Posts mit dem Label Andreas Gruber werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Andreas Gruber werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

[Last Line of Defense] Der Crash - Andreas Gruber

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     


    • Broschiert: 448 Seiten
    • Verlag: ‎ Ravensburger Verlag GmbH; 1. Edition (1. April 2025)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3473586382
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3473586387
    • Genre: Jugendthriller, Abenteuerroman
    • Lesealter : ‎ Ab 14 Jahren
    • Reihe: ja - Band 3 der Last Line of Defense Trilogie


Ravensburger Kurzbeschreibung:
Jayden, Lenny und Erik werden undercover an Bord des britischen Schlachtschiffs HMS Apocalypse eingeschleust. Dort kommen sie einer internationalen Verschwörung auf die Schliche: Die Terror-Organisation MOEBIUS plant nicht nur einen Anschlag auf den britischen Premierminister und seine Tochter – auch die gesamte Last Line of Defense soll diesmal endgültig ausradiert werden! Als kurz darauf das Flugzeug des Premierministers zum Absturz gebracht wird, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit …

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb



Meine Meinung:
Mit dem Abschlussband der Trilogie um die Last Line of Defense hat Andreas Gruber wieder jede Menge Spannung geschaffen. Mir hat dieser dritte Band fast am besten gefallen.

Wie immer geht es gleich temporeich los. Die Geheimorganisation MOEBIUS hat bei weitem noch nicht aufgegeben und schlägt an unerwarteter Stelle zu. Während Team Omega, Jayden, Erik und Lenny, sich undercover auf dem Zerstörer HSM Apokalypse befinden, wird das Schiff angegriffen. Dabei hat der Prolog kurz meinen Herzschlag aussetzen lassen...
Die Crew wird überwältigt und auch die Last Line of Defense soll unschädlich gemacht werden. Durch die Übernahme des Schiffes sollen die Flugzeuge einiger hochrangigen Minister angegriffen werden, die sich bei der Ministerkonferenz in Miami treffen wollen. Auch der britische Premierminister und seine Tochter schweben in Gefahr und die Last Line of Defense muss alles aufbieten, was möglich ist. Nicht nur auf dem Schiff, sondern auch in der Luft und danach auf feindlichem Landstrich geht es actionreich zu. Beide Seiten schenken sich nichts und greifen mit allem an, was sie zu bieten haben. Wer der Kopf hinter MOEBIUS ist und was sein Ziel ist, müsst ihr selber lesen....

Andreas Gruber setzt mit seinem dritten und letzten (?) Teil der Last Line of Defense Reihe nochmals einen drauf. Die Mission, die Team Omega zu erfüllen hat, erweist sich als größer und kompakter, als gedacht. Immer wieder stehen die drei vor neuen Herausforderungen. Trotz der actionreichen Kampfszenen und auch Toten bleibt es weiterhin ein (abenteuerliches) Jugendbuch.

Team Omega ist mit seinen drei außergewöhnlichen und individuellen Charakteren einfach top. Man schließt die drei Jugendlichen sehr schnell ins Herz und bewundert ihren Mut und Zusammenhalt. Immer wieder müssen sie zeigen, was sie gelernt haben, aber auch logisch denken und gut improvisieren können. Sie sind kleine Superhelden für das Zielpublikum, aber auch für ältere Semester. Als Erwachsener muss man eben manchmal ein bisschen ein Auge zudrücken, wenn es zu spektakulär wird.

Mit "Der Crash" hat Andreas Gruber wieder ein fesselndes Abenteuer geschrieben, welches am Ende noch die Frage aufwirft, ob wirklich alles zu Ende ist....

Fazit:
Ein krönender Abschluss der actionreichen und temporeichen Trilogie, die von Beginn an fesselnd erzählt wird. Wie ich schon nach dem ersten Teil gesagt habe: James Bond 2.0 für Jugendliche.



Die Last Line of Defense Trilogie:
  1. Der Angriff  *Rezi*
  2. Die Bedrohung  *Rezi*
  3. Der Crash 

[Last Line of Defense] Die Bedrohung - Andreas Gruber

    Die Bildrechte liegen beim Verlag



    • Broschiert: 448 Seiten
    • Verlag: ‎ Ravensburger Verlag GmbH; 1. Edition (1. November 2024)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3473586374
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3473586370
    • Genre: Jugendthriller, Abenteuerroman
    • Lesealter : ‎ Kundenempfehlung: ab 14 Jahr(en)
    • Reihe: ja - Band 2 der Last Line of Defense Reihe


Ravensburger Kurzbeschreibung:
Wir sind die gefährlichste Waffe der Welt. Wir sind die letzte Hoffnung, wenn alle anderen versagen. Wir sind die Last Line of Defense. Jayden, Lenny und Erik sind die jüngsten Agenten der Last Line of Defense. Nach ihrer ersten erfolgreichen Mission erwartet sie nun ein besonders gefährlicher Einsatz: Sie sollen herausfinden, was die skrupellose Verbrecherorganisation MOEBIUS als Nächstes plant. Dafür müssen sie das Geheimlager von MOEBIUS infiltrieren. Doch das befindet sich auf einer einsamen Insel vor Marokko mit unheilvollem Namen: Hell Island.

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Der zweite Band um die jugendlichen Agenten der Last Line of Defense führt uns diesmal auf eine kleine Insel vor Marokko, genannt "Hell Island". Und der Name ist auch Programm.
Als es von einem der besten Leute aus Team Alpha der Last Line of Defense, der zu einem Undercover Einsatz als Kundschafter auf Hell Island geschickt wurde, plötzlich kein Lebenszeichen mehr gibt, werden unsere Agenten vom Team Omega erstmals nach ihrem erfolgreichen Einsatz in Argentinien auf eine neue Mission geschickt. Sie sollen nicht nur herausfinden, was aus ihrem verdeckten Ermittler geworden ist, sondern vor allem, was die Geheimorganisation vor hat, auf die Jayden, Erik und Lenny im ersten Teil gestoßen sind. Diese scheint auf dieser besagten "Hell Island" unter dem Decknamen MOEBIUS etwas Großes zu planen. Die Idee, die Identität von drei jugendlichen Straftätern anzunehmen, die den drei Agenten ähnlich sehen, gelingt. Jayden, Erik und Lenny werden mit dreiunddreißig anderen auf die schwer abgeschirmte Insel gebracht, wo sie versuchen ihre wahre Identität zu verschleiern und herauszufinden, was dort passiert....

Action kann Gruber und so stecken wir bald mitten drin in einem rasanten Versteckspiel, welches mich an die Seiten fesselte. Dadurch, dass wir die drei Charaktere bereits aus dem ersten Band etwas besser kennen, benötigt bei "Die Bedrohung" es keiner genaueren Vorstellung mehr. Trotzdem beginnt es, nachdem die drei jugendlichen Spione auf der Insel angekommen sind, etwas langsamer. Jayden, Eric und Lenny müssen sich mit der Umgebung und dem Programm bekannt machen und überlegen, was hier eigentlich gespielt wird und wie sie gegen die Pläne von MOEBIUS vorgehen können. Danach beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, denn die Bedrohung ist größer, als gedacht...

Es kommt wieder zu einigen atemberaubenden Verfolgungsjagden, verhängnisvollen Missionen und es gibt viele überraschende Twists. Wir haben es mit toughen Helden zu tun, die sich à la James Bond in jedes Abenteuer stürzen, um die große Gefahr, die von MOEBIUS ausgeht, zu stoppen. Dabei bleiben aber die drei jugendlichen Spione Menschen mit Ecken und Kanten.
Im April erscheint schon der dritte und letzte Band dieser Jugendspionage-Thrillerreihe. Weil das Geheimnis um Jaydens Vergangenheit diesmal nur angerissen wurde,  hoffe ich, dass es im Abschlussband endlich gelöst wird.

Wer Gruber kennt weiß, dass sein Schreibstil fesselt, egal ob Thriller, Abenteuerroman für die Jugend oder Horror. Auch wenn ich wieder "nur" 4 Sterne vergebe, hat mich "Die Bedrohung" sehr gut unterhalten und ich kann die Reihe für Jugendliche, die Spannung und Action mögen, empfehlen.

Fazit:
Ein temporeicher und kurzweiliger Jugendthriller mit viel Action und Abenteuern. Die drei jugendlichen Spione bleiben trotzdem greifbar und sind sympathische Helden. Ich bin schon gespannt auf den Abschlussband und Grubers Auflösung.



Die Last Line of Defense Trilogie:
  1. Der Angriff  *Rezi*
  2. Die Bedrohung
  3. Der Crash - erscheint im April

[Lesung] Andreas Gruber und Philipp Gravenbach lesen in Sankt Pölten

 Hallo meine Bücherwürmer!

Im Juni war ich gemeinsam mit meiner Nichte Ingrid bei der Doppel-Lesung von Andreas Gruber und Philipp Gravenbach im Thalia Sankt Pölten. Bereits im Oktober 2019 gab es dort schon eine Doppellesung von Andreas Gruber, damals mit Hazel Frost aka Katja Bohnet *link*.

Mein Lieblingsautor las diesmal aus seinen Jugendthriller "Last Line of Defense - Der Angriff", dem ersten Band seiner neuen Jugenreihe.


Kurz zum Inhalt:

So explosiv hat sich Jayden seinen ersten Einsatz als Agent der Last Line of Defense nicht vorgestellt: Als eine junge Journalistin in der britischen Botschaft in Buenos Aires Schutz sucht, wird das Gebäude von Raketenangriffen erschüttert. Sofia hat einem High-Tech-Konzern brisante Daten gestohlen – und wird nun gnadenlos gejagt. Eine atemlose Verfolgungsjagd quer durch Buenos Aires entbrennt. Schnell wird Jayden klar: Es geht um mehr als die Daten. Um viel mehr ...

meine Rezi *klick*


___________________________________________

Philipp Gravenbach, geboren in Sankt Pölten, kannte ich hingegen noch nicht. Leider hatte der Autor erst eine schwere Bronchitis überstanden und konnte immer nur kurz lesen oder sprechen. Gemeinsam schafften Philipp und Andreas die Situation aber wirklich sehr professionell und vorallem mit viel Humor.


Philipp Gravenbach las aus dem zweiten Band "Das falsche Blut" seiner Reihe um Ishikli Caner, die im Mafia-Milieu spielt.
_____________________________________________________________

Kurz zum Inhalt:
Ishikli Caner, ehemalige Auftragskillerin der türkischen Mafia, inzwischen Agentin des deutschen Militärischen Abschirmdienstes MAD, ist in Paris untergetaucht. Sie wird auf den Fall eines stummen Mädchens angesetzt, dessen Mutter in einem brutalen Schusswechsel getötet wurde. Es besitzt ein Wissen, durch das es zur Zielscheibe mächtiger Gegenspieler wird. Nicht nur der französische Staatsschutz ist hinter dem Kind her, sondern auch ein mysteriöser Killer, der im Auftrag eines skrupellosen Pharmakonzerns arbeitet. Eine atemlose Jagd beginnt, und Ishikli erkennt bald, was wirklich für sie und die Welt auf dem Spiel steht. Wird sie alles riskieren, um dieses Mädchen zu retten und den menschenverachtenden Machenschaften des Konzerns ein für alle Mal ein Ende zu bereiten? Oder die Freisetzung eines unkontrollierbaren tödlichen Virus‘ in Kauf nehmen?

_______________________________________________________

Ich kenne die Reihe noch nicht, habe mir aber den ersten Band "Der 8. Kreis" signiert mitgenommen.

Beide Thriller-Autoren haben ihr Publikum wirklich großartig unterhalten und die zwei Stunden sind wie im Fluge vergangen.

 Natürlich habe ich mir auch meine Bücher signieren lassen. Da ich "Last Line of Defense" von der Bücherei ausgeliehen hatte, nahm ich "Rachefrühling" für Andreas mit. Ganz besonders gefreut hat mich, dass mich Andreas Gruber wiedererkannt und mit mir länger geplaudert hat. Philipp Gravenbach hat "Der 8. Kreis für mich signiert.

 Es war eine rundum gelungene Lesung der beiden Thriller-Autoren, die wieder lange in Erinnerung bleiben wird.


[Last Line of Defense] Der Angriff - Andreas Gruber

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     

     

    • Broschiert: 416 Seiten
    • Verlag: ‎ Ravensburger Verlag GmbH; 1. Edition (1. März 2024)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3473586366
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3473586363
    • Genre: Abenteuerroman, Jugendthriller 
    • Reihe: ja - Band 1 der Last Line of Defense



Ravensburger Kurzbeschreibung:
So explosiv hat sich Jayden seinen ersten Einsatz als Agent der Last Line of Defense nicht vorgestellt: Als eine junge Journalistin in der britischen Botschaft in Buenos Aires Schutz sucht, wird das Gebäude von Raketenangriffen erschüttert. Sofia hat einem High-Tech-Konzern brisante Daten gestohlen – und wird nun gnadenlos gejagt. Eine atemlose Verfolgungsjagd quer durch Buenos Aires entbrennt. Schnell wird Jayden klar: Es geht um mehr als die Daten. Um viel mehr ... 

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Dass ich ein großer Andreas Gruber Fan bin, wissen einige von euch. Neben Thriller und Horror habe ich nun auch zum ersten Jugendthriller des Autors gegriffen. Wer den rasanten Schreibstil von Andreas kennt, der weiß, was ihn auch bei seinen Jugendbüchern zu erwarten hat.

Mit der neuen Action-Trilogie "Last Line of Defense" begeben wir uns in Agentenmilieu. Hier werden aber keine Erwachsenen, sondern Jugendliche zu Geheimangenten ausgebildet. Nur eine Handvoll Eingeweihter weiß über das streng geheime Ausbildungsprogramm der Last Line of Defense Bescheid. Das letzte und jüngste Team, welches ausgbildet wird, ist das Team Omega. Einer davon ist Jayden D. Knoxville, der nach seinem ersten Ausbildungsjahr auf seinen ersten Einsatz nach Buenos Aires geschickt wird, der jedoch anders verläuft als geplant.
In der britischen Botschaft arbeitet er als Praktikant in der internen Poststelle, wo er die internen Abläufe beobachten soll. Doch eines Tages sucht die junge Journalistin Sofia González, die
in einem High-Tech-Konzern Futurotec brisante Daten gestohlen hat, in der Botschaft Schutz. Doch ihre Verfolger sind hartnäckig und greifen an. Kurze Zeit später fliegt die Botschaft in die Luft. Jayden und Sofia scheinen eine der wenigen Überlebenden zu sein und geraten ins Visier der Angreifer. Es beginnt eine abenteuerliche Flucht....

Gleich von der ersten Seite an haben wir es mit einer sehr actionreichen und spannenden Story zu tun. Um etwas Luft rauszunehmen, gibt es in einem zweiten Handlungsstrang Rückblicke in die Vergangenheit von Jayden. Wir erfahren mehr über sein Leben, wie er zur Sondereinheit gekommen ist und darüber, wie die streng geheime Ausbildung abläuft. Dabei lernen wir auch die beiden anderen "Rekruten" von Team Omega kennen: Leonarda "Lenny" Zarakis und Erik Tuomi.
Gegenwart und Vergangenheit werden im
Wechsel erzählt, was die Spannung erhöht. Ich muss zugeben, dass mir der Blick ins Ausbildungsprogramm und die Freundschaft zwischen den drei sehr unterschiedlichen Charakteren fast besser gefallen hat, als die Hauptgeschichte rund um die Flucht mit Sofia. Trotzdem ergänzen sich die beiden Handlungsstränge perfekt.

Der Jugend-Agenten-Thriller lässt sich leicht lesen und ist sprachlich auch an die jugendliche Leserschaft angepasst. Witzige Dialoge und kurze Kapitel sprechen sicher auch diejeningen an, die normaler Weise weniger lesen und hier eine spannende und actionreiche Geschichte bekommen, die man schwer aus der Hand legen kann. Über das eine oder andere Klischee sollte man vielleicht hinwegsehen. Man kann natürlich dieses Jugendbuch nicht mit Grubers Erwachsenenthrillern vergleichen, trotzdem hat mich der erste Band der Trilogie sehr gut unterhalten.

Fazit:
Andreas Gruber hat mit dem Auftakt seines neuen Jugend-Agenten-Thrillers eine rasante und temporeiche Geschichte mit viel Action erschaffen. "Last Line of Defense" erinnert an einen James Bond Film mit jugendlichen Darstellern und unterhält wieder auf ganzer Linie.

 


Das Eulentor - Andreas Gruber

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     

     

    • Broschiert: 370 Seiten
    • Verlag: ‎ Luzifer Verlag; 1. Edition (30. November 2021)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3958356214
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3958356214
    • Genre: Horrorthriller



Luzifer Kurzbeschreibung:
Im August 1911 segeln Alexander Berger, der Kartograph Hansen und eine Handvoll Norweger ans Ende der Welt. Inmitten zerklüfteter Gletscher und arktischer Temperaturen sterben die Teilnehmer an Erfrierungen, stürzen in Gletscherspalten oder verschwinden unter mysteriösen Umständen im Blizzard. Kurz vor Abbruch der Expedition entdecken die Überlebenden einen mysteriösen Schacht, der senkrecht und scheinbar endlos tief in die Erde führt. Sie wollen dieses Rätsel, das jedem physikalischen Gesetz widerspricht, lösen. Der gefährliche Abstieg in die Dunkelheit beginnt, wo Tod und Wahnsinn lauern … 

Meine Bewertung: * * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Das ist mein zweites Buch aus dem Horror-Genre von Andreas Gruber. "Der Judasschrein" war ein Highlight für mich und auch "Das Eulentor" ist eine tolle spannende Geschichte, die mich fasziniert hat. Andreas Gruber ist ja mein Lieblings-Thriller-Autor, aber er kann vorallem auch Horror sehr gut.

Wir befinden uns in Spitzbergen im Jahre 1911 und in der Gegenwart im Jahre 2021. Andreas Gruber hat "Das Eulentor" bereits vor Jahren geschrieben und die Geschichte vor kurzem überarbeitet und den Gegenwartsstrang um Neele hinzugefügt, der sich perfekt ergänzt.

Der Wiener Arzt Alexander Berger reist 1911 mit einer kleinen internationalen Expeditionsgruppe nach Norwegen, Richtung Nordpol. Ihr Ziel ist die Erkundung von Spitzbergen und die Erstellung einer Karte des bisher unerforschten Gebietes. Die Gruppe merkt jedoch sehr schnell, dass die Expedition unter keinem guten Stern steht. Als sie kurz davor sind diese abzubrechen, entdecken sie einen mysteriösen Schacht. Dieser führt senkrecht und immer mit gleichbleibendem Durchmesser in die Tiefe. Er widerspricht allen physikalischen Gesetzen und erweckt ihre Neugier. Die Gruppe wagt den Abstieg in den Schacht, wo Tod und Wahnsinn lauern....

Der Gegenwartsstrang ist die Rahmenhandlung und beginnt temporeich. Neele Tujunen reist undercover nach Spitzbergen zur Ice-Station "Sibirion", wo es zu unerklärlichen Todesfällen gekommen ist. Auch Neele verspürt sehr schnell die Gefahr, die von diesem Flecken Erde ausgeht. Sie verschanzt sich in einem der Gebäude, wo sie die Tagebücher von Alexander Berger findet und liest. Nach und nach erfährt sie, was sich von Beginn der Expedition 1911 bis zum Jahre 1914 ereignet hat und übersieht dabei fast das Grauen vor der eigenen Tür...

Der Hauptfokus liegt auf den Vergangenheitsstrang, der eher gemächlich beginnt und wir der Expedition folgen. Mit der Zeit lassen einem die unterschwelligen Horrormomente, die Gruber perfekt insziniert, das Blut in den Adern gefrieren. Der Schacht, der eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf die Gruppe ausübt, sowie die mysteriöse Atmosphäre, halten die Spannung aufrecht. Mit eisiger Kälte, Stürmen und aufbrechenden Gletscherspalten entsteht beim Lesen noch dazu ein eisiger Schauer, der einem den Rücken runterläuft....

Man fühlt sich beim Lesen selbst als Teilnehmer der Gruppe und wird trotzdem immer wieder von Wendungen überrascht, die man nicht vorausgeahnt hat. Der Schreibstil ist, wie von Andreas Gruber gewohnt, temporeich. Die Charaktere sind sehr detaiiliert beschrieben und facettenreich. Man fiebert mit den Figuren auf den gesamten 370 Seiten mit.
Obwohl ich sonst eigentlich kaum Horror lese, ist auch dieses Werk von Andreas Gruber wieder ein Spitzentitel.

Fazit:
Ein düsterer und spannender Aufenthalt im ewigen Eis. Nicht umsonst ist Andreas Gruber mein Lieblingsautor, der mich immer wieder aufs Neue begeistert. Horror und Mystic kann er hervorragend und überzeugt sogar mich damit, obwohl ich nur sehr wenig in diesem Genre lese. Leseempfehlung!

Der Judasschrein - Andreas Gruber

    Die Bildrechte liegen beim Verlag



    • Broschiert: 534 Seiten
    • Verlag: Luzifer-Verlag; Auflage: 1 (31. März 2020)
    • ISBN-10: 3958354807
    • ISBN-13: 978-3958354807
    • Genre: Horror, Thriller



Luzifer Kkurzbeschreibung:
In dem abgeschiedenen Dorf Grein am Gebirge, eingeschlossen zwischen den Bergen und einem Fluss, wird eine verstümmelte Mädchenleiche entdeckt, der mehrere Rückenwirbel fehlen. Als Kommissar Alex Körner und sein Team mehrere Exhumierungen anordnen, nehmen die Ermittlungen eine ungeahnte Wendung. Zudem spitzt sich die Lage zu, als der vom Dauerregen stark angeschwollene Fluss über die Ufer tritt. Vom Hochwasser eingeschlossen und von der Außenwelt abgeschnitten, kommt eine schreckliche Wahrheit ans Licht und die grausamen Morde gehen weiter …

Meine Bewertung: * * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Wie die meisten von euch wissen, bin ich absoluter Andreas Gruber Fan. Nun habe ich mich erstmals an seinen aus dem Jahr 2005 neu aufgelegten Horrorroman "Der Judasschrein" gewagt und bin genauso begeistert.
In die Stimmung, die in Grein am Gebirge herrscht, brauchte ich mich nicht wirklich einzustimmen, denn kurz bevor ich das Buch zu lesen begann, wurden auch unser Ort überflutet. Und wenn ich aus dem Fenster blickte, sah ich genau dasselbe regnerische und düstere Wetter, wie im Buch beschrieben. Die Stimmung war also schon mal gegeben!

Gemeinsam mit dem Wiener Kommissar Alex Körner, der mit knapp 14 Jahren seinen Geburtsort Grein am Gebirge verlassen hat, kehre ich das niederösterreichische Dorf zurück. Ein spektakulärer Mordfall an einem jungen Mädchen führt ihn und sein Team zurück an dem Ort, den er nie mehr betreten wollte. Vor 27 Jahren hat er ihn nach einem furchtbaren Vorfall verlassen. Zur selben Zeit tritt der Fluss über die Ufer und die Brücke, die aus Grein hinausführt, ist nicht mehr passierbar. Die Lage beginnt sich immer mehr zuzuspitzen....

Es beginnt als typischer Krimi mit Ermtittlungsarbeiten, während die düsteren und rätselhaften Anteile immer mehr zunehmen. Spannung und Mystik gehen Hand in Hand. Körner und seine Kollegen stoßen bei den Dorfbewohnern auf eine Mauer des Schweigens. Diese scheinen ein Geheimnis zu haben, denn sie stellen sich gegen die ermittelnden Polizisten. Zusätzlich fallen Körner und seinem Team einige verstörende Merkmale bei einigenBewohnern auf.

Die außergewöhnliche Verstümmelung weiterer Todesopfer hinterlassen bei Körner und seinem Team immer mehr Rätsel, aber auch ein sehr unheimliches Gefühl. Als Leser rätselt man mit den Ermittlern mit. Seltsame Tagebucheinträge eines Messdieners aus dem Jahre 1864 und weitere Rückblenden ins Jahr 1937 über ein großes Grubenunglück verdichten die gruselige Atmosphäre. Der Spannungsbogen steigt kontinuerlich an. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.
Diese Stimmung im Dorf und unter den Einheimischen ist die ganze Zeit über greifbar und vom Autor perfekt insziniert. Viele Eigenheiten zeigen aber auch ganz normale Züge. Jeder, der je in ein kleines Dorf zugezogen ist, weiß wie schwierig es ist, dort angenommen zu werden.

Zum Ende legt Gruber noch ein Schäufelchen nach und zieht den Leser in einen Sog des Grauens. 

In Anlehnung an H.P. Lovecraft und seinen Cthulhu-Mythos hat Andreas Gruber eine grandiose Geschichte geschrieben, die mich, die eigentlich keinen Horror liest, vollkommen überzeugen konnte.

Fazit:
Mein Ausflug ins Horror-Genre, allerdings mit einem wohlbekannten Autor, hat mir spannende Stunden bereitet. "Der Judasschrein" konnte mich mit düsterer Stimmung, seltsamen Dorfbewohnern, die vor nichts zurückschrecken und einem Vorfall in der Vergangenheit, der das Böse erweckt, überzeugen...einfach grandios!

Vielen Dank an den Luzifer-Verlag für das Rezensionsexemplar, sowie an Lovelybooks für die tolle Leserunde mit Andreas Gruber


[LESUNG] Andreas Gruber und Hazel Frost lesen im Rahmen des Thalia Krimifestes in St. Pölten

Hallo meine Bücherwürmer!

Am 23. Oktober war ich auf einer weiteren Lesung im Rahmen des Thalia Krimifestes in Sankt Pölten. Es war die allererste Lesung, die direkt in der Thalia Buchhandlung stattfand. Alle anderen Lesungen, die ich bereits über Thalia Sankt Pölten besucht habe, fanden im Kino Cinema Paradiso statt. Gemütlicher ist es auf alle Fälle direkt in der Buchhandlung, wo im 2. Stock die Besucher empfangen wurden.

Foto: Martina Luger
Es war auch das erste Mal, dass zwei Autoren hintereinander aus ihren Büchern lasen bzw. mit dem Publikum kommunizierten. Und wie schon ein paar Mal in unserer Landeshauptstadt erlebt, war auch diesmal die Organisation etwas chaotisch (ausgenommen die beiden Lesungen in den Bibliotheken).
Zuerst funktionierte das Mikrofon nicht und dann war man nicht sicher, wer zuerst lesen sollte. Beide Autoren schienen auch nichts davon gewusst zu haben, dass sie nicht alleine lesen...
So begann die Lesung mit der deutschen Krimiautorin Katja Bohnet, die ihren ersten Thriller unter dem Pseudonym Hazel Frost im Droemer Knaur Verlag veröffentlicht hat
____________________________


Kurz zum Inhalt:
Der smarte Russe Dima war nur mal kurz für kleine Jungs. Als er zum Wagen seiner Familie zurückkommt, sind sein Vater und seine Schwestern tot – durch Kopfschüsse aus nächster Nähe eiskalt hingerichtet. Vom jüngsten Familienmitglied, der sechsjährigen Mathilda, fehlt jede Spur. Dima hat nicht die leiseste Ahnung, in was seine Familie verwickelt war. Er weiß nur, dass er Mathilda finden muss – und den Mörder. Eine gnadenlose wie halsbrecherische Verfolgungsjagd durchs bayrische Voralpenland nach München beginnt, an deren Ende für Dima alles, was ihm noch geblieben ist, auf dem Spiel steht

meine Rezi: *klick
_________________________________________

Wer meine Rezension zum Buch gelesen hat weiß, dass ich nicht wirklich begeistert von diesem sehr derben und abstrusen Thriller war. Begeistert war ich allerdings vom Vortrag der Autorin. Ich habe nun schon einige Lesungen besucht, aber noch kein Autor und keine Autorin hat so lebendig und mit vollem Einsatz aus ihrem Buch gelesen - wirklich toll!


Hazel Frost verriet uns auch, warum sie plötzlich unter Pseudoynm schreibt und sich dem Thriller widmet. Unter ihrem Klarnamen Katja Bohnet schreibt sie Krimis, die in Deutschland spielen, aber sie wollte schon immer einen typisch amerikanisch angehauchten Thriller schreiben a la Pulp Fiction. Jahrelang lag ihr Entwurf in der Schublade und Auslöser war das Verbrechen an einer Familie in den französischen Alpen im Jahr 2012, das bis heute nicht aufgeklärt ist.
Eine sehr sympathische Autorin!
___________________________________________________________

Nach Hazel Frost war mein Lieblings-Thriller-Autor Andreas Gruber an der Reihe. Das ist mittlerweile seine 4. Lesung, die ich besuche und er stellte seinen 5. Band der Todesreihe vor
.

Kurz zum Inhalt:
Eine geheimnisvolle Nonne betritt das BKA-Gebäude in Wiesbaden und kündigt an, in den nächsten 7 Tagen 7 Morde zu begehen. Über alles Weitere will sie nur mit dem Profiler Maarten S. Sneijder sprechen. Doch der hat gerade gekündigt, und so befragt Sneijders Kollegin Sabine Nemez die Nonne. Aber die schweigt beharrlich – und der erste Mord passiert. Jetzt hat sie auch Sneijders Aufmerksamkeit. Und während die Nonne in U-Haft sitzt, werden Sneijder und Nemez Opfer eines raffinierten Plans, der gnadenlos ein Menschleben nach dem anderen fordert und dessen Ursprung in einer grausamen, dunklen Vergangenheit liegt …

 _______________________________________________

Wenige Wochen vor der Lesung lief der erste Krimi aus der Reihe im TV, nämlich "Todesfrist" auf Sat1. Natürlich gab es von den Zuhörern einige Fragen dazu. Andreas Gruber war mit der Verfilmung zufrieden, während doch einige Leser bemängelten, dass bereits zu Beginn eine Änderung vorgenommen wurde und einiges nicht stimmig war. Einigen gefiel die Figur des Maarten S. Sneijder nicht, andere stellten wiederum fest, dass einiges an Inhalt fehlte.
 Wie Andreas Gruber meinte, sei es kaum möglich einen komplexen Fall von über 400 Seiten mit zwei Handlungssträngen und Rückblenden in 90 Minuten in einem Film zusammenzufassen. Gefallen hat uns allerdings, dass der Autor selbst einen kurzen Auftritt á la Alfred Hitchcock im Film hatte.
 
Wer gerne mehr darüber lesen möchte, kann ein Interview mit Maarten S. Sneijder auf facebook von "Zwischen den Zeilen" lesen (datiert 24. Oktober 2019) Ich kann es nur empfehlen!!
 

Wer schon eine Lesung von Andreas Gruber besucht hat, weiß auch, dass er kaum aus seinen Büchern liest, sondern Anekdoten erzählt, die mit seinen Thrillern und vorallem mit dem aktuellen Thriller zusammenhängen. Es ist immer wieder ein Spaß seinen humorvollen Erzählungen zu lauschen.

Sein nächstes Buch ist bereits in der Endphase und es wird zu unserer aller Überraschung ein neuer Teil seiner allerersten Krimireihe rund um den Ermittler Peter Hogart sein. Darauf freue ich mich schon sehr.


 Das obligatorische Foto von mir mit Andreas Gruber darf natürlich auch nicht fehlen


ebenso, wie die Signatur in mein Buch

Es war ein wirklich toller Abend, der mir noch lange in Erinnerung bleiben wird.


Lesung Andreas Gruber [Erster St.Pöltner Krimi-Herbst]

Verwendung des Logos mit schriftlicher Genehmigung des Veranstalters

Wie bereits in meiner Post zum ersten St. Pöltner Krimi-Herbst angekündigt, freue ich mich auf diverse Lesungen grandioser österreichischer und deutscher Thriller- und Krimi Autoren
vom 4.-13. Oktober 2018.

Leider hat niemand von euch mitgerätselt, welche Lesungen ich mir anhören werde.
Dass ich aber die von meinem Lieblings Thriller Autoren Andreas Gruber nicht auslassen werde, ist wohl jedem klar, der meinem Blog regelmäßig folgt.

ANDREAS GRUBER

Kurz zum Inhalt:
Mehrere Männer im besten Alter, erfolgreich und vermögend, werden grausam ermordet – und obwohl sie in verschiedenen Städten lebten, haben sich alle kurz vor ihrem Tod mit einer geheimnisvollen dunkelhaarigen Frau getroffen. Doch diese bleibt ein Phantom. Das müssen auch Kommissar Walter Pulaski in Leipzig und Anwältin Evelyn Meyers in Wien feststellen, die beide in die Fälle verwickelt werden. Anders als die Polizei lassen sie sich jedoch nicht entmutigen, erst recht nicht, als sie erkennen, dass sie die Mordserie nur gemeinsam lösen können. Allerdings ist der Täter raffinierter, als sie denken – und spielt auch mit ihnen sein gefährliches Spiel.

*hier* geht es zu meiner Rezension 
____________________________________________

Natürlich habe ich mich am 5. Oktober aufgemacht und die neue Location für diese Veranstaltung gesucht. In einem ehemaligen Papier- und Geschenkartikel/Spielwaren Geschäft, welches ich wirklich jahrzehntelang besucht habe und das vor ca. 2 Jahren geschlossen hat, öffnet nun seine Pforten für den ersten St.Pöltner Krimi Herbst.

Zugegeben...ich war enttäuscht! Nackte Wände, kaum Mobilar und vorallem die Erhebung, wo der Autor vor seinen Zuhörern liest - eine Euro Palette! - haben mich schnell ernüchert. Trotzdem will ich nicht meckern und bin froh, dass wir so ein Event endlich auch bei uns haben.
 

Der Autor hat wieder grandios durch seine Lesung geführt, wobei er ja nur wenig aus seinen Büchern liest, sondern mehr plaudert. Die Zuhörer der ausgebuchten Lesung genossen seine humorigen Anekdoten sehr.

 Natürlich habe ich mir auch mein Buch wieder signieren lassen 
Und zum Abschluss gab es noch ein Fan Foto mit dem Autor


Und welche Lesung werde ich wohl als Nächste besuchen????

Gekennzeichnet  gemäß § 2 Nr. 5 TMG  als Werbung: 

Rachewinter - Andreas Gruber

    Die Bildrechte liegen beim Verlag


    • Taschenbuch: 592 Seiten
    • Verlag: Goldmann Verlag (17. September 2018)
    • ISBN-10: 3442486556
    • ISBN-13: 978-3442486557
    • Genre: Thriller
    • Reihe: ja - Band 3 um Walter Pulaski



Goldmann Kurzbeschreibung:
Mehrere Männer im besten Alter, erfolgreich und vermögend, werden grausam ermordet – und obwohl sie in verschiedenen Städten lebten, haben sich alle kurz vor ihrem Tod mit einer geheimnisvollen dunkelhaarigen Frau getroffen. Doch diese bleibt ein Phantom. Das müssen auch Kommissar Walter Pulaski in Leipzig und Anwältin Evelyn Meyers in Wien feststellen, die beide in die Fälle verwickelt werden. Anders als die Polizei lassen sie sich jedoch nicht entmutigen, erst recht nicht, als sie erkennen, dass sie die Mordserie nur gemeinsam lösen können. Allerdings ist der Täter raffinierter, als sie denken – und spielt auch mit ihnen sein gefährliches Spiel ...

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Endlich ist er da - der dritte Band rund um Walter Pulaski und Evelyn Meyers. Montaelang habe ich dem neuen Thriller meines Lieblings-Thriller-Autoren Andreas Gruber entgegen gefiebert und wie gewohnt hat er mich nicht enttäuscht!
Vorweg an alle Leser, die Band 1 und 2 nicht kennen: Man kann "Rachewinter" (im Gegensatz zur Todesreihe mit Maarten S. Sneijder) auch ohne Vorkenntnisse lesen.

Wie üblich ist man bei Andreas Gruber ab der ersten Seite mitten im Geschehen. Wir befinden uns in Wien. Zwei Dachdecker werden bei ihrer Arbeit auf eine heiße Sexszene im gegenüberliegenden Penthouse aufmerksam. Sie beginnen mitzufilmen und erleben bald darauf einen großen Schock. Sie werden Zeuge eines Mordes. Als die Polizei eintrifft ist der Mörder bereits geflohen. Doch die Aufnahme liefert den Täter schnell ans Messer. Es soll sich um Michael Kotten handeln, der seinen Lebensgefährten Johann Wulf ermordet hat. Dieser steht kurze Zeit später im Büro von Anwältin Evelyn Meyers und bittet sie seine Verteidigung zu übernehmen. Michael Kotten erklärt Evelyn, dass er unschuldig sei, denn er ist nicht schwul, sondern Transgender und stecke mitten in seiner Verwandlung vom Mann zur Frau. Außerdem hat er den Mord nicht verübt. Evelyn und ihr neuer Assistent Florian Zock, genannt Flo, nehmen sich dem Fall an und entdecken schnell, dass ihr Verdächtiger aus einer mächtigen Familie kommt. Sein Vater, Richard von Kotten, betreibt ein Glücksspielimperium, sein Onkel ist Politiker, die Tante ist Ärztin. Michael sei außerdem das schwarze Schaf der Familie und sein Vater hasst ihn. Von Richard von Kotten sei deswegen keine Hilfe zu erwarten. Doch kurze Zeit später legt Michael Kotten ein Geständnis ab....

Im zweiten Handlungstrang in Leipzig wird Kommissar Walter Pulaski zu einem Toten in einem Motel gerufen. Der Geschäftsmann Klaus Hinze wird mit einer Schere im Ohr im Bad seines Hotelzimmer tot aufgefunden. Pulaski glaubt nicht, wie die Gerichtsmedizin, an einem Unfall. Diese geht davon aus, dass er aus der Dusche kommend beim Barthaar schneiden, ausgerutscht ist. Doch die fehlenden Leichenflecken und kleine Blutspritzer in der Unterhose erhärten seinen Verdacht. Pulaski ist noch immer im Kriminaldauerdienst, sprich er darf einen neuen Mordfall nur kurz nach dem Auffinden der Leiche bearbeiten und muss ihn danach abgeben. Wer den knurrigen und zynischen Kommisar kennt, weiß auch, dass er sich selten daran hält. Als er entdeckt, dass der Tote der Vater von Nina, der Freundin seiner Tochter Jasmin ist, recherchiert er auf eigene Faust weiter. Und auch Nina und Jasmin versuchen die letzten Tage und Stunden des Mordopfers zu ergründen und stoßen auf eine mysteriöse Frau im roten Kleid. Als weitere Morde geschehen und dieselben unerklärlichen Blutflecken auftauchen, legt Pulaski alle Hemmungen ab und ermittelt...

Wie bereits in den Vorgängerbänden des Autors werden wieder zwei Handlungsstränge verknüpft, die erst gegen Ende des Thrillers zusammenlaufen. Auch Personen und Handlungsorte sind ident, denn es handelt sich um Evelyn Meyers, Anwältin aus Wien, und Kriminalhauptkommissar Walter Pulaski aus Leipzig.
Der Wiener Erzählstrang ist dabei etwas präsenter, als der deutsche. Bis sich beide Handlungsstränge zum Finale in Leipzig treffen, verfolgt man mit angehaltenem Atem die temporeiche Geschichte und hofft auf ein positives Finale. Dabei hat der Autor diesmal einige interessante Gedanken und Inhalte in petto. Vorallem muss ich ein großes Lob betreffend dem Thema der Transsexualität aussprechen. Andreas Gruber hat sehr gut recherchiert und die Unterschiede immer wieder in verschiedenen Situationen dem Leser verständlich gemacht. Außerdem finde ich es klasse, dass sich ein Autor dem Thema widmet und noch dazu in einem Thriller.

Andreas Gruber überrascht wirklich in jedem neuen Buch mit verrückten Tatwaffen oder grausamen ungewöhnlichen Morden. Auch diesmal ist es so. Woher er die Ideen dazu nimmt, möchte ich gar nicht wissen ;)
 
Doch warum gebe ich meinem Lieblings-Thriller-Autor diesmal keine 5 Sterne?
Es ist das Ende, das mir einfach zu unrealistisch war. Ab dem Zeitpunkt des finalen Showdowns in der Villa hatte ich leichte Probleme mit der Glaubwürdigkeit des Ganzen. Die Spannung war zwar auf dem absoluten Höhepunkt und bis zu diesem Grande Finale war ich wieder absolut begeistert von Grubers gefinkelten Morden und überraschenden Wendungen. Jedoch war der für mich etwas konstruierte Schluss eine kleine Enttäuschung. Das bedeutet diesmal "nur" 4 1/2 Sterne statt meiner üblichen vollen 5 Sterne.

Schreibstil:
Der Autor schreibt gewohnt temporeich, bildhaft und rasant. Verblüffende Wendungen und ein konstant aufbauender Spannungsbogen lassen dem Leser an die Seiten fesseln. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Dazu erhöhen kurze Kapitel, die mit Datum versehen sind, so wie die wechselnden Perspektiven die Intensivität der Geschichte.
Die Charaktere sind nicht stereotyp, sondern facettenreich und lebendig.

Cover:
 

Noch ein Wort zu den Covern, die wiederum neu aufgelegt wurden (siehe oben). Ganz erschließt sich mir der Grund nicht. Ich habe nun drei verschiedene Cover im Regal und werde diese sicherlich nicht umtauschen, da alle vom Autor signiert sind! Ich habe das uralte Cover von Rachesommer, das schwarze Cover von Racherherbst und nun das neue von Rachewinter hier stehen. Mit einem Klick zur Rezension der jeweiligen Bücher könnt ihr diese Cover alle ansehen. Man kann nur hoffen, dass beim Erscheinen von Rachefrühling nicht wieder alle Cover ausgetauscht werden!!

Fazit:
Spannend von der ersten Seite an - ein echter Gruber eben! Überraschende Wendungen und überaus fantasievolle Mordpraktiken ließen mich kaum das Buch aus der Hand legen. Nur das Ende hat mich diesmal nicht zu 100% überzeugt. Deswegen sind es "nur" 4 1/2 Sterne statt 5, die ich bei Portalen, die nur ganze Sternebewertungen haben, gerne aufrunde.

Vielen Dank an den Goldmann Verlag für das Rezensionsexemplar!

Die Reihe um Walter Pulaski und Evelyn Meyers:
  1. Rachesommer  *Rezi*
  2. Racheherbst   *Rezi*

Die Engelsmühle - Andreas Gruber



    • Taschenbuch: 384 Seiten
    • Verlag: Goldmann Verlag (16. April 2018)
    • ISBN-10: 3442481236
    • ISBN-13: 978-3442481231
    • Genre: Krimi
    • Reihe: ja - Band 2 (Peter Hogart ermittelt)



Goldmann Kurzbeschreibung:
In einer Villa am Stadtrand Wiens wird der pensionierte Arzt Abel Ostrovsky brutal gefoltert und ermordet. Vor seinem Tod konnte Ostrovsky noch ein Videoband verstecken. Auf der Suche nach diesem Film zieht der Mörder eine blutige Spur durch die Stadt. Dem Privatdetektiv Peter Hogart gelingt es, das Video zu finden, von dem er sich einen entscheidenden Hinweis auf den Täter erhofft. Doch die rätselhafte kurze Schwarz-Weiß-Sequenz, die über den Bildschirm flimmert, gibt Hogart nur noch weitere Rätsel auf. Der entscheidende Hinweis zu deren Lösung scheint in der Vergangenheit zu liegen – und in einer verlassenen Mühle vor den Toren der Stadt ...

Meine Bewertung: * * * *undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
"Die Engelsmühle" ist ein früher Krimi aus der Feder von Andreas Gruber, der neu aufgelegt wurde. Nachdem schon der erste Band der Reihe "Die schwarze Dame" rund um Versicherungsdetektiv Peter Hogart im Dezember 2017 im neuen Gewand im Goldmann Verlag erschienen ist, kommt nun auch Band 2 zu dieser Ehre ;) Beide Krimis sind Ende der 2000er Jahre im Festa Verlag erschienen. Ich finde sie ehrlich gesagt zu unblutig für diesen Verlag und sie passen eindeutig besser in die Randomhouse Gruppe.

Diesmal spielt der Krimi in Hogarts Heimatstadt Wien. Alles dreht sich ein rätselhaftes Videoband, welches Peters Bruder Kurt nach einem Anruf von seinem alten Lehrer Dr. Abel Ostrovsky erhalten soll. Doch bevor dies passiert wird Ostrovsky tot aufgefunden. Der alte Mann wurde brutal gefoltert. Hogarts Bruder Kurt gerät damit schnell in den Kreis der Tatverdächtigen. Peter setzt alles daran seinen Bruder zu entlasten und findet auch das ominöse Videoband. Doch der Film darauf zeigt nur eine Patientin, Dr. Linda Bohmann, die seit einem Unfall im Rollstuhl sitzt. Linda ist Dozentin an der Uni, ihre Zwillingsschwester Madeleine ist eine extravagante Künstlerin. Peter macht sich gemeinsam mit seiner Nichte Tatjana auf zur Universität für angewandte Kunst....

Hogart steht diesmal schwer unter Zeitdruck, denn eigentlich hat er einen mutmaßlichen Fall von Brandstiftung aufzuklären, während sich gleichzeitig der Ring um seinen Bruder Kurt immer enger zuzieht. Als auch noch ein weiterer Toter aufgefunden wird, der noch vor Ostrovsky getötet wurde, hat er kein Alibi für diesen Zeitpunkt. Die weitere verstümmelte Leiche lässt auf einen Serienmörder oder einen Racheakt schließen. Während sich die Polizei auf seinen Bruder einschießt, folgt Hogart diversen andere Spuren...

Die Charaktere sind wieder sehr lebendig beschrieben. neben dem eigenwilligen Peter Hogart, seiner Liebe zu Flohmärkten, alten Filmen und Platten, sind besonders die Zwillingsschwestern Linda und Madeleine Bohmann großartig dargestellt. Auch Peters Nichte Tatjana, eine Punkerin, die gerne in seine Fußstapfen als Detektivin treten möchte, sowie die beiden Ermittler der Polizei, Wolfgang Eichinger und Rolf Garek (Wolf & Rolf) denen er immer wieder in die Quere kommt, wurden sehr facettenreich dargestellt. Dabei bricht auch der trockene Humor des Autors immerr wieder durch, der mir sehr gefällt mir.
Nach einem eher langsameren Beginn steigt die Spannungskurve stetig an bis es zu einem fulminaten Finale kommt.

Mir hat der zweite Teil besser gefallen, als sein Vorgänger, obwohl ich ziemlich früh wusste, wer der Täter ist und auch das Geheimnis zu schnell erahnte. Anfangs noch ein bisschen schleppend wurde der Krimi immer spannender und ich hatte das Buch viel zu schnell in einem Rutsch durchgelesen.

Cover:


Das alte Cover, welches 2008 im FESTA Verlag erschienen ist, möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten

Fazit:
Der zweite neuaufgelegte Krimi von Andreas Gruber rund um Versicherungsdetektiv Peter Hogart kann mit einigen richtigen Spannungsmomenten punkten. Bei Band 2 legt  Gruber definitiv an Qualität zu und führt schon leicht in die Richtung seiner Bestseller rund Pulaski oder Maarten S. Sneijder. Obwohl ich dem Mörder bald auf der Spur war, wollte ich unbedingt wissen, ob ich auch Recht mit meiner Vermutung habe.
Gerne würde ich auch noch einen weiteren Teil um Peter Hogart lesen, doch ob Andreas Gruber seine beiden anderen Ermittlerteams so lange aus den Augen lässt? ;)  Ich fürchte fast nicht...

Die Reihe um Peter Hogart:
  1. Die Schwarze Dame *Rezi*
  2. Die Engelsmühle

Schwarze Dame - Andreas Gruber



    • Taschenbuch: 384 Seiten
    • Verlag: Goldmann Verlag (18. Dezember 2017)
    • ISBN-10: 3442480264
    • ISBN-13: 978-3442480265
    • Genre: Krimi, Thriller
    • Reihe: Band 1 (Peter Hogart ermittelt)
    •  

Goldmann Kurzbeschreibung:
Auf der Suche nach einer spurlos verschwundenen Kollegin wird der Wiener Privatermittler Peter Hogart nach Prag geschickt. Doch die Goldene Stadt zeigt sich Hogart von ihrer düstersten Seite: Mit seinen Ermittlungen sticht er in ein Wespennest und hat binnen Stunden nicht nur eine Reihe äußerst zwielichtiger Gestalten, sondern auch die gesamte Prager Kripo gegen sich aufgebracht. Nur die junge Privatdetektivin Ivona Markovic, die gerade eine Reihe bizarrer Verstümmelungsmorde untersucht, scheint auf Hogarts Seite zu stehen. Als die beiden bei einem Anschlag nur knapp dem Tod entrinnen, wird klar, dass es eine Verbindung zwischen ihren Fällen geben muss. Und dass ihnen die Zeit bis zum nächsten Mord davonläuft ...

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Goldmann Challenge

Meine Meinung:
Als großer Andreas Gruber Fan bin ich nun auch neugierig auf die ersten Bücher des Autors geworden. Der Goldmann Verlag hat eben erst "Schwarze Dame", das bereits 2007 im FESTA Verlag veröffentlicht wurde, neu aufgelegt. Hier passt das Buch meiner Meinung auch deutlich besser hin, denn ich finde im Vergleich zu Grubers neuen Thrillern ist Peter Hogarts erster Fall viel zu wenig "blutig". Ich würde ihn sogar eher als Krimi und nicht als Thriller einordnen.

Versicherungsdetektiv Peter Hogart wird von Wien nach Prag geschickt. In der tschechischen Hauptstadt sollen äußerst wertvolle Gemälde des Künstlers Oktavian bei einem Brand in der Prager Nationalgalerie angeblich vernichtet worden sein. Alexandra Schelling, eine Kollegin, war für eine Versicherungsagentur in Prag unterwegs und anscheinend einem groß angelegten Versicherungsbetrug auf der Spur. Kurz vor ihrem Rückflug nach Wien ist Schelling allerdings spurlos verschwunden. Nachdem weder die tschechische, noch die Wiener Polizei Spuren der Vermissten finden, soll Hogart seine Kollegin aufspüren, ihren letzten Spuren folgen und den Versicherungsbetrug aufdecken. Kaum in Prag angekommen macht er die Bekanntschaft mit dem Mafiaboss Greco und seinen Schlägern. Aber auch Ivona Markovic, eine Privatdetektivin, kreuzt seinen Weg, die einen Serienmörder sucht. Bald bemerken die beiden Detektive, dass es einige Parallelen zwischen ihren Fällen gibt. Der zu Beginn thematisierte Versicherungsbetrug gerät sehr bald in den Hintergrund und Hogart und Markovic sind nun auf der Jagd eines Serienkillers....

Man merkt, dass "Schwarze Dame" ein Frühwerk des Autoren ist. Während Hogart authentisch und vorallem facettenreich beschrieben wird, sind manche Nebenfiguren sehr klischeehaft oder bleiben noch zu blass. Auch die Spannung kommt erst nach dem ersten Drittel des Krimis auf. Der Spannungsbogen steigt allerdings kontinuierlich an und endet in einem temporeichen Finale.

Besonders hervorheben muss man allerdings die wirklich atmosphärische und ausführliche Beschreibung der Stadt Prag. Andreas Gruber hat die Schausplätze so gelungen beschrieben, dass man am liebsten sofort nach Prag fahren möchte und diese -  wirklich wunderschöne - Stadt besuchen und auf Peter Hogarts Spuren wandeln möchte.

Natürlich werde ich auch den zweiten Fall "Die Engelsmühle" noch lesen, den der Goldmann Verlag ebenfalls neu auflegt und der am 18. April erscheinen wird.

Cover:

Das alte Cover, welches 2007 im FESTA Verlag erschienen ist, möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten

Fazit:
Die "Schwarze Dame" ist ein guter Thriller/Krimi, der aber noch nicht an Andreas Grubers neuen Werken heranreicht. Besonders gefallen hat mir die atmosphärische Beschreibung Prags. Die Spannung tritt erst nach dem ersten Drittel auf und der Autor vermag mit einigen interessanten Faktoren zu überraschen. Gelungen, aber noch nicht perfekt.

 

Martinas Buchwelten Copyright © 2012 Design by Antonia Sundrani Vinte e poucos