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Veilchens Winter


    • Taschenbuch: 288 Seiten
    • Verlag: Haymon Verlag; Auflage: 1. (12. Januar 2015)
    • ISBN-10: 3852189675
    • ISBN-13: 978-3852189673
    • Genre: Krimi, Alpenkrimi


Heymon Kurzbeschreibung:
Abenteuerlicher Einstand im "Heiligen Land" Tirol: Auf die feucht-fröhliche Willkommensfeier an ihrem neuen Innsbrucker Arbeitsplatz folgt für Oberstleutnant Valerie "Veilchen" Mauser direkt die Audienz beim Landeshauptmann. Und der Fall, der ihr dort übertragen wird, hat es in sich: Die Entführung einer russischen Oligarchentochter bei einem Skikurs darf keine Wellen schlagen. Die Untersuchungen müssen streng geheim bleiben. Und auch die neuen Kollegen machen der resoluten Ermittlerin das Leben nicht gerade leicht. Ermittlungen zwischen Skihotels, Hochfinanz und Landespolitik Eine Leiche taucht auf, und ehe sie sich’s versieht, befindet sich Valerie in einem Fall, der rasant Fahrt aufnimmt und in dem sie mehr als nur einmal selbst ins Fadenkreuz gerät. Zwischen Skihotels, Hochfinanz und Landespolitik wittert Veilchen eine Verschwörung und begibt sich in ihrem neuen Revier schnell auf dünnes Eis.

*Ich habe auch hier die Kurzbeschreibung gekürzt, da diese zu viel verrät!* 


Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge 2015

Meine Meinung:
Ein Debütkrimi aus dem "heiligen Land Tirol".....da musste ich mich anmelden, als es bei Lovelybooks eine Leserunde dazu gab! Regionalkrimis lese ich immer wieder gerne zwischendurch und ganz besonders, wenn sie auch noch aus meinem eigenen Land Österreich stammen.

In diesem Buch hat der Autor eine wirklich sehr sympathische und menschliche Ermittlerin als Hauptprotagonistin ausgewählt. Gleich zu Beginn erwacht Valerie Mauser mit einem ordentlichen Kater, den sie sich bei ihrer Einstandsfeier am Vortag nach etlichen Schnäpsen zu viel geholt hat. Noch nicht ganz nüchtern wird sie bereits zu ihrem ersten Fall gerufen und das auch noch direkt vom Landeshauptmann Freudenschuss selbst. Dabei hat sie sich mit der Versetzung von Wien nach Innsbruck etwas mehr Ruhe erhofft. Aber nicht nur ein brisanter neuer Fall, die Entführung der russischen Oligarchentochter Lizah, die vertraulich behandelt werden soll, bereitet Valerie "Veilchen" Kopf zerbrechen. Auch die herrschende Eiszeit ihrer Kollegen und Kolleginnen in ihrem neuen Büro schaut nicht nach Ruhe und Erholung aus. Besonders Kollege Geyer, der sich Chancen auf ihren Job ausgerechnet hatte, verhält sich offen feindselig. Hilfe bei ihren Ermittlungen findet sie nur bei ihrem Exkollegen Stolwerk aus Wien und dem jungen und begabten EDV-Spezialisten Schmatz. Diese Beiden sind es auch, die Veilchen bei ihrem undurchsichtigen Fall helfen, dessen Motiv unklar ist. Denn der russische Milliadär hat sein neues Hotel nicht mit ganz legalen Mitteln übernommen. Oder hat etwa doch die russische Mafia ihre Hände im Spiel? Warum mischt Landeshauptmann Freudenschuss mit? Und weshalb wurde Veilchens Vorgänger von heute auf morgen gekündigt? Motive gibt es viele, aber was steckt wirklich dahinter?

Die Auflösung des Falles hat mich überrascht und der Autor hat mich gekonnt auf die falsche Spur geführt. Zwischenzeitlich hat mir beim Krimi dann doch etwas die Ernsthaftigkeit gefehlt bzw. waren ein paar Szenen meiner Meinung zu überzogen. Trotzdem ist dieser Alpenkrimi herrlich erfrischend und es bleibt Raum für weitere Fälle von Veilchen, Stolwerk und Schmatz.

Schreibstil:
Joe Fischler hat hier einen spannenden Alpenkrimi geschaffen, dem es aber auch an Humor nicht fehlt. Bei einigen Ermittlungsszenen habe ich mich köstlich unterhalten. Der Schreisbstil ist sehr flüssig und die Kapitel sind chronologisch nach Wochentagen verlaufend eingeteilt.
Die Protagonisten sind sehr gut charakterisiert und kommen authentisch rüber. Jeder von ihnen hat kleine Macken und seine eigene persönliche Art. Auch Mutter und Schwester von Veilchen kommen nicht zu kurz und bringen dem Leser einen kleinen Einblick in ihr Privatleben.


Fazit:
Unterhaltsamer Krimi aus Tirol, der mit einem sehr sympathischen Ermittlerteam punkten kann. Einige kleine Schwächen in der Geschichte haben mich abgehalten die volle Punktezahl zu geben, doch Teil 2, der Ende 2015 erscheinen soll, wird definitv von mir gelesen!


Joe Fischler ist nicht nur Autor, sondern auch Musiker. Seine Lieder sind im Buch enthalten und die Texte befinden sich im Anhang.
Neben dem Taschenbuch, das am 12. Januar erscheinen wird, gibt es auch eine  gebundene Ausgabe - eine Sonderedition mit beigelegter CD.
Auf der Homepage http://www.joefischler.com von Autor Joe Fischler stehen die Lieder kostenlos zum Anhören und Herunterladen bereit.

Vielen Dank an Lovelybooks, dem Haymon Verlag und Joe Fischler für diesen tollen Debütkrimi!


Letzter Saibling - Herbert Dutzler


    • Taschenbuch: 368 Seiten
    • Verlag: Haymon Verlag; Auflage: 1 (28. Mai 2014)
    • ISBN-10: 3852189691
    • ISBN-13: 978-3852189697
    • Genre: Krimi, Alpenkrimi 
    • Reihe: ja - 4. Band rund um Gasperlmeier

Amazon Kurzbeschreibung: 
Der Gasperlmaier hat schon viel erlebt - aber so etwas Furchtbares ist ihm noch nie untergekommen: Leichenteile im malerischen Toplitzsee. Das Verbrechen hat offenbar mit dem jährlichen Fischessen des Altausseer Skiclubs zu tun. Doch als grausamen Killer kann Gasperlmaier sich keinen seiner Skiclub-Freunde vorstellen. Mit dem liebenswürdigen Inspektor hat Herbert Dutzler die Herzen der Krimi-Fans erobert: Spannung, umwerfende Komik und originelle Figuren im gemütlichen Ausseerland.

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Einmal um die welt Challenge

Buch zur Deutschen Autoren Challenge

Meine Meinung:
Der Gasperlmaier ist mir mittlerweile richtig ans Herz gewachsen. Seine schrullige und eher wortkarge Art bringt ihn diesmal aber ganz schön in Gefahr!
Herbert Dutzler hat in seinem vierten Altaussee-Krimi rund um Franz Gasperlmaier und Frau Doktor Kohlross, die der Franz mittlerweile Renate nennen darf, eine spannende Geschichte rund um den rätselhaften Toplitzsee geschrieben. Und nein, es wird kein Nazi-Schatz im See gefunden, sondern zuerst ein sorgfältig abgetrenntes männliches Bein und danach weitere Leichenteile. Bis die Polizei herausgefunden hat, wer der Tote ist, gibt es bereits den nächsten Todesfall....

Gasperlmaier bekommt gleich zu Beginn einen ordentlichen Schock! Sein Kollege und Vorgesetzter Postenkommandant Friedrich Kahlß erleidet einen Herzinfarkt und Franz verliert fur kurze Zeit nicht nur seinen Kollegen, sondern erhält als Ersatz eine Kollegin ins Präsidium. Vorbei ist es mit Bier und Schweinsbraten, Jausenpausen und der Ruhe! Denn seine neue Kollegin ist eine junge engagierte Polizistin und noch voller Tatendrang. Gemeinsam mit Dr. Kohlross und ihr versucht Gasperlmaier Licht ins Dunkel um den Toten aus dem Toplitzsee zu bringen. Die Spur führt zuerst zum jährlichen Fischessen seiner Skiclub-Freunde. Doch Einer aus dem Skiverein kann doch unmöglich der Mörder sein und zur Tatzeit befragen will er sie noch weniger. Trotzdem werden die drei bald fündig, haben aber auch schon die nächste Leiche am Hals. Und dem Täter macht es richtig Spaß seine Leichenteile perfekt in Szene zu setzen.....

Während der Autor mit seinen liebenswürdigen Beschreibungen der Gegend und den Einwohnern seiner Alpenkrimis diese zu etwas Besonderem macht, bleibt diesmal auch die Krimihandlung nicht außen vor. Das Buch ist trotz mancher skurillen Szene spannend und zum Schluss kommt der Gasperlmaier dem Mörder fast zu nahe....
Mir gefällt es auch sehr, dass sich die handelnden Personen und deren zwischenmenschlichen Beziehungen von Band zu Band weiterentwickeln und man als Leser daran teilhaben kann. Außerdem wurde in diesem Band der Reihe endlich mal weniger gegessen ;)  Mit Hunger sollte man trotzdem nicht lesen....
Ich würde außerdem raten die Bücher der Reihenfolge nach zu lesen!

Fazit:
Für mich bis jetzt der beste Band der Altaussee-Krimireihe. Die Personen wachsen einem richtig ans Herz (Reihenfolge beachten!) Für Fans von Krimis mit Humor und Lokalkorit, wobei aber auch die Ermittlung nicht zu kurz kommt. Wer Kluftinger mag, wird auch Gasperlmair mögen!


Letzte Bootsfahrt - Herbert Dutzler

    • Taschenbuch: 368 Seiten
    • Verlag: Haymon Verlag; Auflage: 4 (19. April 2013)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3852189330
    • ISBN-13: 978-3852189338
    • Genre: Krimi, Alpenkrimi 
    • Reihe: ja - Band 3 um Inspektor Gasperlmaier

Amazon Kurzbeschreibung:
Da kann selbst einem erfahrenen Dorfpolizisten der Appetit vergehen: In pikanter Pose wird die Leiche eines Geschäftsmannes gefunden. Schnell kommen dubiose Details ans Licht. Bestechung, unseriöse Grundstücksdeals hinter der idyllischen Kulisse des Ausseerlandes geht nicht alles mit rechten Dingen zu. Der sympathisch-tollpatschige Gasperlmaier verlässt sich in seinem dritten Fall so lange auf sein Bauchgefühl, bis ihm flau im Magen wird: Auch seine Mutter scheint nämlich in den Fall verwickelt zu sein.

Meine Bewertung: * * * undeinhalb

Buch zur Deutschsprachigen Autoren Challenge 2013

Buch zur ABC Challenge

Meine Meinung:
Gasperlmaier ist wieder im Einsatz! Kaum sitzt er beim Leichenschmaus der Voglreiter Friedl, einer langjährige Freundin seiner Mutter, wird er auch schon zum nächsten Mordfall gerufen. Der Breitwieser Ferdinand wird mit heruntergelassener Hose, den Kopf in der Kloschüssel, auf der Toilette gefunden. War er so besoffen, dass er ertrank? Oder hat da jemand nachgeholfen? Bald werden weitere Details bekannt und Gasperlmaier bekommt wieder Hilfe aus Leoben von Frau Doktor Kohlross. Während die Beiden noch im Dunkeln tappen wird die nächste Leiche gefunden. Der Tote im Boot ist ausgerechnet der neue Verehrer seiner Mutter und ebenfalls ein Schulkollege zurVoglreiter Friedl. Welches Geheimnis verbindet die alten Klassenkameraden und was hat seine Mutter damit zu tun?
Gasperlmaier agiert wie schon in den anderen  Krimis wieder tollpatschig, aber liebenswert durch die Geschichte. Ihm zur Seite stets die toughe Ermittlerin Frau Doktor Kohlross, die er bewundert und sogar jeden Tag alle Einzelheiten ihrer Kleidung  bemerkt. Was da seine Christine wohl dazu sagen würde, wenn sie das wüsste?

Leider fand ich den neuesten Krimi von Herbert Dutzler nicht mehr so spritzig und spannend wie Band 2. Die Hintergrundstory ist etwas dünn.....zeitweise hatte ich das Gefühl, dass sich das Hauptthema hier ums Essen dreht ;) Das fängt schon mit dem Beratschlagen an, was es zum Frühstück geben wird, geht weiter mit einer Jause, gipfelt ins Mittagessen und schließt mit einem deftigen Abendessen ab. Wer beim Lesen Hunger verspührt, sollte sich auf jeden Fall vorher etwas zubereiten!

Einige Einzelheiten zu den Mordfällen fand ich auch nicht ganz geklärt (warum wurde ein Mordopfer vom Tatort weggebracht?) und ein paar Situationen sind zu unglaubwürdig. Einige Figuren blieben mir auch etwas zu blass. Der trockene Humor des Autors wertet die Geschichte etwas auf und die teilweise skurillen Personen sind wirklich ein Erlebnis für sich.  Alles in allem ein eher gemütlicher Krimi, der an Spannung zu wünschen übrig lässt und der Leser sich auch bald denken kann, wer der Mörder ist. Schade!


Cover:
Titel und Cover wieder passend zur Reihe.

Schreibstil:
Humorvoll, wie bereits in Band 1 und 2. Der Autor lässt den Leser an der Gedankenwelt des Gasperlmaiers teilhaben und bereitet vergnügliche Lesestunden.

Die vorangehenden Teile muss man nicht unbedingt kennen, um mit "Letzte Bootsfahrt" loslegen zu können. Geschehnisse rund um das kleine Ermittlerteam und einige Familienangelegenheiten werden zwar aus den vorangehenen Teilen erwähnt, doch die sind für den aktuellen Fall nicht von Bedeutung.

Fazit:
Wer es lieber blutig mag, sollte die Hände von diesem Buch lassen. Wer gerne humorvolle Krimis liest und auch nichts gegen Lokalkolorit hat, kann hier zugreifen. Trotzdem fand ich die Vorgängerbände besser und die Story etwas zu dünn. Nun heißt es hoffen, dass Band wieder etwas mehr Spannung beinhaltet....


Steirerkind - Claudia Rossbacher


    • Broschiert: 279 Seiten
    • Verlag: Gmeiner; Auflage: 2 (15. Januar 2013)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3839213967
    • ISBN-13: 978-3839213964
    • Genre: Krimi, Alpenkrimi 
    • Reihe: ja - 3. Band um Sandra Mohr

Amazon Kurzbeschreibung: 
Zwei Tage vor Beginn der Alpinen Ski-WM in Schladming wird eine Leiche unter der Eisdecke des Steirischen Bodensees gefunden. Es handelt sich um den seit Wochen vermissten Cheftrainer des österreichischen Herrenskiteams. Prompt gerät der prominente Skirennläufer Tobias Autischer unter Mordverdacht. Doch hat der WM-Favorit den Coach, der ihn von Kindheit an gefördert hatte, tatsächlich umgebracht? Sandra Mohr und Sascha Bergmann vom LKA in Graz ermitteln.

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Krimi- und Thrillercover Challenge

Buch zur Deutschsprachigen Autoren Challenge 2013

Buch zur Chaos Challengne AGAIN

Meine Meinung:
Es ist noch nicht lange her, dass ich Claudia Rossbachers Krimi "Steirerherz" gelesen habe und so freute ich mich schon auf ihr momentan aktuelles Buch. Auch dieser Kriminalroman hat mich nicht enttäuscht, wobei mir aber der Vorgänger einen Tick besser gefallen hat.
Als Österreicherin und großer Fan des Alpinen Skilaufes ist das Thema wie geschaffen für mich ;) Die WM in Schladming habe ich natürlich verfolgt und ab und zu fragte ich mich, ob Claudia Rossbacher den hellseherische Fähigkeiten hatte. Manche Zielen zum Gewinn einer Medaille oder dem Wetter traf tatsächlich zu. Schladming selbst ist für mich auch kein unbekannter Ort, denn ich war dort schon öfterss zum Skifahren und ich liebe die Hänge auf der Planai und der Hochwurzn.
So habe ich mich auch gleich heimisch gefühlt...nicht nur in der Gegend, sondern auch durch die mir bereits bekannten Ermittler Sandra Mohr und Sascha Bergmann. Von der im letzten Krimi neu hinzugekommenden Assistentin Miriam Seifert hätte ich mir allerdings ein bisschen mehr Beteiligung gewünscht. Mir hat die junge Polizeibeamtin sehr gut gefallen, weil sie die Konflikte zwischen Sandra und Sascha sehr humorvoll kommentiert. Überhaupt wurde im dritten Band nicht so viel von den persönlichen Problemen des Duos eingeflochten, der Hauptteil lag beim Ermitteln. Auch den steirischen Dialekt fand ich diesmal sehr wenig und kann nicht verstehen, dass noch immer manche nicht-österreichische Leser Schwierigkeiten hatten ;) Dazu gibt es dann aber auch ein Glossar am Schluss mit Übersetzungen.
 
Der Tod des heimischen Skitrainers Roman Wintersberger scheint eigentlich niemanden so richtig zu nutzen und so ermitteln Mohr und Bergmann zuerst im Umkreis der Familie und Freunde. Diese erweisen sich natürlich schwierig und Sandra und Sascha tappen ganz schön im Dunkeln, wobei ich einige Auflösungen diesmal nicht so toll fand (wie z. Bsp. die Geschichte mit der Adoption, die keiner mitbekommen haben will...)
Trotzdem sprüht auch dieser Krimi wieder voller Humor und Lokalkorit und beschreibt die Gegend um Schladming und die WM großartig. Man fühlt sich, als wäre man mitten drin. Die Spannung baute sich allerdings manchmal recht zögerlich auf, da die Autorin doch viel über die Ski-WM berichtete und von dieser stellenweise recht ausführlich erzählte. Mich störte es als Ski-Fan eigentlich nicht, aber die Spannung blieb deshalb manchmal ein bisschen auf der Strecke.

Auch das Cover passt wieder hervorragend zu den beiden ersten Büchern und passend zur Jahreszeit ist das Herz diesmal mit Schnee bedeckt.

Insgesamt haben mir die beiden ersten Bücher besser gefallen, was mich allerdings nicht aufhält, den 4. Band zu lesen. Und da der Epilog den Leser  diesmal mit einem wirklich gemeinen Cliffhänger  zurück lässt (Nicht betreffend der Ermittlerarbeiten, sondern im privaten Bereich) muss ich doch einfach weiter lesen ;)

Fazit: Wieder eine gelungene Kriminalgeschichte um das Ermittlerduo Mohr und Bergmann, wobei mir die beiden ersten Bänden einen Tick besser gefallen haben. Dafür fand ich die Idee rund um die Ski-WM toll und fühlte mich ganz heimisch. Freu mich schon auf Band 4.



Letzter Gipfel - Herbert Dutzler


    • Broschiert: 360 Seiten
    • Verlag: Haymon Verlag; Auflage: 6 (15. November 2012)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3852189160
    • ISBN-13: 978-3852189161
    • Genre: Krimi, Alpenkrimi
Amazon Kurzbeschreibung: 
Der Gasperlmaier hat es nicht leicht: Ein mysteriöser Anruf führt ihn auf den Loser, wo gleich zwei Frauenleichen zu seinem neuesten Mordfall werden. Während Gasperlmaier gegen Höhenangst und seinen schwachen Magen kämpft, tun sich für ihn und Frau Doktor Kohlross vom Bezirkspolizeikommando Liezen immer neue brisante Fragen auf.Herbert Dutzler schafft es mit seinem ihm eigenen amüsanten Ton auch in seinem zweiten Krimi, das Ausseerland und seine Bewohner absolut authentisch wirken zu lassen. Besonders den liebevoll gezeichneten Gasperlmaier, etwas ungeschickt, aber stets pflichtbewusst, schließt man sofort ins Herz und fiebert bis zur letzten Seite mit, ob er es schaffen wird, den Täter ausfindig zu machen.

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Deutschsprachigen Autorenchallenge 2013

Buch zur Thriller/Krimi Cover Challenge

Meine Meinung:
Leider ist mir irgendwie entfallen, dass es sich hier schon um das zweite Buch des Autoren handelt. "Letzter Kirtag" ist der erste Teil der Reihe um Inspektor Franz Gasperlmaier, der im Ausseer Land (übrigens für mich eines der schönsten Gebiete Österreichs!) ermittelt.
Obwohl es sich um einen Folgeband handelte, hatte ich keinerlei Schwierigkeiten in die Geschichte reinzukommen.

Der Gasperlmaier ist ein etwas untypischer Polizist.....eher ruhig, tollpatschig, bringt kaum einen anständigen ganzen Satz heraus, aber sein Gehirn arbeitet - wenns sein muss - hervorragend, besonders wenn er mit seiner Vorgesetzten Frau Doktor Kohlross zusammen aermitteln kann. Unser Protagonist ist ein sympathischer "Mensch von Nebenan", den der Leser sofort ins Herz schließt.
 Wer hier richtige Spannung und viel Blut erwartet, hat das falsche Buch zur Hand, jedoch kommt auch hier Mord und Totschlag nicht zu kurz.

Bereits zu Beginn der Geschichte werden zwei Leichen gefunden. Nach einem mysteriösen Anruf rückt der Gasperlmaier samt Kollegen und der Bergrettung aus, um die abgestürzte Ehefrau des Anrufers am Loser zu suchen, doch mit zwei Frauenleichen hat keiner gerechnet.
Nachdem bald feststeht, dass es sich bei der "frischen Leiche" eindeutig um Mord handelt, erhält Gasperlmaier wieder Hilfe in Gestalt von  Frau Doktor Kohlross. Während er lieber gemächtlich und vorallem mit vollem Bauch seine Ermittlungen angeht, hält seine Vorgesetzte wenig von einer gemütlichen Jause und Langsamkeit.

Bald gibt es jede Menge Verdächtige, vorallem einige Lehrer der umliegenden Schulen scheinen nicht ganz unschuldig zu sein. Doch der Autor versteht es sehr gut immer wieder neue Wendungen einzubauen und den Leser auf die falsche Fährte zu führen. Auch das Buchcover des Haymon-Verlages passt hervorragend zum Inhalt. Die Handlung ist gut durchdacht und mit sehr viel Lokalkolorit versehen. Bis es am Ende des Buches zum "Showdown" kommt, überlegt man schon fieberhaft, wer denn hier der Täter ist.

Fazit: Ein unterhaltsamer Krimi mit viel Lokalkolorit und einem sympathischen Ermittlerteam für einen netten Leseabend.




Steirerherz - Claudia Rossbacher


    • Broschiert: 278 Seiten
    • Verlag: Gmeiner; Auflage: 3 (13. Februar 2012)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 383921243X
    • ISBN-13: 978-3839212431
    • Genre: Krimi, Alpenkrimi

Amazon Kurzbeschreibung:
Abteilungsinspektorin Sandra Mohr und Chefinspektor Sascha Bergmann vom LKA in Graz werden in die Weststeiermark gerufen, um einen grausamen Mord aufzuklären. Die bildhübsche 19 jährige Studentin Valentina Trimmel wurde gepfählt und wie eine Vogelscheuche auf dem Kürbisacker ihres Vaters aufgestellt. Die Spuren führen zunächst nach Graz, wo der Freund des Opfers und dessen Vater, ein reicher Autohändler, ins Visier der Ermittler geraten. Sandra fürchtet, dass der Mörder ein weiteres Mal zuschlagen wird...

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Thriller Cover Challenge

Buch zur Deutschsprachigen Autoren Challenge 2013

Meine Meinung:
"Steirerherz" ist der zweite Band einer Reihe um Abteilungs-Inspektorin Sandra Mohr und ihren Vorgestzten Sascha Bergmann. Die österreichische Schriftstellerin Claudia Rossbacher hat erst vor kurzm ihren dritten Band veröffentlicht und ich kann es gar nicht erwarten auch diesen bald in meinen Händen zu halten!
Auch ohne Vorkenntnisse zum ersten Band "Steirerblut" lässt sich der Krimi gut lesen. Nach einem kurzem Prolog, der ein Gedicht enthält, steigt die Autorin sofort in die Geschichte ein.

Abteilungsinspektorin Sandra Mohr wird gemeinsam mit ihrem Vorgesetzten Sascha vom LKA Graz zu einem grauenhaften Mord an einer jungen Studentin in die Weststeiermark gerufen. Diese wurde auf dem Kürbisfeld ihrer Eltern erdrosselt und anschließend gepfählt. Schnell fällt der Verdacht auf deren (Ex-)Freund Egon und dessen reichen Vater, der ein großes Autohaus besitzt. Doch Egon hat sich in der Mordnacht mit seiner neuen Freundin in den Urlaub nach Mauritius verabschiedet und wenige Tage später finden Spaziergänger die nächste Leiche eines jungen Mädchens - diesmal auf einem Weinberg. Auch diese junge Frau wurde mit derselben Kette erdrosselt wie Valentina Trimmel, das erste Mordopfer. Was hat es damit auf sich? Und in welchen Umfeld ist der Mörder zu suchen? 
All diese Fragen und noch viel mehr lassen Sandra und Sascha in alle Richtungen ermitteln, doch die Fragen werden immer mehr und die Antworten immer weniger.....

Im Vergleich zum ersten Band, der mir schon sehr gut gefallen hat, hat sich die Autorin im zweiten Buch der Reihe wahrlich gesteigert. Die Charaktere sind alle bis in in die Nebenrollen sehr glaubwürdig und vielschichtig beschrieben. Auch die beiden Hauptermittler lernen wir etwas besser kennen und selbst Sascha, der Macho und Sprücheklopfer, wird dem Leser ein klein wenig sympathischer.
Zum Ermittlerteam stößt diesmal auch die junge Inspektorin Miriam, die durch ihre lockere, freche Art das Team perfekt ergänzt. Ihr fällt es etwas leichter mit Bergmanns schrägen und schwarzen Humor umzugehen und entlastet Sandra in vielen Bereichen, denn diese findet ganz unverhofft in den jüngeren Julius eine neue Liebe.

Mit viel Lokalkorit, aber spannend und sehr flüssig geschrieben, hat mich auch der zweite Band der Autorin wunderbar unterhalten. Hier steht der Krimianteil noch im Vordergrund und wird durch eine spannende Handlung und einigen gewollten Irreführungen ein richtig guter Kriminalroman aufgebaut, was man ja von einigen anderen Alpenkrimis nicht wirklich behaupten kann.
Im hinteren Teil des Buches werden wieder - für Nichtösterreicher - die Dialektworte in einem Glossar erklärt, was sicher für einige hilfreich sein wird.

Auch das Cover des Gmeiner Verlages lässt einem schnell erkennen, dass es sich um ein weiteres Buch rund um das steirische Ermittlerteam handelt. Das sich bereits im ersten Band auf dem Cover befindende Herz ist diesmal in der Form eines Türschlosses abgebildet.

Fazit: Ein rundherum geglückter zweiter Teil um das Ermittlerteam Mohr und Bergmann. Spannend, informativ und flüssig geschrieben wird einem hier auch die Steiermark ein bisschen näher gebracht. Ich kann die Reihe allen Krimilesern nur empfehlen!


Steirerblut - Claudia Rossbacher

    • Broschiert: 273 Seiten
    • Verlag: Gmeiner; Auflage: 5., 5., Aufl. (7. Februar 2011)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3839211360
    • ISBN-13: 978-3839211366
    • Genre: Krimi; Alpenkrimi
Amazon Kurzbeschreibung: 
Als Abteilungsinspektorin Sandra Mohr vom LKA in Graz ausgerechnet in die steirische Krakau gerufen wird, um in einem rätselhaften Mordfall zu ermitteln, ist sie alles andere als begeistert. Schließlich hat sie ihrer Heimat nicht ohne Grund vor Jahren den Rücken gekehrt.
Die Suche nach dem Mörder der Journalistin Eva Kovacs, deren nackte, grausam zugerichtete Leiche im Wald aufgefunden wurde, gerät für sie zur Konfrontation mit einer verschworenen Dorfgemeinschaft, aber auch mit der eigenen Vergangenheit ...

Meine Bewertung: * * * * 

Buch zur Chaos Challenge

Buch zur Querbeet Challenge

Meine Meinung:
Alpenkrimis boomen zurzeit ja richtig. Bei uns in der Bücherei sind fast immer alle regionalen Krimis ausgeliehen.

"Steirerblut" hebt sich von diesen sogenannten Alpenkrimis wie "Winterkartoffelknödel" & Co. folgendermaßen ab, indem wirklich richtig ermittelt und nicht nur auf Humor aufgebaut wird. Natürlich gibt es auch hier eingebaute Dialektworte, da ich aber selber Österreicherin bin, kann ich jetzt nicht sagen wie verständlich diese für deutsche Leser sind. Wörterbuch oder Untertitel gibt es auf jeden Fall nicht dazu ;)

Die Autorin beginnt im Prolog gleich mit dem Mord an einer noch unbekannten Frau, deren schlimm zugerichteter Körper am nächsten Tag im Wald gefunden wird.
Der Leser lernt nun die Inspektorin Sandra Mohr kennen, die ihrer damaligen Heimatgemeinde St. Raphael im Krakautal, Bezirk Murau, den Rücken gekehrt hat. Gemeinsam mit ihrem neuen Kollegen Sascha Bergmann, der ihr alles andere als sympathisch ist, führt sie dieser Mord jedoch wieder zurück in die ungeliebte Gegend und zu ihrer hartherzigen Mutter und ihren vorbestraften Halbbruder Mike.
Prompt rückt der verhasste Halbbruder auch gleich ins Visier des Mordfalles.

Doch auch der Ehemann der Toten, der sich vor kurzem von ihr getrennt hat und dem wegen Wirtschaftskriminalität das Wasser bis zum Hals steht, ist einer der Tatverdächtigen. Denn die ermordete Eva Kovacs war nicht nur seine Ehefrau, sondern auch Enthüllungsjournalistin.

Die Autorin beginnt nun den Leser auf alle möglichen Fährten zu locken, denn Eva Kovacs hat nicht nur gegen Wirtschaftskriminalität, sondern auch gegen Sexualdelikte und Cyberkriminalität "ermittelt". So wird der Kreis der möglichen Tatverdächtigen immer größer und Sandra und Sascha tappen ganz schön im Dunkeln....genauso wie der Leser. Doch der Inspektorin machen  auch noch ihr Ex-Verlobter Max und ihre Familie das Leben schwer....

An und für sich ein solider und unterhaltsamer Krimi im lockeren Schreibstil. Zum Schluss kommt noch ordentlich Spannung auf, die vorher vielleicht ein bisschen gefehlt hat. Die typische eingeschworene Dorfgemeinschaft und der Neid untereinander wird sehr bildhaft beschrieben. Den österreichischen Dialekt fand ich natürlich gut ;)

Fazit: Ein Krimi der unterhält, der den Leser auf viele Fährten lockt und zum Schluss hin noch recht spannend wird.


Tod auf der Piste - Nicola Förg



Amazon Kurzbeschreibung:
Die Garmischer Kommissarin Irmi Mangold, die gerne mit der Motorsäge ins Holz fährt und auch mal im Stall ihres Bruders mithilft, und ihre junge Kollegin Kathi Reindl, alleinerziehende Mutter mit chronisch schlechtem Gewissen, haben diesmal eine besonders harte Nuss zu knacken. Kurz vor Ende der Skisaison - im Tal ist längst Frühjahr - wird auf der Kandahar-Piste ein Toter gefunden, ermordet per Kopfschuss. Das Merkwürdige daran: Der Mann trägt ein altmodisches Skioutfit mit einer WM-Startnummer von 1978. Weshalb musste er sterben? Und was hat es nur mit der seltsamen Montur auf sich? Ausgerechnet beim Dirndlkauf stößt Irmi auf eine heiße Spur ...

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur  Deutschsprachigen Autoren Challenge

Meine Meinung:
Zwischendurch war mir mal wieder nach einen Alpenkrimi und da mir damals "Hüttengaudi" von Nicola Förg am Besten gefallen hat, von meinen bisher gelesenen Alpenkrimis, habe ich mir dieses Buch aus der Bücherei gleich geschnappt.
Leider bin ich erst beim Lesen drauf gekommen, dass dies hier eigentlich der erste Band der Reihe um Kommissarin Irmgard Mangold und ihrer Kollegin Kathi Reindl ist und ich bereits den dritten Band gelesen habe....ähm. Naja, egal...
Aufgefallen ist mir hier, dass die Kollegin von Irmi hier noch sehr, sehr blass rüber kommt und kaum dazu beiträgt den Fall aufzulösen. Irmi steht also hier wieder ihren Mann und man trifft sie gewohnt tatkräftig an.

Der Mord an dem sehr polarisierenden Ernst Buchwieser, der als engagierter Lehrer im Klosterinternat, als  totaler Gegner der bevorstehenden Ski-WM in Garmisch, totalitärer Tierschützer und Frauenliebling bekannt ist, hat natürlich mehr Feinde als Freunde und das macht der Kripo herzlich Kopfzerbrechen.
Im Lauf der Geschichte erfährt man als Leser immer mehr an Hintergundinformationen und hat natürlich auch einen oder meherer Tatverdächtige, doch ich habe bis zum Schluss gerätselt, wer es nun wirklich war.

Ich habe früher gerne den "Bullen von Tölz" geschaut und wir Österreicher hören ja sehr oft, dass wir den Bayern sehr ähnlich sind....so habe ich natürlich kein Problem in diesem Krimi mit Lokalkolorit reinzukommen.
Als Norddeutsche würde ich mich vielleicht nicht so reinfühlen können....keine Ahnung....

Fazit: Wer Krimis à la Bullen von Tölz mag, ist hier gut bedient. Die Autorin gefällt mir bis jetzt auch am Besten, wenn ich ihre Bücher mit denen vergleiche, die aus dem selben Genre kommen. Hier kann man schmunzeln, aber auch eine normale Auflösung eines Mordfalles erleben.

Dampfnudelblues - Rita Falk


Weltbild Kurzbeschreibung:
Dem Eberhofer Franz von der PI Landshut schwant Übles als er eines Tages zum Haus des vermissten Realschulrektors geschickt wird. "Stirb, du Sau!" hat jemand mit roter Farbe an Rektor Höpfls Eigenheim geschmiert. In Niederkaltenkirchen geht wieder einmal das Böse um: Nach "Winterkartoffelknödel" ist dies der zweite Fall für den neuen Kulthelden Eberhofer Franz.


Bewertung: * * * undeinhalb


Meine Meinung:
So, nachdem ich jetzt den ersten Alpenkrimi von Rita Falk gelesen habe, kam gleich der Zweite dran...
Die Autorin ist sich dem etwas derben und einfachen Sprachstil treu geblieben und so war ich auch gleich wieder drinnen in der Alltagsgeschichte in Niederkaltenbach, dem Franz und seiner Familie.

Diesmal geht es dem Franz nicht so gut, denn er hat gleich zu Beginn einen Mordfall aufzuklären, denn an der Hausmauer des Rektors steht groß "Stirb du Sau" geschrieben und ein paar Tage später ist er tot. 
Da der Tote äußerst unbeliebt war, keine Freunde hatte und nur eine Schwester, mit der zerstritten war, wird die Suche nach dem Täter äußerst schwierig.
Dann hat der Franz auch noch Liebeskummer und muss Babysitter für seine neugeborene Nichte spielen...


Im Vergleich zum ersten Buch hat man hier den Mordfall gleich am Beginn des Buches, sonst ist der Krimi ähnlich aufgebaut wie "Winterkartoffelknödel" und man trifft all die Bekannten aus dem ersten Buch wieder: der haschichrauchende Papa, der Schleimer Leopold, die Oma, die den Franz diesmal auf Essensenzug stellt, den Simmerl und den Plötzinger. Mittlerweile sind es für mich  liebe Bekannte geworden...


Zum Schluss gibt es wieder ein Glossar mit "Übersetzung" und Rezepte der Oma.


Fazit: leichte und amüsante Unterhaltung, wo der Kriminalfall eher eine Nebenrolle spielt. Wer das erste Buch mochte, wird auch das hier mögen. Wer spannende Krimis mag, sollte die Hände eher davon lassen



Winterkartoffelknödel - Rita Falk



Amazon Kurzbeschreibung:
Der erste Fall für Franz Eberhofer ist ein ganz bizarrer. Da ist diese Geschichte mit den Neuhofers. Die sterben ja an den komischsten Dingen. Mutter Neuhofer: erhängt im Wald. Vater Neuhofer (Elektromeister): Stromschlag. Jetzt ist da nur noch der Hans. Und wer weiß, was dem noch bevorsteht ... Normalerweise schiebt Dorfpolizist Franz Eberhofer in Niederkaltenkirchen eine ruhige Kugel. Aber jetzt: Vierfachmord! Stress pur! Zum Glück kocht die Oma den hammermäßigsten Schweinebraten, wo gibt. Und das beste Bier gibt‘s eh beim Wolfi.

Bewertung: * * * undeinhalb

Meine Meinung:
Tja, nun habe ich die letzte Seite zugeschlagen und sitze hier und weiß eigentlich nicht was ich schreiben soll....
"Winterkartoffelknödel" wurde ja regelrecht in den Himmel gelobt und mir auch von einer Thalia Mitarbeiterin empfohlen. Da ich ja Alpenkrimis gerne lese und mir "Hüttengaudi" von Nicola Förg wirklich gut gefallen hat, habe ich mir weiterhin Alpenkrimis aus der Bücherei mitgenommen (Dampfnudelblues wartet als Nächstes auf mich). Beide Alpenkrimis sind aber wirklich ganz anders.....

Zuerst einmal der Schreibstil von Rita Falk. Ich brauchte nach den ersten Seiten mal etwas Zeit da hineinzukommen. Die Sätze der Autorin sind sehr kurz und sind in der Ich-Form. Irritiert hat mich anfangs auch, dass die Autorin weiblich ist, der Protagonist aber männlich. Das hatten wir ja schon bei David Safier und da musste ich mich immer wundern, wie viel dieser Mann über unser Seelenleben wusste ;)
Rita Falk scheint sich dagegen mit den "Urtrieben der Männer" auszukennen: Wirtshaus, Sex und Essen.

Die Geschichte spielt im bayrischen Ort Niederkaltenbach, der wohl für viele kleine Dörfer (nicht nur in Bayern ;) steht, wo jeder jeden kennt. (Ich lebe selbst in so einem Dorf und hatte wirklich etliche Wiedererkennungsmomente).
Franz, unser Dorfpolizist, wird aus München strafversetzt und darf in seinem  Heimatort ermitteln, wo sich "Fuchs und Henne Gute Nacht sagen".  Doch wie wir uns denken können, passiert auch in kleinen Dörfern mal was ganz Unvorhergesehenes.
Nachdem ich in den Schreibstil reingekommen bin und wirklich des öfteren laut lachen musste, unterhielt ich mich zwar gut, fragte mich aber nach 100 Seiten, wo denn nun der Mord sei? Doch dann ging es los, auch wenn unser Dorfpolizist Franz etwas länger als der Leser braucht um rauszufinden, wer da wohl ein böses Spiel mit Ihm treibt! Dies ist wirklich köstlich beschrieben und vorallem hat mir die Oma vom Franz sehr gut gefallen.. Ein Charakter, der einem sofort ans Herz wächst. Ebenso erlebt man die Schadenfreude vom Franz mit, wenn sein schleimiger Bruder mal wieder ins Fettnäpfchen tritt.


Mit der Sprache/Dialekt hatte ich als Österreicherin keine Probleme...die Ausdrücke sind mir alle geläufig oder werden auch hier benutzt. Wer sich mit dem Bayrischen schwer tut...die Autorin hat am Ende des Buches ein Glossar mit "Übersetzung" und auch etwas Kulinarisches zu bieten: Omas Rezepte, typische Bayrische (und österreichische wie Apfelstrudel) eben.

Nun wartet "Dampfnudelblues auf mich ;)

Fazit: Wer Alpenkrimis mag und nicht zu viel an Krimi erwartet, aber unterhalten werden möchte, für den ist das Buch richtig. Wer den Dialekt nicht mag, alles bayrische oder österreichische *böse guck* ;) nicht mag....oder mehr Spannung bzw. richtige Ermittlungsarbeit erwartet, der sollte eher nicht zu diesem Buch greifen.

Hüttengaudi - Nicola Förg


Amazon Kurzbeschreibung:
Kommissarin Irmi Mangold ärgert sich: Warum hat sie sich nur von ihrer Nachbarin zu dieser albernen Schrothkur in Oberstaufen überreden lassen? Und dann steht sie am Urlaubsort plötzlich vor einem Toten, der ihr mehr als bekannt vorkommt: ihrem Exmann Martin Maurer ... Währenddessen hat es Kollegin Kathi Reindl in Garmisch mit dem toten Liftmann Xaver Fischer zu tun, der zu Lebzeiten im Skiklub mitmischte. Ein arger Dorn im Auge war ihm die moderne Skihütte, deren Wirte er so piesackte, dass sie schließlich verkaufen wollten. Zwei Mordfälle an zwei verschiedenen Orten, aber beide Male dieselbe Todesursache – alles nur Zufall?

Fazit: * * * * 

Meine Meinung:
Das war mein zweiter Alpenkrimi nach "Erntedank" vom Autorenduo Küpfel/Kobr und ich habe mich köstlich unterhalten. Obwohl dies das dritte Buch um das Ermittlerinnen-Duo Irmi Mangold und Kathi Reindl ist, kam ich ohne Schwierigkeiten in das Buch hinein und vermisste auch keine Hintergrundinfos aus den beiden ersten Büchern. Als Österreicherin mag ich den Bayrischen Dialekt bzw. wird auch immer wieder Österreich erwähnt...also an sprachlichen Schwierigkeiten mangelte es hier nicht...auch nicht bei etwas ausgefalleneren Wörtern, die meiner Meinung nach, nicht oft vorkommen.
Verdächtige gibt es jede Menge in diesem Alpen-Krimi und ich bin wirklich bis zum Schluss nicht draufgekommen wer der Mörder ist. Auch die Frau Kommissarin hat im Buch so Ihre Schwierigkeiten den Täter/die Täter zu finden und noch schwieriger wird es, als all die Emotionen betreffend Ihrem Exmann hoch kommen. Ich mag ja Krimis und Thriller, wo man auch etwas mehr vom Privatleben der Protagonisten erfährt und auch hier kann man sich sehr gut in all die verschiedenen Charaktertypen hineinversetzen. Man erlebt auch die Welt in Oberbayern mit und die Autorin nimmt nicht nur die "Feindschaften" zwischen den Einheimischen und den "Zuagrasten" bzw. den Nachbar-Tälern aufs Korn, sondern findet auch Platz für Themen wie Komasaufen, Lokalpolitik und Verleumdungen.


Fazit: Ein witziger, sehr lebendiger Krimi mit Lokalcolorit, sehr bildhaft beschrieben und auf keinen Fall langweilig. Wer es lieber blutiger und spannender mag, sollte jedoch zu einem Thriller greifen.

 

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