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Inselwinter auf Sylt - Julia K. Rodeit

    Die Bildrechte liegen beim Verlag



    • Taschenbuch: 312 Seiten
    • Verlag: ‎ Kampenwand Verlga (Nova MD); Erstauflage (22. Oktober 2024)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3986601805
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3986601805
    • Genre: Liebesroman
    • Reihe: ja - Band 5 der Inselträume auf Sylt Reihe



Kampenwand Kurzbeschreibung:
 Reisen und ferne Länder besuchen – das ist das Einzige, was Isa antreibt. Dabei gilt: je exotischer und spontaner, desto besser! Aus einer Kurzschlusshandlung heraus führt ihr Weg sie jedoch ausgerechnet zu ihrer Schwester nach Sylt. Kontrastreicher könnte das Leben nicht sein, denn in Lenes Hotel geht es zur Weihnachtszeit eher traditionell und kitschig zu. Als Isa den spießigen Lars trifft, ahnt sie zunächst nicht, dass in der Begegnung Zündstoff steckt, denn in der Beliebtheitsskala der Sylter Freunde rangiert Lars nicht gerade an erster Stelle. Vielleicht ist gerade das der Grund, warum sie sich zwischen all den verliebten Paaren zu ihm hingezogen fühlt, obwohl er das genaue Gegenteil von ihr ist. Schließlich wird Isa klar, dass vieles im Leben anders erscheint, wenn man einen zweiten Blick riskiert – vor allem, wenn die Liebe ihre Finger im Spiel hat. Denn dabei lernt man plötzlich auch jede Menge über sich selbst …

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Endlich wieder ein Roman von Julia K. Rodeit! Und passend zur Jahreszeit durfte ich "Inselwinter auf Sylt" in einer Leserunde bei Lovelybooks lesen.

Der Beginn hat mich etwas an meine - ebenfalls weltreisende Tochter erinnert - denn auch Isa, die Hauptprotagonistin dieses fünften Bandes ist eine Weltenbummlerin. Zur Zeit ist Isa aber zuhause bei ihrer Mutter im Allgäu und wälzt schon wieder Pläne für die nächste Flugreise. Als sie jedoch eine sehr unangenehme Begegnung hat, packt sie schon mal die Koffer. Doch nach einem Anruf ihrer Schwester Lene steigt sie in den Zug nach Sylt, wo Lene ein traditionsreiches Hotel führt. Am Bahnsteig stößt sie etwas unsanft mit den spießigen Lars zusammen, einem Immobilienmakler. Dieser ist das genaue Gegenteil von Isa und obwohl die Beiden wohl unter anderen Umständen kein Wort miteinander gewechselt hätten, unterhalten sie sich während der gesamten Zugfahrt bis zur Überfahrt nach Sylt sehr gut. Bei Lene angekommen, merkt Isa jedoch schnell, dass Lars auf der Insel ziemlich starker Gegenwind entgegenschlägt. Der schnöselige Immobilienmakler steht auch auf Lenes "schwarzer Liste", was ihn für Isa umso interessanter macht. Natürlich kommt es zu einigen Differenzen zwischen den Schwestern und die besinnliche Vorweihnachtszeit erhält einen kleinen Dämpfer...

Der Einstieg in den Roman hat mir sehr gut gefallen. Man ist sofort mitten in der Geschichte und ich bin mit Isa und Lars nach Sylt gefahren. Die Beschreibungen der Insel, der sympathischen Inselbewohner und deren Eigenheiten, fand ich bezaubernd dargestellt. Auch die winterliche Stimmung hat die Autorin perfekt eingefangen.
 
Allerdings hat es bei mir etwas gedauert, bis ich Lars liebenswert fand. Hinter dem strukturierten und wenig abenteuerlustigen Typen, der sich mit Statussymbolen hinter "seinem wahren Ich versteckt", steckt doch ein sehr liebenswerter Mensch, der Isa etwas erdet. Von ihr lernt er hingegen etwas über seinen Tellerrand zu schauen und mehr spontan zu handeln.
Mit Isa konnte ich mich etwas besser identifizieren. Ihr bedeuten Geld und Macht nichts. Sie hat jede Menge gesehen und weiß, was im Leben wirklich wichtig ist. Trotzdem flieht auch sie vor etwas, das sie hinter ihrer fröhlichen Fassade verbirgt.
Beide Figuren sind sympathische Charaktere, die mit ihrer Vergangenheit hadern. Sowohl Isa, als auch Lars haben ihr eigenes Päckchen zu tragen und helfen sich mit der Zeit gegenseitig.

Die Slow Burn Liebesgeschichte hat mir gut gefallen. Und im letzten Teil des Romans überrascht uns die Autorin noch mit einem ganz besonderen Twist, mit der ich nicht gerechnet habe. 

Die Botschaft, dass man immer einen zweiten Blick riskieren und nicht einfach nach dem Äußeren oder auf irgendwelche Gerüchte hören sollte, hat Julia K. Rodeit sehr gut vermittelt.
Auch der Winterzauber auf Sylt wird perfekt eingefangen. Die Vorweihnachtszeit spürt man durch die Zeilen. Am liebsten hätte ich gemeinsam mit Isa Friesentee ausprobiert. Ich selbst, als Kaffeeliebhaber, werde wohl eher beim Kaffee bleiben, aber die Beschreibung der richtigen Zubereitung fand ich sehr interessant.

Fazit:
Ein wunderschöner winterlicher Roman, der einem beim Lesen die Insel Sylt näher bringt. Dazu noch eine bezaubernde Slow Burn Romance und ein bisschen Weihnachtszauber. Schönes Leseerlebnis!


Vielen Dank an die Autorin und an den Kampenwand Verlag für das Rezensionsexemplar!

Hufspur in den Dünen - Julia K. Rodeit



    • Taschenbuch: 272 Seiten
    • Verlag: BoD - Books on Demand; Auflage: 1 (17. Mai 2019)
    • ISBN-10: 3735759971
    • ISBN-13: 978-3735759979
    • Genre: Gegenwartslitertaur, Liebesroman




Amazon Kurzbeschreibung:
Nach einer Autopanne verschlägt es die engagierte Rechtsanwältin Julie Sommer in einen winzigen Ort an der Ostsee. Sie landet ausgerechnet auf dem maroden Schröder-Hof, dessen Verkauf ihr Chef vorantreiben soll. Bisher allerdings erfolglos, denn der Besitzer sträubt sich. Julie sieht ihre Chance, sich beruflich zu profilieren, und beschließt spontan, als Gast getarnt an Hintergrundinformationen zu gelangen. Allerdings gestaltet sich ihr Vorhaben schwierig, als sie die Familie und das Leben auf dem Hof näher kennenlernt.

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Julie Sommer isr Rechtsanwältin in einer Kanzlei in München. Einst war ihr Vater Teilhaber, musste aber aus gesundheitlichen Gründen ausscheiden. Julie möchte den Namen Sommer wieder einbringen und die Chancen stehen gut, denn soeben hat sie im hohen Norden eine Firmenübernahme unter Dach und Fach gebracht. Doch bei der Rückfahrt fährt sie mit dem Auto ihres Chefs in ein Schlagloch. Nichts geht mehr! Der Wagen wird abgeschleppt und Julie wird in einem Reiterhof in der Nähe untergebracht. Der kostspielige Wagen benötigt ein Ersatzteil aus England und so sitzt Julie erstmal fest. Bald entdeckt sie, dass der Hof genau das Anwesen ist, welches ihr Chef für einen Kunden kaufen möchte. Doch der Besitzer weigert sich hartnäckig den Familienbetrieb zu verkaufen. Julie sieht ihre Chance gekommen sich zu profilieren und bleibt erst mal dort, um die Lage zu sondieren. Doch sie hat nicht damit gerechnet, dass ihr die Herzen der Bewohner zufliegen und auch sie sich ausgesprochen wohl am Schröder-Hof fühlt. Dieser versprüht einen einzigartigen Charme. Sie spürt die Liebe der Besitzer zum Hof und zu den Pferden, die sie an die Gäste weitergeben. Bald ist Julie verzaubert...

Schon nach den ersten Seiten ist man mitten im Geschehen und lernt Julie kennen, die eine toughe Geschäftsfrau ist und das Herz am rechten Fleck hat. Mit dem Landleben tut sich allerdings anfangs etwas schwer. Aber schon bald hat sie auch die Angst vor den Pferden abgelegt, wie auch ihr Businesskostüm und die High Heels. Bald ist es für Julie schwierig Berufliches und Privates zu trennen, vorallem weil sie sich geschworen hat, für ihren Vater den Namen Sommer wieder in die Kanzlei als Teilhaberin einzubringen. Der Gewissenskonflikt, in dem Julie bereits nach einiger Zeit steckt, wird authentisch beschrieben. Man fühlt, dass sie beginnt an ihrem früheren Leben zu zweifeln, aber vorallem auch an ihrem Beruf. Auf der anderen Seite fühlt sie sich ihrem Vater und der Kanzlei verpflichtet.

Die Charaktere sind bis in die Nebenfiguren wirklich liebevoll ausgearbeitet. Besonders die fünfjährige Emily schließt man sofort ins Herz. Die kleine Pferdeflüsterin hat nicht nur ein Gespür für Pferde, sondern auch für Menschen. Sie freundet sich mit der am Asperger Syndrom leidenden Fiona an und bringt ihr das Reiten näher.
Aber auch Helga, Davids Mutter, Patricia, seine Schwester und Mutter von Emily, wie auch der alte Stallbursche Björn, ein richtiges Unikat, sind Figuren, die man sehr bald ins Herz schließt. Sie alle leben für den Schröder-Hof und die Pferde. Besonders David liebt seinen Besitz und kann sich nicht vorstellen woanders zu leben. Vorallem aber trägt er auch Sorge um seine Familie. Doch die Geldsorgen werden immer mehr und der Besitzer des größten Reiterhofes im Ort versucht alles, um den Schröder-Hof zu schaden....

Man ahnt zwar schon zu Beginn, wo die Geschichte hingehen wird, wie jedoch die Autorin die Geschichte erzählt, lässt einem sofort im Roman versinken. Die liebevollen Charaktere tun ihr übriges. Die Liebesgeschichte ist genau richtig dosiert. Die Autorin hat einige überraschende Wendungen eingebaut, die dem Roman mehr Pepp geben. Somit sticht sie von den üblichen Geschichten dieses Genres heraus. Auch das Ende und die Lösung zur Rettung des Schröder-Hofes ist gelungen und logisch aufgebaut.

Schreibstil:
Julia K. Rodeits Schreibstil gefällt mir unheimlich gut. Schon ihr letzter Roman hat mich verzaubert und auch "Hufspur in den Dünen" mochte ich sehr. Die Landschaftsbilder an der Ostsee sind bildhaft beschrieben und man bekommt Sehnsucht nach dem Meer. Der norddeutsche Dialekt bringt etwas Lokalkolorit in die Geschichte.
Am Kapitelanfang gibt es wieder eine süße Grafik, wie schon im letzten Buch. Diesmal sind es Dünengräser.
Am Ende des Buches gibt es noch ein paar Rezepte, die in der Geschichte eine Rolle spielen.

Fazit:
Ein absoluter Wohlfühlroman, passend für den Sommer, der einem träumen lässt und trotzdem auch einige ernstere Themen anspricht. Gerne habe ich eine Weile auf dem Schröder-Hof verbracht und empfehle den Roman an alljene, die sich gerne an die Ostsee träumen wollen....

Vielen Dank an die Autorin für das Rezensionsexemplar und die liebe Begleitung bei der Leserunde

Der Himmel über den Highlands - Julia K. Rodeit



    • Taschenbuch: 204 Seiten
    • Verlag: Books on Demand; Auflage: 1 (18. Januar 2019)
    • ISBN-10: 374817442X
    • ISBN-13: 978-3748174424
    • Genre: Liebesroman


Amazon Kurzbeschreibung:
Die Autorin Ella Sommerfeld leidet nach dem überraschenden Erfolg ihres letzten Romans an einer handfesten Schreibblockade. Und ausgerechnet jetzt soll sie ein gemeinsames Buch mit einem anderen Schriftsteller schreiben. Hals über Kopf nimmt Ella daher das Angebot an, auf einer schottischen Burg ein Schreibseminar zu leiten. Im rauen Klima der Highlands gelingt es ihr schnell, auf andere Gedanken zu kommen. Das liegt nicht zuletzt an ihrem äußerst charmanten Schreibschüler Patrick Röder, der nicht nur verdammt gut schreiben kann. Gelingt es ihm, Ella aus ihrer Krise zu helfen? Und welche Motive verfolgt er dabei?

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Mein erstes Buch von Julia K. Rodeit und ich war sehr gespannt, denn die Autorin schreibt nicht nur Liebesromane, sondern vorwiegend Thriller.
Nachdem ich in die Leseprobe reingeschnuppert habe, war ich sehr schnell überzeugt vom flotten Schreibstil und der Geschichte selbst.
Ella ist Schriftstellerin und hat soeben ihren neuersten Roman beendet. Sie ist erleichtert ihr Buch endlich fertig gestellt zu haben, denn sie fühlt sich ausgelaugt und unzufrieden. Sie freut sich auf eine Schreibpause, doch der Verlag hat bereits andere Pläne. Sobald wie möglich soll sie gemeinsam mit einem Bestsellerautor, der unter Pseudoym schreibt, einen Roman schreiben. Hals über Kopf flüchtet Ella nach Schottland, wo sie kurzfristig als Dozentin für ein Schreibseminar für einen erkrankten Kollegen einspringt. Doch der Verlag gibt nicht auf und Ella gerät in eine Schreibblockade. Dagegen hilft auch nicht der äußerst attraktive Kursteilnehmer Patrick, der verdammt gut schreiben kann....

Das Ambiente der trutzigen Burg in den Highlands und die wunderbar bildhaften Beschreibungen der schottischen Landschaft haben bereits mein Herz höher schlagen lassen. Besonders gefallen hat mir allerdings der Blick hinter die Kulissen eines Autors. Der lange Schreibprozess, die Schwierigkeiten mit den Vorgaben des Verlages und die Einblicke in einem Schreibkurs waren Themen, die für mich sehr spannend zu lesen waren. Die süße Liebesgeschichte mit Irrungen und Wirrungen ist dann noch das Tüpfelchen auf dem i.
Die Figuren sind allesamt liebevoll gezeichnet. Alle haben Stärken und Schwächen und vorallem Ella wird sehr authentisch dargestellt. Sie steht mit beiden Beinen im Leben, ist aber trotzdem manchmal unsicher und flüchtet vor Problemen. Patrick war mir sofort sympathisch, auch wenn er die Frauen nicht immer verstehen kann. Auch die Darstellung der Nebenfiguren, wie Ellas Freundin Selina, die gleichzeitig ihre Agentin ist, der liebenswürdige Schlossherr Macarthur, oder einzelne Schreibschüler, ist gelungen.

Schreibstil:
Julia K. Rodeit oder Katrin Rodeit schreibt flüssig und bildhaft. Gewürzt mit einer Prise Humor und vielen Emotionen fliegt man nur so durch die Seiten. Es wird überwiegend aus der Sicht von Ella erzählt. Man erhält aber auch Einblicke in Patricks Gedanken und Gefühlswelt.
Einzelne Kapitel sind liebevoll mit der Grafik einer Distel oder einem Dudelsack gestaltet. Am Ende gibt es noch schottische Rezepte zum Ausprobieren.

Fazit:
Ein Liebesroman, der nicht nur mit einem wildromantischen Ambiente, nämlich den schottischen Highlands punkten kann, sondern ebenso mit liebenswerten Figuren und einer interessanten Story. Besonders gefallen haben mir die Einblicke in das Leben und die Arbeit eines Autors.

 Vielen Dank an die Autorin für das Rezensionsexemplar!
 

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