Wer blind vertraut - Tessa Duncan

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    • Taschenbuch: 480 Seiten
    • Verlag: ‎ dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG, 1. Auflage  (18. Juni 2026)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 342322178X
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3423221788
    • Genre: Krimi
    • Reihe: ja - Band 3 der Canterbury Fälle


dtv Kurzbeschreibung:
Ein neuer Fall aus ihrer therapeutischen Praxis bringt Lily Brown an ihre Grenzen und sogar in höchste Lebensgefahr. Was ist der Tochter ihrer schwer depressiven Patientin Mary-Ann zugestoßen, die seit fast drei Jahren vermisst wird? Lebt die inzwischen 13-jährige Laura noch? Und wie kann sie dem Heiratsschwindler Paul das Handwerk legen, der ihre Patientin Caroline um viel Geld betrogen hat? Aber nicht nur das: Ist dieser Mann womöglich ein Mörder?

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challege

Buch zur Reiselust Challenge

Buch zur Book Special ABC Challenge

Meine Meinung:
"Wer blind vertraut" ist der dritte Teil der Canterbury Reihe von Tessa Duncan aka Marita Spang aka Marie Lacrosse. Diese Reihe rund um Psychotherapeutin und ehemaliger Polizeipsychologin Lily Brown wird von Band zu Band spannender. Man kann die abgeschlossenen Fälle auch alleinstehend lesen, jedoch erschließt sich Lilys Background viel besser, wenn man diese ab dem ersten Band kennenlernt.

Lily hat es diesmal mit zwei sehr unterschiedlichen Patientinnen zu tun, deren Fälle sie sehr beschäftigen: Mary-Ann Lewis, eine extrem verschüchterte Mutter, deren Tochter Laura vor etwas mehr als zwei Jahren spurlos verschwand. Der Fall wurde zu den Akten gelegt, doch Mary-Ann kann den Verlust ihrer Tochter nicht verwinden. Außerdem fürchtet sie um ihre zweite Tochter Emma, denn die Lebensumstände im Haus von Mary-Anns Mutter sind prekär. Zusätzlich sind ihre Aussagen sehr widersprüchlich, was Lily verdächtig erscheint. Sie erkennt schnell, dass es in Mary-Anns Familie etwas nicht stimmt. Kurz bevor Lily einen Platz für sie und ihre Tochter Emma im Frauenhaus findet, verschwindet Mary-Ann spurlos...

Die zweite Patientin ist das genaue Gegenteil von Mary-Ann. Die selbstbewusste und alleinstehende Witwe Caroline scheint von einem Heiratsschwindler betrogen worden zu sein. Auch Sally ist ein Opfer dieses Mannes, der sich Paul Taylor nennt und der sie ebenfalls um ihr Erspartes betrogen hat. Gemeinsam und mit Lilys Hilfe wollen die beiden Frauen den Mann überführen, doch dann passiert etwas Schreckliches....
Lily findet ebenfalls heraus, dass einige der Frauen, die auf diesen Mann hereingefallen sind, angeblich Selbstmord verübt haben. Lily wäre nicht Lily, wenn sie nicht ihre Verbindungen zur MET ausnützen würde. Sie bittet ihren Lebenspartner Dan nach weiteren Opfern des Heiratsschwindlers zu suchen.

In einem weiteren Strang verschwinden junge Mädchen in Canterbury, die die zuständige Polizei bei ihren Ermittlungen an ihre Grenzen bringt. Als Leser bekommen wir einen kleinen Einblick in die Methode des Killers, wie er seine Opfer aussucht und seine grausame Methode sie für immer verschwinden zu lassen....

Durch die beiden Erzählstränge und so einigen Figuren ist der Beginn des Krimis noch etwas langsamer, um in die Geschichte hineinzukommen. Hat man alles intus, wird es immer rasanter und spannender. Ab der Hälfte konnte ich das Buch kaum mehr aus der Hand legen. 
Man rätselt, ob und wie die beiden Handlungsstränge zusammengehören und wer hinter all diesen Grausamkeiten und psychischen Manipulationen dahinterstecken könnte. 
Natürlich kann sich Lily wieder nicht zurückhalten und gerät abermals in große Gefahr...

Dank ihrer Ausbildung als Psychotherapeutin versteht es die Autorin hervorragend, die Gedanken und das Verhalten ihrer Figuren nachvollziehbar und authentisch darzustellen. Die Charaktere sind vielschichtig, glaubwürdig und alles andere als perfekt. Die hochschwangere Lily hat diesmal nicht nur mit den Fällen in ihrer Praxis zu kämpfen, sondern auch um Lebenspartner Dan, dessen Noch-Frau ihnen das Leben schwer macht. Auch Katerchen Mick hat in diesem Band seinen eigenen Krimi zu bestehen.

Im Nachwort beschreibt die Autorin welche realen Fälle sie zu ihrem Krimi inspiriert haben und betont, dass die Wirklichkeit leider noch viel grausamer ist, als ihre Handlung rund um häusliche Gewalt, Kindesmisshandlung, Missbrauch, dem Messie-Syndrom und psychischer Manipulation. 

Das Finale ist temporeich, schlüssig aufgebaut und führt die verschiedenen Handlungsstränge auf überzeugende Weise zusammen.

Fazit:
Ein äußerst spannender Kriminalroman, der vom Verlag erneut als Roman eingestuft wird, was ich nicht nachvollziehen kann. Auch die Themen, die Tessa Duncan aufgreift sind nicht leicht und alleine schon der Prolog hat mir richtige Gänsehaut bereitet. 
Ich finde diese Reihe von Band zu Band besser und empfehle sie gerne weiter!


Vielen Dank an die Autorin und an den dtv Verlag für das Rezensionsexemplar!


Die Canterburry Falle:

  1. Wer das Vergessen stört  *Rezi*
  2. Wer mit den Wölfen heult  *Rezi*
  3. Wer blind vertraut
 

In Bloom - Liz Allan

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    • Gebundene Ausgabe: 272 Seiten
    • Verlag: ‎ Unionsverlag, 1. Auflage ( 9. Juli 2026)
    • Übersetzer: Lisa Kögeböhn
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3293006361
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3293006362
    • Originaltitel: ‎ In Bloom
    • Genre: Coming of Age Roman


Unionverlag Kurzbeschreibung: 
1994, eine abgehängte australische Kleinstadt: Vier Freundinnen wollen dem Mindestlohn-Schicksal ihrer Mütter entkommen und mit ihrer Musik beim Battle of the Bands durchstarten. Kurt Cobain ist ihr Kompass, Grunge ihr Rhythmus, und dieser Wettbewerb soll ihr Ticket in die Freiheit werden – auch wenn sie nur drei Akkorde können. Doch als die Leadsängerin Lily ihren verehrten Musiklehrer Mr P des Missbrauchs beschuldigt, droht alles zu zerbrechen. Wie weit sind die übrigen drei Mädchen bereit zu gehen, um ihren Traum zu retten – und was sind sie bereit zu opfern?
Eine kritische Hommage an die nicht so rosigen 90er und ihre zweifelhaften Helden, ein ungeschönter Blick auf Freundschaft und das Aufwachsen in prekären sozialen Verhältnissen – smells like disillusioned teen spirit.

Meine Bewertung: * * * 

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Reiselust Challenge

Buch zur ABC Challenge

Meine Meinung:
Als ich in der Verlagsvorschau des Unionverlages diesen Roman sah, war ich sofort Feuer und Flamme. Ein Coming-of-Age Roman aus den Neunziger Jahren rund um die Musik von Nirvana und vier Mädchen, die Kurt Cobain verehren. Das ist genau das Richtige für mich - dachte ich.

Liz Allan erzählt jedoch eine Geschichte von vier Freundinnen aus prekären Familienverhältnissen, denen jegliche Perspektive fehlt.
Lily, Amy, Violet und Jade sind vierzehn Jahre alt und alle vier wachsen bei ihren alleinerziehenden Müttern auf. Ihr Leben ist geprägt von Armut und Perspektivlosigkeit. Während der nächste arbeitslose Freund ihrer Mütter sich im Wohnzimmer mit einer Flasche Bier breit macht, wissen die Frauen nicht, wie sie über die Runden kommen sollen.  Sie kämpfen mit finanziellen Sorgen und der Herausforderung mehrere Kinder zu versorgen, die alle unterschiedliche Väter haben.
Nur der Musiklehrer, genannt Mr. P, gibt den Mädchen etwas Selbstvertrauen. Die Mädchen verehren Kurt Cobain und die Band Nirvana. Sie nennen sich "The Bastards", weil sie alle ohne Vater aufwachsen. Der "Battle of the Bands", ein Bandwettbewerb, soll ihre triste Lage ändern, damit sie die ungeliebte Küsten-Kleinstadt in Australien verlassen können. Die Mädchen möchten dem Schicksal ihrer Mütter entkommen, doch dann wird Mr. P. von Lily wegen Belästigung angezeigt. Es kommt zum Streit zwischen Lily und den drei Freundinnen, die daraufhin die Band verlässt. Ohne Leadsängerin und in Folge auch ohne Hilfe von Mr. P., der festgenommen wird, sehen die Freundinnen ihren Traum platzen und wollen die Unschuld des Musiklehrers beweisen....

Ihre Selbsttäuschung, der Band-Wettbewerb allein werde sie aus der Kleinstadt führen und schlechte schulische Leistungen hätten keine Konsequenzen, ließ mich immer wieder enttäuscht den Kopf schütteln. Gerade diese Illusion führt die Mädchen immer weiter weg von ihrem Traum und auf einen gefährlichen Irrweg.
 
Die Kapitel sind kurz und manche Seiten nur halb befüllt. Das verleitet immer weiterzulesen, aber es hat auch die Folge, dass ich mich nicht wirklich in die ganze Situation hineinfühlen konnte und mir die Freundinnen fremd blieben. 
Die Sprache ist rotzig und frech, wie die drei Mädchen, die sich nichts sehnlicher wünschen, als ihren Heimatort in Australien endlich zu verlassen. Liz Allan erzählt dabei aus der ungewöhnlichen "Wir-Perspekitve", wodurch die einzelnen Hauptfiguren kaum voneinander zu unterscheiden sind – und genau das ist beabsichtigt. Die Mädchen treten als Einheit auf: als Freundinnen, als Opfer und zugleich als Täterinnen. Die Sprache wirkt authentisch und zeigt auch auf, wie unsicher die jungen Mädchen sind. Sie haben nicht wirklich einen Plan, aber wissen, dass sie nicht so enden wollen, wie viele junge Frauen aus ihrem Stadtviertel.

Die Autorin erzählt bildhaft und zeigt auf, wie das Drama seinen Lauf nimmt. Die durchgehend düstere Atmosphäre drückt auf die Stimmung und zieht einen beim Lesen etwas runter.
Liz Allan erzählt davon, wie Armut, Perspektivlosigkeit und fehlende Chancen Jugendliche formen und wie Freundschaft und Musik Hoffnung schenken kann, wenn das Zuhause keinen Halt bietet. Der Zusammenhalt der drei Freundinnen hat mich berührt.

Lisa Kögeböhn hat bei der Übersetzung die bedrückende Atmosphäre perfekt transportiert. 
Ein Pluspunkt an den Verlag, der die Übersetzerin am Cover namentlich genannt hat. Das würde ich gerne auch bei anderen sehen! 

Leider hat der Coming-of-Age Roman nicht ganz meinen Nerv getroffen, obwohl mir die Geschichte eigentlich gefallen hat. Die Handlung konnte mich jedoch nicht vollständig überzeugen und manchmal war mir auch die Sprache zu jugendlich. Das passt natürlich perfekt zur Geschichte - ich bin wohl schon zu alt dafür.

Cover:
von links nach rechts:
die beiden englischsprachigen Cover aus Großbritannien und den USA

Fazit:
"Smells like Teen Spirit" passt perfekt zu diesem Coming-of-Age Roman, der mich jedoch nicht gänzlich überzeugen konnte. Im bin beim Lesen oft abgeschweift und konnte mich nicht wirklich hineinfühlen. Das kann nicht nur an meinem Alter liegen, denn mein letzter gelesener Roman - ebenfalls aus den Neunziger Jahren und aus diesem Genre - war für mich ein Highlight.


Vielen Dank an den Unionsverlag für das Rezensionsexemplar!

Unser schönster Sommer - Elena Sonnberg

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    • Taschenbuch: 480 Seiten
    • Verlag: ‎ Goldmann Verlag, Originalausgabe (20. Mai 2026)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3442496942
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3442496945
    • Genre: Roman, Gegenwartsliteratur



Goldmann Kurzbeschreibung:
Mykonos bedeutet für Ana pures Glück. Seit ihrer Kindheit verbringt sie dort jeden Sommer bei ihrer griechischen Großmutter, die auf der Kykladeninsel eine kleine Taverne führt. Malerische Strände, türkisblaues Meer, die leckere Küche ihrer geliebten Yiayia – Ana lässt den stressigen Alltag in der Großstadt hinter sich. Doch diesen Sommer ist nichts wie früher. Ihre Großmutter hütet ein Geheimnis, und das charmante Fischerlokal steht kurz vor dem Ruin. Sofort packt Ana mit an, um die Taverne zu retten. Hilfe erhält sie ausgerechnet von dem attraktiven Bootsbauer Leonidas: Als Kinder konnten er und Ana sich nicht ausstehen, nun ist er nach Mykonos zurückgekehrt, und Ana entdeckt ganz neue Seiten an ihm. Vielleicht wird es ja doch noch der schönste Sommer aller Zeiten …

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Reiselust Challenge

Meine Meinung:
Die liebe Elena Sonnberg aka Adriana Popescu entführt uns in ihrem neuen Sommerroman nach Griechenland. Nach ihren Romanen, die in Italien und auf Mallorca gespielt haben, sind wir bei der nächsten Lieblingsurlaubsdestination der Mitteleuropäer angekommen. Ganz genau sind wir auf der Insel Mykonos.

Seit Ana mit ihrer Freundin Natalie eine Marketingfirma gegründet hat, blieb kaum Zeit für Urlaub – und noch seltener für Mykonos, die Heimat ihrer Mutter. Als Kind verbrachte sie hier jeden Sommer und genoss unbeschwerte Ferientage mit dem Nachbarjungen Leonidas.

Nun freut sie sich auf ihre Großmutter Eleni und die vertraute Taverne, deren Küche auf der ganzen Insel berühmt ist. Ana stellt jedoch bald fest, dass das Familienrestaurant kurz vor dem Aus steht. Eleni verdient seit Jahren kein Geld mehr, weil sie Menschen, die sich keine Mahlzeit leisten können, kostenlos versorgt. Obwohl der finanzielle Ruin droht, denkt die über 80-Jährige nicht ans Aufgeben. Eleni hofft noch immer, dass ihr vor Jahren auf See verschollener Mann eines Tages zur Taverne zurückkehrt.
Als Ana die Lage erkennt, möchte sie helfen – doch Eleni lehnt jede Unterstützung ab, bis es beinahe zu spät ist.

Eleni und ihre Taverne bilden das Herz der Geschichte. Als Ana Leonidas wiedersieht, der nach dem Tod seiner Frau mit seinem Sohn Yannis auf die Insel zurückgekehrt ist, schlägt ihr Herz schneller. Gleichzeitig begegnet sie dem charmanten Briten William, der ihr in der Taverne zur Hand geht. Beide Männer bemühen sich um sie bzw. nervt Leonidas Ana wie damals mit seinen Neckereien. Um seinen Sohn Yannis bemüht er sich sehr und versucht ihm zu helfen, die Trauer um seine Mutter zu überwinden. Mit der Hilfe in Elenis Taverne und der Ziege Cordelia genießt Yannis die Ferien. 
Und auch für Ana hält dieser Sommer zwischen Vergangenheit und Neuanfang mehr bereit, als sie je erwartet hätte....

Die bildhaften Beschreibungen der griechischen Insel haben sofort den Wunsch geweckt, endlich wieder einmal nach Griechenland zu reisen. Mein Kopfkino hat verrückt gespielt und ich saß in Gedanken bei Eleni in der Taverne und habe den Sonnenuntergang genossen, die Segelboote bestaunt und das Meeresrauschen gehört.
Auch die Figuren wirken authentisch und lebensnah. Nicht nur die Charaktere rund um Eleni und Ana, sondern auch die vielen Nebenfiguren sind liebevoll gezeichnet. Der Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft hat mir besonders gut gefallen. Und natürlich Yanni, der kleine Sohn von Leonidas, den man sofort ins Herz schließt.
"Unser schönster Sommer" hat mir doch um einiges besser als "Das Versprechen eines Sommertages" gefallen. Jetzt muss ich nur noch den ersten Roman lesen und an den Gardasee reisen....

Fazit:
Ein Wohlfühlroman, der uns nach Mykonos entführt und den Zauber der Insel spüren lässt. Der Roman bietet alte Erinnerungen und neue Begegnungen, Familien- und Dorfgemeinschaften, zweiten Chancen und eventuell einen Neuanfang. 

Pfötchen, Strand und Liebesglück - Petra Schier

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    • Taschenbuch: 368 Seiten
    • Verlag: ‎ HarperCollins Taschenbuch, 1. Auflage (23. Juni 2026)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3365013024
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3365013021
    • Genre: Liebesroman
    • Reihe: Band 9 der Licherhaven Reihe


HarperCollins Kurzbeschreibung:
Für Chloe bricht eine Welt zusammen, als ihr Verlobter ihr gesteht, dass er sie zwar heiraten möchte, aber nicht liebt. Als wäre das nicht genug, verliert sie ein Jahr später auch noch ihren Job. Um ihr Herz zu heilen und einen Neustart zu wagen, zieht sie zu ihrer Zwillingsschwester Isalie nach Lichterhaven und beginnt auf dem Erlebnishof ihrer Familie zu arbeiten. Langsam kehrt wieder Ruhe in ihr Leben ein – bis sie auf den mürrischen Nachbarn Tristan trifft. Trotz anfänglicher Abneigung entdecken beide, dass sie mehr verbindet, als sie erwartet hatten. Kann die Liebe, unterstützt von einem kleinen Dackel namens Cooper, alte Wunden heilen und neues Glück schenken?

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Reiselust Challenge

Buch zur ABC Challenge

Meine Meinung:
Wie jedes Jahr im Sommer muss ich einfach zurück nach Lichterhaven und den neuen Roman von Petra Schier lesen. 
Für mich fühlt sich die Rückkehr nach Lichterhaven wie ein Wiedersehen mit alten Freunden an. Bekannte und liebgewonnene Figuren sorgen für ein schönes Wiedersehen, während neue Charaktere frischen Wind in die Geschichte bringen. Immer dabei ist ein vierbeiniges Fellknäuel, welches alleine schon mein Herz in Rekordtempo erobert. Diesmal ist es der zuckersüße Dackel Cooper...

"Pfötchen, Strand und Liebesglück" ist der achte Band der Reihe, die man auch einzeln lesen kann. Die Figuren sind immer nur lose verbunden. Im letzten Band hat es die Influencerin Isalie nach Lichterhaven verschlagen und im aktuellen Buch reist ihre Zwillingsschwester Chloe zu ihr, um ihr gebrochenes Herz zu heilen.
Kurz vor der Hochzeit hat ihr ihr Verlobter gestanden, sie zwar heiraten zu wollen, aber sie nicht zu lieben. Chloe fällt aus allen Wolken und sagt die Hochzeit ab. Kurze Zeit später verliert sie auch noch ihren Job und flieht zu ihrer Schwester. Dort findet sie Schritt für Schritt zurück zu sich selbst. Sie hilft Isalie bei der Buchhaltung des Erlebnishofes, den sie und Max führen, und lernt immer mehr Menschen kennen - wie auch ihrem mürrischen und abweisenden Nachbarn Tristan. Doch auch Tristan hat sein Päckchen zu tragen und fasst nach einer großen Enttäuschung nur schwer Vertrauen zum weiblichen Geschlecht. Nur ganz langsam nähern sich die beiden an. Dabei spielt der süße Dackel Cooper eine wesentliche Rolle.....

Sowohl Tristan, als auch Chloe sind zwei Charaktere, die sich nur schwer von ihren Enttäuschungen in Sachen Liebe erholen. Beide wurden zu tief verletzt. Wie sich Chloe und Tristan langsam annähern ist wunderbar erzählt. Der lockere Schreibstil lässt sich wie immer großartig lesen. Die Dialoge sind spritzig und humorvoll.
Wie in jedem Band dieser Reihe werden die Gedanken des Hunde-Protagonisten in kursiver Schrift dargestellt und sehr humorvoll wiedergegeben. Diesmal sind sie jedoch weniger präsent als in den vorherigen Geschichten.

Die bildhafte Darstellung des fiktiven Ortes Lichterhavens finde ich jedes mal wieder richtig ansprechend. Die vorhandene Dorfgemeinschaft, die versteckte Piratenbucht, das Watt und die Ostsee....am liebsten würde ich sofort in Lichterhaven Urlaub machen =)

„Pfötchen, Strand und Liebesglück“ ist für mich ein rundum gelungener Wohlfühlroman, der mit viel Charme, liebenswerten Figuren, romantischen Augenblicken und einer guten Prise Humor überzeugt. Besonders Dackel Cooper sorgt immer wieder für herzerwärmende Momente.

Fazit:
Eine herzerwärmende Wohlfühl-Geschichte, die den Alltag für ein paar Stunden vergessen lässt und daran erinnert, dass das Glück manchmal genau dort auf uns wartet, wo wir es am wenigsten vermuten.



Vielen Dank an die Autorin und an HarperCollins für das Rezensionsexemplar!


Die Lichterhaven Reihe:

  1. Körbchen mit Meerblick
  2. Vier Pfoten am Strand  *Rezi*
  3. Strandkörbchen und Wellenfunkeln  *Rezi*
  4. Die Liebe gibt Pfötchen  *Rezi*
  5. Vier Pfoten im Sommerwind  *Rezi*
  6. Nur eine Fellnase vom Glück entfernt  *Rezi*
  7. Kuschelglück und Gummistiefel  *Rezi*
  8. Pfotenglück und Sommerwellen  *Rezi*

Fünf, sechs, sieben, acht - Ewald Arenz

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    • Gebundene Ausgabe: 288 Seiten
    • Verlag: ‎ DuMont Buchverlag GmbH & Co. KG, 1. Auflage (16. Juni 2026)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3755800578
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3755800576
    • Genre: Gegenwartsroman


Dumont Kurzbeschreibung:
Anton, 60 Jahre alt, ist Stepptänzer. Ja, er ist nicht mehr so schnell wie früher, aber mit seiner Erfahrung und Ausdruckskraft tanzt er – noch – allen davon. Wer sollte ihm also die Stelle als Choreograf an einer Theaterbühne streitig machen? Doch die neue Intendantin sieht das anders – und engagiert ausgerechnet Emma, Antons Tochter. Anton ist verletzt, wütend, traurig und zugleich stolz auf seine Tochter. Zeigen kann er ihr das nicht. Die Absage spült etwas in ihm hoch, das er nicht länger verdrängen kann: das Gefühl des Älterwerdens. Plötzlich spürt er die eigene Endlichkeit und fragt sich, ob er sein Leben richtig gelebt hat. Eine Frage, die ihn wieder an eine alte große Liebe denken lässt. Jo war damals einfach spurlos verschwunden. Hätte er mit ihr ein besseres Leben gelebt? Es ist Emma, die auf Jos Spur stößt. Mit ihr reist er nach Irland. Alte Konflikte zwischen Vater und Tochter brechen wieder auf. Für Anton wird es eine Reise zu sich selbst und er begreift: Zu Ende ist es erst, wenn es zu Ende ist. Bis dahin will das Leben gelebt werden.

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Reiselust Challenge

Meine Meinung:
Der neue Roman von Ewald Arenz "Fünf, sechs, sieben, acht" widmet sich dem Älterwerden, dem Stepptanz und der Vater-Tochter Beziehung zwischen Anton und Emma. Ebenso spielt die Theaterwelt im Roman eine bedeutende Rolle. 

Anton ist 60 Jahre alt und auf dem Höhepunkt seiner Karriere als Stepptänzer. Doch die neue Intendantin sieht das nicht ganz so und will zukünftig das Programm verjüngen. Antons Job bekommt ausgerechnet seine Tochter Emma, was ihn zutiefst kränkt. Eigentlich ist er auch stolz auf sie, doch er kann es nicht wirklich zeigen. Seine gekränkte Eitelkeit und der Gedanke, dass er nicht mehr gebraucht wird, erfüllen Anton mit Entsetzen. Keiner hatte ihn vorgewarnt – weder seine Exfrau Katja, mit der er  noch immer eine freundschaftliche Beziehung verbindet, noch seine Tochter. Dass beide ihn im Ungewissen gelassen haben, trifft Anton tief. Beleidigt verschließt er sich jeder weiteren Erklärung. 
Seine Gedanken wandern zurück zu seiner Jugend und die Frage, ob er sein Leben so gelebt hat, wie er es eigentlich wollte. 
Vor allem seine erste große Liebe Jo kommt ihm in den Sinn, die ihn von einem Tag auf den anderen ohne Erklärung verlassen hat und seitdem verschwunden ist. Katja findet dazu die richtigen Worte:

 „So eine ungelebte Liebe ist immer größer als die gelebte … Keiner kann rückwärts leben. Auch du nicht.“ (S. 61)

Anton fragt sich, ob sein Leben mit Jo anders verlaufen wäre? Obwohl er später mit Katja eine Familie gegründet hat, nagt dieses Verlassen werden - ohne zu wissen warum - noch immer an ihm. Seit der Scheidung steht außerdem die Beziehung zu seiner Tochter nicht zum Besten. In letzter Zeit haben sich die beiden zwar wieder angenähert, doch seitdem Emma Antons Job angeboten bekam, ist die Distanz wieder da. Emma versucht daraufhin für ihn Jo zu finden und gemeinsam reisen sie nach Irland. Diese Reise soll auch Emma und Anton wieder näher bringen und Verständnis für den anderen schaffen. Doch das geht gründlich schief.....

Anton ist nicht unbedingt ein Sympathieträger. Zu sehr kreisen seine Gedanken um sich selbst. Die Erkenntnis, dass er im letzten Lebensdrittel angekommen ist, lässt ihn nicht los. Er fühlt sich plötzlich nutzlos und ersetzbar. Ich kann ihn verstehen und trotzdem fand ich ihn sehr Ich-bezogen in seiner Art. Ich bin ebenfalls sechzig Jahre alt und kann viele seiner Gedanken nachvollziehen. Man fühlt sich selbst eigentlich nicht so alt und denkt, man schafft noch alles mit Leichtigkeit oder sogar besser mit der Erfahrung der Jahre. Und Anton ist gesund und fit. Er tanzt sein Programm durch. Er lebt für die Musik, den Takt, dem Rhythmus.....Und doch rücken die Gedanken näher, dass er nicht mehr viel Zeit haben könnte....
Einzig Katja versucht ihm zu zeigen, dass er nicht in der Vergangenheit leben soll, sondern in der Gegenwart, die ihm doch noch einiges zu bieten hat. 

Die Charaktere sind sehr vielschichtig und liebevoll gezeichnet. Sie sind lebensecht und glaubwürdig. Katja und Antons Mutter sind kluge Frauen, die ihr Herz auf der Zunge tragen. Der Autor beschreibt seine Figuren trotz kleiner Macken und Fehler mit viel Empathie und leisem Humor. In Bezug auf Jo bietet Arenz eine überraschende Wendung. Warum sie damals Anton verlassen hat, fand ich hingegen nicht wirklich nachvollziehbar. Hier hatte ich mir mehr erwartet....

Ewald Arenz greift in seinem neuen Roman universelle Themen auf: das Älterwerden mit seinen Herausforderungen, die konfliktreiche Beziehung zwischen Eltern und Kindern, sowie die Frage nach verpassten Chancen und ungelebten Träumen. Es dauert bis Anton erkennt, dass er gedanklich in der Vergangenheit feststeckt und dadurch die Gegenwart verpasst. Das Ende des Buches hat mir sehr gut gefallen.

Fazit:
Ein sehr leiser Roman, der sich um das Älterwerden und die Vergangenheit dreht, um das loslassen und Neuanfänge, sowie die Erkenntnis, dass man das Leben nur vorwärts leben kann


Vielen Dank an Dumont und an Lovelybooks für das Rezensionsexemplar!

Deine Zeit wird kommen - Carl-Johan Vallgren

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     


    • Taschenbuch: 352 Seiten
    • Verlag: ‎ Suhrkamp Verlag, deutsche Erstausgabe  (23. Juni 2026)
    • Übersetzer: Hanna Cranz
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3518475517
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3518475515
    • Originaltitel: ‎ Din tid kommer
    • Genre: Krimi, Thriller


Suhrkamp Kurzbeschreibung:
Schweden, 1993. In einem abgelegenen Waldstück treibt eine junge Frau tot im Fluss. Ihr Kopf ist rasiert, sie ist ausgezehrt, Hämatome an Armen und Beinen weisen darauf hin, dass sie gefangen gehalten wurde. Doch auf ihre Identität gibt es keinerlei Hinweise. Kommissar Björling und seine Kollegin Johanna stehen vor der nahezu aussichtslosen Aufgabe, in dem schier endlosen Waldgebiet dem Mörder auf die Spur zu kommen. Dann verschwindet Björlings Tochter Malin während eines Campingausflugs spurlos. Sie ist alles, was Björling seit dem Tod seiner Frau am Leben hält, und sie ist im selben Alter wie die Tote im Fluss … Björling wird klar, dass das Verschwinden seiner Tochter und der Mord miteinander zusammenhängen. Doch Tag um Tag vergeht ohne eine Spur von Malin. Ein qualvoller Wettstreit mit der Zeit beginnt, der Björling weit in die Vergangenheit führt und ihn um den Verstand zu bringen droht.

Meine Bewertung: * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Reiselust Challenge

Meine Meinung:
Es hat etwas gedauert bis dieser Thriller, der für mich viel mehr ein Kriminalroman ist, zu mir gefunden hat. Bei vorablesen gewonnen, dauerte es Wochen bis das Buch versendet wurde und dann noch einige Zeit bis es hier bei mir endlich ankam. Nun ist es gelesen und hat leider einen etwas schalen Geschmack hinterlassen...

Der Krimi - ich nenne ihn nun mal so - beginnt mit dem Auffinden einer weiblichen Leiche in einem Flussbeet. Der jungen Frau wurde der Kopf geschoren und sie ist extrem abgemagert. Alles deutet darauf hin, dass sie über längere Zeit gefangen gehalten wurde. Es gibt keinerlei Übereinstimmung zu den wenigen Vermisstenfällen im schwedischen Halland. Die junge Frau verschwindet zuerst als unbekannte Tote in den Polizeiakten.
Im weitläufigen Waldgebiet gestaltet sich die Spurensuche äußerst schwierig. Kommissar Björling erhält Unterstützung von der Rikskrim aus Stockholm. Die Ermittlerin Johanna, die einige Zeit in Falkenberg gelebt hat, kennt die Gegend bestens und bringt wertvolle Ortskenntnisse in die Untersuchung ein. Wenig später verschwindet Björlings siebzehnjährige Tochter Malin. Seit dem Tod seiner Frau Maria vor einem Jahr, ist sie das Einzige, was ihm geblieben ist. Doch Malin entspricht erschreckend genau dem Profil des letzten Opfers.....

Wir sind im Jahre 1993. Der Einstieg hat mir gut gefallen. Der Kriminalfall liest sich zuerst spannend und er brachte mir auch die Kommissare als Figuren näher. Wie so oft in nordischen Krimis, stehen Ermittler im Mittelpunkt, die selbst tiefe seelische Narben tragen und mit ihrer eigenen Vergangenheit kämpfen. Auch Björling ist seit dem Tod seiner Frau ein gebrochener Mann. Er hat ihn bis heute nicht überwunden und sieht Maria vor sich, spricht mit ihr, als wäre sie noch am Leben.
Auch Johanna trägt viel Leid mit sich herum. Sie wuchs bei einer alkoholkranken Mutter auf und gibt sich bis heute die Schuld, ihre Schwester nicht vor diesem Leben bewahrt zu haben.

Die Einblicke zu Malins Verschwinden sind interessant und verstörend. Wir begleiten sie zuerst zum Campen mit ihrem Freund Matthias und später in ihrem Verlies, wo sie gefangen gehalten wird. Dabei sind wir immer in ihren Gedanken mit dabei.Die Stimmung ist düster und teilweise deprimierend. Ein richtiger Schwedenkrimi eben....

Leider verliert sich der Autor danach in weitschweifenden und detaillierten Erzählungen über die Landschaft, aber auch über die Trauer, die seinen Protagonisten immerzu begleitet. Die persönlichen Geschichten der Ermittler nehmen sehr viel Raum ein. Besonders in der Mitte steht die Suche um Malin fast still. Gerade als verwitweter Vater, der sich um seine Tochter sorgt, müsste man doch seine Angst und Verzweiflung spüren. Vor allem aber würde er nicht aufhören sie zu suchen und weiter darum kämpfen, dass der Fall nicht zu den Akten gelegt wird. Stattdessen verkriecht er sich in einem einsamen Haus im Wald, wo ihm der Hund eines Kollegen Gesellschaft leistet.
Johanna besucht indessen nach vielen Jahren nochmals ihre Mutter, um eventuell mit ihrer Vergangenheit abschließen zu können.
Der Kriminalfall um die unbekannte Leiche und das Verschwinden von Malin ist plötzlich kaum mehr Thema. Auch Johanna ist nicht mehr involviert, denn sie wird nach Stockholm zurückbeordert. Es war sehr schwer den Figuren überhaupt näher zu kommen.

Bis beide plötzlich einen Lichtblick haben und auf die richtige Spur gelenkt werden, haben wir das letzte Viertel des Buches vor sich. Dieser Umschwung kam mir sehr konstruiert vor. Danach geht alles sehr schnell, wobei wir keine wirkliche Festnahme oder genaue Aufklärung  bekommen. 

Das plötzliche Ende hat mich unzufrieden zurückgelassen. Es bleiben die Hintergründe zum Täter offen oder ob möglicherweise sogar zwei Personen beteiligt waren. Was mich aber sehr gestört hat war, dass das Motiv im Dunkeln bleibt. Der Fall wird letztlich einfach zu den Akten gelegt, und alle, die überlebt haben, gehen ihres Weges.

Cover:
von links nach rechts:
das schwedische Originalcover, das estnische und das norwegische Cover


Fazit:
Für mich war dieser sogenannte Thriller leider ein Enttäuschung. Es muss nicht immer alles aufgeklärt werden, aber man erwartet sich wenigstens ein Motiv für die Morde. Ich empfehle "Deine Zeit wird kommen" nicht wirklich weiter!


Vielen Dank an vorablesen und an den Suhrkamp Verlag für das Rezensionsexemplar!


TTT #789 - Zeige uns deine 10 buchigen Highlights aus dem 1. Halbjahr

 


Heute blicken wir beim Top Ten Thursday auf das erste Lese-Halbjahr zurück.
Aleshanee vom Blog Weltenwanderer möchte unsere

10 buchigen Highlights aus dem 1. Halbjahr
kennenlernen.
Hatte ich das letzte Jahr beim Rückblick auf das erste halbe Jahr keine Schwierigkeiten zehn Bücher zu finden, gibt es dieses Jahr bisher leider nur fünf richtige Highlights und 5 Sterne Bücher. Deshalb bekommt ihr heute auch nur diese zu sehen.
Welche Geschichten haben euch besonders berührt?


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Ursula Poznanski
Das Signal
Thriller

Gefangen im eigenen Haus: Bei einem Unfall verliert die junge Innenarchitektin Viola Decker ein Bein – und plötzlich besteht ihre Welt nur noch aus Hindernissen. Zwar kümmert ihr Mann Adam sich rührend um sie; mit dem barrierefreien Umbau ihres abgelegenen alten Hauses scheint er es allerdings nicht eilig zu haben. Viola sitzt buchstäblich im Erdgeschoss fest, alleine mit einer wortkargen Pflegerin, von der sie sich ständig überwacht fühlt. Und immer wieder verschwinden wichtige Dinge aus Violas Reichweite. Um nicht lange danach suchen zu müssen, stattet sie sie mit winzigen GPS-Trackern aus. Als Adams Verhalten sich zu verändern beginnt und er immer häufiger spät nach Hause kommt, beginnt sie heimlich, auch ihn zu tracken, und entdeckt schon bald beunruhigende Muster. Offensichtlich belügt er sie über seinen Tagesablauf – und nicht nur er. Warum? Mit jedem Tag und jeder Lüge wächst in Viola ein furchtbarer Verdacht …

meine Rezension
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Regina Denk
Der Fährmann
Historischer Roman

Hohenwart und Siegering, Anfang des 20. Jahrhunderts: Als Fährmann muss Hannes Winkler dem Brauch folgen, sich keine Frau zu nehmen. Denn sollte sein gefährlicher Beruf sein Leben fordern, darf er keine bedürftigen Angehörigen zurücklassen. Hannes’ Herz gehört trotzdem schon lang seiner Jugendfreundin Elisabeth. Doch die ist Josef Steiner versprochen, dem Erben des größten Hofes am diesseitigen Ufer der Salzach. Das trifft nicht nur Hannes und Elisabeth hart, die seine Gefühle erwidert: Elisabeths beste Freundin Annemarie hatte sich Hoffnung auf eine Heirat mit Josef gemacht.
Während der 1. Weltkrieg die kleine Gemeinschaft diesseits und jenseits der Salzach in Österreich und Deutschland spaltet, gerät das Leben der vier jungen Leute in einen Strudel aus Gewalt, Aufbegehren und Schuld. Als schließlich ein Kind verschwindet, wird eine tödliche Spirale in Gang gesetzt.

meine Rezension
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Anja Jonuleit
Wo der Wind die Namen trägt
Roman

2023. Die 85-jährige Inge Sundermann folgt widerwillig einer Einladung zum Klassentreffen in die Lüneburger Heide. Mit dem Ort ihrer Kindheit verbindet sich eine furchtbare Schuld, die sie einst im Kindesalter auf sich geladen und tief in sich vergraben hat. Doch die Vergangenheit holt Inge nun ein in Gestalt der Tagebuchaufzeichnungen von Helga von Borcke, einer Frau, die bereits 1946 begonnen hat, die Chronik dieser idyllischen Landschaft im Schatten von Bergen-Belsen niederzuschreiben. 1946. Die 8-jährige Inge findet auf dem Weg zum Geigenunterricht im Wald die Leiche einer jungen Frau. Ein tragischer Prozess um Lügen, Vertuschung und menschenverachtende Verbrechen nimmt seinen Lauf, der Inge viele Jahrzehnte später noch einmal mit voller Wucht heimsucht.

meine Rezension
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Kea von Garnier
Restsommer
Coming-of-Age Roman

Der Sommer 2003 in der niedersächsischen Kleinstadt beginnt wie immer: Freibad, Bandproben, die Leichen in Papas Keller. Dominik ist der Sohn des Bestatters und soll den Familienbetrieb in naher Zukunft von seinem alleinerziehenden Vater übernehmen. Bislang sprach nichts dagegen, denn Domi ist erstaunlich routiniert im Umgang mit Trauernden und weiß mehr über Tod und Verlust als die meisten Erwachsenen. Worüber er allerdings wenig weiß, ist das Leben selbst. Das ändert sich, als kurz vor den großen Ferien ein Neuer in seiner Klasse auftaucht: Biff ist unangepasst, lässig, impulsiv. Gegen seinen Willen fühlt Domi sich von dessen scheinbar endlosem Hunger auf das Leben angezogen, und so entsteht im Laufe dieses heißen, flirrenden Sommers zwischen den beiden etwas Größeres, etwas, das in seiner Intensität alles andere, Freunde, Familie, Zukunft, an den Rand drängt.

meine Rezension
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Judith Reusch
Gretas Männer
Roman, Gegenwartsliteratur

Greta war fünfmal verheiratet, und alle Ehemänner bis auf einen sind kurz nach der Hochzeit gestorben. »Die Bienenkönigin« nennt man sie in der Familie. Als ihre Enkelin Lola ihre kleine Tochter nach der unbekannten Großmutter benennt, bricht ein jahrzehntealter Familienkonflikt wieder auf. Warum hat Lolas Mutter Marie den Kontakt zu Greta abgebrochen? Neugierig besucht Lola die 87-Jährige und entdeckt hinter den Gerüchten eine Frau mit einer außergewöhnlichen Lebensgeschichte. Von den 1950er Jahren bis heute entfaltet sich ein bewegendes Panorama weiblicher Selbstbestimmung, tragischer Verluste und unerwarteten Glücks.

meine Rezension
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Das sind meine fünf Highlights aus dem ersten Halbjahr. Haben wir Gemeinsamkeiten?




 

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