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Kein Sommer ohne August - Lucy Astner

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     



    • Taschenbuch: 416 Seiten
    • Verlag: ‎ Lübbe, 4. Auflage (1. Juni 2026)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3757702220
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3757702229
    • Genre: Gegenwartsliteratur, Roman



Lübbe Kurzbeschreibung:
Charlie Henderson hat ihr Herz hinter dicken Mauern verschlossen und lebt ein scheinbar perfektes Leben in London - bis eine Erbschaft sie zurück nach Liberty Beach im Nordosten der USA ruft. Den Ort ihrer Kindheit und den Ort, den sie vor zehn Jahren Hals über Kopf verlassen hat. Dort erwartet sie nicht nur die Buchhandlung "One Last Chapter", in der sie als Kind unzählige Stunden verbracht hat, sondern auch August Green, bester Freund aus Kindestagen, ihre erste große Liebe - und der Grund, warum sie damals aus Liberty Beach geflohen ist. Zwischen Regalen voller Geschichten und den Erinnerungen an schmerzhafte Verluste muss Charlie sich entscheiden: Bleibt sie Gefangene ihrer Angst oder wagt sie ein neues Kapitel?

Meine Bewertung: * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Reiselust Challenge

Meine Meinung:
Noch im Juli habe ich "Kein Sommer ohne August" gelesen und hatte zu Beginn das Gefühl eine großartige Geschichte in meinen Händen zu halten. Das hat sich beim weiteren Lesen dann jedoch nicht ganz bewahrheitet. Trotzdem hat mich die Geschichte gut unterhalten.
Nun fast einen Monat später, kann ich mich gar nicht mehr so richtig an den Inhalt des Buches erinnern und versuche nun meine Gedanken dazu niederzuschreiben. Ich sollte daraus lernen, die Rezension sofort nach dem Beenden eines Buches zu verfassen und gelobe Besserung!

Charlie hat vor Jahren ihre Heimat an der Ostküste der USA verlassen und in der britischen Hauptstadt einen neuen Lebensabschnitt begonnen. Die erfolgreiche Eventmanagerin wird jedoch mit ihrer Vergangenheit konfrontiert, als sie eine unerwartete Nachricht erhält. Sie hat die Buchhandlung "One Last Chapter" in ihrem ehemaligen Heimatort Liberty Beach vererbt bekommen.
Als Kind hat sie dort Stunden verbracht und bei Molly, die die Buchhandlung führte, mitgeholfen und August, ihren Enkel kennengelernt. Dieser verbringt jeden Sommer seine Ferien bei seiner Großmutter in Liberty Beach. Charlie und August bleiben auch während der Schulzeit in Kontakt. Sie schreiben gemeinsam Geschichten, in dem August den Anfang an Charlie schickt und diese das passende Ende hinzufügt. Ihre gemeinsame Liebe zur den Büchern verbindet sie über Jahre hinweg. Zwölf Sommer verbringen die Beiden zusammen und aus Freundschaft wird Liebe - bis Charlie nach einer großen Enttäuschung Liberty Beach ohne Abschied verlässt. Nun soll sie zurück und das "One Last Chapter" übernehmen. Charlie denkt jedoch nicht daran und will nur schnell den Verkauf abwickeln. Dass sie jedoch August über den Weg läuft, hätte sie nicht gedacht....

"Kein Sommer ohne August" wird aus der Sicht von Charlie in der Ich-Perspektive erzählt. In insgesamt zwölf Sommern bekommen wir in Rückblenden Einblicke in die Vergangenheit der beiden, um die Handlungsweisen in der Gegenwart besser zu verstehen. Die Kapitel sind mit "Unser erster, zweiter, dritter Sommer usw. gekennzeichnet.
Die Lovestory ist eine typische Friends-to-Lovers Geschichte und wirkt auch ein bisschen vorhersehbar. Natürlich erwartet man sich in Geschichten wie diesen ein Happy End - also ist die Vorhersehbarkeit etwas relativiert ;) Die Liebesgeschichte entwickelt sich langsam, wobei sich die beiden Hauptfiguren immer wieder selbst im Weg stehen. Das über Kapitel hinweg nicht oder nur sehr wenig miteinander kommuniziert wird, ist leider eine Eigenschaft, die viele Autorinnen verwenden und die mir nicht gefällt. Damit wird die Handlung unnötig in die Länge gezogen.

Der Schreibstil von Lucy Astner ist emotional, lebendig und auch humorvoll. Man versinkt leicht in ihrer Art zu schreiben. Besonders die Beschreibung des "One Last Chapter" und was es für Molly und auch später für Charlie und August bedeutet, fand ich gefühlvoll und bildhaft dargestellt.

Auch die Charaktere sind sehr lebendig beschrieben. Ich muss aber zugeben, dass mir Molly am besten gefallen hat. Sie ist warmherzig, mitfühlend und besitzt die besondere Gabe sich in Menschen hineinfühlen zu können. Ihre Buchhandlung wird zu einem Wohlfühlort, den ich bildhaft vor mir sah und den ich am liebsten sofort besucht hätte.
Charlie war nicht unbedingt die Sympathieträgerin, aber wenn man mehr über ihre schwere Kindheit liest, ist das auch verständlich. Ich mochte sie schon auf ihre Weise. Gelungen ist auch die Auflösung betreffend des Mutter-Tochter Verhältnisses. 
August fand ich hingegen etwas zu blass und einfach viel zu gut. Seine bedingungslose Liebe zu Charlie erschien fast zu perfekt.

Fazit:
Im Großen und Ganzen war es eine schöne und nette Geschichte, die mich jedoch nicht vollständig überzeugen konnte. Besonders die fehlende Kommunikation zwischen den Figuren hat mich gestört.  Alles in allem ein netter Summer-Read, der mich etwas an die Bücher von Carley Fortune erinnerte.

 

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