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Mademoiselle Marie hat von der Liebe genug - Gilles Legardinier



    • Taschenbuch: 448 Seiten
    • Verlag: Goldmann Verlag (18. Januar 2016)
    • ISBN-10: 3442483689
    • ISBN-13: 978-3442483686
    • Originaltitel: Ça peut pas rater
    • Genre: Gegenwartsliteratur


Goldmann Kurzbeschreibung:
Nachdem Marie Lavigne von ihrem langjährigen Freund verlassen und aus der gemeinsamen Wohnung geworfen wurde, ist sie am Boden zerstört. Als ihr Scheusal von Chef sie am nächsten Tag auch noch demütigt, werden Marie zwei Dinge klar: Nicht nur ist die Liebe Quelle allen weiblichen Unglücks, sondern es wird auch höchste Zeit, der Männerwelt an sich abzuschwören. Doch das Leben ist voll Zauber, und Maries wunderbare Freunde lassen sie nicht lange an Bitterkeit festhalten. Und als sie geheimnisvolle Briefe von einem charmanten Verehrer bekommt, gerät ihr Entschluss, der Liebe zu entsagen, bedenklich ins Wanken ...

Meine Bewertung: * * undeinhalb

Buch zur Goldmann Challenge

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Nachdem mir das erste Buch von  Gilles Legardiniers, "Julie weiß, wo die Liebe wohnt", sehr gut gefallen hat, wollte ich auch die anderen beiden Bücher des Autoren gerne kennenlernen. Während "Monsieur Blake und der Zauber der Liebe" noch immer in meinem SuB Regal vor sich hin dämmert, habe ich endlich mein Rezensionsexemplar "Mademoiselle Marie hat von der Liebe genug" gelesen und ich muss zugeben, ich habe mich leider richtig durchgequält. Ich legte den Roman immer wieder zur Seite und musste mich aufraffen weiter zu lesen und bin deswegen auch kaum vorwärts gekommen.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht, wie aus dem Titel bereits ersichtlich, Marie Lavigne. Sie ist gerade erst von ihrem Freund verlassen worden, der längst eine Neue hat, während Marie noch fassunglos vor den Trümmern ihrer Liebe steht. In ihrem Inneren hat sie bereits gespürt, dass die Beziehung in letzter Zeit nicht mehr das ist, was sie einmal war.....und trotzdem trifft es sie hart. Sie verliert aber nicht nur ihren Lebensgefährten, sondern wird auch noch aus der gemeinsamen Wohnung geworfen. Auch im Job gibt es einige Probleme, denn Marie's Chef scheint einige Umstrukturierungen in der Firma zu planen und als Personalchefin ist sie eine der ersten Ansprechpersonen. Als sich Marie gegen ihren Chef stellt und sich für ihre Kollegen einsetzt, steht auch ihr Job auf wackeligen Beinen. Doch Marie rechnet nicht mit ihren Mitarbeitern und plötzlich wird aus der unscheinbaren Marie eine Kämpferin...

Ich liebe französische Romane und den laissez-faire Stil, doch dies ist nun bereits der zweite französische Roman innerhalb von wenigen Monaten, der mich nicht überzeugen konnte. Woran liegt es? So ganz weiß ich es nicht, aber ich fand die Figuren ziemlich klischeehaft und auch die Geschichte ist relativ vorhersehbar.
Maries Ex-Freund ist ein typisches Ekel, ein Mann, der auch noch Lügen über sie verbreitet. Und Marie lässt dies alles geschehen bzw. über sich ergehen. Das konnte ich gar nicht verstehen, vorallem weil in der Geschichte immer wieder daraufhingewiesen wird, dass sie genug von den Männern habe und Rache üben wird. Sie kommt zwar manchmal etwas zornig rüber, aber im Endeffekt wird mehr darüber geschrieben, als Marie auch wirklich danach handelt. Als sie plötzlich anonymen Liebesbriefe erhält, bemerkt man nichts mehr von ihrer Wut gegen die Männerwelt. Im Gegenteil - sie checkt alle Männer in ihrer Umgebung ab und stellt sich die Frage, wer der heimliche Verehrer sein könnte. Sie beginnt sich schon eine gemeinsame Zukunft mit dem momentanen Hauptverdächtigen auszumalen, bis sie entdeckt, dass es dieser Mann doch nicht sein kann. Kurz darauf beginnt das Spiel mit dem Nächsten von vorne und gerade das finde ich sehr unglaubwürdig! Erstens ist Marie keine 13 mehr, sondern 30 und zweitens schwört sie ein paar Seiten zuvor gänzlich der Männerwalt ab, um sich dann einen Mann nach dem anderen als zukünftigen Partner vorzustellen. Dies entzieht sich meiner Logik - sorry! Und das ist eigentlich der ganze Inhalt zu diesem Roman, der für mich ziemliche Längen hatte. Ich musste mich teilweise richtig durch die Handlung durchkämpfen...

Als Katzenmama muss ich noch sagen, dass der Autor wohl noch nie ein Kätzchen besessen hat, denn sonst würde er wohl dieses kleine Lebewesen in seinem Roman nicht einen ganzen Tag und eine Nacht ohne Fressen und Toilette in ein Zimmer einsperren und danach einfach zum nächsten Thema übergehen!

Charaktere:
Marie war für mich nicht unbedingt ein Sympathieträger. Sie wirkt chaotisch, unüberlegt und flatterhaft. Ihr Benehmen ist nicht mit einer lebenserfahrenen Mittdreißigerin und Personalchefin im Einklang zu bringen. Auch die anderen Charaktere wirken überspitzt und oberflächlich. Wie bereits oben beschrieben, erschienen mir die Figuren zu klischeehaft und eindimensional, außerdem stark überzeichnet. Einige Aktionen konnte ich überhaupt nicht nachvollziehen

Schreibstil:
Erzählt wird der Roman in der Ich-Perspektive und aus Maries Sicht. Das sollte eigentlich ihre Gefühlswelt dem Leser besser rüberbringen, jedoch hatte ich nicht das Gefühl sie von Seite zu Seite besser zu kennen. Die Kapitel sind kurz gehalten, der Schreibstil des Autors ist teilweise sehr knapp und dann wieder sehr ausgeschmückt und verspielt. Einige Lebensweisheiten sind besonders zu Beginn der Geschichte eingestreut und motivieren zum Niederschreiben.

Cover:
Das französiche Originalcover gefällt mir leider gar nicht. Es ist aber den anderen Büchern angelehnt, auf denen sich ebenfalls eine Katze befindet. In diesem Roman spielt wenigstens auch eine mit, was ja im ersten Band z. Bsp. nicht der Fall war.

Der französische Titel heißt so in etwa übersetzt: Nicht zu verfehlen.....ja, die arme Katze wird auf dem Cover wohl vom Kaktus getroffen.....was es mit dem Inhalt des Buches zu tun hat, erschließt sich mir allerdings nicht ganz.

Fazit:
Nachdem mir der erste Roman des Autors sehr gut gefallen hat, bin ich von "Mademoiselle Marie hat von der Liebe genug" sehr enttäuscht. Mich konnte weder die Geschichte, die einige Längen aufweist, noch die Charaktere überzeugen. Der Roman wird sicher seine Fans haben, ich gehöre leider nicht dazu.


Vielen Dank an den Goldmann Verlag und das Bloggerportal für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

Julie weiß, wo die Liebe wohnt - Gilles Legardinier


    • Taschenbuch: 384 Seiten
    • Verlag: Goldmann Verlag (20. Mai 2013)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3442479002
    • ISBN-13: 978-3442479009
    • Originaltitel: Demain j'arrête
    • Genre: Roman

Amazon Kurzbeschreibung: 
Julie Tournelle hat schon viele verrückte Dinge in ihrem Leben getan. Doch als sie sich in das Namensschild ihres neuen Nachbarn verliebt, wirft sie endgültig jede Vernunft über Bord. Tagelang bezieht sie Posten hinter dem Türspion, um einen Blick auf den Unbekannten zu erhaschen. Dumm nur, dass er gerade dann auftaucht, als ihre Hand in seinem Briefkasten festklemmt. Doch Ricardo befreit sie nicht nur aus der misslichen Lage, sondern lädt sie sogar zum gemeinsamen Joggen ein. Julie weiß, sie sollte zugeben, dass sie nur in Notfällen läuft – wenn es brennt, oder ein kleiner böser Köter sie verfolgt – statt zu behaupten, sie sei begeisterte Langstreckenläuferin. Aber eigentlich ist doch in der Liebe alles erlaubt, oder?

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur ABC Challenge

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Einmal um die Welt Challenge

Meine Meinung: 
Mit einem Seufzer habe ich das Buch zugeschlagen, als ich es beendnt hatte. Was für eine gefühlvolle und herzliche Geschichte um die Endzwanzigerin Julie, die sich meistens mehr Gedanken um alle anderen, als um sich selbst macht. Deshalb hat sie auch ihr Studium abgebrochen, als ihr Exfreund und Musiker Didier zu unterstützen war und hat einen ungeliebten Job in der Bank angenommen. Als ein neuer Mieter einzieht, findet sie alleine schon den namen Ricardo Patatras so interessant, dass sie unbedingt den dazugehörigen mann sehen muss. Doch das ist gar nicht so einfach und Julie schlittert von einer peinlichen Situation in die nächste. Als er sie auch noch aus dem Briefkasten retten muss, wo ihre Hand steckenblieb, scheint alles verloren. Doch Julie gibt nicht auf. Sie fasst den Entschluss ihr Leben radikal zu ändern und einen Sinn darin zu finden. Eine Jobveränderung ist der erste Schritt in ihr neues Leben, aber nicht der letzte!

Was sich hier ziemlich verrückt anhört und ich oft den Kopf schütteln musste, was Julie alles unternimmt um Ric zu treffen und wie ihre Gedanken nur um ihn kreisen, ist schon sehr komisch und erinnerte mich ein bisschen an "Die fabelhafte Welt der Amélie". Denn auch hier wird die Geschichte trotz mancher irrwitzigen Situationen so liebevoll erzählt, dass man die Hauptprotagonistin einfach nur lieben muss.
Julie ist chaotisch, liebenswert, hilfsbereit und sie sprüht nur so vor Ideen.

Der französische Flair des Buches spielt hier genauso eine Rolle, wie die Frage, was Ric eigentlich verbirgt. Und das ließ mich einfach nicht los und so flogen die Seiten nur so dahin.
All die Nebencharaktere in dieser Geschichte sind genauso liebevoll beschrieben wie Julie selbst. Man schließt sie alle ins Herz, egal ob es Julies Freund Xavier ist, den sie seit den Kindergarte kennt und der in seiner Werkstatt sein Traumauto bastelt, ihre Freundinnen, besonders ihre beste Freundin Sophie, die alle noch die große Liebe suchen, ihre Freundin Sarah, die ein Faible für Feuerwehrmänner hat, Madam Roudan aus dem gleichen Wohnhaus, die schwer erkrankt oder Madame  Bergerot, die energische Bäckereibesitzerin, die jeden Tag um ihr Plätzchen am Gehsteig mit den Gemüsehändler Mohammed, streitet oder auch Monsieur Calant, der jeden Tag fremde Menschen beldeidigt bis er selbst seine Lektion erhält. Als Leser fühlt man sich wie zugehörig inmitten dieser Gemeinschaft. Auch an Humor fehlt es hier wahrlich nicht.

Cover:

Ehrlich gesagt, gefällt mir das Originalcover - obwohl ich ein großer Katzenfan bin - überhaupt nicht. Es passt meiner Meinung nach gar nicht zur Geschichte. Julie hat nicht mal eine Katze....
Der Titel "Demain j'arrête", was so in etwa "Morgen werde ich ankommen" heißt und den Bezug auf Julies Motto ihr Leben ändern zu wollen, finde ich allerdings sehr passend.
Das deutsche Cover gefällt mir hingegen sehr gut. Der Titel....naja...

Schreibstil:
Kurze Kapitel lassen die Seiten nur so dahinfliegen. Der Schreibstil des Autors ist teilweise sehr knapp und dann wieder sehr ausgeschmückt. Obwohl sehr viel von Liebe die Rede ist, wird es zu keiner Zeit kitschig.


Und nun muss ich noch meinen einzigen Minuspunkt anführen, der den fünften Stern kostete. Das Ende!
Mit der Auflösung des Geheimnisses um Ric war ich nicht ganz zufrieden. Es war mir irgendwei zu unausgegoren, zu unrealistisch oder einfach nicht passend...ich weiß nicht. Auf jeden Fall war ich nicht zufrieden damit und hätte mir einerseits mehr Erklärungdazu gewünscht oder überhaupt einfach eine andere Auflösung.

Fazit:
Bis auf das für mich etwas enttäuschende Ende ist diese Geschichte absolut liebenswert und herzerwärmend. Wer französisches Flair und "Die fabelhafte Welt der Amélie" mag, wird auch dieses Buch lieben. Wunderbare Charaktere und ein Buch mit viel Herz, wobei es nie kitschig wird.



 

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