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Grabesstern - Anne Mette Hancock

     

    • Broschiert: 384 Seiten
    • Verlag: ‎ FISCHER Scherz; 2. Edition (26. Januar 2022)
    • Übersetzer: ‎ Karoline Hippe
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3651000958
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3651000957
    • Originaltitel: ‎ Pitbull
    • Reihe: Band 3 um Heloise Kaldan



Fischer Kurzbeschreibung:
Eigentlich wollte Journalistin Heloise Kaldan nur einen Artikel über Sterbebegleitung schreiben. Doch als sie sich mit dem todkranken Jan Fischhof anfreundet, beginnt ihr die Sache nahezugehen. Jan scheint etwas auf dem Gewissen zu haben. Seine Hinweise führen Heloise nach Jütland, an die Flensburger Förde, zu einem lange zurückliegenden Fall. Heloises guter Freund Kommissar Erik Schäfer ist misstrauisch: Was weiß sie wirklich über Jan Fischhof? Heloise stößt in ein gefährliches Wespennest. Kann sie ihrer Intuition trauen? Ein schmerzhaft persönlicher Thriller über ein Netz aus Schuld – mit erschütternden Verstrickungen bis zur letzten Seite. 

Meine Bewertung: * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Voller Vorfreude wartete ich auf den dritten Band rund um die Investigativ-Journalistin Heloise Kaldan und Kommissar Erik Schäfer. Auf Instagram habe ich schon zur Veröffentlichung des Buches ein Interview mit der Autorin verfolgt, in dem sie erzählt, wie sie zum Thema Sterbebegleitung für ihren neuen Thriller gekommen ist.

Mit ihrer weiblichen Protagonistin Heloise, die für ihre Zeitung zu diesem Thema recherchiert und einen Artikel schreiben soll, geht die Autorin in diesem Band tiefer darauf ein. Unterstützung bekommt Heloise von Erik Schäfers Ehefrau Connie, die als ehrenamtliche Sterbebegleiterin tätig ist. Auf diesem Weg macht die Journalistin Bekanntschaft mit Jan Fischhof. Der Mann leidet an Demenz und hat Lungenkrebs. Als er einige lichte Momente hat, erzählt er von einer Schuld, die ihm schwer zu schaffen macht. Heloise lässt dies keine Ruhe und beginnt nachzuforschen. Bald kommt sie auf die Spur eines ungeklärten Vermisstenfalls in Südjütland, der 20 Jahre zuvor verdächtig schnell für abgeschlossen erklärt wurde. Die erst 19jährige Mia Stark verschwand an einem Abend spurlos. Heloise reist deshalb von Kopenhagen nach Südjtland, nahe zur Grenze Deutschlands. Sie entdeckt schnell, dass Mia nicht die einzige junge Frau war, die zu dieser Zeit als abgängig gemeldet wurde. Auf dem Land gehen die Uhren anders als in der Hauptstadt. Heloise trifft auf eine Mauer des Schweigens und erkennt bald, dass die hiesige Polizei damals so einiges vertuscht hat. Sie gräbt immer tiefer und findet einige Ungereimtheiten, denen sie auf den Grund geht. Doch der Fall ist alt, ein Cold Case, und im Ort scheint niemand daran gelegen zu sein, ihn nach all den Jahren aufzuklären. Heloise möchte aber unbedingt noch vor Fischhofs Tod die Fälle aufklären, wobei sie unbewusst den Tod ihrer eigenen Eltern verarbeitet. 

Im dritten Band steht diesmal
Heloise im Vordergrund und Erik spielt nur eine kleine Rolle. Der Fall beginnt ruhig und wird mit der Zeit immer komplexer. Bald bringt Heloise nicht nur sich, sondern auch Erik Schäfer in Gefahr. Die Autorin setzt, wie schon in den beiden Vorgängerbänden, gekonnt falsche Fährten. Trotzdem gab es für mich, vorallem in der Mitte, so einige Längen. Auch der Fall an sich erinnert eher an einen Krimi, als an einen Thriller. Zum Ende gibt es einen richtigen Knalleffekt, den Anne Mette Hancock hervorragend inszeniert hat und der alles noch einmal auf den Kopf stellt. Diese Wendung fand ich richtig klasse! Der Rest konnte mich diesmal hingegen leider nicht so überzeugen, wie die beiden Vorgängerbände.

Cover:

 

von links nach rechts das Originalcover aus Dänemark, das polnische und das russische Cover

Fazit:
Für mich ist "Grabesstern" der bisher schwächste Band der Reihe. Über weite Teile ist der "Thriller" eher spannungsarm. Erst das phänomenale Ende macht wieder einiges wett. Trotzdem erhoffe ich mir für den nächsten Teil wieder mehr Thrillerspannung!

Die Reihe um Heloise Kaldan und Erik Schäfer:

  1. Leichenblume  *Rezi*
  2. Narbenherz  *Rezi*
  3. Grabesstern

Narbenherz - Anne Mette Hancock

    Die Bildrechte liegen beimVerlag


    • Broschiert: 384 Seiten
    • Verlag : ‎ FISCHER Scherz; 2. Edition (28. Juli 2021)
    • Übersetzer: Friederike Buchinger
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 365100094X
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3651000940
    • Originaltitel : ‎ Mercedes-Snittet
    • Genre: Thriller
    • Reihe: ja - Band 2 um Heloise Kaldan



Fischer Kurzbeschreibung:
Kopenhagen: Investigativ-Journalistin Heloise Kaldan hat gerade eine Recherche zu traumatisierten Soldaten begonnen, als sie eine persönliche Entscheidung treffen muss über Leben und Zukunft. Noch bevor sie irgendetwas tun kann, erfährt sie vom Verschwinden eines zehnjährigen . Vor Ort trifft Heloise ihren guten Freund Kommissar Erik Schäfer, der in dem Fall ermittelt. Die Spuren zu dem Jungen sind verwirrend, nichts passt zusammen. Heloise versucht, Erik Schäfer zu helfen, das entscheidende Muster zu erkennen. Und begegnet ihren innersten Dämonen.

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Nach "Leichenblume" folgt nun der zweite Band rund um die Investigativ Journalistin Heloise Kaldan und Kommissar Erik Schäfer.
Auch diesmal ist der Start in die Geschichte direkt. Im Prolog beobachtet ein Unbekannter, wie jemand einen leblosen Körper über ein Brückengeländer hebt und diesen in den Fluss fallen lässt. So ist man von den ersten Seiten an gefeselt und rätselt, was sich hier wohl ereignet hat.

Kurze Zeit später wird der 10jährige Lukas Bjerre vermisst. Heloise befindet sich gerade beim Arzt, als der Gynäkologe einen Anruf von der Polizei erhält, dass sein Sohn spurlos verschwunden ist. Heloises Interesse ist geweckt. Durch ihre Freundin Gerda Bendix, eine Militärpsychologin, kommt sie noch näher an den Fall heran, denn Gerdas Tochter Lulu ist eine Schulkameradin des verschwundenen Lukas. Vor der Schule trifft sie auch auf Erik Schäfer, der im Fall ermittelt....

Nach einem verhältnismäßig ruhigen Einstieg, gewinnt die Handlung im weiteren Verlauf zunehmend an Fahrt. Anne Mette Hancock führt außerdem zu Beginn jede Menge Figuren ein. Man lernt die Eltern des Jungen, einige Lehrer und Erzieher kennen, Eltern von Mitschüler und einem Verkäufer im Supermarkt...
Die Autorin legt gekonnt viele Fährten und gibt jede Menge Raum für Spekulationen. So wächst auch die Zahl der Verdächtigen. Der Polizei hingegen läuft die Zeit davon, denn die meisten Informationen können nur mühsam zusammengetragen werden oder führen ins Leere. Sie treten und bei den winterlichen Temperaturen in Dänemark scheint es unmöglich den Jungen noch lebend zu finden.

In diesem zweiten Band bekommt auch Heloises Privatleben etwas mehr Raum. Sie steht vor einer schweren Entscheidung und weiß nicht, was sie tun soll. Dabei hat sie nicht immer meine Sympathie gewonnen. Auch nach diesem zweiten Band bin ich unschlüssig, ob ich die Journalistin mag oder nicht.
Die Zusammenarbeit zwischen Heloise und Schäfer bleibt eher im Hintergrund, denn eigentlich hätte Schäfer zur Auflösung Heloise nicht wirklich gebraucht. Das Zusammenspiel der beiden hat mir etwas gefehlt, denn beide versuchen eher im Alleingang den Fall zu lösen.
Ein weiteres Thema sind  traumatisierte Kriegsheimkehrer, die in Afghanistan stationiert waren.

Die Autorin hat auch in diesem Fall wieder eine nicht alltäglich "Besonderheit" herausgepickt. War es im ersten Band "Amorphophallus titanum", die Leichenblume, die einen sehr speziellen Geruch verströmt, ist es diesmal die "Pareidolie", ein Phänomen in Mustern Gesichter zu erkennen. Das gefällt mir wirklich gut, denn viele Thriller haben nicht mehr viel Neues zu bieten.
Alle Protagonisten wirken durchwegs authentisch. Der Thriller ist kurzweilig und vielschichtig. Die unterschwellige Spannung baut sich immer mehr auf. Das Ende schockiert, ist aber in sich stimmig. Nun bin ich schon auf den dritten Fall gespannt, der am 26. Januar erscheinen wird.

Cover:


von links nach rechts:
die dänische, die isländische, die schwedische, die polnische und die russische Ausgabe
Mir gefällt das dänische Cover mit dem Apfel ganz gut. Das polnische Cover ist wiederum unseren deutschen Thrillercovern sehr ähnlich und auch in diesen üblichen Farben schwarz, weiß udn rot gehalten.

Fazit:
Auch der zweite Band um die Journalistin Heloise Kaldan und Kommissar Erik Schäfer hat mir wieder gut gefallen. Die Autorin setzt gekonnt falsche Fährten und hält damit die Spannung aufrecht. Ebenso hat sie sich auch diesmal wieder einem ungewöhnlichen Thema gewidmet. Ich bin nun schon sehr auf den dritten Band der Reihe gespannt.


Die Reihe um Heloise Kaldan und Erik Schäfer:
  1. Leichenblume  *Rezi*
  2. Narbenherz

Leichenblume - Anne Mette Hancock

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

    • Broschiert: 400 Seiten
    • Verlag: FISCHER Scherz; 6. Edition (27. Januar 2021)
    • Übersetzung: Karoline Hippe
    • ISBN-10 : 3651000931
    • ISBN-13 : 978-3651000933
    • Originaltitel : Ligblomsten
    • Genre: Thriller
    • Reihe: Band 1 der Heloise Kaldan Reihe


Fischer Kurzbeschreibung:
Die Kopenhagener Investigativ-Journalistin Heloise Kaldan steckt in einer heiklen Jobkrise, als sie einen mysteriösen Brief erhält: von einer gesuchten Mörderin. Darin stehen Dinge über Heloise, die eigentlich niemand wissen kann. Beunruhigt beginnt Heloise, auf eigene Faust zu recherchieren. Die Absenderin ist seit einem brutalen Mord vor einigen Jahren spurlos verschwunden. Was will sie nun ausgerechnet von Heloise, und woher hat sie die Informationen über sie? Zur gleichen Zeit erhält auch Kommissar Erik Schäfer einen neuen Hinweis auf die Gesuchte. Alle Spuren scheinen zu Heloise Kaldan zu führen. Ist ihr Leben in Gefahr? Und können der Polizist und die Journalistin einander vertrauen? Ein fesselnd persönlicher Thriller über Rache, Gerechtigkeit und Vergebung. 

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Einen Thriller aus Dänemark habe ich bisher - mit Ausnahme der Reihe von Jussi Adler-Olson - kaum gelesen. Umso mehr habe ich mich gefreut eine neue Thrillerreihe aus diesem schönen Land gefunden zu haben.
"Leichenblume" ist der Auftakt der Heloise Kaldan Reihe. Im Mittelpunkt steht die namensgebene Journalistin, die von der polizeilich gesuchten Mörderin Anna Kiel einen rätselhaften Brief erhält. Diese Frau hat vor Jahren einen reichen Anwalt kaltblütig ermordet und ist seitdem verschwunden. Natürllich hat damals auch die Zeitung, bei der Heloise arbeitet, darüber berichtet. Heloise war jedoch nicht die zuständige Journalistin. Deswegen ist sie sehr irritiert einen persönlichen Brief mit Andeutungen, die außer ihr niemand wissen kann, von der gesuchten Mörderin zu erhalten. Zur selben Zeit erzählt eine ältere Dame im Polizeipräsidium Kommissar Erik Schäfer, dass sie sicher ist Anna Kiel iwährend ihres Urlaubes in Südfrankreich gesehen zu haben. Heloise beginnt eigenständig nachzuforschen und gerät dadurch auch ins Visier des Kommissars.
Beide versuchen die Spur von Anna Kiel aufzunehmen. Diese versucht an bestimmte Dokumente zu gelangen, um eine unglaubliche Geschichte aufzudecken, die Heloise veröffentlichen soll. Während diese damit ihren Status als glaubwürdige Journalistin wiederherstellen möchte und die wahre Geschichte hinter dem damaligen Mord als Erste veröffentlichen will, hat Kommissar Schäfer die Verurteilung der Mörderin im Visier...und erst danach das Motiv.

Der Start ins Buch ist direkt. Zuerst lernen wir Anna Kiel kennen, die jedoch noch sehr fremd bleibt, aber die Neugierde des Lesers weckt. Warum hat sie sich blutbesudelt vor die Überwachungskamera gestellt und sich damit selbt beschuldigt? Wohin ist sie verschwunden und warum schreibt sie gerade Heloise? Letzteres fragt sich auch die junge Journalistin, die sich keinen Reim aus den rätselhaften Briefen an sie machen kann.

Heloise tritt bei ihren Nachforschungen den falschen Leuten auf die Füße und startet damit eine Kettenreaktion, die sie in Lebensgefahr bringt. Dazwischen Erik Schäfer als ermittelnder Kommissar, der versucht einen weiteren Mordfall aufzuklären und Anna Kiel zu finden. Nach und nach decken sich die einzelnen Puzzleteilchen auf und lassen den Leser an einer unglaublichen Geschichte teilhaben, die das Motiv für den Mord an den reichen Anwalt völlig nachvollziehbar macht.

Die detailreichen Beschreibungen lassen sehr schnell Bilder im Kopf entstehen. Hancock erzählt ihre Geschichte aus welchselnden Perspektiven. Die Kapitel sind kurz und prägnant. Die titelgebende Leichenblume bekommt ebenfalls eine Erklärung. Die Autorin versteht es falsche Fährten zu legen und den Leser mit kleinen unvorhersehbaren Wendungen zu überraschen. Einzig die Charaktere blieben mir teilweise noch etwas fremd. Hier hoffe ich in den folgenden Teilen etwas mehr Zugang zu ihnen zu finden. Krimi- und Thrillerreihen leben oftmals von Ermittlern, die mir mit der Zeit ans Herz gewachsen und "Freunde" geworden sind. Für mich ein wichtiger Aspekt auch zum nächsten Band zu greifen.

Was ich besonders mochte ist, dass es endlich mal wieder ein Thriller geschafft hat, mich nicht mit einem völlig überzogenen Ende zu enttäuschen. Die Auflösung ist stimmig und nachvollziehbar. Zum Schluss bleibt noch ein klitzekleiner Cliffhanger, der Lust auf die Folgebände macht.

Cover:

von links nach rechts:
die dänscihe Originalausgabe, die Cover aus Schweden, Polen, Frankreich und Russland

Fazit:
Mich konnte der Reihenauftakt von Anne Mette Hancock soweit überzeugen, dass ich sicherlich den Nachfolgeband lesen werde. Noch fehlt mir der richtige Zugang zu den Hauptprotagonisten. Der Plot war jedoch toll aufgebaut und das Ende stimmig und nachvollziehbar.

 

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