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Tod auf der Piste - Nicola Förg



Amazon Kurzbeschreibung:
Die Garmischer Kommissarin Irmi Mangold, die gerne mit der Motorsäge ins Holz fährt und auch mal im Stall ihres Bruders mithilft, und ihre junge Kollegin Kathi Reindl, alleinerziehende Mutter mit chronisch schlechtem Gewissen, haben diesmal eine besonders harte Nuss zu knacken. Kurz vor Ende der Skisaison - im Tal ist längst Frühjahr - wird auf der Kandahar-Piste ein Toter gefunden, ermordet per Kopfschuss. Das Merkwürdige daran: Der Mann trägt ein altmodisches Skioutfit mit einer WM-Startnummer von 1978. Weshalb musste er sterben? Und was hat es nur mit der seltsamen Montur auf sich? Ausgerechnet beim Dirndlkauf stößt Irmi auf eine heiße Spur ...

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur  Deutschsprachigen Autoren Challenge

Meine Meinung:
Zwischendurch war mir mal wieder nach einen Alpenkrimi und da mir damals "Hüttengaudi" von Nicola Förg am Besten gefallen hat, von meinen bisher gelesenen Alpenkrimis, habe ich mir dieses Buch aus der Bücherei gleich geschnappt.
Leider bin ich erst beim Lesen drauf gekommen, dass dies hier eigentlich der erste Band der Reihe um Kommissarin Irmgard Mangold und ihrer Kollegin Kathi Reindl ist und ich bereits den dritten Band gelesen habe....ähm. Naja, egal...
Aufgefallen ist mir hier, dass die Kollegin von Irmi hier noch sehr, sehr blass rüber kommt und kaum dazu beiträgt den Fall aufzulösen. Irmi steht also hier wieder ihren Mann und man trifft sie gewohnt tatkräftig an.

Der Mord an dem sehr polarisierenden Ernst Buchwieser, der als engagierter Lehrer im Klosterinternat, als  totaler Gegner der bevorstehenden Ski-WM in Garmisch, totalitärer Tierschützer und Frauenliebling bekannt ist, hat natürlich mehr Feinde als Freunde und das macht der Kripo herzlich Kopfzerbrechen.
Im Lauf der Geschichte erfährt man als Leser immer mehr an Hintergundinformationen und hat natürlich auch einen oder meherer Tatverdächtige, doch ich habe bis zum Schluss gerätselt, wer es nun wirklich war.

Ich habe früher gerne den "Bullen von Tölz" geschaut und wir Österreicher hören ja sehr oft, dass wir den Bayern sehr ähnlich sind....so habe ich natürlich kein Problem in diesem Krimi mit Lokalkolorit reinzukommen.
Als Norddeutsche würde ich mich vielleicht nicht so reinfühlen können....keine Ahnung....

Fazit: Wer Krimis à la Bullen von Tölz mag, ist hier gut bedient. Die Autorin gefällt mir bis jetzt auch am Besten, wenn ich ihre Bücher mit denen vergleiche, die aus dem selben Genre kommen. Hier kann man schmunzeln, aber auch eine normale Auflösung eines Mordfalles erleben.

Hüttengaudi - Nicola Förg


Amazon Kurzbeschreibung:
Kommissarin Irmi Mangold ärgert sich: Warum hat sie sich nur von ihrer Nachbarin zu dieser albernen Schrothkur in Oberstaufen überreden lassen? Und dann steht sie am Urlaubsort plötzlich vor einem Toten, der ihr mehr als bekannt vorkommt: ihrem Exmann Martin Maurer ... Währenddessen hat es Kollegin Kathi Reindl in Garmisch mit dem toten Liftmann Xaver Fischer zu tun, der zu Lebzeiten im Skiklub mitmischte. Ein arger Dorn im Auge war ihm die moderne Skihütte, deren Wirte er so piesackte, dass sie schließlich verkaufen wollten. Zwei Mordfälle an zwei verschiedenen Orten, aber beide Male dieselbe Todesursache – alles nur Zufall?

Fazit: * * * * 

Meine Meinung:
Das war mein zweiter Alpenkrimi nach "Erntedank" vom Autorenduo Küpfel/Kobr und ich habe mich köstlich unterhalten. Obwohl dies das dritte Buch um das Ermittlerinnen-Duo Irmi Mangold und Kathi Reindl ist, kam ich ohne Schwierigkeiten in das Buch hinein und vermisste auch keine Hintergrundinfos aus den beiden ersten Büchern. Als Österreicherin mag ich den Bayrischen Dialekt bzw. wird auch immer wieder Österreich erwähnt...also an sprachlichen Schwierigkeiten mangelte es hier nicht...auch nicht bei etwas ausgefalleneren Wörtern, die meiner Meinung nach, nicht oft vorkommen.
Verdächtige gibt es jede Menge in diesem Alpen-Krimi und ich bin wirklich bis zum Schluss nicht draufgekommen wer der Mörder ist. Auch die Frau Kommissarin hat im Buch so Ihre Schwierigkeiten den Täter/die Täter zu finden und noch schwieriger wird es, als all die Emotionen betreffend Ihrem Exmann hoch kommen. Ich mag ja Krimis und Thriller, wo man auch etwas mehr vom Privatleben der Protagonisten erfährt und auch hier kann man sich sehr gut in all die verschiedenen Charaktertypen hineinversetzen. Man erlebt auch die Welt in Oberbayern mit und die Autorin nimmt nicht nur die "Feindschaften" zwischen den Einheimischen und den "Zuagrasten" bzw. den Nachbar-Tälern aufs Korn, sondern findet auch Platz für Themen wie Komasaufen, Lokalpolitik und Verleumdungen.


Fazit: Ein witziger, sehr lebendiger Krimi mit Lokalcolorit, sehr bildhaft beschrieben und auf keinen Fall langweilig. Wer es lieber blutiger und spannender mag, sollte jedoch zu einem Thriller greifen.

 

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