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[Felix Blom] Mord an der Spree - Alex Beer

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     


    • Broschiert: 320 Seiten
    • Verlag: ‎ Limes Verlag, Originalausgabe (5. November 2025)
    • ISBN-10 : ‎ 3809027960
    • ISBN-13 : ‎ 978-3809027966
    • Genre: Historischer Krimi
    • Reihe: ja - Band 3 der Felix Blom Reihe


Limes Kurzbeschreibung:
Berlin, 1879. Als Privatdetektiv Felix Blom und seine Partnerin Mathilde Voss im Zuge eines Auftrags den Mord an einer ehemaligen Prostituierten untersuchen, werden sie von der Vergangenheit eingeholt: Vor neun Jahren verschwand eine Freundin von Mathilde auf rätselhafte Weise – und nun deuten Hinweise darauf, dass beide Ereignisse zusammenhängen. Als es ein weiteres Mordopfer gibt, erkennen Felix und Mathilde, dass jemand bereit ist, über Leichen zu gehen, um ein düsteres Geheimnis zu bewahren. Bald steht nicht nur ihre berufliche Existenz, sondern auch ihr Leben auf dem Spiel – denn der Täter ist gefährlich nahe …

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Reiselust Challenge

Meine Meinung:
Obwohl ich die historischen Wien Romane um August Emmerich und Ferdinand Winter der Autorin bevorzuge, habe ich dem dritten Band ihrer Felix Blom Reihe schon hin gefiebert. Ich habe sogar ein signiertes Exemplar bei Thalia ergattert, was ich erst nach meinem Kauf bemerkt habe! Nun habe ich schon drei von Alex Beer signierte Bücher, denn ich war auch schon zwei Mal bei einer Lesung von ihr.

Aber nun zum dritten Felix Blom Teil, der "Mord an der Spree" heißt und mit dem Tod einer Prostituierten beginnt. Für Mathilde ist es diesmal jedoch kein Mord wie jeder andere, sondern er führt sie zurück in ihre Vergangenheit.
Damals, am Ostersonntag vor neun Jahren, machen Mathilde und ihre Freundinnen Charlotte, Agnes und Antonia einen Ausflug zum Biergarten auf der Spandauer Spitze. Kaum haben sie sich hingesetzt, wirkt Agnes plötzlich erschrocken und verlässt den Biergarten und ihre Freundinnen. Sie kehrt nie wieder zurück.  
Nun soll auch Charlotte verschwunden sein und mit ihr ein Amulett, welches sie angeblich gestohlen hat. Felix und sie haben diesen neuen Auftrag von einem Herren aus der oberen Schicht erhalten. Sie sollen die Diebin überführen. Mathilde kann es nicht fassen und erhält kurze Zeit später eine Nachricht von Antonia, der dritten Freundin. Als Mathilde Antonia aufsucht, findet sie diese tot vor. Kurz darauf wird sie von der Polizei überrascht und wird zur Hauptverdächtigen. Obwohl sie ihre Unschuld beteuert, wird sie nach Moabit überstellt - wo einst auch Felix Blom inhaftiert war.
Felix versucht alles, um ihre Unschuld zu beweisen und verbündet sich sogar mit seinem Erzfeind Bruno Harting. Obwohl er und Felix Feinde sind, glaubt auch er nicht an Mathildes Schuld. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, denn Mathilde droht die Todesstrafe.

Es ist sehr spannend zu verfolgen, wie Felix und Bruno alles versuchen, um Mathilde zu retten. Es dauert relativ lange, bis sie einen Hinweis entdecken, der schließlich zur Auflösung des Falles führt. Bis dahin fiebert man mit den beiden Männern mit, denn es wird immer offensichtlicher, dass jemand Mathilde eine Falle gestellt hat. Doch wer und warum? 

Erschreckend fand ich, wie schnell man unschuldig ins Visier der Bürokratie gerät und es kaum gelingt seine Unschuld zu beweisen. Im 19. Jahrhundert war dies noch ohne Fingerabdrücke, DNA und anderen elektronischen Hilfsmitteln kaum möglich. 

Alex Beer hat wieder ein wunderbares Sittengemälde der damaligen Zeit und der Stadt Berlin gezeichnet. Die Atmosphäre ist wie immer eindrucksvoll und sehr stimmig eingefangen. Der Schreibstil der Autorin gefällt mir schon immer sehr gut. Er ist fesselnd, detailliert und sehr bildhaft.

Wie schon bei den beiden Vorgängern hat die Autorin eine historische Quelle für ihren Krimi inspiriert. Diesmal war es jedoch kein Zeitungsausschnitt, sondern eine eindrucksvolle Illustration aus der Illustrierten Zeitung von 1870. Was es damit auf sich hat, erfährt man beim Lesen =).

Fazit:
Auch der dritte Felix Blom konnte mich wieder überzeugen und hat mir viel Spaß gemacht - spannend und atmosphärisch!

Die Reihe um Felix Blom:

  1. Der Häftling von Moabit  *Rezi*
  2. Der Schatten von Berlin  *Rezi*
  3. Mord an der Spree

Die weiße Stunde - Alex Beer

    Die Bildrechte liegen beim Verlag



    • Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
    • Verlag:‎ Limes Verlag; Originalausgabe Edition (25. September 2024)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3809027650
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3809027652
    • Genre: Historischer Krimi
    • Reihe: ja - Band 6 der August Emmerich Reihe


Limes Kurzbeschreibung:
Wien 1923. Die Stadt gleicht einem Pulverfass, die politischen Lager haben sich radikalisiert, die Hakenkreuzler sind auf dem Vormarsch. Mitten in dieser angespannten Situation geschieht ein aufsehenerregender Mord: Marita Hochmeister, eine stadtbekannte Gesellschaftsdame, wird brutal erschlagen in ihrem Schlafzimmer aufgefunden. Einen Tag später weist ein pensionierter Kriminalinspektor den Ermittler August Emmerich auf eine ungelöste Mordserie hin – damals, vor zehn Jahren, wurden drei Frauen auf ähnlich grausame Weise getötet wie das Opfer. Kann es sein, dass der Mörder zurückgekehrt ist? Und wenn ja, kann Emmerich ihn stellen, bevor er erneut zuschlägt?

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Ich liebe die Reihe um August Emmerich und seinen Assistenten Ferdinand Winter, die Alex Beer nun endlich fortgesetzt hat. Für mich ist es ihre beste Reihe, deshalb bin ich auch immer etwas ungeduldig und warte voller Vorfreude auf den nächsten Band.

Diesmal sind wir im Jahre 1923 und die politische Situation spitzt sich immer mehr zu. Die Nationalsozialisten sind immer mehr auf dem Vormarsch und die Arbeitslosigkeit steigt. Die Menschen sind desillusioniert. Die Hyperinflation treibt viele in den Selbstmord. Diejenigen, die sich in die Donau stürzen und nicht identifiziert werden können, werden im "Friedhof der Namenlosen" bestattet.

Während die Reichen und Schönen opulente Partys feiern, hungert der Rest größtenteils noch immer...auch fünf Jahre nach dem Ende des großen Krieges.
Nach einer dieser Partys wird die prominente Gesellschaftsdame Marita Hochmeister am nächsten Morgen tot aufgefunden - brutal erschlagen. August Emmerich und Ferdinand Winter bekommen den Fall, werden jedoch bald vom ehemaligen Leiter der Abteilung Leib und Leben, Heinrich Wertheim, aufgesucht. Dieser erkennt Ähnlichkeiten zu einem Fall vor zehn Jahren, den er nie lösen konnte. Es gab damals einen Verdächtigen, der jedoch plötzlich verschwunden war und dem man die Serienmorde nicht nachweisen konnte. Wertheim ist überzeugt, dass der damalige Täter wieder zugeschlagen hat. 

Neben dem Kriminalfall, in den sich Wertheim immer mehr einmischt und Emmerich und Winter einreden versucht, dass sein damaliger Verdächtiger der Mörder sein muss, plagen August Emmerich auch private Probleme. Er hat endlich herausgefunden, wer sein Vater war und hat nach seinem Tod seine Villa vererbt bekommen. Diese ist jedoch in keinem guten baulichen Zustand und gehört dringend renoviert. Doch August Emmerich fehlt natürlich das Geld. Gefallen haben mir hier auch die Dialoge mit seiner Nachbarin, die nicht erfreut über den neuen Besitzer ist, und ihm immer wieder unter die Nase reibt, dass ihm die Villa nicht zusteht.
Und Kolja, Emmerichs Freund aus dem Waisenhaus und Unterweltbaron, scheint ebenfalls in Schwierigkeiten zu stecken.

Ferdinand Winter wird hingegen immer mehr von seiner Großmutter genötigt, sich endlich nach einer Ehefrau, natürlich aus Adelskreisen, umzusehen und trifft einfach hinter seinem Rücken Verabredungen. Ein Gutes hat es allerdings, denn er und Emmerich kommen so näher in die Kreise, in der die ermordete Marita verkehrte. Und schon bald gibt es auch schon die nächste Tote....

Wie immer versteht es Alex Beer großartig, die damalige Atmosphäre in Wien einzufangen. Man fühlt sich mitten drin in diesem Moloch aus verzweifelten Menschen, den Hakenkreuzlern, dem neuen Geldadel und der Unterwelt. 
Die Charaktere entwickeln sich weiter und die Zusammenarbeit zwischen Emmerich und Winter wird immer besser. Gefallen hat mir auch die "Flüche-Kasse", eine Art Bußgeld für jeden Fluch, den Emmerich ausstößt.

Dieser sechste Band ist genauso spannend, wie die letzten Krimis der Reihe, jedoch hat mich diesmal die Auflösung nicht zu hundert Prozent überzeugt. Deswegen gibt es für "Die weiße Stunde" "nur" 4 Sterne. Am Ende gibt es auch noch einen fiesen Cliffhanger.
 
Fazit:
Alex Beer kann atmosphärisch und bringt uns das Wien der Zwanziger Jahre wieder näher. Diesmal konnte mich jedoch die Auflösung des Kriminalfalles nicht zu hundert Prozent überzeugen. Trotzdem freue ich mich auf den nächsten Band der Reihe, der hoffentlich den Cliffhanger des sechsten Bandes (positiv) auflöst.



Die Reihe um August Emmerich:

  1. Der zweite Reiter  *Rezi*
  2. Die rote Frau  *Rezi*
  3. Der dunkle Bote  *Rezi*
  4. Das schwarze Band  *Rezi*
  5. Der letzte Tod  *Rezi*
  6. Die weiße Stunde  

[Felix Blom] Der Schatten von Berlin- Alex Beer

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     


     

    • Broschiert: 336 Seiten
    • Verlag: ‎ Limes Verlag; Originalausgabe Edition (18. Oktober 2023)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3809027642
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3809027645
    • Genre: Historischer Krimi 
    • Reihe: ja - Band 2 der Felix Blom Reihe 

     

Limes Kurzbeschreibung:
Berlin, 1879: Der ehemalige Gauner Felix Blom und seine Geschäftspartnerin Mathilde Voss stehen kurz vor dem Bankrott. Da kommt den beiden Detektiven ein lukrativer Auftrag sehr gelegen: Sie sollen herausfinden, wer in die Gruft eines kürzlich verstorbenen Archäologie-Professors eingedrungen ist. Der Sarg wurde aufgebrochen, jedoch nichts gestohlen. Kurz darauf wird ein Kleinganove brutal ermordet, und die Fälle scheinen miteinander verbunden zu sein. Die Spur führt ausgerechnet zu Bloms einstigem Mentor, dem gerissenen Gangsterboss Arthur Lugowski. Felix und Mathilde ahnen nicht, dass sie bald zwischen die Fronten rivalisierender Banden geraten und Blom den Fall nicht nur mit legalen Mitteln lösen kann …

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Ich empfehle bei Band 1 zu beginnen

Meine Meinung:
Was habe ich dem zweiten Teil von Felix Blom entgegen gefiebert! Ich hatte das Buch sogar noch vor Veröffentlichung in der Hand, doch an der Kasse wurde es mir wieder abgenommen. Sie hatten den Krimi irrtümlicher Weise zu früh aufgelegt und durften das Buch nicht verkaufen.....:(
So habe ich mir "Der Schatten von Berlin" dann bestellt, denn zum Datum der Veröffentlichung war ich nicht mehr mobil, um ihn im Buchladen kaufen zu können.

Felix Blom und Mathilde Voss haben zwar ihre Detektei gegründet, doch nachdem sie ihren ersten Fall erfolgreich gelöst haben, bleiben die zahlungsfähigen Kunden mit der Zeit doch wieder aus. Der Winter ist hart und die Menschen frieren und hungern. Die Nachricht, dass der Krögel abgerissen werden soll, erschreckt nicht nur die Bewohner des Viertels, sondern auch auch Felix und Mathilde, die ebenfalls ihre Bleibe verlieren würden. Da kommt ihnen doch noch ein Auftrag zu Hilfe. In der Gruft eines kürzlich verstorbenen Archäologie-Professors wurde eingebrochen und in Folge dessen Sarg aufgebrochen. Komischer Weise wurde aber nichts gestohlen. Blom ist jedoch misstrauisch geworden und beginnt Nachforschungen anzustellen. Dabei führen einige Spuren zu seinem Ziehvater Arthur Lugowski. Als eine grauenhaft verstümmelte Leiche gefunden wird, die aus den Reihen des Gangsterbosses stammt, kommt der Verdacht auf, dass jemand Lugowski auf die Zehen steigen will. Doch da wird eine weitere Leiche gefunden, die zur rivalisierenden Gang gehört...

Alex Beer hat sich wieder von einer tatsächlichen Meldung in der Berliner Gerichtszeitung anno 1879 inspirieren lassen. Basierend auf diesen Bericht hat sie ihre fiktive Geschichte rund um Felix Blom und Mathilde Voss aufgebaut. Die beiden sind ein richtig cooles Ermittler-Pärchen, welches mir immer mehr ans Herz wächst. Die Figuren sind, bis zum letzten Nebencharakter, sehr lebendig gezeichnet. Der Blick in die Bandenkriminalität dieser Zeit hat wieder sehr viel Spaß gemacht und hat mir spannende Stunden beschert. Das Tempo ist hoch und man fliegt nur so durch die Seiten.
Was ich aber besonders an den fesselnden historischen Krimis der Autorin liebe, ist die tolle Atmosphäre. Diese wird von der Autorin wieder absolut authentisch dargestellt. Man hat das Gefühl, dass man gemeinsam mit ihren Protagonisten im 19. Jahrhundert wandelt und die spannnenden Abenteuer direkt miterlebt.

Alex Beer hat mich wieder richtig an der Nase herumgeführt und immer wieder falsche Fährten gestreut. Zum Ende hin wird es extrem spannend. Felix hat sich einen ganz besonderen Clou ausgedacht, der meine Nerven gewaltig strapaziert hat.
Die Wartezeit auf den nächsten Band fällt wieder sehr, sehr schwer.....

Fazit:
Auch der zweite Band rund um den ehemaligen Meisterdieb Felix Blom und Mathilde Voss konnte mich wieder richtig überzeugen. Spannend, atmosphärisch und wieder absolut gelungen!

Die Reihe um Felix Blom:

  1. Der Häftling von Moabit  *Rezi*
  2. Der Schatten von Berlin

Die Wahrheit - Mattias Edvardsson

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     

    • Broschiert: 448 Seiten
    • Verlag: ‎ Limes Verlag; Deutsche Erstausgabe Edition (29. März 2023)
    • Übersetzer: ‎ Annika Krummacher
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3809027588
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3809027584
    • Originaltitel: En Familjetragedi
    • Genre: Spannungsroman



Limes Kurzbeschreibung:
Bill verliert seine Frau an Krebs und wird von einem Tag auf den anderen alleinerziehender Vater. Um seine Rechnungen bezahlen zu können, vermietet er ein Zimmer an die Jurastudentin Karla. Karla arbeitet als Reinigungskraft für Steven und Regina Rytter. Schnell merkt sie, dass mit dem Paar etwas ganz und gar nicht stimmt. Denn warum verlässt die Ehefrau des angesehenen Arztes nie ihr abgedunkeltes Schlafzimmer? Jennica, die ehemals beste Freundin von Bills verstorbener Frau, steckt mitten in einer Lebenskrise. Als sie Steven über eine Dating-App kennenlernt, scheint sie ihr Glück gefunden zu haben. Doch dann werden Steven und seine Frau tot in ihrem Haus aufgefunden …

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
"Die Wahrheit" spielt in Lund in Südschweden und ist mein erstes Buch von Mattias Edvardsson.
Gleich zu Beginn erfahren wir aus einem Zeitungsausschnitt vom Tod des Ehepaares Steven und Regina Rytter. Danach erzählt uns der Autor aus verschieden Perspektiven, wie es dazu kam.

Bill ist Witwer und Alleinerzieher seiner Tochter Sally. Seit dem Tod seiner Frau ist er depressiv und hat auch seine Arbeit verloren. Mit Gelegenheitsjobs versucht er sich und Sally über Wasser zu halten. Um seine Schulden zu tilgen, vermietet er ein Zimmer an die Jurastudentin Karla. Aber auch Karla kann sich ihr Studium kaum finanzieren. Deshalb arbeitet sie als Reinigungskraft bei Steven und Regina Rytter in ihrer Villa. Steven ist Arzt und Karla erkennt bald, dass mit dem Ehepaar etwas nicht stimmen kann. Steven verbietet ihr mit seiner Frau zu sprechen, die tagsüber teilnahmslos im Bett in ihrem Zimmer vor sich hindämmert. Karla hat den Verdacht, dass sie unter Medikamenteneinfluss oder Drogen steht.
Jennica ist die dritte Protagonistin. Sie war einst die beste Freundin von Bills Frau, bis sie sich so schlimm zerstritten, dass die beiden Frauen den Kontakt abbrachen. Jennica lernt Steven Rytter über eine Dating-App kennen. Sie sucht nach einem gutsituierten Mann - weiß jedoch nicht, dass Steven verheiratet ist.

Erzählt wird aus der Sicht von Bill, Karla und Jennica. Dazwischen gibt es auch Verhörprotokollle der Polizei aus dem Umkreis des ermordeten Ehepaares.
Durch die Infos über den Mord an Steven und Regina Rytter gleich zu Beginn des Buches, wird Spannung aufgebaut. Als Leser möchte man wissen, wie es dazu gekommen ist und wer den Mord begangen haben könnte. Durch überraschende Wendungen wird der Verdacht immer wieder auf eine andere Figur gelenkt und man rätselt fleißig mit.

De Charaktere sind nur teilweise sympathisch, was aber nicht wirklich stört. Sie sind mitten aus dem Leben gegriffen. Sie haben Geldsorgen, leben in schwiergigen Familienverhältnissen oder leiden an Bindungsängsten. Ihre Perspektivlosigkeit schwingt in jeder Zeile mit. Oftmals möchte man Bill einfach nur schütteln...
Subtil erzählt der Autor seine Handlung und deckt so ein Puzzlesteinchen nach dem anderen auf. Man blickt hinter die Kulissen und erfährt trotzdem immer nur so viel, wie nötig.
Der Spannnungsbogen ist nicht sehr hoch, aber er entwickelt sich nach und nach. Dabei gibt es auch einige kleine Längen, die mich aber nicht weiter störten.
Das Ende hat mich hingegen nicht ganz überzeugt. Er war mir etwas zu schnell abgehandelt und ist in meinen Augen nicht ganz stimmig. Trotzdem möchte ich auch die anderen Spannungsroman des Autoren noch lesen.

Cover:

von links nach rechts:
das Original aus Schweden, das niederländische, das slowenische, das estnische und das dänische Cover

Fazit:
Dieser Spannungsroman punktet vorallem mit seinen lebendigen Figuren und den eingebauten Wendungen. Die mit viel Feingefühl dargestellten Situationen haben mir gut gefallen. Kleine Kritikpunkte sind das eher abrupte Ende und einige kleine Längen. Thriller darf man ebenfalls keinen erwarten, aber als Spannungsroman lässt sich "Die Wahrheit" gut lesen.



 

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