Queen Victoria - Elisa Jakob

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    • Taschenbuch: 384 Seiten
    • Verlag: ‎ Piper Taschenbuch, 2. Auflage  (28. November 2025)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3492066259
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3492066259
    • Genre: Biografischer Roman, historische Biografie


Heyne Kurzbeschreibung:
1865 hat Victoria, Herrscherin eines Reichs, in dem die Sonne nie untergeht, sich vollkommen zurückgezogen – und bringt damit den Fortbestand der Krone in Gefahr. Dabei hat sie in den 28 Jahren seit ihrer Thronbesteigung neun Kinder bekommen, sechs Attentate überlebt und das britische Empire zum größten Imperium der Weltgeschichte mit mehreren hundert Millionen Untertanen ausgebaut. Doch ein schwerer Schicksalsschlag trifft sie, und sie steht an einem Scheideweg: Kann sie auch jetzt wieder die Krone über alles stellen, ihren Schmerz überwinden und zur mächtigsten Herrscherin der Welt werden? Sie saß 63 Jahre auf dem Thron, überlebte sieben Attentate, bekam neun Kinder und regierte über 400 Millionen Untertanen.

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Reiselust Challenge

Buch zur Book Special ABC Challenge

Meine Meinung:
Gemeinsam mit der lieben Nicole von "Zeit für neue Genres" und der lieben Andrea vom "Leseblick" habe ich eines der Bücher aus der Reihe "Bedeutende Frauen, die die Welt verändern" gelesen. Aus dieser Reihe kenne ich bisher nur die beiden Bücher über Maria Montessori und Emmi Pikler, die beide von Beate Maly unter dem Pseudonym Laura Baldini veröffentlicht wurden.

Wer kennt nicht Queen Victoria, nach der sogar eine ganze Epoche benannt wurde? Doch wie viel wissen wir wirklich über diese großartige Frau? Sehr viel wusste ich nicht, muss ich zugeben. Umso gespannter war ich, was ich in diesem Buch über sie erfahren würde.

Da ich zur Zeit wenig historisch lese, hatte ich zu Beginn etwas Schwierigkeiten in die Geschichte einzutauchen. Ich weiß nicht, warum ich seit Monaten Probleme mit Historik habe  (mit kleinen Ausnahmen, wie den Büchern von Beate Maly). Wahrscheinlich habe ich einfach zu viel in diese Richtung gelesen.
Die Romanbiografie beginnt im Jahr 1865 und wir lernen eine Victoria kennen, die sich nach einem schweren Schicksalsschlag völlig zurückgezogen hat. Ihr Volk fühlt sich alleine gelassen und die Regierung fordert sie immer wieder auf, sich ihrer eigentlichen Arbeit zu widmen. 

Danach blendet die Autorin zurück und wir begleiten Victoria zwanzig Jahre zuvor. Wir erleben mit ihr Tage aus ihrer Ehe mit Albert und den Kindern, sowie einigen politischen Ereignissen. Sie verfolgte eine ähnliche Politik wie Maria Theresia, die so die Herrschaft in Europa unter ihren Kindern verteilte. Die neun gemeinsamen Kinder von Albert und Victoria heirateten in diverse europäischen Dynastien ein und ich saß doch einige Male vor dem PC und fragte bei Wikipedia nah wie sich diese weitreichenden Familienverbindungen ergaben.
Bei Hofe gab es selten eine Liebesheirat, aber Victoria und Albert gingen diese ein. Für Albert war es trotzdem nicht immer leicht, gesellschaftlich unter seiner Frau zu stehen. Dies brachte doch einige Konflikte mit sich, was ich gut verstehen kann. Trotzdem wusste er von Beginn an, worauf er sich einließ.

Prinz Albert zeigte bei kritischen Szenarien diplomatisches Geschick und war seiner Frau eine große Hilfe. Etwa beim amerikanischen Bürgerkrieg, wo er einen möglichen Kriegseintritt der britischen Armee auf Seiten der Konföderierten abwendete. Seine Sorge betreffend der Kartoffelfäule und die daraus resultierende Hungersnot in Irland und die daraus folgende Auswanderung in die Vereinigten Staaten waren für ihn ein großer Grund der Besorgnis, den er Victoria gegenüber immer wieder ans Herz legte.

Die Autorin gibt viele Fakten während der Regentschaft von Victoria an die Leser weiter, wie technische Errungenschaften dieser Zeit (Post, Bahn, Polizei), aber vor allem die Weltausstellung 1851. Der eigens dafür gebaute Crystal Palace des Architekten Joseph Paxton brannte leider im Jahr 1936 vollständig nieder. Auch Florence Nightingale wurde erwähnt. Ein weiteres Thema war der Kooh-i-Noor Diamant, der von der britischen Ostindien Kompanie aus Indien mitgenommen wurde, später geschliffen und in diverse Kronen der Königinnen eingesetzt wurde. 

Victoria wird in diesem Roman als eine Frau dargestellt, die oft mit sich hadert. Sie wirkt unsicher und findet sich nur schwer mit einigen Dingen ab, die die britische Krone von ihr verlangt. Ihre vielen Schwangerschaften und der Tod ihres Mannes zeigen eine Frau, die fast daran zerbricht und doch Stärke zeigen muss. Insgesamt war sie eine beeindruckende Frau, die 63 Jahre regierte, einige Attentate überlebte und sogar einer Epoche ihren Namen gab. 

Fazit:
Eine interessante Romanbiografie über eine Frau, die Geschichte schrieb und den Namen einer ganzen Epoche trägt. Durch die 121 Tagebücher, die Queen Victoria hinterließ, sind die historischen Fakten über all die Zeit bestehen geblieben.


 

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