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39 Grad - Quentin Peck

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     


    • Taschenbuch: 388 Seiten
    • Verlag: ‎ Blanvalet Taschenbuch Verlag, Originalausgabe (22. April 2026)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3734112613
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3734112614
    • Genre: Psychothriller
    • Reihe: ja - Band 2 von 2 der Johannsen Reihe


Blanvalet Kurzbeschreibung:
Sie trägt ein weißes Kleid, auf ihrem Gesicht liegt ein unnatürliches Lächeln: So wird eine ermordete Frau in einem Abrisshaus entdeckt. Auf ihrer Haut hat der Täter drei Zahlen hinterlassen. Ein Rätsel – und der Beginn einer Mordserie. Kriminalkommissar Lukas Johannsen und Profilerin Berit Pernstein folgen der Spur des Serienkillers durch die sommerlichen Felder. Der Psychopath spielt mit ihnen, er schickt seine mörderischen Botschaften direkt an Johannsen. Ein gefährliches Duell beginnt, das unter der brütend heißen Augustsonne unausweichlich auf den fatalen Höhepunkt zutreibt ...

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Reiselust Challenge

Meine Meinung:
Nach "Minus 22 Grad" hat Quentin Peck eine Fortsetzung geschrieben, die auf den Vorgänger aufbaut. Man kann zwar "39 Grad" auch alleinstehend lesen, aber glaubt mir, wenn ihr diesen Thriller gelesen habt, wollt ihr Band Eins nicht missen!

Auch diesmal sind wir sofort direkt mitten im Geschehen. Ein Mörder hat es auf Frauen abgesehen, die er zuvor wochenlang stalkt, um sie danach brutal zu töten. Arrangiert werden die Opfer auf öffentlichen Plätzen. Alle tragen ein weißes Kleid, das Gesicht zu einem unnatürlichen Lächeln verunstaltet. Außerdem hinterlässt der Mörder immer wieder eine andere dreistellige Zahl, die Kriminalkommissar Lukas Johannsen Kopfzerbrechen verursacht. Gemeinsam mit Profilerin Berit Pernstein versucht er hinter das Spiel des raffinierten Täters zu kommen. Die Botschaften werden bald persönlich, denn der Mörder hat mit Lukas noch eine Rechnung offen. Das führt dazu, dass er vom Fall abgezogen wird. Doch wer Lukas kennt weiß, dass er nicht ans Aufgeben denkt....

Schon der erste Fall hat mir sehr gut gefallen. Mit "39 Grad" legt der Autor nochmals nach und lässt einem das Buch nur schwer aus der Hand legen. Leider konnte ich nicht immer so lesen, wie ich gerne gewollt hätte, denn dann hätte ich den Thriller wohl innerhalb eines Tages verschlungen.
Das Kopfkino ratterte ununterbrochen, denn jede Szene wird so bildgewaltig dargestellt, dass man direkt in der Handlung lebt und an den Seiten klebt. 
Die Leserunden mit dem Autor sind immer wieder äußerst unterhaltsam. Er nimmt uns Leser direkt mit und verwirrt uns zusätzlich mit seinen perfiden Gedanken. Quentin Peck versteht es, den Leser auf falsche Fährten zu locken und mit überraschenden Wendungen zu punkten. Aber er verbreitet auch Hoffnung, wo man trotz allem weiß, dass sie vergebens sein wird.

Quentin Pecks Schreibstil ist direkt, temporeich und knackig. Die Handlung lebt vom spannungsvollen Wechsel zwischen Erwartung und unerwarteter Wendung.
Die Rückblicke in die Vergangenheit des Täters lassen einem oft sprachlos zurück. Der Autor versteht es, die menschliche Psyche und die Auswirkungen von dramatischen Ereignissen schonungslos einzubauen und darzustellen. 
Hatte ich im ersten Teil noch den kleinen Kritikpunkt, dass Lukas als ermittelnder Kommissar zu wenig im Mittelpunkt steht und etwas blass bleibt, ist er im zweiten Teil omnipräsent. Er ist mir schnell ans Herz gewachsen und hat gemeinsam mit Berit den Fall getragen.

Gegen Ende nimmt die Handlung eine Wendung, die ich zwar geahnt/befürchtet habe, die mich aber dennoch überrascht, aber vor allem sprachlos zurückgelassen hat.

Fazit:
Ein temporeicher, intelligenter Psychothriller, der die tiefsten menschlichen Abgründe aufzeigt und der einem atemlos zurücklässt. Packend und eine große Empfehlung für Psychothriller-Fans!


Vielen Dank an Lovelybooks und den Blanvalet Verlag für das Rezensionsexemplar, sowie für die tolle Begleitung des Autors bei der Leserunde

Minus 22 Grad - Quentin Peck

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     


    • Broschiert: 368 Seiten
    • Verlag: ‎ Blanvalet Taschenbuch Verlag; Originalausgabe Edition (25. Dezember 2024)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3734112621
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3734112621
    • Genre: Thriller
    • Reihe - ja - Band 1 der Johannsen Reihe


Blanvalet Kurzbeschreibung:
Ein Tag im Winter, kurz vor Mitternacht. Laura Gehler ist mit ihrem Trekkingrad im tief verschneiten Wald unterwegs. Wie aus dem Nichts taucht hinter ihr ein SUV auf. Der Fahrer drängt sie vom Weg ab und überwältigt sie. Stunden später erwacht sie in einem Käfig aus Plexiglas. Zwischen Laura und ihrem Entführer beginnt ein tödliches Spiel: Sie muss das Rätsel des Käfigs lösen – sonst wird sie sterben. Lauras Mutter bekommt zeitgleich eine unheimliche Botschaft: eine Barbiepuppe mit Sterbedatum. Kommissar Lukas Johannsen erkennt darin die Handschrift eines nie gefassten Mörders. Soll Laura sein nächstes Opfer werden? Lukas macht sich bereit, in der Winterkälte ein Phantom zu jagen ...

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Da dachte ich mir doch noch vor kurzem, dass ich von einem bestimmten Autor schon lange keinen neuen Thriller mehr gelesen habe. Und prompt kommt mir das Foto von Quentin Peck bei der Lovelybooks Leserunde sehr bekannt vor. Ich habe mich deshalb sehr gefreut, dass der Autor unter einem neuen Pseudonym und bei einem neuen Verlag seinen neuen Thriller "Minus 22 Grad" veröffentlicht hat.

Laura Gehler, eine Fotografie-Studentin, ist mit ihrem Rennrad unterwegs - trotz klirrender Kälte und spät abends - als sie gezielt von einem Auto verfolgt, gerammt und anschließend entführt wird. Sie erwacht in einem Plexiglaskäfig und soll das Rätsel lösen, warum sie entführt wurde - sonst droht ihr der Tod. Laura hat nur wenige Tage Zeit um herauszufinden, dass der Grund ihrer Entführung in einer alten Schuld aus ihrer Vergangenheit liegt. Doch wem hat sie so derart geschadet?

Ihre Mutter, eine erfolgreiche Politikerin, erhält nach einigen Tagen eine Barbiepuppe mit den Sterbedaten ihrer Tochter, Kommissar Lukas Johannsen erkennt darin eine Ähnlichkeit zu einem alten Fall, dem des Puppenmörders, den er in der Vergangenheit nicht abschließen konnte.
In einem weiteren Handlungsstrang lernen wir Ariane kennen, eine Zoologin, die sich nach dem Tod ihres Mannes in ein einsames Häuschen am Waldrand zurückgezogen hat. Dort trifft sie auf Tom, der beim Eislaufen am nahen Teich im Eis einbricht und dem sie das Leben rettet.

Man ist von Beginn an direkt mitten in der Geschichte. Erzählt wird aus verschiedenen Perspektiven in kurzen und knappen Sätzen. Dies verwirrt zu Beginn etwas, denn man erkennt keinen Zusammenhang zwischen den einzelnen Handlungssträngen, denn Quentin Peck hat seinen Plot raffiniert aufgebaut. 

Der Autor ist seinem Schreibstil treu geblieben, der temporeich und knackig ist. Man erkennt auch, dass er als Fernsehjournalist und -produzent arbeitet, denn es wird oftmals bildgewaltig, wenn es rauscht, knistert, tropft oder raschelt.
Überraschende Wendungen locken oftmals auf falsche Fährten und das Kopfkino rattert ununterbrochen.
Neben den Blick auf die Hauptcharaktere, entführt uns der Autor auch in die Gedankenwelt des Entführers. Zusätzlich gibt es alte Tonaufzeichnungen, die eingestreut werden.
Nach und nach erkennt man auch, dass Laura nicht wirklich die sympathische junge Frau ist, die wir zu Beginn kennenzulernen glaubten. 
Manche der Figuren handeln seltsam und man kann sie nicht wirklich einordnen, was die Spannung erhöhen soll. Man rätselt, wer diese Charaktere wirklich sind, was sie verbergen und welche Geheimnisse sie haben. Obwohl der eigentliche Personenkreis nicht sehr hoch ist, sind alle verdächtig und nicht wirklich sympathisch. Manche Handlungen einzelner Figuren konnte ich nicht immer nachvollziehen und hat mir nur ein Kopf schütteln eingebracht. 

Etwas überrascht hat mich, dass der ermittelnde Kommissar Lukas Johannsen sehr im Hintergrund agiert und fast zur Nebenfigur mutiert. Mir blieb er auch deswegen viel zu blass.

Das Ende lässt erahnen, dass es einen weiteren Band um Lukas Johannsen geben wird, denn der klitzekleine Cliffhanger sorgte für ein kurzes überraschendes Luft holen meinerseits und lässt auf ein weiteres spannendes Abenteuer hoffen.

Fazit:
Ein temporeicher Thriller mit vielen verschiedenen Handlungssträngen, die am Ende gekonnt zusammen führen. Die Figuren bleiben teilweise jedoch etwas blass und der Spannungsbogen fällt in der Mitte etwas ab. Der Plot ist allerdings raffiniert aufgebaut und hat mir sehr gut gefallen.


Vielen Dank an Lovelybooks und an Blanvalet für das Rezensionsexemplar! Danke auch an die tolle Begleitung des Autors.
 

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