Posts mit dem Label Hufis große Stall Challenge werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Hufis große Stall Challenge werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

EVIL - Jack Ketchum




    • Taschenbuch: 336 Seiten
    • Verlag: Heyne Hardcore; Auflage: 4. Auflage (1. Januar 2006)
    • ISBN-10: 3453675029
    • ISBN-13: 978-3453675025
    • Originaltitel: The Girl next Door
    • Gerne: Thriller, Horror


Heyne Hardcore Kurzbeschreibung:
Jack Ketchums beunruhigender, grenzüberschreitender Horrorthriller gilt unter Experten als eines der großen Meisterwerke des Genres. Die Geschichte eines Jungen, der inmitten einer amerikanischen Vorstadtidylle mit unvorstellbaren Grausamkeiten konfrontiert wird, steigt tief hinab in die Abgründe der menschlichen Psyche. Nachdem der brillant geschriebene Roman viele Jahre unter der Hand als geheimer Klassiker die Runde gemacht hatte, erhält er jetzt nicht zuletzt dank Stephen King, der zu diesem Werk auch eine ausführliche Einleitung verfasst hat, die verdiente Aufmerksamkeit und erscheint nun endlich auch als deutsche Erstausgabe.

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur "Ich war noch niemals in New York Challenge"

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Hufies großer Stall Challenge 

Meine Meinung:
Über "Evil" hört man ja schon seit der Erstveröffentlichung viele Meinungen. Das Buch erschien bereits 2006 in der 4. Auflage im Heyne Hardcore Verlag (da gehört es auch hin) und es stand schon eine ganze Weile in meinem SuB-Regal. Da kam mir die Leserunde mit meinen lieben Bloggerfreunden gerade recht, denn das Buch soll ja harter Tobak sein...und ist es auch! Da liest es sich doch gemeinsam gleich viel "angstfreier".
Das Vorwort von Stephen King verrät leider einiges und ich würde es auf jeden Fall erst danach lesen!

Das Erschreckendste an Jack Ketchums Roman ist, dass er auf den wahren Fall von Sylvia Likens basiert.
Es ist ein Sommer in New Jersey in den 1960iger Jahren. Als erwachsener Mann blickt David auf seine Kindheit zurück und auf die Schuld, die er damals auf sich geladen hat. Eine, die er seitdem mit sich herumträgt und ihn nicht vergessen lässt.
David hatte bis zu diesem Sommer eine normale Kindheit. Meistens spielte er mit den Chandler Jungen aus dem Nachbarhaus. Ihre Mutter Ruth ist alleinerziehend und viele Kinder gehen bei ihr ein und aus. Eines Tages ziehen bei Ruth ihre zwei Nichten ein: Megan und Susan, die ihre Eltern bei einem Autounfall verloren haben. Susan ist noch immer auf ihre Krücken angewiesen, während Meg eine lange Narbe an ihrem Arm hat. David freundet sich mit Meg an, als die beiden Kinder am Bach Krebse fangen. Er verguckt sich in das etwas ältere Mädchen. Ruth ist nicht glücklich über den Neuzwachs und beginnt die beiden Mädchen zu schikanieren. Vorallem auf Meg hat sie es abgesehen. Zu Beginn noch eher harmlos, steigert sich ihr Hass auf das Mädchen rasant und wird in der zweiten Buchhälfte zur grauenhafter Folter im Bunkerkeller des Hauses. Das Schlimme daran ist, dass die alkoholkranke Ruth "nur" die Auftraggebende ist....Ausführer sind ihre Söhne und einige Nachbarkinder. David ist dabei Zuschauer, greift jedoch nicht ein.

Ich wusste bereits, dass ich hier eine sehr grausame Geschichte vor mir habe, die noch dazu auf einer wahren Begebenheit beruht. Deswegen war ich anfangs sehr überrascht, dass der Roman über lange Zeit eher ruhig war und eher an einen Coming-of-Age Roman erinnert. Als Leser stand ich ziemlich unter Spannung, weil man automatisch darauf wartet, dass das Grauen zuschlägt. Doch es schleicht sich erst langsam heran... Was als Spiel beginnt, wird zu einem Vorgang, der komplett aus dem Ruder läuft. Es wird verstörend, grausam und brutal...

Ketchum erzählt zu Beginn aus der Sicht des erwachsenen David in einer Art Rückblick, der Großteil jedoch ist aus der kindlichen Sicht des Jungen geschrieben. Man erlebt dabei Davids Gedanken und seine Gewissensbisse. Er weiß ganz genau, dass hier Unrecht geschieht, greift aber nicht ein. Hier kommen einige Aspekte zum Tragen: Manipulation, Angst, Gier, Voyeurismus und Gruppenzwang. Man kann diese Schlagworte heute genauso in anderen Situationen anwenden und wird immer wieder auf ähnliche Grausamkeiten stoßen, die in der Gemeinschaft viel schneller ausgeübt werden, als alleine.

Ketchum zeigt sehr deutlich wozu wir Menschen fähig sind. Auch beim Lesen verfällt man in eine Art Schockstarre und will doch wissen, wie es weitergeht...

Dem Autor ist hier ein Werk gelungen, das seinesgleichen sucht. Das Grauen beginnt in der Kleinstadtidylle erst unsichtbar um sich zu greifen, bis es dann ausbricht. Man kann sich in David gut hineinversetzen und Ketchum lässt einem die Frage stellen, wie man wohl selbst als 12jähriger gehandelt hätte...

In all den Jahren wurde das Buch zweimal verfilmt. Einmal mit dem gleichnamigen Titel wie die deutsche Ausgabe und einmal unter "The Girl next door". Zusätzlich gibt es noch die Verfilmung der realen Geschichte: "An American Crime". Ich weiß, dass ich mir keinen der Film ansehen werde! Ich kann in Büchern wirklich viele blutige und grauenhafte Szenen lesen, aber im Film ansehen? NEIN!


Cover:

Die ersten beiden Cover sind aus dem englischen Original, danach folgt das französische, das polnische, das spanische und das italienische Cover.

Fazit:
Ein Buch, das verdeutlicht zu welchen Gräueltaten Menschen fähig sind und welches zum Nachdenken anregt. "Evil" hinterlässt auf jeden Fall einen bleibenden Eindruck, egal was man davon hält. Man sollte sich aber immer vor Augen führen, dass Jack Ketchum einen wahren Fall als Vorlage hatte! Nichts für Zartbeseitete!


Mister Franks fabelhaftes Talent für Harmonie - Rachel Joyce



    • Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
    • Verlag: FISCHER Krüger; Auflage: 2 (29. Dezember 2017)
    • Übersetzer: Maria Andreas
    • ISBN-10: 3810510823
    • ISBN-13: 978-3810510822
    • Originaltitel: The Music Shop
    • Genre: Gegenwartsliteratur


Fischer Kurzbeschreibung:
Mister Frank hat eine besondere Gabe: Er spürt, welche Musik die Menschen brauchen, um glücklich zu werden. In Franks Plattenladen in einer vergessenen Ecke der Stadt treffen sich Nachbarn, Kunden und die anderen Ladenbesitzer der Straße und hören Klassik und Jazz, Pop und Punk. Keiner weiß, wie lange sie hier noch überleben können. Da taucht eines Tages die Frau in Grün vor Franks Schaufenster auf. Sosehr er sich auch bemüht, Frank kann einfach nicht hören, welche Musik in ihr klingt ...

Meine Bewertung: * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Hufis großen Stall Challenge

Meine Meinung:
Der neue Roman  von Rachel Joyce spielt Ende der Achziger Jahre als Vinylplatten noch das Um und Auf waren um Musik außerhalb des Radios hören zu können. Ich kann mich noch gut erinnern und habe mir damals mit meinem ersten selbst verdienten Geld einen großen Wunsch erfüllt: eine Stereoanlage. Diese besitze ich noch heute - selbstverständlich mit jeder Menge Schallplatten dazu. Außer dem Kassettendeck funktioniert noch alles 😊

Die Liebe zu den schwarzen Platten sind der rote Faden in diesem Roman und Franks große Leidenschaft. In seinem Schallplattenladen, in dem es keine CDs gibt, die gerade dabei sind den Markt zu erobern, findet er für jeden Kunden die richtige Schallplatte. Er entdeckt tief in den Menschen die Töne und Melodien, die dieser gerade braucht, um glücklich zu sein. Doch eines Tages steht eine junge Frau in einem grünen Mantel vor seiner Auslage und fällt in Ohnmacht. Als er einen Blick in ihr Gesicht wirft, hört er weder Töne noch Melodien, sondern nur Stille....

"Die Musik spricht für sich allein. Vorausgesetzt, wir geben ihr eine Chance"🎵 🎵 - Yehudi Menuhin (Geiger, Bratschist und Dirigent)

Franks Plattenladen befindet sich in einer entlegenen Einbahnstraße. Durch den Bau von großen Einkaufszentren in der Umgebung und dem allmählichen Aufkommen der CD werden die Kunden immer weniger. Das spüren auch die anderen Geschäfte in der Unity Street. Außer Franks Plattenladen haben sich noch ein Tattoo Studio, ein Beerdigungsinstitu, eine Bäckerei und ein christlicher Ramschladen gehalten. Die Zeiten sind schlecht und fast jeder der Geschäftsinhaber hat bereits einen Brief von einer Wohnbaufirma erhalten, die ihnen im Gegenzug für ihre Geschäftsräume neue Wohnräume anbieten. Doch Frank ist ein Idealist und er denkt gar nicht daran sein Leben in der Unity Street zu verändern. Er weigert sich auch hartnäckig CDs in seinen Laden aufzunehmen, selbst als ihm seine Händler mit Konsequenzen drohen.

Frank ist nicht nur ein fabelhafter Musikkenner. Er hört seinen Mitmenschen zu und versucht mit seinem besonderen Talent anderen zu helfen. Hat jemand Probleme kommt er zu Frank in den Schallplattenladen und verlässt diesen mit frohem Herzen wieder. Nur wenn es um Frank selbst geht, dann ist er völlig unbeholfen. Als er sich in die Fremde mit dem grünen Mantel verliebt, ist er vollkommen hilflos. Hat ihn doch schon seine Mutter eingetrichtert, dass die Liebe nur Schmerz bringt. So schlittert er von einem Missverständnis zum nächsten. Als das Geheimnis der Frau im grünen Mantel enthüllt wird, es ist für Frank und sie fast zu spät....

In einem weiteren Erzählstrang wird in die Vergangenheit von Frank zurückgeblendet. Man erfährt, wie unkoventionell er erzogen wurde. Seine Mutter brachte ihm die Musik näher, wie es sonst kaum jemand vermag. Auch wenn sie in der weiteren Erziehung versagte, war dies für Frank der Grundstein für seine Leidenschaft zur Musik und zu seinem ganz speziellen Einfühlungsvermögen.

Die Figuren in diesem Roman sind alle skurril und Außenseiter. Doch die Gemeinschaft in ihrer Straße wird groß geschrieben und gemeinsam stellen sie sich gegen den Verkauf ihrer Lebensexistenzen. Auch wenn Maud, Kit, Pater Anthony oder die Williams Brüder auf wenige Charakterzüge reduziert sind, sind sie liebevoll gezeichnet und man schließt sie im Laufe der Geschichte immer mehr ins Herz.

Der letzte Erzählstrang ist im Jahre 2009 angesiedelt. 21 Jahre später treffen wir wieder auf unsere Charaktere und die Geschichte findet ein etwas zu schnelles Ende....als ob man auf eine Taste drückt, die die Handlung schneller laufen lässt...

Der Roman ist sehr ruhig und hat in der Mitte ein paar kleine Längen. Die Liebesgeschichte konnte mich nicht wirklich überzeugen. Trotzdem besitzt der Roman einen gewissen Charme und man beginnt beim Lesen selbst über einige Dinge nachzudenken und sein Leben zu reflektieren. Außerdem hat man immer wieder den einen oder anderen Song im Ohr.
Am Ende sind alle erwähnten Lieder in einer Playlist zusammengefasst.

Schreibstil:
Rachel Joyce schreibt sehr gefühlvoll, poetisch, aber auch mit Humor. Die Geschichte liest sich flüssig und die Autorin versteht es perfekt Franks Talent zu beschreiben und selbst die Musik darzustellen. Das ist alles andere als einfach und wurde von Rachel Joye wirklich gekonnt veranschaulicht.Viele der Kapitel sind mit Songtitel beschrieben.

Cover:

Die ersten drei Cover sind alle englischsprachig. Das auffällige rote Cover habe ich auch mit englischem Titel entdeckt. Hier ist es jedoch das niederländische, das sofort ins Auge sticht. Das deutsche Cover hat sich an die Vorgaben des zweiten Covers von links orientiert, was Farbe und Schattenfiguren betrifft.

Fazit :
Eine märchenhafte Geschichte mit skurillen Charakteren rund um den Zauber der Musik. In der Mitte tritt die Handlung leider in bisschen auf der Stelle. Wer ruhige Geschichten mit kauzigen Figuren rund um das Thema Musik mag, dem kann ich das Buch ans Herz legen. Ein Roman, der zum Nachdenken anregt, ein Lächeln aufs Gesicht zaubert und mich wieder in alten Schallplatten kramen lässt.


Die andere Schwester - Kristin Hannah



    • Taschenbuch: 528 Seiten
    • Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 1 (16. Februar 2018)
    • Übersetzer: Hedda Pänke
    • ISBN-10: 3746634288
    • ISBN-13: 978-3746634289
    • Originaltitel: Between Sisters 
    • Genre: Gegenwartslitertur, Liebesroman


Aufbau Kurzbeschreibung:
Seit Jahren haben die Schwestern Claire und Meghann kaum Kontakt. Dann möchte Claire einen Mann heiraten, in den sie sich auf den ersten Blick verliebt hat. Davor will sie die ältere Meg unbedingt bewahren – ist sie doch selbst zu oft enttäuscht worden, als dass sie noch an Liebe glauben könnte. Ausgerechnet jetzt lernt Meg jemanden kennen, der es wert wäre, ihre Angst vor Nähe zu überwinden. Doch dann droht den Schwestern ein erneuter Verlust, und sie werden gezwungen, sich ihrer schwierigen Vergangenheit zu stellen.


Meine Bewertung: * * *  undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge 

Buch zur "Ich war noch niemals in New York" Challenge

Buch zur Hufis großer Stall Challenge

Meine Meinung:
Diesen Roman haben wir im Rahmen einer kleiner Blogger-Leserunde hier auf meinem Blog gelesen. Das neue Buch von Kristin Hannah ist allerdings nicht ganz so neu, als man vermutet. Es wurde bereits 2006 unter dem Titel "Wer zu lieben wagt" im Ullstein Verlag veröffentlicht....und das merkt man! Wer also von "Der Nachtigall" absolut begeistert war, muss sich hier mit einem älteren Werk zufriedengeben und mit einer leichteren Thematik, als es bei der Nachtigall der Fall war. Es geht eher in die Richtung Frauenroman und Liebesgeschichte, auch wenn das Schicksal auch hier wieder zuschlägt....

Die beiden Schwestern Meghann und Claire könnten nicht unterschiedlicher sein. Als Kinder waren sie unzertrennlich, vorallem weil ihre exzentrische Mutter kaum für ihre Mädchen da war. Meg wurde daraufhin zum Mutterersatz für die viel jüngere Claire. Doch als Erwachsene haben die beiden Frauen kaum mehr Kontakt zueinander.

Die schwere Kindheit hat sowohl Meghann, als auch Claire gezeichnet. Meghann lebt nur für ihre Karriere als Scheidungsanwältin. Sie gehört zu den Besten ihrer Branche und sie hat den Ruf knallhart zu sein. Sie glaubt nicht an die Liebe, denn sie hat in ihrem Beruf bereits zu viele Ehen scheitern gesehen - einschließlich ihrer eigenen.
Claire ist ebenfalls Single, hat aber jede Menge Freundinnen und lebt für die Wohnwagensiedlung, in der sie mit ihrem Vater und ihrer kleinen Tochter Alison lebt. Sie liebt die Natur und das einfache Leben. Als Claire den charismatischen Sänger Bobby kennenlernt, beschließen die Beiden innerhalb kurzer Zeit zu heiraten. Bei Meghann schrillen alle Alarmglocken und sie macht sich nach Jahren von Seattle auf in Claires Wohnwagenpark in den Wäldern Washingtons.

Man verfolgt auf den kommenden Seiten, wie sich die Schwestern wieder langsam annähern. Allerdings dauert dies einige Zeit und Kristin Hannah versteht es sehr gut, die beiden sehr unterschiedlichen Charaktere von Claire und Meghann, gegenüberzustellen. Während Meg genug Geld hat und nur das Beste gut genug ist, muss sie auf der anderen Seite feststellen, dass Reichtum nicht alles ist. In besonders einsamen Nächten geht sie in die naheliegende Bar und holt sich einen Toyboy für eine Nacht, um sich für kurze Zeit nicht mehr alleine zu fühlen.
Mit dem Auftauchen der Mutter der beiden Frauen ist dem Leser schnell klar, wie die Kindheit der Mädchen damals aussah und wer für die verlorenen Seelen von Meg und Claires verantworlich ist. Doch was ist damals passiert, dass sich die Schwestern so entfernt haben ?

Kristin Hannah erzählt die Geschichte aus drei Perspektiven und zwar aus der Sicht von Meg, Claire und Joe. Letzterer lässt sich für den Leser lange Zeit nicht einordnen, nimmt aber im Laufe der Geschichte immer mehr Bedeutung ein. Auch Joe hat das Schicksal übel mitgespielt....
Die Charaktere sind sehr detailliert gezeichnet und man darf an ihrer Gefühlswelt wirklich teilhaben. Vorallem die fünfjährige Alison schließt man sofort ins Herz. Aber auch Meg, der man anfänglich nicht unvoreingenommen gegenübertritt, klettert die Sympathieleiter bald hinauf. Claire mag man von Beginn an, aber ihre Entscheidungen konnte ich trotzdem nur schwer nachvollziehen. Beide haben ihre Dämonen, die sie zu bezwingen versuchen...

Es dauert ein bisschen bis die Geschichte Fahrt aufnimmt. Leider hatte ich sehr schnell den richtigen Riecher in welche Richtung der Roman gehen wird. Deswegen waren mir doch einige Handlungen zu vorhersehbar. Einzig ein Charakter konnte mich am Ende wirklich überraschen.
Im letzten Drittel konnte mich die Autorin dann wirklich an die Geschichte fesseln und ich mochte das Buch nicht mehr aus der Hand legen, bevor ich es nicht beendet hatte.

Schreibstil:
Der Schreibstil von Kristin Hannah ist wieder sehr emotional und berührend. Hier kann ich absolut nichts aussetzen, denn auch schon in ihren anderen Romanen war ich immer beeindruckt von ihrer Kunst - sogar mich als eher unromantische Leserin - emotional so berühren zu können. Auch bei diesem Werk ist es ihr gelungen und trotzdem fand ich einige Passagen zu vorhersehbar.

Cover:

Das erste Cover links ist die finnische Ausgabe, danach folgt die portugiesische und und die niederländische. Alle anderen Cover sind englischsprachig

Fazit:
Ich liebe den Schreibstil der Autorin, doch diese Neuauflage hat mich nicht ganz überzeugt. Man merkt, dass es sich um ein früheres Werk der Autorin handelt. Es war mir zu vorhersehbar und manchmal zu kitschig. Man sollte wissen, dass der Roman eher dem Frauenroman/Liebesroman zuzuordnen ist und man die Geschichte nicht mit ihrem letzten Buch "Die Nachtigall" vergleichen kann. Trotzdem bleibe ich der Autorin treu und ich bin schon sehr auf ihren kommenden - wirklich neuen - Roman gespannt.

Wenn gestern unser morgen wäre - Kristina Moninger




    • Taschenbuch: 300 Seiten
    • Verlag: FeuerWerke Verlag (28. Juni 2017)
    • ISBN-10: 3945362296
    • ISBN-13: 978-3945362297
    • Genre: Gegenwartsliteratur, Roman




Amazon Kurzbeschreibung:
Sara hat innerhalb weniger Tage so ziemlich jeden Fehler begangen, den sie begehen konnte. Mit scheinbar kleinen, aber ausschlaggebenden Entscheidungen hat sie in ihrem Leben so eine Kettenreaktion in Gang gesetzt, die sie gerne wieder rückgängig machen würde. Als sie inmitten dieses Chaos ausgerechnet Matt vors Auto läuft und wenig später im Krankenhaus aufwacht, ist plötzlich nichts wie zuvor. Die Uhren wurden zurückgedreht und all das, was in der Woche vor dem Unfall passiert ist, scheint ungeschehen. Sara hat nun die unbezahlbare Möglichkeit, die wichtigsten Tage ihres Lebens noch einmal neu zu erleben. Um endlich alles richtig zu machen …

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Hufis großen Stall Challenge

Meine Meinung:
Es war mal wieder Zeit für eine lockere, aber mitreißende Liebesgeschichte. Genau das habe ich mit "Wenn gestern unser morgen wäre" auch bekommen.
Wer hat sich nicht schon einmal gewünscht die Zeit zurückdrehen zu können und die eine oder andere Entscheidung zu ändern?

Sara bekommt diese Chance. Die 5jährige Beziehung zwischen ihr und Oliver, einem erfolgreichen Anwalt, besteht nur mehr zum Schein als Sein. Die beiden bewegen sich in der Upper Class und während sich ein hippes Pärchen nach dem anderen aus ihrem Bekanntenkreis verlobt, wartet Sara noch immer auf den Heiratsantrag von Oliver. Doch ist Oliver auch der Richtige für sie?
Sara ist eine durchgeplante Karrierefrau, ehrgeizig und wirkt anfangs nicht unbedingt sympathisch. Am Tag ihrer Beförderung, der 300 Menschen den Job kostet, feiert sie mit den Kollegen und Kolleginnen bei einer  After-Work-Party ihren Erfolg. Dabei schaut sie etwas zu tief ins Glas und verbringt mit Matt, dem Barkeeper, der im selben Haus wohnt, die Nacht auf der Dachterrasse. Doch am nächsten Tag holt sie die Realität ein. Für Sara ist diese Nacht ein großer Fehler gewesen und trotzdem geht ihr der lebenslustige Matt nicht aus dem Sinn...die Schmetterlinge im Bauch wollen nicht weichen...
Voller Schuldgefühle und einigen weiteren unglücklichen Entscheidungen läuft sie ohne zu schauen vor ein Auto und erwacht durch einen Zeitsprung zehn Tage früher im Krankenhaus. Keine ihrer Entscheidungen der letzten Tage ist passiert. Sara bekommt die Chance ihr Leben in diesen zehn Tagen, die sie eigentlich schon einmal gelebt hat, zu verändern....

Ich war anscheinend genau in der richtigen Stimmung für diesen Roman, denn ich bin wirklich nur so durch die Seiten gerauscht und habe mich dabei sehr gut unterhalten. Die Geschichte ist berührend, romantisch - aber nicht kitschig. Die Autorin beweist ebenso viel Einfühlungsvermögen bei etwas schwierigeren Themen wie Schwangerschaftsabbruch, Kinder mit besonderen Bedürfnissen oder Demenz. Kristina Moninger versteht es dabei Wortwitz und Dramatik wunderbar zu integrieren.

Die Charaktere sind sehr lebendig und authentisch dargestellt. Sara entwickelt sich im Laufe der Geschichte von einer spießigen, angepassten Tussi, die ihr Leben genau durchgeplant hat, zu einer liebenswerten Frau, die endlich versucht aus ihrer Haut zu schlüpfen. Dies ist nicht wirklich einfach, denn ihre Mutter hat ihren Töchtern von klein auf eingeimpft, dass nur Aussehen, Erfolg und Geld zählt. Nach außen hin soll die Fassade immer aufrecht erhalten werden, Gefühle sind überbewertet. Während sich Sara und ihre Schwester Emma daran halten, sind ihr Bruder und seine Frau unangepasste Familienaußenseiter.
Mit Barkeeper Matt lernt Sara das Leben zu genießen und nicht nachzudenken, was ihre Mutter oder andere davon halten würden. Sie lernt Gefühle zu zeigen und nimmt sich Matts Lebensweisheit zu Herzen:

Leben ist gefährlich oder langweilig. Entweder lebst du mit allem Drum und Dran oder du existierst eben einfach nur.

Matt ist ein lebenslustiger Mann, Oliver der Spießer....zwei sehr typische Charaktere, die der Leser sofort kategorisiert. Natürlich weiß man schon vorher, wie es ausgehen wird, aber das WIE hat die Autorin noch mit ein paar überraschenden Wendungen spannend gestaltet.

Leider gab es auch einige Fehler zu finden, wie falsche Musikernamen: aus Haddaway wurde Headaway und Lucilectric wurde plötzlich zu Lucy Lectric. Hier hat das Lektorat ganz schön geschlampt....
Auch eine Auflösung zum Zeitsprung fand nicht statt, was ich schade finde. Diese beiden Kritikpunkte kosten der berührenden Geschichte die volle Sternenzahl bei meiner Bewertung.

Schreibstil:
Der Schreibstil von Kristina Moninger ist lebendig und flüssig und lässt sich wunderbar lesen. Die Autorin beweist viel Einfühlungsvermögen und nimmt sich auch schwierigeren Themen an. Dabei vergisst sie auch nicht eine Prise Humor beizufügen.
Sara erzählt in der Ich-Form in der Gegenwart. Die Geschichte besteht aus 27 Kapitel und dem Epilog, wobei es aber auch noch vier halbe Kapitel gibt. Über jedem steht das Datum des jeweiligen Tages.


Fazit:
Eine süße Liebesgeschichte, gewürzt mit einer Prise Humor. Es werden auch ernstere Themen mit viel Einfühlungsvermögen angesprochen. Ein Roman für schöne Lesestunden mit einer tollen Message!

Die Wolkenfischerin - Claudia Winter



    • Taschenbuch: 400 Seiten
    • Verlag: Goldmann Verlag (18. Dezember 2017)
    • ISBN-10: 3442485738
    • ISBN-13: 978-3442485734
    • Genre: Liebesroman


Goldmann Kurzbeschreibung:
Charmant und gewitzt hat sich Claire Durant auf der Karriereleiter eines Berliner Gourmet-Magazins ganz nach oben geschummelt. Denn niemand ahnt, dass die Französin weder eine waschechte Pariserin ist noch Kunst studiert hat – bis sie einen Hilferuf aus der Bretagne erhält, wo sie in Wahrheit aufgewachsen ist: Ihre Mutter muss ins Krankenhaus und kann Claires gehörlose Schwester nicht allein lassen. Claire reist in das kleine Dorf am Meer und ahnt noch nicht, dass ihre Gefühlswelt gehörig in Schieflage geraten wird. Denn ihr Freund Nicolas aus gemeinsamen Kindertagen ist längst nicht mehr der schüchterne Junge, der er einmal war, und dann taucht aus heiterem Himmel auch noch ihr Chef auf. Claire muss improvisieren, um ihr Lügengespinst aufrechtzuerhalten – und stiftet ein heilloses Durcheinander in dem sonst so beschaulichen Örtchen Moguériec …

Meine Bewertung: * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge 2018

Buch zu Hufis großer Stallchallenge

Meine Meinung:
"Lügen haben kurze Beine" - dieses Sprichwort könnte der rote Faden für diese amüsante Geschichte sein, die in Berlin, Paris und der Betragne spielt.
Zu Beginn haben wir zwei Zeitebenen und lernen die 15-jährige Gwenaelle kennen, die vor kurzem ihren Vater verloren hat. Mit ihrer Mutter und ihrer jüngeren gehörlosen Schwester Mealy reist sie vom kleinen Küstenstädtchen Moguériec zu ihrer exzentrischen Tante Valerie in die Großstadt Paris. Der wütende Teenager, der sich nie gut mit ihrer Mutter verstanden hat, beschließt weiterhin bei ihrer Tante zu bleiben. Dort genießt sie die Pariser Lebensart, geht zur Schule und lauscht an der Uni als Gasthörerin jedem Vortrag über Kunstgeschichte.

Nach einigen Wechseln von der Vergangenheit in die Gegenwart und zurück, bleiben wir anschließend in der Gegenwart und lernen Claire Durant kennen. Sie arbeitet für ein Berliner Gourmetmagazin und steht kurz vor der erhofften Beförderung. Doch dann kommt ein Hilferuf von ihrer Mutter, die im Krankenhaus liegt und ihre Tochter um Hilfe bittet. Claire hat sich in Berlin als waschechte Pariserin ausgegeben und ihre ländliche Herkunft verschwiegen. Ein Flug in das klein Dorf an der Küste, ist unvermeidlich, da ihre gehörlose Schwester Hilfe benötigt. Doch zuvor soll sie noch in Paris einen Bericht über eine Kunstausstellung schreiben. Claire muss sich etwas einfallen lassen und hat auch schon eine Idee....
Kaum in Moguériec angekommen, steht sie ihrer ehemaligen Jugendliebe Nicoals gegenüber und ihre kleine Schwester ist alles andere als hilfsbedürftig. Im Gegenteil: Sie begegnet Claire alles andere als liebenswürdig. Was hat sich ihre Mutter nur dabei gedacht? Einzig das Dorf hat sich nicht verändert. Das Chaos wird perfekt, als Claire's Chef Sebastian ebenfalls in der Bretagne eintrifft. Sebatsian möchte seinen Urlaub in Moguériec verbringen, nachdem er in einem Gourmetmagazin einen Bericht darüber gelesen hat. Daraufhin steht Claire's Leben auf dem Kopf, denn eine Lüge nach der anderen holt die junge Französin ein...

Schon alleine beim Lesen der Inhaltsangabe weiß man, dass es in dieser Geschichte turbulent zugehen und die Liebe nicht zu kurz kommen wird. Doch ebenso hatte ich das Gefühl bereits sämtlich Katastrophen, die hier heraufbeschwört werden, zu kennen. Viele Wendungen und Überraschungen sind vorhersehbar und trotzdem lässt sich das Buch wahnsinnig gut lesen. Man hat ein wohliges Gefühl dabei und fliegt durch die Seiten. Ich musste öfters herzhaft lachen und schüttelte dann wieder unglaublich den Kopf, wenn Claire sich schon wieder in eine prekäre Situation bringt.
Trotzallem greift der Roman neben den üblichen Liebeswirren und Katastrophen auch Themen wie Gehörlosigkeit auf oder bringt die Oberflächlichkeit der Menschen ziemlich genau auf den Punkt. Wie oft ist doch alles nur mehr Schein als Sein.... Dies beherrscht vorallem Tante Valerie sehr gut, die für mich die interessanteste und sympathische Figur im Buch ist. Aber auch Mealy hat sich sehr schnell in mein Herz geschlichen, ebenso wie Claire's Chef Sebastian. Bei Claire konnte ich nicht anders und musste des öfteren unglaublich den Kopf über sie schütteln. Trotzdem hat auch sie das Herz auf den rechten Fleck.

Das Dorfleben und die Zusammengehörigkeit der teilseiwe sehr schrulligen Menschen wird sehr lebendig erzählt. Auch das Thema Tourismus und Arbeitslosigkeit kommen zur Sprache. Viele Situationen sind hier mitten aus dem (Dorf)leben gegriffen. Da ich selbst in einem kleinen Kaff wohne, kenne ich einige erwähnte Situationen sehr gut.

Am Ende des Romans gibt es noch ein paar leckere Rezepte aus der Bretagne.

Schreibstil:
Der große Pluspunkt von "Die Wolkenfischerin" ist der Schreibstil der Autorin. Dieser ist spritzig, humorvoll und lässt sich wunderbar lesen. Die Landschaftsbeschreibungen sind absolut gelungen. Man fühlt sich direkt vor Ort. Ich hatte die salzige Meeresluft in der Nase und den Geschmack des Gateau bretons auf der Zunge.

Wer bereits grübelt, wo er seinen Sommerurlaub verbringen möchte, der überlegt nach dieser Lektüre nicht mehr lange und fasst die Bretagne sehr schnell ins Auge.

Fazit:
Ein absoluter Wohlfühlroman zum Abtauchen, der den Leser an die bretonische Küste entführt. Die chaotische und humorvolle Geschichte, die leider sehr vorhersehbar ist, gewinnt vorallem durch die bildhafte Erzählweise der Autorin. Zum Entspannen und Wohlfühlen....

  Vielen Dank an den Goldmann Verlag für das Rezensionsexemplar!

Blutzeuge - Tess Gerritsen




    • Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
    • Verlag: Limes Verlag (20. November 2017)
    • Übersetzer: Andreas Jäger
    • ISBN-10: 3809026387
    • ISBN-13: 978-3809026389
    • Originaltitel: I know a Secret
    • Reihe: ja - Rizzoli & Isles Band 12


Limes Kurzbeschreibung:
In Boston wird die Leiche einer jungen Frau gefunden – in der offenen Handfläche liegen ihre Augäpfel. Die Verstümmelung geschah post mortem, wie bei der Obduktion eindeutig festgestellt wird. Doch die genaue Todesursache bleibt unklar. Kurze Zeit später taucht die Leiche eines Mannes auf – Pfeile ragen aus seinem Brustkorb, die ebenfalls erst nach seinem Tod dort platziert wurden. Beide wurden Opfer desselben Täters, ansonsten scheint es keine Verbindung zwischen ihnen zu geben. Detective Jane Rizzoli von der Bostoner Polizei steht vor einem Rätsel, bis eine Spur sie zu einem Jahrzehnte zurückliegenden Fall von Misshandlungen in einem katholischen Kinderhort führt ...

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur "Ich war noch niemals in New York" Challenge

Buch zu Hufis großer Stall Challenge

Meine Meinung:
Seit Jahren bin ich ein großer Tess Gerritsen Fan. Deswegen ist es für mich auch selbstverständlich jeden ihrer neuen Thriller zu lesen. "Blutzeugue" ist bereits der 12. Band der Reihe rund um Jane Rizzoli und Dr. Maura Isles.

In Boston wird die verstümmelte Leiche einer jungen Frau gefunden. Sie ist Produzentin für Horrorfilme und ihr Tod könnte direkt aus einem ihrer Filme stammen. Ihr wurden beide Augäpfel entnommen, die sie  in ihrer Hand hält. Kurze Zeit später findet man die Leiche eines jungen Mannes, der von Pfeilen durchbohrt wurde. Sowohl bei der Frau, als auch beim Mann wurden diese Verstümmelungen post mortem zugefügt. Pathologin Dr. Maura Isles wird diesmal auf eine besondere Probe gestellt, denn sie findet bei beiden Opfern keine Todesursache. Als es weitere Tote gibt und Jane noch immer im Dunkeln tappt, stößt Maura zufällig auf einen ersten Hinweis, der mit den drappierten Leichen im Zusammenhang stehen könnte. Und auch Jane findet endlich eine Gemeinsamkeit der Opfer...

Gleich zu Beginn begleitet man eine junge Frau zu einer Beerdigung. Sie erzählt aus der Ich-Perspektive und scheint mit den Opfern etwas gemeinsam zu haben. Danach wechselt die Handlung wieder zu unserem bekannten Ermittlerpärchen. Sehr schnell ist man, wie bei Tess Gerritsen eigentlich immer, wieder mitten Geschehen. Die Ereignisse aus der Vergangenheit, das Privatleben der Ermittler und die aktuellen Mordfälle ergeben eine bunte Mischung, die spannend aufbereitet wurde. Auch das Tempo ist angenehm und man flitzt nur so durch die Seiten. Die Zusammenhänge sind lange Zeit nicht zu erkennen und so rätselt man mit Jane und Maura, welches Motiv hinter den Morden wohl dahinterstecken könnte. Dabei wechseln sich die Handlungsstränge und die Erzählperspektiven ab. Leider hatte ich ziemlich früh einen vagen Verdacht, der mir am Ende bestätigt wurde. Allerdings war diese Auflösung nur ein Teil des ganzen Falles, der noch einige überraschende Wendungen zu bieten hat.
Obwohl mir die beiden Frauen sehr ans Herz gewachsen sind, ist "Blutzeuge" meiner Meinung nach nicht der beste Thriller aus der Rizzoli/Isles-Reihe.

Schreibstil:
Die Bücher von Tess Gerritsen lassen sich alle ganz wunderbar lesen. Der Schreibstil ist fesselnd und ihre medizinschen Kenntnisse blitzen immer wieder durch. Man merkt sofort, dass hier eine Fachfrau schreibt.
Durch das Wechseln der Erzähl- und Handlungsperspektiven hat man als Leser den Vorteil, dass man die verschiedenen Sichtweisen der Figuren hautnah miterlebt.


Cover:

Links die beiden englischsprachogen Cover, wobei mir das mit der blauen Blume aus Großbritannien am Besten gefällt.In der Mitte das portugisische, danach das polnische und am Ende das niederländische Cover.

Fazit:
Tess Gerritsen ist eine Meisterin ihres Genres und ich verpasse keines ihrer Bücher. "Blutzeuge" reiht sich nahtlos in die großartige Reihe ihrer Thriller rund um Jane Rizzoli und Maura Isles ein. Spannend geschrieben, mit überraschenden Wendungen - ich hatte kribbelige Lesestunden. Trotzdem ist der zwölfte Band nicht der beste Teil ihrer Thrillerreihe.


Die Reihe rund um Jane Rizzoli und Dr. Maura Isles:
  1. Die Chirurgin
  2. Der Meister
  3. Todsünde
  4. Schwesternmord
  5. Scheintot
  6. Blutmale
  7. Gtabkammer
    bei den ersten sieben Bänden gibt es leider keine Rezis, da noch kein Blog vorhanden
  8. Totengrund  *Rezi*
  9. Grabesstille  *Rezi*
  10. Abendruh  *Rezi*
  11. Der Schneeleopard  *Rezi*
 

Im Wald - Nele Neuhaus




    • Gebundene Ausgabe: 560 Seiten
    • Verlag: Ullstein Hardcover (14. Oktober 2016)
    • ISBN-10: 3550080557
    • ISBN-13: 978-3550080555
    • Genre: Krimi
    • Reihe: ja - 8. Fall für Oliver von Bodenstein und Pia Kirchhoff



Ullstein Kurzbeschreibung:
Mitten in der Nacht geht im Wald bei Ruppertshain ein Wohnwagen in Flammen auf. Aus den Trümmern wird eine Leiche geborgen. Oliver von Bodenstein und Pia Sander vom K11 in Hofheim ermitteln zunächst wegen Brandstiftung, doch bald auch wegen Mordes. Kurz darauf wird eine todkranke alte Frau in einem Hospiz ermordet. Bodenstein ist erschüttert, er kannte die Frau seit seiner Kindheit. Die Ermittlungen führen Pia und ihn vierzig Jahre in die Vergangenheit, in den Sommer 1972, als Bodensteins bester Freund Artur spurlos verschwand. Ein Kindheitstrauma, das er nie überwand - und für viele Ruppertshainer eine alte Geschichte, an die man besser nicht rührt. Es bleibt nicht bei zwei Toten. Liegt ein Fluch über dem Dorf?

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Hufis großer Stall Challenge

Meine Meinung:
Der 8. Band rund um das K11 Ermittlerteam Oliver von Bodenstein und Pia Sander, ehemalige Kirchhoff, liegt schon viel zu lange auf meinem SuB. Als nun schon die Verfilmung im ZDF als Zweiteiler angekündigt wurde, war es an der Zeit den Krimi endlich zu lesen.
Als Fan der Krimis von Nele Neuhaus war ich sofort wieder mitten im Geschehen. Der Prolog macht neugierig und der direkte Start in die Geschichte ist im wahrsten Sinne des Wortes explosiv.

Auf einem Campingplatz im Wald explodiert ein Wohnwagen. Bald stellt sich heraus, dass dabei nachgeholfen wurde. Nach dem Fund einer verkohlten Leiche wird aus Brandstiftung Mord. Es gibt zwei Zeugen, die einen schwarzen Schatten, voraussichtlich einen Mann, weglaufen sahen. Einer der Zeugen ist der drogenabhängige Elias, der sich in einem unbewohnten Wohnwagen am Campingplatz versteckt hat. Er versucht für seine schwangere Freundin Nike von den Drogen wegzukommen und ist auf Bewährung draußen. Im Waldfreundehaus beobachtet die ehemalige Journalistin Felicitas Molin die Explosion. Diese hat allerdings schon einige Gläser Wein intus und ist nicht wirklich eine ernstzunehmende Zeugin. Kurze Zeit später stirbt die schwerkranke Rosie Ehlers im Hospitz, doch leider keines natürlichen Todes. Wer ermordet eine Frau, die bereits dem Tod geweiht ist?

Dieses Mal wird es für Oliver unerwartet persönlich. Die Morde passieren in seiner Heimatgemeinde Rupperthain und er kennt die Opfer persönlich. Doch noch mehr beunruhigt ihn, dass die Zusammenhänge anscheinend zurückgehen ins Jahr 1972, als sein sein zahmer Fuchs Maxi und sein bester Freund Artur verschwanden. Einige Mitglieder der damaligen Bande, der er selbst angehörte, waren angeblich die Letzten, die Maxi und Artur gesehen haben. Das Verschwinden der Beiden wurde bis heute nicht aufgeklärt.
Pia und Oliver ermitteln, doch das Dorf schweigt. Lange Zeit tappt die Kripo im Dunkeln und immer wieder kommt es zu neuerlichen Rückschlägen. Als Leser verfolgt man die Ermittlungsarbeit der Beiden und ihrer Kollegen hautnah mit. Für Oliver soll es der letzte Fall vor seiner einjährigen Auszeit sein und Pia, die seine Nachfolgerin werden soll, gerät ganz schön in Bedrängnis. Außerdem befürchet sie, dass Oliver nach seinem "Sabbatical" nicht mehr zum K11 zurückkehren wird...
In diesem Band kommt es zu einem Neuzugang bei der Truppe. Der neue Kollege Tariq Omari ist ein hochintelligenter Syrer mit einem photografischen Gedächtnis. Besonders erfrischend finde ich immer die Dialoge zwischen Pia und ihrem Exmann Henning.
Die Autorin hat wiederum perfekt die Vergangenheit mit der Gegenwart verknüpft. Erst nach und nach wird ein Puzzlestein um den anderen aufgeschlagen. Doch immer wieder kommt es zu neuen Wendungen, die auch des öfteren neue Verdächtige mit sich bringt. So bleibt die Spannung, bis auf einen kleinen Hänger in der Mitte, de ganze Zeit aufrecht.

Ein Manko von Nele Neuhaus ist, dass sie oft zu viele Figuren in ihren Krimis ins Spiel bringt. Ganz besonders findet man diese Anreihung in ihrem allerersten Buch der Reihe "Eine unbeliebte Frau". Deswegen dachte ich, es wäre ein "Anfängerfehler". Doch auch bei "Im Wald" lernen wir zu viele Personen kennen, was nicht unbedingt von Vorteil ist. Hier hilft diesmal ein Personenregister ganz am Anfang des Romans weiter. Ich behielt auch so ganz gut den Überblick, doch für Einsteiger in die Reihe (was ich sowieso NICHT empfehlen kann) ist es sicherlich sehr verwirrend.
Dazu kommt noch, dass wir bei der Autorin üblich wieder einige verschiedenen Handlungsstränge haben, die am Schluss zusammenführen und ein logisches Ganzes ergeben. Einer davon greift sogar zurück ins Jahr 1972, der eine Art Rückblick gibt und sehr aufschlussreich ist.

Schreibstil:
Nele Neuhaus schreibt einfach gut! Flüssig, ziemlich detailliert und für den Leser einnehmend. Ich mag ihr sympathisches Team, das nun durch die TV-Reihe auch Gesichter bekommen hat. Die beiden Hauptptotagonisten entwickeln sich auch in diesem band wieder ein Stückchen weiter. Durch das zusätzliche Lokalkolorit bringt die Autorin Atmosphäre und eine stimmige Handlung in ihre Krimis.

Fazit:
In ihrem achten Fall rund um Oliver von Bodenstein und Pia Kirchhoff/Sander nimmt sich die Autorin der dörflichen Gesellschaft an. Es geht um Ausgrenzung, Verschweigen und Zusammenhalt. Mir hat auch dieser Fall wieder sehr gut gefallen, auch wenn Neuhaus diesmal einige zu viele Personen in ihre Geschichte gepackt hat. Ich hoffe Oliver von Bodenstein bleibt uns trotz seines "Sabbaticals" erhalten und die Autorin führt die Reihe noch lange weiter...


***************************
Vergleich zum TV-Film:
Der Großteil der Handlung wurde sehr gut fürs Fernsehen adaptiert. Einige Figuren wurden weggelassen, wie Olivers Exfrau und Tochter, sein Sohn und die Schwiegertochter. Die privaten Verwicklungen passten aber auch in die TV Ermittlungen nicht wirklich dazu. Für Liebhaber der Buchreihe sind allerdings diese privaten Ereignisse auch weiterhin interessant, weil sich die beiden Hauptprotagonisten weiterentwickeln.
Fuchs Maxi spielte im Film ebenfalls keine so große Rolle und man hatte den Eindruck, als ob er eher Arturs Haustier als Olivers wäre.
Einige besetzte Rollen hatten wenig oder absolut keine Ähnlichkeit mit der Beschreibung im Buch. Das sind aber alles eherNebensächlickeiten und "Jammern auf hohem Niveau". Im Großen und Ganzen fand ich die TV-Adaption gelungen.

Die Reihenfolge der Bodenstein-Kirchhoff Krimis:

  1. Eine unbeliebte Frau   *Rezi*
  2. Mordsfreunde   *Rezi*
  3. Tiefe Wunden   *Rezi*
  4. Schneewittchen muss sterben  *Rezi*
  5. Wer Wind sät   *Rezi*
  6. Böser Wolf *Rezi*
  7. Die Lebenden und die Toten  *Rezi*

So klingt dein Herz - Cecilia Ahern



    • Broschiert: 480 Seiten
    • Verlag: FISCHER Krüger; Auflage: 4 (24. August 2017)
    • Übersetzer: Christine Strüh
    • ISBN-10: 3810530271
    • ISBN-13: 978-3810530271
    • Originaltitel: Lyrebird


Fischer Kurzbeschreibung:
Die junge Laura lebt im Verborgenen im Westen Irlands. Niemand weiß, dass sie eine ganz besondere Fähigkeit besitzt: Sie kann jede menschliche Stimme, alle Tiere und jedes Geräusch der Welt nachahmen. Als der Toningenieur Solomon im Wald auf Laura trifft, fühlt er sich sofort magisch von ihr angezogen. Doch auch Solomons Lebensgefährtin, die Regisseurin Bo, ist fasziniert: Sie möchte einen Film über die geheimnisvolle Laura drehen. Über Nacht findet sich Laura in unserer lauten, modernen Welt wieder. Kann ihre Gabe ihr dabei helfen, das Glück zu finden – und die Liebe?

Meine Bewertung: * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Hufis große Stall Challenge

Meine Meinung:
Wie ich oft auf anderen Blogs lesen kann, ist es nicht immer so einfach mit den Büchern der Autorin. Man weiß nie so wirklich, was man bekommt. Manchmal ist Cecilia Aherns neuerstes Buch wirklich toll, eine großartige neue Idee nimmt Form an und dann wieder plätschert die Geschichte einfach nur vor sich hin. Auch mir geht es mit den Romanen der Autorin so, obwohl ich wirklich gerne jedes Mal so ein tolles Buch wie "P.S. - Ich liebe dich" vor mir hätte. Auch diese Geschichte ordne ich eher im Mittelfeld ein..

Die Idee zu "So klingt mein Herz" oder "Lyrebird", wie der viel bessere Originaltitel heißt, ist wirklich gelungen und originell. Laura, unsere Protagonistin, besitzt eine einzigartige Begabung: Sie kann Töne, Geräusche und Stimmen perfekt imitieren. Diese Fähigkeit ist ihr angeboren und wurde durch die Art, wie sie aufgewachsen ist, perfektioniert. Laura lebte einsam und von anderen Menschen und Umwelteinflüssen abgeschottet im Wald in einer Hütte. Sie liebt die Ruhe und die Einsamkeit und interagiert mit Tönen, die direkt aus ihrem Inneren herausströmen. Laura kann sprechen, doch wenn ihre Gefühle sie überfallen, zwitschert sie wie ein Vogel oder ahmt Stimmen oder Geräusche nach. Als der Toningenieur Solomon auf Laura trifft, ist er fasziniert von dieser einzigartigen jungen Frau - nicht nur aus beruflichen Gründen. Das Filmteam, das Solomon dabei hat, wittert eine große Chance und man überredet Laura filmisch zu begleiten. So erlebt Laura die Welt fernab ihres Waldes und wird in die Großstadt katapultiert. Dort erregt sie die Aufmerksamkeit der Medien....

Die anfängliche Stimmung im Roman ist verzaubert, die Protagonistin wirkt wie aus dem Märchenwald entsprungen. So erlebt auch der Leser die plötzliche Stimmungsänderung, als sich Simon, Bo und Laura auf in die Großstadt aufmachen. Der Lärm, die Hektik, die fehlende Dunkelheit und das Ausmaß der vielen Menschen und Geräusche erschrecken Laura zutiefst. Noch schlimmer wird es durch die Castingshow, in die sie durch ihre Naivität hineinkatapultiert wird. Was Laura hier erlebt, regt wirlich zum Nachdenken an.

Als Leser bringt man der unschuldigen Laura eine Menge Sympathie entgegen, während die anderen Charaktere hinter ihr nachstehen. Solomon soll zwar ebenfalls sympathisch rüberkommen, doch seine übersteigerte Obsession gegenüber Laura, fand ich eher beklemmend. Außerdem ist er zu feige seiner Lebensgefährten Bo zu gestehen, dass er sich in Laura verliebt hat. Bo war mir nicht wirklich sympathisch, vorallem zu Beginn, wo sie einfach null Empathie empfindet und sich wie ein Elefant im Porzellanladen verhält. Sie ist rücksichtslos und ein Workaholic. Nur der Erfolg zählt. Bei Bo konnte ich allerdings bis zum Ende des Romans eine Charakterentwickling feststellen.

Schreibstil:
In allen Romanen von Cecilia Ahern findet man Lebensweisheiten, so auch in diesen. Der Schreibstil ist wie immer großartig und Lauras Wahrnehmungen wurden sehr einfühlsam beschrieben. Die Autorin versteht es sogar meisterhaft Klänge zu beschreiben.
Wie gewohnt erzählt sie eine Geschichte, die bewegt, obwohl sich die Handlung eher gemächtlich entwickelt. Am Besten haben mir diesmal die spürbaren Emotionen von Laura gefallen.
Die Kapitel sind eher lang gehalten. Die Erzählperspektiven wechseln zwischen den Sichten von Bo, Laura und Solomon in der dritten Person.

Cover:

Links und in der Mitte die beiden englischsprachigen Cover, dazwischen das Titelbild aus den Niederlanden. Das Mädchengesicht mit den Federn stammt aus Polen, das letzte Cover aus der Ukraine. Mir gefällt das erste Cover ganz links, das englischsprachige, am besten. Und dir?

Fazit:
Ein eher gemächlicher, aber sehr einfühlsamer Roman, der von der einzigartigen und charismatischen Hauptfigur lebt. Die Idee des Themas ist originell, die Umsetzung gut, aber nicht ausgezeichnet. Cecilia Ahern hat hier die Gefühle und Emotionen der Hauptprotagionistin großartig dargestellt und trotzdem fehlt der Geschichte etwas. Ich vergebe gerne 3 1/2 Sterne für ein gutes Buch mit einem originellen Thema, aber auch einigen Schwächen.


Origin - Dan Brown



    • Gebundene Ausgabe: 672 Seiten
    • Verlag: Bastei Lübbe (Lübbe Ehrenwirth); Auflage: [1. Auflage] (4. Oktober 2017)
    • Übersetzer: Axel Merz
    • ISBN-10: 3431039995
    • ISBN-13: 978-3431039993
    • Originaltitel: Origin
    • Genre: Thriller, Verschwörungsthriller
      Reihe: ja - Robert Langdon 5


Bastei Lübbe Kurzbeschreibung:
Als der Milliardär und Zukunftsforscher Edmond Kirsch drei der bedeutendsten Religionsvertreter der Welt um ein Treffen bittet, sind die Kirchenmänner zunächst skeptisch. Was will ihnen der bekennende Atheist mitteilen? Was verbirgt sich hinter seiner „bahnbrechenden Entdeckung“, das Relevanz für Millionen Gläubige auf diesem Planeten haben könnte? Nachdem die Geistlichen Kirschs Präsentation gesehen haben, verwandelt sich ihre Skepsis in blankes Entsetzen.
Die Furcht vor Kirschs Entdeckung ist begründet. Und sie ruft Gegner auf den Plan, denen jedes Mittel recht ist, ihre Bekanntmachung zu verhindern. Doch es gibt jemanden, der unter Einsatz des eigenen Lebens bereit ist, das Geheimnis zu lüften und der Welt die Augen zu öffnen: Robert Langdon, Symbolforscher aus Harvard, Lehrer Edmond Kirschs und stets im Zentrum der größten Verschwörungen.

Meine Bewertung: schwache * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zu Hufis großer Stall Challenge

Meine Meinung:
Mit Verwunderung habe ich eben gesehen, dass ich gar keine Rezensionen zu Büchern von Dan Brown auf meinem Blog habe. Somit habe ich wohl "Sakrileg", "Illuminati", "Diabolus" und "Meteor" noch vor meiner Blogger-Zeit gelesen. Das hätte ich nicht gedacht!
"Sakrileg" und "Illuminati" haben mich auf jeden Fall damals schwer begeistert und "Sakrileg" hat sogar mein Mann gelesen, der alle zehn Jahr mal ein Buch zur Hand nimmt ;)  Die letzten beiden Romane habe ich nicht mehr gelesen, da ich genug von Verschwörungstheorien hatte. Als "Origin" jedoch in meiner Bücherei ganz neu eingetrudelt ist und komischer Weise niemand für das Buch vorgemerkt war, nahm ich es mit. Ich fand es an der Zeit wieder einmal einen Dan Brown zu lesen und Robert Langdon bei seiner fünften Jagd auf Verbrecher zu begleiten.

Worum geht es in "Origin"?
Der Zukunftsforscher und Atheist Emund Kirsch hat eine bahnbrechende Entdeckung gemacht, die die Welt erschüttern soll und die er in einem Livestream präsentieren will. Zuvor hat er jedoch den drei wichtigsten Kirchenmännern das Ergebnis seiner wissenschaftlichen Studien vorgeführt. Danach herrscht bei den Vertretern der drei Weltreligionen blankes Entsetzen und sie sind einer Meinung: Die Vorführung muss mit allen Mitteln verhindert werden.
Die Kuratorin des Guggenheim-Museums und Verlobte des zukünftigen spanischen Königs, Ambra Vidal, soll gemeinsam mit Kirsch die spektakuläre Liveshow, die die Menschheit erschüttern soll,  präsentieren.
Auch Symbolforscher Robert Langdon,  ein guter Freund von Kirsch und sein ehemaliger Lehrer in Harvard ist eingeladen. Doch die versprochenen Enthüllung wird mutwilig gestoppt und im Tumult gelingt es Langdon mit Ambra Vidal zu fliehen. Er möchte unbedingt das große Geheimnis lüften und macht sich auf die Suche nach Kirsch Entdeckung....

Wie bei Dan Brown gewohnt, begleiten wir nun Robert Langdon bei seiner Schnitzeljagd durch Bilbao und Barcelona. Natürlich darf auch die schöne Frau an seiner Seite nicht fehlen. Mit Ambra Vidal hat der Autor diesmal aber einen nicht wirklich greifbaren Charakter erschaffen, der auch nicht unbedingt symapthisch wirkt. Trotzden ist man sehr schnell mitten im Geschehen und die Seiten fliegen nur so dahin.

Die Themen, die diesmal aufgegriffen werden, sind brisant. Trotzdem sind es Dinge, die sich die Menschheit schon seit Jahrhunderten fragt: "Woher kommen wir?" und "Wohin gehen wir"? Diese Fragen bilden den roten Faden der Geschichte.
Die Religion und der Symbolismus stehen diesmal nicht im Mittelpunkt, sondern es geht vielmehr um neue Technologien, Kunst und Architektur. Die spanische Stadt Barcelona eignet sich dafür hervorragend. Mit den Bauten eines Antoni Gaudi und einem Zukunftsforscher, der den Architekten und seine Werke liebt und bewundert, wandeln wir in den Straßen der katalanischen Stadt. Besonders gefallen hat mir dabei der Besuch der Casa Milà und ihren Räumlichkeiten, die eine Ausstellung über Gaudi beherbergen. Diese habe ich selbst schon besucht. Da macht das Lesen gleich noch viel mehr Spaß, wenn man durch Städte wandelt, die man kennt. Wer noch nicht in Barcelona war, nimmt Freund Google zu Hilfe und sieht sich die wunderschönen und interessanten Plätze und Bauten im Internet an. Generell sind die Bücher des Autoren dafür sehr gut geeignet sich selbst schlau zu machen. Dan Brown versteht es beim Leser Interesse an diversen Themen zu erwecken, die man sonst eher außen vor lassen würde. Auf jeden Fall ist der Roman aber eine kostenlose Tourismuswerbung für Barcelona.

Spannung und Nervenkitzel kommen nicht zu kurz, obwohl es im Mittelteil auch kleine Längen gibt. Was mich ein bisschen gestört hat ist, dass Robert Langdon diesmal etwas zu wenig Raum bekommen hat. Er ist nicht der eigentliche Hauptprotagonist und hätte durch jeden x-beliebigen ersetzt werden können. 
Auch das Ende fand ich etwas enttäuschend. Man fiebert die ganzen 600 Seiten darauf hin, was diese bahnbrechende Entdeckung wohl sein wird und dann denkt man unweigerlich: "Das war alles?"

Im Vergleich zu "Sakrileg" und "Illuminati" schwach, aber auf jeden Fall besser als "Diabulus". Einen Vergleich zu seinen letzten beiden Büchern kann ich nicht ziehen, da ich diese nicht gelesen habe.
"Origin" ist auf jeden Fall ein typischer Dan Brown Thriller nach altbewährtem Schema, der diesmal sehr aktuell und modern ist.
 
Wegen des Preises will ich hier jetzt nicht meckern...das haben schon andere getan und ich konnte das Buch ja aus der Bücherei mitnehmen, aber ein Lesebändchen habe ich bei den mehr als 660 Seiten doch vermisst.

Schreibstil:
Dan Browns Schreibstil lässt sich flüssig weglesen. Er schreibt detailliert, die Handlung ist komplex, seine kniffligen Rätsel sind trotzdem verständlich. Im Buch sind diesmal auch Zeichnungen enthalten, die de, Leser einzelne Begriffe und Zusammenhänge erleichtern sollen.
Besonders hervorheben möchte ich die gelungenen bildhaften Beschreibungen seiner Schauplätze.

Cover :

Ein Dan Brown wird natürlich in viele Sparchen übersetzt. Diese internationalen Cover habe ich gefunden (von links nach rechts): aus Dänemark, Italien, zwei englischsprachige Cover, aus Norwegen und aus Portugal.

Fazit :
Ein typischer Dan Brown, der mich gut unterhalten und mich vorallem mit der wunderschönen Stadt Barcelona geködert hat. Gut geschrieben und recherchiert, großteils spannend, aber trotzdem fehlte mit hier das gewisse Etwas. Vielleicht wird es Zeit, dass Dan Brown sich einmal einem neuem Konzept widmet...

Gesang der Zikaden - Heike Franke


    • Taschenbuch: 336 Seiten
    • Verlag: Montlake Romance (26. September 2017)
    • ISBN-10: 1542048710
    • ISBN-13: 978-1542048712
    • Genre: Liebesroman


Amazon Kurzbeschreibung:
Die junge Architektin Feline erbt von ihrem Vater eine Finca-Pension auf Mallorca. Eine Überraschung für die temperamentvolle Berlinerin, denn sie hatte keine Ahnung, dass er etwas von Wert besaß. Entschlossen das Anwesen schnell zu verkaufen, reist sie auf die Sonneninsel. Was die toughe Feline nicht erwartet hat: Ihr Erbe erweist sich als charmanter alter Bau auf einem magisch schönen Stückchen Erde. In einem Ansturm der Gefühle fühlt sie sich hier zum ersten Mal in ihrem Leben dem Vater nahe, den sie nie richtig gekannt hat. Auch wenn sie kein Geld hat und das Haus dringend renoviert werden müsste – ist ein Verkauf wirklich der richtige Weg? Und dann wäre da noch der amerikanische Musiker Steven Taylor. Der einzige Gast in der Pension bringt ihr Herz zum Schwingen, auch wenn sie mit dem Thema Liebe so ihre Probleme hat …

Meine Bewertung: * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zu Hufis großer Stall Challenge

Meine Meinung:
"Gesang der Zikaden" ist der zweite Roman von Heike Franke. Vor etwas mehr als einem Jahr habe ich ihren Debütroman "Eine Liebe in der Bourgogne" gelesen. Diesmal entführt uns die Autorin auf die Sonneninsel Mallorca.
Feline, eine junge Architektin, erlebt im Moment ein richtiges Gefühlschaos. Sie hat gerade ihren Job verloren, weil sie ihrem Chef etwas zu eindeutig ihre Meinung gesagt hat. Danach erhält sie die Nachricht vom Ableben ihres Vaters, den sie kaum kannte. Bereits im Kindesalter hat er sie und ihre Mutter verlassen. Umso überraschter ist Feline, dass sie nach dem neuen spanischen Erbrecht seine Finca auf Mallorca erbt. Um den Verkauf so schnell wie möglich abzuwickeln, fliegt sie auf die Insel im Mittelmeer. Doch dort erwartet sie eine Überraschung. Ihr Vater hatte nochmals geheiratet und gemeinsam mit seiner zweiten Frau Sofia Pensionsgäste beherbergt, die fernab von großen Hotels und Stränden Erholung suchen. Auch der US-Musiker Steven Taylor, der nach einer unglücklichen Beziehung keine Melodien mehr im Kopf hat, sucht auf diesem Fleckchen Erde nach neuer Inspirition. Feline steht nun nicht nur Sofia gegenüber, deren Existenz auf dem Spiel steht, sondern sie verliebt sich in das charmante, aber renovierungsbedürftige Häuschen, sowie der wunderschönen und friedlichen Umgebung. Auch der charmante Steven trägt bald dazu bei, dass Feline die Insel nicht mehr so schnell verlassen möchte.....

Feline ist eine sehr selbstbewusste Protagonistin, die mit ihrer Meinung nicht hinter dem Berg hält. Das bringt sie des Öfteren in Schwierigkeiten,  öffnet ihr aber auch da und dort die Türen. Mir war sie nicht ganz so sympathisch und ich habe einige ihrer Verhaltensweisen nicht wirklich nachvollziehen können.
Steven ist das komplette Gegenteil, obwohl man von ihm annimmt, dass er als berühmter Musiker doch nur vor Selbstbewusstein strotzen müsste. Er ist einfühlsam und sympathisch.

Die Geschichte ist etwas vorhersehbar, doch bei Liebesromanen zu erwarten. Wegen der tollen Atmosphäre und dem wundervollen Inselflair konnte ich großzügig darüber hinwegsehen. Die Autorin hat einige überraschende Wendungen eingebaut, mit denen ich nicht gerechnet hatte.
Auch die lebendigen Beschreibung der Schauplätze auf Mallorca konnten mich restlos überzeugen. Da ich selbst schon zweimal die Insel besucht habe, kannte ich auch das eine oder andere beschriebene Plätzchen. Die idyllische Umgebung rund um die Finca konnte ich mir bildhaft vorstellen. Man fühlte sich tatsächlich anwesend bzw. wünscht sich dem regnerischen und stürmischen Herbst hier zu entfliehen und den Sonnenuntergang auf der Klippe hinter dem Haus zu genießen.

Liest sich der Roman anfangs wirklich sehr gut, fällt er leider ab der Hälfte ab. Hier steht nur mehr die Liebesbesziehung im Vordergrund und damit bin ich nicht mehr so gut zurechtgekommen. Besonders Felines Verhalten ließ mich nur mehr den Kopf schütteln. Die wundervolle Atmosphäre der ersten Hälfte war großteils verschwunden und die Geschichte konnte mich nicht mehr so richtig fesseln.

Schreibstil:
Der Schreibstil der Autorin ist sehr lebendig, spritzig und angenehm zu lesen. Ich war direkt auf der Insel und konnte all die Plätze, die Heike Franke beschreibt, vor mir sehen. Man genießt das Flair und spürt Felines Interesse an der Finca und am Leben ihres Vaters.

Fazit:
Locker leichte Lektüre, deren atmosphärische erste Hälfte wirklich überzeugt und man sich gerne nach Mallorca träumt. Leider lässt die Geschichte in der zweiten Hälfte nach und plätschert nur mehr vor sich hin. Das fand ich richtig schade! Leider kommt "Gesang der Zikaden" nicht ganz an den Debütroman der Autorin heran. Trotzdem hatte ich nette und unterhaltsame Lesestunden und vergebe 3 1/2 Sterne.

Vielen Dank an die Autorin für die Bereitstsellung des Rezensionsexemplares und für die nette Leserunde!

Blutföhre - Monika Pfundmeier



    • Taschenbuch: 468 Seiten
    • Verlag: Books on Demand; Auflage: 1 (24. April 2017)
    • ISBN-10: 3744802949
    • ISBN-13: 978-3744802949
    • Genre: Historischer Roman


Amazon Kurzbeschreibung:
Im Schloss in Friedberg überdauert ein 800 Jahre alter Baum die Zeit: Die Blutföhre. Sie wächst, wenn großes Unrecht sich ereignet - wie einst im Jahre 1268. Zu dieser Zeit schlägt ein Raubritter seinen blutigen Pfad durch die Gebiete rund um Friedberg. Er hat es auf den edlen Grafen Ulrich abgesehen, dessen Hochzeit mit der schönen und widerspenstigen Agnes bevorsteht. Ulrich fürchtet um die Sicherheit seiner Braut. Er bittet seinen Lehnsherrn Ludwig von Wittelsbach um weitere Unterstützung gegen den Raubritter. Eine Meinungsverschiedenheit dazu endet im Streit. Ulrich sieht sich mit einem Mal einem unerwarteten Gegner gegenüber, und die Zeit verrinnt zwischen seinen Fingern. Der Raubritter kreuzt den Weg seiner Braut, kurz darauf geschieht ein Mord. Ulrich bleibt nur eine Möglichkeit - und nur eine Hoffnung die Kette folgenschwerer Ereignisse zu durchbrechen.

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zu Hufis großer Stall Challenge

Meine Meinung:
"Im Schloss in Friedberg überdauert ein 800 Jahre alter Baum die Zeit: Die Blutföhre. Sie wächst, wenn großes Unrecht sich ereignet – wie einst im Jahre 1268"  - Monika Pfundmeier

Rund um diese Legende hat die Autorin ihren Roman aufgebaut. Dabei verwendet sie historische Personen, wie Herzog Ludwig II. von Bayern, der auch "der Strenge" genannt wurde, wie auch fiktive Figuren.
Den Beinamen hat Ludwig nicht umsonst erhalten, denn er ließ einst seine erste Gemahlin hinrichten. Sein Plan seinen Neffen Konstantin, der Letzte aus dem Geschlecht der Staufer, zum Königstitel zu verhelfen, möchte er mit einem Feldzug nach Italien durchsetzen. Natürlich erhofft auch er sich einige Vorteile davon.
Graf Ulrich von Mehring, sein Vasalle und Berater, rät ihm vom Vorhaben ab und lässt in dem cholerischen Ludwig den Verdacht aufkommen, dass Ulrich gegen ihn intrigiert. Doch Ulrich hat ganz andere Probleme. Ein Raubritter mordet sich durch die Wälder und Dörfer der Gegend und überfällt immer wieder Fremde, aber vorallem die Dörfler, die ihren Pachtzins abgeben müssen. Dieser Strauchdieb sinnt allerdings auf Rache, die sich gegen Ulrich wendet.
Doch Ludwig will weder auf seinen Berater hören, noch ihn unterstützen. Er misstraut ihm immer mehr. Seine eigenen Ziele sind dem Wittelsbacher wichtiger und lässt ihn blind werden gegenüber den Nöten der Menschen im Umland. Ulrich hingegen möchte sein Land sichern und stellt sich gegen den Feldzug. Außerdem ist auch seine zukünftige Braut Agnes mit ihrer Familie auf den Weg durch die Wälder, die zu den Feierlichkeiten auf Schloss Friedberg unterwegs sind. Ulrichs Feind hat bereits einen fiesen Plan....

Der Einstieg gestaltete sich auch für mich als Liebhaber historischer Romane zuerst ein bisschen schwierig. Der außergwöhnliche Schreibstil war anfangs doch etwas gewöhnungsbedürftig. Doch bald war ich mitten in der Geschichte und gefangen von den Ränkespielen um Macht, Rache und Liebe.
Die widerspenstige Agnes, deren erster Ehemann noch in der Hochzeitsnacht verstarb und der Mehringer, denken beide nicht daran sich wiederzuverheiraten. Doch die Befehle Ludwigs sind unumstößlich. Die intrigante Hofdame Cäcilia, die auch bei Ludwig ihre Vorzüge gekonnt einsetzt und der verstoßene Hans von Eurasburg, ein verarmter Adeliger, kämpfen ebenfalls darum, ihre eigenen Pläne druchzusetzen. Da geschieht ein Mord...

Die letzten 200 Seiten hatte ich einem Rutsch durch, denn ich konnte nicht aufhören zu lesen. Der Spannungsbogen steigt so rasant an, dass ich den Roman nicht mehr aus der Hand legen konnte. Hat man sich an den außergewöhnlichen Schreibstil gewöhnt und in die atmosphärische Geschichte gefunden, möchte man nicht mehr aufhören zu lesen.

Schreibstil:
Monika Pfundmeier verwendet für ihren Roman rund um die Legende der Blutföhre die Sprache der damaligen Zeit. So wirkt die Geschichte besonders authentisch und man fühlt sich wie inmitten dieser dunklen Zeit. Bereitet der altertümliche und anspruchsvolle Schreibstil anfangs noch ein paar Probleme, ist man sehr schnell gefangen von der Atmosphäre und dem Leben im Mittelalter. Die Charaktere sind sehr lebendig und bildhaft beschrieben. Besonders die aufgeweckte Agnes habe ich sehr schnell ins Herz geschlossen. Der Spannungsbogen rund um den Raubritter und seiner Rache an Ulrich steigt immer mehr an. Das tragische Ende lässt einem sprachlos zurück....aber eine Legende kann man leider nicht umschreiben.

Fazit:
Ein sehr spannender und außergewöhnlicher historischer Roman über eine Legende, die Jahrhunderte überdauert. Eine Geschichte über Macht, Intrigen und Rache, die ein ganz besonderes Flair besitzt. Für Liebhaber des historischen Genres eine Leseempfehlung! Für Anfänger eher ungeeignet...


Vielen Dank an die Autorin für das Rezensionsexemplar und ihre interessanten Beiträge bei der Lovelybooks Leserunde!
 

Martinas Buchwelten Copyright © 2012 Design by Antonia Sundrani Vinte e poucos