Wenn die Bienen schweigen - Caryl Lewis

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     


    • Taschenbuch: 304 Seiten
    • Verlag: ‎ dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG, 1. Auflage (16. Juli 2026)
    • Übersetzer: Anu Stohner
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3423650524
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3423650526
    • Lesealter: ‎ Ab 14 Jahren
    • Originaltitel: ‎ The Danger of Small Things
    • Genre: Dystopie


dtv Kurzbeschreibung:
Nachdem die letzte Biene ausgestorben ist, gerät die Welt aus den Fugen. Im Alter von elf Jahren werden Mädchen in Camps gezwungen, wo sie per Hand die Blüten der Obstbäume bestäuben. Kaum gebärfähig, werden sie verheiratet. Jess ist eines dieser Mädchen. Sie kennt die Welt vor dem Kollaps aus Büchern und liebt die Natur. Frei will sie sein, leben! Und schon lange weiß sie, dass Pinsel nicht zum Bestäuben von Pflanzen erfunden wurden. Als sie eines Tages zufällig an Farbtuben gerät, schleicht sie sich aus dem Camp und malt ein leuchtendes Bild an die große Mauer. In den anderen Mädchen entfacht sie damit den Funken der Rebellion. Und einmal gedacht, lässt sich der Gedanke der Freiheit nicht mehr unterdrücken.

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Book Special ABC Challenge

Buch zur Reiselust Challenge

Meine Meinung:
Mit ihrem dystopischen Jugendroman möchte Caryl Lewis aufzeigen, wie unser Leben aussehen könnte, nachdem die Bienen ausgestorben sind. Ein Bild, welches ich mir nicht vorstellen möchte!

Im Zukunftsszenario der Autorin werden alle Mädchen mit elf Jahren von ihren Eltern getrennt und in ein Camp gebracht. Dort müssen sie Tag für Tag Baumblüten per Hand bestäuben oder Pinsel für die Bestäubung herstellen. Die Arbeit ist anstrengend, das Essen karg und die Mädchen werden rund um die Uhr bewacht. Freizeit, Privatsphäre oder eine unbeschwerte Kindheit gibt es nicht. Hier gibt es keine freie Meinung, keine Kunst oder etwas an dem man sich erfreuen könnte. Macht und Unterdrückung sind an der Tagesordnung. Mit dem Einsetzen der Periode werden die Mädchen zwangsverheiratet, um Kinder zu gebären und das System zu erhalten.
Aber auch die Jungen werden aus der Familie geholt und als Soldaten ausgebildet. Sie bewachen die namenslose Stadt und das Lager. 
Es ist ein erdrückendes Szenario und man spürt die Hoffnungslosigkeit durch die Seiten. Doch es gibt auch Mädchen, die von Freiheit träumen und versuchen aufzubegehren. Jess ist eine davon. Wir begleiten sie im Camp und lernen auch ihre Freundinnen Cass, Deva und Zuri kennen. Jess kennt die Welt vor dem Kollaps aus Büchern, denn ihre Mutter hat ihr und ihrem Bruder Shey das Lesen beigebracht. Sie liebt Bücher und Kunst, interessiert sich für die Natur und hinterfragt Dinge, die für die meisten Mädchen selbstverständlich geworden sind. Jess hat außerdem von Gerüchten gehört, dass es im Norden ein Land geben soll, wo es noch genügend Nahrungsmittel geben und die Natur noch nicht so zerstört sein soll. 
Schon als Kind hat sie gerne gezeichnet und als ihr der junge Wachmann Eliot Farben aus der Stadt schmuggelt, beginnt sie heimlich zu malen. Dabei entfacht sie mit ihrem Bild an der Lagermauer einen kleinen Funken einer Rebellion. Denn manchmal reicht schon ein kleines Zeichen, um Menschen daran zu erinnern, dass Freiheit möglich ist......

Die Bestäubung von Hand wird heute schon in einigen Teilen der Welt praktiziert. Durch meinen Mann, der seit 2 1/2 Jahren Imker ist, bekomme ich ein bisschen mehr Einblicke. Das weltweite Bienensterben ist längst Realität. Diese kleinen und so wichtigen Lebewesen müssen gegen so viele Gefahren ankämpfen - nicht nur gegen die von Menschen verbreiteten Pestizide, die Krankheiten verursachen, das Schwinden ihrer Lebensräume, sondern auch gegen neue Feinde, wie die Tigerhornisse, die durch das veränderte Klima auch in unsere Gebiete eindringt. 

Die Handlung wird ausschließlich aus der Sicht von Jess erzählt. Sie ist eine interessante und mutige Protagonistin. Sie ist anders, als die Mädchen im Lager, was vor allem auch an der Erziehung ihrer rebellischen Mutter liegt. Sie ist eine Außenseiterin, die sich jedoch gegenüber ihren Gegenspielern sehr fair verhält und sich im Camp mit der Zeit Akzeptanz verschafft. Sie macht eine große innere Entwicklung durch.
Aber auch die Nebenfiguren sind gut gezeichnet, allen voran die intrigante 
Charmian, die Jess das Leben schwer macht. Cass, Jess' beste Freundin, ist sensibel und droht an den Strapazen des Arbeitscamps zu zerbrechen. Unterstützung findet Jess ausgerechnet beim einfühlsamen Wärter Eliot, der ihr bei ihrer geheimen Kunstaktion zur Seite steht.

Der Schreibstil ist leicht lesbar und passt für die jugendliche Zielgruppe. Das Setting ist durchgehend düster und bedrückend. Die Handlung ist eher ruhig und trotzdem fesselnd. 
Besonders gelungen fand ich die Darstellung, dass Widerstand nicht das Werk einer einzelnen Heldin sein muss, sondern dieser wächst, indem immer mehr Menschen den Mut finden, Dinge zu hinterfragen. Die Autorin spricht auch einige wichtige Themen wie Frauenrechte, Manipulation, Klimawandel oder Überwachung und Kontrolle an.

Da die Geschichte ausschließlich aus Jess' Perspektive erzählt wird, bleibt vieles über die Welt außerhalb des Camps im Unklaren. Gerne hätte ich noch weitere Einblicke in das Leben in der Stadt erfahren, wo Jess und Shey bis zum elften Lebensjahr gelebt haben und wie es in der Zwischenzeit Shey ergangen ist. Generell hätten dem Buch ein paar mehr Seiten und noch weitere Einblicke außerhalb des Camps gut getan. Dadurch wäre die Handlung noch lebendiger und facettenreicher erschienen. 

Leider lässt auch das Ende viele Fragen offen, was ich generell nicht so gerne mag. Es vermittelt zwar Hoffnung, doch ich hätte mir einen etwas klareren Abschluss gewünscht. Trotzdem war es im großen und Ganzen für mich in Ordnung.


Die Autorin erzählt im Nachwort, dass sie diese Jugenddystopie für ihre Tochter und die kommende Generation geschrieben hat. 


Cover:
von links nach rechts:
das amerikanische Cover, das britische und das italienische

Fazit:
Eine Dystopie, die erschreckend real klingt. Sie regt zum nachdenken und bleibt lange in Erinnerung. bleibt. Obwohl ich auch einige kleine Kritikpunkte habe, ist diese Dystopie für Erwachsene und Jugendliche ab 14 Jahren sehr empfehlenswert!  

Vielen Dank an vorablesen und dem dtv Verlag für das Rezensionsexemplar!

Mostviertler Götter - Helmut Scharner

    Die Bildrechte liegen beim Verlag




    • Taschenbuch: 336 Seiten
    • Verlag: ‎ Gmeiner-Verlag, 1. Auflage  (8. Juli 2026)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3839281172
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3839281178
    • Genre: Regionalkrimi
    • Reihe: ja - Band 8 um Kommissar Brandner



Gmeiner Kurzbeschreibung:
Bei einem Benefizdinner im Stift Melk zugunsten der berühmten Klosterbibliothek bricht ein junger Mönch tot zusammen. Schnell zeigt sich, dass sein Getränk vergiftet wurde. Noch am selben Abend befragen Major Brandner und Inspektorin Lindner die illustre Gästerunde, die aus einflussreichen Vertretern von Kirche, Medizin und Wirtschaft besteht. Während die Klostergemeinschaft um Ruhe und Einkehr ringt, drängt Direktor Böck auf eine rasche und diskrete Lösung des Falls. Doch die Ermittler geraten in ein Geflecht aus Verschwiegenheit und verdeckten Konflikten – und bald schon schweben weitere Menschen in Gefahr.

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Reiselust Challenge

Meine Meinung:
Der neue Fall für Major Brandner und Inspektorin Annika Lindner spielt in unmittelbarer Nähe meiner Heimat. Am Cover ist das Benediktinerstift Melk abgebildet, welches nur wenige Kilometer von meinem Heimatort über der Kleinstadt Melk und der Donau thront.

Mörderisch kann es auch innerhalb einer Basilika werden, denn beim Benefizdinner für die Stiftsbibliothek, die renoviert werden soll, stirbt der engagierte Frater Georg. Der junge Mönch war noch nicht lange im Kloster und ein großer Buchliebhaber. Die historische Mönchsbibliothek und straffällige Jugendliche waren sein Betätigungsfeld, dem er sich mit großem Eifer widmete. Schon bald stellt sich heraus, dass Frater Georg vergiftet wurde. Abt Laurentius, das Oberhaupt des Benediktinerstiftes, hat einen kleinen Verdacht und verheimlicht der Polizei einige wichtige Informationen. Auch die Vernehmung der prominenten Gästeschar aus Medizin, Politik und Wissenschaft bringt nicht wirklich neue Informationen, vor allem weil Direktor Böck Diskretion von Brandner und Lindner einfordert. Als es ein weiteres Todesopfer gibt, wird es jedoch für die beiden Ermittler eng, denn Direktor Böck will Ergebnisse - egal welche. Natürlich soll man der Kirche nicht zu Nahe treten, aber auch nicht den elitären Gästen des Dinners, was die Ermittlungen erschweren. Wer Brandner kennt, weiß jedoch, dass ihm diese Einschränkungen von oben gar nicht passen.....

Das Mostviertel ist groß, aber diesmal sind wir in meiner nahen Umgebung unterwegs. Das Benediktinerstift Melk ist ein absolutes Schmuckstück und die Stiftsbibliothek einfach wunderschön. Einen Besuch sollte sich niemand entgehen lassen, der einmal nach Melk kommt. Ich kenne aber auch alle anderen genannten Orte und war natürlich auch schon viele Male im Stift Melk - beruflich und privat. Ich finde es immer besonders spannend, wenn man auch einige erwähnte Firmen erkennt oder man durch bekannte Straßen läuft. Das macht das Leseerlebnis einfach noch spannender.

Nachdem dies bereits der achte Fall der Mostviertler Reihe ist, sind mir in der Zwischenzeit die beiden Ermittler schon sehr ans Herz gewachsen, auch wenn Annika Lindner noch nicht allzu lange dazugestoßen ist. Noch ist sie etwas ungestüm und macht mir zu viele Alleingänge, aber ihre etwas anderen Ermittlungsansätze gefallen mir sehr gut und ergänzen sich perfekt mit Brandners Art. Auch im privaten Bereich passiert diesmal bei beiden Ermittlern so einiges. Ihr könnt gespannt sein!

Ich habe wieder fleißig mit gerätselt und fand die Auflösung gelungen. Helmut Scharner versteht es auch mit seinem neuen Fall die Leser bestens zu unterhalten und ihnen zugleich das Mostviertel näherzubringen.

Fazit:
Die Reihe gefällt mir immer besser und bringt neben Spannung auch einiges an Lokalkolorit mit. Ich freue mich bereits auf den neunten Fall der Reihe!


Vielen Dank an den Gmeiner Verlag für das Rezensionsexemplar!


Die Mostviertel-Reihe:
  1. Mostviertler *Rezi*
  2. Mostschlinge  *Rezi*
  3. Mostviertler Jagd  *Rezi*
  4. Mostbarone  *Rezi*
  5. Mostviertler Grafen  *Rezi*
  6. Mostviertler Kaiserin  *Rezi*
  7. Mostviertler Bauern  *Rezi*
  8. Mostviertler Götter
 

Tage am Fluss - Jochen Mariss

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    • Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
    • Verlag: ‎ Kiepenheuer&Witsch, 1. Auflage  (9. Juli 2026)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 346201367X
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3462013672
    • Genre: Gegenwartsliteratur



KiWi Kurzbeschreibung:
Sara Harmsen betreibt eine kleine Fähre, die das Dorf Erlengrund mit dem Rest der Welt verbindet. Mit sieben Hühnern, drei Schafen und der Hündin Luna lebt sie in einem abgelegenen Haus am Fluss. Eines Tages taucht auf Saras Fähre ein junger Mann mit einer Kopfverletzung auf, Leon. Sara verarztet den jungen Mann und nimmt ihn bei sich auf. Dafür verlangt sie, dass er ihr bei den Arbeiten rund um ihr Haus hilft. Sie teilen ihre Liebe zur Natur und die Sorge um unseren Planeten. Als die beiden sich gegen eine geplante Brücke wenden, die Saras Fähre bedroht, sehen sie sich Anfeindungen und Übergriffen aus dem Dorf ausgesetzt. 

Meine Bewertung: * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Reiselust Challenge

Meine Meinung:
Ich habe den Klappentext oben gekürzt, denn er nimmt viel zu viel vorweg! Das ist sehr schade, denn ich möchte euch nicht spoilern!

Sara Harmsen ist Fährfrau und lebt mit ihrem Hund Luna, einigen Hühnern und Schafen am Rande des Dorfes Erlengrund. Sie gilt als Eigenbrötlerin und lebt am liebsten für sich alleine. Doch ihre zurückhaltende Art ist das Ergebnis schmerzlicher Erfahrungen aus der Vergangenheit, die tiefe Spuren hinterlassen haben.
Sara hat das Fährgeschäft ihres Vater übernommen, doch die Gemeinde möchte die Fähre einstellen und eine Brücke über den Fluss bauen. Damit würde sie nicht nur ihr Einkommen verlieren, sondern auch Teile ihres Grundstückes. und das Ökosystem vor Ort würde gestört. Während der Physiklehrer und der Bürgermeister alles dafür tun, die Brücke bei den Einwohnern durchzusetzen, kämpft Sara ihren eigenen Kampf. Als eines Tages ein junger, leicht verletzter Mann auf ihrer Fähre auftaucht und um Hilfe bittet, verarztet sie ihn. Leon ist Klimaaktivist und war bei der Besetzung des nahen Waldes, der für eine Autobahn weichen soll, dabei. Er beginnt anfallende Arbeiten zu übernehmen und die beiden beginnen sich anzufreunden. 
Beide engagieren sich für den Umweltschutz, lieben Tiere und bringen schwierige familiäre Verhältnisse mit. Trotz des größeren Altersunterschieds und persönlicher Geheimnisse entwickelt sich eine Freundschaft, die beiden etwas Geborgenheit vermittelt. 

Erzählt wird aus wechselnden Perspektiven von Sara und Leon. Nach und nach erfährt man mehr über ihre Persönlichkeiten und Problemen.  
Leon, Ende zwanzig, hat sich bewusst von seiner wohlhabenden Familie losgesagt und sich aus Überzeugung einer Gruppe von Klimaaktivisten angeschlossen, die in der Nähe der Fähre Bäume besetzt. Er wirkt engagiert, aber ist auch feige und wirkte mir oftmals nicht richtig überzeugend. 

Sara, die Tiere und Bücher liebt, war mir wesentlich näher. Sie in ihrem Alltag zu begleiten und ihre vielen Tätigkeiten auf dem Hof und der Fähre mitzuerleben, hat der Geschichte eine greifbare und authentische Atmosphäre verliehen.
Während Sara trotz – oder gerade wegen – ihrer eigenbrötlerischen Art lebendig und oft nachvollziehbar wirkt, bleibt Leon für mich zu blass. Trotzdem war ich auch nicht mit allen Verhaltensweisen von Sara einverstanden und kam vor allem mit ihren Wutausbrüchen nicht ganz klar. 

Der Schreibstil von Jochen Mariss ist leicht und flüssig zu lesen, sowie sehr atmosphärisch. Manchmal war mir die Handlung aber auch etwas zu vorhersehbar.
Mit Wasserknappheit, wochenlangen Hitzeperioden, sinkenden Pegelständen und der Abholzung der Wälder greift Jochen Mariss hochaktuelle Themen auf. Das gelingt ihm unaufdringlich und ohne belehrenden Unterton. Neben den Umweltthemen gibt es jedoch noch weitere Themen wie Alkoholsucht, Klimaangst, Panikattacken, Korruption und Schuld, die mir einfach zu viele waren.
Dazu kam mir die Geschichte im Großen und Ganzen viel zu ruhig vor, sie plätscherte teilweise nur so dahin, und floss an der Oberfläche, ohne mehr in die Tiefe zu gehen. 

Hingegen waren die Beschreibungen der Landschaft, des Flusses und der Natur rund Saras Land "Grüner Mond" sehr atmosphärisch und gelungen. Ich konnte mir Saras Fleckchen Erde, den grünen Mond, sehr gut vorstellen und wäre am liebsten gleich selbst in den Fluss schwimmen gegangen. Mit dem Tierleid konnte ich weniger umgehen, welches der Autor ebenfalls mit einbezogen hat. 
Das Cover des Buches gefällt mir sehr gut und hat mich beim bloßen Anschauen an diesen extrem heißen Tagen hier etwas "erfrischt". 

Das Ende bleibt bewusst offen, fügt sich aber stimmig in die Geschichte ein. Auch wenn ich offene Enden normalerweise nicht mag, hat es für mich hier funktioniert.

Fazit:
Ein sehr ruhiger und atmosphärischer Roman mit dem hochaktuellen Thema Klimaschutz, der sich größtenteils um zwei sehr eigene Charaktere dreht und mich nicht durchgehend fesseln konnte. Der Sommerroman plätscherte mir etwas zu sehr dahin und greift zu viele Themen nur oberflächlich auf.
Eine nette Lektüre für zwischendurch - nicht mehr und nicht weniger.


Vielen Dank an den Kiepenheuer & Witsch Verlag und an Lovelybooks für das Rezensionsexemplar!

Häftling - Freida McFadden

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    • Taschenbuch: 338 Seiten
    • Verlag: ‎ Bookouture, (30. April 2026)
    • Übersetzer: Sybille Uplegger 
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 1805506439
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-1805506430
    • Originaltitel: Inmate
    • Genre: Psychothriller


Amazon Kurzbeschreibung:
Es gibt drei Regeln, die Brooke Sullivan als neu eingestellte Pflegefachkraft im Hochsicherheitsgefängnis befolgen muss: 1.Behandle alle Insassen respektvoll. 2.Gib nie persönliche Informationen preis. 3.Freunde dich NIEMALS mit den Insassen an.
Aber niemand im Gefängnis ahnt, dass Brooke bereits all diese Regeln gebrochen hat. Niemand weiß von ihrer engen Verbindung zu Shane Nelson, einem der berüchtigtsten Häftlinge der Strafanstalt. Und sie wissen definitiv nicht, dass Shane vor vielen Jahren Brookes Highschool-Freund war – der Star-Quarterback, der jetzt den Rest seines Lebens wegen einer Reihe blutiger Morde hinter Gittern verbringt. Oder dass es Brookes Aussage war, die sein Urteil besiegelt hat. Aber Shane erinnert sich. Und er wird es nicht so bald vergessen.

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Reiselust Challenge

Meine Meinung:
Ein weiterer Psychothriller von Freida McFadden ist in meinem Regal gelandet, allerdings wurde dieser Titel nicht im Heyne Verlag verlegt. Hätte mir das zu Denken geben sollen? Nein - ich kann Entwarnung geben! Nur die Aufmachung ist innen etwas anders. 

Brooke Sullivan ist mit ihrem Sohn Josh vor kurzem wieder in ihre Heimatstadt zurückgezogen, nachdem sie dieser vor Jahren den Rücken gekehrt hat. Nach dem Tod ihrer Eltern lebt sie wieder in ihrem Elternhaus und beginnt demnächst ihren neuen Job als Pflegefachkraft im nahen Hochsicherheitsgefängnis. Ausgerechnet dort sitzt der Mann ein, der wegen versuchten Mordes an ihr verurteilt wurde und der zugleich der Vater ihres zehnjährigen Sohnes ist. Shane Nelson war Brookes Jugendliebe und doch war ihre Zeugenaussage die Ursache für seine lebenslange Haft.

Anders als die bisherigen Thriller, die ich von der Autorin gelesen habe, gibt es in "Häftling" einen Gegenwarts- und einen Vergangenheitsstrang. Freida McFadden gelingt es hervorragend, die Begegnungen zwischen Brooke und ihrem Ex-Partner Shane im Hochsicherheitsgefängnis mit den Ereignissen zu verbinden, die damals zu seiner Verurteilung und Inhaftierung geführt haben. Sie wechselt regelmäßig die Zeiten, wobei wir der Wahrheit immer näher kommen. Den Vergangenheitsstrang fand ich besonders gelungen und sehr spannend. 

Brooke ist eine vielschichtige Figur, deren Handlungen nicht immer leicht nachzuvollziehen sind. Sie wirkt manchmal naiv, dann wieder sehr mutig, manchmal leichtsinnig - aber für ihren Sohn würde sie alles geben. 
Die beiden Männer, Shane und Tim, sind unglaublich intensiv und interessant beschrieben. Shane erscheint manipulativ, aber ist er es wirklich? Liegt ihm tatsächlich noch etwas an Brooke oder versucht er durch ihre Hilfe frühzeitig aus dem Gefängnis zu gelangen? Oder will er sich an ihr rächen?
Meint es Tim ernst mit Brooke oder steckte er damals hinter dem Angriff? Hat er ihr einst wirklich das Leben gerettet? Und die abschließende Frage: Was bezweckt eigentlich Brooke? 

All diese Fragen schwirrten durch meinen Kopf. Ich wusste nie, wen man vertrauen konnte. Die Handlung ist zwar nicht frei von Klischees, dennoch hat es mich nicht wirklich gestört. Der Thriller lebt - wie die meisten Bücher der Autorin - von seinem Tempo und seinen überraschenden Wendungen. 
Gab es zahlreiche offensichtliche falsche Fährten? Ja. Bediente sich die Autorin vieler typischer Thriller-Klischees? Ebenfalls ja.
Nur das Ende war dann doch in meinen Augen etwas weit hergeholt.

Freida McFadden ist es wieder großartig gelungen, mich auf die falsche Fährte zu führen. Ihre Plottwists und ihre Begabung, die Leser in die Irre zu führen gefällt mir an ihren Geschichten besonders, auch wenn sie Thriller-Snacks sind, die man rasch weg liest und Klischees bedienen.

Cover:

von links nach rechts:
das englischsprachige Originalcover, das spanische, polnische, portugiesische, litauische und das slowenische Cover


Fazit:
Wer keine allzu realistische Geschichte erwartet, sondern einfach gut unterhalten werden möchte, kommt hier wieder auf seine Kosten. Trotz dieser kleinen Kritikpunkte ist mir gerade diese Geschichte besonders gut in Erinnerung geblieben.



Keine Angst, Darling - Vera Buck

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    • Broschierte Ausgabe: 448 Seiten
    • Verlag: ‎ Lübbe, 1. Auflage (3. August 2026)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3757702689
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3757702687
    • Genre: Thriller, Psychothriller




Lübbe Kurzbeschreibung:
In der Luxussiedlung Santa Familia in Florida hat Lea endlich, wonach sie sich immer gesehnt hat: ein sicheres Zuhause, eine Tochter, die sie über alles liebt, und einen Mann, der sie auf Händen trägt. Für ihr schillerndes Leben wird sie online von Millionen gefeiert - nur ihre Schwester Paula misstraut der makellosen Inszenierung. Als Lea plötzlich verstummt, reist Paula besorgt von Deutschland nach Florida. Doch in der Sancta Familia ist ihre Schwester nicht. Ihr Mann behauptet, sie sei in einem Retreat. Aber warum gibt es kein Lebenszeichen? Je tiefer Paula in die scheinbar heile Welt der Siedlung eindringt, desto sichtbarer werden die Risse: Strenge Regeln erfordern bedingungslosen Gehorsam. Und Frauen, die sich widersetzen, verschwinden ...

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Reiselust Challenge

Buch zur ABC Challenge

Meine Meinung:
Vera Bucks neuer Thriller ist wieder absolut gelungen! "Keine Angst, Darling" befasst sich ebenfalls mit dem Tradwife Thema, nachdem der Roman "Yesteryear" erst vor kurzem das Thema aufgegriffen hat. 

Lea lebt als sogenanntes "Tradwife", das Ideal einer Ehefrau und Mutter nach dem Vorbild der 1950er Jahre. Als erfolgreiche Influencerin teilt sie ihr makelloses Leben mit Millionen von Followern. Für ihre ältere Schwester Paula ist dieser neue Lebensentwurf von Lea unverständlich und sie kann ihren radikalen Sinneswandel nicht nachvollziehen. Seit einem folgenschweren Vorfall in der Jugend ist das Verhältnis der beiden Schwestern nicht mehr dasselbe. Dennoch fühlt sich Paula weiterhin für Lea verantwortlich. Als ihr Kollege Paula darauf anspricht, dass Lea seit einiger Zeit nichts mehr veröffentlicht hat, wird sie misstrauisch. Alle ihre Versuche Lea zu erreichen bleiben erfolglos. Ihre Schwester scheint wie vom Erdboden verschluckt und Paulas Bauchgefühl sagt ihr, dass etwas Schlimmes passiert sein muss. Kurzerhand lässt sie ihren Lebensgefährten und ihre drei Jungs in Deutschland zurück und fliegt in die Staaten, um nach Lea zu sehen. Doch in der Gemeinde der Santca Familia, einer Gated Community (= bewachte, geschlossene Wohnanlage mit strengen Zugangsbedingungen) wo Lea mit ihrem Mann Matt und ihrer Tochter Emma lebt, ist sie nicht. Matt versichert ihr, dass Lea in einem Retreat wäre, um sich eine kleine Auszeit zu gönnen. Doch Lea bleibt unauffindbar und Paula macht sich auf die Suche....
Bald erkennt Paula, dass diese sogenannte Santca Familia Strenge regeln aufgestellt hat: bedingungslosen Gehorsam der Ehefrauen gegenüber ihrem Ehemann, systematische Erniedrigungen und Unterwerfung sind selbstverständlich. Frauen, die sich widersetzen sind eines Tages verschwunden...wie Lea.....

Die Story hat mich von der ersten Seite an gepackt und in einen regelrechten Lesesog gezogen, dem ich mich kaum entziehen konnte. Im Mittelteil gibt es zwar ein paar kleinere Längen, doch das fulminante Finale macht diese mehr als wett.

Die Geschichte wird einmal aus der Sicht von Lea und einmal aus der von Paula erzählt. Zusätzlich gibt es noch Ausschnitte aus einem Haushaltsbuch, welches als Tagebuch verwendet wurde, sowie Posts von Lea und Kommentare von Followern, wie auch Interviews.
Durch die wechselnde Erzählperspektive entsteht eine unterschwellige Spannung, die sich immer weiter aufbaut. Ein Gefühl der Bedrohung schwingt von Anfang an mit. Die Grundstimmung ist beklemmend, die Dynamik jederzeit greifbar.

Die Figuren sind facettenreich und lebendig dargestellt. Der Schreibstil ist sehr bildhaft und fesselnd.

Das Thema Tradwife ist für mich verstörend. Ein Trend, der seit einigen Jahren wieder ins Rampenlicht rückt und hart erkämpfte Errungenschaften von Selbstbestimmung und Emanzipation mit einem Schlag infrage stellt. Ich frage mich, wofür wir Frauen über Jahrzehnte hinweg so hart gekämpft haben: für das Recht auf ein eigenes Konto, auf Bildung, einen Beruf, den Führerschein und ein selbst bestimmtes Leben. Umso unverständlicher ist es für mich, wenn heute Lebensentwürfe glorifiziert werden, in denen bedingungsloser Gehorsam und die Unterordnung unter den Mann als erstrebenswert gelten. Dieser Gedanke ist für mich absolut erschreckend.
Im Nachwort greift Vera Buck das zentrale Thema des Buches nochmals auf und liefert dazu so einige Denkanstöße.

Fazit:
Ein sehr spannender und atmosphärischer Thriller, der mir Gänsehaut bereitet hat. Ich empfehle "Keine Angst, Darling" sehr gerne weiter!


Vielen Dank an Bastei Lübbe und Lovelybooks für das Vorabexemplar

[Leserunde] Die Festung - L.D. Smithson

 

Nicole und ich haben wieder ein gemeinsames Buch gefunden, welches wir zusammen lesen wollen. Wer gerne mitlesen möchte, ist jederzeit willkommen.

LE S E R U N D E

zu

Die Festung

Klappentext:
Bonnie kommt auf einer abgelegenen Festung vor der Küste Englands an, um an einer mysteriösen Reality-TV-Show teilzunehmen. Im Wettbewerb mit sieben Fremden muss sie eine Reihe von Rätseln lösen, um das Preisgeld zu gewinnen. Die Spannung zwischen den Kandidaten steigt. Wer wird am Ende mit Ruhm und Reichtum die Festung verlassen? Zugleich wird Bonnie das schleichende Gefühl nicht los, dass sie und ihre Mitspieler nicht allein in der Festung sind. Dann wird der erste Teilnehmer tot aufgefunden, und Bonnie beginnt eine dunkle Wahrheit zu verstehen: Es gibt einen Mörder in der Festung, und jeder könnte der Nächste sein. Wenn Bonnie entkommen will, muss sie gewinnen...

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EINTEILUNG DES BUCHES

Abschnitt 1: bis Seiten 123, inklusive Kapitel 20
Abschnitt 2: bis Seite 276, inklusive Kapitel 61
Abschnitt 3: bis Ende


Mein Lesemonat Juli

 Hallo meine Bücherwürmer!

Wie war der Juli so bei euch? Wart ihr bereits auf Urlaub oder werdet ihr erst wegfahren? Oder macht ihr Urlaub auf Balkonien?

Wir sind genau zum jetzigen Zeitpunkt unterwegs nach Hause, nachdem wir uns eine kleine Auszeit gegönnt haben. Wir waren 2-3 Tage in den Bergen um der Hitze zu entkommen und damit ich auch noch etwas ausspannen kann, bevor der große Stress Mitte/Ende August losgeht.
Außerdem ist diese Hitze wirklich nicht mehr lustig! Zuhause ist alles verdorrt und verbrannt! Ich kann mich auch nicht daran erinnern, dass wir hier jemals 39°C oder 40°C hatten - und das 2026 bereits zum zweiten Mal seit Juni! Es macht wirklich keinen Spaß und es leiden besonders auch die Tiere, aber vor allem die Natur sehr darunter. Dass es seit Juni kaum mehr geregnet hat, ist eine weitere Tatsache, die die Klimaveränderung bringt....

Was war sonst im Juli bei mir los? Ich war an einem Tag in Wien und habe meine Freundin Birgit getroffen. Dabei habe ich endlich einen meiner Geburtstagsgutscheine bei Thalia eingelöst und mir vier Bücher gekauft. Zwei davon waren ganz große Wunschlistenbücher. Am Wochenende danach war ich in Melk beim Höfe Fest. Ich liebe dieses Fest! In jedem Hof spielt eine andere Band. Dazu gibt es auch leckere Gerichte und Getränke.

Letzte Woche war ich bei der Lesung von "Literatur & Wiese". Dazu gab es bereits gestern eine Post *klick*.

Das Wochenende werde ich bei einem kleinen Festival in meinem ehemaligen Heimatort sein. Einen kleinen Bericht gibt es dann Ende August, da es sich mit dem Rückblick überschneidet. (speziell für dich Tanja).

Nun aber zum buchigen Rückblick!

Im Juli habe ich insgesamt 12 Bücher gelesen und rezensiert. Insgesamt waren es 4.560 Seiten - genau fünf Seiten mehr als im Juni *lach*
Das dickste Buch hatte 512, das dünnste 272 Seiten.

Von den Genres her war es auch wieder bunt gemischt. Ein Coming-of-Age Roman, vier Mal Gegenwartsliteratur, wobei zwei davon richtige Sommerromane waren, ein Young Adult Roman, drei Thriller und drei Kriminalromane, die ich teilweise anders betiteln würde (vom Genre her).


Die Bildrechte liegen bei den Verlagen

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Juli:

  1. Schattengast - Malin Stehn  (448 Seiten)  4 Sterne
  2. Ungelöst: Die erste Zeugin -Arno Strobel  (384 Seiten)  3 1/2 Sterne
  3. Home Story - Cleo Konrad  (512 Seiten)   4 1/2 Sterne
  4. Deine Zeit wird kommen - Carl-Johan Vallgren  (352 Seiten)  2 1/2 Sterne
  5. Fünf, sechs, sieben, acht - Ewald Arenz (288 Seiten)   4 Sterne
  6. Pfötchen, Strand und Liebesglück - Petra Schier  (368 Seiten)  4 1/2 Sterne
  7. Unser schönster Sommer - Elena Sonnberg  (480 Seiten)  4 Sterne
  8. In Bloom - Liz Allan  (272 Seiten)  3 Sterne
  9. Wer blind vertraut - Tessa Duncan (480 Seiten)  4 1/2 Sterne
  10. Die Psychiaterin - Freida McFadden  (336 Seiten)  4 1/2 Sterne
  11. This could be forever - Lilly Lucas  (336 Seiten)  4 1/2 Sterne
  12. Brombeerblaue Tage - Simone Veenstra  (304 Seiten)  3 Sterne
    Gesamtseitenzahl Juli: 4.560

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    Leider gab es im Juli wieder kein Highlight, aber Tessa Duncans "Wer blind vertraut" ist nur ganz knapp daran vorbei geschrammt.

Meine ENTTÄUSCHUNG im JULI


Hier hatte ich mir nach der gelungenen Leseprobe viel erwartet. Außerdem hat der Autor in Dänemark sogar einen Preis bekommen. Ich fand den Krimi nur zäh und dann wurde am Ende nicht mal aufgeklärt, wer jetzt genau der Täter war und welches Motiv er hatte. Das geht (bei mir) gar nicht!
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Wie war euer Lesemonat Juli? Hattet ihr ein oder mehrere Highlights?



Meine Challenges:
Weltenbummler Challenge: 770 Punkte (+130 Punkte)
besuchte Länder: (7) Australien, Deutschland, Griechenland, Großbritannien, Irland, Schweden, USA 
Reiselust Challenge: 232 Punkte  (+35) Punkte)
ABC Challenge: 19/26
Book Special ABC Challenge: 14/26

[Lesung] Literatur & Wiese - Lesungen von Katharina Braschl, Martin Prinz und Didi Drobna

 Hallo meine Bücherwürmer!

Am Freitag, den 24. Juli 2026 war ich wieder bei "Literatur & Wiese" in Wieselburg.
Dieses Jahr war  uns der Wettergott hold, denn letztes Jahr war diese Lesung leider sehr verregnet und nicht gut organisiert. Dabei ging diese besondere Veranstaltung, wo immer drei österreichische Autor:innen lesen, bereits zum fünfzehnten Mal über die Bühne.

Begleitet hat mich diesmal meine Nichte Ingrid

Das Motto für die diesjährige Veranstaltung war "Geschichten mit Geschichte". Im Mittelpunkt standen deshalb Fragen nach Herkunft, familiären Wurzeln oder regionaler Identität.
Musikalische Begleitung gab es von der Spritzweincombo.
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Den Anfang machte Katharina Braschl 


Die junge Autorin las aus ihrem Debütroman "Heim holen". Darin setzt sich die Erzählerin mit den  Donauschwaben und der NS-Vergangenheit ihrer Familie auseinander.
Ein sehr interessantes Thema. Über die Donauschwaben habe ich bisher nur in Betty Boras Roman "Das Schönste aller Leben" gelesen.
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Danach war ich besonders gespannt auf Didi Dobra


Didi Drobna wurde in Bratislava geboren und ist in Wien aufgewachsen. Ihr Roman "Ostblockherz" erzählt von einer Tochter, die ihren schwer kranken Vater begleitet und dabei Themen wie Migration, Sprachlosigkeit und Zugehörigkeit aufgreift. Didi Drobna hat sehr lebendig und auch humorvoll - trotz des schweren Themas - erzählt.
Ich habe ihren Roman "Was bei uns bleibt" noch auf dem SuB und habe diesen von ihr signieren lassen. Dieser hat richtig gute Bewertungen und wird nun endlich gelesen werden.
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Den Abschluss machte Martin Prinz


Sein Buch "Die letzten Tage" war richtig schwerer Tobak!
Es erzählt über die letzten Tage des Zweiten Weltkrieges, als die Rote Armee anrückte und Teile Österreichs bereits kapituliert hatten. Doch in manchen Landesteilem herrschte Anarchie. 
Der auf Basis historischer Quellen beruhender Roman erzählt von den nationalsozialistischen Endphaseverbrechen, die sich gegen vermeintliche Deserteure, von Nachbarn denunzierte Männer und Frauen oder einfach Menschen, die zur falschen Zeit am falschen Ort waren, richten.
Der Autor hat in Archiven Berichte über diverse Gerichtsverfahren nach Kriegsende gefunden, die einem Gänsehaut bereiten.
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Martin Prinz, Katharina Braschl, Didi Dobra

Sieht aus, als hätten sich der Autor und die beiden Autorinnen farblich abgesprochen =)
Auch Ingrid hat sich noch ein Buch gekauft und signieren lassen.
Danach machten wir uns wieder auf dem Heimweg.



Brombeerblaue Tage - Simone Veenstra

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     



    • Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
    • Verlag: ‎ Rowohlt Wunderlich, 1. Auflage  (15. Mai 2026)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 380520129X
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3805201292
    • Genre: Gegenwartsliteratur



Rowohlt Kurzbeschreibung:
Elisas Leben ist eng getaktet. Als Landschaftsarchitektin hetzt sie von einem Projekt zum nächsten, immer erreichbar, immer unter Strom. Als ihr Vater zu einer Untersuchung ins Krankenhaus muss, willigt sie widerstrebend ein, für einige Tage sein Gutshaus auf Rügen zu hüten. Auf der Insel angekommen, ist Elisa entsetzt. Das Haus entpuppt sich als Sanierungsprojekt, der Garten ist von Brombeerranken überwuchert, WLAN und fließend Wasser gibt es nur unter freiem Himmel. Während sie versucht, das Chaos zu bewältigen, entdeckt Elisa ihre Liebe zu den Pflanzen wieder. Sie nimmt sich des verwilderten Grundstücks an und stößt dabei auf Geheimnisse aus der Vergangenheit der Insel, die auch auf ihr eigenes Leben ein neues Licht werfen. Elisa muss sich entscheiden. Kann sie sich auf Rügen ein neues Leben aufbauen?

Meine Bewertung: * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur ABC Challenge

Buch zur Reiselust Challenge

Meine Meinung:
Elisa ist erfolgreiche Landschaftsarchitektin in Berlin. Obwohl sie ihre Arbeit liebt, ist ihr Arbeitstag lang und sie ist fast immer 24/7 erreichbar. 
Als sie mitten in einem größeren Projekt den Anruf ihres Vaters erhält, der sich normaler Weise nur zum Geburtstag und zu Weihnachten meldet, ist Elisa überrascht. Er muss ins Krankenhaus zu einer Untersuchung und bittet sie ein paar Tage auf seinen Hund und das Haus aufzupassen. Als Elisa auf Rügen ankommt, findet sie ein restaurierungsbedürftiges Gutshaus vor, ohne Warmwasser und WLAN nur unter freien Himmel. Wie soll sie hier ihrer Arbeit nachgehen? Und was zum Henker hat sich ihr Vater dabei gedacht? Seitdem er die Familie verlassen hat, hatte Elisa nur wenig Kontakt zu Henk, den sie nur beim Vornamen nennt.
Als Großstadtpflanze kommt sie bald an ihre Grenzen. Während ihr Vater länger im Krankenhaus bleiben muss, macht Elisa eine überraschende Entdeckung, die sie erkennen lässt, wofür ihr Herz wirklich schlägt. Die Begegnungen mit den liebenswerten und manchmal etwas schrulligen Inselbewohnern sorgten immer wieder für ein Schmunzeln. Besonders schön ist es mitzuerleben, wie das alte Gutshaus, der verwilderte Garten und die zauberhaften Gewächshäuser nach und nach wieder zum Leben erwachen.

Elisa hat die Liebe zu den Pflanzen von ihrer Großmutter, die ihr schon als Kind mehr über Blumen, Kräuter und Sträucher spielerisch beigebracht hat.
Die Annäherung zwischen Vater und Tochter, aber auch die Entwicklung von Elisa, die endlich ihren eigenen Weg findet und zur Ruhe kommt, ist schön zu lesen, war mir allerdings zu oberflächlich. Ich hätte mir gewünscht, dass die Autorin nicht nur die Pflanzen sehr ausführlich beschreibt, sondern auch die Figuren in ihrem Roman. Sowohl Elisa und ihr Vater, als auch die Nebencharaktere blieben für mich etwas distanziert - wie auch mancher ihrer Beweggründe.

Die Geschichte ist ruhig und vermittelt eine angenehme Atmosphäre. Die Naturverbundenheit ist in diesem Roman auf jeder Seite spürbar. Allerdings greift die Autorin für meinen Geschmack auch zu viele Themen auf. Auf knapp 300 Seiten fehlt dadurch manchen Handlungssträngen die Tiefe, die sie verdient hätten. Die schwierige Vater-Tochter Beziehung und die schwere Erkrankung des Vaters, die totale Überlastung und Unzufriedenheit im Job und die historischen Ereignisse betreffend den verwunschenen Garten des Gutshauses. Das sind einfach zu viele Themen, um nicht nur an der Oberfläche zu kratzen. Dementsprechend schnell werden auch die letzten Kapitel abgehandelt, was ich sehr schade fand.

Am Beginn jedes Kapitels befindet sich die Zeichnung einer Pflanze, sowie eine genaue Erklärung über ihre Herkunft und ihre Eigenschaften. Ein interessantes "Zuckerl", das mir gefallen hat.

Fazit:
Ein sehr ruhiger und atmosphärischer Roman, der leider zu viele Themen aufmacht und diese nur oberflächlich behandelt. Die Landschafts- und Pflanzenbeschreibungen sind hingegen sehr bildhaft und ausführlich. Eine nette Lektüre, aber nicht mehr und nicht weniger.



This could be forever - Lilly Lucas

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  • Taschenbuch: 336 Seiten
  • Verlag: ‎ Knaur TB, 2. Auflage (1. September 2025)
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3426530910
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3426530917
  • Genre: New Adult
  • Reihe: ja - Band 3 der Hawaii Love Trilogie



Knaur Kurzbeschreibung:
Millie kann ihr Glück kaum fassen, als sie ihren ersten Job als Regisseurin ergattert. Aber ihre Euphorie hält nur kurz an, denn im Mittelpunkt der geplanten Netflix-Doku steht ausgerechnet Griffin »Chip« Chipman – Shootingstar der Surfszene und Millies erste große Liebe. Sie hat ihn nicht mehr gesehen, seit ein tödlicher Surfunfall ihrer beider Leben erschütterte und sie ihre Heimat Hawaii verließ. Als Millie Chip nun wieder begegnet, wird sie von einer Welle an Gefühlen und Erinnerungen überrollt …

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Reiselust Challenge

Meine Meinung:
Es ist schon einige Zeit her, dass ich den dritten und letzten Teil der Hawaii Love Reihe von Lilly Lucas gelesen habe. Deswegen wird es auch mal Zeit für eine Rezension zum Abschlussband dieser sehr schönen New Adult Trilogie.

Griffin, genannt Chip, kennen wir ja bereits aus den Vorgängerbänden. Er und Millie waren einst ein Paar bis ein schweres Unglück die beiden entzweit hat. Millie hat daraufhin die Insel verlassen. Nun hat sie ihre Regiestudium beendet und wartet auf einen lukrativen Auftrag, der jedoch auf sich warten lässt. Doch dann erhält sie ein Angebot, welches der Beginn ihrer Karriere sein könnte - der Moment, auf den sie seit dem Studium hingearbeitet hat. Doch der Auftrag konfrontiert sie mit ihrer Vergangenheit: Die Dokumentation, die sie drehen soll, handelt vom bekannten Big Wave Surfer Griffin Chipman, ihrer ersten großen Liebe und mit der Grund für ihren Neuanfang abseits von Hawaii. Ich war gespannt, was genau zur Trennung führte, auch wenn ich aus dem Vorgängerband den wichtigsten Hintergrund dazu kannte......

Im dritten Band haben wir es mit einer Second Chance Geschichte zu tun. Wir lesen aus der Sicht von Millie und ich konnte mich wirklich die ganzen 336 Seiten mit ihr identifizieren. Millie braucht dringend einen Job und so fliegt sie widerwillig zurück in ihre Heimat um für die Dokumentation über Big Wave Surfer Griffin Chipman Regie zu führen. Das Wiedersehen mit ihrer ersten großen Liebe ist emotional aufgeladen, dennoch bewahrt sie nach außen ihre Professionalität und verbirgt geschickt gegenüber den anderen, wie gut sie Chip eigentlich kennt. Dennoch gelingt es ihr nicht, die professionelle Maske lange aufrecht zu erhalten. Aber auch Griffin kämpft mit seinen Gefühlen....

Das Setting ist sehr bildhaft beschrieben. Man spürt den Wind, hört die Meereswellen und riecht die salzige Luft. In Gedanken bin ich am Strand entlanggegangen und habe den Surfern zugesehen. Besonders schön ist es auch auf bekannte Charaktere aus den ersten beiden Bänden zu treffen. Die Freundesclique ist mir ans Herz gewachsen.

Lilly Lucas gelingt es hervorragend, das Gefühlsleben von Millie einzufangen. Die Tragik ihrer gemeinsamen Vergangenheit rund um den Surfunfall war auf jeder Seite spürbar. Beide Charaktere sind sympathisch und haben ein Riesenpaket zu tragen, welches nicht nur ihre Beziehung zerstört, sondern auch ihr weiteres Leben beeinträchtig hat. 
Chip ist nach außen hin der typische fröhliche Surferboy, dem keine Welle hoch genug sein kann. Lilly Lucas beschreibt die Momente zwischen Millie und Chip voller Gefühl. Beide entwickeln sich weiter und gehen endlich aufeinander zu.

Ganz besonders eingefangen hat Lilly Lucas die Gefahr des Big Wave Surfens und die ewige Angst der Freunde und Angehörigen, wenn Extremsport zum Beruf wird. Dieses Gefühl muss auch Millie endlich ablegen, damit sie auf den furchtlosen Adrenalinjunkie wieder zugehen kann. Ob ihr das gelingt und ob die beiden wieder zueinander finden, müsst ihr selbst lesen.

Fazit:
Ein sehr schöner und emotionaler Abschluss der Hawaii Love Reihe, der mich sehr gut unterhalten hat und in dem ich mehr über das Surfen lernen durfte. Ich empfehle die ganze Hawaii Love Trilogie sehr gerne weiter.

Die Hawaii Love Trilogie:
  1. This could be love  *Rezi*
  2. This could be home  *Rezi*
  3. This could be forever
 

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