- Taschenbuch: 336 Seiten
- Verlag: Emons Verlag (20. April 2023)
- ISBN-10 : 3740816848
- ISBN-13 : 978-3740816841
- Genre: Kriminalroman
![]() |
| Die Bildrechte liegen beim Verlag |
Emons Kurzbeschreibung:
Düsseldorf, 1969: Erstmals werden Frauen zu Kriminalbeamtinnen ausgebildet – ein Novum, das Widerstände in der Behörde und der Bevölkerung hervorruft. Die zweiundzwanzigjährige Lucia Specht lässt sich davon nicht abhalten. Sie ist fasziniert vom Beruf der Kriminalistin und fest entschlossen, der Enge ihrer Heimatstadt zu entkommen. Als ein junges Hippiemädchen brutal ermordet wird, nimmt sich Lucia unter Mithilfe ihrer Kolleginnen des Falls an – und beweist, dass sie das Zeug zur Ermittlerin hat.
Meine Bewertung: * * * * undeinhalb
Buch zur Weltenbummler Challenge
Meine
Meinung:
Ich muss zugeben, dass mich bereits das tolle Cover richtig gecatcht hat. Man erkennt sofort, dass der Kriminalroman in den späten sechziger und siebziger Jahren spielt. Die sehr untypische Farbgebung hat sofort meine Aufmerksamkeit geweckt, genauso wie der Klappentext. Die Düsseldorfer Polizei wagt im Jahre 1969 ein "Experiment". Erstmals werden Frauen als Kriminalbeamtinnen ausgebildet.
Lucia Specht ist eine der sechs Anwärterinnen. Sie landet im Morddezernat bei Potthoff, dem erfolgreichsten, aber auch gefürchtesten Chef. Dieser zeigt Lucia auch sofort, dass er mit der neuen Konstellation nicht zufrieden ist. Frauen hätten im Polizeidienst nichts verloren. Die junge Studentin Lena Malberg ist bei einem Wohnungsbrand ums Leben gekommen. Der Fall erregt wenig Aufmerksamkeit, doch Lucia glaubt nicht an Selbstmord oder einen Raubüberfall. Sie ist entschlossen den Tod des Blumenmädchens aufzuklären.
Matthias Berg hat die historische Tatsache, dass erstmals Frauen für den Kriminaldienst zugelassen werden, zum Anlass für seinen Kriminalroman genommen. Der Schreibstil ist sehr bildhaft. Man spürt die Zeit, die er beschreibt, in allen Bereichen. Die bunte Kleidung (die im Moment teilweise wieder in Mode ist), Kommunen, Studentenstreiks, Musik, die Pille, Demonstrationen auf der einen Seite und die Stellung der Frau als unmündige Person, die nur mit der Genehmigung ihres Ehemannes einen Beruf ausüben darf und für die im Kopf der Männer noch immer Kinder, Küche und Kirche an erster Stelle stehen.
Umso spannender ist es auch, wie sich Lucia und ihre Kolleginnen in ihrem neuen Job als Kriminalbeamtinnen fühlen. Die meisten sind engagiert und man spürt auch den Zusammenhalt untereinander. Befremdlich fand ich, dass die Damen alle noch in ihrer eigenen Kleidung ermitteln mussten und deshalb oftmals von den Menschen noch weniger respektiert wurden. Wie anders dies heute ist - Gott sei Dank!
er Kriminalfall allerdings etwas in den Hintergrund. Ich denke, Matthias Berg hat Das Ende schreit nach einer Fortsetzung, die ich auf jeden Fall wieder lesen möchte!
Fazit:
Matthias Berg hat mit "Der Tod des Blumenmädchens" eine tolle Mischung aus Zeitreise und Kriminalfall geschrieben, die mir sehr gut gefallen hat. Ich hoffe der Autor plant wirklich eine Reihe, denn diese möchte ich sehr gerne weiter verfolgen.
Vielen Dank an den Emons Verlag, an Lovelybooks und den Autor für diese wundervolle Zeitreise















Schönen guten Morgen!
AntwortenLöschenHier hat mich tatsächlich auch das Cover sofort neugierig gemacht, weshalb ich auch direkt nachschauen musste, was du zum Buch zu sagen hast :)
1969 - in dem Jahr wurde mein Bruder geboren O.O Ist das schon so lange her? Das kann ich immer gar nicht so richtig glauben *lach* Und da wurden erstmals Frauen in den Polizeidienst aufgenommen? Irgendwie schon krass oder?
Es klingt auf jeden Fall nach einem spannenden Ausflug in die Vergangenheit. Grade die 60er/70er Jahre finde ich recht selten als Schauplatz in Geschichten. Das notier ich mir auf jeden Fall mal auf meiner Wunschliste :)
Liebste Grüße, Aleshanee