- Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
- Verlag: Lübbe; 1. Aufl. 2025 Edition (28. Februar 2025)
- ISBN-10 : 3757701038
- ISBN-13 : 978-3757701031
- Genre: Roman, Gegenwartsliteratur
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| Die Bildrechte liegen beim Verlag |
Journalistin Olive träumt von der ganz großen Geschichte - und davon, endlich ein Zuhause zu finden. Zwar ist sie in einer liebevollen Familie aufgewachsen, aber sie wird das Gefühl nicht los, dass ihr etwas fehlt, um wirklich glücklich zu sein. Können ausgerechnet die Nachforschungen zu dem alten, scheinbar wertlosen Kompass ihrer Großmutter Olive aus ihrer Einsamkeit führen?
Zwanzig Jahre zuvor führt Claire ein Leben auf der Überholspur. Aber die Nachricht vom Tod ihrer Schwester Iris wirft sie aus der Bahn. Sie flieht Hals über Kopf auf die kleine Felsinsel, auf der Iris lebte. Dort findet Claire haufenweise Zeichnungen - darunter auch eine von einem alten, scheinbar wertlosen Kompass ...
Der Erstling von Louise Pelt "Die Halbwertszeit von Glück" hat mir sehr gut gefallen und deshalb war ich schon neugierig auf ihren neuen Roman.
Auch diesmal haben wir verschiedene Zeitebenen, aber nur zwei Hauptprotagonistinnen, die irgendwie miteinander verbunden zu sein scheinen. Wie schon in ihrem Debüt erfährt man erst relativ spät, wie alles zusammenhängt und rätselt sehr lange, wie die beiden Geschichten zusammenhängen könnten.
Im Jahr 2000 lernen wir die erfolgreiche New Yorker Anwältin Claire kennen, die vor kurzem einen sehr lukrativen Abschluss hinter sich hat. Mit ihrem Kollegen Will hat sie eine geheime Affäre, bei der sie seit langer Zeit wieder so etwas wie Nähe zu einem anderen Menschen spürt und zulässt. Seit dem Bruch mit ihrer Zwillingsschwester Iris hat sie niemanden mehr an sich herangelassen. Ihr Leben auf der Überholspur ließ dies auch kaum zu. Doch auch Will enttäuscht sie. Als sie zusätzlich noch die Nachricht von Iris Tod erhält, verliert die toughe Erfolgsfrau den Boden unter den Füßen. Sie nimmt sich eine kleine Auszeit und fliegt auf die kleine Insel, auf der ihre Schwester die letzten Jahre gelebt hat. Dass diese Insel bis auf das Haus von Iris unbewohnt und nur mit dem Boot erreichbar ist, stürzt die New Yorkerin, die Trubel gewohnt ist, in eine Krise. Die Einsamkeit packt sie und nur langsam findet sie Zugang zu der Welt ihrer Zwillingsschwester. Nach und nach wird aufgedeckt, wie es zum Bruch der beiden Schwestern kam....
Der Roman wird abwechselnd aus der Sicht von Olive und Claire erzählt. Was die beiden Frauen verbindet, deren Leben auf zwei verschiedenen Kontinenten und durch zwanzig Jahre getrennt ist, wird erst nach und nach ersichtlich. Dass der Kompass dabei eine große Rolle spielt, ist allerdings bereits aus dem Klappentext augenscheinlich. Die Geheimnisse rund um Poppy, die in ihre Vergangenheit führen, sind spannend erzählt und doch hat man bald eine Ahnung, wohin sie führen könnten. Trotzdem gibt Louise Pelt nur so viel frei, dass immer nur ein Puzzlestück nach dem anderen aufgedeckt wird.
Fazit:
Im Roman geht es um die Einsamkeit mit ihren verschiedenen Facetten und über ein Geheimnis, welches Familien über Generationen beeinflusst hat. Aber auch um einen Neuanfang und dem Finden zu sich selbst. Wieder ein wunderschöner Roman der Autorin!















