia stoßen die beiden auf Hinweise auf den Missbrauch von Sozialgeldern, die Enthüllung stand kurz bevor. Als Christine bei einem Autounfall schwer verletzt wird und Lena sich verfolgt fühlt, spitzt sich die Lage zu.

Meine Bewertung:  * * * * *

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Darum geht's:
Lena hat ihren neuen Job im ämterübergreifenden Querschnittsteam begonnen, doch schon bald hat sie noch mehr Arbeit am Hals. Ihre Kollegin Emilia, die bei "Komm Job" arbeitet, hat Selbstmord verübt. Am Vortag besuchten die beiden Frauen noch gemeinsam eine Besprechung. Als Lena ihre Aktentasche mit nach Hause nimmt, die Emilia im Bürogebäude vergessen hat, wird kurz darauf in ihrer Wohnung eingebrochen. Welche brisanten Unterlagen hatte ihre Kollegin in der Tasche? Und warum hatte sie einen Termin mit einem Enthüllungsjournalisten? Lena beginnt am Selbstmord zu zweifeln und beginnt nachzuforschen....

Meine Meinung:
Der Sutton Verlag stellte mir netter Weise den 2. Band von Cornelia Härtl als Rezensionsexemplar zur Verfügung. Nachdem ich das erste Buch der Autorin "Böse Spiele" (meine Rezension *hier*) gelesen hatte und total begeistert war, freute ich mich sehr über einen weiteren Krimi über und mit Sozialarbeiterin Lena Borowski.
Ich habe bei Lovelybooks, bei der zufällig zeitgleich laufenden Leserunde mit der Autorin mitgelesen und alle, die Band 1 nicht kannten, hatten keinerlei Schwierigkeiten sich in Band 2 zurecht zufinden. Auch wenn es anfangs ein paar Hinweise zum letzten Fall und zu Lenas Privatleben gibt, werden keine wichtigen Details ausgeplaudert.

Die Hauptprotagonistin in dieser Reihe ist eine etwas andere "Ermittlerin", denn sie ist weder Polizistin, Profilerin, noch Kommissarin, sondern Sozialarbeiterin. Wie bereits in Teil 1 nimmt Lena ihren Job sehr ernst und spürt ziemlich schnell Ungereimtheiten auf. Da ihr Privatleben im Moment etwas auf Eis liegt, hat sie dafür auch etwas mehr Zeit. Ihre japanische Geliebte Tamae ist in ihr Heimatland zurückgegangen und Karin, ihre zweite, jedoch bisexuelle Freundin, macht sich plötzlich rar. Deshalb hat Lena genug Zeit die Unterlagen aus der Tasche von Emilia zu studieren, die jedoch verschlüsselt sind. Auch der Enthüllungsjournalist Jens Borgmann hatte keinen blassen Schuimmer warum ihn Emilia unbedingt sprechen wollte. Gemeinsam mit Christine, Emilias Schwester, versucht Lena hinter das Geheimnis zu kommen.

Der Krimi handelt jedoch nicht nur von verschwunden Unterlagen und Missbrauch von Geldern, sondern es gibt einen zweiten Handlungsstrang, der sich mit illegalen Mädchenhandel beschäftigt. Dieser Part wird in kursiver Schrift dargestellt und wird in der Ich-Form erzählt. In diesem berichtet ein junges Mädchen, namens Sunita, von ihren schrecklichen Erlebnissen. Und diese sind wahrlich nichts für Zartbesaitete!
Es dauert bis zum Ende des Krimis bis die beiden Handlungsstränge zusammenlaufen und dem Leser endlich das gewünschte "Aha-Erlebnis" bereiten. Bis dahin versteht es die Autorin jedoch ganz wunderbar neue Fährten zu legen und den Leser zu verwirren. In diesem Krimi passiert auf 320 Seiten wirklich jede Menge Grauenhaftes und der Spannungslevel ist und bleibt sehr hoch.

Charaktere und Schreibstil:
Lena ist auf der einen Seite eine sehr toughe, doch auch eine ziemlich einsame Frau, nachdem sie von beiden Geliebten alleine "zurückgelassen" wurde. Als sie erfährt, warum sich Karin so rar macht, ist sie erschüttert. Und die knisternde Erotik zwischen ihr und dem Rotlichtkönig Gerd Rohloff macht sie umso verwirrter, doch umso menschlicher. Lena ist ein sehr sympathischer Charakter, den ich schon in "Böse Spiele" sehr mochte. Kurz erwähnen muss man hier noch Lenas Hausmeisterin, Frau Kasulke, die überall ihre Nase hineinsteckt. Doch hinter ihrer rauhen Schale versteckt sich auch hier ein weicher und vorallem einsamer Kern.

Den Schreibstil der Autorin finde ich einfach richtig toll! Ich bin sofort wieder in die Geschichte gekommen Der Krimi ist sehr temporeich und der flüssige Schreibstil von Cornelia Härtl ließ mich kaum das Buch zur Seite legen. Der Spannungslevel bleibt den ganzen Verlauf über sehr hoch.

Fazit:
Ein sehr temporeicher Krimi mit einer sympathischen Hauptprotagonistin, vielen falschen Fährten und einem sehr grausamen zweiten Handlungsstrang, der mich kaum Luft holen ließ! Eine wirklich tolle Reihe, die ich weiter verfolgen werde. Hier gebe ich gerne 5 Sterne und meine absolute Leseempfehlung! Auch für Thrillerleser geeignet!



Mein Dank gilt dem Sutton Verlag für das Rezensionsexemplar! Danke auch an die Autorin, die mich unabhängig bei der LB Leserunde mitlesen ließ!

Die Reihe um Lena Borwoski:

  1. Böse Spiele
  2. Finstere Geschäfte

Böse Spiele - Cornelia Härtl


    • Broschiert: 320 Seiten
    • Verlag: Sutton; Auflage: 1 (7. März 2014)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3954003228
    • ISBN-13: 978-3954003228
    • Genre: Krimi


Amazon Kurzbeschreibung: 
Die Sozialarbeiterin Lena Borowski ist nicht gerade begeistert, als sie unvermittelt vom Jugendamt in ein Containerbüro im Spessartviertel, dem sozialen Brennpunkt Dietzenbachs, versetzt wird. Hier hat sie das Leid von vernachlässigten Kindern und verprügelten Frauen unmittelbar und ständig vor Augen. Statt ihr freies Wochenende zu genießen, lässt sie sich auch noch überreden, nach der wie vom Erdboden verschwundenen Schwägerin ihrer Jugendfreundin zu suchen. Sie findet tatsächlich eine Spur von Sabrina, doch die führt in einen SM-Club im Frankfurter Bahnhofsviertel. Als am Rande des Spessartviertels die Leiche einer offenkundig bei SM-Spielen getöteten Frau auftaucht, befürchtet Lena das Schlimmste.

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb


Buch zur Einmal um die Welt Challenge

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Der Sutton Verlag hat mir freundlicher Weise zwei Krimis zukommen lassen. Einer davon ist der Debütroman von Cornelia Härtl. Nach der Leseprobe stand für mich fest, dass ich diesen Krimi unbedingt lesen muss!
Und ich habe es nicht bereut, denn das Buch war richtig "fesselnd" ;)

Wir haben es hier mit dem Thema SM zu tun, das ja durch "Shades of Grey" letztes Jahr genug gehypt wurde und jeder zweite Blog über die Trilogie schrieb. Die Meinungen waren sehr verschieden und ja...ich habe Band 1 und 2 gelesen, den dritten allerdings nicht mehr und mir ist nichts abgegangen ;)

Dieses Buch ist allerdings kein Roman, sondern ein Krimi und die Autorin hat sich auch für ihre Protagonistin etwas ganz anderes einfallen lassen: Lena Borowski ist keine Polizistin, Profilerin oder toughe Kommissarin, sondern eine Sozialarbeiterin beim Jugendamt. Außerdem ist sie lesbisch und hat eine Beziehung mit zwei Frauen: mit der kühlen Japanierin Tamae und mit der bisexuellen Karin.

Lena ist sehr engagiert in ihrem Beruf und wird dadurch von ihrer Kollegin Sieglinde Brohm gemobbt, die vor kurzem die neue Abteilungsleiterin  geworden ist und Konkurrenz durch Lena verspürt. Kurzerhand will sie Lena durch ein neues Projekt, genannt "Querschnittaufgaben" versetzen lassen. Dieses einjährige Pilotprojekt wird von der Politik unterstützt und soll mit Personal aus verschiedenen Ämtern den Ruf und das Zusammenleben des Viertels verbessern, denn der Frankfurter Stadtteil Dietzenbach verkommt immer mehr zum Brennpunkt der Kriminalität. Während Lena dort ihrer neuen Aufgabe in einem Containerbüro nachgeht, das noch nicht mal PC's und Telefon eingerichtet hat, erreicht sie ein privater Hilferuf eines Jugendfreundes aus ihrem kleinen Dorf, dem sie schon lange den Rücken zugekehrt hat. Jürgen, der Mann ihrer ersten großen Liebe Maja, sucht verzweifelt nach seiner Schwester Sabrina, die seit Wochen verschwunden ist. Da sie zuletzt in Frankfurt gelebt hat, wendet er sich an Lena. Die anfangs nebensächliche Suche nach Sabrina wird immer komplexer, denn Lena entdeckt etwas, das die kleine Schwester von Jürgen in einem ganz anderen Licht erscheinen lässt. Diese hat ihr altes Leben aufgegeben und ist tief in die SM Szene eingetaucht. Als Sexsklavin scheint sie ihren Meister gefunden zu haben, doch seitdem ist die junge Frau wie vom Erdboden verschluckt. Als in Lena's neuen Einsatzbereich auch noch eine Frauenleiche gefunden wird, hofft Lena, dass es nicht Sabrina ist.....

Der Debütroman von Cornelia Härtl ist von der ersten bis zur letzten Seite spannend! Mit der ungewöhnlichen Hauptprotagonistin, an deren privaten Leben wir auch teilhaben können, hat sie eine sehr sympathische und engagierte junge Frau zum Leben erweckt. Sie kämpft noch immer gegen ihre Vergangenheit im kleinen Dorf am Lande und gegen die Vorurteile, die ihr dort entgegengebracht werden. Lena ist außerdem eine junge Frau, die das Herz auf dem rechten Fleck hat und von der ich noch gerne mehr lesen möchte.

Schreibstil:
Cornelia Härtl hat einen sehr flüssigen Schreibstil, der mich von der ersten Seite an gepackt hat. Die Geschichte führt einem direkt ins Zentrum von Gewalt, Macht, Sex und Politik, die überall auf der Welt spielen könnte, die die Autorin aber in den Kreis Offenbach gelegt hat. Zitat der Autorin: „Für mich spielt sich der wahre Horror in unserer Gesellschaft ab“ und genau das gibt diese Geschichte wieder.

Fazit:
Ein tolles Krimidebüt rund um Macht, Sex und Politik. Packend erzählt, mit einer vielschichtigen Story und sozialkritischen Touch. Interessante Protaginisten, von denen ich gerne noch mehr lesen möchte.

 

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