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[Die Brandung] Leichenfischer - Karen Kliewe

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     


    • Broschiert: 416 Seiten
    • Verlag: ‎ dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG; 1. Edition (13. Februar 2025)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3423264179
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3423264174
    • Genre: Regionalkrimi
    • Reihe: ja - Band 2 um Svensson und Ohlsen


Heyne Kurzbeschreibung:
 Im deutsch-dänischen Grenzgebiet werden die Leichen von zwei Frauen gefunden, begraben nach einem uralten Wikinger-Ritual. Die dänische Polizei und Kommissar Ohlsen aus Flensburg stehen vor einem Rätsel. Gibt es auch eine Verbindung zu den seit Kurzem vermissten jungen Frauen? Längst arbeiten die Dänen mit Archäologin Fria Svensson zusammen, doch Ohlsen zögert noch, Frias Hilfe wieder in Anspruch zu nehmen – und begeht einen großen Fehler!

Meine Bewertung: * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Der zweite Band der deutsch-dänischen Krimireihe um Kommissar Ohlsen Ohlsen und der Archäologin und ehemaligen Polizistin Fria Svensson spielt wieder im Grenzgebiet.
Während archäologischen Ausgrabungen stößt ein Baggerfahrer auf eine weibliche Leiche. Das Grab der Frau ist mit senkrechtstehenden Pfählen in einer Art Schiffform angelegt worden. Zusätzlich liegen noch Grabbeigaben bei, die jedoch in einem Billigladen in der Gegenwart gekauft worden sind. Fria erkennt auf den ersten Blick, dass die Leichen nach einem alten Wikinger Ritual bestattet wurden.
Frias Bruder Troels leitet die Ermittlungen in Dänemark, als auf der deutschen Seite ebenfalls eine weibliche Leiche in einem ähnlichen Grab gefunden wird. Kommissar Ohlsen bindet Fria mit ein und erhofft sich weitere Einblicke in die archäologischen Funde.
Doch wie hängen all die Figuren aus den verschiedenen Kapiteln zusammen? Und was inspiriert den Täter?

Für mich ist "Leichenfischer" der zweite Teil der Reihe, der jedoch auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden kann. Trotzdem haben mich die ersten und teilweise sehr kurzen Kapitel leicht verwirrt. Es wird aus vielen verschiedenen Perspektiven erzählt: einem Stalker, einer Frau, die gefangen gehalten wird, ein einsam gelegenes Haus, wo eine junge und geistig behinderte Frau mit ihrem Kind bei einem Mann lebt, der sich seltsam verhält. Man hat also mehr als genug Fragezeichen im Kopf und hat keine Ahnung wohin uns die Autorin führen will. Dabei gab es diesmal leider auch einige Längen und die Fälle konnten mich nicht so packen, wie im ersten Teil.

Frias Familienumfeld finde ich sehr spannend. Sie stammt aus einer Polizistenfamilie und hat selbst ihre Karriere dort ad acta gelegt, um sich der Archäologie zu widmen. In der Zwischenzeit ist sie die Leiterin des dänischen Museums für Archäologie in Ørerup. Trotzdem kommt aber doch immer wieder ihr Ermittler-Gen durch. Sowohl auf deutscher, als auch auf dänischer Seite versucht sie mit zu ermitteln, was nicht immer gut ankommt. 
Frias WG-Mitbewohner Marten ist ein sehr schräger Charakter und der dreibeinige Hund Bølle ein richtig Süßer.
Kommissar Ohlen ist ein typischer Ermittler des Genres: alleinstehend mit Fernbeziehung, ein Workaholic ohne Privatleben.
Die Autorin versteht es wieder meisterhaft falsche Spuren zu legen. Der Schreibstil ist dialoglastig und lässt sich gut lesen.
Die sehr kurzen Kapitel sollen mehr Spannung aufbauen, lassen aber kein intensives Eintauchen zu und so blieben die Figuren oftmals blass. Die Beschreibung der Gegend, die sehr unterschiedlich zu meinem eigenen Zuhause ist, finde ich wieder sehr interessant dargestellt. Lokalkolorit ist auf jeden Fall vorhanden.

Die Auflösung finde ich zwar schlüssig, aber irgendwie konstruiert. Mir hat der erste Band der neuen deutsch-dänischen Krimreihe besser gefallen und ich bin noch am überlegen, ob ich die Reihe weiterverfolgen werde.

Fazit:
Der zweite Teil des deutsch-dänischen Grenzkrimis hatte für mich zu viele Längen und verwirrte zu Beginn mit sehr sprunghaften kurzen Kapiteln und zu vielen Figuren. Es war jedoch schön Fria und Ohlsen wieder  zu begegnen. Ob ich den nächsten Band lesen werde, weiß ich allerdings noch nicht.


Vielen Dank an den dtv Verlag und an vorablesen für das Rezensionsexemplar

Die Ohlsen und Svensson Reihe:
  1. Moorengel  *Rezi*
  2. Leichenfischer

Die Brandung: Moorengel - Karen Kliewe

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     

     

    • Broschiert: 384 Seiten
    • Verlag: ‎ dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG; 2. Edition (14. März 2024)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3423263822
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3423263825
    • Genre: Krimi

     

dtv Kurzbeschreibung:
Hochsommer im deutsch–dänischen Grenzgebiet der Flensburger Förde. Fria Svensson, Leiterin des dänischen Museums für Archäologie, erhält mysteriöse Post: ein skelettierter menschlicher Finger, gefunden im nahegelegenen Thorsberger Moor, einem uralten Opferplatz. Doch die Knochen sind eindeutig neueren Datums. Fria schaltet die deutsche Polizei in Norgaard ein. Tatsächlich entdeckt das Team um Hauptkommissar Ohlsen Ohlsen sechs Moorleichen mit eingeritzten mysteriösen Zeichen auf den nackten Körpern. Das Werk eines Serientäters? Die eiligst gegründete SOKO Bog Body nimmt die Ermittlungen auf, und Frias Fachwissen ist gefragt. Zeitgleich geht bei der Polizei eine Vermisstenmeldung ein: Die siebenjährige Tilda ist verschwunden, von der überforderten Mutter viel zu spät bemerkt. Ohlsen weiß, jede Minute zählt, doch die sofort eingeleitete Suchaktion bleibt erst mal erfolglos ... 

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Die Hitze flirrt in der Luft. Es ist Hochsommer im deutsch-dänischen Grenzgebiet um Flensburg.
Fria Svensson kommt nicht nur aus einer Familie von Gesetzeshütern, sondern war vor ihrem Archäologiestudium selbst Polizistin. Mittlerweile ist sie Leiterin des dänischen Museums für Archäologie in Ørerup. Eines Tages erhält sie anonyme Post. In einer Dose befindet sich der Knochen eines menschlichen Fingers mit dem Hinweis, dass er im nahegelegenen Thorsberger Moor gefunden wurde. Der Finger ist jedoch kein archäologischer Fund, sondern neueren Datums. Der anonyme Absender des Poststückes wird durch die Polizei schnell ermittelt und die Suche nach dem Körper, zudem der Finger gehört, begonnen. Es dauert nicht lange und man wird fündig - jedoch anders, als erwartet. Auf dem Grund des Moores werden sechs Leichen entdeckt, die vom Täter/den Tätern unter Wasser angepflockt wurden. Außerdem sind auf zwei, nur teilweise skelettierten Toten, rätselhafte Einritzungen, die weitere Rätsel aufgeben. Der ehemalige Besitzer des Fingers wird jedoch nicht gefunden.
Unter der Leitung von Hauptkommissar Ohlsen Ohlsen (was für ein Name!) wird eine SOKO aus dänischen und deutschen Ermittlern zusammengestellt. Fria lässt die Auffindung der Leichen ebenfalls keine Ruhe und erkundigt sich immer wieder nach den Fortschritten.
Dabei erhält Ohlsen von ihr, abseits des offiziellen Dienstweges, Unterstützung. Bald kommt jedoch die Sorge um die seit Tagen verschwundene siebenjährige Tilda für Ohlsens Team hinzu, die niemand zu vermissen scheint....

Dies ist der Auftakt einer neuen Reihe um ein ungewöhnliches deutsch-dänisches Ermittlerteam: Hauptkommissar Ohlsen Ohlsen und Archäologin und ehemalige Polizistin Fria Svensson.
Ohlsen ist Hauptkommissar der Kripo Flensburg und Leiter der Außenstelle Norgaard. Fria liebt zwar ihren neuen Beruf, kann jedoch das Ermitteln nicht lassen. Als Beraterin wird sie zunehmend von der deutschen und dänischen Polizei eingesetzt und geschätzt.
Der Fall rund um die Moorleichen bringt jedoch alle bald zum Verzweifeln. Es wird einfach kein gemeinsamer Nenner bei den Toten gefunden.
Schlimmer gestaltet sich allerdings die Suche nach dem vermissten Mädchen Tilda, bei der jede Minute zählt. Auch aus ihrer Sicht werden einzelne kurze Kapitel eingefügt.
Diese Abschnitte gehen richtig an die Nieren und haben mich tief berührt.

Die Kapitel sind kurz gehalten und selbst innerhalb der Kapitel wechseln oftmals die Figuren. Da der Krimi auch relativ komplex ist und wir doch einige Figuren haben - angefangen von den sechs Leichen, über die Kollegen der SOKO und des Museums, Frias WG-Mitbewohnern und auch ihrer Familie usw. - sollte man den Krimi zügig und auch nicht parallel lesen.
Der Krimi hat auch jede Menge Lokalkolorit und hat mir dieses Gebiet an der Ostsee etwas näher gebracht, welches so gar nichts mit unseren Alpen zu tun hat ;)
Zusätzlich versteht es Karen Kliewe meisterhaft falsche Spuren zu legen. Es gibt jede Menge Verdächtige und es sind zwei Fälle aufzuklären - eine schwierige Angelegenheit für die SOKO Bog Body.

Fazit:
Ein gelungener Auftakt einer neuen und interessanten Krimireihe im deutsch-dänischen Grenzgebiet, die sehr komplex ist und mit viel Lokalkolorit punktet.

 Vielen Dank an die Autorin und an den dtv Verlag für das Rezensionsexemplar!

 

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