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Die Haushälterin - Joy Fielding

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     

    • Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
    • Verlag: ‎ Goldmann Verlag; Deutsche Erstausgabe Edition (19. Oktober 2022)
    • Übersetzer: ‎ Kristian Lutze
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 344231576X
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3442315765
    • Originaltitel: The Housekeeper
    • Genre: Roman, Spannungsroman



Goldmann Kurzbeschreibung:
Jodi Bishop ist erfolgreiche Maklerin und lebt mit ihrem Ehemann und zwei Kindern in Toronto. Da ihre Mutter an Parkinson erkrankt ist, beschließt sie, eine Haushälterin für ihre alternden Eltern einzustellen. Als sie die erfahrene Elyse trifft, ist sie begeistert von deren warmherziger, anpackender Art. Sogar Jodis skeptischer Vater scheint sie zu mögen. Aber schon nach kurzer Zeit nimmt Jodi beunruhigende Veränderungen wahr. Ihre Eltern verlassen kaum noch das Haus, ihre Mutter scheint sich regelrecht vor Elyse zu fürchten. Und als ihre Mutter unerwartet verstirbt, muss Jodi sich fragen: Wem hat sie da die Tür zum Leben ihrer Eltern geöffnet ...?

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Es ist schon eine Ewigkeit her, seitdem ich ein Buch von Joy Fielding gelesen habe. Vor meiner Bloggerzeit habe ich so einige der Autorin verschlungen. In meinen Blogger-Anfangszeiten habe ich nur mehr ein Buch der Autorin rezensiert. Es war allerdings mein bisher letztes, denn ab diesen Zeitpunkt war es vorbei mit den Büchern der Autorin, weil mir die letzten gelesenen Bücher nicht mehr wirklich gefallen haben.
Erst jetzt, zwölf Jahre später, habe ich zu ihrem neuersten Spannungsroman gegriffen. Die Rezensionen waren gut, der Plot sehr interessant und nachdem auch Nicole von "Zeit für neue Genres" sehr positiv über "Die Haushälterin" geschrieben hat, griff ich in der Bücherei zu.

Jodi Bishop lebt in Toronto, Kanada, ist erfolgreiche Maklerin, verheiratet, Mutter von zwei Kindern und sorgt sich um ihre Eltern. Ihre Mutter leidet an Parkison und ihr betagter Vater wirkt immer öfters überfordert. Ihre Schwester ist eine Egozentrikerin und ihr Mann möchte zu Hause nicht gestört werden, um seinen Roman, an dem er bereits seit zehn Jahren schreibt, zu vollenden. So bleibt alles an Jodi hängen, denn sie ernährt mit ihrem Einkommen die Familie. Als sie immer öfters auch am Abend oder am Wochenende für ihre Kunden da sein soll, wird ihr alles zuviel. Deshalb engagiert sie mit dem Einverständis ihres Vaters und ihrer Schwester Tracy eine Haushälterin für ihre Eltern und scheint mit Elyse einen Glücksgriff gemacht zu haben. Auch die anderen Familienmitglieder sind von Elyse begeistert. Doch mit der Zeit hegt Jodi Zweifel. Ihr Vater verändert sich immer mehr und Jodi ist im Elternhaus plötzlich unerwünscht.....

Der Roman wird aus der Sicht von Jodi erzählt und gleich zu Beginn wird ersichtlich, dass hier einiges nicht stimmt. Elyse erschien mir zu gut, um wahr zu sein. Mit der Zeit verändern sich die Dinge im Haushalt von Jodis Eltern immer mehr. Sie muss sich anmelden, wenn sie ihre Mutter besuchen möchte und letztendlich wird ihr der Zutritt komplett verwehrt. Ich begann zu zweifeln, wurde wie Jodi misstrauisch und nach und nach baut sich ein negatives, bedrohliches Gefühl auf. Was passiert hinter den Türen?

Der Roman beginnt solide, doch die unterschwellige Spannung ist immer vorhanden. Der Aufbau ist gelungen und die subtile und schleichende Manipulation, sowie die perfiden Psychospielchen ließ mir die Haare zu Berge stehen. Die Atmosphäre ist düster und beklemmend.

Wirklich sympathisch ist keine der Figuren in diesem Roman, was mich allerdings nicht wirklich gestört hat. Auch Jodi wirkte auf mich nicht wirklich sympathisch, trotzdem habe ich mit ihr gelitten. Sie ist ein Mensch, der immer nur gibt und nichts zurückbekommt. Im Gegenteil: Sie wird ausgenutzt und heruntergeputzt. Jodi ist ihr Leben lang auf der Suche nach Anerkennung und Aufmerksamkeit. Besonders ihr Vater ist ein richtiges Ekelpaket. Ihre Schwester Tracy wurde immer bevorzugt und kreist nur um sich selbst. Sie nutzt Jodi genauso aus, wie deren Mann. Am liebsten hätte ich sie geschüttelt und ihr gesagt, sie soll sich von alll diesen negativen Menschen befreien.

Der Schreibstil ist gelungen und lässt sich flüssig lesen. Schließlich haben wir es hier mit einer Autorin zu tun, die schon seit Jahrzehnten für ihre spannende Unterhaltung bekannt ist. Es ist kein Thriller, wie viele andere Leser es erwartet haben. Auf dem Cover steht Roman drauf und dieser hat es in sich. Für mich war es deshalb ein richtig gelungener Spannungsroman. Packend bis zum Schluss! Das Ende überrascht und ist trotzdem stimmig und authentisch.

Cover:

links das englischsprachige Originalcover und rechts das französischsprachige Cover 

Fazit:
Joy Fielding hat mit "Die Haushälterin" einen tollen Spannungsroman mit einer düsteren und beklemmenden Atmosphäre geschaffen. Die perfiden Psychospielchen machen die etwas unsympathischen Figuren wett. Ich fand den Spannungsroman sehr gut und auch das Ende ist nicht wie so oft bei Geschichten dieser Art übertrieben, sondern stimmig! Ich werde wieder vermehrt zu Joy Fieldings Büchern greifen.


Herzstoß - Joy Fielding

Englischer Originaltitel: "Now You See Her"

Amazon Kurzbeschreibung:
Marcy Taggart, die in Toronto lebt, hat schwere Zeiten hinter sich. Zwei Jahre zuvor ertrank ihre Tochter Devon unter rätselhaften Umständen. Obwohl die Leiche nie auftauchte, gilt Devon als tot, doch Marcy klammert sich an die irreale Überzeugung, dass ihre Tochter eines Tages zu ihr zurückkehrt. Als ihr Mann Peter sie dann auch noch verlässt, hat Marcy nichts mehr, worauf sie noch vertrauen kann im Leben. Dennoch entschließt sie sich, die gemeinsam geplante Reise nach Irland alleine anzutreten. Und dort geschieht etwas Unfassbares, denn sie glaubt, in einem Pub in Cork die Silhouette ihrer Tochter gesehen zu haben. Marcy mietet sich in einer kleinen Pension ein, besessen von dem Gedanken, Devon endlich zu finden. Doch während sie noch damit beschäftigt ist, widersprüchlichen Hinweisen zu folgen, wird ihr Zimmer völlig verwüstet. Hat sie einen unsichtbaren Feind, der verhindern will, dass sie dem rätselhaften Schicksal ihrer Tochter auf den Grund kommt? Noch kann Marcy nicht ahnen, dass sie in Geschehnisse verwickelt werden wird, die sie fast das Leben kosten ...

Meine Bewertung: * * * 

Meine Meinung:
Was hier als Thriller vermarktet wird, ist weder Thriller noch Krimi, sondern schlicht und einfach eine eher langweilige Geschichte, die zum Schluss hin auch noch sehr unglaubwürdig wirkt.
Joy Fieldings Bücher habe ich bis jetzt alle sehr gerne gelesen. Ihr letztes Buch "Das Verhängnis" hat ja schon ziemlich schlechte Kritiken erhalten und so habe ich einen weiten Bogen um das Buch gemacht. Nun habe ich mich umso mehr auf das neue Buch gefreut...und ich bin froh, dass ich es mir nur aus der Bücherei geliehen habe.
An und für sich ist es ja nicht so schlecht geschrieben, aber da ich etwas komplett anderes erwartet hatte, war ich ziemlich enttäuscht. 
Es geht um Marcy, die gerade eine Scheidung hinter sich hat und ihre Tochter verloren hat. Diese hat Selbstmord begannen, aber ihre Leiche wurde nie gefunden. Marcy glaubt nicht an ihren Tod und stellt Nachforschungen an bzw. glaubt immer wieder Devon zu sehen.
In der Geschichte geht es dann eigentlich um die Trauer und Verarbeitung des Selbstmordes bzw. um die Realisierung der Mutter, dass ihre Tochter wirklich Selbstmord begannen hat und sich nicht ein anderes Leben woanders aufgebaut hat.
Die eingebauten "Krimisequenzen" sind sehr schnell durchschaubar und teilweise unglaubwürdig, genauso wie die plötzlicheWandlung von Marcy, die 25 Jahre mit ein und demselben Mann verheiratet war und plötzlich mit jeden Fremden, der ihr schöne Augen macht, ins Bett hüpft.
Wirklich schade, dass ein Fielding Buch keine Garantie für gute Thrillerunterhaltung mehr ist.

Fazit: Wer glaubt hier sei eine echte Fielding "drinnen" oder besser ein Thriller, der unter die Haut geht, irrt - leider. Die drei Sterne sind für den guten Schreibstil. Vielleicht ist das Buch ja auch nicht gar so schlecht, wenn man etwas anderes erwartet und nicht das, was auf dem Klappentext steht!....sonst hättte ich noch einen Stern abgezogen.

 

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