Eine zu viel - Samantha Hayes

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    • Taschenbuch: 432 Seiten
    • Verlag: ‎ dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG, 3. Auflage (2. Juli 2026)
    • Übersetzer: Anne Rudelt
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3423221925
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3423221924
    • Originaltitel: ‎ The Inheritance
    • Genre: Thriller


dtv Kurzbeschreibung:
Einer von ihnen ist tot. Und einer von ihnen ist ein Mörder. Nach dem Tod des Familienvaters Ray lädt Mutter Connie ihre drei Töchter samt Partnern und Kindern in eine abgelegene schottische Lodge ein. Zehn Tage sollen sie dort verbringen: nachtrauern, zusammenrücken, vielleicht neu beginnen. Doch Connie hütet ein brisantes Geheimnis: Rays Testament – und die Wahrheit, die es an die Oberfläche bringen wird. Während Connie den richtigen Moment für ihre Offenbarung sucht, kippt die Stimmung wie das Wetter in den Highlands. Wer steht zu wem? Und was geschieht, wenn die größte Gefahr nicht draußen lauert, sondern mit am Tisch sitzt?

Meine Bewertung: * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Reiselust Challenge

Meine Meinung:
Soeben habe ich das Buch zugeklappt und ich muss sagen, dass ich noch nicht wirklich sicher bin, ob es mir gefallen hat. Es war definitiv kein Thriller, sondern eher ein Familiendrama, wobei die letzten fünfzig Seiten wirklich sehr spannend waren, während sich die Mitte etwas zog.
Was mir allerdings schon wieder nicht gefällt ist das Ende! Wird es jetzt "modern", dass Thriller mehr offene Enden haben, als eine gute Aufklärung? Wenn ja, dann muss ich wohl das Genre wechseln....nein, Spaß bei Seite. Es gab schon ein Ende, aber ich bin nicht damit zufrieden, denn es wirkt alles andere als realistisch und glaubwürdig. Einige Fakten finde ich auch nicht stimmig!

Aber beginnen wir von vorne: Connie Hunter hat ein Geheimnis zu enthüllen, nachdem ihr Mann Ray verstorben ist und in seinem Testament etwas verkündet, was einige Familienmitglieder in höchste Aufruhr versetzen wird. Bevor ihre drei Töchter Kate, Darby und Bea das Schreiben des Notars erhalten, möchte Connie ihnen etwas anvertrauen und lädt sie samt Partner und Kindern in ein Ferienhaus in den schottischen Highlands ein. 
Doch bevor Connie überhaupt das Testament erwähnen kann, beginnt die Stimmung in der Lodge mehr und mehr zu kippen. Jede der Schwestern kämpft mit ihren eigenen Ängsten und ihrer Vergangenheit, aber auch andere Familienmitglieder scheinen mehr zu verbergen, als man denkt.  
Es geht vor allem darum, wie Geheimnisse, Schuld und ungelöste Konflikte Menschen und Familien über Jahre hinweg prägen können. Diese zwischenmenschliche Aspekte waren für mich am interessantesten und je weiter die Geschichte voranschreitet, desto mehr bekommt man das Gefühl, dass das alles kein gutes Ende nehmen wird.

Allerdings erwarte ich mir von einem guten Thriller, dass er mich durchgehend fesselt und ich gar nicht mehr aufhören möchte zu lesen. So ganz traf dies leider nicht zu. Bis Connie das Testament erwähnt, dauert es.....
Obwohl Samantha Hayes locker und flüssig schreibt und das Setting wirklich perfekt war, konnte mich "Eine zu viel" nicht ganz überzeugen.
Das lag auch an den Charakteren. Die Kapitel aus verschiedenen Perspektiven fand ich zwar gut, weil man etwas mehr über die einzelnen Figuren erfährt. Gleichzeitig hatte ich aber bei wirklich jeder das Gefühl, dass sie etwas verheimlicht. Auch die teilweise sehr schnelle Wandlung der Charaktere einiger Familienmitglieder konnte ich nicht ganz nachvollziehen. Selbst wenn sie im Laufe der Geschichte an ihre Grenzen geraten, wirkten ihre Veränderungen auf mich stellenweise zu schnell und dadurch etwas unrealistisch. Es wirkt, als wären sie plötzlich ganz andere Personen.

Was mir sehr gut gefallen hat war das Setting, denn dieses war einfach perfekt: Ein abgelegenes Cottage an einem schottischen Loch, umgeben von Regen und Nebel – und eine Familie, die mehr Geheimnisse hütet, als zunächst zu erahnen ist. Aber alleine davon kann die Geschichte nicht leben!

Egal ob Thriller oder Familiendrama, so ganz hat es nicht für mich gereicht. Da greife ich lieber wieder zu den Büchern von Malin Stehn, die Spannung rund um Familien perfekt beherrscht!

Cover:

Hier habe ich nur das Originalcover auf Englisch und das portugiesische Cover gefunden.

Fazit:
Die Geschichte dreht sich vor allem um die zwischenmenschlichen Beziehungen der Figuren, die Konflikte innerhalb der Familie und die Geheimnisse, die nach und nach ans Licht kommen. Die unterschwellige Spannung ist da, aber es dauert...
Und das Ende empfand ich nicht als rund und logisch.



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