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Tod im Wiener Rathaus - Beate Maxian

    Die Bildrechte liegen beim Verlag




    • Taschenbuch: 352 Seiten
    • Verlag: ‎ Goldmann Verlag, Originalausgabe, (22. April 2026)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3442496764
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3442496761
    • Genre: Krimi, Regionalkrimi
    • Reihe: ja - Band 16 der Sarah Pauli Reihe


Goldmann Kurzbeschreibung:
An einem sonnigen Junitag ist die Journalistin Sarah Pauli für den Wiener Boten im altehrwürdigen Rathaus der Donaumetropole. Dort findet ein prestigeträchtiges Event zur bewegten Geschichte des prächtigen Gebäudes statt. Doch die Veranstaltung endet jäh, als ein Toter im Paternoster entdeckt wird. Das Merkwürdige: Auf der Brust des Mannes prangt ein rätselhaftes Zeichen, und in seiner Tasche findet die Polizei den Bibliotheksausweis einer Frau, die seit Monaten verschwunden ist. Sarah, die ein Faible für Aberglauben und Symbolik hat, beginnt sofort zu recherchieren. Unterdessen sucht der Mörder weiter die Rathaushallen heim und ist ihr stets einen Schritt voraus …

Bewertung: * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Reiselust Challenge

*** Man kann diesen sechzehnten Band auch ohne Vorkenntnisse lesen.
Ich empfehle aber immer die Reihenfolge einzuhalten  ***

Meine Meinung:
Die Wien Krimis von Beate Maxian lese ich regelmäßig jedes Jahr und freue mich immer auf einen weiteren neuen Band. Interessant ist für mich auch, welche Location in Wien die Autorin diesmal gewählt hat.
Wie der Titel des 16. Bandes bereits verrät, ist es diesmal das Wiener Rathaus. Als sich Sarah Pauli zu einem Event in den Sitz der Stadtverwaltung aufmacht, rechnet sie nicht damit, über eine Leiche zu stolpern. Im Paternoster, dem historischen Aufzug des Rathauses, wird ein Mann tot aufgefunden. Da sich auf seiner Brust ein ungewöhnliches Zeichen befindet, wird Sarah Pauli von Martin Stein hinzugezogen. Sie erkennt das Symbol sofort als "Vierpass", welches Steinmetze verwenden. Doch nicht nur das geheimnisvolle Zeichen auf der Brust des Toten, sondern auch der Bibliotheksausweis einer vor Monaten verschwundenen Frau in seiner Tasche, geben Ermittler Martin Stein Rätsel auf. Was verbindet dem ehemaligen Architekt Ewald Schwab und Ilka Dorn, die seit Monaten abgängig ist? Natürlich versucht auch Sarah Pauli der Sache nachzugehen....
Umso verärgerter ist sie, als ein mysteriöser Online Journalist über den Mord schreibt und Dinge veröffentlicht, die niemand - außer Stein und Pauli - wissen kann. Zudem veröffentlicht er Bilder und angebliche Enthüllungen, die sich bald als Fake News erweisen. 

Während sich Beate Maxian meistens mit alten Sagen und Ritualen in ihren Wien Krimis beschäftigt, hat sie diesmal noch ein sehr aktuelles Thema in ihre Story mit einbezogen. Sie widmet sich in ihrem 16. Fall den Fake News. Dabei geht es um Hetze und Verleumdungen von Menschen, die gezielt verbreitet werden. Die Opfer können sich gegen die digitalen Schmutzkampagnen und Diffamierungen kaum wehren und sind machtlos. Ein spannendes Thema, welches immer mehr an Bedeutung gewinnt und leider oftmals sogar von der Realität überholt wird. Es wird immer schwieriger echte und gefakte Nachrichten zu unterscheiden - ein Thema, welches auch Autoren und Autorinnen beschäftigt.
 
Natürlich geht es aber auch wieder um Symbole und wir begleiten Sarah und das Team des Wiener Boten bei den Nachforschungen zur vermissten Ilka Dorn und deren Hintergrund. Auch auf privater Basis gibt es diesmal eine kleine Überraschung.
Die Figuren sind allesamt gut bekannt, wenn man die Wien-Krimis schon eine Weile verfolgt und sind einem bereits ans Herz gewachsen. 

Auch "Tod im Wiener Rathaus" ist kein blutrünstiger Krimi, sondern eher einer von der "leichten" Sorte.
Es bereitet jedes Mal enorme Freude mit zu rätseln und dem Täter sowie seinem Motiv auf die Spur zu kommen. Ein bisserl mehr Spannung hätte dieser 16. Teil der Reihe vielleicht noch gut vertragen, dennoch überzeugt der Krimi, wie die ganze Reihe, immer mit einer guten Portion Wiener Charme. 

Fazit:
Auch der 16. Wien Krimi punktet vor allem durch die tolle Atmosphäre und seinem Schauplatz. Das aktuelle Thema Fake News hebt sich ein bisschen von den anderen Krimis der Reihe ab, wo es meistens um alte Symboliken und Rituale geht.


Die Sarah-Pauli Reihe:

 1. Tödliches Rendezvous
 2. Die Tote vom Naschmarkt
 3. Tod hinter dem Stephansdom
 4. Der Tote vom Zentralfriedhof *Rezi*
 5. Tod in der Hofburg *Rezi*
 6. Mord in Schönbrunn  *Rezi*
 7. Die Prater Morde  *Rezi*
 8. Tod in der Kaisergruft  *Rezi*
 9. Mord im Hotel Sacher  *Rezi*
10. Der Tote im Fiaker *Rezi*
11. Die Tote im Kaffeehaus  *Rezi*
12. Ein letzter Walzer  *Rezi*
13. Tod im Belvedere   *Rezi*
14. Tod auf dem Opernball  *Rezi
15- Tod auf der Donau  *Rezi*
16. Tod im Wiener Rathaus




Steirerzwist - Claudia Rossbacher

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     


    • Taschenbuch: 288 Seiten
    • Verlag: ‎ Gmeiner-Verlag, 1. Auflage (7. Januar 2026)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3839209064
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3839209066
    • Genre: Regionalkrimi
    • Reihe: ja - Band 15 um Sandra Mohr und Sascha Bergmann



Gmeiner Kurzbeschreibung:
Kaum ist Sandra Mohr aus dem Urlaub zurück, wird in Graz eine tote Joggerin mit durchtrennter Kehle aus der Mur geborgen. Am Einsatzort stellt die LKA-Ermittlerin fest, dass sie die ermordete Hoteldirektorin flüchtig kannte. Kurz darauf wird unter einer nahen Brücke die Leiche eines Obdachlosen mit ähnlichen Verletzungen gefunden. Wurde die Frau beim Joggen zufällig zur Mordzeugin und musste deshalb sterben? Oder war alles ganz anders? Sandra Mohr und Sascha Bergmann ermitteln in einem Fall, der mit jeder neuen Spur noch undurchsichtiger wird.

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Reiselust Challenge

Meine Meinung:
Mit "Steirerzwist" legt Claudia Rossbacher ihren 15. Steirerkrimi vor. Wir sind diesmal in der steirischen Landeshauptstadt Graz, wo Mimi Waldner, eine bekannte Hoteldirektorin bei ihrer morgendlichen Joggingsrunde brutal ermordet wird. Ihre Leiche wird in der Mur geborgen. Sandra Mohr, die eben erst aus ihrem wohlverdienten Urlaub zurückgekehrt ist, kennt die Tote flüchtig. Noch am selben Tag wird ein Obdachloser unter der Murbrücke gefunden, der fast identische Verletzungen aufweist. Hängen die Morde zusammen?
Der Fall ist etwas heikel, denn die Tote ist bekannt aus den sozialen Medien und hat vor nicht allzu langer Zeit ihren Mann zu Grabe getragen. Dessen erste Frau hat angeblich in der Mur Selbstmord begangen und ihr Tod liegt ebenfalls nicht sehr lange zurück, was einige Fragen aufwirft..... 

In diesem Band hat das Privatleben - vor allem von Sandra - etwas mehr Raum bekommen. Sie erhält die Nachricht, dass ihre Mutter verstorben ist und obwohl sie ein ziemlich schlechtes Verhältnis zueinander hatten, ist Sandra über ihren Tod bedrückt. Zusätzlich muss zurück in ihren Heimatort, wo sich auch ihr verhasster Halbbruder befindet, der in der Vergangenheit bereits gewalttätig gegenüber Sandra wurde. Ihr neuer Partner Georg, der im letzten Band "Steirerzorn" in ihr Leben getreten ist, scheint der Richtige zu sein. Er unterstützt sie liebevoll gegen die verbalen Angriffe ihres Halbbruders und der Gerüchteküche in ihrem Heimatort. 

Elena König, die neue übereifrige Kollegin, scheint mit Sandra auch nicht wirklich auszukommen. Das belastet Sandra zusätzlich, während Sascha Bergmann sich wieder wie ein Elefant im Porzellanladen benimmt und seine machohaften Sprüche klopft.
Die Situation verschärft sich, als Sandra Drohungen erhält, die denen ähneln, die das Mordopfer vor ihrem Tod bekommen hat. Es kommt zu einem Wettlauf mit der Zeit....

Obwohl sich der Fall wieder als sehr spannend erweist, war der Täter diesmal nicht wirklich eine Überraschung für mich. Trotzdem habe ich die Ermittlungen mit Spannung verfolgt.
Der Krimi lebt vor allem durch seine beiden Protagonisten, die viele auch aus dem TV kennen. Die Fernsehkrimis sind allerdings teilweise abweichend und Sandra Mohr spielt darinnen schon länger keine Rolle mehr und wurde durch andere Ermittlerinnen ersetzt. Ich bin wirklich froh, dass sie in den Büchern noch mit Sascha weiterermittelt, denn die Beiden sind einfach das Salz in der Suppe.

Ob Claudia Rossbacher ihre erfolgreiche Reihe weiterschrieben wird? Einst meinte sie, dass die Bände alphabetisch gereiht sind. Da wir nun zum zweiten Mal beim "Z" angelangt sind und sie nach eigener Auskunft eine Schreibpause einlegen wird, bin ich etwas verunsichert. Lesen werden wir aber auf jeden Fall wieder von ihr.

Fazit:
Nachdem mich der letzte Fall absolut abgeholt hat, war dieser zwar spannend, aber wieder etwas "zahmer" und mehr Regionalkrimi. Zusätzlich stand das Privatleben der Ermittler etwa mehr im Fokus, als üblich. Ich bin gespannt, ob die Reihe weitergehen wird oder Claudia Rossbacher sich einer neuen Krimireihe widmen wird - was sehr schade wäre.


Die Reihe um Sandra Mohr und Sascha Bergmann:
  1. Steirerblut    *Rezi*
  2. Steirerherz    *Rezi*
  3. Steirerkind    *Rezi*
  4. Steirerkreuz  *Rezi*
  5. Steirerland    *Rezi*
  6. Steirernacht  *Rezi
  7. Steirerpakt    *Rezi
  8. Steirerquell   *Rezi*
  9. Steirerrausch *Rezi*
  10. Steirerstern   *Rezi*
  11. Steirertanz    *Rezi*
  12. Steirerwahn  *Rezi*
  13. Steirerwald  *Rezi*
  14. Steirerzorn *Rezi*
  15. Steirerzwist

Letzter Landler - Herbert Dutzler

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     


    • Taschenbuch: 400 Seiten
    • Verlag: ‎ Haymon Verlag, 1. Auflage (19. Februar 2026)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3709979986
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3709979983
    • Genre: Regionalkrimi
    • Reihe: ja - Band 13 um Franz Gasperlmaier



Haymon Kurzbeschreibung:
Im Ausseerland muss der Bär nicht alleine steppen. Denn neben dem Wiener Staatsopernballett gastieren auch die kanadischen Eltern von Franz Gasperlmaiers Schwiegertochter Richelle in Bad Aussee. Statt noch schnell seine lückenhaften Fremdsprachenkenntnisse aufzupolieren, muss der bodenständige Polizist Gattin Christine ins Ballett begleiten. Am schönen blauen Altausseer See tanzt am selben Wochenende dann auch noch der Tod Landler: Eine der Musikerinnen spielt bei der Aufführung ihren allerletzten Ton. Nicht nur Gasperlmaier wird da auf Misstöne im Orchesterensemble aufmerksam. Die große Frage: Wer teilt hier neben einer Begeisterung für Musik auch das Bett … und vielleicht sogar illegale Substanzen?

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur ABC Challenge

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Reiselust Challenge

Meine Meinung:
"Letzter Landler" ist bereits der 13. Fall um Franz Gasperlmaier, dem urigen Bezirksinspektor 
in Altaussee. Man kann diese Reihe auch ohne Vorkenntnisse lesen, aber ich empfehle immer wieder doch mit Band 1 zu beginnen.

Gasperlmaier bekommt Besuch von den kanadischen Schwiegereltern seines Sohnes. Seine sehr maroden Englischkenntnisse hat er noch schnell ein bisschen aufpoliert. Doch der Aufregung nicht genug: seine Christine möchte mit ihm ins Staatsopernballett, welches in Bad Ausssee gastiert. Davon ist der Franz überhaupt nicht begeistert, doch zu seiner Überraschung gefällt ihm die Aufführung besser, als gedacht. Das liegt vor allem an einer Geigerin im Orchester, die ihn fasziniert. Leider findet er genau diese junge Musikerin am nächsten Morgen tot vor einer Kapelle auf.
Zusammen mit Kollegin Emina beginnt er -  zwischen gesellschaftlichen Pflichten und erhoffter Familienzeit - zu ermitteln. Verdächtige gibt es genug, denn sowohl das gesamte Orchester, als auch das Ballettensemble steht im Mittelpunkt der Untersuchungen. Dabei hilft oft nur ein Schnapserl mit seinem Nachbar Dr. Altmann und das Gulasch dessen Frau. Als es ein zweites Todesopfer gibt, heißt es sich ranzuhalten...

Obwohl die Ausseer Krimis von Herbert Dutzler humorvoll und kurzweilig sind, spricht er immer wieder ernste und brisante Themen an. Da geht es um die Billigproduktion von österreichischer Trachtenmode, russischen Investoren, Massentourismus, Castingshows usw. Diesmal sind die Themen Frauenfeindlichkeit und Drogenmissbrauch. Gesellschaftskritik findet man in jedem seiner Regionalkrimis.
Sorgen macht ihm auch sein neuer Kollege. Nachdem Kollegin Manuela in Karenz ist und statt Dr. Kohlross Emina Jovanovic als Gruppeninspektorin neu hinzugekommen ist, soll nun Kevin, ein frisch von der Polizeischule eingesetzter Jungspund sein "Partner in Crime" sein. Der stellt Gasperlmaiers Nervenkostüm allerdings hart auf die Probe, vor allem nachdem er auch noch das Dienstfahrzeug zu Schrott gefahren ist. 

Herbert Dutzler erzählt wie immer in seiner ganz besonderen humorvollen Art, die einem Land und Leute näher bringt. Die Kulisse rund um das Ausseerland vermittelt jede Menge Lokalkolorit. Dutzler schafft die Balance zwischen leichter Unterhaltung, ernsthafter Ermittlungsarbeit und wichtigen gesellschaftskritischen  Themen.
Einige überraschende Wendungen und zahlreiche Verdächtige laden erneut perfekt zum Miträtseln ein. Diesmal hatte ich jedoch das Gefühl, dass der Täter relativ früh zu offensichtlich wird – auch wenn das Mordmotiv lange im Unklaren bleibt. Gerade dieses konnte mich letztlich nicht ganz überzeugen. 
Trotzdem hat mir dieser dreizehnte Fall wieder jede Menge Spaß gemacht und ich freue mich schon auf Nummer 14.

Fazit:
Wie immer sind die Gasperlmaier Krimis ein herrliches Lesevergnügen, die einem das Ausseer Land näher bringen und gut unterhalten. Ich freue mich schon auf den nächsten Band der Reihe.


Die Reihe um Franz Gasperlmaier:
  1. Letzter Kirtag
  2. Letzter Gipfel   *meine Rezi*
  3. Letzte Bootsfahrt  *meine Rezi*
  4. Letzter Saibling   *meine Rezi*
  5. Letzter Applaus  *meine Rezi*
  6. Letzter Fasching  *meine Rezi*
  7. Letzter Stollen   *meine Rezi*
  8. Letzter Jodler   *meine Rezi*
  9. Letzter Knödel   *meine Rezi*
  10. Letzter Tropfen  *meine Rezi*
  11. Letztes Zuckerl *meine Rezi*
  12. Letztes Glückskeks  *meine Rezi*

Wienerberg - Mina Albich

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     


    • Taschenbuch: 320 Seiten
    • Verlag: ‎ Emons Verlag, 1.Auflage (16. Oktober 2025)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3740825065
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3740825065
    • Genre: Krimi, Regionalkrimi
    • Reihe: ja - Band 4 um Inspektor Felix Grohsmann



Emons Kurzbeschreibung:
Wien, Nähe Spinnerin am Kreuz: Ein Mädchen entdeckt beim Spielen im Wasserpark Favoriten einen menschlichen Knochen. Inspektor Grohsman kennt die finstere Historie dieser Umgebung, einst befand sich in der Nähe die Hinrichtungsstätte Wiens. Doch das Skelett, das schließlich geborgen wird, ist eindeutig jüngeren Datums. Der Fall führt Grohsman, seiner Kollegin Joe Kettler und Kriminalpsychologin Nicky Witt vor Augen, wie sich die düstere Vergangenheit wiederholt – oder doch nicht?

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
"Wienerberg" ist der vierte Fall von Felix Grohsmann und Joe Kettler, sowie der forensischen Psychologin Nicky Witt.
Mina Albich entführt uns in ihrem vierten Wien-Krimi zur ehemaligen Richtstätte am Wienerberg. Dort wurde im frühen 19. Jahrhundert Therese Kandl als erste Frau gehängt. Heute ist an der alten Richtstätte ein Wasserturm mit einem Wasserspielplatz und die "Spinnerin am Kreuz", die gotische Bildsäule auf dem Cover.

Als die achtjährige Mara ihren Käfer beim Spielplatz begraben will, findet sie einen Knochen, der sich kurze Zeit später als Oberschenkelknochen eines Menschen entpuppt. Dieser verstarb vor ungefähr dreißig Jahren. Deshalb suchen Grohsmann und Kettler nach Vermisstenfällen aus dieser Zeit. Bald entwickelt sich dieser Cold Case aber als sehr komplexer Fall. Zusätzlich deutet viel darauf hin, dass damals schlampig gearbeitet wurde, um einigen höheren "Persönlichkeiten" nicht auf die Zehen zu steigen. Als es jedoch zu einem Mordanschlag kommt, der anscheinend mit dem Cold Case von damals zusammenhängt, wird die Ermittlergruppe nervös.
Psychologin Nicky Witt nimmt sich Mara an, die seit dem Knochenfund belästigt wird. Nächtens kommt es immer wieder zu "Geistererscheinungen" vor ihrem Fenster, was Mara sehr verängstigt. Das Mädchen, welches als leicht autistisch gilt, ist blitzgescheit. Ihre alleinerziehende Mutter kommt allerdings nicht wirklich mit ihr zurecht und tut diese Erscheinungen als Hirngespinste ab.

Die Figuren sind wieder lebendig und facettenreich und bis hin zu den Nebenfiguren sehr authentisch dargestellt. Mir waren es diesmal aber fast zu viele Charaktere. Behilflich war dabei das Personenregister am Anfang des Buches.
Der Schreibstil von Mina Albich lässt sich sehr gut lesen und vor allem das Lokalkolorit ist wieder absolut gelungen. Immer wieder "spukt" auch Theresa Kandl im Krimi herum und erinnert an ihr Schicksal. Man erlebt Wien aus verschiedenen Blickwinkeln und fiebert mit dem verzwickten Fall und allen darauffolgenden Entwicklungen mit. Bis hier sämtliche Fäden zusammengeführt werden, dauert es und führt Felix Grohsmann und Joe Kettler auf viele verschiedene (Um-)wege.
Mina Albich gelingt es überraschende Wendungen einzubauen, die den Leser immer von neuem rätseln lassen. Die Spannung bleibt bis zum Schluss erhalten. Manches war mir allerdings zu detailverliebt erzählt. Ich muss z. Bsp. nicht wissen, welche Teesorte laufend getrunken werden... 

Mir war es diesmal oftmals leider etwas zu verwirrend. Ich denke aber, dass liegt daran, dass ich den Krimi nicht in einem Zug durchlesen konnte, sondern immer wieder (ungewollte) Pausen einlegen musste, weil ich kaum Zeit fand (was nicht geplant war).
Ich bin die Einzige in der Leserunde, die bisher keine fünf Sterne gegeben hat, also bitte macht euch selbst ein Bild!

Fazit:
Ein weiterer spannender Wien-Krimi aus der Reihe um Felix Grohsmann und Joe Kettler, den ich gerne weiter empfehle. 

Vielen Dank an Lovelybooks und an den Emons Verlag für das Rezensionsexemplar!

Die Reihe um Felix Grohsmann, Nicky Witt und Joe Kettler
  1. Mexikoplatz  *Rezi*
  2. Wiener Todesmelodie  *Rezi*
  3. Tod am Nussdorfer Wehr  *Rezi*
  4. Wienerberg

Tödliches Gold - Beate Maxian

    Die Bildrechte liegen beim Verlag



    • Taschenbuch: 320 Seiten
    • Verlag: ‎ Goldmann Verlag, Erscheinungstermin: ‎ 24. September 2025)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3442496756
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3442496754
    • Genre: Krimi, Regionalkrimi
    • Reihe: ja - Band 3 um Lou Conrad


Goldmann Kurzbeschreibung:
 Sonnige Weinberge entlang der Donau, malerische Städtchen umgeben von duftenden Wiesen und kulinarische Köstlichkeiten – die Wachau ist ein Paradies auf Erden. Die ehemalige Polizistin Lou Conrad genießt die Schönheit ihrer Heimat, wo sie einen kleinen Feinkostladen führt. Doch dann rührt ein Mordfall die Idylle auf: Auf dem neu eingeweihten Bienen-Wanderweg wird eine junge Frau tot aufgefunden. Handelt es sich etwa um eine Touristin, die tragischerweise zur falschen Zeit am falschen Ort war? Zusammen mit ihrem Berner Sennenhund Michelin und dem befreundeten Sternekoch Fabio Gerber begibt Lou sich auf die Suche nach Antworten …

Meine Bewertung: * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Vor einiger Zeit habe ich den dritten Teil der Reihe um Lou Conrad gelesen, der unweit meiner Heimat spielt und zwar in der wunderschönen Wachau.
Diesmal dreht sich alles um Honig, das gelbe Gold, welches plötzlich tödlich wird.

In wenigen Tagen soll auf Initiative eines örtlichen Imkers ein Bienen-Wanderweg eröffnet werden. Die feierliche Eröffnung steht kurz bevor und die Marienkirchner sind schon sehr aufgeregt. Doch bevor es soweit ist, wird am Beginn des Wanderweges eine junge Frau tot aufgefunden. Als im Dorf auch noch die Runde macht, dass eine Joggerin nur wenige Tage davor von einem Mann verfolgt wurde, geht die Angst in Marienkirchen um. Lou Conrads ehemalige Chefin Verena Badinger vom LKA in Sankt Pölten hat jedoch schnell einen Verdächtigen ausgemacht, der verhaftet wird. Lou hat hingegen Zweifel, ob der junge Mann tatsächlich der gesuchte Mörder ist. Sie beginnt sich umzuhören und stellt Nachforschungen über die Tote an, die als Weltenbummlerin und Fotografin auf Social Media wohl bekannt war. Wer kann ein Interesse daran haben, die junge Frau zu töten?

Diesmal dreht sich viel um das gelbe Gold, was mir Spaß gemacht hat, weil mein Mann seit etwas mehr als einem Jahr Imker ist und ich gerne über die Imkerei lese, um mehr zu erfahren.
Gemeinsam mit Sternekoch Fabio schnüffelt Lou im Umkreis der Toten, aber auch im örtlichen Marienkirchen herum. Die Einwohner beharren zwar darauf, dass der Täter kein Ortsansässiger sein kann, jedoch führen einige wenige Spuren auch ins idyllische Dörfchen.
Die locker leichte Erzählweise bringt uns die schönen Seiten der Wachau und auch die Kulinarik der Region wieder näher. Man sollte beim Lesen jedes Regionalkrimis um Lou Conrad keinen Hunger mitbringen oder bereits gut gegessen haben, denn hier bekommt man auf jeder Seite Köstlichkeiten vorgesetzt.
Das gewohnte Konzept der Autorin greift auch bei "Tödliches Gold" wieder. Spannung kommt eher erst im letzten Drittel auf.

Die Beziehung zwischen Fabio und Lou entwickelt sich diesmal jedoch kaum weiter. Beide schmachten sich an, aber keiner gesteht seine Gefühle. Das wirkt etwas aufgesetzt - vor allem in ihren Alter.
Trotzdem bin ich schon neugierig auf den nächsten Teil der Reihe.

Fazit:
Cosy Crime, der in meiner Heimat spielt und mit regionalen Köstlichkeiten aufwartet, die auch tödlich sein können... Kurzweilig und mit viel Lokalkolorit.


Die Lou Conrad Reihe:
  1. Ein tödlicher Jahrgang  *Rezi*
  2. Tödliche Marillenzeit  *Rezi*
  3. Tödliches Gold  

Salzburgwut - Manfred Baumann

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     


    • Broschiert: 272 Seiten
    • Verlag: ‎ Gmeiner-Verlag, 1. Auflage (13. August 2025)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3839209021
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3839209028
    • Genre: Regionalkrimi
    • Reihe: ja - Kommissar Meranas 12. Fall


Gmeiner Kurzbescheibung:
Im Sebastiansfriedhof in Salzburg wird der Franziskanernovize Elias tot aufgefunden. Kommissar Merana fragt sich: War der Tote nur zur falschen Zeit am falschen Ort als wertvolles Kirchengut gestohlen wurde? Oder steckt mehr hinter dem Mord? Elias hatte Kontakt zur rechtspopulistischen HPÖ – eine gefährliche Verbindung? Während Merana ermittelt, stößt er auf ein Netz aus Manipulation, Hass und Spaltung. Was hatte Elias entdeckt? Merana muss die Wahrheit finden, bevor der Zorn die Stadt erfasst.

Meine Bewertung: * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
In seinem zwölften Fall hat Manfred Baumann wieder etwas mehr Politik einfließen lassen. Mich stört das eigentlich weniger, jedoch sollte bei einem Krimi auch die Spannung nicht zu kurz kommen und diese habe ich diesmal stark vermisst!

Im Salzburger Sebstiansfriedhof wird frühmorgens ein junger Mann tot aufgefunden. Beim Opfer handelt es sich um Elisas, einen Novizen des Franziskanerordens, der sich wegen seiner Forschungsarbeit auch nachts dort aufhalten durfte. Der angehende Ordensbruder interessierte sich ganz besonders für Paracelsus und seine Lehren. Aus der naheliegenden Kirche sind außerdem Kerzen und ein sakrales Kunstwerk gestohlen worden. Ist Elias etwa den Kirchenräubern in die Quere gekommen und musste deswegen mit dem Tod bezahlen? Dagegen spricht aber die brutale Gewalt gegen den jungen Novizen, die angewendet wurde.

Martin Merana, der erst aus seinem wohlverdienten Italienurlaub zurückgekehrt ist, hat somit bei seiner Rückkehr gleich jede Menge zu tun.
Zum Ermordeten gibt es nur wenig Hintergrundinformationen. Seine Eltern und sein älterer Bruder sind bei einem Unfall ums Leben gekommen, die ältere Schwester war damals im Ausland. Daraufhin kam Elias in ein Waisenhaus und lebte dort einige Jahre, bis er im oberösterreichischen Enns als Postulant im Franziskanerkloster eintreten durfte. Doch eine Spur führt zu einer Politikerin der HPÖ, der Heimat Partei Österreichs, die Elias kurz vor seinem Tod aufgesucht hat. Was wollte Elias bei der rechtspopulistischen Parteigenossin?

Die Nachforschungen im Umfeld des Toten sind interessant, denn Manfred Baumann erzählt einiges über den Sebastiansfriedhof und dem Leben der Mönche im Franziskanerkloster. Natürlich wird auch die Stadt Salzburg mit ihren Attraktionen wieder sehr bildhaft dargestellt. Die "versteckten" Tipps für künftige Salzburgbesucher sind jedoch etwas weniger gestreut, als in den letzten Krimis. Dafür widmet sich der Autor diesmal sehr viel der Politik. Ich habe zwar sehr ähnliche Ansichten, aber irgendwann war es meiner Meinung einfach zu viel. Ich möchte in einem Krimi Spannung und keine offensichtliche Stellungnahme des Autors zu politischen Parteien oder Personen. Als Leser:in wünscht man sich weder einen erhobenen Zeigefinger, noch die Meinung des Autors pausenlos vorgekaut zu bekommen. Man sollte neutral erzählen und kann trotzdem auf die Gefahr der rechtspopulistischen Parteien hinweisen. Belehrungen sind nicht wirklich erwünscht. Das fand ich sehr schade, denn der Mordfall wäre an sich interessant gewesen, kam aber deshalb viel zu kurz. Zusätzlich war für mich der Täter sehr bald ersichtlich.
Da ich die Reihe von Manfred Baumann sehr mag, gebe ich hier noch gutgemeinte 3 Sterne. Wäre es mein erstes Buch der Martin Merana Serie gewesen, hätte es deutlich schlechter abgeschnitten.

Fazit:
Ein sehr ruhiger, leider auch teilweise langweiliger Krimi mit zu viel politischen Content. Der eigentliche Fall und die Ermittlungen treten deshalb zu sehr in den Hintergrund und werden zur Nebensache. Sehr schade! 

Ägerisee - Monika Mansour

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     


    • Taschenbuch: 288 Seiten
    • Verlag: ‎ Emons Verlag, (Erscheinungstermin: ‎ 22. April 2025)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3740824182
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3740824181
    • Genre: Regionalkrimi
    • Reihe: ja - Band 5 der Zuger Reihe



Emons Kurzbeschreibung:
Ein nervenaufreibendes Versteckspiel, bei dem nichts so ist, wie es scheint. Als die junge Schauspielerin Noemi spurlos verschwindet, bittet ihr Freund die Detektei Trust Investigation um Hilfe. Die Nachforschungen von Natalie, Sara und Tom lösen eine Reihe verstörender Ereignisse aus, bis sie bei der Ruine Wildenburg blutige Hinweise, aber keinen Leichnam finden. Das Kleintheater am Zuger Kolinplatz scheint der Schlüssel zu Noemis Verschwinden zu sein, denn das geplante Stück weist Parallelen zu dem Fall auf und endet mit einem schrecklichen Mord. Mehr und mehr verschwimmt die Grenze zwischen Schauspiel und Realität, und eine grausame Wahrheit kommt ans Licht.

Meine Bewertung: * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Eigentlich liebe ich die Krimis von Monika Mansour und habe diese bisher immer sehr gut bewertet. Mit "Ägerisee" aus der Zuger Reihe wurde ich diesmal aber nicht so richtig warm. Es ist der fünfte Band der Reihe aus der ich bisher nur den Vorgänger "Lorzentobel" gelesen habe, den ich aber sehr spannend fand.

Die Ermittler dieser Reihe sind die Mitglieder der Privatdetektei Trust Investigation. Die ehemalige Polizistin Sara; Nathalie, die an der Schmetterlingskrankheit leidet und zum Großteil für die Recherchen im Darknet zuständig ist und Tom, ihr ehemaliger Bodyguard und Privatdetektiv. Diesmal mischt auch Elias Tanner, genannt ET, fleißig mit. Er ist der Pflegesohn von Sara, der in Band vier bereits eine wichtige Rolle spielte und die Trust Investigation aufmischt. Seine jugendlichen Ideen und Denkweisen helfen Sara und Tom oftmals den Fall aus einem anderen Blickwinkel zu sehen.

Den Prolog fand ich großartig! Jemand wird gefragt, wie er denn sterben möchte. Welche Art von Tod man wählen würde....eine sehr interessante Frage! Die Gefragte entscheidet sich für einen Heldentod, denn Heldinnen sterben nie....
Danach steigen wir ins Theater-Milieu ein. Die Schauspielerin Noemi ist spurlos verschwunden, obwohl sie endlich am Zuger Theater eine Hauptrolle ergattert hat. Sie ist ein großer Fan von Jeanne d'Arc/Johanna von Orleans und sieht sich selbst als Kriegerin.
Ihr Freund Fabian bittet Nathalie, die eine Schulkameradin von ihm war, um Hilfe. Die Mitglieder der Trust Investigation versuchen eine Spur von Noemi zu finden und beginnen zuerst im Theater nachzuforschen. Das Zwei-Personen-Stück "Wildenburg", in dem Noemi auftreten sollte, steht nun auf der Kippe. Levi Morgenstern, der Regisseur, und Samu, ihr Partner im Theaterstück, sind beide ratlos und fürchten um die Premiere. Trotzdem scheinen alle Fäden beim Theater zusammenzulaufen, denn das Verschwinden von Noemi weist Ähnlichkeiten zum Theaterstück auf, dessen Arbeitstitel "Wildenburg" ist. Tatsächlich werden bei der Ruine Wildenburg Blutflecken gefunden. Eine Leiche ist jedoch keine zu finden. Es beginnt ein sehr verworrenes Ratespiel mit vielen neuen Wendungen und Irrwegen, die die Autorin einstreut. Monika Mansour lässt die Leser diesmal sehr lange im Unklaren. Mit der Zeit hatte ich allerdings das Gefühl beim Lesen auf der Stelle zu treten. 

Die Figuren sind sehr gut ausgearbeitet. Neben den drei Privatdetektiven, die alle ihr eigenes Päckchen zu tragen haben, kam mir ET etwas zu brav für einen Teenager vor. Auch wenn ich seine Vorgeschichte kenne, fand ich ihn manchmal etwas unglaubwürdig gezeichnet.
Der Krimi ist komplex. Es gibt es jede Menge Nebenfiguren, wie Theatermitarbeiter oder auch die Eltern von Noemi. Diese waren strikt gegen ihre Schauspielerei und auch gegen ihren Freund Fabian. Der Vater, ein ehemaliger Soldat und die Mutter, eine sehr bestimmende und manipulative Frau, sind alles andere als Sympathieträger. Das macht aber nichts - ich brauche nicht nur sympathische Menschen in einem Buch. Schließlich kommen wir im täglichen Leben auch nicht immer mit diesen zusammen ;)

Der Schreibstil lässt sich flüssig lesen, die Dialoge sind lebendig. Diesmal fehlte es mir aber etwas an Tempo.

Fazit:
Mir war dieser Krimi diesmal etwas zu wirr und ich vermisste teilweise die Spannung, die Monika Mansour sonst immer in ihren Krimis bravourös einbaut. Die Auflösung war okay und logisch. Meine Ahnung ging bereits ein bisschen in diese Richtung....
Für mich der bisher schwächste Krimi der Autorin.


 Vielen Dank an den Emons Verlag für das Rezensionsexemplar!

Die Zuger Reihe:

  1. Höllgrotten
  2. Wildspitz
  3. Zugersee
  4. Lorzentobel  *Rezi*
  5. Ägerisee

Tödliche Marillenzeit - Beate Maxian

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     


    • Broschiert: 336 Seiten
    • Verlag: ‎ Goldmann Verlag, Originalausgabe‎ (18. September 2024)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3442495911
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3442495917
    • Genre: Regionalkrimi, kulinarischer Krimi
    • Reihe: ja - Band 2 um Lou Conrad


Goldmann Kurzbeschreibung:
Marillenernte in der Wachau, ein Fest für die Sinne. Auch Lou Conrad, Ex-Polizistin und Inhaberin des beliebtesten Feinkostladens der Region, möchte aus den Früchten Köstlichkeiten kreieren und fährt zum Hof ihrer Bekannten Marta. Doch dort macht Lou eine schockierende Entdeckung: Die Bäuerin liegt tot im Marillengarten. Im Ort brodelt schnell die Gerüchteküche. Beging ein Tourist die Tat? Waren es skrupellose Obstdiebe? Mit Sternekoch Fabio und Berner Sennenhund Michelin an ihrer Seite geht Lou der Sache auf den Grund und entdeckt: In diesem Fall ist das süße Gold der Wachau mit mörderischen Geheimnissen verbunden ...

Meine Bewertung: * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Die Marillenernte hier in der Wachau ist schon wieder vorüber. Dabei wollte ich doch pünktlich dazu meine Meinung zu Beate Maxians zweiten Regionalkrimi mit der ehemaligen Ermittlerin Lou Konrad, der genau zu diesem Zeitpunkt spielt, veröffentlichen. Wie auch immer - nun kommt die Rezension doch etwas später.... 
Die Marillenernte ist neben der Weinlese die betriebsamste Zeit in der Region. Die Wachauer Marille ist eine geschützte Ursprungsbezeichnung und die Obstsorte ist äußerst beliebt. Auch Lou Konrad benötigt täglich für ihr Delikatessengeschäft die saftigen Früchte. Bei Marillenbäuerin Marta hat sie bereits ihre Ware vorbestellt und will diese nur mehr abholen, als sie ihre Freundin tot im Garten findet. Die Einwohner von Marienkirchen sind geschockt, denn Marta war allseits sehr beliebt und niemand kann sich vorstellen, dass der Mörder oder die Mörderin aus dem Ort kommt. Trotzdem wurden in letzter Zeit einige Tonnen Marillen aus Martas Garten gestohlen. Ist der Dieb auch der Mörder?
Der erste Verdacht fällt auf Martas Exmann Rainer, den auch Lous ehemalige Vorgesetzte Verena Badinger vom LKA in Sankt Pölten ins Visier nimmt. Natürlich kann auch Lou nicht still sitzen und beginnt sich in Marienkirchen umzuhören. Immer mit dabei ist ihr Berner Sennenhund Michelin.
Neben Martas Exmann gibt es bald noch einige weitere Verdächtige und bald gerät auch Lou mehr und mehr ins Visier des LKAs......

Der Krimi liest sich wieder wunderbar leicht und kurzweilig. Die Charaktere sind sehr lebendig und bis hin zum kleinsten Nebencharakter sehr authentisch beschrieben. Sie alle haben Ecken und Kanten und sind mehr oder weniger liebenswert. Der Dorftratsch lebt und die ersten Verdächtigen sind schnell gefunden. Vieles wird sehr detailliert erzählt und oftmals auch wiederholt, was etwas Spannung rausnimmt. 
Die Kulinarik kommt nicht zu kurz und mit Sternekoch Fabio, der eindeutig Lous Herz erobert hat, kommt noch etwas "gehobene Küche" und etwas Herzklopfen dazu. Mit dabei wieder viel Lokalkolorit und Humor.
Die großartigen Landschaftsbeschreibungen erzeugen Urlaubsflair. Ich bin froh, dass ich nicht weit weg von dieser Region wohne, wo andere Urlaub machen.
Bald erscheint der dritte Teil, der natürlich wieder gelesen wird!

Fazit:
Ein kulinarischer Regionalkrimi, der unsere schöne Wachau ins Rampenlicht stellt. Diesmal sind wir zur Ernte der süßen Marillen im fiktiven Marienkirchen unterwegs. Kurzweilig und mit viel Lokalkolorit - perfekt für einen lauschigen Tag auf der Terrasse und einem Glaserl "Grüner Veltliner" aus der Wachau..


 
Die Lou Conrad Reihe:
  1. Ein tödlicher Jahrgang  *Rezi*
  2. Tödliche Marillenzeit
  3. Tödliches Gold   (erscheint am 24. September)

Mostviertler Bauern - Helmut Scharner

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     


    • Taschenbuch: 320 Seiten
    • Verlag: ‎ Gmeiner-Verlag, 1. Auflage (9. Juli 2025)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3839208939
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3839208939
    • Genre: Regionalkrimi, Krimi
    • Reihe: ja - Band 7 um Kommissar Brandner


Gmeiner Kurzbeschreibung:
Die Mostviertler Alm feiert Jubiläum! Eigentlich ein Grund zum Feiern, doch als Elisabeth Wagner als Funktionärin des Bauernbundes eine Festrede hält, bricht der Zorn der Landwirte über sie herein. Der anwesende Landeshauptmann springt Elisabeth zur Seite, aber als tags darauf ihre Leiche medienwirksam in einer Kuhtränke entdeckt wird, sieht er rot. Major Brandner und Inspektorin Lindner kämpfen auf dem Land nicht nur mit wortkargen Zeugen, sondern vor allem mit Druck von oberster Stelle. Als ein weiteres Verbrechen öffentlich ausgeschlachtet wird, beginnt ein dramatischer Wettlauf gegen die Zeit.

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Nachdem ich erst vor kurzem bei der Premieren-Lesung *klick* von Helmut Scharner zu "Mostviertler Bauern" war, musste natürlich auch der bereits siebente Band rund um Major Brandner gelesen werden.

Dieses Mal sind wir im süd-östlichsten Teil des Mostviertels, welches bisher eher ein Stiefkind in den Vorgängerbänden war. Im Mittelpunkt steht die Voralpen-Region rund um Lilienfeld. Die Mostviertler Alm in Türnitz  feiert 50-jähriges Jubiläum. Nicht nur die örtlichen Funktionäre, die Blasmusikkapelle und der Bauernbund ist anwesend, sondern sogar der Landeshauptmann Gerhard Lehner. Er ist es auch, der der Funktionärin des Bauernbundes, Elisabeth Wagner, zur Seite steht, als es bei ihrer Rede zu bösen Zwischenrufen kommt. Die Landwirte sind über Kürzungen und dem neuen Freihandelsabkommen der EU erbost. Es kommt zu einem Eklat. Nur Stunden später wird Elisabeth Wagner von der Bergläuferin und Influencerin Tina Eder tot in einer Kuhtränke aufgefunden....

Major Brandner und Annika Lindner werden zum Tatort gerufen. Die Spuren nach dem Fest sind unzählig und Feinde scheint Elisabeth Wagner unter den hiesigen Bauern genug zu haben. Diese halten jedoch eisern zusammen. Zusätzlich erschwerend ist die Nähe der Toten zum Landeshauptmann, der ebenfalls Druck auf die Ermittler ausübt.
Ein weiteres Problem stellt Tina Eder dar. Sie sieht in ihrem Video, der den Fund der Leiche zeigt, eine einmalige Chance ihre Reichweite drastisch zu erhöhen. Sie möchte nicht mehr mit ihrem Mann den Gasthof führen und undankbare Gäste bedienen, sondern mit ihren Videos Geld verdienen. Wird sie ihre Moral über Bord werfen und das Video online stellen? 

Ich mag die beiden Ermittler Leo Brandner und Annika Lindner. Vor allem Annika, die etwas ungewöhnliche Kollegin von Brandner mit der tätowierten Rose auf dem Kopf, bringt wieder frischen Wind in die Geschichte. Während ihre Lebensgefährtin Nina ein Auslandssemester in Stockholm angetreten ist, fühlt sich Annika einsam und stürzt sich in den Kriminalfall. Verdächtige gibt es mehr als genug und der Druck von oben ist diesmal gewaltig. Während Brandner die Bauern besucht und zu verhören versucht, widmet sich Annika dem Umfeld von Elisabeth Wagner, deren Tochter Anna und Wagners Büro in der Bezirksbauernkammer. Und dann passiert ein weiterer Mordanschlag....

Der Regionalkrimi ist spannend und facettenreich. Als Mostviertlerin gefällt mir an dieser Reihe natürlich das Lokalkolorit sehr. Immer wieder kenne ich einige der Schauplätze - manchmal mehr, manchmal weniger - wobei es auf die Region in der Brandner und Lindner ermitteln, ankommt. Die Charaktere sind mir bereits ans Herz gewachsen und wirken authentisch. Das Privatleben der beiden Ermittler ist zwar präsent, wird aber nur am Rande behandelt, was ich gut finde.
An den Kapitelanfängen stehen wieder Ort und Datum, damit man als Leser weiß, wo die Ermittlungen gerade stattfinden und Brandner und Lindner sich aufhalten.

Wie immer habe ich fleißig mitgeraten, aber meine Ideen oft wieder verworfen. Zum Ende hin gibt es einige unerwartete Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet habe. Die Reihe wird mit jedem weiteren Band immer stärker. Die Auflösung fand ich sehr gelungen.

Fazit:
"Mostviertler Bauern" ist ein typischer Ermittlerkrimi, der diesmal in den Voralpen um Lilienfeld spielt und mich sehr gut unterhalten hat. Spannend mit überraschenden Wendungen und einer gelungenen Auflösung.


Die Mostviertel-Reihe:
  1. Mostviertler *Rezi*
  2. Mostschlinge  *Rezi*
  3. Mostviertler Jagd  *Rezi*
  4. Mostbarone  *Rezi*
  5. Mostviertler Grafen  *Rezi*
  6. Mostviertler Kaiserin  *Rezi*
  7. Mostviertler Bauern
 

Tod auf der Donau - Beate Maxian

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     


    • Taschenbuch: 368 Seiten
    • Verlag : ‎ Goldmann Verlag; Originalausgabe Edition (23. April 2025)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3442495946
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3442495948
    • Genre: Krimi, Regionalkrimi
    • Reihe: ja - Band 15 um Sarah Pauli


Goldmann Kurzbeschreibung:
An einem Apriltag sorgt in Wien der Tod einer bekannten Modezarin für Aufsehen: Ihre Leiche wird unweit ihres Hauses aus der Alten Donau geborgen, und bei ihr entdeckt die Polizei eine rätselhafte Halskette. Sarah Pauli, Journalistin beim Wiener Boten mit einem Faible für Aberglauben, wird auf den Fall aufmerksam und stößt auf eine Spur zum Friedhof der Namenlosen. An dem sagenumwobenen, nebelverhangenen Ort, an dem seit langer Zeit niemand mehr bestattet wird, hat jemand ein neues Kreuz abgelegt. Die mysteriöse Inschrift gibt Sarah Rätsel auf – und dann wird eine weitere Tote aus der Donau gezogen …

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

*
** Man kann diesen fünfzehnten Band auch ohne Vorkenntnisse der Vorgängerbände lesen. Ich empfehle aber immer die Reihenfolge einzuhalten  ***


Meine Meinung:
Es geht weiter mit der sympathischen Journalisten Sarah Pauli vom "Wiener Boten", die ihre Spürnase immer wieder in Mordermittlungen steckt. Diesmal ist die Donau der Tatort für einige mysteriöse Todesfälle.

Als die Leiche der führenden Stylingexpertin und Modezarin Elina Thor unweit ihres Hauses neben der alten Donau gefunden wird, sind nicht nur ihre Freundinnen entsetzt. Elina hatte mit ihrer eigenen Fernsehsendung "Dein Style" massenweise Fans, die betroffen über den Tod ihres Idols sind.
Bald ist klar, dass Elina mit einem Gegenstand tödlich getroffen wurde, bevor sie in die alte Donau gelangt ist. Außergewöhnlich ist die eher billige Kette, die sie um den Hals trug. Sarah kommt der Modeschmuck an einer Stylingsexpertin seltsam vor und fragt sich, ob die Kette tatsächlich Elina Thorn gehören könnte. Der Anhänger in Form eines keltischen Knotens ist ein Symbol für zeitlose Verbundenheit, Liebe, Freundschaft und Ewigkeit.
Sarah erinnert sich an eine unbekannte Tote, die vor sieben Monaten aus der alten Donau gezogen wurde. Sie ahnt, dass die beiden Fälle zusammenhängen, aber es gibt keinerlei Indizien dafür.
Während sie am Friedhof der Namenslosen beim Alberner Hafen, wo vor allem unbekannte Wasserleichen begraben wurden, für einen ihrer Artikel recherchiert, spukt ihr immer wieder diese unbekannte Tote im Kopf herum. Ein mysteriöser Kreuzfund mit einer geheimnisvollen Inschrift, welches auf dem vor langer Zeit bereits stillgelegten Friedhof gefunden wurde, gibt zusätzliche Rätsel auf.
Als eine weitere Tote im Donaukanal gefunden wird, die ebenfalls eine Kette mit dem keltischen Knoten trägt, ist Sarah sicher, dass es sich hier um etwas Größeres handelt.....

Ich bewundere Beate Maxian, wie sie immer wieder interessante Plätze für ihre Wien Krimis findet, besondere Symboliken und alte Sagen, wie hier die des Donauweibchens, einbringt. 
Ihre Ermittlerin Sarah Pauli hat mittlerweile Kultstatus erhalten und man hat beim Lesen das Gefühl eine gute alte Bekannte wieder zutreffen. Man kann gut mitraten und genießt den Wiener Flair, das gute Essen und erfährt nebenbei mehr über die eine oder andere Symbolik.
Der aktuelle Fall liegt in der Vergangenheit und ist spannend, wenn auch nicht nervenzerreibend, aber da es sich eher um einen Regionalkrimi handelt, geht es hier auch "gemütlicher" zu, als bei einem Psychothriller.
Man rätselt mit Sarah Pauli und Kommissar Stein mit und fragt sich, ob hier ein Serienmörder im Spiel ist oder jemand einfach Rache nimmt. Was wirklich dahinter steckt? Das müsst ihr selber lesen!

Fazit:
Ein weiterer Wien-Krimi aus der Feder von Beate Maxian mit der sympathischen Journalistin Sarah Pauli, der zum Miträtseln einlädt und gut unterhält. 





 

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