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Die Bibliothek der zweiten Chancen - Marie Adams

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     


    • Taschenbuch: 368 Seiten
    • Verlag: ‎ Blanvalet Taschenbuch Verlag; Originalausgabe Edition (22. Januar 2025)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3734113458
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3734113451
    • Genre: Roman


Blanvalet Kurzbeschreibung:
Charlotte arbeitet seit Jahrzehnten in der Bibliothek, in der sie auch ihren Mann kennengelernt hat. Täglich verlassen dort hunderte Bücher das Gebäude, um die Menschen der Stadt glücklich zu machen und kommen zurück, um wieder andere zu bereichern. Charlotte weiß am besten, dass alles im Leben im Fluss und vergänglich ist. Die Liebe zu ihrem verstorbenen Mann währt ewig, eine neue Liebe bleibt unvorstellbar. Als ihre beiden Töchter ausziehen und die Arbeit bedroht ist, fühlt sie sich verloren, doch eine unerwartete Reise nach Paris und eine neue Freundschaft erinnern sie an einen beinahe vergessenen Traum.

Meine Bewertung: * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Charlotte liebt Bücher seit sie denken kann und arbeitet in ihrem Traumjob in der Kölner Bibliothek. Vor fünf Jahren hat sie ihren Mann Cedric verloren, den sie zum ersten Mal in Paris am Friedhof Père Lachaise gesehen hat. Doch richtig kennengelernt haben sie sich tatsächlich in der Kölner Bibliothek. Diese soll nun renoviert werden und die ungewisse berufliche Zukunft macht Charlotte schwer zu schaffen. Der fast gleichzeitige Auszug ihrer beiden Töchter Yvonne und Nicola sind dann noch das Tüpfelchen auf dem i. Nach dem Tod von Cedric hat sie ihr Leben ganz nach ihren Töchtern ausgerichtet. Charlotte fühlt sich deshalb nun auf dem Abstellgleis angekommen. 
Frank, ein netter Kunde und Witwer, der sie umwirbt, hat keine Chance, denn Charlotte sucht nicht nach einer neuen Liebe. Schwägerin Nadine, die sich ziemlich übergriffig benimmt, macht ihr zusätzlich das Leben schwer. Charlotte denkt sehnsüchtig an ihren langgehegten Traum ein eigenes Buch zu schreiben. Die einsamen Abende könnte sie doch damit ausfüllen...
Die zufällige Begegnung mit der jungen Verlegerin Lisa scheint ihr den Weg genau in diese Richtung zu weisen. Doch Lisa kämpft ebenfalls an allen Fronten. Der eigene Verlag läuft noch nicht wirklich und schreibt rote Zahlen. In wenigen Wochen steht auch noch ihre Hochzeit mit ihrem Verlobten Marten an, der in letzter Zeit immer weniger Verständnis für sie und ihren Job aufbringt. 
Als Charlotte alte Briefe von Cedric findet, der ihr nach seinem Tod Aufgaben stellt, ist eine davon eine Reise nach Paris, wo sie damals ihre Flitterwochen verbracht haben. Sie tritt diese Reise an und trifft in der Stadt der Liebe wieder auf Lisa, die mit ihrem Verlobten ein Wochenende verbringt. Die beiden Frauen freunden sich trotz des Altersunterschiedes an und unterstützen sich auch nach ihrer Rückkehr nach Deutschland gegenseitig.

Marie Adams hat einen leichten und einnehmenden Schreibstil, der sich gut lesen lässt. Die Figuren - bis hin zu den Nebencharakteren - sind sehr lebendig dargestellt. Alle haben ihre Stärken und Schwächen und einige davon sind mir beim Lesen ans Herz gewachsen. Allerdings hätte ich sowohl Lisa, als auch Charlotte, oftmals am liebsten geschüttelt, wenn sie sich wieder von denselben Menschen manipulieren lassen. Bis sich beide auf die eigenen Füße stellen und erkennen, wann es genug ist, dauert es eine Weile.
Der Blick hinter das Verlagwesen hat mir sehr gut gefallen und der Städtetrip nach Paris hat meine Sehnsucht nach dem französischen Laissez-faire wieder erweckt.
Manche Handlungen sind hingegen etwas vorhersehbar, manchmal gibt es aber auch überraschende Wendungen, die den beiden Frauen ein neues (Lebens-)Kapitel eröffnet.  Neben dem Thema Bücher geht es größtenteils um Trauerbewältigung und den Mut zur Veränderung, um Freundschaft und das Wiederfinden der Lebensfreude. 

Fazit:
Die kurzweilige und warmherzige Geschichte regt zum Nachdenken, aber auch zum Schmunzeln ein. "Alles hat seine Zeit" - Trauer und Verlust, genauso wie Hoffnung und neue Träume. Dies vermittelt Marie Adams sehr anschaulich. "Es ist nie zu spät für einen Neubeginn" ist das Credo der Autorin, die uns Leserinnen Mut macht.


Vielen Dank an Blanvalet und an Lovelybooks für das Rezensionsexemplar

Glück schmeckt nach Popcorn - Marie Adams




    • Taschenbuch: 320 Seiten
    • Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (20. November 2017)
    • ISBN-10: 3734104947
    • ISBN-13: 978-3734104947
    • Genre: Liebesroman


Blanvalet Kurzberschreibung:
Martha führt ein kleines, aber renommiertes Programmkino – in dem sich allerlei Intellektuelle, Filmkritiker und Cineasten tummeln. Wie die meisten ihrer Gäste glaubt sie nicht an Happy Ends. Die gibt es im echten Leben schließlich auch nicht. Als ihre Mitarbeiterin und beste Freundin Susanna schwanger wird und der Liebe wegen wegzieht, gibt sie dem jungen Filmstudenten Erik eine Chance. Doch schon bald treibt er sie mit seinem Optimismus in den Wahnsinn. Er arbeitet nicht nur hinter den Kulissen an seinem Gute-Laune-Debüt, sondern möchte Martha auch noch davon überzeugen, dass das große Glück auch jenseits der Leinwand möglich ist …

Meine Bewertung: * * * undeinhalb

Buch zur Blanvalet Challenge

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
In "Glück schmeckt nach Popcorn" geht es neben der gewohnten Liebesgeschichte um Kino und Filme. Das war auch der Grund, warum ich mich für dieses Buch bei Lovelybooks beworben habe. Ich liebe Kinofilme und war selbst in einem Verein tätig, der unser kleines Programmkino, das ausgesuchte Filme spielt, unterstützt hat.
Auch im Lichtspielhaus, dem heimeligen Kino unserer Hauptprotagonistin Martha, steht kein Popcornkino auf dem Programm. Nach der Trennung von ihrem Freund und dem Verlust des gemeinsamen Baby's gibt es bei ihr keine Filme mit Happy Ends. Auf dem Spielplan stehen ausgesuchte Klassiker und ältere Filmschmankerl. Im Gegensatz zu den großen Kinokomplexen setzt Martha auch auf Wohlfühlambiente. Ihr Leben dreht sich einzig und allein um das Lichtspielhaus. Freunde oder Freizeit hat sie kaum. Als ihre Mitarbeiterin und beste Freundin Susanne schwanger ist und zu ihrem Freund nach Hamburg zieht, sucht sie Ersatz und trifft  auf den Filmstudenten Erik, der sich als Regisseur versucht. Mit seiner fröhlichen Art versucht er Martha aus ihrer selbstgewählten Isolierung herauszulocken....

Die Geschichte kommt nicht nur leichtfüßig daher, sondern ist auch etwas melancholisch. Das beginnt bei Marthas Filmauswahl, ihrer Weigerung für Happy Ends und ihre eher pessimistische Einstellung zum Leben und vorallem zur Liebe. Das machte es nicht immer leicht sie zu mögen. Ganz klargekommen bin ich mit ihr leider nicht, obwohl wir die Liebe zu ausgewählten Filme teilten. Ihr Pessimismus und ihre Verbitterung fing mich nach einiger Zeit an zu nerven. Auch ihr Verhalten war für mich manchmal nicht nachvollziehbar.
Bei Erik war es genau umgekehrt. War er mir anfangs zu unbeschwert und von sich überzeugt, mochte ich später seine positive Ausstrahlung, seine romantische Ader und sein Selbstvertrauen. Vorallem wie er sich um Martha bemühte, öffnete ihm gegenüber mein Herz. Trotzdem fehlte mir der Funken und die Glaubwürdigkeit seiner plötzlichen Verliebtheit gegenüber Martha. Sein Konkurrent Stefan, ein Filmkritiker, überzeugte mich anfangs mehr, wurde mir aber von Seite zu Seite immer unsympathischer, was die Geschichte sehr vorhersehbar macht. Die Emotionen kamen trotz des ziemlich kitschigen Endes leider nicht ganz bei mir an.

Überzeugen konnte mich aber das atmosphärische Ambiente des Schauplatzes, das Lichtspielhaus. Das alte Programmkino hatte sofort mein Herz gestohlen und die Beschreibungen haben mir richtig gut gefallen. Die im Roman erwähnten Schauspieler und Filmtitel haben mich in Erinnerungen schwelgen lassen und genau das Gefühl hervorgerufen, das ich mir bei dieser Lektüre erhofft hatte.

Der Wohlfühlroman ist etwas vorhersehbar, wie sehr oft bei Liebesromanen, was mich aber nicht wirklich störte. Die Geschichte ist trotz meiner Kritik unterhaltsam, gibt Mut nach vorne zu schauen und seine Träume zu verwirklichen....
 
Schreibstil:
Marie Adams hat einen leichten und einnehmenden Schreibstil, der sich gut lesen lässt.
Etwas gestört hat mich auch, dass es keine Kapitel im Roman gibt. Ich denke mir oft: "Noch schnell dieses eine Kapitel und dann ab ins Bett"...hier hatte ich immer das Gefühl irgendwo mittendrin festzustecken.

Fazit:
Ein etwas melancholischer Wohlfühlroman, der mich nicht ganz packen konnte. Die Gefühle kamen bei mir nicht wirklich an und die Geschichte plätschert manchmal etwa zu viel dahin. Hingegen konnte mich das bezaubernde Ambiente  und die Affinität zum Kinofilm überzeugen.Trotz der Kritikpunkte hat mich der Roman aber gut unterhalten.


Vielen Dank an den Blanvalet Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares und die nette Begleitung der Autorin bei der Lovelybooks Leserunde

 

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