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Die Mündung - Tim Pieper

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     



    • Taschenbuch: 384 Seiten
    • Verlag: ‎ Emons Verlag (20. März 2025)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3740821728
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3740821722
    • Genre: Krimi, Thriller



Emons Kurzbeschreibung:
Eine starke Heldin mit erschreckenden Flashbacks, die nicht ruht, bis der Täter gefasst ist. Kommissarin Lena Funk nimmt sich eine Auszeit auf einer abgeschiedenen Insel. Fernab der Erinnerungen, fernab des Schmerzes. Doch in einer stürmischen Nacht wird in den Dünen ein Toter freigespült. Offenbar brutal ermordet. In seiner Jackentasche findet Lena eine Handvoll Schmuckstücke. Und nicht irgendwelche: Es sind die Trophäen des Gezeitenmörders – jenes Mannes, dem auch ihre Schwester zum Opfer fiel. Endlich gibt es eine Spur, endlich eine Chance auf Gerechtigkeit. Aber je tiefer Lena in den Fall eintaucht, desto gefährlicher wird er. Jemand beobachtet sie. Jemand spielt mit ihr. Und die Wahrheit, die sie enthüllt, ist weitaus grausamer, als sie je befürchtet hatte.

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Die Havel-Krimis von Tim Pieper habe ich alle verschlungen und deshalb war ich schon sehr gespannt auf seinen ersten Thriller. Vorab muss ich aber sagen, dass ich "Die Mündung" eher wieder als Krimi empfunden haben. Oftmals ist der Grat sehr schmal... Spannung kann der Autor aber - egal, in welchem Genre!

Zu Beginn tat ich mich ein bisschen schwer in die Geschichte zu finden, was sich jedoch bald änderte. Hauptkommissarin Lena Funke hat sich eine Auszeit auf der Vogelinsel Schärhorn genommen, wo sie als Umweltpraktikantin arbeitet. Dies war immer der Traum ihrer hochbegabten Schwester Jette, die jedoch eines der Opfer des Gezeitenmörders wurde. Seitdem leidet Lena unter Alpträumen. Jettes Leiche wurde nie gefunden und Lena bekommt mehr und mehr das Gefühl, dass die Soko bei den Ermittlungen geschlampt hat. Nach einem verheerenden Sturm auf der Insel findet sie eine männliche Leiche am Strand. In den Taschen des Mannes sind Gegenstände, die der Gezeitenmörder seinen Opfern als Trophäe abgenommen hat. Daraufhin kontaktiert sie ihren Vorgesetzten und kehrt zurück, um wieder zu arbeiten und die Ermittlungen aufzunehmen. Doch eigenartige Flashbacks und das Verhalten der Kollegen, sowie einigen Menschen in ihrer Umgebung, verwirren Lena zusätzlich. Sie erfährt, dass sie nie auf der Vogelinsel gewesen ist und dort ein anderer Umweltpraktikant arbeitet. Lena war drei Monate lang verschwunden und niemand wusste, wo sie sich aufgehalten hat. Ihr Chef Eberhard Bruns und ihr bester Freund Mickel wollen ihr helfen und schalten eine Hypnoseärztin ein. Diese wirkt jedoch nicht wie die Koryphäe, als die sie angekündigt wurde, sondern eher verwirrt und alles andere als kompetent. Was wird hier gespielt? Und warum hat sie genaue Erinnerungen an die Vogelinsel und woher kommt der Beutel mit den Trophäen?

Ich muss gestehen, dass nicht nur ich bei der Leserunde nach dem ersten Leseabschnitt komplett verwirrt war. Was ist die Wahrheit und was Einbildung? Ist Lena eine unzuverlässige Erzählerin?
Nicht nur Lena weiß nicht mehr, wem sie vertrauen kann, sondern auch mir schwirrte der Kopf. Erst nach und nach erschließen sich die Zusammenhänge. Auch als geübter Thriller- und Krimileser weiß man nicht, wohin uns der Autor führen möchte.

„...Unser Gedächtnis arbeitet rekonstruktiv und konstruktiv. Also wiederherstellend und aufbauend. Es kann abgespeicherte Informationen abrufen, aber sie werden durch unsere Wünsche, Bedürfnisse oder Ziele verändert...“

Die Figuren sind facettenreich und ich hatte das Gefühl niemanden vertrauen zu können. Auch Lena ist eine komplizierte Hauptprotagonistin. Sie ist rastlos, erscheint oft verwirrt und unglaubwürdig. Sie ignoriert Anweisungen und agiert oftmals rücksichtlos. Ihre Alleingänge konnte ich nicht wirklich verstehen. Entsetzt war ich über die schlimme psychische Behandlung ihres Vaters, der immer die hochintelligente Schwester bevorzugte und Lena  gegenüber keinerlei Zuneigung zeigte. Er hat sie immer abgelehnt und Jette bevorzugt, die seinen Traum eine angesehene Wissenschaftlerin zu werden, erfüllen sollte.

Der Schreibstil ist temporeich und der Plot komplex. Großes Thema ist die Neurowissenschaft und die Beeinflussung unseres Gehirns. Es zeigt auf, wie unzuverlässig unsere Erinnerungen oftmals sind.

Das maritime Glossar am Ende des Buches hat mir Binnenlandmädchen bei einigen Beschreibungen sehr geholfen. 

Fazit:
Tim Pieper kann auch Thriller, wobei ich trotzdem seine Havelkrimis bevorzuge. Obwohl ich viele Thriller lese und liebe, bin ich in diesem Genre sehr pingelig. Das Thema, welches Tim Pieper hier gewählt hat, ist sehr interessant und regt zum Nachdenken an. Außerdem führt er sogar geübte Leser wirklich an der Nase herum und schafft mit überraschenden Wendungen richtigen Nervenkitzel. 


Vielen Dank an den Autor und an den Emons Verlag für das Rezensionsexemplar!

Raue Havel - Tim Pieper

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     

    • Taschenbuch: 304 Seiten
    • Verlag: ‎ Emons Verlag (25. August 2022)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3740813652
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3740813659
    • Genre: Krimi
    • Reihe: ja - Band  6


Emons Kurzbeschreibung:
Ein Spionagefall nach wahren Begebenheiten. In einem alten Bootshaus an der Havel werden drei jahrzehntealte Skelette gefunden. Kurz darauf wird eine Journalistin ermordet. Sie recherchierte in einem Spionagefall aus dem Jahr 1949 um eine junge Frau, deren Identität bis heute unbekannt ist. Hängen die Todesfälle von damals und heute zusammen? Als Hauptkommissar Toni Sanftleben klar wird, dass er selbst familiär in den Fall verstrickt ist, ist es schon fast zu spät: Er bekommt es mit einem Gegenspieler zu tun, für den ein Menschenleben nicht viel zählt …

Meine Bewertung: * * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Wow, bisher habe ich alle fünf Havel-Krimis von Tim Pieper großartig gefunden, doch mit "Raue Havel" steigert sich der Autor nochmals. Man kann diesen Band auch ohne Vorkenntnisse zu den Vorgängerbänden lesen, denn jeder Band ist abgeschlossen. Trotzdem finde ich es immer besser, wenn sie der Reihe nach gelesen werden, weil man die Entwicklung der Protagonisten besser nachvollziehen kann.

Schon der Prolog aus dem Jahre 1946 in der russischen Besetzungszone lässt mich sehr erschüttert zurück. Einige Schüler aus Potsdam schwänzen den Russischunterricht und gehen lieber Fußball spielen....absolut nachvollziehbar. Wer von uns hat nicht mindestens einmal eine Schulstunde geschwänzt? Doch für diese Jungs bedeutet dies den Tod! Sie werden verhaftet, vor ein russisches Militärgericht gestellt und zum Tode verurteilt. Einzig der Jüngste wird mit 20 Jahren Gulag bestraft.

In der Gegenwart werden in einem alten Bootshaus an der Havel drei menschliche Skelette gefunden.
Vom neuen Besitzer des Hauses erfährt Toni, dass sich deswegen eine Journalistin bei ihm gemeldet hat. Kurze Zeit später wird diese ermordet aufgefunden. Sie recherchierte über einen Spionagefall aus dem Jahre 1949. Bald wird klar, dass die junge Frau gezielt getötet wurde. Was hat sie nach all den Jahren herausgefunden, dass noch heute jemanden dazu veranlasst sie deshalb zu töten?

In der Vergangenheit wird eine junge Frau von einem britischen Agenten angeworben. Sie soll einen russischen Dolmetscher aus dem "Militärstädtchen Nr. 7" herausschleusen. Im Gegenzug soll sie einen Platz an einer Uni in Großbritannien bekommen, wo sie ihren Traum erfüllen und Physik studieren kann.

Auf zwei Zeitebenen erzählt Tim Pieper einen spannenden und fesselnden Krimi. Es geht um Spionage, Geheimdienste und Vergangenheitsbewältigung. Während Toni und sein Team versuchen den Mord an der Journalistin aufzuklären, bekommen sie es mit mächtigen Gegnern zu tun. Schlussendlich werden sie vom Fall abgezogen. Doch Toni gibt nicht so schnell auf, denn er bemerkt fast zu spät, dass es bei diesem Fall eine persönliche Verbindung zu seiner Familie gibt. Ganz besonders hat mir diesmal Phong gefallen, der über sich hinauswächst. Mehr möchte ich nicht zum Inhalt sagen, denn ihr müsst diese fantastische Geschichte selbst lesen, die zum Ende hin überzeugend aufgelöst wird.

Tim Pieper hat mit "Raue Havel" seinen bisher besten Krimi geschrieben. Er hat sich diesmal an einem wahren Spionagefall angelehnt und im Nachwort erwähnt er, wo man mehr über das Militärstädtchen Nr. 7 und die geheimdienstlichen Aktivtäten zur Zeit des Kalten Krieges erfahren kann: An der Gedenkstätte in der Leistikowstraße.

Fazit:
Ein packender Krimi mit dem sich der Autor diesmal selbst übertroffen hat. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und volle 5 Sterne! Und wer die ganze reihe noch nicht kennt, sollte definitiv zugreifen!

Vielen Dank an Tim Pieper und den Emons Verlag für das Rezensionsexemplar!

Die Reihe rund um Toni Sanftleben:

  1. Dunkle Havel  *Rezi*
  2. Kalte Havel   *Rezi*
  3. Tiefe Havel  *Rezi*
  4. Stille Havel  *Rezi*
  5. Finstere Havel  *Rezi*
  6. Raue Havel

Finstere Havel - Tim Pieper

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     

    • Taschenbuch: 304 Seiten
    • Verlag: Emons Verlag (18. März 2021)
    • ISBN-10 : 3740811412
    • ISBN-13 : 978-3740811419
    • Genre: Krimi
    • Reihe: ja - Band 5 um Toni Sanftleben




Emons Kurzbeschreibung:
Ausgefeilte Krimispannung vor traumhafter Kulisse. Ein Auto wird aus der Havel geborgen, am Steuer eine tote Frau. Beging sie Selbstmord, war es ein Unfall oder wurde sie umgebracht? Die Ermittlungen führen Hauptkommissar Toni Sanftleben in den Naturpark Westhavelland, wo die Biologin an einem großen Flussprojekt mitarbeitete und in ihrer Freizeit den Nachthimmel erforschte. Doch am dunkelsten Ort Deutschlands ist es so finster, dass man die Gefahr nicht kommen sieht.

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Der neue Havel Krimi von Tim Pieper "Finstere Havel" ist bereits der fünfte Band rund um Hauptkommissar Toni Sanftleben. Man kann diesen Band auch ohne Vorkenntnisse zu den Vorgängerbänden lesen.

Gleich zu Beginn wird man mit dem Unfalltod einer jungen Frau konfrontiert, die mit ihrem Auto aus der Havel geborgen wird. Die Tote, Melanie Berndt, war angeschnallt und die Türen waren verschlossen. War es Selbstmord? Ein Unfall oder gar Mord?
Die Biologin war hochsensibel und suchte oftmals die Einsamkeit.  Sie verbrachte viel Zeit am Ufer der Havel oder betrachtete den nächtlichen Sternenhimmel. Melanie steckte mitten in einer Scheidung und kämpfte um ihre Tochter, die beim Noch-Ehemann lebt. Beruflich ist sie auf der Überholspur, wenn sie nicht gerade gesundheitlich  angeschlagen ist oder zu Alkohol greift. Ihr Chef, Professor Wendschneider, hält trotzdem viel auf seine Angestellte, die sich besonders für den Naturschutz einsetzt. Ihr Nachbar, ein arbeitsloser Mechaniker, ist aber gerade aus diesem Grund gar nicht gut auf Melanie zu sprechen

Neben der persönlichen Sichtweise von Toni gibt es auch immer wieder Einschübe, die aus der Sicht der toten Melanie Brandt geschildert werden. Die junge Frau war Biologin und hat sich besonders für den Naturschutz eingesetzt. Ein großes Flussprojekt hat ihre letzten Wochen viel Zeit in Anspruch genommen. Und doch scheint sie ein Geheimnis und Schuld auf sich geladen zu haben...

Tim Pieper hat diesmal so einige Themen in seinen aktuellen Krimi verpackt: Naturschutz, Stalking, Hochsensibilität, Erpressung. Je mehr die Ermittler über die Tote erfahren, umso zahlreicher werden die Ungereimtheiten. Lange tappen Toni und sein Team im Dunkeln. Der Autor lässt uns wieder direkt an den Ermittlungen teilhaben. Dabei streut er geschickt überraschende Wendungen ein und lässt den Leser mitraten.

In diesem Band wird es auch etwas privater. Toni und Caren sind nun ein Paar und er hat seine Vergangenheit hinter sich gelassen. In seinem Team scheinen ebenfalls Frühlingsgefühle ausgebrochen zu sein. Gesa versucht sich weiblicher zu kleiden und kommt plötzlich mit Make Up ins Büro und auch Phong schaut plötzlich mehr auf sein Äußeres. Bahnt sich etwa hier etwas an?

Schreibstil:
Der Schreibstil ist gewohnt einnehmend, bildhaft und flüssig. Die Charaktere sind vielschichtig und überraschen den Leser das eine oder andere Mal. Besonders Phong ist am Ende förmlich über sich hinausgewachsen.
Tim Pieper versteht es die einmalige Flusslandschaft rund um die Havel sehr bildgewaltig darzustellen. Als Österreichein ist mir das Flachland nicht wirklich bekannt. Durch die anschaulichen Beschreibungen kann auch ich mir ein gutes Bild der Landschaft machen.

Fazit:
Wie schon Band 1 - 4 konnte mich auch der fünfte Band rund um Toni Sanftleben wieder überzeugen, auch wenn ich den Vorgängerband etwas lieber mochte. Eine tolle Krimireihe mit viel Lokalkolorit und Spannung. Wer sie noch nicht kennt, sollte zugreifen!

Die Reihe rund um Toni Sanftleben:

  1. Dunkle Havel  *Rezi*
  2. Kalte Havel   *Rezi*
  3. Tiefe Havel  *Rezi*
  4. Stille Havel  *Rezi*
  5. Finstere Havel

Stille Havel - Tim Pieper



    • Taschenbuch: 336 Seiten
    • Verlag: Emons Verlag (19. September 2019)
    • ISBN-10: 3740806702
    • ISBN-13: 978-3740806705
    • Genre: Krimi
    • Reihe: ja - Band 4 um Kommissar Toni Sanftleben


 
emons Kurzbeschreibung:
Potsdam. Im Park Sanssouci wird ein Kunstsachverständiger erschlagen aufgefunden. Der Tote zeigte zuletzt auffälliges Interesse an einem wertvollen Gemälde im Museum Barberini, auf dem eine schwarz gekleidete Frau zu sehen ist. Doch sie trägt einen Schleier, der ihr Gesicht verhüllt, und ihre Identität ist nicht geklärt. Wer ist die Unbekannte? Seine Nachforschungen führen Hauptkommissar Toni Sanftleben zum Filmunternehmen Ufa und zu einer alten Havelvilla, hinter deren Mauern sich etwas Ungeheuerliches verbirgt.

Meine Bewertung: * * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

***Der dritte Band kann auch alleinstehend gelesen werden ,jedoch empfehle ich immer die Reihenfolge einzuhalten***

Meine Meinung:
In seinem vierten Band rund um Hauptkommissar Toni Sanftleben geht Tim Pieper neue Wege. Erstmals gibt es einen Vergangenheitsstrang, der zur Zeit des Zweiten Weltkrieges spielt.

Zuvor wird allerdings die Leiche des Kunsthändlers Helmut Lothroth im Potsdamer Park Sanssouci gefunden. Auf seinem Handy befinden sich Fotos eines Gemäldes, welches ein Frauenportrait mit Gesichtsschleier zeigt, das im Museum Barberini ausgestellt wird. Außerdem sind Bilder einer Villa an der Havel zu sehen. Welches Interesse hatte Lothroth am Gemälde und an der Villa? Und wer ist die Frau hinter dem Schleier?
Toni Sanftleben versucht Licht in den Mordfall zu bringen, jedoch ist sein Team rund um Phong und Gesa nicht wirklich gut aufeinander zu sprechen, was die Ermittlungen erschwert. Seit Phong versucht abzunehmen und sich nur mehr gesund ernährt, müssen die anderen mit seinen Launen klarkommen. Das macht die Ermittlungen nicht gerade einfacher, denn er verhält sich sogar Toni gegenüber äußerst anmaßend. Zusätzlich wird die Geschichte rund um Lothroth komplexer, der sich sehr für die Raubkunst aus dem Zweiten Weltkrieg zu interessieren schien. Als Toni Marie Hellström, die jetzige Besitzerin der Havelvilla kennenlernt, ist er von ihr fasziniert. Marie scheint die geheimnisvolle Frau auf dem Gemälde zu erkennen, gibt jedoch kaum etwas preis. Verschweigt sie etwas?
Verdächtig ist ebenfalls ein weiterer Kunsthändler, der sich in den heutigen rechtsextremen Kreisen herumzutreiben scheint und eine Museumsdirektorin, die sich hineter zwei verscheidenen Nachnamen zu verstecken scheint.

Im zweiten Handlungsstrang befinden wir uns im Jahre 1938 und lernen die junge Lydia kennen, die ein berühmter Filmstar werden möchte. Aufgewachsen in ärmlichen Verhältnissen möchte sie dem Mief der Kneipe ihrers Vaters entkommen. Deutsche Schauspielerinnen sind kurz vor dem Zweiten Weltkrieg gesucht, denn die UFA in Babelsberg nützt diese vorwiegend für Propagandafilmchen. Lydia fällt dabei Reichsminister Joseph Goebbles ins Auge, der kleinen Filmsterchen nur zur gerne weiterhilft, wenn sie sich erkenntlich zeigen. Die auf der einen Seite noch sehr naive Lydia weiß jedoch genau, dass sie nie wieder in die ärmlichen Verhältnisse von früher zurück will. Allerdings rechnet sie nicht mit all den weiteren Konsequenzen...

Der geschichtlche Hintergrund ist großartig recherchiert und obwohl ich sehr viele Romane aus dieser Zeit lese, habe ich auch in diesem Krimi von Tim Pieper wieder etwas Neues gelernt, nämlich dass Goebbels sehr wohl seine Finger bei der UFA im Spiel hatte bzw. diese nicht bei sich lassen konnte und die Besetzungen und den Status der Filmlieblinge teilweise in sein Gebiet fiel. Hier bekommt der Leser einen tollen Einblick in die Geschichte der UFA zur Zeit des Nationalsozialismus.
Der Wechsel zwischen den beiden Zeitsträngen wird gekonnt dargestellt. Die beiden Handlungsstränge halten sich dabei gekonnt die Waage.

Die Charaktere sind vielschichtig und fast jeder verdächtig. Alle Figuren scheinen zwei Gesichter zu haben - sogar Phong ;)
Toni hingegen hadert noch immer mit seiner Vergangenheit, versucht jedoch endlich frei davon zu werden. Ob es ihm glückt, müsst ihr selbst lesen!

Fazit:
Der beste Krimi von Tim Pieper und ein absoluter Pageturner, den ich nur empfehlen kann! Hervorragend durchdacht, kurzweilig, spannend und fesselnd! Großartig!

Die Reihe rund um Toni Sanftleben:
  1. Dunkle Havel  *Rezi*
  2. Kalte Havel   *Rezi*
  3. Tiefe Havel  *Rezi*
  4. Stille Havel

Tiefe Havel - Tim Pieper



    • Taschenbuch: 288 Seiten
    • Verlag: Emons Verlag (15. März 2018)
    • ISBN-10: 3740802855
    • ISBN-13: 978-3740802851
    • Genre: Krimi
    • Reihe: ja - Band 3 um Toni Sanftleben


Emons Kurzbeschreibung:
Ein Binnenfrachtschiff treibt im Havelkanal. An Bord liegt der Kapitän, hingerichtet in Profimanier. Erste Hinweise führen den Potsdamer Hauptkommissar Toni Sanftleben ins Berufsschiffermilieu. Doch der Täter hat bereits weiteres Blut an den Händen. Zu spät begreift Toni, dass es um alles geht, auch um seine eigene Zukunft.

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

*****Der dritte Band kann auch alleinstehend gelesen werden ,jedoch empfehle ich immer die Reihenfolge einzuhalten*****

Meine Meinung:
Im dritten Band rund um Hauptkommissar Toni Sanftleben steigen wir gleich direkt mit einem spannenden Prolog in die Geschichte ein. Als Leser ist man direkt dabei, als der Schiffskapitän Jürgen Seitz auf seinem Schiff überfallen und getötet wird. Der Täter verschwindet so geheimnisvoll, wie er an Bord gegangen ist. Als der Potsdamer Hauptkommissar zum Tatort gerufen wird, stehen die Ermittler vorerst vor einem Rätsel. Wie kam der Mörder aufs Schiff? Warum wurde Jürgen Seitz, der Kapitän, der knapp vor seiner Rente steht, ermordert ?
Bald schon scheinen Geldprobleme als möglicher Grund auf, denn Seitz Enkeltochter ist schwer krank und benötigt eine kostspielige Therapie in den USA. War Seitz deswegen kurz vor seiner Pensionierung in krumme Geschäfte verwickelt?

Schon nach den ersten Zeilen war ich wieder mitten im Geschehen rund um Toni, Sofie, Gesa und Phong. Doch im dritten Band ist die Stimmung am Kommissariat anfangs nicht wirklich gut. Schmitz, Toni's unsympathischer Chef, wird immer ungemütlicher und arbeitet immer offensichtlicher gegen Toni. Auch Phong arbeitet eher lustlos am Fall, was ihm gar nicht ähnlich sieht. Toni kann das im Moment so gar nicht brauchen, denn auch im Privatleben spitzen sich die Probleme zu, die ihm schwer zu schaffen machen. Diese sind in diesem dritten Band der Reihe wieder deutlich mehr in den Vordergrund gerückt. Und auch seine Alkoholprobleme werden wieder aktuell...

In einem zweiten Handlungsstrang lernen wir Sandro kennen. Er kommt aus dem Jugendknast und hat auf einem Bauernhof eine Stellung bekommen. Seine Liebe gilt dem Problempferd Bonita. In der Stute sieht er eine Seelenverwandte. Durch seine liebevolle Pflege wird Bonita zu einem beliebten Dressurpferd, das immer mehr Gewinne einheimst. Das entgeht auch dem geizigen Hofbesitzer und Pferdezüchter nicht....
Wie die beiden Erzählstränge zusammenhängen? Das müsst ihr selbst lesen! Eines kann ich euch aber verraten...es wird spannend!
Denn....der Spannungsbogen bleibt während der 288 Seiten dauerhaft oben und steigert sich am Ende noch zu einem großrartigen Showdown.

Schreibstil:
Wie schon in seinen Vorgängern hat mich Tim Pieper mit seinen rasanten und bildhaften Schreibstil gepackt. Trotz der gut durchleutenden Hintergrundgeschichte, die sich Stück für Stück zu einem Ganzen zusammensetzt, erzählt Pieper klar und aussagekräftig.
Auch diesmal gibt es wieder zwei Erzählstränge, wobei der rund um Toni und dem Ermittlerteam im Vordergrund stehen. Dazwischen gibt es einige kurze Kapitel aus der Sicht des Täters. Die Kapitel sind allgemein wieder kurz gehalten.

Fazit:
Auch der dritte Band rund um Hauptkommissar Toni Sanftleben konnte mich wieder überzeugen und hat mir einige spannende Stunden an der Havel beschert. Ich freue mich schon auf den Folgeband...

Die Reihe rund um Toni Sanftleben:
  1. Dunkle Havel  *Rezi*
  2. Kalte Havel   *Rezi*
  3. Tiefe Havel

Kalte Havel - Tim Pieper



    • Taschenbuch: 240 Seiten
    • Verlag: Emons Verlag (19. Oktober 2016)
    • ISBN-10: 3740800011
    • ISBN-13: 978-3740800017
    • Genre: Krimi
    • Reihe: ja - Band 2 um Toni Sanftleben


Emons Kurzbeschreibung:
Am Ufer der Havel wird ein junger Mann erschossen, sein bester Freund verschwindet spurlos. Es ist der Sohn einer Potsdamer Staatsanwältin, die viele Feinde hat. Für Hauptkommissar Toni Sanftleben beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Entschlossen ermittelt er in den Beelitzer Heilstätten und an anderen gespenstischen Orten, die dem Verfall preisgegeben sind. Doch die Ruinen sind bewohnt und werden mit allen Mitteln verteidigt …

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur  Durch die Jahreszeiten Challenge

Meine Meinung:
"Kalte Havel" ist der zweite Roman rund um Hauptkommissar Toni Sanftleben. Nachdem am Ende des ersten Teils seine Frau Sofie nach sechzehn Jahren gefunden wurde, ließ sich Toni beurlauben. Eine lange Auszeit vom Polizeidienst und ein darauffolgender gemeinsamer Urlaub auf La Gomea sollte die Beziehung wieder aufleben lassen. Doch nun bittet ihn die befreundete Staatsanwältin Caren Winter wieder in den Kriminaldienst einzusteigen und einen Fall zu übernehmen. Ihr Sohn Alexander ist verschwunden, sein linksradikaler Freund Hendrik wurde erschossen aufgefunden. Gemeinsam hatten sie sich zu den Beelitzer Heilstätten aufgemacht, wo sich die Aktivisten regelmäßig treffen.

Auch für Nichtkenner des ersten Bandes lässt sich "Kalte Havel" ohne Probleme lesen, denn der private Hintergrund des Ermittlers steht diemal eher im Hintergrund.

Im Prolog lesen wir, wie Hendrik und Alexander mitten in der Nacht aufbrechen, um jemanden zu treffen. Man erhält bereits einen tiefen Einblick in die Seele von Hendrik, der sich seiner Aufgabe total verschrieben hat. Seine Vorbilder sind tote Aktivisten, die sich gegen die Gesellschaft auflehnen. Er rebelliert gegen Alles und Jeden und hat in Alexander einen jungen Freund und Bewunderer gefunden. Beide kommen aus einem reichen Elternhaus, haben allerdings kaum Unterstützung und Liebe erfahren.

Toni kann sich der Bitte von Staatsanwältin Winter nicht entziehen und kehrt zurück zu seinem Team:  Vorallem Phong, der endlich wieder am Computer recherchieren darf und Gesa, Tonis rechte Hand, freuen sich darüber. Nur sein Chef Kriminalrat Schmitz scheint noch immer eher gegen ihn zu arbeiten. Dieser möchte auch diesen Fall unbedingt lösen und agiert nicht immer sehr hilfreich. Es gibt einige Verdächtige, doch die meiste Zeit tappt Toni im Dunkeln. Es gibt viele Spuren und immer wieder neue überraschende Wendungen. Die Zusammenhänger ahnt man erst spät, der Plot ist gut aufgebaut und die Geschichte rund.

Obwohl das Privatleben von Toni Sanftleben diesmal mehr im Hintergrund steht, dürfen wir trotzdem intensiv an seinen Gedanken und seiner Gefühlswelt teilhaben. Die Beziehung zu Sofie läuft nicht ganz so, wie er sich das vorgestellt hat und auch Sohn Aaaron ist flügge geworden. Er fühlt sich einsam und als trockener Alkoholiker steht er auch immer wieder vor Versuchungen.
Auch während der Ermittlerarbeit schauen wir Toni die meiste Zeit über die Schulter und rätseln mit ihm mit. Während ich einige Charaktere fast zu wenige beachtet fand, wie Hendriks Eltern, steht Caren Winter diesmal sehr im Fokus.

Tim Pieper hat hier neben dem üblichen Kriminalroman wieder jede Menge Geschichte und viel Lokalkolorit einfließen lassen. Als Österreicherin ist mir sowohl die Gegend unbekannt, noch wusste ich um die Beelitzer Heilstätte und den Bezug zu Hitler und der Olympiade 1936 (dabei habe ich vor noch gar nicht so langer Zeit auch das Sachbuch "Berlin 1936 - 16 Tage im August" von Oliver Hilmes gelesen).  Diese geschichtsträchtigen und teilweise mystischen Orte hat uns der Autor in der Leserunde vorgestellt und sind auch im Roman hervorragend beschrieben.

Schreibstil:
Wie schon im ersten Teil ist der Schreibstil des Autors gewohnt flüssig und sehr bildhaft. Die Kapitel sind kurz gehalten, die Charaktere wunderbar lebendig und sehr facettenreich dargestellt.
Es gibt zwei bzw. drei Erzählstränge, wobei der Teil rund um Toni und die Ermittlungen im Vordergrund stehen. Diese werden in der dritten Person, aber aus seiner Sicht erzählt. In einigen Rückblenden lesen wir in einem zweiten Erzählstrang über Hendriks Vergangenheit. Aber es gibt auch kurze Kapitel dazwischen, die aus der Sicht des Mörders erzählen.

Fazit:
Für mich war "Kalte Havel" noch einen Tick besser als Toni Sanftslbens erster Fall "Dunkle Havel". Spannung, überraschende Wendungen und sehr interessante Schauplätze runden diesen Krimi ab und lassen mich zufrieden zurück. Ich freue mich schon auf den nächsten Fall!

Vielen Dank an Tim Pieper und dem Emons Verlag für das Rezensionsexemplar! Danke auch für die spannende und informelle Leserunde bei Lovelybooks!



Dunkle Havel - Tim Pieper


    • Broschiert: 256 Seiten
    • Verlag: Emons Verlag (12. März 2015)
    • ISBN-10: 3954515075
    • ISBN-13: 978-3954515073
    • Genre: Krimi



Emons Kurzbechreibung: 
Als Hauptkommissar Toni Sanftleben in die Potsdamer Innenstadt gerufen wird, geht er zunächst von einem Routinefall aus. Doch dann findet er in den Sachen des Mordopfers das verblasste Foto einer weinenden Frau – es ist seine Frau Sofie, die vor sechzehn Jahren auf dem Baumblütenfest in Werder spurlos verschwand. Sanftleben ist wie elektrisiert. Wird er endlich herausfinden, was damals wirklich geschah?

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Darum geht's:
Toni Sanftleben ist jung verheiratet und gerade erst Vater eines kleinen Sohnes geworden. Gmeinsam mit seiner Frau Sofie besucht er das Werdener Baumblütenfest, als diese spurlos verschwindet.
Sechzehn Jahre später kämpft er noch immer mit dem Verlust seiner großen Liebe. Seinen Sohn Aaaron, ein extrem begabter Junge, hat er alleine aufgezogen und wie es scheint, ist ihm dies auch ganz gut gelungen. Die beiden Männer leben auf einem Hausboot. Durch die Recherchen zum Verschwinden seiner Frau änderte Toni seinen Berufswunsch und wurde Kommissar in Potsdam. Als er zu einem Mordfall in der Innenstadt gerufen wird, findet er bei der Leiche ein Foto seiner Frau. Seine Hoffnung endlich mehr über das rätselhafte Verschwinden von Sofie zu erfahren, erhält somit wieder neue Nahrung. Er verfolgt jede neue Spur bis er als "Befangener" vom Dienst suspendiert wird. Doch nichts kann Toni aufhalten Sofie zu suchen......


"Es ist die Hoffnung, die den schiffbrüchigen Matrosen mitten im Meer veranlasst,
 loszuschwimmen, obwohl kein Land in Sicht ist!   - Ovid, römischer Dichter -

Meine Meinung:
Den Ausspruch von Ovid hat der Autor in seinem Kriminalroman verewigt und damit genau den roten Faden der Handlung getroffen: die Hoffnung. Etwas ungewöhnlich für ein Buch aus diesem Genre, doch genau diese Eigenschaft ist der Antrieb unseres Kommissars in dieser Geschichte. Aber auch der Ansatz dieses Krimis ist ein gänzlich anderer.....

Toni Sanftleben ist seit dem Verschwinden seiner Frau nicht mehr derselbe Mensch. Er ist rastlos geworden und die Suche nach seiner Frau wird zum eigentlichen Sinn seines Lebens. Manchmal hätte ich ihn am liebsten geschüttelt und gesagt, dass er aufgeben soll und sich dem Leben stellen. Doch gleichzeitig ist dieser vielschichtige Charakter ein richtig guter Ermittler geworden. Das gefällt auch seinen Vorgesetzten nicht wirklich, da dieser um seine Beförderung bangt. Deshalb versucht er immer wieder Sanftleben den schwarzen Peter zuzuschieben. Gut, dass er wenigstens einen Kollegen hat, der ihm immer zur Seite steht.

Die Charaktere sind sehr vielschichtig und mitten aus dem Leben gegriffen. Man versteht den Wunsch von Toni diesen Fall auf keinen Fall abgeben zu wollen, stellt er doch nach sechzehn Jahren die erste Spur zu seiner verschwundenen  Frau dar. Eigenmächtig geht er allen Hinweisen nach und entdeckt Zusammenhänge zwischen den Toten und dem verhängnisvollen Abend vor sechzehn Jahren beim Baumblütenfest. Neue Wendungen und Zwischenfälle lassen den Leser miträtseln und doch immer wieder, wie die Ermittler, auf einer Stelle treten. Auch die verschiedenen Themen rund um die Ermittlungen lassen viel Spielraum für ein Motiv offen. Werden doch Ereignisse wie Menschenhandel,  Drogenmissbrauch, Prostitution, sowie ein Umweltthema, nämlich die Zerstörung von Naturschutzgebieten, miteinbezogen. Die Auflösung ist überraschend, aber dennoch logisch.

Die kurzen Kapitel sind sehr lesefreundlich und man denkt sich schnell: "Ach, das Kapitel lese ich auch noch" ....vorallem weil die Spannung durchgehend gegeben ist und man einfach nur weiterlesen möchte. Es gibt jede Menge an Spuren und Verdächtige, die den Leser oft auf falsche Fährten locken. Wie es bei einem Krimi oder Thriller sein soll, fand ich bis zur Auflösung nicht heraus, wer der Täter ist. Perfekt gemacht, Herr Pieper!
Doch dieser Krimi lebt ebenso von seiner Regionalität und den bildhaften Landschaftsbeschreibungen. Als Österreicherin ist mir die Gegend die der Autor hier beschreibt fremd, doch mein Kopfkino konnte hervorragend Bilder dieser Region aufleben lassen.

Der halben Stern Abzug resultiert aus dem Schluss des Kriminalromanes. Mir hat das Ende persönlich nicht so gut gefallen. Um nicht zu viel zu verraten kann ich nur sagen: Ich fand es ein bisschen zu weit hergeholt.

Schreibstil:
Sehr flüssiger und angenehmer Schreibstil. Die Charaktere sind lebendig und lebensnah mit Stärken und Schwächen. Die Handlung ist raffiniert aufgebaut, die kurzen Kapitel sind schnell weggelesen.

Cover:
Sehr passend zur Geschichte und durch die dunklen und dürsteren Farben auch perfekt für einen Krimi.

Fazit:
Ein sehr spannender Regionalkrimi mit einem sympathischen Ermittler und vielen verwirrenden Spuren. Man kann gar nicht aufhören zu lesen.....!



Mein Dank geht an den Autor und den Emons Verlag für die Bereitstsellung des Reziexemplares!
 

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