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Natrium Chlorid - Jussi Adler-Olsen

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     

    • Gebundene Ausgabe: 528 Seiten
    • Verlag: ‎ dtv Verlagsgesellschaft (17. November 2021)
    • Übersetzer: ‎ Hannes Thiess
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3423282800
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3423282802
    • Originaltitel: Natrium Chlorid
    • Genre: Thriller
    • Reihe; ja - Band 9 um das Dezernat Q


dtv Kurzbeschreibung:
An ihrem 60. Geburtstag begeht eine Frau Selbstmord. Ihr Tod führt zur Wiederaufnahme eines ungeklärten Falls aus dem Jahr 1988, der Marcus Jacobsen mit seinem besten Ermittler Carl Mørck zusammengeführt hat. Carl, Assad, Rose und Gordon ahnen nicht, dass der Fall das Sonderdezernat Q an die Grenzen bringt: Seit drei Jahrzehnten fallen Menschen einem gerissenen Killer zum Opfer, der tötet, ohne dass ihm ein Mord nachgewiesen werden kann. Er wählt Opfer und Todeszeitpunkt mit Bedacht und Präzision. Dreißig Jahre lang konnte niemand ihn stoppen. Und während die Corona-Maßnahmen die Ermittlungsarbeiten zusätzlich erschweren, bewegt der alte Fall sich auf Carl zu wie eine Giftschlange, die Witterung mit ihrer Beute aufgenommen hat

Meine Bewertung: gute * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Ich empfehle beim ersten Band der Reihe um das Sonderdezernat Q
zu beginnen

Meine Meinung:
Der neuerste Fall des Sonderdezernates Q stellt Carl und sein Team vor neue Herausforderungen. Der Selbstmord einer Frau an ihrem 60. Geburtstags führt zu einem ungelösten Fall aus dem Jahre 1988, der weite Kreise zieht. Damals hat Carl's Vorgesetzter Marcus Jacobsen ermittel und bis heute hat er die Folgen des Anschlages auf eine Autowerkstatt, die das Leben eines kleinen Jungen gekostet hat, nicht vergessen. Der Fall wurde nie gelöst.

Es ist Ende 2020 und das Sonderdezernat Q sitzt nicht mehr im Keller, sondern ist aufgestiegen. Die Ermittlungen gestalten sich deswegen aber genauso schwierig, denn durch Corona und den harten Lockdown am Ende des Jahres wird viel im home-office gearbeitet, was die Arbeit immens erschwert. Noch wissen Carl & Co. nicht, dass sie einem Serienmörder auf der Spur sind, der bereits seit 30 Jahren unentdeckt mordet. Die Todesfälle sehen auf den ersten Blick wie Unfälle oder Selbstmord aus und sind perfekt getarnt. Doch schon bald erkennen Assad, Rosie, Carl und Gordon, dass es zum alten Fall, den sie bearbeiten, auch aktuelle Spuren bis in die Gegenwart gibt. Auf einigen Tatortfotos entdecken sie eine Gemeinsamkeit: ein Häufchen Kochsalz.

Der Fall ist komplex, denn Rosie und Gordon finden eine ganze Menge Fälle, die eine Ähnlichkeit zum Cold Case von damals aufweisen. Doch Motiv und Zusammenhänge sind sehr lange unklar. Bei ihrer Suche stoßen sie auf einen selbst ernannten Racheengel und eine ganze Serie fast perfekt getarnter Ritualmorde.

Jussi Adler-Olsen legt viel Wert auf die genaue Schilderung der Ermittlerarbeit. Dadurch ist das Tempo zu Beginn wieder etwas gebremst und der Spannungsbogen baut sich erst langsam auf. Doch schon bald kann man den Thriller kaum mehr aus der Hand legen. Wie schon in seinen letzten Büchern greift der Autor auch diesmal wieder aktuelle politische und soziale Themen auf, die nicht nur in Dänemark präsent sind. Recht und Gerechtigkeit, wie auch die Legitimität von Selbstjustiz werden angesprochen. Auch Corona ist ein Thema und wird in seinem neuen Fall mit eingebaut, was identischer wirkt.

Als Leser lernt man den Serienmörder bereits auf den letzten Seiten, cirka 200 Seiten vor dem Ende, kennen, was jedoch nicht die Spannung nimmt.
Neben dem Showdown zum Schluss wird es auch für Carl eng. Er wird von einem alten Fall eingeholt, der ihm seinen Job kosten könnte. Der Cliffhanger am Ende ist wie immer so angelegt, dass man als Leser am liebsten sofort weiterlesen möchte. Und ich bin schon sehr gespannt, was sich der Autor für Carl einfallen lässt...

Cover:


Diesmal habe ich nur ein Cover, nämlich das Originalcover aus dem Dänischen gefunden.
Es scheint, als wäre dieser neunte Fall zuerst ins Deutsche übersetzt worden, was dafür spricht, dass die Reihe um das Sonderdezernat Q im deutschsprachigen Raum sehr erfolgreich ist.

Fazit:
Ein sehr komplexer, aber spannender und absolut lesenwerter Thriller, der vorallem Adler-Olsen's Fans wieder begeistern wird. Ich empfehle die Bücher der Reihe nach zu lesen!
Mit dem Cliffhanger am Ende erweckt der Autor bereits die Neugierde für den kommenden Band der Reihe.

Vielen Dank an den dtv Verlag für das Rezensionsexemplar!

Die Reihe um das Sonderdezernat Q:
  1. Erbarmen- leider keine Rezi...ist aber daer beste Band der Reihe!
  2. Schändung *Rezi*
  3. Erlösung *Rezi*
  4. Verachtung  *Rezi*
  5. Erwartung  *Rezi*
  6. Verheißung  *Rezi*
  7. Selfies    *Rezi*
  8. Opfer 2117   *Rezi folgt noch*
  9. Natrium Chlorid

Selfies - Jussi Adler-Olsen



    • Gebundene Ausgabe: 576 Seiten
    • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (10. März 2017)
    • ISBN-10: 3423281073
    • ISBN-13: 978-3423281072
    • Originaltitel: Selfies
    • Reihe: ja - Band 7 der Reihe rund um das Dezernat Q




dtv Kurzbeschreibung: 
Vizepolizeikommissar Carl Mørck wird zur Aufklärung eines brutalen Todesfalls von der Mordkommission in Kopenhagen hinzugezogen. Wie sich herausstellt, gibt es eine Verbindung zu einem mehrere Jahre zurückliegenden und ausgesprochen brisanten cold case, aus dem sich schwerwiegende Konsequenzen für die aktuellen Ermittlungen ergeben. Ausgerechnet jetzt geht es Carls Assistentin Rose sehr schlecht. Sie wird von grauenhaften Erinnerungen aus ihrer Vergangenheit heimgesucht. Rose kämpft mit aller Macht dagegen an – und gegen das Dunkel, in dem sie zu ertrinken droht. Welche Rolle spielen die jungen Frauen Michelle, Jasmin und Denise, die sich zu einem starken und hochexplosiven Kleeblatt verbündet haben?

Meine Bewertung: gute * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Gemeinsam mit den lieben Mädels Andrea vom Leseblick, der Alex vom Yunikas Bücherwelt und den beiden Janine's von Meine Welt der Bücher und LeseLiebe haben wir den siebenten Teil der Reihe rund um das Dezernat Q und Chefermittler Carl Mørck gelesen. Nachdem mich die letzten beiden Bücher ja nicht so wirklich begeistern konnten, geht es mit "Selfies" wieder bergauf.

Im Prolog blicken wir zurück ins Jahr 1995, wo die kleine Dorrit das Geheimzimmer ihres Opas entdeckt. Dieser zeigt ihr ohne zu zögern grauenhafte Bilder von Hinrichtungen im Konzentrationslager, die er als SS-Soldate durchführte. Sein Nazi-Schrein ist voll mit Trophäen und Bildern.
Danach geht es in die Gegenwart ins Jahr 2016 und aus der kleinen Dorrit ist eine junge Frau geworden, die sich Denise nennt und vom Sozialgeld und ihren "Sugardaddies" lebt. Im Wartezimmer des Sozialamtes lernt sie zwei gleichgesinnte junge Frauen kennen: Michelle und Jazmine. Alle drei träumen vom großen Geld und wollen dabei keinen Finger rühren, außer hübsch auszusehen. Dabei sind ihnen alle Mittel recht....

Carl und Assad befürchten zur selben Zeit um das Bestehen des Dezernates Q. Rose scheint hier falsche Angaben über die Erfolgsquote der gelösten Fälle gemacht zu haben. Die Rüge, die sie deshalb von Carl erhält, löst eine nicht geahnte Reaktion aus, die sie in eine tiefe Depression stürzen. Rose versinkt mehr und mehr im Dunkel der Vergangenheit und landet wieder in der Psychatrie. So bearbeiten Carl und Assad alleine einen alten ungelösten Fall eines mittlerweile pensionierten Kollegen, bei dem eine junge Frau heimtückisch erschlagen wurde. Dieser Fall hat allerdings große Ähnlichkeit mit einem aktuellen Mord an einer älteren Dame, der Großmutter von Denise. Doch die Mordkommission hat bald weitere aktuelle Fälle zu klären: Ein Irrer versucht junge Frauen mit Absicht zu überfahren und das erste Opfer ist Michelle. So dringen Carl und Assad unerwünscht in die aktuellen Morduntersuchungen, was dem Polizeipräsident gar nicht gefällt. Und die Sorgen um Rose werden ebenfalls immer größer....

Die handelnden Personen sind diesmal richtig aus dem Leben gegriffen und entsprechen teilweise dem heutigen Zeitgeist. Es passierte mir wohl erst zum zweiten Mal bei einem Thriller, dass ich absolut kein Mitleid mit den Opfern hatte. Das gab mir etwas zu denken....

Ebenfalls wird im siebenten Fall endlich das Geheimnis um Rose gelüftet, die in eine lebensbedrohliche Situation gerät. Die skurille und gespaltene Persönlichkeit von Rose muss man zwar mögen, doch ist sie immer ein Garant für den richtigen Riecher bei aussichtslosen Fällen. Mit Hilfe von Gordon stöbern Carl und Assad auch in ihrer Vergangenheit und helfen Rose aus dem Sumpf ihrer Gedanken. Hier leiden eingefleischte Dezernat Q-Fans mit allen Figuren mit, denn mittlerweile sind mir Carl, Assad, Rose und nun auch Gordon schon sehr ans Herz gewachsen. Es freut mich, dass die Vergangenheit von Rose endlich aufgedeckt wird. Im nächsten Band sollen wir dann auch mehr über Assad erfahren.

Der Spannungsaufbau beginnt langsam. Zuerst ist man wegen der vielen Handlungsstränge etwas verwirrt, die auf dem Leser wirken, als würden sie nicht zusammenpassen. Doch nach und nach setzt sich Puzzleteilchen um Puzzleteilchen aus den aktuellen Morden mit dem alten Fall, den Carl und Assad bearbeiten, zusammen. Das dauert jedoch und führt zu einem hohen Spannungsbogen auf den letzten zweihundert Seiten, bei dem man das Buch nicht mehr aus der Hand legen möchte. Jussi Adler Olsen versteht es perfekt die verschiedenen Handlungsstränge so geschickt zu verweben, dass am Ende eine komplexe Geschichte, sowie ein logisches Ende ohne offene Fragen zurückbleibt und den Leser das Buch zufrieden zuklappen lässt.

Man kann den siebenten Band problemlos auch als Einzelgeschichte lesen, jedoch versteht man manche  Zusammenhänge weniger, wenn die Vorgeschichten dazu nicht bekannt sind.

Cover:
Nachdem ich das Originalcover etwas genauer betrachtet habe, weiß ich was es zeigen soll...kann aber nicht mehr dazu verraten, außer dass der Hintergrund eine Fliesenwand darstellen soll. Mehr geht leider nicht, sonst würde ich spoilern. Schön finde ich es auf jeden Fall nicht. Da gefällt mir das deutsche Cover besser - vorallem der dunkellila Hintergrund.
Auch den Titel des Buches finde ich nicht unbedingt zum Inhalt passend...aber hier geht es wohl eher um gutes Marketing ;)


Fazit:
Der siebente Fall ist äußerst komplex und hält einige Überraschungen bereit. Jussi Adler-Olsen versteht es viele Handlungsstränge gekonnt zu einer spannenden Geschichte zu verknüpfen. Für Dezernat Q Fans ein absolutes MUSS, denn dieser Band der Reihe ist definitiv um vieles besser, als die beiden Vorgänger.

Vielen Dank an den dtv Verlag für das Rezensionsexemplar!

Die Reihe um das Sonderdezernat Q:
  1. Erbarmen- leider keine Rezi...ist aber daer beste Band der Reihe!
  2. Schändung *Rezi*
  3. Erlösung *Rezi*
  4. Verachtung  *Rezi*
  5. Erwartung  *Rezi*
  6. Verheißung  *Rezi*
  7. Selfies

Verheißung - Jussi Adler Olsen


    • Gebundene Ausgabe: 608 Seiten
    • Verlag: dtV Verlag (16. März 2015)
    • ISBN-10: 3423280484
    • ISBN-13: 978-3423280488
    • Originaltitel: Den grænseløse
    • Genre: Thriller
    • Reihe: ja - Der sechste Fall für Carl Mørck


dtV Kurzbeschreibung: 
Siebzehn Jahre lang hat Polizeikommissar Christian Habersaat vergeblich versucht, den Tod einer jungen Frau aufzuklären, die kopfüber in einem Baum hängend aufgefunden wurde. Kurz nachdem er Carl Mørck um Hilfe gebeten hat, kommt er auf schockierende Weise ums Leben - und nur wenig später sein Sohn. Die Recherchen des Sonderdezernats Q führen nach Öland, zu einem obskuren »Zentrum zur Transzendentalen Vereinigung von Mensch und Natur«. Carl Mørck und seine Assistenten ahnen nicht, dass sie sich in tödliche Gefahr begeben ...

Meine Bewertung: schwache * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Ich liebe die Reihe rund um das Dezernat Q und Carl Morck und habe schon sehnsüchtig auf den neuesten Thriller gewartet. Leider muss ich sagen, dass mich dieser sechste Fall nicht wirklich fesseln konnte.

Carl erhält einen mysteriösen Anruf eines Polizeikollegen, bei dem er das Sonderdezernat Q um Hilfe bittet. Kurze Zeit später ist dieser tot. Bei seiner Verabschiedung in den Ruhestand schießt er sich eine Kugel in den Kopf. Nur mit Widerwillen machen sich Carl, Assad und Rosie auf nach Öland. Bei den Nachforschungen ist eines sofort klar: Habersaat arbeitete wie verrückt an einem Fall, der ihm Zeit seines Lebens nicht zur Ruhe kommen ließ. Der Tod eines jungen Mädchens, das eines Morgens vor 17 Jahren angefahren und  kopfüber im Baum hängend, aufgefunden wurde. Damals hieß es Fahrerflucht, doch für Habersaat war es eindeutig Mord. Jahrelang hat er Indizien und Spuren gesammelt und hinterlässt dem Dezernat Q Papierberge. Carls erster Weg ist die Identifizierung des Kleinbusses, der das Mädchen angefahren hat. Doch das ist gar nicht so einfach und nach siebzehn Jahren sind alle Spuren kalt. Doch dann findet Carl ein unscharfes Foto und alle Wege scheinen zu einer okkulten Gemeinschaft und seinem spirituellen Anführer zu führen.....

Es gibt auch in diesem Buch der Reihe wieder zwei Handlungsstränge. Einer, der wie gewohnt den Ermittlungsarbeiten dient und auch Teile aus der Vergangenheit miteinbringt. Der zweite Handlungsstrang  führt uns zu einer esoterischen Gemeinschaft, die sich »Akademie für die Vereinigung von Mensch und Natur« nennt.
Leider benötigt Adler-Olsen in seinem sechsten Fall sehr lange bis endlich Spannung aufkommt. Eigentlich sind nur die letzten hundert Seiten, wie ich es vom Autor gewohnt bin. Der Rest ist seitenweise Inhalt, der teilweise auch weggelassen hätte werden können. Der Spannungsbogen flaut nach der Einführung gehörig ab und ich musste mich teilweise wirklich zwingen weiterzulesen, denn ich wusste ja, dass der Autor schreiben kann! Als auch noch ein total unnötiger Teil aus Carls Druckluftnaglerfall eingeschoben, aber nur angerissen wurde und in Wirklichkeit keine neue Erkenntnisse gewonnen wurden, war ich knapp am abbrechen. Doch dann ging es wieder langsam aufwärts und der Schluss hatte einige spannende, wenn auch manchmal etwas unrealistische Szenen zu bieten.

Auch bei der Entwicklung der Hauptfiguren tat sich kaum etwas. Carls Leben scheint sich im Moment nur im Dezernat abzuspielen. Auf die Lüftung des Geheimnisses rund um Assad müssen die Leser weiter warten und Rosie.....ja, das gab es nur am Schluss einen kleinen Knalleffekt, der mich aber im Unklaren ließ, wohin er führen solll....
Für mich der bei weiten das schlechteste Buch der Reihe! Nur der endlich spannende Schluss konnte die drei Sterne retten....

Cover:

Das Pendel ist auf beiden Covern zu sehen. Es kommt auch in einem Teil der Geschichte vor und passt für mich. Sonst finde ich das deutsche Cover schöner, auch wenn ich beide nicht wirklich ansprechend finde.


Fazit:
Leider konnte mich der sechste Fall rund um das Dezernat Q nicht fesseln. Unnötige Längen, zu detailliert, mit Entwicklungen, die nicht dem Fall dienen, kein Spannungsbogen. Für Fans der Reihe zwar ein "must read", aber für mich eine große Enttäuschung. Ich hoffe auf den siebenten Fall.....




Erwartung - Jussi Adler Olsen


    • Gebundene Ausgabe: 576 Seiten
    • Verlag: dtv; Auflage: 1. Auflage. (13. September 2013) 
    • ISBN-10: 3423280204
    • ISBN-13: 978-3423280204
    • Originaltitel: Marco effekten
    • Reihe: Ja - fünfter Fall für Carl Mørck, Sonderdezernat Q

 Amazon Kurzbeschreibung: 
Marco ist fünfzehn und hasst sein Leben in einem Clan,dessen Mitglieder von ihrem gewalttätigen und zynischen Anführer Zola in die Kriminalität gezwungen werden. Als er sein Sklavendasein nicht mehr aushält und flieht, stößt er ganz in der Nähe von Zolas Wohnsitz auf eine Männerleiche …Die Suche nach dem Mörder führt Carl, Assad, Rose und Gordon, den Neuen im Sonderdezernat Q, tief hinein in das Netzwerk der Kopenhagener Unterwelt, in den Sumpf von Korruption und schweren Verbrechen in Politik und Finanzwelt– und sie zieht Kreise bis in den afrikanischen Dschungel.

Meine Bewertung: * * * * 

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Einmal um die Welt Challenge

Meine Meinung:
Als bekennender Fan des Autors freute ich mich schon auf seinen 5. Fall um das Dezernat Q. Während mich "Das Alphabethaus" alles andere als fesseln konnte, liebe ich seine Geschichten um Carl Mørck und sein Team. "Erwartung" war für mich wieder einer der besseren Thriller und konnte meine Enttäuschung gegenüber des letzten Falles etwas revidieren. Spannung von der ersten bis zur letzten Seite, auch wenn es diesmal etwas länger dauerte, bis die Geschichte in Kopenhagen und rund um das Dezernat Q begann.

Im ersten Kapitel befindet sich der Leser nämlich in Afrika und ist Zeuge eines Anschlages auf einem engagierten dänischen Entwicklungshelfer.
Anschließend lässt uns der Autor einen Blick in die Korruptionen der Politik und Bankenwelt werfen, die wohl in ähnlicher Weise in jedem westlichen Land zu finden sind.
Und erst danach lernen wir Marco kennen, einen 15jährigen Roma-Jungen, der einer Bettler- und Kinderdiebesbande angehört. Zola, der Anführer des Clans, regiert mit Gewalt und der Angst der Kinder. Wer nicht spurt wird misshandelt, wer zuwenig Geld einbringt, wird zum Invaliden gemacht. Schulausbildung gibt es keine und wird das Pflaster zu heiß, wird einfach weitergezogen.
Marco jedoch ist ein kluges Kerlchen und hat sich selber lesen und schreiben beigebracht und möchte einfach nur ein normales Leben führen: zur Schule gehen und in einer intakten Familie wohnen.
Als er Zeuge eines Wortwechsels zwischen seinen Vater und Zola wird, flüchtet er. Ab diesen Zeitpunkt ist er auf der Flucht: zuerst vor Zola und seiner Bande, später aber auch von der Polizei und Kindersoldaten.


Wie Marco es schafft vor seinem Clan zu fliehen, ist spannend beschrieben. Auch die folgenden Handlungen, die alle ineinander verwoben sind, und die letztendlich zu einem großen Ganzen zusammenführen, lassen einem kaum Luft holen.
Jussi Adler Olsen hat hier viele Themen in ein Buch gepackt: Korruption, Geldwäscherei, Bettlerbanden. Kindersoldaten, Entwicklungshilfe,....fast werden es zu viele Themen!

Und dabei kommt auch fast das Dezernat Q zu kurz. Karl ist diesmal besonders griesgrämig. Aber kein Wunder, denn er bekommt einen neuen Vorgesetzten und als er Mona einen Heiratsantrag machen will, gibt sie ihm den Laufpass! Von Assads Vergangenheit wird ein bisschen mehr gelüftet, allerdings noch immer viel zu wenig, um zu erfahren, wer er wirklich ist. Und Rose nimmt sich den Neuen, Gordon, etwas zur sehr zur Brust...

Warum es nicht mehr als 4 Sterne geworden sind liegt daran, dass die Flucht von Marco sich über das ganze Buch ertrseckt. Ist es anfangs noch nachvollziehbar und fiebert man mit dem Jungen mit, so wird es von Seite zu Seite unglaubwürdiger. Wie es ein 15jähriger Junge, ganz auf sich allein gestellt, schaffen soll, sich gegen den ganzen Clan, die Polizei und zum Schluss auch noch gegen ausgebildeten Kindersoldaten, immer wieder zu stellen und zu überleben, ist einfach unrealistisch.

Schade, denn die Geschichte drumherum, die von Korruption und schweren Verbrechen in Politik und Finanzwelt handelt, ist eigentlich ganz gut. Die brisanten Themen, die uns täglich in den Nachrichten mehr oder weniger verfolgen, werden sehr gut in die Geschichte eingebaut und alle Handlungen werden zum Schluss hin logisch verknüpft. Auch die Spannung kommt hier nicht zu kurz.

Cover:
Passend zur Reihe um die Fälle des Dezernats Q. Die deutschen Titel finde ich allerdings nur mehr verwirrend und alle ähnlich klingend. Man kann bald dem Titel nicht mehr den Inhalt zuordnen, da alles gleich klingt.

Schreibstil:
Ein typischer Adler Olsen - manchmal etwas deftig, aber wie gewohnt flüssig und unterhaltsam.

Fazit:
Der fünfte Fall ist für mich wieder besser als der Vorgängerband, sehr spannend geschrieben und er wartet mit vielen aktuellen und brandheißen Themen auf. Einzig die unrealistische Darstellung einer Flucht eines Einzelnen gegenüber einem verbrecherischen Clan, der Polizei und ausgebildete Kindersoldaten, hat meine Sternchenzahl auf gerade noch vier runtergeschraubt. Ansonsten wieder ein gewohnt guter Jussi Adler Olsen!
Wer seine anderen Fälle mochte, wird auch diesen lieben!



Verachtung - Jussi Adler-Olsen

    • Gebundene Ausgabe: 544 Seiten
    • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (24. August 2012)
    • ISBN-10: 3423280026
    • ISBN-13: 978-3423280020
    • Originaltitel: Journal 64
    • Genre: Thriller


Amazon Kurzbeschreibung:
Eine Reihe vermisster Personen aus dem Jahr 1987, die durch eine Person und deren entsetzliches Schicksal verbunden sind: Nete Hermansen. Eine junge Frau ohne jede Chance auf ein selbstbestimmtes Leben, von Menschen grausam misshandelt, wird zwangssterilisiert durch einen fanatischen Arzt und verbannt nach Sprogø, der Insel für ausgestoßene Frauen. Sie nimmt grausam Rache ... 

Meine Bewertung: * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Wälzer Challenge

Buch zur"Die dunklen Tage" Challenge

Meine Meinung:
"Verachtung" ist der 4. Band dere Reihe um das Sonderdezants Q und seinen Ermittlern Carl Mørck, Rose und Assad und für mich leider nicht der Beste.
Mit Spannung habe ich, nach dem für mich eher als Flop erwiesenen "Alphabethaus", seinem Debütroman aus dem Jahre 1997, auf eine weitere Geschichte um Carl Morck gewartet.
Bereits der Anfang liest sich etwas zäh...
Der Autor switcht zwischen den Jahren 1985, 1987 und 2010 hin und her...oftmals auch mitten im Kapitel. Doch durch die verschiedenen Personen, die mit den Jahren verbunden sind, kommt keine Verwirrung auf.

Wir lernen im Prolog zuerst Nete Hermansen kennen. Sie ist neben den Ermittlern eine der Hauptprotagonisten. Von Kindesbeinen an bleibt sie wahrlich auf der Strecke. Durch den frühen Tod der Mutter muss sie schwer am elterlichen Bauernhof mitarbeiten, wird vergewaltigt und als Hure beschimpft. Dem Vater wird das Sorgerecht entzogen und Nete wird von einer Pflegefamilie zur nächsten weitergereicht, wo ihr jedoch nie jemand nur ein Fünkchen Liebe entgegenbringt. Der Abstieg beginnt und schlussendlich landet die junge Frau in einer Anstalt für sozialhygienisch aussortirten Frauen auf derkleinen, einsamen Insel Sprogø. Die Zeit dort wird ihr als Vorhof der Hölle in Erinnerung bleiben und erst Jahre später, als Sie ihren Peiniger wiedertrifft, schwört sie Rache.

Mørck und Co. wiederum stoßen im Jahre 2010 auf Vermisstenfälle aus dem Jahre 1987, auf die sie aufmerksam werden. Sind doch innerhalb kurzer Zeit mehrere Personen verschwunden und bis heute nicht wieder aufgetaucht.
Während Rose und Assad in der Vergangenheit wühlen, stoßen sie immer wieder auf den rechtsextremen Frauenarzt Curd Wad, der mit 88 Jahren nochmals versucht seine Partei "Klare Grenzen" erfolgreich in Dänemark zu etablieren. Wad und seine popolistischen Freunde vertreten nicht nur braunes Gedankengut, sondern maßen sich schon seit Jahrzehnten an, Frauen in zwei Schichten zu teilen: Jene Schicht, die Dänemark vertreten kann, nämlich gebildete "reinrassige" Frauen und diejenigen aus der Unterschicht, denen das Leben nicht so gut mitspielt hat, schlechte Zukunftsprogonosen haben oder ganz einfach Ausländerinnen sind. Gemeinsam mit seiner Gruppe "Geheimer Kampf" werden diese Frauen zwangssterilisiert, damit nur reine und gebildete Dänen zur Welt kommen. Besonders auf der Insel Sprogø kommt er zum Einsatz....

Während Morck, Rose und Assad den verschwundenen Personen auf der Spur sind, müssen sie diesmal auch einen Kampf gegen "die Mafia Wad's" führen, der seine Leute einfach überall eingeschleust hat.

Die Handlungsstränge sind geschickt verwoben, doch so richtige Spannung kommt nur teileise auf.
Das Thema dürfte Adler-Olsen jedoch sehr am Herzen gelegen haben, denn im Nachwort betont der Autor nochmals, dass es diese Anstalt auf Sprogø von 1923 bis 1961 wirklich gegeben hat und in diesen Zeitraum  etwa 10.000 Sterilisationen, die meist unter Zwang, durchgeführt wurden.
Auch die Sprache des Autors fand ich diesmal, besonders auf den ersten 200 Seiten, eher spröde...es fehlt der Witz der ersten drei Bände.

Fazit: Meiner Meinung nach kann der vierte Band um das Sonderdezanat Q nicht mit den Vorgängerbänden mithalten. Eher krimilastig anstatt Thriller und teilweise fehlende Spannung.Hoffentlich wird Band 5 wieder besser....Für Fans der Reihe trotzdem ein "Muss".






Das Alphabethaus - Jussi Adler-Olsen

Dänischer Originaltitel: Alfabethuset

Amazon Kurzbeschreibung:
Der Absturz zweiter britischer Piloten hinter den feindlichen Linien… Ein Krankenhaus im Breisgau, in dem psychisch Kranke als Versuchskaninchen für Psychopharmaka dienen…
Die dramatische Suche eines Mannes nach seinem Freund, den er dreissig Jahre zuvor im Stich gelassen hat…

Meine Bewertung: * *  undeinhalb

Buch zur Liebe, Tod und Ehre Challenge
Buch zur Wälzer Challenge

Meine Meinung:
Puh...ich muss sagen, ich bin froh, dass Buch nun endlich fertig gelesen zu haben. Zwischenzeitlich war ich knapp davor abzubrechen .....
Eigentlich bin ich ein Fan von Jussi Adler-Olsen Thrillern, die sich um das Sonderdezernat Q drehen.
Dass "Das Alphabethaus" ganz was anderes sein würde, wusste ich, aber trotzdem hatte ich nicht damit gerechnet, dass ich mir mit diesem Buch so schwer tun würde.

Die Geschichte begann eigentlich ganz spannend. Zwei englische Piloten, Bryan und James, seit den Kindertagen die besten Freunde, werden bei einem Aufklärungsflug über Deutschland abgeschossen  und müssen vor den Feinden flüchten. Als sie in die Enge getrieben werden, springen sie auf einen Lazarettzug auf. Die einzige Chance lebend im Zug zu bleiben, ist sich unter die SS-Soldaten zu mischen und sich  als solche auszugeben. Im Waggon, den sie gewählt haben, befinden sich Geisteskranke, vom Krieg psychisch und physisch schwer verwundete und auch Simulanten.
Bei der Geschichte, wie es den Beiden gelingt, sich als Deutsche auszugeben, wobei nur einer der Beiden auch deutsch spricht, sich mit dreckigen Fingernägeln das SS Zeichen einritzt oder sich mit einer fremden Blutgruppe Blut geben lässt...naja, das fand ich schon sehr grenzwertig!!!
Die Seiten, die sie sich als Geisteskranke im Zug aufhalten, wollten einfach nicht vergehen....schlimmer wurde es dann, als sie im Alphabethaus - eine Einrichtung für geisteskranke Nazis, die behandelt werden um wieder für die Front kämpfen zu können - landen. Seite um Seite wurde nur erzählt, wie sie den Tag verbrachten: vor sich hin summend, mit dem Oberkörper schaukelnd, Tabletten und bestimmte Elektroschocks über sich ergehen lassen müssen usw.
Hier war ich soweit das Buch abzubrechen und mich einer anderen Lektüre zu widmen....warten doch so viele schöne Bücher auf mich!

Dann wurde ich doch neugierig, wie einen der beiden Engländer die Flucht gelang...las dort weiter und kam dann zum 2. Teil, wo Bryan sich in England wieder ein Leben aufgebaut hatte, aber sich über zwei Jahrzehnte lang schuldig fühlte, seinen Freund im Alphabethaus zurückgelassen zu haben.
Diese Schuld führt in wieder zurück nach Deutschland und in Freiburg trifft er auch wieder auf drei der gefürchtetsten SS-Männer aus genau den Waggon damals, die er als Simulanten enttarnte.
Ab hier wird es zwar spannender, aber unglaubwürdig finde ich die ganze Geschichte von vorn bis hinten.
Ich kann das Buch auch nicht wirklich einem Genre zuordnen. Man könnte es als Kriegsroman,
Krimi oder Roman über Schuld und Freundschaft beschreiben....

Fazit: Leider kann Jussi Adler-Olson's Debütroman, der nun nach den Erfolgen seiner Dezernat Q Thriller veröffentlicht wurde, bei weitem nicht mit dieser Reihe  mithalten. Eigentlich auch nicht verwunderlich, nachdem es sein erste Roman ist. Trotzdem fehlte es mir sehr an Spannung, aber viel mehr gestört haben mich die Ungereimtheiten und plötzlichen "Zufälle".


Erlösung - Jussi Adler-Olsen

Dänischer Originaltitel: Flaskepost fra P

Amazon Kurzbeschreibung:
Der Hilfeschrei im Inneren einer verwitterten Flaschenpost blieb jahrelang unentdeckt. Dann landet die Botschaft im Sonderdezernat Q für unaufgeklärte Fälle. Ihre mühsame Entzifferung führt Carl Mørck und seinen Assistenten Assad auf die Spur eines entsetzlichen Verbrechens: Der Hilfeschrei, mit menschlichem Blut geschrieben, ist offenbar das letzte Lebenszeichen zweier Jungen, die Jahre zuvor entführt worden waren. Doch wer sind diese Jungen? Warum haben ihre Eltern nie eine Vermisstenanzeige aufgegeben? Sind sie womöglich noch am Leben? Bald steht fest: der Täter läuft noch immer frei herum … 

Bewertung: * * * * undeinhalb
14. Buch der Thriller-Challenge

Meine Meinung:
Voller Vorfreude habe ich schon auf diesen Band gewartet und ihn gleich in der Bücherei reservieren lassen. Und ich wurde nicht enttäuscht! Auch mit seinem dritten Buch der Reihe um Kommissar Carl Morck vom Sonderdezanat Q, sowie seinen Assistenten Assad und Rose/Yrsa, konnte mich der Autor wieder begeistern.

Der Thriller beginnt zuerst etwas gemächlich und lässt einem in die neue Geschichte eintauchen. Danach lernen wir auch bald den Mörder kennen und mit Ihm Stück für Stück seine Denkweise und sein Motiv. Dieses rührt aus seiner Familiengeschichte, die ihn zuerst als misshandeltes Opfer darstellt und danach langsam zum Täter mutiert.
In diesem Band, wo hauptsächlich Kinder die Mordopfer sind, fiel es mir schon manchmal schwer das Leiden der Kleinen mitzuerleben, obwohl Jussi Adler-Olsen nicht allzu blutrünstig schreibt im Vergleich zu anderen Thrillerautoren.

Besonders die Charaktere des Buches finde ich immer wieder toll vom Autor beschrieben. In jedem Band erfahren wir stückchenweise mehr und mehr über Assad und Rose und ich bin schon neugierig wie es mit den Beiden weiter gehen wird und welchen Hintergrund Assad hat.
Mehr zum Inhalt möchte ich nicht verraten, denn in der Kurzbeschreibung steht schon mal alles, was man vorher wissen darf...
Einen Bonus zum Buch gibt es auch.Wer sich unter der im Buch angegebenen Internetadresse einloggt, bekommt einige amüsante Zusatzinformationen von Jussi Adler-Olsen zu den Handlungsorten geliefert

Fazit: Wieder ein tolles Buch des Autors, wenn nicht sogar der beste Band. Wer das dänische Duo/Trio rund um Carl, Assad und Rose schon in den Vorgängerbänden mochte, wird auch dieses Buch lieben! Klare Leseempfehlung!

Schändung - Jussi Adler Olsen


Klappentext:
Ein Leichenfund in einem Sommerhaus in Rorvig. Ein Geschwisterpaar ist brutal ermordet worden. Der Verdacht fällt auf eine Gruppe junger Schüler eines exklusiven Privatinternats, die für ihre Gewaltorgien bekannt sind. Erst Jahre nach dem Mord ist einer von ihnen geständig.
Zwanzig Jahre später. Als Carl Morck vom Sonderdezernat Q für unaufgeklärte Fälle in Kopenhagen aus dem Urlaub zurückkommt, hält ihm sein Assistent Hafez el-Assad die alte Rorvig Akte unter die Nase. Niemand weiß, warum sie wieder aufgetaucht ist. Der Fall war schließlich geklärt. Dennoch scheint jemand daran interessiert zu sein, die Geschichte noch einmal aufzurollen. Als den Ermittlern von oberster Stelle weitere Nachforschungen strikt verboten werden, ist ihnen sofort klar, dass hier etwas zum Himmel stinkt. Die Spuren führen hinauf bis in die höchsten Kreise der Gesellschaft, in die Welt der Aktienhändler, Reeder und Schönheitschirurgen – und sie führen ganz weit nach unten, zu Kimmie, einer Obdachlosen: äußerlich hart wie Granit, doch mit einer blutenden Seele. Diese Frau scheint etwas zu wissen, das drei höchst einflussreichen Männern zum Verhängnis werden könnte. Die Treibjagd ist eröffnet.

Fazit: +++einhalb
 (Fünftes Weltreise-Challengebuch)

Vom ersten in Deutsch veröffentlichen Buch von Jussi Adler Olsen "Erbarmen" war ich begeistert. Deshalb freute ich mich schon sehr auf den nächsten Band um den etwas mürrischen Kommissar Carl Morck und seinen Assistenten Assad. Leider ist das Ergebnis dann meistens eine Enttäuschung. Ich möchte eigentlich nicht sagen, dass dieses Buch eine Enttäuschung war, denn es ließ sich wieder gut lesen und war teilweise spannend, aber man wusste vom Anfang an wer die Täter sind, nur nicht wie die Polizei Ihnen habhaft werden kann und darauf baut dieser Thriller eigentlich auf.
Man lernt die verschiedenen - wirklich verachtungswürdigen - Täter, die ein Elite-Internat besucht haben und heute allesamt reich und erfolgreich sind, kennen und wird nach und nach mit all den Grausamkeiten (ja, das Buch ist teilweise sehr brutal) konfrontiert. Besonders hervorgehoben wird Kimmie, das einzige Mädchen der Gruppe. Trotzdem kommt keine durchgehende Spannung auf...ich konnte das Buch jederzeit zur Seite legen und aufhören zu lesen....schade! Vieles, was den ersten Band auszeichnet, ist hier leider nicht mehr vorhanden und man kann nur hoffen, dass der nächste Band um Carl Morck wieder besser wird.

 

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