[LESUNG] Andreas Gruber und Hazel Frost lesen im Rahmen des Thalia Krimifestes in St. Pölten

Hallo meine Bücherwürmer!

Am 23. Oktober war ich auf einer weiteren Lesung im Rahmen des Thalia Krimifestes in Sankt Pölten. Es war die allererste Lesung, die direkt in der Thalia Buchhandlung stattfand. Alle anderen Lesungen, die ich bereits über Thalia Sankt Pölten besucht habe, fanden im Kino Cinema Paradiso statt. Gemütlicher ist es auf alle Fälle direkt in der Buchhandlung, wo im 2. Stock die Besucher empfangen wurden.

Foto: Martina Luger
Es war auch das erste Mal, dass zwei Autoren hintereinander aus ihren Büchern lasen bzw. mit dem Publikum kommunizierten. Und wie schon ein paar Mal in unserer Landeshauptstadt erlebt, war auch diesmal die Organisation etwas chaotisch (ausgenommen die beiden Lesungen in den Bibliotheken).
Zuerst funktionierte das Mikrofon nicht und dann war man nicht sicher, wer zuerst lesen sollte. Beide Autoren schienen auch nichts davon gewusst zu haben, dass sie nicht alleine lesen...
So begann die Lesung mit der deutschen Krimiautorin Katja Bohnet, die ihren ersten Thriller unter dem Pseudonym Hazel Frost im Droemer Knaur Verlag veröffentlicht hat
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Kurz zum Inhalt:
Der smarte Russe Dima war nur mal kurz für kleine Jungs. Als er zum Wagen seiner Familie zurückkommt, sind sein Vater und seine Schwestern tot – durch Kopfschüsse aus nächster Nähe eiskalt hingerichtet. Vom jüngsten Familienmitglied, der sechsjährigen Mathilda, fehlt jede Spur. Dima hat nicht die leiseste Ahnung, in was seine Familie verwickelt war. Er weiß nur, dass er Mathilda finden muss – und den Mörder. Eine gnadenlose wie halsbrecherische Verfolgungsjagd durchs bayrische Voralpenland nach München beginnt, an deren Ende für Dima alles, was ihm noch geblieben ist, auf dem Spiel steht

meine Rezi: *klick
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Wer meine Rezension zum Buch gelesen hat weiß, dass ich nicht wirklich begeistert von diesem sehr derben und abstrusen Thriller war. Begeistert war ich allerdings vom Vortrag der Autorin. Ich habe nun schon einige Lesungen besucht, aber noch kein Autor und keine Autorin hat so lebendig und mit vollem Einsatz aus ihrem Buch gelesen - wirklich toll!


Hazel Frost verriet uns auch, warum sie plötzlich unter Pseudoynm schreibt und sich dem Thriller widmet. Unter ihrem Klarnamen Katja Bohnet schreibt sie Krimis, die in Deutschland spielen, aber sie wollte schon immer einen typisch amerikanisch angehauchten Thriller schreiben a la Pulp Fiction. Jahrelang lag ihr Entwurf in der Schublade und Auslöser war das Verbrechen an einer Familie in den französischen Alpen im Jahr 2012, das bis heute nicht aufgeklärt ist.
Eine sehr sympathische Autorin!
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Nach Hazel Frost war mein Lieblings-Thriller-Autor Andreas Gruber an der Reihe. Das ist mittlerweile seine 4. Lesung, die ich besuche und er stellte seinen 5. Band der Todesreihe vor
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Kurz zum Inhalt:
Eine geheimnisvolle Nonne betritt das BKA-Gebäude in Wiesbaden und kündigt an, in den nächsten 7 Tagen 7 Morde zu begehen. Über alles Weitere will sie nur mit dem Profiler Maarten S. Sneijder sprechen. Doch der hat gerade gekündigt, und so befragt Sneijders Kollegin Sabine Nemez die Nonne. Aber die schweigt beharrlich – und der erste Mord passiert. Jetzt hat sie auch Sneijders Aufmerksamkeit. Und während die Nonne in U-Haft sitzt, werden Sneijder und Nemez Opfer eines raffinierten Plans, der gnadenlos ein Menschleben nach dem anderen fordert und dessen Ursprung in einer grausamen, dunklen Vergangenheit liegt …

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Wenige Wochen vor der Lesung lief der erste Krimi aus der Reihe im TV, nämlich "Todesfrist" auf Sat1. Natürlich gab es von den Zuhörern einige Fragen dazu. Andreas Gruber war mit der Verfilmung zufrieden, während doch einige Leser bemängelten, dass bereits zu Beginn eine Änderung vorgenommen wurde und einiges nicht stimmig war. Einigen gefiel die Figur des Maarten S. Sneijder nicht, andere stellten wiederum fest, dass einiges an Inhalt fehlte.
 Wie Andreas Gruber meinte, sei es kaum möglich einen komplexen Fall von über 400 Seiten mit zwei Handlungssträngen und Rückblenden in 90 Minuten in einem Film zusammenzufassen. Gefallen hat uns allerdings, dass der Autor selbst einen kurzen Auftritt á la Alfred Hitchcock im Film hatte.
 
Wer gerne mehr darüber lesen möchte, kann ein Interview mit Maarten S. Sneijder auf facebook von "Zwischen den Zeilen" lesen (datiert 24. Oktober 2019) Ich kann es nur empfehlen!!
 

Wer schon eine Lesung von Andreas Gruber besucht hat, weiß auch, dass er kaum aus seinen Büchern liest, sondern Anekdoten erzählt, die mit seinen Thrillern und vorallem mit dem aktuellen Thriller zusammenhängen. Es ist immer wieder ein Spaß seinen humorvollen Erzählungen zu lauschen.

Sein nächstes Buch ist bereits in der Endphase und es wird zu unserer aller Überraschung ein neuer Teil seiner allerersten Krimireihe rund um den Ermittler Peter Hogart sein. Darauf freue ich mich schon sehr.


 Das obligatorische Foto von mir mit Andreas Gruber darf natürlich auch nicht fehlen


ebenso, wie die Signatur in mein Buch

Es war ein wirklich toller Abend, der mir noch lange in Erinnerung bleiben wird.


6 Kommentare:

  1. Liebe Martina,

    danke für den schönen Bericht und die Bilder!
    So eine Lesung in der Buchhandlung ist bestimmt sehr gemütlich und persönlich.
    Das Bild von Dir und Andreas Gruber ist toll geworden und die Signatur ist ja richtig einzigartig!

    Ich wünsche Dir einen schönen Abend und noch eine gute Woche!

    Liebe Grüße
    Conny

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    1. Danke liebe Conny!
      Wir hatten auch Spaß =) Ich freue mich jedes Mal, wenn mich Andreas Gruber wieder erkennt =)
      Ich liebe Leusngen und hoffe 2020 wieder einige besuchen zu können!
      Alles Liebe
      Martina

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  2. Hallo Martina,

    wow, das klingt ingesamt - trotz der chaotischen Rahmenbedingungen - nach einem tollen Abend. Jetzt finde es noch viel mehr schade, dass es sich bei mir nicht ausgegangen ist. Irgendwann passt's wieder!

    Danke für den liebevollen Bericht! Und die Bilder sind toll geworden.

    Liebe Grüße,
    Nicole

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    1. Liebe Nicole,
      ja, du wurdest schwer vermisst!!!
      Das Licht war auch bei Thalia nicht ganz okay, da es von oben her zu hell war und das ergab dann kein gutes Zusammenspiel. Am ersten Bild bei Andreas kannst du es sehen...
      Liebe Grüße
      Martina

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    2. Hallo Martina,

      aber das Foto von dir und Andreas Gruber ist total schön. Da gibt's nichts zu bemängeln. Die oberen Bilder haben zwar ein paar unbeabsichtigte 'Lichteffekte' - aber besser als die Schummerstimmung, die sonst herrscht.

      Wir finden hoffentlich wieder eine Lesung, bei der es zeitlich passt!

      Liebe Grüße,
      Nicole

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  3. LIebe Martina,

    leider ist mir dieser tolle Beitrag tatsächlich durch die Lappen gegangen, und ich beneide Dich schon um die Lesung. Bei meiner Veranstaltung hat Herr Gruber nicht soviel erzählt - ich kann mir vorstellen, dass er sehr lustige Anekdoten zum Besten gibt ;-)

    Die andere Autorin sagt mir nichts, das Buch ist auch an mir vorbeigegangen, ich les manchmal ganz gerne derbe harte Thriller mal schauen ob es das Buch irgendwo als Leihgabe gibt, dann ist es nicht so schlimm wenns nicht überzeugt.

    Liebe Grüße das Nordlicht

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