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Kater Anton und das Weihnachtsglück - Angela Troni





    • Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
    • Verlag: Goldmann Verlag (14. November 2016)
    • ISBN-10: 3442314240
    • ISBN-13: 978-3442314249
    • Genre: Roman, Gegenwartsliteratur



Goldmann Kurzbeschreibung: 
Kater Anton reist nicht gerne, aber er freut sich auf das winterliche Dijon, wo seine Besitzerin Ella mit ihrem neuen Freund Xavier die Weihnachtsferien verbringen möchte. Sie wohnen ganz romantisch im hübschen Fachwerkhäuschen von Madame Bernard, die im Erdgeschoss eine Honigkuchenbäckerei betreibt, und genießen ihr Glück. Doch dann taucht der Anwalt Fréderic Burgoin auf, der den Laden für einen Großkunden aufkaufen soll, und bedroht die alte Dame. Zwei Tage später ist sie spurlos verschwunden – und mit ihr das uralte Familienrezept. Ella und Xavier wollen die Bäckerei retten. Nur wie? Da tritt Kater Anton auf den Plan ...

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Goldmann Challenge

Buch zur "Durch die Jahreszeiten Challenge"

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Auf der Suche nach einer herzerwärmenden Weihnachtsgeschichte fiel mir "Kater Anton und das Weihnachtsglück" bei Lovelybooks ins Auge. Ich hatte Glück und durfte bei der Leserunde, gemeinsam mit der Autorin Angela Troni, mitlesen.

Ella, unser liebenswerte Protagonistin, hat die Liebe ihres Lebens gefunden. Sie folgt Xavier, einem Franzosen, in seine Heimat. Doch bevor der Umzug ganz fix werden soll, verbringt sie gemeinsam mit ihrem Liebsten und ihrem Katerchen Anton vier Wochen zur Probe in Dijon. Dort haben sie sich oberhalb einer Honigkuchenbäckerei eingemietet. Madame Bernard und ihre Enkeltochter Manon halten den kleinen Betrieb auf dem Laufenden, der allerdings in Schwierigkeiten steckt. Die traditionsreiche Familienbäckerei bäckt ihre Honigkuchen noch nach einem alten und geheimen Familienrezept, das die alte Dame noch ihrer Enkelin vererben möchte. Als ein fieser Anwalt auftaucht und Madame Bernard bedroht, gerät bald alles außer Kontrolle....

Kater Anton ist alles andere als "amused", als er sein geliebtes Zuhause mit Goldfischteich und der hübschen Kätzin Lizzy im Obergeschoß für vier Wochen verlassen muss. Dann vergisst sein Frauchen Ella auch noch die Box mit seinem Lieblingsfutter und als neuen Spielgefährten soll er sich mit einem Hasen abgeben!? Was soll das? Doch schon bald entdeckt Anton, dass die neunjährige Manon und ihre Oma, die in dem großen Haus wohnen, wo es so gut duftet, gar nicht so übel sind. Auch Ella und Xavier fühlen sich wohl und genießen die Vorweihnachtszeit. Als eines Tages die Säcke in der Vorratskammer aufgerissen sind und Anton beschuldigt wird, ist er jedoch ziemlich eingeschnappt. Dann verschwinden plötzlich Daten aus dem Computer und zuletzt auch noch Oma Josie persönlich. Anton beschließt der Sache auf den Grund zu gehen...

Die vorweihnachtliche Stimmung, die von Beginn an in dieser wundervollen Geschichte zu spüren ist, passt  perfekt in die Adventzeit. Man riecht den Honigkuchen und spürt die knisternde Vorfreude auf das Fest.
Die einzelnen Charaktere wurden von der Autorin sehr lebendig dargestellt und sind sehr gut ausgearbeitet. Besonders die kleine schlagfertige Manon und ihre Oma Josie wachsen einem schnell ans Herz. Aber auch Ella und Xavier sind ein sehr sympathisches Pärchen. Durch die Frage, wer auf die Bäckerei von Madame Bernard eine Auge geworfen haben könnte, entsteht auch ein kleiner Spannungsbogen, der bis zum Ende hin stetig ansteigt und auch etwas Nervenkitzel in den Roman bringt.

Schreibstil:
Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Kater Anton und Ella erzählt, wobei mir die Passagen um Anton wirklich sehr gut gefallen haben. Angela Troni gelingt es so herzlich und humorvoll mit den Augen unserer verwöhnten Samtpfoten zu erzählen, dass jeder Katzenbesitzer viele Eigenschaften seines Lieblings wiedererkennen wird. Besonders schmunzeln musste ich ich über das das berühmte "Lass-mich-rein-dann-will-ich-gleich-wieder-raus-Spiel"! oder "Bäh, hast du nichts besseres für meinen zarten Gaumen?" Wie oft am Tag erlebt man diese Szenen als Katzenmama!
Die Kapitel haben eine angenehme Länge und ganz besonders schön fand ich den Katzenscherenschnitt, der am Anfang jedes Kapitels steht.

Fazit:
Ein wunderbares und sehr atmosphärisches Katzenweihnachtsbuch, das auch andere Tierliebhaber sicherlich gerne lesen. Ein Schuss Spannung und eine süße Liebesgeschichte runden den Romanperfekt ab und lassen ein Wohlgefühl zurück, sobald man die Buchdeckel zuschlägt. Eine Leseempfehlung besonders für Katzenfreunde!

Vielen Dank an den Goldmann Verlag für das Rezensionsexemplar, Lovelybooks und der Autorin Angela Troni für diese wunderbare Wohlfühlgeschichte!


Winterküsse im Schnee - Karen Swan




    • Taschenbuch: 512 Seiten
    • Verlag: Goldmann Verlag (19. Oktober 2015)
    • ISBN-10: 3442483794
    • ISBN-13: 978-3442483792
    • Originaltitel: Christmas in the Snow 
    • Genre: Gegenwartsliteratur


Goldmann Kurzbeschreibung:
Weihnachtszeit in London: Die Stadt funkelt, unter den Sohlen knirscht der Schnee – doch Allegra Fisher hat nur einen Wunsch: dass die Feiertage schnell vorübergehen. Die Karrierefrau arbeitet an einem Riesendeal und hat keine Zeit für das »Fest der Liebe«. Als im verschneiten Zermatt eine alte Berghütte entdeckt wird, kann Allegra kaum glauben, dass der Fund etwas mit ihrer Familie zu tun haben soll. Gemeinsam mit ihrer Schwester Isobel fliegt sie in die Schweiz – und mit der Reise und ihrem attraktiven Konkurrenten Sam nimmt Allegras Leben eine neue Wendung. Vielleicht wird es doch ein Fest der Liebe ...

Meine Bewertung: * * undeinhalb

Buch zur Goldmann Challenge

Buch zur "Durch die Jahreszeiten" Challenge

Buch zur Weltenbummler Challenge


Darum gehts:
Zermatt im Jahr 1951. Eine junge Frau wartet in einem Stall auf jemanden, als plötzlich eine Lawine abgeht und sie verschüttet.
Danach ein Sprung zum ersten Kapitel nach London in der Gegenwart und in der Vorweihnachtszeit. Die beiden Schwestern Allegra und Isobel stehen sich sehr nahe, obwohl sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Während Isobel glücklich verheiratet ist und mit ihrem Mann und dem kleinen Sohn im eigenen Heim wohnt, ist Allgra die typische Karrierefrau. Sie lebt in der Welt der Finanzen und steht dort ihren Mann. Ihre kleine schmucklose Wohnung ist selten bewohnt, denn die meiste Zeit verbringt sie im Büro. Sie soll nun einen besonders finanzkräftigen Deal für ihren Chef aushandeln, doch der chinesische Geschäftsmann bevorzugt eher einen Mann als Verhandlunsgpartner. Allegra ist stinksauer und als ihr auch noch Sam, der Kollege aus der kanadischen Filiale, als möglicher Konkurrent vor die Nase gesetzt wird, der mit dem Sohn des Chinesen befreundet ist, sieht sie ihre Felle davonschwimmen.
Doch es bleibt nicht bei der einen schlechten Nachricht, denn ein Anruf der Walliser Kantonspolizei bringt die beiden Schwestern zusätzlich aus dem Gleichgewicht. Nach über fünfzig Jahren wurde die Leiche ihrer angeblich leiblichen Großmutter gefunden, die bei einem Lawinenunglück ums Leben kam und seitdem verschollen war. Wer ist diese Frau, die ihre Großmutter sein soll? Denn eigentlich glaubten die beiden Schwestern ihre Oma gekannt zu haben.... Ihre Mutter, die an Alzheimer leidet, kann ihnen leider nicht aushelfen und so reisen beide nach Zermatt, um der Sache auf den Grund zu gehen. Ausgerechnet im luxuriösen Schiort in der Schweiz, trifft Allegra wieder auf Sam. Dieser verbringt gemeinsam mit dem Sohn des möglichen chinesischen Geschäftspartners seinen Urlaub, was Allegra ihm allerdings nicht abnimmt.....

Meine Meinung:
Die ersten hundert Seiten war ich mir nicht ganz sicher, ob ich mit dem Roman warm werde. Denn unsere Protagonistin, Allegra Fisher, war mir leider anfangs alles andere als sympathisch. Eine Frau, deren Leben nur aus Börsenkursen besteht und die für Menschen, die auch gerne ein Privatleben haben, kein Verständnis übrig hat. Nur ihre Schwester Isobel und ihre demenzkranke Mutter liegen ihr am Herzen. Isobel hingegen ist eine sehr warmherzige Frau, die ihren Mann und ihren Sohn liebt. Sie freut sich auf ein paar Tage Urlaub in der Schweiz und als begeisterte Schifahrerin auch auf ihr Hobby, das sie viel zu selten ausüben kann. Das Familiengeheimnis, das sich hinter dem Tod der Großmutter verbirgt, hat mir gut gefallen und brachte etwas Schwung und Spannung in die eher öden Finanzjargons und den unglaubwürdigen Wintersportbeschreibungen (mehr dazu später). Auch die Liebesgeschichte, die hier eingebaut wurde, ist ziemlich klischeehaft, bleibt aber eher im Hintergrund. Die Welt der Reichen und Schönen  im Nobelort Zermatt blieb mir fremd. Auch die Weihnachtsstimmung wollte nicht wirklich aufkommen, denn Weihnachten war eher ein Thema am Rande und wurde erst am Schluss des Romans wieder "hervorgeholt".

Nun kommen wir zu den Klischees abseits des Romans: Ich bin Österreicherin, also bin ich Schifahrerin und ich liebe den Schnee...STIMMT! Und deshalb habe ich mit großer Verwunderug manche Stellen im Buch gelesen, bei denen es ums schifahren geht! Es beginnt damit, dass die Autorin Schließfächer für Schier beschreibt. Vielleicht gibt es die in Frankreich oder der Schweiz...oder irgendwo in Österreich, wo ich noch nicht war........keine Ahnung...aber ich habe definitiv noch nie so etwas gesehen! Wo denn auch? Beim Sessellift, der Gondel oder in der Schihütte??? Danach schreibt sie über die Pisten und dass unsere Protagonisten sogar die sehr gefährlichen roten Pisten befahren. Hm....rot ist die Farbe der Gefahr - stimmt - aber nicht auf der Schipiste! Ich habe dann nachgegoogelt, weil ich wissen wollte, ob es in anderen europäischen Ländern vielleicht andere Bezeichnungen gibt - gibt es nicht! Blau ist die Familienpiste und somit die für Anfänger, rot ist die normale Piste und schwarz sind die Pisten, die eher routinierte Fahrer nehmen sollten....und nicht die roten! Nächstes Thema: ein Schirennen und bei der Autorin starten alle gleichzeitig!!! Das ist kein Lauf, sondern man fährt den Berg hinunter...einer nach dem anderen, wobei die Zeit gestoppt wird und nicht alle wie ein wilder Haufen durcheinanderfahren und risikoreich überholen und auch noch zurückschauen!!! (wie beschrieben) Wo bitte hat die Autorin hier recherchiert?????? Das geht in meinen Augen absolut gar nicht! Man kann nicht über etwas schreiben, von den man keine Ahnung hat! Und es hat mich etwas irritiert, dass Karen Swan im Nachwort noch schreibt, dass sie selbst oft im Winter in der Schweiz Wintersport betreibt. Falls mir jemand etwas Gegenteiliges beweisen kann - gerne! Vielleicht gibt es ja in anderen Ländern andere Sitten ;) oder es gibt in den mondänen Schiorten schon Schließfächer....??

Aber nun zurück zum Roman.....
Die verschiedenen Themen wie die Finanzwelt, Alzheimer, die mondäne Welt der Reichen und Schönen, das Familengeheimnis und die Liebesgeschichte birgen viel Potenzial. Ich denke allerdings, dass es besser gewesen wäre sich auf 2-3 Themen zu konzentrieren.
Das Ende lässt einem aber wieder versöhnlich zurück. Es wird ein bisschen weihnachtlich, das Familiengeheimnis wird aufgelöst und nebenbei noch ein Finanzskandal aufgedeckt. Und für die Romantiker wird es auch etwas (sehr) kitschig. Ich erwarte mir keine hochtrabende Literatur, wenn ich zu einem Buch dieser Art greife und ich lese sehr gerne weihnachtliche Liebes- oder Tiergeschichten zu dieser Jahreszeit, aber Karen Swans "Winterküsse im Schnee" war mir zu unrund, schlecht recherchiert und ich konnte außer zu Isobel keine wirkliche Beziehung zu den Protagonisten aufbauen.

Schreibstil:
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und lässt sich gut lesen. Die Dialoge sind oft humorvoll, die einzelnen Charaktere sind sehr bildhaft beschrieben. Erzählt wird aus der Sicht von Allegra in der 3. Person. Man ist trotz der 512 Seiten schnell durch und auch die Schweizer Bergwelt, die hier sehr stimmungsvoll beschrieben wird, lässt einem abtauchen in eine andere Welt.

Cover:

Die beiden Cover sind fast ident, jedoch ist auf dem Original das Matterhorn und eine Ansiedlung von Häuser zu erkennen, die Zermatt darstellen sollen, während das deutsche Cover eine Geschichte in London vermuten lässt, da man stattdessen den Big Ben sieht.  Das englische Original wirkt etwas überladen, aber es nimmt Bezug zum Inhalt und dem Land, wo der Roman spielt. Das fehlt beim deutschen Cover total.

Fazit:
Durch den etwas holprigen Einstieg und den schlecht recherchierten Wintersportanteil hatte dieser Roman leider ziemlich schnell bei mir verloren. Das Familiengeheimnis wurde interessant dargestellt und ließ mich trotz obiger Kritiken dranbleiben. Die Liebesgeschichte blieb eher im Hintergrund, was sicher Romantiker nicht gefallen wird. Im Großen und Ganzen ein netter Roman, der einige (zuviele?) Themen aufgreift und mich eher enttäuscht zurückgelassen hat.


Todesmärchen - Andreas Gruber




    • Taschenbuch: 544 Seiten
    • Verlag: Goldmann Verlag (15. August 2016)
    • ISBN-10: 3442483123
    • ISBN-13: 978-3442483129
    • Genre: Thriller 
    • Reihe: ja - Band 3 um Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez




Goldmann Kurzbeschreibung:
In Bern wird die kunstvoll drapierte Leiche einer Frau gefunden, in deren Haut der Mörder ein geheimnisvolles Zeichen geritzt hat. Sie bleibt nicht sein einziges Opfer. Der niederländische Profiler Maarten S. Sneijder und BKA-Kommissarin Sabine Nemez lassen sich auf eine blutige Schnitzeljagd ein – doch der Killer scheint ihnen immer einen Schritt voraus. Währenddessen trifft die junge Psychologin Hannah im norddeutschen Steinfels ein, einem Gefängnis für geistig abnorme Rechtsbrecher. Sie soll eine Therapiegruppe leiten, ist jedoch nur an einem einzelnen Häftling interessiert: Piet van Loon. Der wurde einst von Sneijder hinter Gittern gebracht. Und wird jetzt zur Schlüsselfigur in einem teuflischen Spiel ...

Meine Bewertung: * * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Goldmann Challenge

Es ist nicht unbedingt Voraussetzung die ersten beiden Bände zuerst zu lesen, doch ich empfehle dies immer wieder.

Meine Meinung:
Ich glaube die Meisten von Euch wissen, dass ich ein riesengroßer Andreas Gruber Fan bin! Vorallem seit ich ihn ja auch noch persönlich getroffen habe! =) *link dazu*
Bei diesem Treffen haben wir auch schon über sein neues Buch geplaudert, den 3. Teil der Maarten S. Sneijder Reihe.

Und Andreas Gruber versteht es wieder vorzüglich seine Leser von der ersten Seite an zu fesseln. Ich habe das Buch inhaliert und war innerhalb von eineinhalb Tagen durch.
Das Wiedersehen mit Maarten S. Sneijder, dem berühmt-berüchtigten Profiler, der nichts anderes außer Vanilletee trinkt, sich selbst mit Akupunkturnadeln behandelt und wegen der Cluster-Kopfschmerzen auch noch Canabis raucht, ist ein Protagonist wie er in sonst in keinem Buche steht ;)
Sabine Nemez hat mittlerweile ihre Ausbildung beim BKA abgeschlossen und wird Sneijder als Partnerin zugewiesen. Doch der Profiler ist alles andere als ein Teamplayer....

Nemez wird in diesem dritten Band der Trilogie zur zweiten Hauptprotagonistin und nimmt mehr Platz ein, als bisher. Von Sneijder erfährt der Leser diesmal auch mehr persönliche Hintergründe, die ziemlich überraschen. Diesmal gibt es drei Zeitebenen: Die Jagd nach dem Verbrecher in der Gegenwart, Hannah Norlands Auftauchen auf Osterhever eine Woche vor den Verbrechen und als dritter Strang die Ereignisse vor fünf Jahren in Rückblenden.
Die Handlung erstreckt sich über die Schweiz, Deutschland, Österreich und den Niederlanden. Nach dem Prolog steigen wir direkt in die Handlung in der Gegenwart ein. In Bern wurde ein Mordopfer gefunden, das die Handschrift eines Serienmörders trägt, den Sneijder vor fünf Jahren hinter Gitter gebracht hat. Dieser, Piet van Loon, sitzt seitdem im Gefängnis für abnorme Rechtsbrecher auf Osterhever ein. Während der Profiler noch mit Horowitz, einem ehemaligen Kollegen des Schweizer Dezernates grübelt, wird bereits das nächste Mordopfer in Dortmund gefunden.

Der zweite Handlungsstrang spielt ein paar Tage vor dem Mordfund in Bern und erzählt von der jungen Psychologin Hanna Norland, die eben in Osterhever angekommen ist. Sie hat die Stelle erst bekommen und soll eine Gruppentherapie leiten, der auch Piet van Loon angehört.

Im dritten Zeitstrang wird zurückgeblendet und näher auf die Vergangenheit des Täters eingegangen.
Die Wechsel zwischen den einzelnen Handlungssträngen sind gut gewählt und enden oft mit einem Cliffhanger. So hat man immer das Gefühl unbedingt weiterlesen zu müssen. Packend und mit überraschenden Wendungen kommt man auch kaum zum Luft holen und möchte unbedingt wissen, wie die Fälle zusammenhängen. Der Titel des Buches wird für den Leser ebenfalls nach einiger Zeit klar.
Die gewohnt bissigen und humorvollen Dialoge ließen mich sofort wieder "heimisch" fühlen. Diese nehmen allerdings in der zweiten Hälfte etwas ab und es wird actionreicher. Der Autor lässt im zweiten Abschnitt den Leser jedoch auch ein bisschen mehr hinter die Fassade von Maarten S. Sneijder blicken und macht ihn menschlicher. Das Ende ist äußerst temporeich und hat einige Überraschungen parat. Ein toller Trilogieabschluss, der jedoch etwas Wehmut hinterlässt.

Schreibstil:
Die Reihe lebt einfach von ihren Charakteren - natürlich allen voran der kautzige Profiler Marten S. Sneijder. Ich liebe seine ungehobelten Äußerungen und seine Exzentrik. Dazu kommt der grandiose rasante Schreibstil von Andreas Gruber, der fesselt und nichts für schwache Nerven ist. Der Autor ist ungeheuer kreativ, was seine Mordmethoden betrifft. Dabei ist er auch nicht zimperlich und so bleibt einem doch des öfteren bei einem grausamen oder bizarren Mord die Luft weg. Perfekt für einen Thriller! 
Die Kapitel haben eine angenehme Länge und sind mit Datum versehen, damit man den Überblick bei drei Zeisträngen nicht verliert.

Fazit :
Was soll ich sagen? Ich liebe einfach die Thriller von Andreas Gruber und "Todesmärchen" spielt in derselben Liga wie die beiden Vorgängerbände. Spannend, temporeich, grausam und mit unvorhersehbaren Wendungen - ein Thriller, der alles hat, was man sich als Leser wünscht! Meine Leseempfehlung!


Vielen Dank an den Goldmann Verlag und an das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar!

Die Reihe um Sabine Nemez und Maarten S. Sneijder:
  1. Todesfrist *Rezi*
  2. Todesurteil  *Rezi*

Mademoiselle Marie hat von der Liebe genug - Gilles Legardinier



    • Taschenbuch: 448 Seiten
    • Verlag: Goldmann Verlag (18. Januar 2016)
    • ISBN-10: 3442483689
    • ISBN-13: 978-3442483686
    • Originaltitel: Ça peut pas rater
    • Genre: Gegenwartsliteratur


Goldmann Kurzbeschreibung:
Nachdem Marie Lavigne von ihrem langjährigen Freund verlassen und aus der gemeinsamen Wohnung geworfen wurde, ist sie am Boden zerstört. Als ihr Scheusal von Chef sie am nächsten Tag auch noch demütigt, werden Marie zwei Dinge klar: Nicht nur ist die Liebe Quelle allen weiblichen Unglücks, sondern es wird auch höchste Zeit, der Männerwelt an sich abzuschwören. Doch das Leben ist voll Zauber, und Maries wunderbare Freunde lassen sie nicht lange an Bitterkeit festhalten. Und als sie geheimnisvolle Briefe von einem charmanten Verehrer bekommt, gerät ihr Entschluss, der Liebe zu entsagen, bedenklich ins Wanken ...

Meine Bewertung: * * undeinhalb

Buch zur Goldmann Challenge

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Nachdem mir das erste Buch von  Gilles Legardiniers, "Julie weiß, wo die Liebe wohnt", sehr gut gefallen hat, wollte ich auch die anderen beiden Bücher des Autoren gerne kennenlernen. Während "Monsieur Blake und der Zauber der Liebe" noch immer in meinem SuB Regal vor sich hin dämmert, habe ich endlich mein Rezensionsexemplar "Mademoiselle Marie hat von der Liebe genug" gelesen und ich muss zugeben, ich habe mich leider richtig durchgequält. Ich legte den Roman immer wieder zur Seite und musste mich aufraffen weiter zu lesen und bin deswegen auch kaum vorwärts gekommen.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht, wie aus dem Titel bereits ersichtlich, Marie Lavigne. Sie ist gerade erst von ihrem Freund verlassen worden, der längst eine Neue hat, während Marie noch fassunglos vor den Trümmern ihrer Liebe steht. In ihrem Inneren hat sie bereits gespürt, dass die Beziehung in letzter Zeit nicht mehr das ist, was sie einmal war.....und trotzdem trifft es sie hart. Sie verliert aber nicht nur ihren Lebensgefährten, sondern wird auch noch aus der gemeinsamen Wohnung geworfen. Auch im Job gibt es einige Probleme, denn Marie's Chef scheint einige Umstrukturierungen in der Firma zu planen und als Personalchefin ist sie eine der ersten Ansprechpersonen. Als sich Marie gegen ihren Chef stellt und sich für ihre Kollegen einsetzt, steht auch ihr Job auf wackeligen Beinen. Doch Marie rechnet nicht mit ihren Mitarbeitern und plötzlich wird aus der unscheinbaren Marie eine Kämpferin...

Ich liebe französische Romane und den laissez-faire Stil, doch dies ist nun bereits der zweite französische Roman innerhalb von wenigen Monaten, der mich nicht überzeugen konnte. Woran liegt es? So ganz weiß ich es nicht, aber ich fand die Figuren ziemlich klischeehaft und auch die Geschichte ist relativ vorhersehbar.
Maries Ex-Freund ist ein typisches Ekel, ein Mann, der auch noch Lügen über sie verbreitet. Und Marie lässt dies alles geschehen bzw. über sich ergehen. Das konnte ich gar nicht verstehen, vorallem weil in der Geschichte immer wieder daraufhingewiesen wird, dass sie genug von den Männern habe und Rache üben wird. Sie kommt zwar manchmal etwas zornig rüber, aber im Endeffekt wird mehr darüber geschrieben, als Marie auch wirklich danach handelt. Als sie plötzlich anonymen Liebesbriefe erhält, bemerkt man nichts mehr von ihrer Wut gegen die Männerwelt. Im Gegenteil - sie checkt alle Männer in ihrer Umgebung ab und stellt sich die Frage, wer der heimliche Verehrer sein könnte. Sie beginnt sich schon eine gemeinsame Zukunft mit dem momentanen Hauptverdächtigen auszumalen, bis sie entdeckt, dass es dieser Mann doch nicht sein kann. Kurz darauf beginnt das Spiel mit dem Nächsten von vorne und gerade das finde ich sehr unglaubwürdig! Erstens ist Marie keine 13 mehr, sondern 30 und zweitens schwört sie ein paar Seiten zuvor gänzlich der Männerwalt ab, um sich dann einen Mann nach dem anderen als zukünftigen Partner vorzustellen. Dies entzieht sich meiner Logik - sorry! Und das ist eigentlich der ganze Inhalt zu diesem Roman, der für mich ziemliche Längen hatte. Ich musste mich teilweise richtig durch die Handlung durchkämpfen...

Als Katzenmama muss ich noch sagen, dass der Autor wohl noch nie ein Kätzchen besessen hat, denn sonst würde er wohl dieses kleine Lebewesen in seinem Roman nicht einen ganzen Tag und eine Nacht ohne Fressen und Toilette in ein Zimmer einsperren und danach einfach zum nächsten Thema übergehen!

Charaktere:
Marie war für mich nicht unbedingt ein Sympathieträger. Sie wirkt chaotisch, unüberlegt und flatterhaft. Ihr Benehmen ist nicht mit einer lebenserfahrenen Mittdreißigerin und Personalchefin im Einklang zu bringen. Auch die anderen Charaktere wirken überspitzt und oberflächlich. Wie bereits oben beschrieben, erschienen mir die Figuren zu klischeehaft und eindimensional, außerdem stark überzeichnet. Einige Aktionen konnte ich überhaupt nicht nachvollziehen

Schreibstil:
Erzählt wird der Roman in der Ich-Perspektive und aus Maries Sicht. Das sollte eigentlich ihre Gefühlswelt dem Leser besser rüberbringen, jedoch hatte ich nicht das Gefühl sie von Seite zu Seite besser zu kennen. Die Kapitel sind kurz gehalten, der Schreibstil des Autors ist teilweise sehr knapp und dann wieder sehr ausgeschmückt und verspielt. Einige Lebensweisheiten sind besonders zu Beginn der Geschichte eingestreut und motivieren zum Niederschreiben.

Cover:
Das französiche Originalcover gefällt mir leider gar nicht. Es ist aber den anderen Büchern angelehnt, auf denen sich ebenfalls eine Katze befindet. In diesem Roman spielt wenigstens auch eine mit, was ja im ersten Band z. Bsp. nicht der Fall war.

Der französische Titel heißt so in etwa übersetzt: Nicht zu verfehlen.....ja, die arme Katze wird auf dem Cover wohl vom Kaktus getroffen.....was es mit dem Inhalt des Buches zu tun hat, erschließt sich mir allerdings nicht ganz.

Fazit:
Nachdem mir der erste Roman des Autors sehr gut gefallen hat, bin ich von "Mademoiselle Marie hat von der Liebe genug" sehr enttäuscht. Mich konnte weder die Geschichte, die einige Längen aufweist, noch die Charaktere überzeugen. Der Roman wird sicher seine Fans haben, ich gehöre leider nicht dazu.


Vielen Dank an den Goldmann Verlag und das Bloggerportal für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

Helenas Geheimnis - Lucinda Riley



    • Taschenbuch: 608 Seiten
    • Verlag: Goldmann Verlag (29. Februar 2016)
    • ISBN-10: 3442484057
    • ISBN-13: 978-3442484058
    • Originaltitel: The Olive Tree
    • Genre: Gegenwartsliteratur



Goldmann Kurzbeschreibung:
Viele Jahre sind vergangen, seit Helena Beaumont als junge Frau einen wunderbaren Sommer auf Zypern verbracht und dort ihre erste große Liebe erlebt hat. Nun kehrt sie zum ersten Mal zurück in das schöne alte Haus, um dort mit ihrer Familie die Ferien zu verbringen. Unbeschwerte Tage sollen es werden, verträumte Stunden am Meer und lange Nächte auf der Terrasse, doch schon bei ihrer Ankunft empfindet Helena ein vages Unbehagen. Sie allein weiß, dass die Idylle bedroht ist – denn es gibt Ereignisse in ihrer Vergangenheit, die sie ihrem Mann und ihren Kindern stets eisern verschwiegen hat. Wie lange aber kann sie die Fassade der glücklichen Familie noch aufrechterhalten? Als sie dann plötzlich ihrer Jugendliebe Alexis gegenübersteht, ahnt sie, dass diese Begegnung erst der Anfang einer Verkettung von Ereignissen ist, die ihrer aller Leben auf eine harte Bewährungsprobe stellt ...

Meine Bewertung: * * *

Buch zur Goldmann Challenge

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Durch die Jahreszeiten Challenge

Meine Meinung:
Lucinda Riley's Bücher sind bei uns Blogger ja durchaus beliebt. Ich lese sie auch ganz gerne, aber eine 5 Sterne Rezension gab es bei mir noch zu keinem ihrer Bücher. "Helenas Geheimnis" wird dies auch nicht schaffen - im Gegenteil. Ich finde den Roman eher mittelmäßig bzw. hätten ihm 150 Seiten weniger besser getan. Dabei beginnt die Geschichte sehr interessant, wird jedoch immer langatmiger und ist ziemlich vorhersehbar.
Die Autorin entführt uns diesmal auf die Insel Zypern. Bis jetzt habe ich noch kein Buch, das auf dieser Mittelmeerinsel spielt, gelesen und war deshalb auch sehr gespannt....
Die bildhaften Beschreibungen von Weinfeldern, Olivenbäumen, der Sonne, dem Meer und lauen Sommerabenden am Pool, ließen mich schon von meinem Sommerurlaub träumen.

Der Roman beginnt mit Alex Rückkehr nach Pandora, dem Sommerhaus seiner Mutter. Vor zehn Jahren, als damals 13-jähriger Junge, hat er hier einen unvergesslichen Sommer verbracht und alles in einem Tagebuch festgehalten, welches er in seinem alten Versteck wiederfindet.
Während Alex sein Tagebuch liest, das in der Ich-Form geschrieben ist, und all die Gefühle und Ängste eines 13-jährigen Jungen widerspiegeln, läuft dazu parallel der Erzählstrang der Rahmenhandlung. Dieser wird in der 3. Person wiedergegeben und blendet ebenfalls zehn Jahr zurück.
Unsere Hauptprotagonistin ist Helena, Alex Mutter, die von ihrem Patenonkel "Pandora", seine Villa auf der Insel, vererbt bekommen hat. Als junges Mädchen hat sie hier ihre erste große Liebe Alexis kennengelernt und einen wunderschönen Sommer verbracht. Nach alle den Jahren und nachdem sie das Haus renovieren hat lassen, fliegt sie gemeinsam mit ihrem Ehemann William, seiner Tochter Chloé aus erster Ehe und den drei Kindern, aus dem regnerischen England nach Zypern. Seit damals war sie nicht mehr auf der Insel und hat auch Alexis nicht mehr wiedergesehen. Helena möchtet einen unbeschwerten Sommer verbringen, doch sie fürchtet um ihr Geheimnis, das sie ihren Ehemann nie anvertraut hat. Schon bald ist das Haus voll, denn auch Helena's beste Freundin Sadie, die gerade an Liebeskummer leidet, nutzt die Chance auf Zypern etwas abzuschalten. Und auch Sacha, Williams bestem Freund, kommt mit seiner Ehefrau Jules, Sohn Rupert und der Adoptivtochter Viola angereist. Rupert ist Alex erklärter Erzfeind, aber Jules Liebling. Und auch Alexis lässt sich nach seiner ersten Begegnung mit Helena nach all den Jahren des öfteren auf Pandora blicken. Als sich ein weiterer Gast anmeldet, nämlich Fabio, Helenas Tanzpartner aus ihrer Zeit als Primaballerina, platzt die Bombe....

Natürlich ist der deutsche Titel Programm. Doch Helenas Geheimnis, das von der Autorin immer wieder aufgegriffen wird, enttäuscht. Es wird meiner Meinung viel zu sehr aufgebauscht und dramatisiert und hinterlässt dabei einen fahlen Geschmack. Gestört hat mich, dass immer wieder darauf hingewiesen wird, wie schuldig sich Helena fühlt. Sie meint für ihre Sünden büßen zu müssen, doch dieser Roman spielt nicht im Mittelalter, sondern in der Gegenwart. Mir war das Geheimnis viel zu harmlos und die ewigen Schuldgefühle, die immer wieder betont wurden, sind zu dramatisch dargestellt. Natürlich wird die sogenannte Büchse der Pandora geöffnet und es kommt zum großen Eklat. Dabei wird aber nicht nur Helenas Geheimnis gelüftet, sondern auch das einiger anderen Gäste des Hauses.... 
Zehn Jahre später kommt Alex wieder nach Zypern und man erfährt, was nach dem Eklat passiert ist. Man erfährt von Krankheiten, Vergebung, Liebe und Tod. Und Alex macht beinahe denselben Fehler, wie seine Mutter. So stellt die Autorin zum Ende hin eine Art Vergleich dar, wie schnell man sich in einer solchen Situation, in die Helena damals kam, befinden kann.

Charaktere:
Die zahlreichen Personen in diesem Roman sind nicht Jedermanns Sache. Ich hatte nicht wirklich Probleme damit und konnte alle sehr schnell zuordnen. Doch durch die Menge der  Charaktere bleiben natürlich einige eher blass. Am besten gefallen hat mir Alex, der hochbegabte Junge und Außenseiter. Durch seine Erzählungen im Tagebuch lernt man ihn aber auch viel besser kennen, als alle anderen Protagonisten. Seine erste Verliebtheit in die unbekannte Stiefschwester Chloé, die Sticheleien und Übergriffe von Rupert, sein Beschützerinstinkt, der Viola gilt, dem kleinen rothaarigen Mädchen, das Jules und Sasha adoptiert haben und sich ausgegrenzt fühlt....machen ihm sympathisch. 
Die titelgebende Hauptprotagonistin war mir allerdings zu perfekt bzw. konnte ich ihr ihre ewigen Schuldgefühle nicht wirklich abnehmen. Das sogenannte Geheimnis wird überstrapaziert und wirkt danach eher platt.

Schreibstil:
Lucinda Riley wird deshalb so gerne gelesen, weil sie einen wirklich angenehmen und flüssigen Schreibstil hat, der einem schnell durch die Seiten fliegen lässt...auch wenn es manchmal langatmiger wird. Die malerische Beschreibung der Umgebung fand ich gelungen, einige Vorfälle sind leider vorhersehbar.

Cover:

Der Originaltitel passt sehr gut zum Inhalt des Buches, denn ein Olivenbaum hat am Ende des Romans noch eine wichtige Rolle inne. Das Cover verleiht südländischen Flair und Urlaubsstimmung. 

Fazit:
Ein Roman, der für laue Sommertage am Balkon geeignet ist....nette Lektüre für zwischendurch, aber ein eher schwaches Buch der Autorin. Hundert Seiten weniger und etwas mehr Spannung hätten der Geschichte gut getan.



Herz verloren, Glück gefunden - Christiane von Laffert




    • Taschenbuch: 384 Seiten
    • Verlag: Goldmann Verlag (18. April 2016)
    • ISBN-10: 344248412X
    • ISBN-13: 978-3442484126
    • Genre: Gegenwartsliteratur, Liebesroman



Goldmann Kurzbeschreibung: 
Die Ehe der zweifachen Mutter Victoria steckt in der Krise. Um wenigstens für kurze Zeit einmal den ewigen Nörgeleien ihres Mannes zu entfliehen, lässt sich die schüchterne Victoria auf eine abenteuerliche Idee ihrer besten Freundin Emily ein: Sie soll die Society-Reporterin zu einem Kurztrip in ein angesagtes Ski-Resort begleiten und sich – damit sie unter den Reichen und Schönen nicht wie eine graue Maus wirkt – als ungebundene Jetsetterin ausgeben. Der Plan geht auf – bis Victoria im Fahrstuhl des Luxushotels über einen gut aussehenden Fremden stolpert und sich Hals über Kopf in ihn verliebt. Constantin könnte der Mann ihres Lebens sein – wenn da nicht ihre kleine Lüge wäre und sie nicht eigentlich vergeben ...

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Goldmann Challenge

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung: 
Romane wie "Herz verloren, Glück gefunden", die von unglücklichen Ehefrauen handeln, die aus ihrem bisherigen Leben gerne ausbrechen würden, gibt es doch so einige auf dem Markt. Diese Geschichte jedoch, lebt vorallem durch den spritzigen und lockeren Schreibstil der Autorin, der dieses Buch zu einem richtigenn "Herzensbuch" werden lässt.
Auch ich war anfangs skeptisch, ob die Geschichte rund um die 39-jährige Victoria etwas für mich ist. Doch einmal in die Leseprobe reingelesen, war mir klar, dass ich mich für die Leserunde bei Lovelybooks bewerben muss. Wie man sieht, hatte ich Glück und darauf folgten ein paar sehr unterhaltsame Lesestunden.

Unsere Hauptprotagonistin Victoria ist Ehefrau und Mutter von zwei Kindern und richtet ihr ganzes Leben nur nach ihrer Familie aus. Ehemann Hubertus ist erfolgreicher Investmentbanker und kaum anwesend. So bleibt alles an Victoria hängen, die für ihn repräsentieren und ihm den Rücken freihalten soll, während er sie in den eigenen vier Wänden großteils nur mehr beschimpt und pausenlos an ihr rumnörgelt. Hubertus ist ein egoistischer Snob, für den nur Erfolg und Ansehen wirklich zählt. Frau und Kinder interessieren ihn schon lange nicht mehr. Da kommt das Angebot ihrer Freundin Emily gerade richtig: Victoria soll mit ihr für die Zeitschrift, bei der Emily als Society-Journalistin arbeitet, das Nachtleben im noblen Lech am Arlberg unter die Lupe nehmen. Dabei soll Victoria in die Rolle einer erfolgreichen Geschäftsfrau und Jetsetterin schlüpfen. Doch Vicci ist nun mal keine Glamourfrau und tappt von einer peinlichen Situation in die nächste.....auch bei Constantin von Holt, dem attraktiven Geschäftsmann, den sie im Lift kennenlernt...als dieser plötzlich streikt und stecken bleibt.......

Auch wenn man nach dem Lesen des Inhaltsverzeichnisses einige Dinge vorausahnen kann.....die Geschichte ist im Endeffekt ganz anders, als man erwartet. Die Autorin versteht es, den Leser auf einige falsche Fährten zu locken und mit verblüffenden Wendungen zu überraschen.
Vom Inhalt her möchte ich nicht wirklich viel preisgeben, denn gerade diese eingebauten Wendungen und der humorvolle Schreibstil machen diese Geschichte zu einem zwar locker-leichten Roman, aber zu einem, der in diesem Genre - gerade als Debütroman - doch etwas heraussticht.

Zu Beginn begleiten wir Victoria in ihrem Alltagsleben und wer wie ich schon länger verheiratet ist, wird wohl auch einige bekannte Situationen vorfinden. Es dauert etwas bis Victoria beginnt ihr Leben zu ändern. Man durchlebt mit ihr ihre Ängste und Sorgen und auch den Wunsch anerkannt zu werden. Langsam beginnt sie ihr Leben in die Hand zu nehmen und Selbstbewusstein zu tanken. Als Leser kann man miterleben, wie sie sich im Laufe der Geschichte weiterentwickelt.
Doch es geht nicht nur um Selbstfindung, sondern auch um Vorurteile und wahre Freundschaft. Die Autorin zeigt auf, was echte Freundschaft bedeutet und wie schnell diese auch in Brüche gehen kann....
Ein Zitat aus dem Roman hat mir besonders gut gefallen:

„Das Band, das die wahre Familie verbindet, ist keines aus Blut, sondern eines aus Liebe.“

Victoria ist außerdem etwas tollpatschig, nimmt manchmal kein Blatt vor dem Mund und ist eine Frau mit Ecken und Kanten. Gefallen hat mir auch, dass sie weder ein Hungerhaken, noch bildhübsch wie ein Model ist, sondern genauso wie die meisten von uns, mit Figurproblemen zu kämpfen hat. Sie ist eine Frau, die zwar nicht zur elitären Oberschicht gehört, aber doch priviligiert ist und einige Vorurteile abzubauen hat. So zeichnet die Autorin auch Victorias Fehler und ihre Macken auf, die sie noch liebenswürdiger erscheinen lassen. Trotzdem konnte ich nicht immer alle ihre Handlungen verstehen. Auch ver- und entliebte sie sich meiner Meinung etwas zu schnell, besonders wenn man bedenkt, dass sie kein Teenager mehr ist, sondern auf die Vierzig zusteuert. Vermisst habe ich auch mehr Informationen zu Leonie, Victorias Tochter, die kaum in Erscheinung tritt, ganz im Gegensatz zu Vincent, ihrem kleinen Bruder.

Auch die Nebencharaktere sind authentisch und sehr bildhaft beschrieben. Wie bei Victoria gibt es auch hier vorallem "normale" Menschen mit Ecken und Kanten, die nicht in ein bestimmtes Schema gepresst werden, sondern die wie "Du und Ich" sind. Vorallem die Personen aus der WG sind so bildhaft dargestellt, dass ich sie wie in einem Film vor Augen hatte. Man musste sie einfach lieben, auch wenn ich mich mit Manni erst sehr spät anfreunden konnte....

Schreibstil:
Meiner Meinung nach lebt die Geschichte vom spritzigen und humorvollen Schreibstil der Autorin. Man fliegt durch die Seiten, lacht und leidet mit der Protagonistin mit und entflieht für ein paar Stunden dem Alltag.
Der Roman ist in der Ich-Form aus der Sicht von Victoria geschrieben, sodass der Leser ihre Gefühle richtig miterleben kann.

Fazit:
Ein Debütroman, der noch ein paar kleine Ungereimtheiten aufweist, jedoch vorallem durch den wunderbaren spritzigen und humorvollen Schreibstil punktet. Keine oberflächliche Geschichte, sondern ein Wohlfühlroman für ein paar schöne Stunden.

Vielen Dank an den Goldmann Verlag, Lovelybooks und der netten Autorin für die tolle Begleitung bei der Leserunde.


6 Uhr 41 - Jean-Philippe Blondel



    • Taschenbuch: 192 Seiten
    • Verlag: Goldmann Verlag (8. März 2016)
    • ISBN-10: 3442483743
    • ISBN-13: 978-3442483747
    • Originaltitel: 06 H 41 
    • Genre: Gegenwartsliteratur


Goldmann Kurzbeschreibung:
Cécile hat das Wochenende bei den Eltern verbracht. Am Montagmorgen sitzt sie erschöpft im Frühzug, ist auf dem Rückweg zu Mann und Kind. Der Platz neben ihr ist frei, ein Mann setzt sich. Cécile erkennt ihn sofort: Philippe Leduc. Auch Philippe hat Cécile gleich erkannt. Doch beide schweigen sie geschockt. Jeder für sich erinnern sie sich in den eineinhalb Stunden bis Paris, wie verliebt sie vor dreißig Jahren waren. Als sie zusammen ein romantisches Wochenende in London verbringen wollten und dort alles aus den Fugen geriet. Je näher der Gare de l’Est kommt, desto größer wird die Ungewissheit: Soll er sie ansprechen? Was könnte sie – nach all den Jahren – zu ihm sagen? Was wäre, wenn ..

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Goldmann Challenge

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Schon bei der Veröffentlichung als Hardcover vor fast 2 Jahren hatte ich dieses Buch auf meinem Radar. Nun ist es als Taschenbuch bei  Goldmann erschienen (Danke liebe Sabine von Buchmomente, dass ich das Buch als Taschenbuch bei dir entdeckt habe!) und habe sofort beim Bloggerportal nachgefragt, ob ich den Roman lesen darf. Und ich durfte! =)

Cecile und Philippe waren vor fast dreißig Jahren für ein paar Monate ein Liebespaar. Er der beliebte und gutaussehende Student, sie eher schüchtern und unscheinbar. Nach der Trennung haben sich die Beiden nicht mehr gesehen und nun sitzen sie sich plötzlich im 6 Uhr 41 Zug nach Paris gegenüber. Beide wissen nicht, wie sie sich verhalten und ob sie sich zu erkennen geben sollen.
Die einst unscheinbare Cécile ist eine selbstbewusste und elegante Geschäftsfrau geworden, die ihre eigene Pflegeprodukte-Linie erzeugt und verkauft. Philippe jedoch wirkt wie ein alter Mann, dem das Schicksal übel mitgespielt hat. Der einst sportliche und hübsche junge Mann hat sich mit Bauch und Glatze in einen Durchschnittstypen verwandelt. Beide grübeln wie es den anderen wohl ergangen sein mag und beginnen, jeder für sich, an die Zeit von damals zurückzudenken. Dabei kommt auch immer wieder die Reise nach London ins Spiel, die zur Trennung der Liebenden führte.

Die ganze Geschichte spielt sich in den Köpfen der Hauptfiguren ab, die während der Fahrt ihren Gedanken nachhängen und an die Zeit von damals zurückdenken. Die einzelnen Kapitel sind in der Ich-Form und im Wechsel - einmal aus der Sichte von Cécile und einmal aus der von Philippe - geschrieben. Dabei sprechen die Beiden nicht miteinander, sondern der Leser erlebt eine Art "Was-wäre-wenn" Dialog.
Die Geschichte mutet an ein Kammerspiel und erinnerte mich an Glattauers "Die Wunderübung", auch wenn es sich hier um keine Komödie handelt, sondern der Roman eher in die Richtung Drama geht.

Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und bildhaft. Ich konnte mir Cécile und Philippe sehr gut vorstellen und liest sich sehr gut. Gefallen hat mir auch der französische Flair, den Romane aus Frankreich ganz einfach immer wieder besitzen.
Leider kamen bei mir die Gefühle und Empfindungen der beiden Protagonisten nicht ganz an. Auch hatte ich nicht damit gerechnet, dass Cécile und Philippe nicht wirklich miteinander sprechen würden, sondern nur in ihren Gedanken. Trotzdem regt der Roman nach dem Zuschlagen der letzten Seite zum Nachdenken an und hat mich noch einige Zeit später beschäftigt.

Fazit:
Ein netter französischer Roman ohne wirklichen Höhen und Tiefen, der aber trotzdem im Gedächnis bleibt und zum Nachdenken anregt. Eine Alltagsgeschichte mit Flair!


Der Schlafmacher - Michael Robotham




    • Broschiert: 416 Seiten
    • Verlag: Goldmann Verlag (11. Januar 2016)
    • ISBN-10: 3442314089
    • ISBN-13: 978-3442314089
    • Originaltitel: Close Your Eyes
    • Genre: Thriller
    • Reihe: Ja- Band 10 - Joe O'Loughlin und Vincent Ruiz 






Goldmann Kurzbeschreibung:
Ein abgelegenes Bauernhaus in Somerset wird zum Schauplatz eines brutalen Mordes: Zwei Frauen, Mutter und Tochter, werden eines Nachts von einem skrupellosen Mörder hingerichtet. Doch trotz gründlicher Untersuchungen steht die Polizei vor einem Rätsel. Chief Superintendent Ronnie Cray bittet daher den erfahrenen Psychologen Joe O’Loughlin um Hilfe, der gleich mit mehreren verdächtigen Personen konfrontiert ist. Motive hätten sie alle, der betrogene Exmann genauso wie die zahlreichen Liebhaber. Spätestens aber, als eine weitere Leiche gefunden wird, auf deren Stirn der Buchstabe „ A“ eingeritzt ist, weiß O’Loughlin, dass er es mit einem verstörten und gefährlichen Täter zu tun hat. Jemand, der sich rächen will, für etwas, das ihm einst angetan wurde. Jemand, der vor niemandem haltmacht, auch nicht vor O’Loughlins Familie …

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Goldmann Challenge

Buch zur Weltenbummler Challenge

Man kann diesen zehnten Band auch ohne Vorkenntnisse zu den Vorgängerbänden lesen - ich empfehle aber trotzdem immer die Reihenfolge bei Reihen einzuhalten!

Darum geht's:
Als die Leiche von Elisabeth Crow und ihrer Tochter Harper in ihrem Farmhaus gefunden wird, tappt die Polizei lange im Dunkeln. Die Mutter wurde mit unzähligen Messerstichen ermordet und auf ihrer Stirn wurde der Buchstabe „A“ eingeritzt. Ihre Tochter Harper wurde jedoch "nur" in ihrem Bett erstickt. Zwei sehr unterschiedliche Morde, die die Polizei vor Rätsel stellt. Als sie mit den Ermittlungen nicht vorankommen und ein junger Psychologe zu viel Details der Tat preis gibt, wendet sich Chief Superintendent Ronnie Cray an Joe O'Loughlin.

Meine Meinung:
Der 10. Band der Reihe rund um den Psychologen Joe O'Loughlin und Ermittler Vincent Ruiz behandelt diesmal neben den Morden etwas mehr das Privatleben von Joe, der neben seiner Parkinson Krankheit auch noch weitere Tiefschläge einstecken muss. Zu viel an Privatproblemen mag ich bei Thriller eigentlich nicht unbedingt, doch die beiden Protagonisten, die der Autor hier erschaffen hat, muss man einfach mögen.
Man kann gar nicht anders und schließt diese zwei Männer schon beim ersten Buch, das man über die Beiden liest, ins Herz. Und es ist egal, ob man Band 1 "Adrenalin" oder z. Bsp. mit Band 6 "Todeswunsch" beginnt (so wie ich). Das hört sich jetzt für einen Thriller vielleicht etwas komisch an, aber ich mag auch einige Krimi-Ermittlerpärchen sehr gern. Aber bei Robotham entwickeln sich die Charaktere von Joe und Victor in jedem Band der Reihe weiter und diese kommen wirklich authentisch rüber.

"Liebe und Hass sind nicht die Kehrseite einer Medaille. Das eine ist eine Illusion des Herzens, das andere betrogene Liebe. In der Mitte liegt Apathie" 
   - Seite 92 - (Gedanken des Täters)

Der Einstieg ist spannend und man beginnt sofort mitzurätseln, wer hinter den beiden Morden steckt. Denn wie vom Autor gewohnt, lernt der Leser bereits auf den ersten Seiten die Gedanken des Mörders kennen und erhält im Laufe des Thrillers immer mehr und mehr Einzelheiten über sein Leben und sein Motiv. 
Durch die verschiedene Vorgehensweise der beiden Morde stellt sich auch die Frage, ob es sich hier wirklich nur um einen Einzeltäter handelt. Außerdem gab es in der Vergangenheit bereits Überfälle auf Frauen, denen ebenfalls ein "A" auf die Stirn geritzt wurde, die aber alle am Leben gelassen wurden. Die Polizei tritt auf der Stelle und bittet zuerst einen jungen Psychologen um Hilfe. Dieser ist ein ehemalager Schüler von Joe, der sich durch die Nennung von Joe's Namen profilieren will. Dabei ist er mehr als hinderlich und gibt Dinge an die Zeitungen preis, die nur die Polizei wissen sollte. So kippt die Stimmung der im Ort lebenden Menschen und die der Medien sehr schnell und erschwert die Ermittlungsarbeit des ganzen Teams. Auch das äußerst brisante Privatleben der toten Mutter macht die Untersuchungen nicht einfacher. Deshalb bittet Superintendent Ronnie Cray Joe O'Loughlin um Hilfe. Die Tatverdächtigen mehren sich rasch und Joe versucht angestrengt ein Täterprofil zu erstellen....

Der Spannungsbogen verliert sich im Mittelteil etwas und auch die Nachforschungen treten auf der Stelle. Doch auch als "mitermittelnder" Leser sieht man bald vor lauter Bäume den Wald nicht mehr. Durch überraschende Wendungen, die der Autor meisterlich beherrscht, tappt man genauso im Dunkeln, wie die Ermittler. Erst kurz vor dem Ende hatte auch ich meinen ersten Verdacht, der sich auch bestätigte.
Im letzten Drittel kommt es zu einem rasanten Show-Down, der Joe in tiefe Verzweiflung stürzt und ihn an seine Grenzen bringt.....

Schreibstil:
Gleich zu Beginn des Buches erhält der Leser Einblick in die Gedanken eines Kindes, das vom Tod seiner Mutter erzählt. Diese sind in der Ich-Perspektive und in kursiver Schrift geschrieben und heben sich deutlich von der restlichen Story ab. Danach beginnt das erste Kapitel, das ebenfalls aus der Ich-Perseptkive erzählt, jedoch aus der Sicht von Joe. Im weiteren Verlauf der Geschichte erhält der Leser immer wieder Einblicke in die Gedankenwelt des heranwachsenden Kindes und späteren offensichtlichen Mörders.
Der Schreibstil ist wie gewohnt spannungesgeladen und lässt sich sehr gut lesen.

Cover:

Das Originalcover, wie auch das deutsche Cover, passen perfekt in die jeweilige Reihe. Während auf englischsprachigen Büchern oft Landschaften wie hier links als Titelbild verwendet werden, sind die deutschsprachigen Thriller großteils in den Farben schwarz, rot und grau gehalten. Begeistert bin ich von keinem der Cover so wirklich.
Was ich aber idiotisch finde ist der deutsche Titel "Der Schlafmacher". Darunter kann ich mir überhaupt nichts vorstellen.




Fazit:
Auch der zehnte Band der Reihe ist wieder ein gelungener Thriller aus der Feder von Michael Robotham. In der Mitte verliert er allerings ein bisschen an Spannung, was jedoch der äußert packende Schluss wieder "gut macht". Für mich jedoch der bisher schwächste meiner gelesenen Bücher aus der Reihe rund um Joe O'Loughlin und Victor Ruiz - trotzdem wieder top!



Vielen Dank an den Goldmann Verlag und an das Bloggerportal für dieses Reziexemplar!


 Die Reihe um Joe O'Laughlin und Vincenz Ruiz:

  1. Adrenalin
  2. Amnesie
  3. Todeskamp
  4. Dein Wille geschehe
  5. Bis du stirbst
  6. Todeswunsch    *Rezi*
  7. Der Insider
  8. Sag, es tut dir leid   *Rezi*
  9. Erlöse mich *Rezi*
  10. Der Schlafmacher

Die Sturmschwester - Lucinda Riley




    • Gebundene Ausgabe: 576 Seiten
    • Verlag: Goldmann Verlag (9. November 2015)
    • ISBN-10: 3442313953
    • ISBN-13: 978-3442313952
    • Originaltitel: The Storm Sister
    • Genre: Familiensaga
    • Reihe: ja - Die sieben Schwestern,  Band 2 



Goldmann Kurzbeschreibung: 
Der Wind und das Wasser, das sind die großen Leidenschaften in Allys Leben, die sie zu ihrem Beruf gemacht hat: Sie ist Seglerin und hat bei manch riskanter Regatta auf den Meeren der Welt ihren Mut unter Beweis gestellt. Eines Tages aber stirbt völlig überraschend ihr geliebter Vater Pa Salt, und Ally reist zu dem Familiensitz am Genfer See. Wie auch ihre fünf Schwestern wurde sie als kleines Mädchen von Pa Salt adoptiert und kennt ihre wahren Wurzeln nicht. Ihr Vater hinterlässt ihr aber einen rätselhaften Hinweis auf ihre Vorgeschichte – die Biographie eines norwegischen Komponisten aus dem 19. Jahrhundert, in dessen Leben die junge Sängerin Anna Landvik eine schicksalhafte Rolle spielte. Allys Neugier ist geweckt, und sie begibt sich auf Spurensuche in das raue Land im Norden. Sofort ist sie zutiefst fasziniert von der wilden Schönheit der Landschaft, aber auch von der betörenden Welt der Musik, die sich ihr dort eröffnet. Und als sie schließlich dem Violonisten Thom begegnet, der ihr auf unerklärliche Weise vertraut ist, fängt sie an zu ahnen, dass ihre jugendliche Liebe zur Musik kein Zufall war...

Meine Meinung: * * * * undeinhalb

Buch zur Goldmann Challenge 2016

Buch zur Weltenbummler Challenge

Man kann diesen zweiten Band auch ohne Vorkenntnisse zu Band Eins lesen - ich empfehle aber trotzdem immer die Reihenfolge bei Bänden einzuhalten!

Meine Meinung:
Da die Kurzbeschreibung schon relativ viel von der Geschichte verrät, verzichte ich diesmal auf mein "Darum geht's". Außerdem haben sicherlich die meisten, die "Die Sturmschwester" lesen wollen, bereits Band Eins "Die sieben Schwestern" gelesen und kennen den Teil um Pa Salt.

In Band 2 erzählt uns Lucinda Riley die Geschichte von Alkyone, gennant Ally. Nach Maia macht sich die zweitälteste der Adoptivtöchter auf, um ihre Herkunft und ihre Wurzeln zu finden.
Zuerst jedoch beginnt die Geschichte mit dem Tod von Pa Salt und wie Ally die Nachricht erfährt. Hier wird alljenen die Geschichte erklärt, die Band 1 nicht gelesen haben. Alle anderen erleben diese Tage nochmals aus der Sicht von Ally, die zum Todeszeitpunkt in der griechischen Ägäis herumschippert. Die Profiseglerin hat gerade einen Wettkampf hinter sich und in Theo, die große Liebe gefunden. Wie alle anderen Schwestern eilt sie sofort nach "Atlantis", wo sie wie ihre Schwestern einen Brief und die Koordinaten zu ihrer Herkunft erhält. Während die Zeit in Griechenland uns Ally ein bisschen näher bringt, sind die weiteren Passagen in "Atlantis" bereits bekannt. Der Autorin gelingt es jedoch den einen oder anderen neuen Aspekt einzubringen und die verschiedenen Sichtweisen zu denselben Geschehnissen gut darzustellen.
Ally ist zunächst skeptisch, ob sie der Spur in die Vergangenheit folgen soll. Der Brief von Pa Salt enthielt für sie den Hinweis auf eine Biographie eines norwegischen Komponisten aus dem 19. Jahrhundert. Ally beginnt zu begreifen, dass ihre eigene Faszination an der Musik in ihren Jugendjahren kein Zufall sein konnte und als sie ein weiterer Schicksalsschlag trifft, tritt sie die Reise ins Land der Fjorde, nach Norwegen, an.

Hier kommt es dann zum Wechsel der Zeiten, wie wir es von der Autorin gewohnt sind. Im zweiten Erzählstrang in der Vergangenheit lernen wir das junge Bauernmädchen Anna Landvik kennen, die durch ihre engelsgleiche Stimme auffällt. Die Chorleiterin empfiehlt sie weiter und so holt sie ihr zuküfntiger Lehrer und Mentor, Franz Bayer, nach Christiana, dem heutigen Oslo. Dort erlernt sie Stimmbildung und eine klassische Ausbildung, die sie schlussendlich als neuer aufgehender Stern ans Theater von Christiana bringt.
Anna ist eine noch sehr junge und naive Frau, deren Leben am Lande größtenteils aus Arbeit bestand. In Christiana wird sie nun verwöhnt und bald erliegt sie den Avancen des jungen Charmeurs Jens Halvorsen, der sie bittet mit ihm nach Leipzig zu gehen, um Musikwissenschaften zu studieren. Mehr möchte ich nun nicht mehr verraten.....

Sehr gut gefallen hat mir der historische Teil im Buch, der viel klassische Musik miteinbringt. Ich liebe Musik...bin zwar mehr der Hardrock-Fan ;), las aber mit großer Begeisterung, wie Anna den Komponisten Edvard Grieg kennenlernt und wie historische Begebenheiten rund um ihre Lebensgeschichte miteinbezogen wurden. Natürlich musste ich mir einige der Musikstücke von Edvard Grieg anhören und war erstaunt, wie viele ich davon bereits kannte! Gerade beim Schreiben der Rezi höre ich die Suite 1 und 2 zu "Peer Gynt". Die Geschichte von Ibsen spielt im Buch eine große Rolle. Die Autorin hat auch geschichtlich wieder hervorragend recherchiert. Auch im Erzählstrang der Gegenwart nimmt die Musik einen wesentlichen Teil ein.

Ebenso begeistert war ich von den bildhaften Beschreibungen der Landschaften. Zuvor die griechischen Inseln und dann die wunderbare Bergwelt und die Fjorde Norwegens. Die Zeit in Leipzig wurde dagegen als ziemlich beklemmend dargestellt, wobei auch der aufkommende Nationalsozialismus dazu beitrug.  

Mir hat der zweite Teil von Lucinda Riley um einiges besser gefallen, als Band Eins. Was mich aber wiederum gestört hat, war die sehr unlogische Geschichte zu Pa Salt. Seine Töchter kennen nicht einmal seinen Nachnamen? Wie kann ein so bekannter und reicher Mann tot sein, ohne dass es irgendwo in der Zeitung steht? Ohne Begräbnis und ohne ärztliche Bestätigung? Ich glaube nicht an seinen Tod.....und was hat der Vater von Maias Exfreund damit zu tun? Ich denke es wird noch einige Bände brauchen bis dies aufgelöst wird....trotzdem passt es mir so gar nicht ins Bild...

Charaktere:
Anna ist zwar das naive Mädchen vom Lande, war mir aber sehr sympathisch. Sie ist mit der Zeit in ihre Rolle hineingewachsen und erwachsen geworden. Auch Ally erkennt wie wohl behütet sie und ihre Schwestern aufgewachsen sind und durchlebt eine sehr emotionale Zeit voller Höhen und Tiefen.

Schreibstil:
Die Bücher der Autorin lassen sich sehr gut und flüssig lesen. Während ich bei Band Eins einige Startschwierigkeiten hatte, fand ich hier sehr schnell in die Geschichte und war besonders im Erzählstrang der Vergangenheit tief in der Erzählung versunken.

Cover:

Einige sehr unterschiedliche Cover habe ich zum zweiten Band der "Sieben Schwestern" Reihe gefunden. Was sagt ihr dazu?

Fazit:
Der zweite Band der Reihe konnte mich mehr überzeugen und führt in die Welt der klassischen Musik und in die wunderbare Natur von Norwegens Fjorde. Eine sehr interessante Geschichte rund um Ally, Anna und die Musik von Edvard Grieg. Packend und emotional...ich freue mich schon auf Band 3.



Die Sieben-Schwestern-Reihe:
 
1. Teil: Die sieben Schwestern *Rezi*
2. Teil: Die Sturmschwester

Meine Challenges für 2016

Hallo meine Bücherwürmer!

Auch 2016 kann ich es nicht lassen und werde wieder bei einigen Challenges mitmachen. Viele laufen ja wirklich beim Lesen so nebenher mit, auch wenn ich es 2015 ein bisschen unterschätzt habe, denn ich habe weder die Blanvalet, noch die Goldmann Challenge geschafft :(

Bei der Goldmann Challenge will ich es nochmals versuchen, denn die liebe Kerry vom Lesenden Katzenpersonal hat auch 2016 wieder eine Goldmann Challenge für uns


Hier erfährt ihr mehr darüber:
link zu Kerry: Goldmann Challenge 2016

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Bei einer weiteren Verlags Challenge versuche ich mein Glück zum ersten Mal: die Knaur Challenge


Bei Kitty von My Books Paradise erfährt ihr auch mehr zu dieser Challenge und zwar hier 
Ich bin schon gespannt wie viele Bücher ich aus diesem verlag so schaffe, wobei hier auch die Seitenanzahl des Buches mitgezählt wird.
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Bei der Weltenbummler Challenge bin ich Wiederholungstäter! =) Ich war schon zweimal dabei und es macht mir unheimlich viel Spaß in viele fremde Länder zu reisen


Anmelden könnt ihr euch noch hier auf dem Blog der Wörterkatze. Diesmal wird es auch ein Formular zum eintragen geben, was die Sache ziemlich erleichtert.
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Und eine neue Challenge, für ich gerne werben möchte, da diese anscheinend etwas untergegangen ist, ist die "Durch die Jahreszeiten Challenge"

Auf dem Blog von Monic vom Winterteufel's Traumland wird diese interessante Challenge stattfinden.
Hier gibt es mehr Informationen dazu:
http://winterteufelstraumland.blogspot.de/2015/11/durch-die-jahreszeiten-2016.html
Schaut doch mal vorbei!

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Das sind meine vier Challenges, bei denen ich 2016 gerne teilnehmen möchte. Wie ist das bei euch? 
- Interessiert ihr euch für Challenges?
- Wo macht ihr mit?
- Oder ist das nichts für euch?



 

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