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Die Freiheit so weit - Theresa Kern


    Die Bildrechte liegen beim Verlag



    • Broschiert: 416 Seiten
    • Verlag: ‎ dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG, 1. Auflage (14. August 2025)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3423264276
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3423264273
    • Genre: Familienroman, zwei Zeitebenen
    • Reihe: ja - Band 2 der Dilogie


dtv Kurzbeschreibung:
Nach dem schweren Autounfall auf Hawaii liegt Elias im Koma. An seinem Krankenbett lernt Emma dessen Mutter und Schwester noch besser kennen und spürt eine enge Verbindung zu den Frauen. Sie begibt sich auf Spurensuche und geht den Schicksalen ihrer beider Familien auf den Grund, die in der Vergangenheit tragisch miteinander verwoben waren. Gleichzeitig drohen die zarten Bande zwischen ihr und Elias von Emmas Freund zerstört zu werden. Seit Michael weiß, dass Emma von ihm schwanger ist, setzt er alles daran, sie zurückzugewinnen. Emma gerät in einen tiefen Gewissenskonflikt: Will sie wirklich Mutter werden? Was bedeutet das für ihre berufliche Karriere? Ist sie überhaupt bereit für eine neue Beziehung? Mit Michael? Mit Elias? Ist sie bereit für ein neues Leben? Was bedeutet das für ihre berufliche Zukunft als Astronautin?

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Man sollte diesen zweiten Band nicht ohne den Vorgänger lesen

Meine Meinung:
Nachdem mir der erste Band "Der Unendlichkeit so nah" großartig gefallen hat, war ich schon sehr neugierig auf den zweiten und letzten Band - vor allem nachdem der Vorgänger mit einem miesen Cliffhanger geendet hat. 
Es ist sinnvoll den Vorgänger zuerst zu lesen, denn die Vorgeschichte aus dem ersten Band ist wichtig für das Verständnis der Handlung in "Die Freiheit so nah". Außerdem schließt Band zwei direkt an Band eins an.

Nachdem Emma und Elias einen schweren Unfall hatten, liegt Elias im Koma. Auch Emma ist verletzt und kann sich nicht an den Unfallhergang erinnern. Zurück in Deutschland steht ihre Bewerbung für die ESA an und Michael steht plötzlich wieder vor der gemeinsamen Wohnung und will die Trennung nicht anerkennen. Emma weiß bald nicht mehr, wo ihr der Kopf steht, denn Michael drängt, die Eltern verstehen sie anfangs nicht und Elias erkennt sie nicht....werden die Beiden wieder zusammen finden?

Im Teil, der in der Vergangenheit spielt, sind wir einerseits wieder in Temeswar in Rumänien, welches 1916 noch zu österreichischen Monarchie gehörte. Dort lebten vor allem deutsch- und ungarisch stämmige Einwohner. Susanna hat in ihrer Heimat schwer um Anerkennung zu kämpfen und hat einige schwere Prüfungen zu überstehen.
Im zweiten Handlungsstrang in der Vergangenheit sind wir in New York bei Marie, die mit ihrem Vater Temeswar noch vor Beginn des ersten Weltkrieges verlassen hat. Beide versuchen sich in Brooklyn ein neues Leben aufzubauen. Obwohl sie Juden sind, erfahren auch sie - kurz bevor die USA in den Zweiten Weltkrieg einsteigt - Feindseligkeit, denn alles Deutsche wird abgelehnt. Diese Rückblicke in Maries und Susannas Leben bringen immer mehr ans Licht und die Verbindung in die Gegenwart zu Elias und Emma wird aufgelöst.

Diesmal waren mir die Sprünge zwischen den einzelnen Handlungssträngen fast zu schnell, denn jedes Mal, wenn ich gerade ganz tief in der Geschichte versunken war, wechselte man wieder zu einer der anderen Figuren. Im letzten Viertel gab es auch einen großen Zeitsprung, der jedoch zur Auflösung des Familiengeheimnisses nötig war.
Bis kurz zum Ende hin lässt uns die Autorin wieder ganz schön schmoren, denn ob Emma und Elias wieder zusammenkommen und wie sich das Familiengeheimnis schlussendlich auflöst, wird sehr spät aufgelöst.

Die Charaktere sind sehr lebendig und detailliert beschrieben. Sie sind facettenreich und entwickeln sich weiter. Besonders eine Figur hat mich sehr überrascht, die eine sehr starke Charakterentwicklung hinlegt.
Theresa Kern erzählt mitreißend und emotional. Ich habe wieder mit allen drei Frauen mitgefiebert und fand es am Ende schade, dass Maries Geschichte in der Vergangenheit nicht wirklich abgeschlossen wird. Der Strang blieb etwas in der Luft hängen.

Das Cover passt hervorragend zum ersten Teil  (ich liebe diese Retro-Zeichnungen), jedoch nimmt New York die wenigste Handlung im Buch ein.
In der Klappe innen findet man den Stammbaum der Familien von Susanna und Marie - bis hin in die Gegenwart.

Fazit:
Band zwei ist genauso emotional, spannend und atmosphärisch erzählt, wie Band ein. Mir war der Zeitsprung im letzten Viertel fast zu groß und das Ende kommt dann relativ plötzlich. Den anschließenden kurzen Prolog hätte ich wiederum nicht gebraucht. Deshalb sind es diesmal 4 1/2 Sterne statt 5 Sterne geworden.
Es gibt aber auf jeden Fall eine dicke Empfehlung für diese tolle Dilogie von mir!


Vielen Dank an den dtv Verlag und an Lovelybooks für das Rezensionsexemplar!



Der Unendlichkeit so nah - Theresa Kern

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     



  • Broschiert: 448 Seiten
    • Verlag: ‎ dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG; 1. Edition (27. Dezember 2024)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3423264012
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3423264013
    • Genre: Familienroman, zwei Zeitebenen
    • Reihe: ja - Band 1 der Dilogie


dtv Kurzbeschreibung:
Die junge Geowissenschaftlerin Emma hat ein großes Ziel: Sie will Astronautin werden und setzt alles daran, das schwierige Auswahlverfahren der ESA zu bestehen. Doch ihre Familie und vor allem ihr Freund Michael haben kein Verständnis dafür. Nach einem Riesenstreit mit Michael flieht Emma nach Hawaii, um mit sich ins Reine kommen. Dort begegnet sie dem verschlossenen Wissenschaftler Elias, der am Bau eines gigantischen Teleskops auf dem Mauna Kea beteiligt ist. Elias kann Emmas Leidenschaft für das Weltall nur zu gut verstehen. Zum ersten Mal fühlt sich Emma verstanden. Inmitten der faszinierenden Natur Hawaiis kämpfen die beiden um eine neue Liebe und stoßen dabei auch auf ein tragisches Familiengeheimnis, das beider Leben für immer verändern wird ...

Meine Bewertung: * * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenger

Buch zur Music meets books Challenge

Meine Meinung:
Dieser wundervolle Roman von Theresa Kern aka Rena Fischer hat mich ausnahmsweise zuerst mehr vom Cover, als vom Klappentext angesprochen. Normaler Weise bin ich kein Cover Käufer und vor allem muss der Inhalt passen. Etwas abgeschreckt haben mich jedoch die beiden Berufe der Protagonisten: Astronautin und Wissenschaftler. Nicht unbedingt Themen, die mich sehr interessieren. Trotzdem ließ mich die Geschichte nicht los und ich bin sehr dankbar, dass ich das Buch über Lovelybooks lesen durfte!
Dieser erste Teil einer Dilogie ist nämlich ein ganz toller Roman, der mich sofort gefangen genommen hat und wo ich den zweiten Teil kaum erwarten kann - vor allem, weil Teil 1 mit einem wirklich miesen Cliffhanger geendet hat!

Emmas großer Traum ist es Astronautin zu werden. Sie ist bereits mitten im Auswahlverfahren der ESA, als ihr Freund Michael, der beruflich seit kurzem in den Staaten arbeitet, sie vor die Wahl stellt: Entweder ihr Berufswunsch oder er. Emma ist total vor den Kopf gestoßen. Aufgewühlt besucht sie das Denkmal für die Besetzung des Space Shuttles "Challenger" auf dem Arlington Friedhof. Dort trifft sie auf die Amerikanerin Becky, die vor Jahrzehnten ebenfalls am ESA Auswahlprogramm teilnahm und einen Teil der Crew des explodierten Space Shuttle kannte. Becky und Emma kommen ins Gespräch und Becky lädt Emma überraschend zu sich nach Hause ein. Diese nimmt diese Einladung gerne an und verbringt ihren Resturlaub auf Hawaii, wo sich Emma nicht nur in die wunderschöne Insel, sondern auch in Beckys Sohn Elias verguckt. Er versteht ihre Liebe zum Weltraum und hat selbst eine zerbrochene Beziehung hinter sich.

Im Vergangenheitsstrang sind wir im rumänischen Temeswar, welches 1904 noch zur Habsburger Monarchie gehörte. Dort leben Marie und Susanna, die seit ihrer Kindheit allerbeste Freundinnen sind. Doch die zunehmende Judenfeindlichkeit und die Liebe zum selben Mann entzweit die beiden jungen Frauen. Der Erste Weltkrieg tut sein übriges und Marie und Susanna verlieren nicht nur ihre Freundschaft, sondern sehr viel mehr...

Die Geschichte wird mitreißend und sehr lebendig erzählt. Theresa Kern versteht es den Beruf der Astronautin oder der Weg dorthin auch für Laien wie mich, verständlich und interessant zu erklären. Außerdem kann ich mich noch daran erinnern, als ich damals mit Entsetzen im TV die Explosion der Challenger mitverfolgt habe.
Auch die Rolle der Frau in der heutigen Zeit, verglichen mit Marie und Susanne, die vor ungefähr hundert Jahren kaum eigenständige Entscheidungen treffen konnten, wird gegenüber gestellt - auch wenn wir auch heute noch immer um viele Dinge kämpfen müssen!

Ich habe sowohl mit Emma, als auch mit Marie und Susanna mitgefiebert. Die Handlung wird auf zwei Zeitebenen erzählt und doch erschließen sich mit der Zeit Dinge, die darauf hinweisen, dass Gegenwart und Vergangenheit irgendwann zusammenlaufen werden.

Die Autorin hat einen berührenden Roman mit wunderbaren Landschaftsbeschreibungen geschaffen. Der Plot ist ideenreich und erzählt eine etwas andere Geschichte, als man glaubt vor sich zu haben. Die Figuren sind lebendig, facettenreich und im Vergangenheitsstrang nicht immer liebenswert. Sie haben Ecken und Kanten und wurden sehr gut ausgearbeitet. Die Handlung in der Vergangenheit wurde großartig recherchiert und ich klebte nur so an den Seiten.  

Fazit:
Ein toller Roman, der mich sehr positiv überrascht hat und der von mir 5 Sterne bekommt, obwohl mich der sehr miese Cliffhanger zum Schluss richtig aus der Fassung gebracht hat. Emotional, atmosphärisch und spannend erzählt! Ich kann Band zwei, der im August erscheinen wird, kaum erwarten. Von mir gibt es eine dicke Leseempfehlung!


Vielen Dank an dtv und an Lovelybooks für das Rezensionsexemplar!
 

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