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- Taschenbuch: 480 Seiten
- Verlag: dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG, 1. Auflage (18. Juni 2026)
- ISBN-10 : 342322178X
- ISBN-13 : 978-3423221788
- Genre: Krimi
- Reihe: ja - Band 3 der Canterbury Fälle
dtv Kurzbeschreibung:Ein neuer Fall aus ihrer therapeutischen Praxis bringt Lily Brown an ihre Grenzen und sogar in höchste Lebensgefahr. Was ist der Tochter ihrer schwer depressiven Patientin Mary-Ann zugestoßen, die seit fast drei Jahren vermisst wird? Lebt die inzwischen 13-jährige Laura noch? Und wie kann sie dem Heiratsschwindler Paul das Handwerk legen, der ihre Patientin Caroline um viel Geld betrogen hat? Aber nicht nur das: Ist dieser Mann womöglich ein Mörder?
Meine Bewertung: * * * * undeinhalb
Buch zur Weltenbummler Challege
Buch zur Reiselust Challenge
Buch zur Book Special ABC Challenge
Meine Meinung:
"Wer blind vertraut" ist der dritte Teil der Canterbury Reihe von Tessa Duncan aka Marita Spang aka Marie Lacrosse. Diese Reihe rund um Psychotherapeutin und ehemaliger Polizeipsychologin Lily Brown wird von Band zu Band spannender. Man kann die abgeschlossenen Fälle auch alleinstehend lesen, jedoch erschließt sich Lilys Background viel besser, wenn man diese ab dem ersten Band kennenlernt.
Lily hat es diesmal mit zwei sehr unterschiedlichen Patientinnen zu tun, deren Fälle sie sehr beschäftigen: Mary-Ann Lewis, eine extrem verschüchterte Mutter, deren Tochter Laura vor etwas mehr als zwei Jahren spurlos verschwand. Der Fall wurde zu den Akten gelegt, doch Mary-Ann kann den Verlust ihrer Tochter nicht verwinden. Außerdem fürchtet sie um ihre zweite Tochter Emma, denn die Lebensumstände im Haus von Mary-Anns Mutter sind prekär. Zusätzlich sind ihre Aussagen sehr widersprüchlich, was Lily verdächtig erscheint. Sie erkennt schnell, dass es in Mary-Anns Familie etwas nicht stimmt. Kurz bevor Lily einen Platz für sie und ihre Tochter Emma im Frauenhaus findet, verschwindet Mary-Ann spurlos...
Die zweite Patientin ist das genaue Gegenteil von Mary-Ann. Die selbstbewusste und alleinstehende Witwe Caroline scheint von einem Heiratsschwindler betrogen worden zu sein. Auch Sally ist ein Opfer dieses Mannes, der sich Paul Taylor nennt und der sie ebenfalls um ihr Erspartes betrogen hat. Gemeinsam und mit Lilys Hilfe wollen die beiden Frauen den Mann überführen, doch dann passiert etwas Schreckliches....
Lily findet ebenfalls heraus, dass einige der Frauen, die auf diesen Mann hereingefallen sind, angeblich Selbstmord verübt haben. Lily wäre nicht Lily, wenn sie nicht ihre Verbindungen zur MET ausnützen würde. Sie bittet ihren Lebenspartner Dan nach weiteren Opfern des Heiratsschwindlers zu suchen.
In einem weiteren Strang verschwinden junge Mädchen in Canterbury, die die zuständige Polizei bei ihren Ermittlungen an ihre Grenzen bringt. Als Leser bekommen wir einen kleinen Einblick in die Methode des Killers, wie er seine Opfer aussucht und seine grausame Methode sie für immer verschwinden zu lassen....
Durch die beiden Erzählstränge und so einigen Figuren ist der Beginn des Krimis noch etwas langsamer, um in die Geschichte hineinzukommen. Hat man alles intus, wird es immer rasanter und spannender. Ab der Hälfte konnte ich das Buch kaum mehr aus der Hand legen.
Man rätselt, ob und wie die beiden Handlungsstränge zusammengehören und wer hinter all diesen Grausamkeiten und psychischen Manipulationen dahinterstecken könnte.
Natürlich kann sich Lily wieder nicht zurückhalten und gerät abermals in große Gefahr...
Dank ihrer Ausbildung als Psychotherapeutin versteht es die Autorin hervorragend, die Gedanken und das Verhalten ihrer Figuren nachvollziehbar und authentisch darzustellen. Die Charaktere sind vielschichtig, glaubwürdig und alles andere als perfekt. Die hochschwangere Lily hat diesmal nicht nur mit den Fällen in ihrer Praxis zu kämpfen, sondern auch um Lebenspartner Dan, dessen Noch-Frau ihnen das Leben schwer macht. Auch Katerchen Mick hat in diesem Band seinen eigenen Krimi zu bestehen.
Im Nachwort beschreibt die Autorin welche realen Fälle sie zu ihrem Krimi inspiriert haben und betont, dass die Wirklichkeit leider noch viel grausamer ist, als ihre Handlung rund um häusliche Gewalt, Kindesmisshandlung, Missbrauch, dem Messie-Syndrom und psychischer Manipulation.
Das Finale ist temporeich, schlüssig aufgebaut und führt die verschiedenen Handlungsstränge auf überzeugende Weise zusammen.
Fazit:
Ein äußerst spannender Kriminalroman, der vom Verlag erneut als Roman eingestuft wird, was ich nicht nachvollziehen kann. Auch die Themen, die Tessa Duncan aufgreift sind nicht leicht und alleine schon der Prolog hat mir richtige Gänsehaut bereitet.
Ich finde diese Reihe von Band zu Band besser und empfehle sie gerne weiter!
Vielen Dank an die Autorin und an den dtv Verlag für das Rezensionsexemplar!
Die Canterburry Falle:
- Wer das Vergessen stört *Rezi*
- Wer mit den Wölfen heult *Rezi*
- Wer blind vertraut