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Unsere Hälfte des Himmels - Clarissa Linden




    • Broschiert: 448 Seiten
    • Verlag: Knaur TB (10. Januar 2017)
    • ISBN-10: 3426519011
    • ISBN-13: 978-3426519011
    • Genre:  Gegenwartsliteratur, historischer Roman


Knaur Kurzbeschreibung:
Frankfurt in den 30er Jahren: Johanna und Amelie sind dicke Freundinnen, die eine gemeinsame Sehnsucht verbindet: Sie wollen Pilotinnen werden und den Himmel erobern. Doch dieser Traum scheint im Deutschland der Nazi-Zeit unmöglich zu sein. Trotzdem halten beide zunächst an ihm fest – bis Amelie sich in Johannas Fluglehrer verliebt. Ein folgenschwerer Verrat trennt die beiden Freundinnen schließlich für immer.
Kassel in den 70er Jahren: Amelies Tochter Lieselotte, die zu ihrer Mutter stets eine sehr distanzierte Beziehung hatte, wird plötzlich mit deren aufregender Vergangenheit konfrontiert. Allmählich lernt sie eine Amelie kennen, die sie hinter der kühlen Fassade niemals vermutet hätte – und ihr wird klar, dass diese Erkenntnis ihr eigenes Leben verändern wird.

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Knaur Challenge

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Der neue Roman von Clarissa Linden hat zwei Kernthemen: Frauen als Pilotinnen und die Frauenbewgeung der 70-iger. Aber auch das Thema Freundschaft und Mutter/Tochter-Beziehung stehen im Vordergrund. In zwei unterschiedlichen Zeitebenen erzählt die Autorin von Lieselotte und ihrer Mutter Amelie.

Während Lieselotte Anfang der 1970-iger in einer unglücklichen Ehe "gefangen" ist, erleidet ihre Mutter einen schweren Autounfall. Das Verhältnis der Beiden war eher unterkühlt, da Amelie ihrer Tochter nicht viel Beachtung schenkte. Liebe und Aufmerksamkeit erhielt sie nur von ihrer Großmutter Luise. Als Lieselotte die Nachricht erhält, dass ihre Mutter Amelie im Koma liegt, reist sie nach Frankfurt. Dort quartiert sie sich kurzfristig in ihrer Wohnung, was ihrem Mann Eduard gar nicht recht ist. Bald schon stellt sie fest, dass die junge Studentin Marga, die in der Wohnung gegenüber wohnt, ein ganz anderes Bild von ihrer Mutter hat. Und dann scheint Amelie auch noch ein Mitglied der "Himmelsstürmerinnen" zu sein, einer Gruppe von Frauen, die sich dem Fliegen verschrieben haben. Lieselotte macht sich auf die Suche nach der Vergangenheit und lernt eine ganz andere Frau kennen, als die, die sie meint zu kennen....

Im Vergangenheitsstrang lernen wir Amelie als junges Mädchen kennen, die gerne Segelfliegerin werden möchte. Nur in der Luft fühlt sie sich frei und gemeinsam mit ihren Freundinnen sind sie die "Himmelsstürmerinnen". Doch 1935 stehen bereits alle Zeichen auf Sturm und für Frauen wird es immer schwerer überhaupt einen Beruf zu ergreifen, denn die "richtige deutsche Frau" ist Ehefrau, Hausfrau und Mutter vieler arischer Kinder.

 "Wie du schon gesagt hast: Frauen müssen sich entscheiden, was ihnen wichtiger ist. Männer können alles haben. Männer müssen sich nie gegen etwas entscheiden"   - Seite 251

Doch Amelie und ihre beste Freundin Hanni geben ihre Träume nicht so schnell auf. Nichts soll ihren gemeinsamen Weg als Freundinnen und Fliegerinnen trennen. Doch dann verliebt sich Amelie in Felix von Bissingen.... 

Wie bei fast allen Büchern, die in zwei Zeitstränge geteilt sind, hat mir auch hier wieder der Part in der Vergangenheit besser gefallen.

Amelie ist eine junge Frau, die es nicht leicht hat, aber ihren großen Traum leben möchte. Ihre Mutter Luise unterstützt sie dabei. Amelie steht jedoch immer im Schatten der willensstarken Johanna, ihrer besten Freundin. Diese setzt alles daran ihr gemeinsames Ziel zu  erreichen und schreckt dabei auch nicht vor unlauteren Mitteln zurück....
Die Freundschaft zwischen Hanni und Amelie nimmt großen Raum in der Handlung ein. Hanni war für mich zwar kein angenehmer Charakter, aber ich hatte sie sehr lebendig vor Augen. Sie ist verwöhnt und egozentrisch, fokusiert sich alleine auf ihren großen Wunsch und zerstört dabei alles um sich herum. Ihr nahm ich die Liebe zum Segelfliegen ab, bei Amelie hatte ich allerdings nicht immer das Gefühl. Leider geht die Geschichte rund um die Fliegerei im Laufe des Romans zugunsten der Liebesgeschichte verloren. Das fand ich sehr schade! Auch die politischen Ereignisse sind nur kurz angerissen und hier hätte ich gerne etwas mehr Hintergrundinformationen dazu gehabt.

Lieselotte entspricht den damaligen Frauenbild. Sie ist nicht viel mehr als die Haushälterin ihres Mannes und versucht ihm alles recht zu machen. Dabei stellt sie alle ihre Bedürfnisse zurück. Erst durch den Unfall ihrer Mutter und der Gleichgültigkeit ihres Mannes gegenüber dem Geschehen, scheint Lieselotte aufzuwachen.
Mit Marga haben wir eine selbstbewusste Studentin, die Lieselotte zu helfen versucht, endlich auf ihren eigenen zwei Beinen zu stehen. Hier verbindet die Autorin gekonnt das Thema Frauenbewegung in den Siebziger Jahren in den Roman mit ein. Es geht um das Recht der Abtreibung (Mein Körper gehört mir!) und auch Scheidungen werden immer öfter zum Thema. Diese Passagen haben mir gut gefallen und zeigen auf, was sich im letzten Jahrhundert punkto Gleichberechtigung alles getan (oder nicht getan) hat.
So richtig überzeugt von Lieselottes Wandlung war ich allerdings nicht. Sie bleibt mir zu lasch und selbst die Recherchen über die Vergangenheit ihrer Mutter gibt sie in fremde Hände.

Ein bewegender Roman mit sehr interessanten Themen, der mich allerdings nicht auf allen Ebenen vollkommen überzeugt hat. Auch die obligatorische Katze durfte wieder nicht fehlen und findet mit "Cat Balou", der Katze von Marga, ihren Einsatz =).
Sehr empfehlen kann ich Clarissa Lindens Roman "Ich warte auf dich, jeden Tag" *meine Rezi*, den ich wirklich großartig fand!

Schreibstil:
Der Schreibstil von Clarissa Linden alias Christiane Lind ist wahnsinnig gut zu lesen, flüssig und bildgewaltig. Bei ihr rauscht man immer durch die Handlung und möchte gar nicht aufhören zu lesen, egal unter welchen Namen oder über welche Themen sie schreibt.
Zu Beginn des Romans gibt es eine kleine Personenliste, unter den Kapitelüberschriften des Stranges aus der Vergangenheit stehen Zitate bekannter Fliegerinnen.

Fazit:
Ein bewegender Roman mit sehr interessanten Themen, der mich allerdings nicht auf allen Ebenen vollkommen überzeugen konnte. Vielschichtig und wunderbar zu lesen!
Vielen Dank an die sympathische Autorin Christiane Lind und an den Droemer Knaur Verlag für das Rezensionsexemplar!

Philipps letztes Geschenk - Christiane Lind




    • Taschenbuch: 186 Seiten
    • Verlag: Amazon Publishing (8. November 2016)
    • ISBN-10: 1503942503
    • ISBN-13: 978-1503942509
    • Genre: Roman; Kurzgeschichte

Amazon Kurzbeschreibung:
Seit ihr Mann gestorben ist, verkriecht sich Carolin in ihrer Trauer und meidet alle Menschen. Überraschend erhält sie eines Tages ein Geschenk, das Phillip noch vor seinem Tod für sie ausgesucht hatte: ein Katzenjunges. Auf Samtpfoten schleicht es sich in ihr Leben und in ihr Herz – obwohl sein Freiheitsdrang sie gehörig auf Trab hält. Beim Suchen lernt Carolin ihre Nachbarn besser kennen und gewinnt langsam neuen Lebensmut. Bis zu dem Tag, als ihr Kätzchen verschwindet, und das, wo der Winter vor der Tür steht!

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
In der Vorweihnachtszeit lese ich immer wieder gerne tierische Weihnachtsromane. Als fünffache Katzenmama liebe ich Katzengeschichten ganz besonders. Die Autorin Christiane Lind, selbst Katzenliebhaberin und Besitzer von vier Samtpfoten, schrieb auch dieses Jahr wieder eine ganz bezaubernde Geschichte über ein kleines Kätzchen.

Philipp und Carolin sind ein glückliches Paar bis bei ihm Krebs diagnostiziert wird. Da sich seine Frau lieber einigelt und nicht viele Menschen zu ihrem Freundeskreis zählen, macht er sich Sorgen, dass sie nach seinem Tod einsam und verlassen in der Wohnung sitzt. Obwohl Carolin keine Tierliebhaberin ist, entscheidet er sich dafür, ihr ein Kätzchen als Abschiedsgeschenk zu schenken, welches sie nach seinem Tod erhalten soll. Gemeinsam mit seiner besten Freundin Anka sucht er eine Katze aus, die Anka ihr zum ausgemachten Zeitpunkt überreichen soll. Doch wird das gutgehen? Wird sie ihr Herz für die Samtpfote öffnen? Carolin ist nämlich alles andere als erfreut, als sie plötzlich einen kleinen schwarzen Kater in ihre Wohnung geliefert bekommt.....

Carolin erschien mir anfangs sehr distanziert und als Tierliebhaber hat man immer einen skeptischen Blick auf Menschen, die zu Tieren keine Beziehung aufbauen können. Christiane Lind schafft es jedoch ihre Protagonistin im Laufe der Geschichte wachsen zu lassen. Durch den Verlust ihres Mannes und der Fürsorge gegenüber dem kleinen Kätzchen, das sie eigentlich nur in Obhut nehmen will, öffnet sie sich auch langsam ihren Mitmenschen. So wird Carolin aufgeschlossener und wirkt sympathischer. Auch die Nachbarn im Haus, in dem sie wohnt, werden sehr bildhaft und ausgesprochen lebendig beschrieben. Allen voran der schüchterne Nachbar Herr Rebbach oder die resolute Hausmeisterin Frau Bauernkamp, die plötzlich ganz gefühlvoll und rührselig wird, wenn sie von ihren verstorbenen Vierbeinern erzählt.

Kaum hat man den (Weihnachts-)roman begonnen, ist man auch schon durch....nicht nur wegen der 186 Seiten, sondern vorallem wegen der berührenden Geschichte, die man mit einem lachenden und einem weinenden Auge zufrieden zuklappt. Schade, dass sie so kurz ist!

Schreibstil:
Wer schon andere Bücher der Autorin, die auch unter den Namen Chris Lind (freche Frauenromane), Laura Antoni (Jugendbücher), Carolyn Luca (Fantasy) oder Clarissa Linden ("moderne" historische Romane) schreibt, gelesen hat, kennt ihren tollen Schreibstil bereits.
Auch hier überzeugt sie wieder mit viel Einfühlungsvermögen, bildhafter Sprache und einer Prise Humor, dass sie wirklich wunderbar schreiben kann. Christiane Lind erzählt uns eine zu Herzen gehende Geschichte, welche die Themen Trauerbewältigung, Freundschaft, Fürsorge und Hoffnung auf nur 186 Seiten gelungen wiedergeben. Mit einer Leichtigkeit, die wohl auch angelehnt an wahre Geschichten ihrer eigenen Fellnasen sind, erzählt sie von Missgeschicken wie angekotze Teppiche oder einer lebendigen Christbaumkugel, die zwischen den Ästen des Weihnachtsbaumes hervorlugt, während der Baum gefährlich schwankt. Ich kenne niemanden, der den Samtpfoten in seinen Geschichten so viel Leben einhaucht, wie Christiane Lind.

Fazit:
Eine wunderbare Geschichte, die Hoffnung gibt. Berührend, einfühlsam und trotzdem mit einer Prise Humor passt sie hervorragend in die Vorweihnachtszeit. Vorallem Katzenliebhaber werden ihre Freude daran haben.

Vielen Dank an die Autorin für das Rezensionsexemplar!

Ich warte auf dich, jeden Tag - Clarissa Linden


    • Taschenbuch: 480 Seiten
    • Verlag: Knaur TB (2. Februar 2015)
    • ISBN-10: 3426516055
    • ISBN-13: 978-3426516058
    • Genre: Roman




Knaur Kurzbeschreibung: 
Die Amerikanerin Erin steht vor den Scherben ihres Lebens: Ihr Mann hat sie verlassen, und ihr Job in der Buchhandlung ihrer Freundin ist gefährdet. Da findet sie auf dem Speicher ihres Elternhauses unter den Hinterlassenschaften ihres Großvaters ein Flugticket nach Deutschland und einen Liebesbrief aus dem Jahr 1993, unterschrieben von einer Lily. Erin ist wie vom Donner gerührt, denn sie hat ihren Großvater stets als kalten und unnahbaren Menschen kennengelernt. Und ausgerechnet er soll eine heimliche Liebe gehabt haben? Erin reist nach Deutschland und begibt sich auf die Spur der geheimnisvollen Lily, die in den dreißiger Jahren eine leidenschaftliche Gegnerin der Nazis war …

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung: 
Dies ist mein erstes Buch der Autorin Christinane Lind, die hier unter dem Pseudonym Clarissa Linden einen wunderbaren Roman geschrieben hat. Im Rahmen einer Leserunde bei Lovelybooks durfte ich dabei sein und ich muss gleich ein riesengroßes Kompliment an die Autorin loswerden. Sie hat wirklich jedes Kommentar aller Leserundenbeteiligten beantwortet. Ich hatte so etwas Ähnliches nur einmal bei "Verloren in der grünen Hölle" mit Ute Jäckle. Hut ab...solche Beteiligung eines Autors wünscht man sich für jede Leserunde!!!!

Erin, eine Mitvierzigerin, steht vor einem großen Wendepunkt in ihrem Leben. Ihr Mann hat sie verlassen, ihre Eltern verkaufen das Haus ihrer Kindheit und übersiedeln in eine Seniorenresidenz und der Buchladen ihrer besten Freundin Charlotte, in dem sie arbeitet, steht kurz vor dem Aus. Vor dem Verkauf des Hauses bitten sie ihre Eltern die Sachen am Dachboden durchzusehen. Dabei entdeckt sie einen Liebesbrief an ihren Großvater und ein One-Way Ticket nach Deutschland. Beides ist auf das Jahr 1993 datiert, als ihr Großvater bereits über 80 Jahre alt ist. Erin ist verwirrt, denn sie kennt ihren Großvater als sehr distanzierten und eher gefühlskalten Mann, bei dem an erster Stelle seine Katzen kamen und dann der Rest der Familie.
Erin nimmt sich eine kleine Auszeit und fliegt nach Europa. Zuerst besucht sie ihren Sohn Kyle in Barcelona, der dort Architektur studiert, um anschließend nach Frankfurt zu fliegen. Sie möchte der geheimnisvollen Vergangenheit ihres Großvaters auf sie Spur kommen.

Hier beginnt nun der Zeitenwechsel ins Jahr 1933. Wir lernen Lily kennen, eine politisch engagierte junge Studentin aus der Arbeiterschicht, die für die Sozialsozialisten gegen Hitler als Widerstandskämpferin auftritt. Die Nationalsozialisten werden immer stärker und die Stimmung immer bedrückender und feindlicher. Zu dieser Zeit lernt sie den jungen Alexander Kirchner kennen und verliebt sich in ihn. Er kommt allerdings aus der Oberschicht und genießt wie seine Freunde einfach das Leben, während Lily  Flugzettel verteilt. Trotz ihrer Liebe scheinen die Beiden nichts gemeinsam zu haben. Da überstürzen sich auf einmal die Ereignisse.....

Der Roman spielt in zwei unterschiedlichen Zeitebenen. Während Erin im Haupterzählstrang 1999 in Amerika gerade vor den Scherben ihrer Ehe steht und versucht die Trennung zu überwinden,  erzählt der zweite Handlungsstrang von der Vorkriegszeit 1933 in Frankfurt. Dort lebt unsere Hauptprotagonistin Lily.
Da ich erst einen Roman gelesen habe, der ebenfalls die Vorkriegszeit in Deutschland als zweiten Handlungsstrang aufwies, hatte ich hier einige Vergleichsmöglichkeiten. In Clarissa Lindens Geschichte um Lily erfährt der Leser viel über den Widerstandskampf der Sozialsozialisten, während ich im anderen Roman einiges über die Judenverfolgung lesen konnte. Die Übergänge zwischen den beiden Zeiten fand ich bei "Ich warte auf dich, jeden Tag" leider nicht immer gelungen. Es fehlte mir oft einiges an Informationen. Erin wusste einige Male Dinge, die wir zwar als Leser erfahren haben, aber in keiner Weise im Handlungsstrang der Gegenwart erwähnt wurde. Das kostete dem Buch die fünf Sterne....

Die Charaktere sind sehr unterschiedlich und sehr bildhaft beschrieben. Mit Erin konnte ich mitfühlen, fand sie aber anfangs für ihr Alter etwas naiv. Durch die Reise in die Vergangenheit ihres Großvaters macht sie  eine großartige Entwicklung durch und findet schließlich zu sich selbst. Lily ist sehr engagiert und für sie steht der Kampf gegen Hitler an erster Stelle. Dabei übersieht sie leider einige wesentliche Dinge.... trotzdem fand ich Lily sehr sympathisch und authentisch. Alexander blieb irgendwie etwas blass, doch mit seiner Katzenliebe gewann er schließlich doch mein Herz. Als Katzenmama von fünf Katzen kann man gar nicht anders....
Charlotte ist eine Freundin, wie man sich sie nur wünschen kann. Absolut quirlig und voller Ideen, die immer für andere Menschen da ist und nicht an ihren eigenen Problemen verzweifelt. Erins Mutter ist hingegen das komplette Gegenteil: kühl und nicht wirklich liebenswert. Erin fühlt sich in ihrere Gegenwart immer unsicher.

Jedes Kapitel des Buches ziert eine Art Zitat. Es ist der erste Satz eines Romanes. Diese Zeilen wurden von Charlotte ausgewählt und sollen Erin die Aufgabe stellen, das Buch zu erkennen und zu lesen. Damit will sie Erin über die Trennung hinweghelfen und ihre beste Freundin auf andere Gedanken bringen. Gleichzeitig bemüht sie sich Bücher zu verwenden, die Erins momentane Lebenslage wiederspiegeln. Dies fand ich einfach eine großartige Idee und rätselte jedes Mal fleißig mit. Eine Auflistung über die Zitate bzw. Bücher, die verwendet wurden, befindet sich am Buchende. Einige meiner Mitleserinnen in der Leserunde hatten jedoch ähnliche Gedanken wie ich. Wie soll Erin bitte all diese Bücher in dieser kurzen Zeit lesen? Die Autorin meinte zu unserer Frage, das Erin die meisten Bücher schon kenne....

Schreibstil:
Die Geschichte lässt sich sehr leicht und flüssig lesen. Wie ich schon oben erwähnt habe, sind die Charaktere wunderbar beschrieben. Man hat das Gefühl alle zu kennen und fühlt sich wie unter "Freunden". Die Autorin hat sehr gut rechercheirt und am Ende des Romans noch einiges über den historischen Hinterrgund erläutert.
Es kommen neben den ersten Sätzen über jedes Kapitel noch viele andere Zitate vor, die oft zum Nachdenken anregen.

Fazit:
Eine gefühlvolle und bewegende Geschichte über die Irrungen und Wirrungen des Lebens und der Liebe.....facettenreiche Charaktere und historisch gut recherchiert. Wegen der nicht immer gelungenen Übergänge zwischen Gegenwart und Vergangenheit ziehe ich einen halben Stern ab.



Vielen Dank an Lovelbooks und den Droemer Knaur Verlag für dieses bezaubernde Buch und ganz besonders an die wunderbare Autorin, die diese Leserunde zu einem tollen Erlebnis gemacht hat!
 

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