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This could be forever - Lilly Lucas

    Die Bildrechte liegen beim Verlag



  • Taschenbuch: 336 Seiten
  • Verlag: ‎ Knaur TB, 2. Auflage (1. September 2025)
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3426530910
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3426530917
  • Genre: New Adult
  • Reihe: ja - Band 3 der Hawaii Love Trilogie



Knaur Kurzbeschreibung:
Millie kann ihr Glück kaum fassen, als sie ihren ersten Job als Regisseurin ergattert. Aber ihre Euphorie hält nur kurz an, denn im Mittelpunkt der geplanten Netflix-Doku steht ausgerechnet Griffin »Chip« Chipman – Shootingstar der Surfszene und Millies erste große Liebe. Sie hat ihn nicht mehr gesehen, seit ein tödlicher Surfunfall ihrer beider Leben erschütterte und sie ihre Heimat Hawaii verließ. Als Millie Chip nun wieder begegnet, wird sie von einer Welle an Gefühlen und Erinnerungen überrollt …

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Reiselust Challenge

Meine Meinung:
Es ist schon einige Zeit her, dass ich den dritten und letzten Teil der Hawaii Love Reihe von Lilly Lucas gelesen habe. Deswegen wird es auch mal Zeit für eine Rezension zum Abschlussband dieser sehr schönen New Adult Trilogie.

Griffin, genannt Chip, kennen wir ja bereits aus den Vorgängerbänden. Er und Millie waren einst ein Paar bis ein schweres Unglück die beiden entzweit hat. Millie hat daraufhin die Insel verlassen. Nun hat sie ihre Regiestudium beendet und wartet auf einen lukrativen Auftrag, der jedoch auf sich warten lässt. Doch dann erhält sie ein Angebot, welches der Beginn ihrer Karriere sein könnte - der Moment, auf den sie seit dem Studium hingearbeitet hat. Doch der Auftrag konfrontiert sie mit ihrer Vergangenheit: Die Dokumentation, die sie drehen soll, handelt vom bekannten Big Wave Surfer Griffin Chipman, ihrer ersten großen Liebe und mit der Grund für ihren Neuanfang abseits von Hawaii. Ich war gespannt, was genau zur Trennung führte, auch wenn ich aus dem Vorgängerband den wichtigsten Hintergrund dazu kannte......

Im dritten Band haben wir es mit einer Second Chance Geschichte zu tun. Wir lesen aus der Sicht von Millie und ich konnte mich wirklich die ganzen 336 Seiten mit ihr identifizieren. Millie braucht dringend einen Job und so fliegt sie widerwillig zurück in ihre Heimat um für die Dokumentation über Big Wave Surfer Griffin Chipman Regie zu führen. Das Wiedersehen mit ihrer ersten großen Liebe ist emotional aufgeladen, dennoch bewahrt sie nach außen ihre Professionalität und verbirgt geschickt gegenüber den anderen, wie gut sie Chip eigentlich kennt. Dennoch gelingt es ihr nicht, die professionelle Maske lange aufrecht zu erhalten. Aber auch Griffin kämpft mit seinen Gefühlen....

Das Setting ist sehr bildhaft beschrieben. Man spürt den Wind, hört die Meereswellen und riecht die salzige Luft. In Gedanken bin ich am Strand entlanggegangen und habe den Surfern zugesehen. Besonders schön ist es auch auf bekannte Charaktere aus den ersten beiden Bänden zu treffen. Die Freundesclique ist mir ans Herz gewachsen.

Lilly Lucas gelingt es hervorragend, das Gefühlsleben von Millie einzufangen. Die Tragik ihrer gemeinsamen Vergangenheit rund um den Surfunfall war auf jeder Seite spürbar. Beide Charaktere sind sympathisch und haben ein Riesenpaket zu tragen, welches nicht nur ihre Beziehung zerstört, sondern auch ihr weiteres Leben beeinträchtig hat. 
Chip ist nach außen hin der typische fröhliche Surferboy, dem keine Welle hoch genug sein kann. Lilly Lucas beschreibt die Momente zwischen Millie und Chip voller Gefühl. Beide entwickeln sich weiter und gehen endlich aufeinander zu.

Ganz besonders eingefangen hat Lilly Lucas die Gefahr des Big Wave Surfens und die ewige Angst der Freunde und Angehörigen, wenn Extremsport zum Beruf wird. Dieses Gefühl muss auch Millie endlich ablegen, damit sie auf den furchtlosen Adrenalinjunkie wieder zugehen kann. Ob ihr das gelingt und ob die beiden wieder zueinander finden, müsst ihr selbst lesen.

Fazit:
Ein sehr schöner und emotionaler Abschluss der Hawaii Love Reihe, der mich sehr gut unterhalten hat und in dem ich mehr über das Surfen lernen durfte. Ich empfehle die ganze Hawaii Love Trilogie sehr gerne weiter.

Die Hawaii Love Trilogie:
  1. This could be love  *Rezi*
  2. This could be home  *Rezi*
  3. This could be forever

Weil sie lügt - Caroline Seibt

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     


    • Broschierte Ausgabe: 384 Seiten
    • Verlag: ‎ Droemer TB, 1. Auflage  (1. Juni 2026)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3426567008
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3426567005
    • Genre: Thriller



Droemer Kurzbeschreibung:
Juli ist weg. Die Polizei ist überzeugt, dass sie ermordet wurde. Der Hauptverdächtige: Ausgerechnet ihr eigener Vater. Während die Familie unter den Anschuldigungen zerbricht, versucht Julis jüngere Schwester Anna stark zu sein – für ihre Eltern, die an der Trauer ersticken. Vor allem aber für ihren kleinen Bruder, der noch nicht begreift, dass Juli nie mehr zurückkommen wird. Als die Ermittlungen kurz vor dem Durchbruch stehen, muss Anna sich eingestehen, dass der Albtraum für ihre Familie noch nicht vorbei ist. Er hat gerade erst angefangen.

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Reiselust Challenge

Meine Meinung:
Annas Schwester Juli ist vor mehr als einem Jahr verschwunden. Die Polizei geht von einem Mord aus, der Vater sitzt in Untersuchungshaft. Anna ist jedoch überzeugt, dass er unschuldig ist. Die Mutter lebt seitdem in einer eigenen Welt und ist unberechenbar. Anna versucht irgendwie über die Runden zu kommen und kümmert sich zusätzlich um ihren kleinen Bruder Leon. Außerdem versucht sie den wahren Mörder ihrer Schwester zu finden und gerät selbst in Verdacht....

Der Thriller hat mich von Beginn an gepackt. Annas Alltag ist seit dem Verschwinden ihrer Schwester geprägt von Schwere und Düsternis. Sie ist für ihren kleinen Bruder Leon die größte Stütze, denn ihre Mutter ist in eine schwere Depression gefallen und kümmert sich nicht. Alle Verantwortung liegt in den Händen von Anna. Zusätzlich möchte sie herausfinden, wo ihre Schwester steckt oder wer ihr etwas angetan haben könnte. Als sich plötzlich ein Mithäftling ihres Vaters bei der Polizei meldet und das angebliche Versteck der Leiche von Juli bekannt gibt, kommen die Ermittlungen wieder ins rollen. Mark Faber, der damals bereits den Fall behandelt hat und Katharina Engel beginnen zu ermitteln.....

Ich habe fleißig mitgerätselt, doch kaum dachte ich dem Ganzen näher zu kommen, baute Caroline Seibt einen neuen Twist mit ein, der alles wieder veränderte. Ihr Schreibstil ist fesselnd, dialoglastig und atmosphärisch. 
Die Spannungskurve bleibt vor allem durch die zahlreichen Fährten und überraschenden Wendungen hoch. Die Autorin verstand es, beim Lesen immer wieder neue Zweifel und Vermutungen hervorzurufen

Caroline Seibt gliedert ihren Thriller in drei Teile mit den Überschriften „Knochen“, „Rache“ und „Wahrheit“. Die Handlung wird abwechselnd aus der Sicht von Anna und der ermittelnden Kommissarin Katharina erzählt. Dadurch erhält man zwei unterschiedliche Sichtweisen. 
Das Zusammenspiel zwischen Vergangenheit und Gegenwart ist gelungen. Die verschiedenen Handlungsstränge sind perfekt verwoben. 
Die Kapitel sind kurz und enden oft mit einem Cliffhanger. Der Thriller lebt vor allem auch durch seine Charaktere und die anhaltende düstere Stimmung. Die Figuren sind vielschichtig, denn jeder von ihnen birgt Geheimnisse - manche von ihnen leiden unter Schuldgefühlen. Die einzelnen Charaktere sind nicht wirklich sympathisch, was mich aber nicht gestört hat.

Bis zum letzten Viertel war es für mich ein absoluter 5-Sterne-Thriller. Danach konnte mich die Geschichte nicht mehr ganz so überzeugen: Einige Wendungen wirkten etwas konstruiert und das Ende erschien mir etwas zu schnell abgehandelt. Zudem fielen mir einige Logiklücken auf und zum Schluss gab es für mich auch noch einige offene Fragen. Deshalb wird es nur bei Portalen, bei denen man auf- oder abrundet 5 Sterne von mir geben - auf allen anderen vergebe ich 4 1/2 Sterne.
Trotzdem war "Weil sie lügt" richtig spannend und es hat wahnsinnig Spaß gemacht, mitzuraten. Die Autorin behalte ich im Auge.

Fazit:
Ein wendungsreicher und absolut spannender Thriller, der mich an die Seiten gefesselt, aber am Ende mit einigen kleinen Schwächen und Logiklücken das Highlight-Potenzial vergeben hat. Trotzdem eine Leseempfehlung für Thriller-Fans!


Vielen Dank an Lovelybooks und an Droemer für das Rezensionsexemplar!


Moorland: Die Zwillinge - Andreas Winkelmann

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     


    • Taschenbuch; 432 Seiten
    • Verlag: ‎ Knaur TB, 1. Auflage, (2. März 2026)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3426564696
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3426564691
    • Genre: Thriller
    • Reihe: ja - Band 1 der Moorland Reihe



Knaur Kurzbeschreibung:
Dichte Nebelschwaden hängen über der Marsch, als die 18-jährigen Zwillinge Nike und Jana von einem ihrer Ausflüge ins Moor nicht zurückkehren. Die Suche durch die eiskalte, unwegsame Landschaft bleibt erfolglos, nur eine Kamera deutet auf das Verschwinden der Mädchen hin. Als plötzlich verstörende Bilder von Jana auf ihrem TikTok-Kanal auftauchen, beginnt Kommissarin Malia Gold unter Hochdruck zu ermitteln. Mit jedem Schritt sinkt sie tiefer in den Sumpf aus Lügen und Geheimnissen, die die verschworene Gemeinde zusammenhalten. Doch um die beiden Schwestern zu finden, würde Malia alles tun – sogar sich ihrer eigenen dunklen Vergangenheit stellen … 


Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Reiselust Challenge

Meine Meinung:
Von Andreas Winkelmann habe ich bereits einige Thriller gelesen, auch unter seinem Pseudonym Frank Kodiak. Bisher waren es für mich spannende deutsche Thriller, die sich in die Riege von Arno Strobel und Linus Geschke einreihen, die man gut lesen kann, aber die ich bald wieder vergessen habe. Mit dem ersten Band seiner neuen Reihe "Moorland" hat er mich diesmal aber richtig überzeugen können! Wow!

An einem kalten und nebeligen Februartag wollen die 18jährigen Zwillinge Nike und Jana Content für ihren TikTok Kanal "Moormaid" drehen. Obwohl man kaum die Hand vor Augen sieht, machen sich die Mädchen im dichten Nebel auf ins Moor - doch nur eine von ihnen kehrt verletzt und vollkommen verstört zurück. Die Dorfgemeinschaft macht sich auf die Suche nach dem verschwundenen Zwilling - unter ihnen Ruth, die im Dorf auch "Fährtenleserin" genannt wird. Als nach und nach weitere Videos und Bilder ins Netz gestellt werden, sind diese schockierend und lassen Zweifel aufkommen, ob Jana noch lebend gefunden werden kann. 

Die Handlung beginnt zunächst noch ruhiger. Der Autor führt die Figuren ein und stellt von Beginn an die düstere und bedrohliche Atmosphäre in den Vordergrund. Der Schauplatz passt hervorragend zur Krimihandlung. Beim Lesen spürt man richtig die Kälte und den Nebel durch die Buchseiten kriechen...

Malia Gold kommt als neue Ermittlerin nach fünfzehn Jahren wieder in ihren Heimatort Moorbach zurück, um den Fall zu bearbeiten. Mit dem örtlichen jungen Kollegen Sven Sellmann und der technischen Ermittlerin Ida Sophie Rossmann erhält sie zwei patente Kollegen vor Ort.
Malias persönliche Geschichte verleiht dem Thriller einen weiteren interessanten Hintergrund. Das schwierige Verhältnis zu ihrer Mutter Ruth und das lange unausgesprochene Zerwürfnis sorgt dabei für zusätzliche Spannung. Beide hatten über Jahre keinerlei Kontakt mehr zueinander und laufen sich im Dorf, wo jeder jeden kennt, viel zu schnell über den Weg. 
Bei Malia sehe ich noch etwas Potenzial, was ihre Figur betrifft. Ich bin mir aber sicher, dass wir sie im nächsten Band noch etwas besser kennenlernen werden. Ruth fand ich als Charakter hingegen sehr interessant. Ihre offene, teils ruppige und rechthaberische Art kann zwar anstrengend sein, verleiht ihr aber gleichzeitig eine besondere Faszination.
Die vielen Figuren sind allesamt gut charakterisiert und haben Ecken und Kanten. Es gibt einige Verdächtige und manche der Dorfbewohner erscheinen teilweise sehr dubios. Man hat das Gefühl, dass jede Figur ein Geheimnis mit sich trägt. 

Der Schreibstil ist fesselnd, flüssig und lässt sich sehr zügig lesen. Die Kapitel sind kurz gehalten und über jedem findet man Tag und Tageszeit.
In einem der letzten Abschnitte hatte ich dann endlich eine Vermutung, wer der Täter sein könnte und traf damit ins Schwarze. Die Auflösung war schlüssig, wobei mir das Motiv jedoch ein bisschen zu kurz kam. 

Fazit:
Ein packender Reihenauftakt, der viel von der düsteren und geheimnisvollen Moorlandschaft lebt. Aber auch der Fall an sich ist spannend und hat mich richtig durch das 432 Seiten dicke Buch rasen lassen. Spannend und atmosphärisch! Ich freue mich schon auf den zweiten Band!




Der Fährmann - Regina Denk

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     



    • Gebundenes Buch: 384 Seiten
    • Verlag: Droemer HC,, 1. Auflage (2. März 2026)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3426566281
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3426566282
    • Genre: Historischer Roman



Droemer Kurzbeschreibung:
Hohenwart und Siegering, Anfang des 20. Jahrhunderts: Als Fährmann muss Hannes Winkler dem Brauch folgen, sich keine Frau zu nehmen. Denn sollte sein gefährlicher Beruf sein Leben fordern, darf er keine bedürftigen Angehörigen zurücklassen. Hannes’ Herz gehört trotzdem schon lang seiner Jugendfreundin Elisabeth. Doch die ist Josef Steiner versprochen, dem Erben des größten Hofes am diesseitigen Ufer der Salzach. Das trifft nicht nur Hannes und Elisabeth hart, die seine Gefühle erwidert: Elisabeths beste Freundin Annemarie hatte sich Hoffnung auf eine Heirat mit Josef gemacht.
Während der 1. Weltkrieg die kleine Gemeinschaft diesseits und jenseits der Salzach in Österreich und Deutschland spaltet, gerät das Leben der vier jungen Leute in einen Strudel aus Gewalt, Aufbegehren und Schuld. Als schließlich ein Kind verschwindet, wird eine tödliche Spirale in Gang gesetzt.

Meine Bewertung: * * * * * großartig!

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Reiselust Challenge

Meine Meinung:
Wir befinden uns kurz vor dem ersten Weltkrieg an der Grenze zwischen Österreich und Deutschland. Die Salzach trennt die beiden Länder, doch die beiden Orte, die direkt am Fluss liegen, sind verbunden durch Freundschaften, Familien und Handel. Hier wachsen auch Hannes, Elisabeth und Annemarie auf. Die drei verbindet von früher Kindheit an eine enge Freundschaft.
Der titelgebende Fährmann ist dabei eine zentrale und wichtige Figur für die beiden Orte. Er ist derjenige, der die Menschen aus dem jeweiligen Dorf über den Fluss bringt. Sein Beruf ist gefährlich und eine Ehe für ihn Tabu. 

1894 ist Hannes gerade sechs Jahre alt geworden, als er mit seinem Onkel Georg, dem Fährmann, die Salzach überquert und ins Wasser fällt. Sein Leben hängt danach an einem seiden Faden.  Beide Dörfer beten für sein Leben, denn er soll seinem Onkel folgen und der nächste Fährmann werden. Obwohl Hannes den Beruf nicht ergreifen will, der ein einsames Leben bedeutet, muss er den Wünschen seiner Familie nachgeben, als die Gebete erhört werden und er überlebt.
Auch seine beiden Freundinnen aus Kindheitstagen, Elisabeth und Annemarie, die auf der deutschen Seite leben, sehen sich mit einer Zukunft konfrontiert, die nicht in ihren eigenen Händen liegt. Annemarie wird früh dazu verpflichtet, im elterlichen Wirtshaus mitzuarbeiten und den Gästen stets freundlich zu begegnen – unabhängig davon, wie diese sich ihr gegenüber verhalten. Elisabeth, deren Herz Hannes gehört, wird von ihren Eltern mit Josef Steiner, einem österreichischen Großbauern verheiratet, um den familiären Wohlstand zu vergrößern.

Elisabeth erwarten sehr harte Jahre voller Gewalt, Hass und Missbrauch. Auf dem Hof hat sie nichts zu sagen. Es regiert der hartherzige Altbauer, der alle gleich schlecht behandelt, auch Josef, dem Hoferben. Dieser entwickelt sich zu einem genauso unbarmherzigen Mann, unter dem Mensch und Tier leiden.
Aber auch Annemarie hat kein Glück. Sie muss schon als Kind hart zupacken und sich im Gasthaus von betrunkenen oder aufgegeilten Männern alles gefallen lassen. Auch Josef kommt immer wieder zu ihr - auch als er bereits verheiratet ist. 
Es ist zeitweise kaum auszuhalten, was die beiden Frauen über sich ergehen lassen müssen. Und wenn man denkt, es kann nicht mehr schlimmer kommen, legt Regina Denk noch ein Schäufelchen nach.

Einzig Hannes ist immer wieder der Anker, der seinen Kindheitsfreundinnen hilft - soweit er kann. Aber auch ihm sind die Hände gebunden. 

Trotz des Titels „Der Fährmann“ stehen vor allem Elisabeth und Annemarie im Mittelpunkt des Romans. Gleichzeitig beleuchtet die Autorin die damalige gesellschaftliche Rolle der Frau. Diese wird entweder als Magd oder als Ehefrau dargestellt und ist in beiden Rollen vom Mann abhängig bzw. wird als dessen Besitz angesehen.
Alle Frauen in diesem Roman haben keine Chance sich gegen die Männer zu behaupten. Es hat mir beim Lesen Schmerzen bereitet, diese Brutalität und dieses Ausgeliefert sein spüren. Die Unterordnung der Frauen wurde damals nicht in Frage gestellt. Wenn sich eine von ihnen gewehrt hat, wurde sie ausgegrenzt oder der Hexerei bezichtigt. Das Patriarchat hatte das Sagen.
Erst als der Krieg ausbricht und die Männer nach und nach im Dorf diesseits und jenseits der Salzach eingezogen werden, kommen die Frauen mehr aus sich heraus. Es bleibt ihnen auch nichts anderes übrig, denn die Arbeit der Männer macht sich nicht alleine. Es wird arbeitstechnisch noch schwerer, aber sie finden dadurch auch mehr Stärke und Selbstvertrauen. Manche von ihnen blühen auch richtig auf. 

Der Schreibstil ist eindringlich, intensiv und die Sprache der damaligen Zeit angepasst. Regina Denk beschreibt das Leben, die gesellschaftliche und die politische Situation, wie sie damals gelebt worden ist.  Dabei wird nichts beschönigt und der harte Arbeitsalltag am Land bildhaft beschrieben.
Über jedem Kapitel steht der Name der handelnden Figur. Dadurch entsteht ein vielschichtiges Bild der einzelnen Charaktere. Man fühlt mit ihnen mit oder spürt die Angst, den Hass oder die Verzweiflung durch jede Zeile.
Dazwischen gibt es Einschübe vom "Anderswo" - der Sprache des Flusses. Dieser prägt die Atmosphäre des Romans und zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte.

Die Charaktere empfand ich ein bisschen schwarz-weiß gezeichnet. Vor allem Josef ist durch und durch böse und Hannes das krasse Gegenteil - was für mich schon fast zu gut ist. Das ist jedoch der einzige Kritikpunkt, denn mit Annemarie hat Regina Denk eine tolle Figur entworfen, die sich auflehnt und weiterentwickelt. Sie war für mich schlussendlich der faszinierendste Charakter.
Das Ende wurde bei der Leserunde widersprüchlich empfunden. Für mich hat es aber zu 100% gepasst.

Der Ausspruch von Erich Maria Remarque, Autor von "Im Westen nichts Neues", der am Beginn des Buches steht, trifft es für mich perfekt:

„Dieses Buch soll weder eine Anklage noch ein Bekenntnis sein. Es soll nur den Versuch machen, über eine Generation zu berichten, die vom Krieg zerstört wurde – auch wenn sie seinen Granaten entkam.“ Erich Maria Remarque.

Fazit:
Ein Roman, der einem packt, mitnimmt und aus dem man erst wieder auftaucht, wenn man die letzte Seite gelesen hat. Absolute Leseempfehlung!


Vielen Dank an Droemer Knaur und an Lovelybooks für das Rezensionsexemplar!


Der Gourmet - M.W. Craven

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     

    • Broschiert: 448 Seiten
    • Verlag: ‎ Droemer TB, 2. Auflage ( 3. Februar 2025)
    • Übersetzer: Marie-Luise‎ Bezzenberger
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3426284545
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3426284544
    • Originaltitel: ‎ Black Summer
    • Genre: Krimi
    • Reihe: ja - Band 2 Washington Poe und Tilly Bradeford ermittelt


Droemer Kurzbeschreibung:
Seit sechs Jahren sitzt der charismatische Sterne-Koch Jared Keaton im Gefängnis wegen Mordes an seiner eigenen Tochter. Zwar wurde die Leiche von Elizabeth nie gefunden, doch die hartnäckigen Ermittlungen von DS Washington Poe hatten schließlich zu Keatons Verhaftung und Verurteilung geführt. Als jetzt in einem Polizeirevier in Cumbria eine junge Frau auftaucht, die behauptet, Elizabeth Keaton zu sein, steht Poes Welt plötzlich auf dem Kopf. Denn eine DNA-Analyse scheint zweifelsfrei zu beweisen, dass die Frau die Wahrheit sagt. Mithilfe der einzigen Person, der er trauen kann – der brillanten, aber sozial unbeholfenen Analytikerin Tilly Bradshaw – sucht Poe nach Antworten: Wie kann jemand gleichzeitig tot und am Leben sein?

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Reiselust Challenge

Meine Meinung:
Im zweiten Fall von DS Washington Poe und Analytikerin Tilly Bradshaw taucht eine Tote plötzlich nach sechs Jahren quicklebendig wieder auf. Damals hat Poe Jared Keaton, den Vater der Frau und berühmten Sternekoch, wegen Mordes hinter Schloss und Riegel gebracht. Die Leiche der jungen Frau ist jedoch nie gefunden worden und es kam zu einem reinen Indizien-Prozess. Nun soll Elizabeth doch nicht tot sein, was der durchgeführte DNA-Test bestätig.
Poe kann nicht glauben, dass er sich damals geirrt hat. Der Fall wird neu aufgerollt und Washington Poe muss sich unangenehmen Fragen stellen. Kurz darauf verschwindet Elizabeth wieder und Poe gerät selbst in Verdacht....

Ich habe bereits den ersten und dritten Fall der Reihe gelesen und bin gerade beim vierten Band, aber "Der Gourmet" war bisher mein Lieblingsbuch. Die Geschichte ist zwar stellenweise brutal, aber spannend, komplex und facettenreich. Besonders das erste Kapitel verlangt einen guten Magen.

Die Versuche, Keatons Schuld nachzuweisen, gestalten sich als äußerst schwierig. Die Ermittlungen kommen über lange Zeit kaum voran und treten auf der Stelle. Schließlich ergab die DNA-Analyse, dass sie mit der von Keatons Tochter übereinstimmt.
Als Leser weiß man jedoch nach nur wenigen Seiten, dass Keaton durch und durch böse ist. Dem Autor gelingt es perfekt uns trotzdem immer wieder zweifeln zu lassen, ob er den Mord damals begangen hat oder nicht. Doch wie kann es sein, dass seine Tochter doch noch lebt und Poe ihn irrtümlich verhaften hat lassen?

Die Reihe lebt von Poe und Tilly, die sehr eigenwillige Charaktere sind. Poe, der Eigenbrötler, der sich immer wieder den Gesetzten widersetzt, um auf die richtige Spur zu kommen und Tilly, das Superhirn, die jedes Computerprogramm knackt, aber deren sozialen Kompetenzen zu wünschen übrig lassen.
Das Zusammenspiel und die Dynamik der Beiden ist großartig. Auch der schwarze Humor hat mich immer wieder gut unterhalten, der die düstere Atmosphäre und die detaillierten Ermittlungen auflockert.

M.W. Cravens Krimis sind genial konstruiert und komplex. Die überraschenden Wendungen und Twists geben den doch seitenstarken Büchern Spannung. Der Autor überrascht immer wieder mit seinen Kenntnissen in vielen Bereichen, die für mich ein spanisches Dorf sind. Man kann sagen, man lernt hier definitiv auch noch dazu ;)
Der Schreibstil ist manchmal etwas rau, lebendig und gespickt mit Sarkasmus. Die Dialoge zwischen Tilly und Poe lassen einem immer wieder schmunzeln und lockern auf. 
Das Ende und die Auflösung machen sprachlos und haben mich überzeugt. 

Cover:
von links nach rechts:
das britische, das estnische, das niederländische, das kroatische, das dänische und das schwedische Cover. Genial finde ich das kroatische Cover!

Fazit:
Für mich bisher der Favorit aus der Reihe um Washington Poe und Tilly Bradshaw, der mit einem Psychopathen als Protagonisten Gänsehautfeeling verbreitet. Etwas brutaler, als die anderen Bücher, aber auch spannender.


Die Reihe um Washington Poe und Tilly Bradshaw:
  1. Der Zögling  *Rezi*
  2. Der Gourmet  
  3. Der Kurator  *Rezi*
  4. Die Witwe
  5. Der Botaniker 

Das Signal - Ursula Poznanski

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     



    • Hardcover: 400 Seiten
    • Verlag: ‎ Knaur HC, 1. Auflage (2. Februar 2026)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3426568128
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3426568125
    • Genre: Thriller



Knaur Kurzbeschreibung:
Gefangen im eigenen Haus: Bei einem Unfall verliert die junge Innenarchitektin Viola Decker ein Bein – und plötzlich besteht ihre Welt nur noch aus Hindernissen. Zwar kümmert ihr Mann Adam sich rührend um sie; mit dem barrierefreien Umbau ihres abgelegenen alten Hauses scheint er es allerdings nicht eilig zu haben. Viola sitzt buchstäblich im Erdgeschoss fest, alleine mit einer wortkargen Pflegerin, von der sie sich ständig überwacht fühlt. Und immer wieder verschwinden wichtige Dinge aus Violas Reichweite. Um nicht lange danach suchen zu müssen, stattet sie sie mit winzigen GPS-Trackern aus. Als Adams Verhalten sich zu verändern beginnt und er immer häufiger spät nach Hause kommt, beginnt sie heimlich, auch ihn zu tracken, und entdeckt schon bald beunruhigende Muster. Offensichtlich belügt er sie über seinen Tagesablauf – und nicht nur er. Warum? Mit jedem Tag und jeder Lüge wächst in Viola ein furchtbarer Verdacht …

Meine Bewertung: * * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Reiselust Challenge

Buch zur Book Special ABC Challenge

Meine Meinung:
Bei Ursula Poznanski greife ich normalerweise lieber zu ihren Jugendbüchern, als zu ihren Thrillern, da letztere für meinen Geschmack sprachlich manchmal einen etwas zu jugendlichen Touch haben. Umso gespannter war ich daher auf ihren neuesten Thriller „Das Signal“.
Bereits nach der Leseprobe stand für mich fest, dass ich das Buch unbedingt lesen möchte. Denn schon von den ersten Seiten an, hat mich die Geschichte absolut gefangen genommen.

Innenarchitektin Viola Decker erwacht im Krankenhaus. Sie hat beim Einsturz des noch nicht fertig renovierten Weinkellers ihres Mannes ein Bein verloren. Viola kann sich nicht erinnern, was sie im Weinkeller wollte, der nachweislich nicht sicher ist. Ehemann Adam kümmert sich liebevoll um sie und doch hat Viola das Gefühl, dass er ihrer ziemlich sicher bald überdrüssig werden wird, denn Adam ist ein Perfektionist und Viola ist nicht mehr perfekt. Außerdem scheint er es nicht wirklich eilig zu haben, dass gemeinsame Haus barrierefrei umzubauen. Während Viola im Erdgeschoss gefangen zu sein scheint und von der neu eingestellten Pflegerin überwacht wird, fühlt sie sich immer hilfloser.

Ursula Poznanski widmet sich diesmal dem Genre des Domestic Noir (d.h. das vermeintlich sichere Zuhause der meist weiblichen Protagonistin verwandelt sich in einen Schauplatz der Bedrohung).
Nach ihrem schweren Unfall ist Viola ans Bett gefesselt und vollständig auf Hilfe angewiesen. Ihre Pflegerin Otilia überwacht sie mit einer Strenge, die eher an Gefangenschaft als an Fürsorge erinnert. Zunehmend verschwinden Gegenstände aus Violas unmittelbarer Umgebung - ihre Krücken oder der Rollstuhl. Aus Angst, die Kontrolle vollends zu verlieren, bestellt sie GPS-Tracker, um ihre Sachen schneller wiederzufinden. Doch bald wird ihr Misstrauen größer. Als sich ihr Mann immer merkwürdiger verhält, steckt sie heimlich einen der kleinen Sender in seine Stiefeletten. Was sie daraufhin entdeckt, offenbart immer mehr Widersprüche in seinen Erzählungen und lässt die Grenzen zwischen Fürsorge, Manipulation und Bedrohung endgültig verschwimmen.

Erzählt wird aus der Sicht von Viola in der Ich-Form. Sie war für mich eine nahbare und sympathische Protagonistin. Der Verlust ihres Beines und die plötzliche Abhängigkeit von anderen, wurde sehr gefühlvoll und realitätsnah dargestellt. Auch das Gefühl, im eigenen Zuhause gefangen zu sein, wird so realitätsnah beschrieben, dass ich es gut nachempfinden konnte. 
Die Erzählung einzig aus ihrer Sicht lässt allerdings auch die Frage aufkommen, ob Viola eine verlässliche Erzählerin ist? Oder ob sie manches falsch interpretiert?

Die unterschwellige Bedrohung und Spannung ist allgegenwärtig. Es geht aber nicht nur um Spannung, sondern auch um Manipulation, Kontrolle und Vertrauensverlust. Ursula Poznanski verteilt ihre Informationen gut dosiert. Ihr Schreibstil wirkt diesmal erwachsener und nicht wie in "Die Burg" eher jugendlich angehaucht. Deshalb hatte ich hier auch immer das Gefühl einen "richtigen Thriller" zu lesen und nicht einen Jugendthriller, der auf erwachsen programmiert ist. 

Während mich bei Poznanski häufig die Charaktere nicht ganz überzeugen konnten, gibt es diesmal nichts zu bemängeln.
Viola ist eine starke und intelligente Protagonistin, die versucht hinter den Aktivitäten ihres Mannes zu kommen. Doch auch sie hat ein düsteres Geheimnis, welches sie lange verbergen konnte. Die wortkarge und strenge Pflegerin Otilia verursacht einem oftmals Gänsehaut, aber Ehemann Adam hat mir fast noch mehr Angst eingejagt. Dabei fragt man sich beim Lesen lange, ob er nur fürsorglich oder berechnend ist. Er bleibt lange nicht greifbar. Mein Lieblingscharakter war eindeutig Benno, der Nachbarsjunge mit Down Syndrom, der ihr unwissentlich eine große Hilfe ist.

Mein einziger kleiner Kritikpunkt ist die etwas dubiose Vergangenheit von Viola, die nicht ganz glaubwürdig wirkt. Das ist aber Jammern auf hohem Niveau. 
Das Ende ist gelungen und glaubwürdig.

Gefallen hat mir auch der Stadtplan von Wien auf der Innenseite des Covers. Oftmals gibt es keine genaueren Ortsangaben bei Posznankis Büchern. Umso mehr freue ich mich über diesen Wien-Thriller.

Fazit:
Ursula Poznanski konnte mich mit ihrem neuen Thriller diesmal richtig abholen, den ich innerhalb von zwei Tagen verschlungen habe. Spannung von der ersten bis zur letzten Seite! Leseempfehlung!


Vielen Dank an Droemer Knaur für das Rezensionsexemplar!

Der Kurator - M.W. Craven

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     


    • Broschiert: 464 Seiten
    • Verlag: ‎ Droemer TB, 1. Auflage‎ (3. November 2025)
    • Übersetzer: ‎ Marie-Luise Bezzenberger
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 342628457X
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3426284575
    • Originaltitel: ‎ The Curator
    • Reihe: ja - Band 3 Washington Poe und Tilly Bradshow ermitteln


Knaur Kurzbeschreibung:
Überall in Cumbria hinterlässt ein Serienkiller »Weihnachtsgeschenke« für die Polizei: abgetrennte Finger und dazu die Nachricht »#BSC6«. DS Washington Poe und die Analystin Tilly Bradshaw stehen vor einem Fall, der einfach keinen Sinn ergibt. Ihr einziger Verdächtiger leugnet hartnäckig, was sie zweifelsfrei beweisen können – gibt dafür aber Dinge zu, von denen die Polizei noch gar nichts wusste. Und warum haben die Opfer, die scheinbar nicht das Geringste miteinander zu tun hatten, alle vor drei Jahren dieselben zwei Wochen Urlaub genommen? Als sich eine in Ungnade gefallene FBI-Agentin bei Washington Poe meldet, nimmt der Fall eine düstere Wendung. Denn sie ist überzeugt, dass der Täter keineswegs ein Serienkiller ist. Sondern jemand sehr viel Gefährlicheres …

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Ja, ich habe den zweiten Band "Der Gourmet" noch nicht rezensiert, aber heute möchte ich euch trotzdem zuerst Band drei dieser Reihe vorstellen. 
Nachdem mir "Der Gourmet" nach "Der Zögling" wirklich sehr gut gefallen hat, ist "Der Kurator" nun für meinen Geschmack wieder etwas schwächer.

Doch der Beginn ist absolut gelungen und man ist dadurch sofort mitten im Geschehen. Es ist kurz vor Weihnachten. Bei einer Firmenweihnachtsfeier werden die Pakete des firmeninternen Wichtelspiels geöffnet. Dabei kommt es zu einer bösen Überraschung, denn in einem der Pakete ist nicht der erwartete Ring, sondern zwei abgeschnittene Finger und die kryptische Nachricht #BSC6.
Kurze Zeit später werden weitere abgetrennte Finger gefunden, doch nur eine dazugehörige Leiche. Washington Poe und Analytikerin Tilly Bradshaw werden vom SCAS Team unter Stephanie Flynn hinzugezogen. Doch auch die beiden sehen kein Muster in den Fällen und keine Übereinstimmungen bei den Opfern. Bis Washington Poe endlich eine kleine Spur findet, die zum mutmaßlichen Täter führen könnte....

Poe und Tilly sind mittlerweile ein sich perfekt ergänzendes Team. Sie vertrauen aufeinander und die Dynamik zwischen den beiden ist allgegenwärtig. Poe und Bradshaw sind sehr eigenwillige Charaktere. Sie sind das große Plus an dieser Reihe. Zwei Einzelgänger, die mit hohen analytischen Verstand arbeiten.

Die Sprache ist etwas rau. Die Dialoge sind aber auch  oft witzig und der schwarze englische Humor liegt mir sehr. Tillys kaum soziale Kompetenz schmerzt manchmal beim Lesen, doch ihre Ehrlichkeit wirkt auch oftmals sehr erfrischend.
Die Handlung des Krimis ist sehr komplex und teilweise verstörend. M.W. Craven schreibt sehr detailgetreu und manchmal ausschweifend. Die Handlung wird hauptsächlich aus der Sicht von Washington Poe erzählt, lässt aber auch Einblicke aus der Perspektive der Opfer zu.

Die Landschaftsbeschreibungen von Cumbria, ein sehr karger und rauer Landstrich in Großbritannien, wird sehr bildhaft beschrieben. Die düstere Atmosphäre ist allgegenwärtig. Besonders bei der Überfahrt auf eine fast unbewohnte Insel war mir durchgehend kalt. Die raue See und der Wind...ich hatte alles klar vor meinen Augen.
Der Autor ist aber auch ein Meister im legen falscher Fährten. Am Ende überrascht er noch zusätzlich mit einem Twist, der mich sehr verblüfft zurückgelassen hat. Noch bin ich immer noch am Überlegen, ob er nicht etwas weit her geholt wirkt....

M.W. Craven spricht in diesem Band der Reihe ein sehr aktuelles Thema an, welches bisher an mir vorbei gegangen ist. Im Nachwort geht der Autor noch etwas mehr darauf ein und hat ein etwas flaues Gefühl bei mir hinterlassen. 
"Der Kurator" kann auch unabhängig zu den anderen Bänden der Reihe gelesen werden. Ich habe mir aber trotzdem den fünften Band "Der Botaniker", der als erstes Buch der Reihe auf Deutsch veröffentlicht wurde  (warum Droemer Knaur ?) aufgehoben und werde ihn definitiv erst nach Band vier lesen, der bereits im Februar erscheinen wird.

Cover:

von links nach rechts:
das englischsprachige Originalcover, welches auch ins Deutsche übernommen wurde, das schwedische, das französische, das tschechische, das griechische und das spanische Cover. 


Fazit:
Ein spannender dritter Teil mit einem völlig verrückten Fall, der mich sehr gut unterhalten hat und etwas Gänsehautfeeling verbreitet. Ich werde die Reihe sicherlich weiter fortsetzen und freue mich schon auf den kommenden vierten Teil.



Lebensbande - Mechtild Borrmann

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     


    • Gebundene Ausgabe: 288 Seiten
    • Verlag: ‎ Droemer HC, 1. Auflage ( 3. November 2025)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3426282208
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3426282205
    • Genre: Historischer Roman



Droemer Kurzbeschreibung:
Vom Zweiten Weltkrieg bis zum Mauerfall verbinden die Fäden des Schicksals Lene, Nora und Lieselotte: Obwohl sie sich in einer Zeit der Angst und des Terrors als Fremde begegnen, werden sie zu Freundinnen, die einander Halt geben und große Risiken auf sich nehmen. Krankenschwester Nora tut alles, um Lene zu helfen, das Leben ihres kleinen Sohnes Leo zu retten. Denn wegen eines leichten Handicaps gilt Leo als »Reichsausschusskind«. 1942 lernt Nora Lieselotte in Danzig kennen. Drei Jahre später werden die Frauen in einen Gulag der Sowjetunion verschleppt – als Teil der 900.000 Arbeitskräfte, die Stalin unter anderem im Rahmen der Reparationszahlungen zugesichert worden waren. Als Adenauer 1949 beginnt, diese Deutschen zurückzukaufen, gibt Lieselotte alles auf, was sie noch hat, um Nora die Rückkehr in die Heimat zu ermöglichen. Viele Jahre später, kurz nach dem Mauerfall, erhält diese einen verstörenden Brief, der sie schlagartig in die Vergangenheit zurückkatapultiert ...

Meine Bewertung: * * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Mechtild Borrmann ist einfach ein Garant für brillante Geschichten, die meistens rund um den Zweiten Weltkrieg spielen. Obwohl ihre Bücher kaum mehr als 300 Seiten haben, steckt darin so viel Inhalt, wie man es selten findet.
In "Lebensbande" erzählt sie auf zwei Zeitebenen von Nora und Lene, später auch von Lotte. Der Roman beginnt 1991 in der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik in Kühlingsborn, wo eine der Frauen durch einen Brief an ihre Vergangenheit erinnert wird. Diese Erinnerungen bringen sie dazu  ihre damaligen Erlebnisse aufzuschreiben....

1931. Lene lebt nahe der niederländischen Grenze und verliebt sich bei einer Tanzveranstaltung in den Holländer Joop. Die Eltern sind gegen eine Verbindung und schicken Lene nach Ratingen, wo sie als Hausmädchen arbeiten und sich Joop aus dem Kopf schlagen soll. Durch widrige Umstände muss Lene einen anderen Mann heiraten. Bei der Geburt ihres ersten Kindes kommt es zu Komplikationen und schon bald wird Leo als "Reichsausschusskind" abgestempelt, Lene weggenommen und ins Heim gesteckt. Dort sieht sie ihre Kusine Nora wieder, die als Krankenschwester arbeitet. Nora versucht ihr und Leo zu helfen, der vom zuständigen Arzt bereits ins Euthanasieprogramm übernommen wurde.
1942. Lotte ist überzeugte Nationalsozialistin und trifft in Danzig auf Nora, die mittlerweile in einem Lazarett arbeitet. Obwohl Lotte Hitler verehrt, freunden sich die beiden Frauen an und schon bald führt sie das Schicksal gemeinsam in die Hölle...

Die Geschichte wird im Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart erzählt. Mechtild Borrmann hat sich an wahren Lebensgeschichten orientiert und darauf ihren fiktiven Roman aufgebaut. Dabei greift sie wichtige Themen auf und beschreibt Frauenschicksale, die während des Krieges leider viel zu oft passiert sind. Borrmann gelingt es Zeitgeschichte mit menschlichen Tragödien zu verbinden. Man leidet mit Lene, Nora und Lotte mit, die nie aufgeben und sich mutig gegen verschiedene Repressalien wehren. 
Mechtild Borrmann erzählt fesselnd und in schnörkelloser Sprache über das Schicksal der drei Frauen und hält ebenfalls eine kleine Überraschung für den Leser bereit. Die Charaktere sind facettenreich und lebendig gezeichnet. Die eher kurzen Kapitel sind mit dem Namen der handelnden Person, Ort und Jahreszahl gekennzeichnet. 
Ich bin innerhalb von zwei Tagen durch die Geschichte geflogen und konnte das Buch nicht zur Seite legen.

Fazit:
Mechtild Borrmann erzählt die Geschichte dreier Frauen, deren persönliche Schicksale durch Krieg und dessen Folgen beeinflusst werden.  Berührend und fesselnd geschrieben - ein weiterer großartiger Roman der Autorin. Leseempfehlung!

Vielen Dank an Droemer Knaur und an vorablesen für das Rezensionsexemplar!

Aufsteiger - Peter Huth

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     



    • Gebundene Ausgabe: 336 Seiten
    • Verlag:‎ Droemer HC, 2. Auflage  (1. September 2025)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3426449854
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3426449851
    • Genre: Roman, Gegenwartsliteratur



Droemer Kurzbeschreibung:
Felix Licht hat alles für die Karriere geopfert: Seine besten Jahre, lebenslange Freundschaften, die Zeit mit Frau und Kind. Jetzt fehlt nur noch der letzte Schritt, die Berufung zum Chefredakteur des wichtigsten Magazins des Landes. Doch dann eröffnet ihm Verleger Christian Berg, einst Modezar der neurechten Szene, jetzt geläutert und selbsternannter Retter der Pressefreiheit, dass nicht Licht den Job bekommt, sondern Zoe Rauch. Ausgerechnet Zoe – jung, schön, woke. Die Frau, an die Felix seit zwölf Jahren immerzu denken muss. Sein Leben zerbricht – und reißt alle um ihn herum in einen Mahlstrom aus gekränkten Eitelkeiten, brüchigen Lebenslügen, opportunistischer Lust an immer absurderen Fake News und Gutmenschen, die bereit sind, über Leichen zu gehen.

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Von Peter Huth habe ich bereits "Der Honigmann" gelesen, den ich wirklich gut fand. Vor allem die Gesellschaftskritik, die der Autor eingebaut hat, war großartig.
Diesmal beschäftigt er sich mit der Medienbranche und dem schnelllebigen Social Media Erfolgen.

Spannend macht es Peter Huth auch durch seinen Prolog, denn auf den ersten Seiten wird eine Leiche gefunden. Man weiß nicht, wer es ist und wie es zum Mord kam. Danach wechselt der Autor in die Zeit kurz vor der Tat.
Felix Licht ist einer dieser Journalisten, die für ihren Job leben. Er steht kurz vor einer Beförderung zum Chefredakteur des Magazins, bei dem er schon seit Jahrzehnten arbeitet und auch die Übernahme durch den rechten Verleger Christian Berg überlebt hat. Der Champagner ist bereits kalt gestellt, seine Familie wird von seinem zukünftigen Erfolg in Kenntnis gesetzt und wer sollte sonst außer ihm in Frage kommen, wo er doch bereits alle Fäden in der Hand hält...
Doch der Schock ist groß, als ihm als Mann um die Vierzig, plötzlich eine farbige junge Frau als neue Chefin vor die Nase gesetzt wird. Außerdem kennt er seine neue Vorgesetzte etwas besser, als er sollte. Vor zwölf Jahren war sie Volontärin beim Magazin und hat ihm ordentlich den Kopf verdreht. 
Doch das Magazin will sich neu orientieren und sich von alteingesessenen Meinungen, die viele alte weiße Männer vertreten, lossagen. Besonders die Ehefrau des Eigentümers möchte verstärkt Frauen und die links-woke Gesellschaft ansprechen. Sie möchte sich einer anderen Leserschaft zuwenden und vom rechten Hintergrund ihres Mannes ablenken. Licht fällt daraufhin in eine tiefe Depression, die ihm Ehe und Job kosten werden.....

Ausgehend von Felix Lichts tiefen Fall erleben wir eine Geschichte, die zeigt, wie eng Erfolg und Misserfolg beieinander liegen können. 
Der Roman trifft den Zeitgeist und spricht viele Themen an, die auch in der Gegenwart präsent sind: das Zunehmen konservativer Kräfte, gendergerechte Sprache, Klimakleber, LGBTQ, Diskriminierung und einiges mehr. Außerdem geht es um Macht, Verrat, Blendung, Manipulation, Gewalt und Verlust. Trotz der 336 Seiten sind dies viele Themen, die jedoch gut eingebunden werden und beim Leser nicht das Gefühl aufkommen lässt, dass der Autor zu viel wollte.

Mit leicht satirischer und überspitzten Gesellschaftskritik kommt der Autor direkt auf dem Punkt. Seine Figuren sind oft gewollt stereotyp, aber sehr gut gezeichnet. Ihm ist es wieder eindrucksvoll gelungen, das moralische und gesellschaftliche Bild unserer Zeit wiederzugeben. Dabei schafft er es, die Themen aus verschiedenen Blickwinkeln zu zeigen und uns keine vorgefertigte Meinung aufzuzwingen. Das ist nicht selbstverständlich und macht für mich die Qualität des Buches aus. 

Peter Huth hat auch wieder einige Plot-Twists eingebaut, die überraschen und der Geschichte eine krasse Wendung geben. Einen davon habe ich allerdings bald erraten oder erahnt....was sich jedoch nicht negativ ausgewirkt hat. Wieder ein sehr gutes Buch, auch wenn mir "Der Honigmann" eine Spur besser gefallen hat.

Fazit: 
Der Autor trifft wieder gekonnt den Nerv der Zeit und verschafft uns einen Einblick in die Medienbranche. Obwohl leicht überspitzt erzählt und mit einem nicht kontinuierlichen Spannungslevel, konnte ich das Buch nur schwer aus der Hand legen. Die Gesellschaftskritik ist wieder einmalig erzählt und lässt einem nachdenklich zurück. 




Der Sommer am Ende der Welt - Eva Völler

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     


    • Taschenbuch; 400 Seiten
    • Verlag: ‎ Droemer TB, 2. Auflage, (21. Juli 2025)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3426564661
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3426564660
    • Genre: Roman


Droemer Kurzbeschreibung:
Es soll der persönlichste Artikel ihres Lebens werden – beharrlich verfolgt die Journalistin Hanna ihren Plan, über die traumatischen Erfahrungen früherer Verschickungskinder auf Borkum zu berichten, denn auch ihre Mutter hat dort bei einer solchen Kinderkur einst Schlimmes erlebt. Doch vor Ort erhebt sich Widerstand, als Hanna die damaligen Missstände aufdecken will. Nur der Inselarzt Ole steht ihr bei ihren Nachforschungen zur Seite, beide verlieben sich Hals über Kopf. Dann wird Hanna das alte Tagebuch einer ehemaligen Kinderbetreuerin zugespielt, aus dem sich Hinweise auf ein vertuschtes Verbrechen ergeben. Dabei gerät Hanna in ein verstörendes Dilemma, denn nach und nach zeichnet sich ab, dass in Oles Familie ein schreckliches Geheimnis gehütet wird ...

Meine Bewertung: * * * 

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur "Music meets Book Challenge"

Meine Meinung:
Von Eva Völler habe ich bereits einige Romane, wie die "Ruhrpott-Saga", die Dilogie um die Dorfschullehrerin und die historischen Krimis um Kriminalinspektor Carl Bruns gelesen. Mit "Der Sommer am Ende der Welt" hat sie nun einen Roman geschrieben, der in der Gegenwart spielt. Das Thema beinhaltet jedoch wieder etwas Vergangenes, nämlich geht es hier um die Kinderverschickungen zwischen den 1960iger und 1980iger Jahren. Kinder, die gesundheitlich Probleme hatten, wurden auf Anraten der Ärzte auf Kuren geschickt, um sie aufzupäppeln oder durch die frische Luft in den Bergen oder an der Nordsee gesunden zu lassen. Was jedoch oftmals zutraf, war das genaue Gegenteil und ein Aufenthalt, der traumatisierte Kinder zurückließ. Ein Thema, welches viel mehr Beachtung finden sollte!

Genau aus diesem Grund macht sich Journalistin Hanna auf den Weg zur Insel Borkum, wo in den Sechziger Jahren ihre Mutter eines dieser Kinder war. In der Villa Aurelia wurden die Mädchen und Jungen gequält und geschlagen. Hanna möchte mit einem Artikel aufdecken, wie es damals tatsächlich in vielen dieser Heime zuging. Dabei hilft ihr Sabine, die zu dieser Zeit sechs Wochen verbracht hat und mit der sie täglich kommuniziert. Besonders die unbarmherzige Tante Angela ist Sabine und auch Hannas Mutter in Erinnerung geblieben. 
Aus der ehemaligen Villa Aurelia ist nun ein Luxushotel geworden, in dem Hanna sich mit ihrer 15jährigen Tochter Katie einquartiert. Als die Betreiber des Hotel erfahren, worüber Hanna tatsächlich schreiben möchte, ändert sich ihre Freundlichkeit zu Hass. Kurze Zeit später wird ihr ein altes Tagebuch vor die Tür gelegt, welches einiges enthüllt...

Der Schreibstil von Eva Völler liest sich flüssig und wie schon in all ihren anderen Geschichten mochte ich die bildhafte Erzählweise. Jedoch hätte ich die Geschichte um die Verschickungskinder lieber auf zwei verschiedenen Zeitebenen gelesen und nicht nur als kurze Telefonate oder Tagebucheintragungen, die sich in kursiver Schrift vom Hauptstrang abheben. Außerdem hätte ich es besser gefunden, wenn man nicht nur aus der Sicht von Sabine, sondern auch von weiteren Kindern, die zur selben Zeit in der Villa Aurelia zur Kur waren, gelesen hätte.
Viel zu schnell verliert sich das Hauptthema des Buches in weiteren Nebenhandlungen, die ich nicht gebraucht hätte. Schon auf den ersten Seiten lernt Hanna den hiesigen Inselarzt Ole kennen und ihre Tochter Katie den Sohn der Hotelinhaberin, Bengt. Und hier haben wir schon von Beginn an zwei Liebesgeschichten, die mir viel zu schnell abgelaufen sind. Ich konnte absolut keine der beiden Lovestories spüren und fand beide unpassend. Ein weiteres unnötiges Thema waren die Déjà-vus von Hanna und ihre gesundheitlichen Probleme. Im letzten Drittel kommt noch ein Mordfall ins Spiel, sowie Verbrechen während der Nazizeit. Letzteres kann ich noch verstehen, denn die Erziehungsmethoden in den Heimen waren von den Idealen der Nazis geprägt. 
Durch die Menge an Themen verliert jedoch jedes einzelne an Wichtigkeit und vor allem bleibt das Thema Verschickungskinder viel zu sehr an der Oberfläche. Sehr schade!

Fazit:
Ein Thema, welches noch viel mehr aufgegriffen werden sollte. Eva Völler hat sich jedoch in ihrem Roman "Der Sommer am Ende der Welt" meiner Meinung etwas verzettelt. Das Hauptthema verliert an Wichtigkeit und weicht nichtssagenden Liebesgeschichten und Krankheitssymptomen. Leider bleibt der Roman zu oberflächlich und schrammt am Thema etwas vorbei. Schade!


Vielen Dank an den Droemer Verlag und an Lovelybooks für das Rezensionsexemplar!

 

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