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[Die Kriminalistinnen] Der stumme Zeuge - Mathias Berg

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     


    • Taschenbuch: 320 Seiten
    • Verlag: ‎ Emons Verlag (19. Juni 2025)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3740823399
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3740823399
    • Genre: Kriminalroman
    • Reihe: ja - Band 3 der Kriminalistinnen


Emons Kurzbeschreibung:
Dezember 1970: Die vierjährige Liese verschwindet spurlos von einem Kinderkarussell – Hinweise sprechen für eine Entführung. Kommissarin Lucia Specht und das Team des Düsseldorfer Polizeipräsidiums setzen alles daran, den Täter zu finden. Doch während die Ermittlungen auf Hochtouren laufen, wird Lucia überraschend von höchster Stelle abgezogen: Sie soll verdeckt im berüchtigten Kölner Ganovenmilieu ermitteln. Schon bald überschlagen sich die Ereignisse, und Lucia muss eine schwerwiegende Entscheidung treffen. 

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Man sollte die Trilogie der Reihe nach lesen, da sie aufeinander aufbaut

Meine Meinung:
Mit dem dritten Band um die Kriminalistinnen endet die Trilogie um die ersten Frauen in Deutschland als Polizeianwärterinnen. Mir hat diese Reihe richtig Spaß gemacht und ich habe mich auf ein Wiedersehen mit Lucia und ihren Kolleginnen von der Düsseldorfer Kripo gefreut.

Es ist der Dezember 1970, als Lucia Specht und ihr Team einen ganz besonders schlimmen Fall von Kindesentführung bekommen. Die kleine Liese verschwindet vom Weihnachtsmarkt, den sie mit ihrer Großmutter besucht hat. Vorhin saß sie noch auf einem Pferdchen am Kinderkarussell und plötzlich ist sie nicht mehr da. Sofort wird eine Suchaktion gestartet. Lucia, die nach ihrer Zeit bei der Sitte nun in der Vermisstenabteilung arbeitet, setzt alles daran die Vierjährige zu finden. Bald ist ihnen klar, dass sie entführt wurde und schnell sind auch drei Verdächtige ausgemacht. Doch wer von ihnen ist der Entführer und wohin wurde Liese gebracht? Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit...
Während Lucia alle Hände voll zu tun hat, erfährt sie, dass ihr Vater und ihr Bruder Henning nach einem Grubenunglück im Krankenhaus sind. Ihr Vater darf noch am selben Tag wieder nach Hause, doch Henning ist schwer verletzt. In seinen Sachen findet sie ein Notizheft, in dem er anscheinend den mutmaßlichen Mörder ihrer Mutter beschattet und sich akribisch den Tagesablauf notiert hat. Lucia ahnt Schlimmes....
Zusätzlich wird sie auch noch kurzfristig nach Köln versetzt, wo sie ihre Kollegen unterstützen und als verdeckte Informantin arbeiten soll. Die Kölner Szene versinkt immer mehr im Spiel- und Drogensumpf. Glückspiel, Gewalt, Banküberfälle und Hehlerei sind an der Tagesordnung. Getarnt als Kunststudentin porträtiert sie in dubiosen Lokalen einige Gäste und lernt schnell nicht nur Kleinkriminelle kennen....

Lucia Specht ist mir mittlerweile ans Herz gewachsen. Sie ist eine taffe und sympathische Ermittlerin, die sich zu dieser Zeit, wo Frauen kaum im Polizeidienst anzutreffen sind, durchsetzen kann. Mit Mieze, Ruth, Lilli, Petra und Renate hat sie Freundinnen fürs Leben gefunden, auch wenn wir uns in diesem dritten und letzten Band von einigen von ihnen verabschieden müssen, denn leider bleiben nur Lucia, Ruth und Mieze als harter Kern des Ausbildungsjahrganges übrig. Generell kamen mir die anderen beiden Mädchen in diesem Teil der Reihe auch etwas zu kurz.
Gott sei Dank ist noch Lucias Alibi-Freund Toni dabei, der mit seinem italienischen Charme punktet, aber nicht offen zu seiner Homosexualität stehen darf. 
Ein spannender Charakter ist ebenfalls Kommissar Kuhn von der Düsseldorfer Polizei, den ich sehr mochte.

Der Krimi ist wieder sehr dialoglastig und Mathias Berg fängt das damalige Zeitgeschehen wieder wunderbar ein, auch wenn ich das Gefühl hatte, dass es diesmal etwas reduzierter war.

Der Autor hat in diesem dritten Teil viele Themen aufgemacht und Lucia gleich an drei Stellen eingesetzt, was ich fast etwas zu viel finde. Dazu kommt noch das etwas komplizierte Liebesleben, welches einiges durcheinander wirbelt. Ich wäre ehrlich gesagt lieber länger beim Vermisstenfall der kleinen Liese geblieben, als in Köln über Ganoven zu ermitteln. Trotzdem war dieser Strang immens wichtig, denn der Showdown baut sich darauf auf und war wirklich rasant und temporeich und bringt noch die eine oder andere Überraschung mit sich. Am Ende werden alle Handlungsstränge perfekt zusammengeführt.

Fazit:
Für mich war der dritte und leider letzte Teil der Retro-Krimi-Trilogie etwas schwächer als seine Vorgänger. Grund waren vor allem die etwas zu vielen Handlungsstränge. Sonst hat mich der Krimi aber wieder sehr gut unterhalten und vor allem das Ende war sehr spannend.


Vielen Dank an den Emons Verlag für das Rezensionsexemplar!

Die Reihe um die Kriminalistinnen:

  1. Der Tod des Blumenmädchens  *Rezi*
  2. Acht Schüsse im Schnee  *Rezi*

[Die Kriminalistinnen] Acht Schüsse im Schnee - Mathias Berg

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     

    • Taschenbuch: 318 Seiten
    • Verlag: ‎ Emons Verlag (21. März 2024)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3740816856
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3740816858
    • Genre: Kriminalroman 
    • Reihe: ja - Band 2 der Kriminalistinnen



Emons Kurzbeschreibung:
Februar 1970: Der Millionär Theo Ellerbeck wird vor seiner Villa mit acht Schüssen getötet. Er hinterlässt eine schöne Ehefrau sowie eine auffällig schweigsame Tochter. Ellerbeck war allseits beliebt und hatte großen Einfluss in der Düsseldorfer Kulturszene. Wer profitiert vom Tod des Mannes, der offenbar keine Feinde hatte? Lucia Specht und ihre Kolleginnen vom Düsseldorfer Präsidium übernehmen den Fall und stoßen auf Ungeheuerliches in vornehmen Kreisen.

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Mathias Berg hat mich letztes Jahr mit dem ersten Band "Der Tod des Blumenmädchens" seiner "Die Kriminalistinnen" Reihe positiv überrascht. Ein Krimi, der das damalige "Experiment" aufzeigt, erstmals weibliche Kriminalbeamtinnen auszubilden.

Im zweiten Band sind wir ein Jahr später, nämlich 1970, angelangt. Die Polizeianwärterinnen Lucia, Ruth, Lilli, Petra, Renate und Mieze sind im zweiten Jahr ihrer Ausbildung. Ruth ist gemeinsam mit Lilli von der Mordkomission zur Sitte gewechselt, wo ihr nächster Ausbildungsweg ansteht.
In einem Club greifen die beiden Frauen einige Jugendliche auf, die minderjährig sind und nicht mehr unterwegs sein dürfen. Lucia bringt die junge Michaela Ellerbeck nach Hause, die nachweislich ihren Ausweis gefälscht hat. Am nächsten Tag erfährt sie, dass der Millionär Theo Ellerbeck, der Vater von Michaela, hinterrücks mit acht Schüssen erschossen wurde. Lucia wird deshalb in das Mordermittlungsteam miteingebunden, denn Michaela möchte nur mit ihr sprechen. Sie hat den Mord vom Küchenfenster aus beobachtet....
Charlotte Ellerbeck, die Witwe des Ermordeten, und auch ihre Tochter Michaela, halten sich sehr bedeckt und die Polizei tappt lange im Dunkeln.

Das Wiedersehen mit den sechs weiblichen Kommissaranwärterinnen hat wieder richtig Spaß gemacht. Wirklich viel hat sich jedoch für die Frauen nicht geändert, denn die männlichen Kollegen sind nach wie vor herblassend unterwegs. Sie sind weiterhin sexuellen Belästigungen ausgesetzt und haben es alles andere als leicht. Immer wieder gibt es anzügliche Bemerkungen oder sie werden einfach nicht für voll genommen. Lilli beginnt deshalb mit einem Boxtraining und Lucia ist eine der Besten am Schießstand. Außerdem ist sie nicht auf den Mund gefallen und hat es bislang geschafft ihre Widersacher verbal niederzuringen. Doch anonyme Botschaften auf ihren Schreibtsich hinterlassen auch bei Lucia ein mulmiges Gefühl.
Neben dem aktuellen Mordfall versucht sie auch mehr über den gewaltsamen Tod ihrer Mutter zu erfahren und nutzt ihre Möglichkeiten im Job, um weiter nachzuforschen.
Auch Petra hat Probleme, denn ihr Ehemann, ein Staatsanwalt, möchte seine Erlaubnis, dass sie arbeiten darf, wieder zurückziehen. Zu dieser Zeit durften Frauen nur mit dem Einverständnis ihrer Väter oder Ehemänner arbeiten, ein eigenes Konto haben oder den Führerschein machen.

Der Autor fängt das Zeitgeschehen wieder großartig ein. Mode, Musik oder die gesellschaftlichen Konventionen (Homosexuallität) spielen auf jeder Seite eine Rolle. Ich hatte die erwähnten Songs im Ohr und spürte wieder das Siebziger Jahre Feeling durch die Seiten.

Die Charaktere werden interessant und vielschichtig weiterentwickelt und bekommen viel Raum zur Entfaltung. Ich mag die Mädels sehr und hoffe, dass sie auch weiterhin ermitteln dürfen, denn der Autor hat diesen Band mit einem fiesen Cliffhanger enden lassen, der mir das Blut in den Adern gefrieren ließ....

Fazit:
Auch der zweite Band dieser tollen Reihe hat wieder das Flair der Siebziger Jahre versprüht. Die Zeitreise zu den Anfängen der weiblichen Kriminalbeamtinnen hat mir wieder sehr gut gefallen und ich hoffe es gibt ein Wiedersehen mit den sechs Polizeianwärterinnen.

 Vielen Dank an den Emons Verlag für das Rezensionsexemplar!

Die Reihe um die Kriminalistinnen:

  1. Der Tod des Blumenmädchens  *Rezi*
  2. Acht Schüsse im Schnee

[Die Kriminalistinnen] Der Tod des Blumenmädchens - Mathias Berg

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     

    • Taschenbuch: 336 Seiten
    • Verlag: ‎ Emons Verlag (20. April 2023)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3740816848
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3740816841
    • Genre: Kriminalroman



Emons Kurzbeschreibung:
Düsseldorf, 1969: Erstmals werden Frauen zu Kriminalbeamtinnen ausgebildet – ein Novum, das Widerstände in der Behörde und der Bevölkerung hervorruft. Die zweiundzwanzigjährige Lucia Specht lässt sich davon nicht abhalten. Sie ist fasziniert vom Beruf der Kriminalistin und fest entschlossen, der Enge ihrer Heimatstadt zu entkommen. Als ein junges Hippiemädchen brutal ermordet wird, nimmt sich Lucia unter Mithilfe ihrer Kolleginnen des Falls an – und beweist, dass sie das Zeug zur Ermittlerin hat.

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Ich muss zugeben, dass mich bereits das tolle Cover richtig gecatcht hat. Man erkennt sofort, dass der Kriminalroman in den späten sechziger und siebziger Jahren spielt. Die sehr untypische Farbgebung hat sofort meine Aufmerksamkeit geweckt, genauso wie der Klappentext. Die Düsseldorfer Polizei wagt im Jahre 1969 ein "Experiment". Erstmals werden Frauen als Kriminalbeamtinnen ausgebildet.
Lucia Specht ist eine der sechs Anwärterinnen. Sie landet im Morddezernat bei Potthoff, dem erfolgreichsten, aber auch gefürchtesten Chef. Dieser zeigt Lucia auch sofort, dass er mit der neuen Konstellation nicht zufrieden ist. Frauen hätten im Polizeidienst nichts verloren. Kaum angekommen, wird Lucia gemeinsam mit ihrem Kollegen Otto zu ihrem ersten Einsatz gerufen. Die junge Studentin Lena Malberg ist bei einem Wohnungsbrand ums Leben gekommen. Der Fall erregt wenig Aufmerksamkeit, doch Lucia glaubt nicht an Selbstmord oder einen Raubüberfall. Sie ist entschlossen den Tod des Blumenmädchens aufzuklären.

Matthias Berg hat die historische Tatsache, dass erstmals Frauen für den Kriminaldienst zugelassen werden, zum Anlass für seinen Kriminalroman genommen. Der Schreibstil ist sehr bildhaft. Man spürt die Zeit, die er beschreibt, in allen Bereichen. Die bunte Kleidung (die im Moment teilweise wieder in Mode ist), Kommunen, Studentenstreiks, Musik, die Pille, Demonstrationen auf der einen Seite und die Stellung der Frau als unmündige Person, die nur mit der Genehmigung ihres Ehemannes einen Beruf ausüben darf und für die im Kopf der Männer noch immer Kinder, Küche und Kirche an erster Stelle stehen.
Umso spannender ist es auch, wie sich Lucia und ihre Kolleginnen in ihrem neuen Job als Kriminalbeamtinnen fühlen. Die meisten sind engagiert und man spürt auch den Zusammenhalt untereinander. Befremdlich fand ich, dass die Damen alle noch in ihrer eigenen Kleidung ermitteln mussten und deshalb oftmals von den Menschen noch weniger respektiert wurden. Wie anders dies heute ist - Gott sei Dank!

Der Autor baut einige falsche Fährten ein, in die ich getappt bin. Die Figuren sind bis hin zum kleinsten Nebencharakter sehr authentisch dargestellt. Wir erfahren einiges über Lucias Familiengeschichte, ihr Liebesleben und Freundschaften, die sie am Arbeitsplatz schließt. Dadurch rückt der Kriminalfall allerdings etwas in den Hintergrund. Ich denke, Matthias Berg hat mit dem Tod des Blumenmädchen den Beginn seiner Buchreihe angelegt und lässt uns Lucia deshalb auch besser kennenlernen, als oftmals bei Krimis üblich ist. Allerdings hat mir Lucia zuviel eigenmächtig ermittelt, was leider sehr oft in Thriller und Krimis vorkommt und mich immer wieder stört.
Trotzdem
war dieser Krimi aus den späten Sechziger Jahren richtig interessant und vorallem zum Schluss hin wird es sehr spannend. Das Ende schreit nach einer Fortsetzung, die ich auf jeden Fall wieder lesen möchte!

Fazit:
Matthias Berg hat mit "Der Tod des Blumenmädchens" eine tolle Mischung aus Zeitreise und Kriminalfall geschrieben, die mir sehr gut gefallen hat. Ich hoffe der Autor plant wirklich eine Reihe, denn diese möchte ich sehr gerne weiter verfolgen. 

Vielen Dank an den Emons Verlag, an Lovelybooks und den Autor für diese wundervolle Zeitreise

 

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