- Taschenbuch: 368 Seiten
- Verlag: FISCHER Taschenbuch, 1. Auflage (27. August 2025)
- ISBN-10 : 3596711738
- ISBN-13 : 978-3596711734
- Genre: Thriller, Krimi
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| Die Bildrechte liegen beim Verlag |
Ein kleiner Ort in den Alpen. Jeden Sommer wird hier die Sonnenwende mit Johannisfeuern und Flammenketten entlang der Bergkämme gefeiert. Das zieht Touristen, Alt-Hippies und Esoteriker an, und auch die Tatsache, dass vor zwei Jahren eine junge Frau in den Flammen ums Leben gekommen ist, schreckt niemanden ab. Kurz vor der diesjährigen Sommersonnenwende geht eine anonyme Warnung bei der Polizei ein: Es wird wieder jemand brennen. In einem Wettlauf gegen die Zeit ermittelt die Polizistin Hannah am Mittsommertag, was es mit der Drohung auf sich hat – und stößt auf einen abgelegenen Hof, verschwundene Frauen und ein dunkles Familiengeheimnis.
Nachdem ich letztes Jahr gemeinsam mit Nicole und Jessi "Rauhnächte" gelesen habe, wollte ich auch "Sonnenwende" des Autoren-Duos Gerold und Hänel lesen. Die anderen Bücher kenne ich nicht. Die Handlung von "Sonnenwende" fand ich jedoch sehr ähnlich aufgebaut. Auch diesmal steht Brauchtum und ein ewig gestriges Dorf im Zentrum und es wird wieder sehr mit Klischees gespielt.
Zusätzlich gibt es Rückblenden in das Jahr 1970, die Teile der Geschichte der Familie Neumetzler erzählen. Besonderes Interesse hat Hannah aber an Jenny, dem toten Hippie-Mädchen vor zwei Jahren. Warum musste Jenny sterben?
Deshalb führen ihre Ermittlungen zuerst zum Campingplatz der Festivalbesucher, die im Dorf alles andere als gerne gesehen werden. Doch die Einnahmen der Besucher und die Werbung für Wildbrunn lässt viele der Einwohner schnell verstummen. Nur im "Deutschen Hof", der zurecht diesen Namen trägt, hat sich eine Gemeinschaft um den Wirt Klaus-Peter Fischbauer versammelt, die am liebsten alles brennen lassen möchte, was nicht zu ihrer Ideologie passt. Doch es gibt auch noch andere Menschen, deren Geheimnisse nicht ans Licht kommen sollen....
Es gibt viele Personen, die im Thriller eine Rolle spielen. Dementsprechend sind diese oftmals oberflächlich ausgearbeitet. Mehr im Fokus stehen hingegen Heiner Brink, der Organisator des Festivals; Sabine, seine Sekretärin; die Neumetzlers, wie auch Hannah und Toni. Besonders gut gefallen hat mir, dass diesmal zwei Polizistinnen die Ermittlungen übernehmen.
Stetig spürt man die unterschwellige Bedrohung, wie auch den Wettlauf gegen die Zeit, die die beiden Frauen an ihre Grenzen bringen. Hannahs Alleingänge gefielen mir hingegen weniger, auch wenn ich weiß, dass damit die Spannungskurve gesteigert werden soll. Manchmal schüttelt man aber als Leser nur mehr den Kopf über so viel Leichtsinnigkeit.
"Sonnenwende" besticht vor allem durch das Brauchtum rund um die Sonnenwende, den Eigenheiten der Dorfbewohner, wie auch den Besuchern des Burning Valley Festivals. Atmosphärisch, aber sehr ähnlich aufgebaut wie ihr Thriller "Rauhnächte". Außerdem hatte ich schnell ein paar Ahnungen, die sich schlussendlich als richtig erwiesen.






















































































