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Refugium - John Ajvide Lindqvist

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     

    • Gebundene Ausgabe: 528 Seiten
    • Verlag: ‎ dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG; 1. Edition (4. Juli 2023)
    • Übersetzer: ‎ Franziska Hüther, Ricarda Essrich, Thorsten Alms und Hannes Langendörfer
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3423283645
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3423283649
    • Originaltitel ‏ : ‎ Skriften i vattnet
    • Genre: Thriller
    • Reihe: Band 1 der Stormland Trilogie


dtv Kurzbescheibung:
Ursprünglich sollte Kim Ribbing, der die Spuren eines tiefen Traumas in sich trägt, die ehemalige Polizistin Julia Malmros bei Recherchen unterstützen. Doch dann erschüttert ein Verbrechen das sommerliche Leben in den Schären. Nicht weit von Julias Ferienhaus werden die Gäste eines Mitsommerfests grausam hingerichtet. Nur Astrid Helander, der Tochter der Familie, gelingt es, sich zu retten. Aber das junge Mädchen ist verstummt. Für Julia ist die Zeit gekommen, zu handeln. Während Kim sich auf die Spur der Täter setzt und ihnen im World Wide Web und rund um den Globus folgt, nutzt Julia ihre Kontakte zur Kriminalpolizei. Ausgerechnet ihr Exmann Johnny ist mit den Ermittlungen betraut. Wer steht hinter den Auftragskillern? Und was hat Kim Ribbing zu verbergen, der immer wieder im Alleingang arbeitet..

Meine Bewertung: * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Ich lese sehr gerne Thriller, die in Skandinavien spielen und die Werbung, die eine Art Fortsetzung der "Millenium-Trilogie" versprachen, haben mich neugieirg gemacht. Dass der Autor sich damals beworben hat genau diese Trilogie weiterzuschreiben und ein anderer den Vorzug bekam, merkt man beim Lesen sehr. Es scheint, dass John Lindqvist versucht in seiner "Stormland" Trilogie seine Enttäuschung zu verarbeiten und damit zeigen möchte, dass er es kann. Für mich war dieser erste Band allerdings kein Reihenauftakt, den ich auf jeden Fall weiterverfolgen möchte.

Dabei ist der Beginn wirklich stark und spannend. Bei einer Mittsommer Party werden der Gastgeber und seine Gäste von zwei schwerbewaffneten Männern innerhalb von Sekunden hingerichtet. Niemand überlebt bis auf die 14jährige Tochter des Gastgebers, die sich unter Wasser versteckt hat. Der Überfall findet nicht weit von Julia Malmros Ferienhaus, Autorin und ehemalige Polizistin, statt, die sich dort nach einem handfesten Skandal zurückgezogen hat.  In der Begleitung von Kim Ribbing, der ihr bei ihrem aktuellen Roman als Computernerd vom Verlag zur Hilfe gestellt wurde, kommen die Beiden zuerst am Tatort an und entdecken die einzige Überlebende. Doch das junge Mädchen ist verstummt. Der ermordete Gastgeber, Olof Helander, war ein Jugendfreund Julias. Gemeinsam mit Kim beginnt sie private Nachforschungen anzustellen, was ihrem Ex-Mann Jonny nicht passt, der als Polizist die Ermittlungen leitet.

Was spannend beginnt, lässt leider sehr stark nach. Nach dem fesselnden Beginn werden die Protagonisten eingeführt, wobei Kim die interessantere Figur ist. Sein Hintergrund bleibt zuerst sehr vage und geheimnisvoll und wird erst nach und nach teilweise aufgedeckt. Er soll wohl an Lisbeth Salander erinnern...beides geniale Hacker und rebellische Charaktere. Die Rückblicke in Kims Vergangenheit fand ich interessant und richtig erschreckend.
Julia Malmros ist eine selbstbewusste und sympathische Figur, die ich jedoch nicht ganz greifen konnte.
Die Ermittlungen von Julia und Kim sind spannend erzählt, während die der Polizei im Vergleich geradezu beschämend sind.
Lindqvist öffnet viele Handlungsstränge, die für mich die Länge des Thrillers ausmachen. Er hat sich einigen aktuellen Themen gewidmet, wie Klimaschutz, Wirtschaft, Energiekrise, Scheinfirmen und Korruption.
Ebenfalls werden die privaten Gefühle von Kim und Julia, sowie von Ex-Mann Johnny immer wieder durchgekaut. Bei einem Thriller brauche ich weder eine Liebesgeschichte, noch Affären oder ähnliches.
Der Hauptaugenmerk in "Refugium" liegt eindeutig bei den beiden Protagonisten und deren Entwicklung und nicht beim Fall selbst, was ich schade finde.

Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich gut lesen. Die kurzen Kapitel helfen dabei noch schnell ein weiteres zu lesen. Das Ende war mir etwas zu sehr "showdownlastig" ....was mich generell bei vielen Büchern in diesem Genre stört, die dann oftmals an einen Hollywood Blockbuster erinnern.

Cover:

von links nach rechts:
zwei fast identische Ausgaben...links das schwedische Original, rechts das dänische Cover.

Fazit:
Leider war der erste Teil der Stormland Trilogie nicht wirklich mein Fall. Zu viele Handlungsstränge und zu viel persönliches rund um die beiden Ermittler. Mir fehlte es an Spannung und ich werde nach diesem ersten Teil die Trilogie nicht fortsetzen.

*Das Buch wurde bereits im Oktober gelesen - Rezi wird hier nachgereicht*

Stalking Jack the Ripper - Kerri Maniscalco

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     

     

    • Broschiert: 416 Seiten
    • Verlag : ‎ Piper; 4. Edition (2. November 2023)
    • Übersetzer: ‎ Diana Bürgel
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3492707815
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3492707817
    • Originaltitel: ‎ Stalking Jack the Ripper
    • Genre: Historischer Krimi,
    • Reihe: ja - Band 1 der grausamen Fälle der Audrey Rose

     

Piper Kurzbeschreibung:
London, im Jahr 1888. Audrey Rose Wadsworth ist die Tochter eines Lords und hat ein Leben voller Reichtum und Privilegien vor sich. Doch zwischen Teeverabredungen und Kleideranproben führt sie ein verbotenes Doppelleben. Entgegen den Wünschen ihres strengen Vaters und den Erwartungen der Gesellschaft schleicht sich Audrey oft in das Labor und den Hörsaal ihres Onkels, um Gerichtsmedizin zu studieren. Dabei arbeitet sie an einer Reihe grausam zugerichteter Leichen und stößt auf Ungereimtheiten. Gemeinsam mit dem attraktiven Thomas Cresswell fängt sie an zu ermitteln – schnell wird klar, dass sie sich auf der Spur des berüchtigten Serienmörders Jack the Ripper befinden. Die Suche nach Antworten führt Audrey zurück in ihr eigenes Umfeld … und zu einem furchtbaren Geheimnis.

Meine Bewertung: * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Die Reihe von Kerri Maniscalco rund um Audrey Rose Wadsworth verfolge ich schon eine Weile. Ich hatte sogar schon überlegt, mir alle vier Teile auf Englisch zu kaufen, weil mich das Setting London, viktorianisches Zeitalter und Jack the Ripper besonders ansprach. Kurz bevor ich zuschlagen wollte, sah ich in der Vorschau, dass die ersten beiden Bände nun tatsächlich übersetzt werden. Natürlich musste ich mir "Stalking Jack the Ripper" sofort kaufen. Erwartet hatte ich mir einen spannenden historischen Krimi im dunklen London des Jahres 1888. Bekommen habe ich....lest selbst!

Ich habe schon einige Krimis mit dem "Jack the Ripper" Hintergrund gelesen und war etwas irritiert, als das Buch in der Buchhandlung in der Abteilung New Adult zu finden war. Nach dem Lesen ist es mir nun etwas klarer, dennoch würde ich die Geschichte - trotz der Slow Burn Romanze - dort nicht einordnen. Es ist eine Mischung zwischen einer Lovestory mit dem Thema Enemies to Lovers und einem historischen Krimi, der sich nicht mit blutigen Erzählungen zurückhält.

"Stalking Jack the Ripper - Die Spur in den Schatten" ist der erste Band der grausamen Fälle der Audrey Rose von Kerri Maniscalco. Jeder Teil der grausamen Fälle der Audrey Rose Reihe ist von der Geschichte eines historischen Serienkillers inspiriert. Da der berüchtigte Serienmörder nie gefasst wurde, gibt es unzähliche Thesen über Jack the Ripper. Kerri Maniscalco erzählt uns eine davon.
Audrey Rose Wadsworth wächst priviligiert in der gehobenen Gesellschaft Londons auf. Ihr Vater hat große Angst um sie, seit ihre Mutter an einer Krankheit verstorben ist und lässt sie kaum außer Haus. Ihr Bruder Nathaniel ist ein typischer Vertreter seiner Gesellschaft. Er hat noch keinerlei Pläne für seine Zukunft und weiß nicht genau, was er im Leben erreichen will.
Audrey Rose hat hingegen eine fixe Vorstellung ihrer Zukunft. Abseits gesellschaftlichen Verpflichtungen hat sie eine morbide Vorliebe für die Gerichtsmedizin. Sie ist eine Rebellin ihrer Zeit und möchte weder heiraten, noch ein langweiliges Leben führen. Ihre Liebe gehört der Medizin. Bei ihrem Onkel lernt sie Leichen zu sezieren und schleicht als Mann verkleidet in den Hörsaal. Dabei geht es auch relativ blutig zu. Im Labor ihres Onkel lernt sie auch den arroganten Medizinstudeten und Gehilfen Thomas Cresswell kennen. Als ihr Onkel die furchtbar zugerichteten Opfer von Whitechapel auf seinen Obduktionstisch bekommt, möchte Audrey Rose den berüchtigten Serienmörder fassen. Mit Thomas hat sie einen ihr ebenbürtigen Partner gefunden....

Die Autopsien und Morde wurden sehr detailreich beschrieben. Das war ganz nach meinem Geschmack. Hingegen fand ich die Liebesgeschichte klischeehaft und unnötig. Trotz ihres blutigen Jobs wirkte Audrey Rose oftmals auf mich unreif. Sie handelt unüberlegt oder emotionsgeleitet. Dies habe ich ihrem jungen Alter zugeschrieben, dennoch steht es etwas im Widerspruch zu ihrer Kaltblütigkeit im Labor. Ich bin gespannt wie sich ihr Charakter im nächsten Band entwickeln wird....

Der Kriminalfall lädt zum Miträtseln ein. Ich habe sehr bald meine eigenen Schlüsse gezogen und den Täter erahnt. In der Mitte des Krimis fehlte es mir jedoch an Spannung. Das Erzähltempo ist eher gemächlich und es wurde mir zu viel gemutmaßt und geredet. Ich konnte das Buch jederzeit zur Seite lesen...kein gutes Zeichen.

Der Schreibstil der Autorin liest sich sehr gut. Kerri Manicsalco ist es perfekt gelungen die düstere Atmosphäre Londons Ende des 19. Jahrhunderts einzufangen. Die Sprache ist jedoch nicht der Zeit angepasst und würde wahrscheinlich auch nicht die Zielgruppe des Buches ansprechen. Als Leserin von historischen Romanen fällt es mir dafür umso mehr auf, hat mich aber nicht sehr gestört.
Zwischen den Kapiteln gibt es auch tolle Zeichnungen und Schriftstücke.

Die Autorin hat sich die künstlerische Freiheit genommen und einige Daten für die Erzählung angepasst, einige Zeiten/Zeitpunkte verändert und historische Ungenauigkeiten gelten lassen.

Cover:

von links nach rechts:
das englischsprachige Cover, das spanische, französische, eine arabische Version und das polnische Cover. Die meisten Cover sind vom Original übernommen, wie auch das deutschsprachige.

Fazit:
Mit meinen hohen Erwartungen konnte "Stalking Jackthe Ripper" leider nicht mithalten. Das liegt auch daran, dass ich mir unter der Geschichte ein bisschen etwas anderes vorgestellt habe. Insgesamt hat mich der Roman aber totzdem gut unterhalten und ich habe den zweiten Band, in dem es nach Rumänien geht, schon hier liegen.


Der Schacherzähler - Judith Pinnow

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     

    • Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
    • Verlag: ‎ List Hardcover; 2. Edition (28. Dezember 2023)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 347136059X
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3471360590
    • Genre: Roman


List Kurzbeschreibung:
Er lebt vor allem in seinen Erinnerungen, der Gegenwart kann er nicht viel abgewinnen. Als er beim Schachspielen unter seiner Kastanie von einem 9-jährigen Jungen angesprochen wird, stellt er sich nur als „Oldman“ vor und erklärt dem Kleinen, dass eh alles vor die Hunde geht. Doch Janne ist neugierig und will Schach spielen lernen. Oldman hat wenig Hoffnung, dass der Junge das lernen wird, er kann ja noch nicht mal still sitzen. Aber Janne lernt schnell, und Oldman beginnt zu reden. Erst über Schach, dann über das Leben. Und Janne hört zu und fühlt sich endlich richtig: Beim Schach und bei dem Alten. Doch eines Nachmittags sitzt Oldman nicht mehr da. Auch am nächsten und übernächsten Tag gibt es keine Spur von ihm. Janne ist voller Sorge und beginnt, ihn zu suchen …

Meine Bewertung: * * * * * bezaubernd

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Bei vorablesen habe ich diesen wunderbaren Roman gewonnen, der mich bereits in der Leseprobe wie eine warme Decke eingehüllt hat. "Der Schacherzähler" ist eine Geschichte über eine ungewöhnliche Freundschaft zwischen einem neunjährigen Jungen und einem über achzig Jahre alten Mann, der dem Leben überdrüssig geworden ist.

Für ihn ist jeder Tag - seit dem Verlust seiner geliebten Frau Lieschen - zur Routine geworden: aufstehen, anziehen und waschen, frühstücken und sich danach mit seinem Schachbrett auf dem Weg in den Park zu begeben. Beim Verlassen des Hauses bekommen die Rosen noch einen Schluck Wasser. Falls er einen guten Tag hat, erwischt er den Tisch unter den Kastanienbaum. Manchmal beobachtet er dabei die Jungen, die mit ihren Scootern auf den Rampen Kunststücke zaubern. Dazu gehört auch Janne, der seine unbändige Energie dabei freilassen kann, die in der Schule immer wieder zum Problem wird. Eines Tages setzt sich Janne zum alten Mann, der sich ihm gegenüber "Oldman" nennt, an den Tisch. Er ist neugierig und so beginnt Oldman Janne das Schachspiel beizubringen. Der Junge lernt schnell und die beiden treffen sich immer wieder, wobei eine neue Freundschaft entsteht. Oldman, der eigentlich Walter heißt, entdeckt wieder Freude am Leben und Janne findet Spaß am Schach und jemanden, der für ihn Zeit hat, während seine alleinerziehende Mutter Malu im Café "Blue Hour" arbeitet.

So der Inhalt der Geschichte, die jedoch so viel mehr zu bieten hat. Judith Pinnow lässt ihre Figuren aus der Ich-Perspektive erzählen. Janne, Malu; Hinnerk, ihren Chef im "Blue Hour" und Liv, Malus beste Freundin, begleiten wir gemeinsam durch viele Lebenslagen und lernen dabei ihre Gefühlswelt sehr gut kennen. Von Oldman wird hingegen in der dritten Person gesprochen.

Beim Lesen fühlt man mit den jeweiligen Figuren richtig mit. Die Charaktere sind wunderbar gezeichnet und ich empfand das Lesen, wie einen Besuch bei Freunden. Malu ist eine bezaubernde junge Frau, die für ihren Sohn versucht Mutter und Vater in einem zu sein. Ihre einfühlsame Art mochte ich ganz besonders. Hinnerk ist ein wunderbarer Chef, der weiß, was er an Malu hat und der sich verzweifelt gegen die drohende Insolvenz stemmt. Liv, mäßig erfolgreiche Künstlerin, ist immer für ihre beste Freundin da...und doch haben alle von ihnen Ecken und Kanten, ihre eigenen Probleme und Eigenheiten. Während der grummelige Oldman wieder Lebensfreude gewinnt, bekommen Janne und Malu ein neues "Familienmitglied".
Die Autorin versteht es auch humorvolle Szenen perfekt einzusetzen und hinterlässt beim Beenden dieser zauberhaften Geschichte ein absolut wohliges Gefühl.

Im Buch sind einige Illustrationen abgebildet, die die Geschichte wunderbar ergänzen.

Fazit:
Ein sehr berührender und warmherziger Roman über eine ungewöhnliche Freundschaft und über das Leben. Die warmherzigen Charaktere sind allesamt aus dem Leben gegriffen und man fühlt sich inmitten der Figuren als Leser pudelwohl. Hier spreche ich ganz klar eine Leseempfehlung aus!

Vielen Dank an vorablesen und an den Ullstein Verlag für das Rezensionsexemplar!

 

Ein tödlicher Jahrgang - Beate Maxian

    Die Bildrechte liegen beim Verlag


    • Broschiert: 320 Seiten
    • Verlag: ‎ Goldmann Verlag; Originalausgabe Edition (20. September 2023)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3442494117
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3442494118
    • Genre: Regionalkrimi, kulinarischer Krimi



Goldmann Kurzbeschreibung:
Die Wachau – sonnenverwöhnte Weinberge entlang der Donau, malerische kleine Ortschaften und kulinarische Köstlichkeiten. Lou Conrad, ehemalige Inspektorin und Winzertochter, ist zurück in ihrer Heimat, wo sie ein Feinkostgeschäft führt und das beschauliche Leben genießt. Doch beim großen Weinfest im September wird die Idylle empfindlich gestört, als ein Weinberg in Flammen steht und der renommierte Winzer Markus Haller tot aufgefunden wird. Wer hat den Rieslingkönig auf dem Gewissen und welche dunklen Geheimnisse gären in dessen Fässern? Mit dem befreundeten Sternekoch Fabio Gerber und dem Berner Sennenhund Michelin an ihrer Seite stürzt sich Lou in die Ermittlungen … 

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Beate Maxian hat neben ihrer Sarah Pauli Reihe, die immer in Wien spielt, nun einen weiteren Schauplatz für ihre Krimis gefunden: die Wachau. Ich wohne ja selbst nur 10 km von der Region, die UNESCO Weltkulturerbe ist, entfernt und war sehr gespannt auf die Geschichte.

Mit Lou Conrad hat die Autorin eine neue Ermittlerin erschaffen, die als ehemalige Inspektorin beim LKA Niederösterreich, in ihren Heimatort Marienkirchen zurückkehrt. Dort hat sie ihre Liebe zu Feinkostspezialitäten und Schmankerln aus der Region zu ihrem Beruf gemacht. Sie führt ein Delikatessengeschäft und hilft auch ab und zu ihren Eltern auf deren Weingut, die es vorgezogen hätten, dass sie den Familienbetrieb übernimmt. Lou lebt allerdings lieber mit ihrem Hund Michelin alleine in einem kleinen Winzerhäuschen. Doch die "Ermittlergene" lassen sich nicht so schnell abstellen, denn als ein Weinberg in Flammen steht, lässt die Neugier sie nicht los. Vor Ort trifft sie auf ihre ehemalige Vorgesetzte und die Leiche des Top-Winzers der Region, Martin Haller. Das Timing ist äußerst schlecht, denn gerade hat der Weinherbst begonnen und die Wachau wird von vielen Urlaubern geradezu überrannt. Da macht sich ein toter Winzer nicht so gut...
Als auch noch Lous frühere Freundin Mona verschwindet und sich ihr Mann Fabio große Sorgen macht, brechen die beiden nach Südtirol auf, wo es die letzte Spur von Mona gibt. Aber auch einige Geschäfte des ermordeten Martin Haller führen ins benachbarte Italien und zu einem ganz bestimmten Hof....
Kurz kommt auch Lou selbst ins Visier der Polizei, denn ihre Schnüfflernase hält sie nicht davon ab privat zu ermitteln.

Lou ist, wie Sarah Pauli, eine sehr sympathische Figur mit einer großen Leidenschaft. Lou liebt das ruhige Leben und den Genuss, den Kontakt zu ihren Kunden, die hochwertigen Produkte, die sie in ihrem Delikatessenladen verkauft und ihren Berner Sennenhund Michelin. Diesen habe ich sofort ins Herz geschlossen und er darf auch im Krimi eine ganz besondere Rolle spielen.

Beate Maxian hat unsere wunderschöne Wachau sehr bildhaft eingefangen und beschrieben. Die Hänge mit den Weinreben, die darunter fließende Donau, Burgen und Schlösser entlang des Flusses, die wunderbare Atmosphäre im Ort und deren Einwohner, sowie das kulinarische Leben der Region. Der Dorftratsch kommt dabei ebenfalls nicht zu kurz. Durch ihren Settingwechsel nach Südtirol bekommen wir auch aus dieser Region sehr bildgewaltige Beschreibungen. Der goldene Weinherbst in beiden Gebieten lässt das Urlauberherz beim Lesen sofort höher schlagen.

©Martina Luger
Wir erfahren auch einige Dinge rund um die Weinherstellung und den verschiedenen Weinsorten, genauso wie über besondere Schmankerln aus der Gegend, wie die Wachauer Marille und deren Verarbeitungsmöglichkeiten (Marillenschnaps, süße Marillenknödel, Marillenmarmelade, Marillenlikör, Marillensenf usw.), und genießen eine deftige Jause bei einem der vielen Heurigen, die die Wachau bietet.

Ich habe euch ein Foto mitgebracht, das ich bei einer Wandeurng durch die Weinberge gemacht habe. Der Himmel ist leider nicht so blau, aber ihr könnt denselben Ort wie auf dem Cover sehen, der den fiktiven Namen Marienkirchen im Krimi erhalten hat.

Der kulinarische Krimi steht hier im Vordergrund und die Spannung tritt doch das eine oder andere Mal in den Hintergrund. Trotzdem hat die Autorin mit einigen überraschenden Wendungen und mit der Vielschichtigkeit der Charaktere immer wieder für mitreißende Szenen gesorgt. Vorallem zum Ende hin kommt es zu einem fesselnden Countdown, der mir sehr gut gefallen hat.
Auf den letzten Seiten des Buches gibt es noch eine Auflistung der verschiedenen Weinsorten.

Fazit:
Ein kulinarischer Krimi zum Miträtseln, der in meiner Heimat spielt und deshalb für mich etwas Besonderes ist. Die Spannung tritt jedoch oftmals etwas in den Hintergrund, während die bildhafte Beschreibung der beiden Gegenden (Wachau und Südtirol) sehr bildgewaltig dargestellt wird. Ein netter Auftakt einer neuen Reihe, die ich natürllich weiterverfolgen werde.


Im Schatten des Frangipani - Esther Destratis

    Die Verlagsrechte liegen bei der Autorin

     

    • Taschenbuch: 336 Seiten
    • Verlag: ‎ sbvv; 1. Edition (28. Oktober 2021)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3033087760
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3033087767
    • Genre



Amazon Kurzbeschreibung:
Straßburg, 2018 Keri ist eine talentierte Destillateurin und stets bestrebt, sich im Familienweingut »La Maison de Annick« einzubringen. Doch Philippe macht ihr das Leben schwer – er hat seine von den Seychellen stammende Adoptivschwester niemals akzeptiert. Als sich die Gelegenheit ergibt, das vernachlässigte Manoir Sainte Marie in eine Rumdestillerie zu verwandeln, reist die frisch getrennte Keri zurück nach Mahé. Mit im Gepäck: ein erster Hinweis, um ihre leiblichen Eltern zu finden, und die Telefonnummer des Denkmalschützers Lucien, mit dem sie zusammenarbeiten muss. Was kein Problem darstellen würde, wäre er nur nicht so wankelmütig und von seiner ganz eigenen unvollendeten Vergangenheit geplagt. 
Seychellen, 1800 Amaniel hat seine Entführung und die schreckliche Überfahrt nach Mahé überlebt – nur um dort auf dem Sklavenmarkt verkauft zu werden. Sein einziger Trost ist sein Tagebuch, dem er all seine Erlebnisse anvertraut. Als er auf dem Manoir Sainte Marie landet, verliebt er sich in Élodie. Kann er ihr Herz gewinnen? Und ist er in der Lage, die Ketten der Sklaverei für immer zu sprengen?

Meine Bewertung: * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge 

Meine Meinung:
Diesen Roman von Esther Destratis habe ich mir schon vor zwei Jahren gekauft und nun ist es an der Zeit ihn endlich zu lesen. Band 2 liegt bereits hier. Das ist auch gut so, denn "Unvollendete Vergangenheit" hat leider ein offenes Ende, welches hoffentlich im Folgeband aufgelöst wird. Ich mag nämlich keine offenen Enden und das hat leider auch meine Bewertung eher negativ beeinflusst.

Keri ist eine sehr sympathische junge Frau, die auf den Seychellen geboren ist und als Baby von einer französischen Familie adoptiert wurde. Ihre Kindheit war nicht einfach, denn in der Schule wird sie wegen ihrer schwarzen Hautfarbe gemobbt. Ihren Adoptiveltern gehört ein erfolgreiches Weingut, welches ihr Bruder Philippe einmal leiten möchte. Keri interessiert sich eher für die Schnapsbrennerei und stellt erfolgreich ganz besondere Köstlichkeiten her, die sich auch im Shop des Familienweingutes »La Maison de Annick« gut verkaufen. Philippe ist das hingegen nicht recht. Seit seiner Kindheit hasst er seine Adoptivschwester und legt ihr immer wieder Steine in den Weg. Als sich die Gelegenheit ergibt, das vernachlässigte Manoir Sainte Marie, welches ihre Eltern damals auf den Seychellen gekauft haben, zu renovieren und in eine Rumdestillerie zu verwandeln, sieht Philippe seine Chance gekommen Keri erfolgreich loszuwerden. Keri möchte hingegen ihren Bruder beweisen, dass sie etwas von ihrem Geschäft versteht und fliegt in ihre alte Heimat. Auf den Seychellen trifft sie den Denkmalschützer Lucien. Gleichzeitig möchte sie ihre leiblichen Eltern finden...

In einem zweiten Handlungsstrang sind wir im Jahre 1799 und erleben den Überfall auf eine Plantage. Die Arbeiter und der farbige Sohn des Plantagenbesitzers werden gefangen genommen und als Sklaven verkauft. Er landet auf der Plantage Manoir Sainte Marie...

Mir hat der Roman bis zur Ankaunft auf den Seychellen sehr gut gefallen. Keris Probleme als Schulkind und der Rückblick von Philippe, der sich durch die Adoption von Keri zurückgesetzt fühlt, sind sehr lebendig und emotional beschrieben. Ich habe mit beiden mitgelitten, wobei ich Philippe trotzdem nicht wirklich leiden konnte. Er ist ein Intregant und außerdem ein Rassist.
Auf den Seychellen angekommen werden die Inseln sehr bildhaft beschrieben. Man bekommt richtig Lust ins nächste Flugzeug zu steigen und in diesem Pardies im Indischen Ozean zu verweilen.
Was mir weniger gefallen hat, war die aufkeimende Liebesgeschichte, die bei mir so überhaupt nichts ausgelöst hat. Ich spürte kein kribbeln im Bauch und keine Funken sprühen...gar nichts. 

Die Geschichte an sich ist schön und wird sehr bildgewaltig beschrieben. Die Ausflüge nach "La Digue", der berühmten "Bacardi" Insel, und dessen Flora und Fauna sind traumhaft. Aber auch Straßburg, wo Keri lebt, wird sehr eindrücklich dargestellt. Der Schreibstil von Esther Destratis ist lebendig und bildhaft. 

Leider erhalten wir nur winzige Informationen betreffend der leiblichen Mutter von Keri. Der Handlungsstrang in der Vergangenheit scheint dabei zwar eine Rolle zu spielen, aber sehr viel mehr, als oben im Klappentext bereits angegeben, wissen wir auch nach dem Beenden des Buches nicht. Das ist mir einfach zu wenig! Ich möchte nicht "gezwungen" werden mir den zweiten Band kaufen zu müssen, um beide Rätsel gelöst zu bekommen und auch zu erfahren, wie Keris Zukunft aussehen wird.
Für mich ist dieser erste Band unvollständig und ich bin wie gesagt froh, dass ich Band 2, der übrigens erst zwei Jahre später erschienen ist, bereits hier liegen habe.

Fazit:
Eine sehr schöne Geschichte, die bildgewaltig erzählt wird. Leider wird in diesem ersten Band aber nichts aufgelöst und man ist gezwungen Band 2 zu kaufen, was mir nicht gefällt, auch wenn ich ihn schon hier liegen habe und bald weiter lesen werde. Trotzdem bleibt mir der Untertitel mit dem Wort "unvollständig" hängen, denn nach beenden dieses Buches ist dieser äußerst zutreffend....


Monster - Nele Neuhaus

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     

    • Gebundene Ausgabe: 560 Seiten
    • Verlag: ‎ Ullstein Hardcover; 3. Edition (16. November 2023) 
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3550202253
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3550202254
    • Genre: Krimi
    • Reihe: ja - Band 11 (Bodenstein und Kirchhoff)




Ullstein Kurzbeschreibung:
Im Feld wird die Leiche eines jungen Mädchens gefunden. Die 16-Jährige Larissa wurde erdrosselt. Durch eine DNA-Analyse gerät ein abgelehnter afghanischer Asylbewerber, der erst zu einer Haftstrafe verurteilt, aber nach einer Haftbeschwerde auf freien Fuß gesetzt wurde, ins Visier der Polizei. Er kann untertauchen, bevor Pia und Bodenstein mit dem Mann sprechen können. Auf einer Landstraße im Hintertaunus wird nachts ein Mann von einem Auto erfasst und getötet. Sein Körper ist übersät mit Bisswunden, sein Gesicht entstellt. Der Mann hatte bei einem illegalen Autorennen eine schwangere Frau getötet. Wovor ist er geflohen und wer hat ihn so zugerichtet?  Pia und Bodenstein stoßen auf immer mehr rätselhafte Todes- und Vermisstenfälle und auf eine Parallele zum Mordfall Larissa. Ohne es zu ahnen, steuern sie auf eine Katastrophe zu. 

Meine Bewertung: * * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Auf den neuen Fall von Pia Sander und Oliver von Bodenstein war ich schon sehr neugierig! Ich liebe diese Reihe, auch wenn ich zugeben muss, dass sie erst nach und nach richtig gut geworden ist. Die ersten Bände der Krimireihe haben noch Schwächen und was bei Nele Neuhaus immer vorkommt, sind eine Menge an Figuren.

Bei vorablesen habe ich in die Leseprobe gelesen und war begeistert. Leider hatte ich kein Glück, aber meine Bücherei hatte das Buch bereits für mich reserviert und ich konnte endlich weiterlesen.
Auf den ersten Seiten erleben wir hautnah mit, wie eine Mutter vergeblich versucht ihre 16jährige Tochter zu erreichen, die mit Freundinnen zum Eislaufen gehen und danach bei ihrer besten Freundin übernachten wollte. Doch Lissy hat sich mit den Mädels zerstritten und sich auf dem Heimweg gemacht. Zuhause ist sie jedoch nie angekommen. Am nächsten Tag wird die Leiche des Mädchens hinter einer Marienkapelle gefunden.
Pia und Oliver bekommen den Fall zugeteilt. Durch eine DNA-Analyse wird der abgelehnte afghanische Asylwerber Farwad M. verdächtigt. Der junge Mann ist jedoch wie vom Erdboden verschwunden und kann nicht vernommen werden. Die Öffentlichkeit hat jedoch bereits einen Schuldigen gefunden, obwohl ihn die Polizei erstmals nur als Zeugen vernehmen wollten. Damit beginnt eine furchtbare Hetztjagd...

In einem zweiten Handlungsstrang wird ein Mann überfahren, der am Körper schreckliche Bisswunden aufweist. Er scheint vor jemanden geflüchtet zu sein, denn er lief planlos auf die Fahrbahn. Was ist mit ihm passiert, bevor er überfahren wurde? Der seltsame Todesfall lässt Oliver und Pia rätseln. Bald finden sie heraus, dass es bereits ähnliche Fälle gab, die diesem ähneln. Der Fall wird immer komplexer, denn es scheint sich um Fälle von Selbstjustiz zu handeln.
Oliver und sein Team geraten immer tiefer in ein Geflecht aus Gewalt, welches sie in ihren Grundansichten über Moral und Menschlichkeit tief erschüttert. 

"Monster" ist der elfte Band der Bodenstein und Kirchhoff/Sander Reihe und trotz der 560 Seiten ein Pageturner. Die Spannung bleibt die ganze Zeit über sehr hoch. Die Atmosphäre ist großteils düster. Der eigentliche Hauptfall um Larissas Mord tritt immer mehr in den Hintergrund, denn die Fälle rund um ziemlich ungewöhnliche Todesfälle mehren sich. Dazu kommt immer mehr der Verdacht auf, dass sich ein Maulwurf im Team befindet.
Die privaten Entwicklungen der beiden Hauptermittler sind präsent, fügen sich aber gut in die Geschichte ein. Sowohl Pia, als auch Oliver haben einiges Privates unter einem Hut zu bringen, wobei Pia vorallem wegen ihrer dementen Mutter überfordert ist. Für mich gehört das Privatleben der Beiden genauso zur Reihe, wie der oder die Mordfälle, denn ich habe das Ermittlerpärchen wirklich sehr ins Herz geschlossen.

In diesem elften Fall hat sich Nele Neuhaus an heikle Themen gewagt, was bei manchen Leser:innnen nicht so gut angekommen ist. Es geht um Vorverurteilung durch soziale Medien, Fremdenhass, Selbstjustiz, jugendliches Geltungsbedürfnis und Hetze. Ich habe die Themen so empfunden, dass uns ein Spiegel vorgehalten wird und empfand den Krimi nicht als rassistisch geprägt, sondern als Mahnung an die Gesellschaft. Die Szenen sind oftmals direkt aus dem Leben gegriffen, wie blinde Agression und Vorverurteilung durch die sozialen Medien.
Wie schnell wird jemand durch eine Anschuldigung zu Unrecht beschuldigt? Und wie schnell wird er von den Menschen im Umkreis bereits vorverurteilt? Es erinnert oftmals an die Hexenverfolgungen im Mittelalter, wo die Leute sensationslüstern zusahen, als die vermeintliche Hexe am Pranger oder Scheiterhaufen steht. Die heutige moderne Gesellschaft ist keineswegs besser.

Mein einziger Kritikpunkt ist die Auflösung des Todes von Lissy. Für mich waren einige Dinge daran nicht nachvollziehbar und das Ende wurde etwas zu schnell abgehandelt. Trotzdem hat mich dieser elfte Fall wirklich gefesselt und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Deshalb vergebe ich trotz des kleinen Kritikpunktes zum Schluss ganze 5 Sterne.

Fazit:
Ein richtiger Pageturner, den ich in null komma nichts inhaliert habe. Ein gelungener elfter Band rund um Oliver von Bodenstein und Pia Sander.


Die Reihenfolge der Bodenstein-Kirchhoff/Sander Krimis:

  1. Eine unbeliebte Frau   *Rezi*
  2. Mordsfreunde   *Rezi*
  3. Tiefe Wunden   *Rezi*
  4. Schneewittchen muss sterben  *Rezi*
  5. Wer Wind sät   *Rezi*
  6. Böser Wolf *Rezi*
  7. Die Lebenden und die Toten  *Rezi*
  8. Im Wald  *Rezi
  9. Muttertag  *Rezi
  10. In ewiger Freundschaft *Rezi*

[Casteel Saga] Schwarzer Engel - V.C. Andrews

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

    • Taschenbuch: 352 Seiten
    • Verlag: ‎ Goldmann (1. Januar 1995)
    • Übersetzer: ‎ Eva L. Wahser
    • Taschenbuch ‏ : ‎ 352 Seiten
    • ISBN-10‏ : ‎ 3442089646
    • ISBN-13‏ : ‎ 978-3442089642
    • Genre: Spannungsroman, Familiensaga, Roman
    • Reihe: Band 2 der Casteel Reihe



Goldmann Kurzbeschreibung:
Luke Casteel hat seine Kinder - jedes für 500 Dollar - an verschiedene Adoptiveltern verkauft. Heaven Leigh Casteel, seine Tochter, hat Rache geschworen. Um wiedergutzumachen, was er ihr angetan hat, lässt Luke sie nach Boston, in das Haus ihrer schwerreichen Großmutter ziehen. Heaven glaubt, nun ihr Glück gefunden zu haben. Sie träumt von Luxus und Geborgenheit, von Reichtum und Liebe. Doch alles kommt anders: Schon bald ist sie in ein Netz aus gefährlichen Täuschungen und verborgenen Leidenschaften verstrickt.

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Ebenfalls in einer gemeinsamen Blogger Leserunde mit Jessy von "In Büchern leben", Andrea vom "Leseblick" und Nicole von "Zeit für neue Genres" haben wir den zweiten Band der Casteel-Saga von V.C. Andrews gelesen. Der erste Band "Dunkle Wasser" hat mich im August kalt erwischt und mir sehr gut gefallen.

Heaven bekommt endlich die Chance etwas aus ihrem Leben zu machen, denn ihr Vater ermöglicht ihr den Aufenthalt bei ihrer Großmutter Jillian in Boston. Diese lebt mit ihrem zweiten Mann Tony Tatterton in Farthinggale Manor, einem Luxusanwesen. Bald bemerkt Heaven, dass Jillian nicht die Person sein wird, die ihr Liebe vermitteln oder mehr über ihre leibliche Mutter erzählen wird. Jillian liebt nur sich selbst und ihr äußeres Erscheinungsbild. Für ihre Enkelin hat sie keinen Funken Liebe übrig. Tony hat hingegen ganz andere Pläne mit Heaven und dann lebt auch noch Tonys jüngerer Bruder Troy in der Nähe des Anwesens. Der junge Mann leidet jedoch unter schweren Depressionen.

"Schwarzer Engel" ist etwas schwächer, als der erste Band, was auch daran liegen mag, dass mich Heaven nicht mehr so erreicht hat. Ihr großer Wunsch das College abzuschließen und ihre Wissbegierde stehen nicht mehr an erster Stelle. Geld und Luxus sind jedoch nicht alles, wie sie bald feststellt. Heaven hat zwar nun eine Familie, aber sie ist genauso einsam, wie zuvor bei Cal und Kitty. Heaven kämpft mit sich selbst. Sie fühlt sich zwischen ihrer Herkunft und den Platz, den sie jetzt einnimmt, hin und her gerissen. Sie ist oftmals naiv, denn ihr fehlt es doch an Erfahrung. Das spiegelt sich besonders in der Beziehung zu den beiden Tatterton Männern ab.

Während ich Heavens Ehrgeiz zum Lernen vermisste, hält sie jedoch an der Rache an ihrem Vater fest. Ebenso ist ihr großer Wunsch ihre Geschwister wieder zu sich zu holen brandaktuell. Als Leser erfahren wir, wie es Heavens Geschwister in der Zwischenzeit ergangen ist.

Diesmal gab es einige in die Länge gezogenen Abschnitte, während andere mir wiederum zu schnell abgehandelt wurden. Die düstere und melancholische Stimmung ist auch in diesem Band wiederzufinden.

V.C. Andrews versteht es zum Ende hin ihre Leser wieder zu schockieren und die Neugierde auf die Fortsetzung anzufachen. Ich bin schon sehr auf den dritten Band "Gebrochene Schwingen" gespannt.

Fazit:
Der zweite Band der Casteel-Saga ist wieder düster und melancholisch, kommt aber nicht ganz an den ersten Band heran. Obwohl die Bücher der Autorin bereits aus den Achziger Jahren stammen, sind sie heute noch genauso fesselnd und außergewöhnlich. Ein großartige Familiensaga, die einem Gänsehaut beschert.

Die Casteel-Saga:

  1. Dunkle Wasser  *Rezi*
  2. Schwarzer Engel
  3. Gebrochene Schwingen
  4. Nacht über Eden
  5. Dunkle Umarmung

If we were villains - M.L. Rio

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     

    • Taschenbuch: 464 Seiten
    • Verlag: ‎ Penguin Verlag; Neuveröffentlichung Edition (24. Mai 2023)
    • Übersetzer: ‎ Karin Dufner
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3328110860
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3328110866
    • Originaltitel: ‎ If we were villains
    • Genre: Roman


Penguin Kurzbeschreibung:
Oliver Marks bekommt immer nur die Nebenrollen. Trotzdem ist der junge Schauspieler glücklich am renommierten Dellecher College, einer abgeschiedenen Welt mit flackernden Kaminfeuern und ledergebundenen Büchern. Die sieben Studenten seines Jahrgangs sind eine eingeschworene Gemeinschaft, besessen von der Schauspielerei und von Shakespeare. Die Rollen, die sie auf der Bühne verkörpern, legen sie auch privat nicht ab: Mitläufer, Verführerin, Held. Der charismatische Richard gibt die unberechenbaren Tyrannen. Doch eines Tages treibt einer der Freunde tot im Collegesee. Die anderen stehen vor einer schwierigen Wahl: Sollen sie der Wahrheit ins Auge sehen oder weiter ihre Rollen wahren?

Meine Bewertung: * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge 

Meine Meinung:
Vielleicht bin ich mit den falschen Voraussetzungen an den Roman in unserer Leserunde herangegangen...abgesehen davon, dass ich gar nichts von der Hype rund um "If we were villains" mitbekommen habe ;) Ich dachte tatsächlich das Buch wäre schon älter....und mein Gefühl trug mich nicht!
Der Roman wurde tatsächlich bereits 2017 mit dem Titel "Das verborgene Spiel" erstmals auf deutsch veröffentlicht (siehe hier). Das Cover finde ich absolut nichtssagend.

Nach dem Durchlesen der Inhaltsangabe hatte ich in etwa die Vorstellung eine ähnliche Geschichte wie beim Film "The Riot Club" oder "Der Club der toten Dichter" (mein absoluter Lieblingsfilm) zu bekommen. Dem war nicht so...

Ich fand sehr schwer in die Geschichte und dachte nach dem ersten Leseabschnitt sogar daran das Buch abzubrechen. Es langweilte mich fuchtbar. Nachdem aber meine Mitleserinnen alle sehr positiv gestartet sind, las ich doch weiter.

Die Geschichte beginnt im Gefängnis. Im Prolog erzählt Oliver den damals ermittelnden Polizeibeamten, der den Job wechselt, was vor zehn Jahren wirklich vorgefallen ist. In Rückblenden wird die Handlung in 5 Akten erzählt, wobei auch immer wieder in die Gegenwart ins Gefängnis gewechselt wird. Das Oliver im Gefängnis sitzt ist kein Geheimnis, denn es wird bereits zu Beginn klargelegt. Ob er wirklich der Mörder ist, erfährt ihr allerdings erst zum Schluss.

Das Theatersetting hat mir sehr gut gefallen. Die Atmosphäre am Dellecher Collage, wo ausschließlich Shakespeare Stücke erlernt und aufgeführt werden, ist sehr anschaulich dargestellt. Nur mehr sieben Studenten haben es ins letzte Studienjahr geschafft. Die Liebe zu Shakespeare und zum Theater verbindet die sehr unterschiedlichen Charaktere. Dabei legen sie ihre Rollen auch im Privaten nicht gänzlich ab. Obwohl sie immer geschlossen als Clique auftreten, spürt man unterschwellig die aufkommende Rivalität. Eines Tages treibt einer von ihnen tot im See und es ist klar, dass der Mörder ein Mitglied der eingeschworenen Clique sein muss.

Die Handlung baut sich sehr langsam auf, ist komplex und hat doch einige Längen. Es gab kaum Überrschungen oder Twists. Der Plot ist hingegen facettenreich und die Sprache mit den laufend eingestreuten Shakespeare Versen etwas ganz Neues. Diese können mit der Zeit beim Lesen aber auch nerven, denn sie sind allgegenwärtig. Ich fand sie interessant, denn sie gaben der Geschichte das gewisse Etwas. Trotzdem habe ich manchmal darüber hinweggelesen.

Bei der Figurenzeichnung bin ich zwiegespalten. Einige davon sind sehr bildhaft dargestellt, vorallem was ihre Gefühlswelt betrifft. Andere sind wiederum so blass, dass man kaum etwas über sie sagen kann. Interessant war aber, wie erschreckend sich die Freundschaft der sechs entwickelt hat. Alkohol, Drogen, Angstzustände, Hilfslosigkeit, Gewalt finden mehr und mehr Einzug.

Gefallen haben mir einige Szenen, bei denen die Studenten zu besonderen Anlässen ein Theaterstück aufführen müssen. Diese sind wirklich gelungen. Man hält beim Lesen unwillkürlich den Atem an, so bildhaft werden die Szenen von der Autorin beschrieben.
Trotzdem fehlte es mir durchgehend an Spannung. Das Ende wurde von uns Leserinnen verschieden interpretiert, was einige Fragen aufgeworfen hat.

Cover:

von links nach rechts:
Hardcover und Paperback der englischsprachigen Ausgabe, das ungarische, das polnische und das spanische Cover. Ich finde ganz besonders das spanische Cover wunderschön!


Fazit:
Die Hype um diese "Dark Academia" Geschichte, die neu aufgelegt und über TikTok erfolgreich beworben wurde, kann ich nicht nachvollziehen. Für mich ist es ein Roman, der in einer Theaterakademie angesiedelt ist und durch den Mord einen leichten Krimitouch erhält. Es geht um Freundschaft und die Liebe zu Shakespeare. Für mich war es ein eher langweiliges Stück...
Gerne verlinke ich euch noch die Rezensionen der Mitleserinnen


Rezi von Nicole von Zeit für neue Genres *klick*
Rezi von Sabine von Buchmomente *klick*
Rezi von Aleshanee von Weltenwanderer *folgt*


Die Ballkönigin - Mara Andeck

    Die Bildrechte liegen beim Verlag


     

    • Broschiert: 384 Seiten
    • Verlag: ‎ Goldmann Verlag; Originalausgabe Edition (15. November 2023)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3442206561
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3442206568
    • Genre: Historischer Roman, Liebesroman



Goldmann Kurzbeschreibung:
Der erste Wiener Opernball, ein begehrter Junggeselle, eine zauberhafte Liebesgeschichte Wien 1877. Komtess Clea de Conteville soll möglichst einflussreich verheiratet werden, dabei kann sie sich kaum etwas Langweiligeres vorstellen als das Leben einer adeligen Ehefrau. Auf dem ersten Wiener Opernball begegnet Clea dem charmanten und gut aussehenden Nikolaj. Da sie ihn für einen Bürgerlichen hält, der als Heiratskandidat nicht infrage kommt, lässt sie sich auf einen Tanz mit ihm ein – und erfährt gleich darauf von ihrer entzückten Mutter, dass er in Wahrheit der begehrteste Junggeselle der Saison ist. Clea nimmt sich fest vor, Nikolaj von nun an zu meiden. Doch die Ballsaison ist lang, und ihre Wege kreuzen sich immer wieder …

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Momentan stecke ich ein bisschen in einer Leseflaute, was historische Romane betrifft. Mit "Die Ballkönigin" habe ich wieder ein bisschen in das Genre hineingeschnuppert, denn der Roman ist eine Mischung aus Regency und Historical und spielt in Wien 1877. Das Thema Opernball und Wien hat genügt um mich neugierig zu machen.

Die Komtessen Clea und Sophie de Conteville sollen in die Wiener Gesellschaft eingeführt und möglichst einflussreich verheiratet werden. Die österreichische Adelsgesellschaft war zu dieser Zeit von strengen Hierarchien geprägt. Während Sophie die Gegebenheiten akzeptiert, hat ihre Zwillingsschwester Clea keinerlei Lust sich zu verheiraten. Sie möchte ein eigenständiges Leben führen, was zu dieser Zeit für eine Frau kaum möglich ist. Ihr Vorbild ist die unkonventionelle Fürstin Pauline von Metternich. Diese ist zwar verheiratet, lebt aber nach ihren Vorstellungen. Deshalb versucht Clea sich durch einige Tricks aus diversen Situationen herauszumanövrieren. Bei einer Soiree, die später zum ersten Wiener Opernball wird, trifft Clea auf den charmanten Nikolaj. Da sie annimmt, dass er ein Bürgerlicher ist, tanzt sie mit ihm. Erst danach erfährt sie, dass er der begehrteste Junggeselle der Saison ist und ihre Mutter bereits die Angel auswirft. Danach versucht Clea Nikolaj aus dem Weg zu gehen, doch das gestaltet sich gar nicht so einfach....

Ich kann vorweg sagen, dass mich "Die Ballkönigin" aus meiner historischen Leseflaute geholt hat, obwohl es sich hier um keinen historischer Roman im klassischen Sinne handelt, sondern eher um eine sehr unterhaltsame Geschichte vor historischem Hintergrund. Positiv war für mich natürlich auch das Setting Wien.
Mara Andeck hat für ihre fiktive Geschichte auch einige historische Persönlichkeiten, wie die Komponisten Anton Bruckner, Eduard und Johann Strauß, den Historienmaler Hans Makart oder Fürstin Pauline von Metternich, in die Handlung miteinbezogen.
Die gesellschaftlichen Zwänge dieser Zeit werden sehr deutlich aufgezeigt.

Intrigen, Geheimnisse und einige ominöse Briefe bringen Spannung in die fiktive Geschichte. Ich habe mitgerätselt, wer Clea mit diesen anonymen Zeilen zu bestimmten Plätzen locken möchte und habe ganz besonders den romantischen Winterball auf dem Eis genossen. Wir sind dabei, wenn Anton Bruckner im Goldenen Saal des Musikvereins beim Publikum eine herbe Niederlage erleidet und erleben einen Maskenball, bei dem ein Auge bei der strengen Hofetiekette zugedrückt wird.

Die Figuren sind vielschichtig und obwohl Cleas und Sophies Mutter sich ganz besonders an die Etikette hält, ist sie ein Charakter, den ich sofort ins Herz geschlossen habe. Sie weiß nämlich ganz genau, wie sie es drehen und wenden muss, um sich ihre Wünsche zu erfüllen und ihre Töchter nach ihren Regeln zu formen. Dabei macht Clea eine interessante Wandlung durch, die mir ebenfalls sehr gefallen hat. Einzig das Ende kommt dann ein bisschen plötzlich...

Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich äußerst angenehm lesen. Es wird aus der Sicht von Clea erzählt. Man fliegt nur so durch die Seiten und hat jede Menge Spaß bei den verschiedenen Bällen und Soiréen. Die Autorin baut außerdem so einige überraschende Wendungen ein, die mich überrumpelt haben. Chapeau, Mara Andeck!

Jedes Kapitel startet mit einem Auszug aus Cleas Tagebuch, in der sie Begriffe aus ihrer Sicht beschreibt, was oftmals zum Schmunzeln anregt. Zwischen den Kapiteln findet man ebenso persönliche Briefe und Zeitungsartikel.

Der Roman ist etwas für Einsteiger ins Genre oder Regency Leserinnen. Die Autorin hat Clea sehr modern dargestellt und auch die Sprache ist nicht wirklich der Zeit angepasst, was mich normaler Weise stört. Hier fand ich aber vorallem die ganze Geschichte sehr amüsant und konnte darüber hinwegsehen.

Fazit:
Ein wirklich amüsanter Wohlfühlroman mit einer wunderbaren Atmosphäre und dem tollen Setting Wien zur Zeit von Kaiser Franz Jospeh und Elisabeth - Walzerklänge inklusive. Von mir gibt es eine Leseempfehlung für Regency und Liebesromanfans!

Vielen Dank an denGoldmann Verlag und an Lovelybooks für das Leseexemplar!

[Beat Girls] Das Glück gehört uns - Anika Schwarz

    Die Bildrechte liegen beim Verlag


    • Taschenbuch: 366 Seiten
    • Verlag: ‎ Aufbau Taschenbuch; 1. Edition (10. Oktober 2023)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3746639190
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3746639192
    • Genre: Roman 
    • Reihe: ja - Band 2 der Dilogie 

     

Aufbau Kurzbeschreibung:
Monika, Inge, Rita und Peggy Sue haben es geschafft: Die Monaco Birds dürfen in einem Hamburger Studio ihre erste Platte aufnehmen. Doch Moni ist schwanger – ausgerechnet jetzt, wo das Glück zum Greifen nah ist. Verzweifelt wendet sie sich an Peggy Sue und trifft eine Entscheidung – nicht ahnend, dass dies auch Folgen für ihre amerikanische Freundin hat, deren Mann sie nicht gehen lassen will. Als Inge sich immer mehr von den anderen zurückzieht und Rita im Gefühlschaos versinkt, steht plötzlich die Zukunft der Band auf dem Spiel. 

Meine Bewertung: * * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Hier sollte man den ersten Band zuerst lesen

Meine Meinung:
Bis dieser zweite Band der "Beat Girls" endlich bei mir ankam, dauerte es eine kleine Ewigkeit! Das erste Buch dürfte irgendwo auf dem Postweg verloren gegangen sein und so dauerte es, bis der Verlag netter Weise nochmals ein Exemplar zu mir schickte. Vielen Dank!

Band 2 schließt nahtlos an den Vorgänger an. Nachdem die "Monaco Birds" tatsächlich den Plattenvertrag ergattern konnten, sind Monika, Inge, Rita und Peggy im siebenten Himmel. Doch die Freude trübt sich bald bei einigen der Mädchen ein. Monikas Verdacht, dass sie schwanger ist, erhärtet sich. Rita wird mit jemanden aus ihrer Vergangenheit konfrontiert, Inge hat Probleme bei ihrer Arbeitsstelle und Peggy Sue weiß nicht, wie es mit ihrer Ehe und ihrem weiteren Aufenthalt in Deutschland weitergehen wird. Während die Plattenaufnahmen in Hamburg zum großen Erfolg werden, werden die Probleme der vier Mädchen immer größer. Wird es eine Zukunft für die Monaco Birds geben?

Schon nach den ersten Zeilen war ich sofort wieder von der Geschichte um die vier Freundinnen gefesselt. Man fiebert mit Monika, Peggy Sue, Inge und Rita einfach sofort wieder mit, denn das Glück verflüchtet sich viel zu schnell. Die Probleme häufen sich und die Zukunft der Monaco Birds steht auf dem Spiel. Angies Vogelbar bleibt weiterhin für die Freundinnen der gemeinsame Treffpunkt und wird zur zweiten Heimat. Angie und Fani kümmern sich liebevoll um die Mädchen. Obwohl sich die jungen Frauen noch gar nicht so lange kennen, ist zwischen ihnen eine wunderbare Freundschaft entstanden. Sie halten zusammen und unterstützen sich gegenseitig.
Während im ersten Teil noch die Musik der vier Freundinnen im Vordergrund stand, liegt der Fokus der Fortsetzung eindeutig auf den privaten Problemen der einzelnen Bandmitglieder.

Der Schreibstil ist bildhaft und lebendig. Ich war mitten in München der Sechziger Jahre und konnte sowohl die Stadt, als auch die Musik fühlen. Die einzelnen Kapitel werden jeweils aus der Sicht der vier Protagonistinnen erzählt. Man fühlt und leidet mit ihnen, hofft auf etwas Glück, welches im Titel so klangvoll genannt wird. Alle Figuren, bis hin zu den Nebencharakteren, sind wunderbar lebendig dargestellt. Ganz besonders habe ich Oma Fini ins Herz geschlossen.

Ich würde am liebsten noch weitere Teile rund um die vier Mädels lesen, doch leider ist mit dem zweiten Teil die Dilogie beendet.

Fazit:
Eine tolle Dilogie, die mich musiktechnisch in die Sechziger Jahre zurückversetzt hat. Eine spannende und großartige Zeitreise, in der Freundschaft groß geschrieben wird. Von mir gibt es eine Leseempfehlung!

Die Beat Girls Dilogie:

  1. Die Bühne gehört uns  *Rezi*
  2. Das Glück gehört uns
 

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