- Gebundene Ausgabe: 464 Seiten
- Verlag: Rowohlt Taschenbuch, 1. Auflage (15. Mai 2026)
- ISBN-10 : 3499017563
- ISBN-13 : 978-3499017568
- Genre: Roman, Gegenwartsliteratur
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Ein verregneter Tag, eine zufällige Begegnung: Als Rosa vor Nikolas steht, macht ihr Herz den ersten von vielen Sprüngen. Zwischen dem humorvollen Mann mit den perfekten Haaren und ihr funkt es gewaltig; sollte es da stören, dass er sie trotz großer Innigkeit nie seinen Freunden vorstellt? Doch dann stirbt Nikolas bei einem Unfall – und lässt Rosa mit zwei Fragen zurück: Was war das zwischen ihnen, und hat sie ihn überhaupt richtig gekannt? Auf der Suche nach Antworten trifft sie seine Exfreundin, seinen besten Freund, der überraschend feindselig ist, und ein Kind mit dem Charme einer Naturgewalt. So lernt Rosa eine neue Seite von Nikolas kennen: eine, die sie hätte lieben können?
"Eine Liebe ohne Sommer" ist das Debüt von Timothy Paul und war für mich eine Liebesgeschichte, die etwas anders war.
Man weiß von Beginn an, dass Nikolas bei einem Unfall stirbt und irgendwie habe ich immer auf diesen Moment gewartet, der dann doch etwas kurz und knapp ausfiel. Timothy Paul widmet sich in seinem Roman eher den Geheimnissen hinter den Charakteren und der Frage: "Wie gut kennt man seinen Partner?"
Rosa und Nikolas lernen sich im Treppenhaus kennen und bemerken bald, dass sie mehr füreinander empfinden. Sie werden ein Paar, doch Rosa beginnt immer wieder an der Beziehung zu zweifeln, denn sie kennt auch nach drei Monaten noch niemanden aus seinem Freundeskreis. Die einzige Person aus seinem Umkreis, die sie kennenlernt, ist seine dominante Mutter Ellen. Auch was seine Vergangenheit betrifft, hält er sich bedeckt. Welche Geheimnisse verbirgt er vor Rosa?
Im ersten Teil erfahren wir, wie sich Rosa und Nikolas kennenlernen, wie ihre Beziehung beginnt und welche Zweifel Rosa begleiten.
Im zweiten Teil lernt Rosa Nikolas durch Gespräche mit seinen Freunden gewissermaßen ein zweites Mal kennen. Stück für Stück erkennt sie, was ihn wirklich ausgemacht hat.
Trotz der ernsten Thematik wirkt der Roman nicht bedrückend, da immer wieder humorvolle Dialoge und Gedanken aufblitzen. Timothy Paul verbindet Tiefgang und Humor auf eine Weise, die die Geschichte zugleich berührend, aber auch unterhaltsam macht. Man erkennt, dass Verständnis oftmals erst entsteht, wenn die Gelegenheit zum Gespräch längst vorbei ist.
Hingegen tat ich mir manchmal ein bisschen schwer mit der Dynamik zwischen Rosa und Nikolas. So ganz konnte ich die Verbindung der beiden nicht spüren. Die Zweifel, die Rosa spürt und einige Dinge hinterfragt - wie zum Beispiele Nikolas regelmäßiges abtauchen für ein paar Tage - konnte ich hingegen jederzeit nachempfinden.





























