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Der Flüstermann - Catherine Shepherd



    • Taschenbuch: 334 Seiten
    • Verlag: Kafel Verlag; Auflage: 1 (20. Juni 2018)
    • ISBN-10: 3944676203
    • ISBN-13: 978-3944676203
    • Genre: Thriller 
    • Reihe: ja - Band 3 der Reihe um Laura Kern



Kafel Kurzbeschreibung:
Ein grauenvolles Video taucht im Internet auf. Eine junge Frau wird vor den Augen aller Welt ermordet. Der Täter flüstert ihr vorher etwas ins Ohr, das Laura Kern zutiefst schockiert. Die Spezialermittlerin arbeitet auf Hochtouren, doch bereits nach kurzer Zeit wird ein neues Video veröffentlicht. Der Killer scheint seine Opfer wahllos von der Straße zu holen. Bevor er tötet, testet er sie. Laura jagt ein Monster, das ihr immer einen Schritt voraus ist. Erst viel zu spät entdeckt sie ein dunkles Geheimnis, das sie auf die Spur des Serienmörders bringt. Aber der hat das nächste Opfer längst in seiner Gewalt, und niemand vermag zu sagen, ob Laura ihn rechtzeitig stoppen kann.

Meine Bewertung: * * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Ich habe bereits einige Thriller der Autorin, darunter auch Shepherds Zons-Thriller, die immer zwei Zeitstränge haben und nicht ganz so blutrünstig, wie ihre anderen Bücher sind, gelesen. In meinen letzten Rezensionen hatte ich immer nur einen, jedoch denselben Kritikpunkt, der einen kleinen Sterneabzug mit sich brachte. Diesen kann ich beim Flüstermann nun nicht mehr anbringen, denn der Thriller ist vom Anfang bis zum Ende hin schlüssig und sehr spannend geschrieben!

"Der Flüstermann" ist der dritte Band der Laura Kern Reihe, kann aber auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden.

Schon im Prolog bekommt der Leser einen heimtückischen Mord an einer Frau vorgesetzt, der es unmöglich macht das Buch nochmals aus der Hand zu legen. Als kurze Zeit später ein Snuff-Video im Internet auftaucht, bei dem eine Frau brutal getötet wird, werden Spezialermittlerin Laura Kern und ihr Team auf den Fall angesetzt. Doch kaum wird die Location des Mordes gefunden, steht ein weiteres Video im Netz. Eine Mordserie beginnt, wobei der Täter willkürlich seine Opfer wählt...oder doch nicht? Alle Tötungsarten sind sehr speziell und werden vom Mörder explizit ausgesucht. Was steckt dahinter?

Die Autorin lässt den Leser kaum zu Atem kommen. Videos und Todesfälle reihen sich wie Perlen auf einer Schnur, während Laura, Max und Taylor versuchen die Spur des Täters zu finden. Diese führt ebenso ins Rotlichtmilieu, wie zu einer Versicherungsagentur. Immer wieder eingeschobene Rückblenden, die von einer Afrikareise vor sechs Jahren berichten, ergeben erst nach und nach Sinn. Für Gänsehaut pur sorgen die detaillierten Beschreibungen der Opfer kurz vor ihrem Tod. Nicht nur das Ermittlerteam, sondern auch der Leser spekuliert und rätselt, wohin die Spuren führen könnten. Überraschende Wendungen und einige falsche Fährten sind geschickt von der Autorin platziert.
Ich hatte zwar zum Ende hin den richtigen Riecher, wer der Täter sein könnte, aber die Gewissheit kam erst am Schluss. Und diesmal war auch mein Kritikpunkt, den ich bei den letzten Thriller der Autorin hatte, nicht vorhanden. Ein richtiger Pageturner für spannende Stunden!

Die Charaktere sind wunderbar gezeichnet und die prickelnde Beziehung zwischen Laura und Taylor nimmt nicht zu großen Raum ein, was ich befürworte, da romantische Thriller nicht so mein Ding sind. Laura ist eine sehr sympathische Ermittlerin, die ihr eigenes Päckchen zu tragen hat. Taylor bleibt auch in diesem Band geheimnisvoll und Max ist diesmal ein kleiner Pechvogel, der die Risiken seines Berufes am eigenen Leib zu spüren bekommt.

Schreibstil:
Der Schreibstil der Autorin ist rasant und fesselnd. Der Spannungsbogen ist sehr hoch und bleibt über die ganzen 334 Seiten konstant und gipfelt in einen dramtischen Showdown. Die Kapitel sind eher kurz gehalten. Die Abschnitten aus der Vergangenheit sind gekenntzeichnet. Die Perspektivenwechsel erhöhen den Spannungsfaktor.


Fazit:
Ein packender Thriller mit Gänsehautfeeling an dem ich diesmal nichts auszusetzen habe und volle Sternenzahl vergebe! Spannung und etwas andere Tötungsarten machen den Thriller zu einem Pageturner! (Und auch das Ende konnte mich diesmal zufriedenstellen)

Vielen Dank an den Kafel Verlag für das Rezensionsexemplar, sowie an die Autorin und Lovelybooks für die Leserunde!

Die Reihe rund um Laura Kern:
  1. Krähenmutter
  2. Engelsschlaf  *Rezi*
  3. Der Flüstermann

Engelsschlaf - Catherine Shepherd



    • Taschenbuch: 352 Seiten
    • Verlag: Kafel Verlag; Auflage: 1 (27. Juni 2017)
    • ISBN-10: 3944676084
    • ISBN-13: 978-3944676081
    • Genre: Thriller
    • Reihe: ja - Band 2 um Laura Kern




Kafel Kurzbeschreibung:
Die Nacht ist kalt in Berlin. Auf einer Parkbank liegt eine junge Frau, liebevoll auf ein Kissen gebettet. Sie atmet nicht mehr. Doch gerade als Polizei und Ärzte den Totenschein ausstellen wollen, erwacht sie plötzlich zum Leben. Alle sind erleichtert, aber Ermittlerin Laura Kern ahnt: Der Entführer wird erneut zuschlagen. Und sie hat Recht. Ein Opfer kann nur noch tot geborgen werden. Die Lage spitzt sich zu, denn eine weitere Frau wird vermisst. Erst viel zu spät erkennt Laura, dass sie ein winziges Detail übersehen hat – und dass sie sich einem Täter gegenübersieht, der glaubt, den Tod besiegen zu können.

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Von Catherine Shepherd habe ich bereits den ersten Band der Zons Krimis gelesen, die auf zwei Zeitebenen spielen und leicht mystisch angehaucht sind. Aber auch den Thriller "Mooresschwärze", der mir sehr gut gefallen hat. Mit "Engelsschlaf" hat die Autorin nun den Folgeband zu "Krähenmutter", das ich noch nicht gelesen habe, vorgelegt. Ich hatte allerdings keine Schwierigkeiten neu einzusteigen und hatte den Thriller in einem Rutsch durch.

Statistisch gesehen gibt es 10 Scheintote im Jahr in Deutschland. Lebendig begraben zu werden ist wohl der Albtraum schlechthin. Und doch wäre eine junge Frau, die nachts auf einer Parkbank liebevoll auf einem Kissen gebettet aufgefunden wird, fast für tot erklärt worden. Durch einen Notruf werden Laura Kern, ihr Kollege Max und Freund Taylor, der ebenfalls bei der Kriminalpolizei arbeitet, zum nahegelegenen Park des Domenikus-Krankenhauses in Berlin gerufen. Der Notarzt stellt bereits den Totenschein aus, als Taylor ein Lebenszeichen entdeckt. Die Frau überlebt, kann sich jedoch an nichts erinnern. In ihrer Blutbahn werden Medikamente gefunden, die ihre Lebensfunktionen stark heruntergesetzt haben und sie mehr tot als lebendig wirken lässt. Wenige Tage später geht ein weiterer Notruf ein und es wird neuerlich eine junge Frau, genauso zugedeckt und auf ein Kissen gebettet, gefunden. Laura ahnt, dass es nicht das letzte Entführungsopfer sein wird, doch ihr Chef sieht keine Eile und zieht sogar Max vom Fall ab. Die nächste junge Frau, die gefunden wird, ist allerdings nicht mehr scheintot, sondern wirklich gestorben. ...und die Zeit läuft....

Die Spannung ist bereits auf den ersten Seiten greifbar. Die Identität des Täters bleibt lange im Unklaren, jedoch steht schon früh fest, dass wir diesen in Rückblenden bereits zu Beginn näher kennenlernen. Die Kapitel aus der Vergangenheit beginnen vor fünfundzwanzig Jahren und reichen bis in die Gegenwart und erzählen von einem kleinen Jungen und seiner Schwester, die einige schwere Schicksalschläge hinnehmen müssen. Sein Name ist unbekannt, aber in seiner Gedankenwelt erlebt der Leser, was ihn antreibt. Wir erhalten Einblicke in sein Leben, in die der Opfer und natürlich in die der Ermittler. Dabei kommt auch das Privatleben nicht zu kurz, nimmt aber nicht zu viel an Raum ein. So bleibt die Handlung ausgewogen.
Die Autorin versteht es den Leser auf viele falsche Fährten zu schicken. Ich rätselte die ganze Zeit, wer der Täter sein könnte und welches Motiv er hat. Die Spannung wird immer weiter aufgebaut und ich hatte den Thriller in zwei Tagen ausgelesen.

Einzig und allein muss ich hier genau daselbe bemängeln, wie schon in "Mooresschwärze". Ich liebe es mitzurätseln und man blickt den Täter die ganze Zeit über die Schulter, aber am Ende erkennt man leider, dass man keine Chance hat ihn zu überführen, weil er namentlich nie genannt wird. Dies ist ein Punkt, den ich schon bei "Mooresschwärez" kritisiert habe und zu einem Stern Abzug führte. Diesmal ziehe ich nur einen halben Stern ab, denn das Buch hat mich wirklich von der ersten bis zur letzten Seite gepackt....

Schreibstil:
Catherine Shepherds Schreibstil ist fesselnd und anschaulich. Die Spannung ist die ganzen 352 Seiten über greifbar. Die kurzen Kapitel lassen sich schnell weglesen und die Charaktere sind wunderbar gezeichnet. Überraschende Wendungen und einige falsche Fährten werden gekonnt eingestreut.

Fazit:
Auch in Catherine Shephers neuem Thriller "Engelsschlaf" wird wieder Spannung und Thrill vom Feinsten geboten. Einzig beim Ende habe ich dieselbe Kritik anzubringen, wie schon bei "Mooresschwärze" und ziehe deshalb einen halben Stern ab. Trotzdem eine Leseempfehlung für Thrillerfreunde!

Vielen Dank an den Kafel Verlag und die Autorin für das Rezensionsexemplar, sowies an Lovelybooks für die tolle Leserunde mit der Autorin.


Mooresschwärze - Catherine Shepherd




    • Taschenbuch: 340 Seiten
    • Verlag: Kafel Verlag; Auflage: 1 (26. Oktober 2016)
    • ISBN-10: 3944676068
    • ISBN-13: 978-3944676067
    • Genre: Thriller



Kafel Kurzbeschreibung:
Julia Schwarz kennt sich aus mit dem Tod. Die Rechtsmedizinerin ist in ihrem Institut auch als Eislady bekannt. Nichts kann sie so schnell aus der Bahn werfen. Jedenfalls nicht, solange sie es schafft, ihre düstere Vergangenheit in Schach zu halten. Als Kriminalkommissar Florian Kessler sie zu einem Tatort in einem nahe gelegenen Moor ruft, sieht alles zunächst nach einem einfachen Fall aus. Aber dann verschwindet die Leiche und Julia macht sich auf die Suche nach dem toten Mädchen. Doch statt der Leiche stößt sie auf ein weiteres Opfer. Erst jetzt begreift Julia, dass sie es mit einem gefährlichen Serientäter zu tun hat, der einen perfiden Plan verfolgt. Ein sonderbares Tattoo auf dem Bauch der Frauen scheint die einzige Verbindung zwischen den Fällen zu sein. Aber die Zeit läuft gegen Julia und sie ahnt nicht, dass sie selbst bereits viel zu tief in den Strudel des Bösen geraten ist.

Meine Bewertung: gute * * * *

Buch zur Weltenbummler Callenge

Meine Meinung:
Von der Autorin Catherine Shepherd habe ich bereits "Der Puzzlemörder von Zons" *meine Rezi* gelesen, den ersten Teil ihrer "Zons-Reihe", die leicht mystisch angehaucht ist und immer einen Strang in der Vergangenheit und der Gegenwart hat. Bei "Mooresschwärze" ist dies anders. Hier präsentiert uns die Autorin einen nervenaufreibenden Thriller um einen Serienmörder. Das Duo, die Gerichtsmedizinierin Julia Schwarz und Kommissar Florian Kessler ermitteln in diesem Buch das erste Mal und ich hoffe auf eine Fortsetzung!

Im Moor bei Köln wird die Leiche einer jungen Frau gefunden. Sie hat ein seltsames Tatoo oberhalb des Bauchnabels und scheint ertränkt worden zu sein, doch Julia kann sich keine Gewissheit verschaffen, da die Tote auf dem Weg ind rechtsmedizinische Institut spurlos verschwindet. Kurz darauf wird das nächste tote Mädchen gefunden - ebenfalls im Moor, kunstvoll drapiert und zur Schau gestellt. Als Julia ein ähnliches Tatoo oberhalb ihres Bauchnabels erkennen kann, sind sich alle sicher die Taten eines Serienmörder vor sich zu sehen. Dieser scheint Spaß daran zu haben seine Opfer besonders grausam zu quälen und danach kunstvoll in Szene zu setzen.

Das Duo Ermittler und Rechtsmedizinerin gefällt mir sehr gut. Jedoch agierte Julia in meinen Augen fast schon wie eine Kommissarin. Sie begleitet Florian sehr oft bei seinen Recherchen und steckt auch selbst ihre neugierige Nase in Dinge, die sie lieber lassen sollte. Ihre Alleingänge sind manchmal ziemlich riskant. Julias Figur hat Ecken und Kanten. Sie kommt aus einfachem Hause und hat als Kind ihren Bruder Michael verloren, der brutal umgebracht wurde. Dieses Erlebnis hat ihren Wunsch Rechtsmedizinierin zu werden begründet, um so viele Täter wie möglich zu überführen. Und Julia ist gut in ihrem Job. Von Florian erfahren wir im Gegenzug sehr wenig.
Die Autorin gibt dem Leser Einblicke in die Handlungen von Opfer, Täter und den Ermittlern. Die Einblicke in die Gedanken des Mörders sind erschreckend. Schlimmer wird es allerdings, wenn der Leser ihm beim Quälen der Opfer über die Schulter schauen darf.
Der Spannungslevel ist die ganze Zeit über sehr hoch und bleibt konstant. Die perfiden Rituale, die der Täter bei seinen Opfern anwendet, stellt die Polizei vor ein Rätsel.

Gegen Ende fand ich die Lösung, die Catherine Shepherd präsentiert, jedoch nicht ganz geglückt. Da ich selbst gerne miträtsle, mag ich es weniger, wenn auf den letzten Seiten ein Täter hervorgezaubert wird, der im Hauptteil des Buches namentlich nicht vorkommt. Man blickt ihm zwar über die Schulter und ich hatte gleich zu Beginn den richtigen Riecher, aus welcher Ecke er kommt, aber "überführen" konnte man ihn deswegen nicht. Deshalb muss ich leider einen Stern abziehen.

Schreibstil:
Die Autorin hat einen fesselnden Schreibstil. Auch ihr zweites Buch, das ich lesen durfte, konnte ich genauso wenig aus der Hand legen wie den Puzzlemprder von Zons. Die kurzen Kapitel lassen sich schnell weglesen und enden meistens mit einem kleinen Cliffhanger. Danach wechselt die Erzählperspektive wieder und die Spannung bleibt aufrecht. Auch die einzelnen Szenen sind sehr bildhaft dargestellt. So erhält man einen guten Einblick in die Umgebung des Moores, aber auch in die Beschreibung des Tötungsrituals, das ziemlich genau beschrieben wird.

Fazit:
Mich konnte "Mooresschwärze" überzeugen und ich klebte an den Seiten. Spannung und Thrill werden geboten und das Duo aus Ermittler und Rechtsmedizinierin gefällt mir sehr. Einzig das Ende fand ich fast zu schnell und nicht ganz geglückt, auch wenn sich dieses logisch zusammensetzt. Sehr gute 4 Sterne für diesen tollen Thriller. Ich freue mich auf eine Fortsetzung!


Vielen Dank an den Kafel Verlag und Catherine Shepherd für das Rezensionsexemplar und an Lovelybooks für die Leserunde!

Der Puzzlemörder von Zons - Catherine Shepherd



    • Taschenbuch: 296 Seiten
    • Verlag: Kafel Verlag; Auflage: 2 (25. Juli 2012) Neuauflage 2016
    • ISBN-10: 300039009X
    • ISBN-13: 978-3000390098
    • Genre: Krimi

Kafel Verlag Kurzbeschreibung (gekürzt!):
Zons 1495: Eine junge Frau wird geschändet und verstümmelt aufgefunden. Offensichtlich war sie Opfer des Rituals eines perversen Mörders geworden. Bastian Mühlenberg von der Zonser Stadtwache ist geschockt von der Brutalität des Mörders und verfolgt seine Spur – nicht ahnend, dass auch er bereits in den Fokus des Puzzlemörders geraten ist...
Gegenwart: Die Journalismus-Studentin Emily kann ihr Glück kaum fassen! Sie darf eine ganze Artikelserie über die historischen Zonser Morde schreiben. Doch mit Beginn ihrer Reportage scheint der mittelalterliche Puzzlemörder von Zons wieder lebendig zu werden, als eine brutal zugerichtete Frauenleiche in Zons aufgefunden wird. Kriminalkommissar Oliver Bergmann nimmt die Ermittlungen auf.....

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Catherine Shepherd hat ihren ersten Zons-Krimi überarbeitet und neu lektoriert und ich durfte das Buch in einer Lovelybooks Leserunde mitlesen.
Normaler Weise mag ich Mystik und Zeitsprünge in Krimis und Thriller nicht. Doch hier wusste ich bereits vorher, worauf ich mich einlasse. Weiters stand der erste Teil der Zonser Krimis schon lange auf meiner Wunschliste. Außerdem fand ich die kleinen mystischen Einschübe im Verlauf der Geschichte gelungen, da Gegenwart und Vergangenheit und die Aufklärung der Morde wunderbar ineinandergreifen und sich ergänzen.

Die Handlung in der Vergangenheit erzählt die eigentlich Geschichte des Puzzlemörders, der 1495 gewütet und bestialisch gemordet hat. Dabei wurden junge Mädchen seine Opfer, deren Leichen er öffentlich zur Schau stellte. Bastian, ein junger Mann der Zonser Stadtwache, setzt alles daran weitere Morde zu verhindern. Doch er rechnet nicht mit den äußerst gewieften Täter, den der Leser zu Beginn bereits kennenlernt. Dies tut der Spannung jedoch keinen Abbruch, denn man erfährt auch seine Gedanken und inneren Beweggründe.

In der Gegenwart recherchiert die junge Journalismus-Studentin Emily, gemeinsam mit ihrer Freundin Anna, über die Zonser Morde des 15. Jahhunderts. Sie erhält die Möglichkeit eine Artikelserie in der Rheinischen Post zu veröffentlichen. Dabei versucht sie mit den modernen Methoden von heute hinter das Rätsel zu kommen, das der Mörder von damals auf die Kopfhaut seiner Opfer geritzt hat. Kommissar Oliver Bergmann, der noch vor dem Erscheinen der Artikelserie zu einer brutal ermordeten Frauenleiche gerufen wird, entdeckt kurz darauf Emilys Story und einige Parallelen zum Mord, den er bearbeitet. Bald erkennen die Beiden, dass ein Nachahmungstäter hier sein Unwesen treibt....

Die knapp 300 Seiten lesen sich wirklich sehr schnell. Die Spannung steigt kontinuierlich an und ich wollte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Dabei sind die Morde an den jungen Frauen äußerst brutal und schonungslos dargestellt. Während mir der Teil aus der Vergangenheit sehr gut gefiel, blieben zum Ende der Krimihandlung in der Gegenwart einige Fragen für mich offen. Vorallem der Grund des Täters, die Morde von damals nachzuahmen, sind mir mit dem Satz, dass der damalige Puzzlemörder sein großes Vorbild war, zu wenig. Einige Charaktere in diesen Abschnitten wurden ebenfalls etwas zu blass dargestellt.

Schreibstil:
Die Autorin schreibt locker und leicht, bildhaft und fesselnd. Die Kapitel sind relativ kurz gehalten und wechseln zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Der Sprung zwischen den Zeiten wird an den Kapitelüberschriften ersichtlich. Der Leser ist in der Geschichte aus der Gegenwart und parallel dazu in der Vergangenheit ungefähr am selben Wissenstand. Das macht die Handlung ungemein spannend und die knapp 300 Seiten sind schnell durchgelesen.
Schauplätze und Charaktere sind sehr authentisch und bildhaft beschrieben. Ich musste gleich nach dem mitteralterlichen Örtchen googeln und fand die beschriebenen Türme und Stadtmauern.

Fazit :
Ein etwas anderer Krimi mit eingestreuter Mystik und zwei Zeitebenen. Vielleicht nicht für alle Krimifans etwas, jedoch spannend und kurzweilig. Ich werde die Reihe rund um das mittelalterliche Zons weiter verfolgen.


Vielen Dank an den Kafel Verlag, Lovelybooks für die Leserunde und an die Autorin Catherine Shepherd für das Rezensionsexemplar!

Die Reihe der Zons-Krimis:
  1. Der Puzzlemörder von Zons
  2. Der Sichelmörder von Zons
  3. Kalter Zwilling
  4. Auf den Flügeln der Angst
  5. Tiefscharze Melodie
  6. Seelenblind
 

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