Immerkalt - Roman Klementovic

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    • Taschenbuch: 368 Seiten
    • Verlag: ‎ Gmeiner-Verlag, 1. Auflage, (9. September 2026)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3839281512
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3839281512
    • Genre: Thriller
    • Reihe: loser Band 3 zu den Immermorden


Gmeiner Kurzbeschreibung:
Der einstige Kriminalpolizist Schulz ist am Ende: von seiner Frau verlassen, von einem Schlaganfall gezeichnet, vorzeitig pensioniert. Morgens schafft er es kaum noch aus dem Bett. Bis ihn an einem düsteren Herbstnachmittag ein verzweifelter Hilferuf erreicht. Ein mysteriöser Vermisstenfall hält ein entlegenes Dorf in Atem. Schulz kennt den Ort nur zu gut. Die Hoffnung, ihn nie wieder betreten zu müssen, zerplatzt. Ohne zu zögern, kehrt er zurück. Und ahnt nicht, dass er sich damit direkt ins Verderben stürzt …

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Reiselust Challenge

Meine Meinung:
Wir sind zurück in Grundendorf, dem wohl trostlosesten Dorf in Österreich. Nach "Immerstill" und "Immerschuld" ist "Immerkalt" der nun dritte Band der nur lose zusammenhängenden Immermorde- Reihe von Roman Klementovic. Ich habe die Vorgänger vor längerer Zeit, als sie erschienen sind, gelesen.
Auch wenn man die beiden Vorgänger nicht kennt, bereitet es keinerlei Probleme mit diesem Fall einzusteigen.
Wer jedoch die beiden Thriller bereits gelesen hat, der kennt auch Patrick, seine Frau Lisa und Norbert Schulz, einstiger Kriminalpolizist, der sich geschworen hat, nie wieder nach Grundendorf zurückzukehren. Obwohl Schulz bereits pensioniert ist, hat Patrick ihm nun um Hilfe gebeten. Seine einjährige Tochter Sophie und Babysitterin Lena sind spurlos verschwunden. Zurück blieb nur der leere Kinderwagen.
Der Chef der Dorfpolizei Wimmer und Bürgermeister Gruber kochen ihr eigenes Süppchen und es scheint, als wären sie gar nicht wirklich daran interessiert Lena und Sophie zu finden. Deshalb hofft Patrick auf Schulz, der auch sofort im Alleingang zu ermitteln beginnt. Aber auch Patrick ermittelt auf eigene Faust weiter, nachdem er seinen Job nach Differenzen mit seinem Chef quittiert. Schon bald sind weitere Menschen aus Grundendorf verschwunden, eine Tote wird im Beichtstuhl gefunden und immer wieder tauchen blutige Haarsträhnen auf. Das Grauen ist zurück in Grundendorf!

Der Thriller startet mit der Ankunft von Schulz und man spürt sofort die trostlose Stimmung und die Feindseligkeiten des Polizeichefs gegenüber dem pensionierten Kriminalpolizisten.
Die düstere Grundstimmung hat Klementovic wirklich perfektioniert. Kein anderer setzt die Trostlosigkeit der kalten Jahreszeit mit Regen und Nebel so gekonnt um. Die oftmals klischeehaften Einwohner und die Verurteilung aller, die sich nicht in die Dorfgemeinschaft einfügen, ist auch diesmal wieder Thema. Die Charaktere sind facettenhaft und lebensecht...trotz ihrer Verschrobenheit.
Roman Klementovic erzählt im Präsens aus wechselnden Perspektiven und parallel verlaufenden Ereignissen. Wir sind als Leser also live dabei, was die Spannung deutlich erhöht. Die Kapitel sind mit Zeitangaben versehen. Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit......

War Schulz in den Vorgängerbänden nicht unbedingt ein Sympathieträger, lernen wir ihn diesmal von einer sehr persönlichen Seite kennen, die den Blick auf den Ermittler verändert. Auch die weiteren bekannten Charaktere haben sich weiterentwickelt und sind authentisch dargestellt. Der Schreibstil ist fesselnd und temporeich. 
Was mir nicht so gefallen hat, sind die vielen Alleingänge der zwei Protagonisten - vor allem von Patrick. Allerdings führen sie auch am Ende auf die richtige Spur. Die Auflösung ist schlüssig und konnte mich überzeugen. 

Fazit:
Die nebelverhangene und  düstere Atmosphäre von "Immerkalt" passt perfekt zur momentanen Jahreszeit und zur Scary Book Season Lese Challenge.
Roman Klementovic hat diese in all seinen Thrillern für mich perfektioniert! "Immerkalt" ist ein spannender und beklemmender Thriller, der mich überzeugen konnte und zu den besten des Autors gehört.


Vielen Dank an den Gmeiner Verlag für das Rezensionsexemplar!

[Hörbuch] Das Krähenzimmer - Carolyn Frey

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     


    • Hörbuch: ‎ 11 Stunden und 35 Minuten
    • Gesprochen von: Anne Düe, Tim Gössler
    • Erscheinungstermin: ‎ 14. August 2026
    • Herausgeber: ‎ Argon Verlag
    • Genre: Thriller, Psychothriller


Kurzbeschreibung:
Es sollte der sicherste Ort der Welt sein. Das gemütliche Reetdachhaus hinter den Dünen, wo Lotta die glücklichsten Tage ihrer Kindheit verbrachte. Sie weiß genau, wo der Schlüssel liegt, wie die Krähen im Garten klingen. Hier will sie sich verstecken, hier wird sie niemand finden. Doch anders als früher, als der Strand voller Touristen und alles bunt und lebendig war, scheint das Örtchen am Meer jetzt verwaist. Und auch im Haus ist etwas anders als früher. Lotta hat immer öfter das Gefühl, nicht allein zu sein. Jemand beobachtet sie. Jemand folgt ihr, wenn sie draußen ist. Jemand ist bei ihr, wenn sie schläft. Lotta beginnt, an ihrem Verstand zu zweifeln. Was ist mit diesem Haus, das sie so gut kannte? Warum sind die Menschen so abweisend? Als sie anfängt, Fragen zu stellen, setzt sich ein düsteres Bild zusammen. Das Haus in den Dünen scheint eine Geschichte zu haben, die es tief in sich bewahrt. Eine Wahrheit, verborgen in einem Tagebuch. Dann erfährt Lotta von der jungen Frau, die vor ihr hier war. Die auch in diesem Haus wohnte. Die vor ihr hier gestorben ist…

Meine Bewertung: * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Reiselust Challenge


Meine Meinung:
Dieser Psychothriller lässt mich etwas zwiegespalten zurück und es fällt mir relativ schwer eine Rezension zu schreiben. Einerseits war "Das Krähenzimmer" wirklich düster, unheimlich und spannend, aber es war auch langweilig und es dauerte bis es an Fahrt aufnahm. Wie kann ein Buch langweilig und spannend sein? Eben DAS ist hier eingetroffen. Irgendwie passierte viel, aber gleichzeitig auch wenig. Das und einige Logikfehler sind auch der Grund für meinen Zwiespalt!

Der Einstieg hat mich zuerst einmal gepackt. Lotta steckt in einer ziemlichen Lebenskrise und bricht alle Brücken hinter ihr ab. Sie flüchtet etwas überstürzt aus Berlin an den einzigen Ort, an dem sie jemals glücklich war. Als Kind hat sie die Sommer im Haus ihrer Stiefmutter in Geelekow an der Ostsee verbracht. Doch von der damaligen Idylle ist nichts geblieben und im November sieht der Ort nicht mehr so einladend aus. Die Einwohner begegnen ihr mit Ablehnung und das modernisierte Haus, welches nun einer Immobiliengesellschaft gehört, hat den Charme von damals eingebüßt. Noch beunruhigter ist jedoch die Villa selbst. Lotta hat das Gefühl nicht dort alleine zu sein und beobachtet zu werden. Verstörende Geräusche verunsichern sie zunehmend und lassen sie an ihrem Verstand zweifeln. Lotta beginnt ihre eigenen Wahrnehmungen in Frage zu stellen. Doch dann werden die Warnungen real und sie weiß, sie ist hier unerwünscht. Als sie erfährt, dass in ihrem geliebten Krähenzimmer ein Mädchen gestorben ist und die junge Frau, die vor ihr in der Villa gewohnt hat, nach kurzer Zeit verschwunden ist, möchte sie herausfinden, was vor sich geht. Was ist damals passiert? Und warum wirkt der früher so heimelige Ort plötzlich so bedrohlich?

Lotta als Charakter wirkte mir etwas zu naiv, aber gleichzeitig auch unerschrocken. Ihr Aufbruch aus Berlin wirkte ziemlich unüberlegt und ich konnte sie während der ganzen Geschichte nicht wirklich greifen. Oftmals fragte ich mich ob alles, was sie wahrnimmt, der Realität entspricht oder ob sie womöglich eine unzuverlässlige Erzählerin ist.
Die Nebenfiguren und die Dorfgemeinschaft fand ich hingegen stimmig eingefangen. Die Zurückhaltung der Älteren und die Offenheit der Jüngeren wirkte authentisch. Sie kamen mir teilweise näher als Lotta selbst.

Die düstere und beklemmende Atmosphäre hat die Autorin wunderbar eingefangen. Der Sog, der mich nach dem packenden Einstieg kurz eingefangen hatte, ließ jedoch bald nach und hat mich erst wieder im letzten Drittel so richtig gepackt. Einige Handlungen und Entwicklungen wirkten auf mich des Öfteren unlogisch.

Da ich das Buch nicht gelesen, sondern das Hörbuch gehört habe, weiß ich nicht, ob es in der Printversion eine deutliche Abgrenzung zwischen einigen Kapiteln gibt. Ich fand nämlich erst nach der Hälfte der Handlung heraus, dass hier noch eine weitere junge Frau erzählt. Zwischen diesen Tagebucheinträgen und den Vorkommnissen in der Villa bei Lotta liegen einige Monate. Im Hörbuch wurde von der Sprecherin Anne Düe weder mit einer anderen Stimmlage gesprochen, noch wurde eine Zeitangabe gemacht. Deshalb war ich oftmals verwirrt...z.Bsp. wusste ich, dass Lotta keine Mutter mehr und keine Geschwister hatte und plötzlich war von genau diesen Personen die Rede. Das war sehr verwirrend! Eine deutliche stimmliche und zeitliche Abgrenzung wäre hier von Nöten gewesen. 
Die männliche Stimme von Tim Gössler, der nur wenige Parts zu lesen hatte, fand ich hingegen äußerst ansprechend....nicht nur erotisch, sondern auch gleichzeitig angsteinflößend. Ja, sowas gibt es ;)

Als Buch für die Scary Book Season Lese Challenge war "Das Krähenzimmer" allerdings perfekt, denn es war irgendwie eine moderne Spukhausgeschichte, die beim Hören doch viele unheimliche Momente bot. Auch wenn ich vieles doch etwas zu sehr konstruiert und unlogisch fand. Interessant fand ich, dass in einigen Rezensionen das offene Ende kritisiert wird. Da bin ich ja auch immer eine der Ersten, aber ich fand hier das Ende gar nicht wirklich so offen. Der Täter wurde überführt - und dass ist mir bei einem Thriller das Wichtigste. Auch das Motiv wurde genannt und obwohl ich dieses etwas an den Haaren herbeigezogen fand, wurde es erklärt. Einige Handlungsstränge verliefen jedoch tatsächlich im Sand. Leider wurde das Potential der Geschichte in meinen Augen nicht wirklich ausgeschöpft.

Fazit:
Ein Thriller, der mich sehr zwiegespalten zurücklässt. Zu Beginn und im letzten Drittel wirklich spannend und gruselig. Leider viele unlogische Szenen und ein etwas naives Verhalten der Protagonistin. Ein Thriller mit guten Ansätzen, einem interessanten Plot, aber einer noch nicht perfekten Umsetzung. Hier geht noch was....


Neuerscheinungen im November

Hallo meine Bücherwürmer!

Für den November darf ich euch wieder die Neuerscheinungen aus verschiedenen Genres zeigen. Irgendwie habe ich mir diesmal ein bisschen schwer getan, denn in manchen Genres fand ich kaum etwas oder ich habe auf die falschen Verlagsseiten geguckt - keine Ahnung!

Trotzdem wünsche ich euch viel Spaß beim Stöbern!

Die Bildrechte liegen bei den Verlagen 
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Meine MUST HAVES für den November

 

Der neue Roman von Ellen Sandberg "Wolfsstunde" ist auf jeden Fall ein Must-Read für mich, denn ihre Bücher lese ich sehr gerne

Und der neue Freida McFadden "Der Unfall" wird auch gelesen werden,  auch wenn ihre Thriller nicht alle überzeugen. Pageturner sind sie trotzdem.
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 FORTSETZUNGEN

 

  Hier habe ich schon mehr auf meiner Leseliste für den November. 
Allen voran natürlich der fünfte und letzte Band der Mindf*ck Reihe "Rage - Du sollst brennen" von S.T. Abby.

Dann wird es etwas cosy mit dem elften Band der Reihe um Ernestine Kirsch und Anton Böck "Tod beim Heurigen" von Beate Maly.

Nachdem ich den ersten Band der Moorland Reihe von Andreas Winkelmann wirklich sehr gut fand, muss auch "Moorland - Die Braut" gelesen werden.

Und dann soll es noch nach Island gehen zu Hjorth & Thorssons zweiten Band "Stumme Fjorde". Hier wurde mir das Rezensionsexemplar vom Rowohlt Verlag bereits zugesagt.
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Hört sich interessant an / MIGHT HAVES für den November


  Mary Lawson hat einen neuen Roman geschrieben: "Ein Platz zum Bleiben". Die Bücher der Autorin lese ich seit "Im letzten Licht des Herbstes" immer gemeinsam mit der lieben Livia. Ich hoffe, dass wir diese Tradition fortsetzen können =)

Die Romane von Bettina Storks sind immer wieder großartig! Deshalb habe ich auch "Unter dem Himmel von Marseille" auf meiner Merkliste.

Und "Echo Man" von Sam Holland. Ich weiß ja nicht, was sich der Verlag dabei gedacht hat, den zweiten Band als erstes auf Deutsch zu veröffentlichen und den ersten Band erst jetzt, nachdem auch schon Band 3 übersetzt wurde. Ich habe mir damals den zweiten Band gekauft und dann doch nicht gelesen, als ich erfahren habe, dass er eigentlich  nicht der Beginn der Reihe ist. Auf jeden Fall ist die Reihe aber noch auf meiner "Möchte ich lesen" Liste.
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Und wie sieht eure Wunschliste für den November so aus? Lasst es mich wissen!



 

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