Hallo meine Bücherwürmer!
Am 23. Oktober war ich auf einer weiteren Lesung im Rahmen des Thalia Krimifestes in Sankt Pölten. Es war die allererste Lesung, die direkt in der Thalia Buchhandlung stattfand. Alle anderen Lesungen, die ich bereits über Thalia Sankt Pölten besucht habe, fanden im Kino Cinema Paradiso statt. Gemütlicher ist es auf alle Fälle direkt in der Buchhandlung, wo im 2. Stock die Besucher empfangen wurden.
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| Foto: Martina Luger |
Es war auch das erste Mal, dass zwei Autoren hintereinander aus ihren Büchern lasen bzw. mit dem Publikum kommunizierten. Und wie schon ein paar Mal in unserer Landeshauptstadt erlebt, war auch diesmal die Organisation etwas chaotisch (ausgenommen die beiden Lesungen in den Bibliotheken).
Zuerst funktionierte das Mikrofon nicht und dann war man nicht sicher, wer zuerst lesen sollte. Beide Autoren schienen auch nichts davon gewusst zu haben, dass sie nicht alleine lesen...
So begann die Lesung mit der deutschen Krimiautorin Katja Bohnet, die ihren ersten Thriller unter dem Pseudonym Hazel Frost im Droemer Knaur Verlag veröffentlicht hat
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Kurz zum Inhalt:
Der smarte Russe Dima war nur mal kurz für kleine Jungs. Als er zum
Wagen seiner Familie zurückkommt, sind sein Vater und seine Schwestern
tot – durch Kopfschüsse aus nächster Nähe eiskalt hingerichtet. Vom
jüngsten Familienmitglied, der sechsjährigen Mathilda, fehlt jede Spur.
Dima hat nicht die leiseste Ahnung, in was seine Familie verwickelt war.
Er weiß nur, dass er Mathilda finden muss – und den Mörder.
Eine gnadenlose wie halsbrecherische Verfolgungsjagd durchs bayrische
Voralpenland nach München beginnt, an deren Ende für Dima alles, was ihm
noch geblieben ist, auf dem Spiel steht
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Wer meine Rezension zum Buch gelesen hat weiß, dass ich nicht wirklich begeistert von diesem sehr derben und abstrusen Thriller war. Begeistert war ich allerdings vom Vortrag der Autorin. Ich habe nun schon einige Lesungen besucht, aber noch kein Autor und keine Autorin hat so lebendig und mit vollem Einsatz aus ihrem Buch gelesen - wirklich toll!
Hazel Frost verriet uns auch, warum sie plötzlich unter Pseudoynm schreibt und sich dem Thriller widmet. Unter ihrem Klarnamen Katja Bohnet schreibt sie Krimis, die in Deutschland spielen, aber sie wollte schon immer einen typisch amerikanisch angehauchten Thriller schreiben a la Pulp Fiction. Jahrelang lag ihr Entwurf in der Schublade und Auslöser war das Verbrechen an einer Familie in den französischen Alpen im Jahr 2012, das bis heute nicht aufgeklärt ist.
Eine sehr sympathische Autorin!
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Nach Hazel Frost war mein Lieblings-Thriller-Autor Andreas Gruber an der Reihe. Das ist mittlerweile seine 4. Lesung, die ich besuche und er stellte seinen 5. Band der Todesreihe vor
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Kurz zum Inhalt:
Eine geheimnisvolle Nonne betritt das BKA-Gebäude in Wiesbaden und
kündigt an, in den nächsten 7 Tagen 7 Morde zu begehen. Über alles
Weitere will sie nur mit dem Profiler Maarten S. Sneijder sprechen. Doch
der hat gerade gekündigt, und so befragt Sneijders Kollegin Sabine
Nemez die Nonne. Aber die schweigt beharrlich – und der erste Mord
passiert. Jetzt hat sie auch Sneijders Aufmerksamkeit. Und während die
Nonne in U-Haft sitzt, werden Sneijder und Nemez Opfer eines
raffinierten Plans, der gnadenlos ein Menschleben nach dem anderen
fordert und dessen Ursprung in einer grausamen, dunklen Vergangenheit
liegt …
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Wenige Wochen vor der Lesung lief der erste Krimi aus der Reihe im TV, nämlich "Todesfrist" auf Sat1. Natürlich gab es von den Zuhörern einige Fragen dazu. Andreas Gruber war mit der Verfilmung zufrieden, während doch einige Leser bemängelten, dass bereits zu Beginn eine Änderung vorgenommen wurde und einiges nicht stimmig war. Einigen gefiel die Figur des Maarten S. Sneijder nicht, andere stellten wiederum fest, dass einiges an Inhalt fehlte.
Wie Andreas Gruber meinte, sei es kaum möglich einen komplexen Fall von über 400 Seiten mit zwei Handlungssträngen und Rückblenden in 90 Minuten in einem Film zusammenzufassen. Gefallen hat uns allerdings, dass der Autor selbst einen kurzen Auftritt á la Alfred Hitchcock im Film hatte.
Wer gerne mehr darüber lesen möchte, kann ein Interview mit Maarten S. Sneijder auf facebook von "Zwischen den Zeilen" lesen (datiert 24. Oktober 2019) Ich kann es nur empfehlen!!
Wer schon eine Lesung von Andreas Gruber besucht hat, weiß auch, dass er kaum aus seinen Büchern liest, sondern Anekdoten erzählt, die mit seinen Thrillern und vorallem mit dem aktuellen Thriller zusammenhängen. Es ist immer wieder ein Spaß seinen humorvollen Erzählungen zu lauschen.
Sein nächstes Buch ist bereits in der Endphase und es wird zu unserer aller Überraschung ein neuer Teil seiner allerersten Krimireihe rund um den Ermittler Peter Hogart sein. Darauf freue ich mich schon sehr.
Das obligatorische Foto von mir mit Andreas Gruber darf natürlich auch nicht fehlen
ebenso, wie die Signatur in mein Buch
Es war ein wirklich toller Abend, der mir noch lange in Erinnerung bleiben wird.