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Silber - Das zweite Buch der Träume - Kerstin Gier


    • Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
    • Verlag: FISCHER FJB; Auflage: 2 (23. Juni 2014)
    • ISBN-10: 3841421679
    • ISBN-13: 978-3841421678
    • Genre: Fantasy, Jugendbuch
    • Reihe: ja - 2. Band

 

Fischer Kurzbeschreibung: 
Liv ist erschüttert: Secrecy kennt ihre intimsten Geheimnisse. Woher nur? Und was verbirgt Henry vor ihr? Welche düstere Gestalt treibt nachts in den endlosen Korridoren der Traumwelt ihr Unwesen? Und warum fängt ihre Schwester Mia plötzlich mit dem Schlafwandeln an?
Albträume, mysteriöse Begegnungen und wilde Verfolgungsjagden tragen nicht gerade zu einem erholsamen Schlaf bei, dabei muss Liv sich doch auch schon tagsüber mit der geballten Problematik einer frischgebackenen Patchwork-Familie samt intriganter Großmutter herumschlagen. Und der Tatsache, dass es einige Menschen gibt, die noch eine Rechnung mit ihr offen haben – sowohl tagsüber als auch nachts …

Meine Bewertung: * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Einmal um die Welt Challenge

Buch zur Chaos Challenge

Buch zur Deutschen Autoren Challenge

Meine Meinung:
Jetzt werden wohl einige aufschreien, wenn sie oben meine Bewertung sehen....was NUR 3 1/2 Sterne???
Sorry, aber für mich war der 2. Band der Reihe diesmal etwas unspektakulär sprich...hier tat sich nichts! Ein typischer Zwischenband eben.  Und 3 1/2 Sterne heißt laut meinem Bewertungssystem noch immer "Gutes Buch, aber Durchschnitt". Da ich den ersten Band 4 Sterne gegegen habe, muss ich drunter gehen, denn mit Band 1 kann Silber - Das zweite Buch der Träume nicht mithalten!
Warum? Es liegt sicher nicht an Kerstin Giers Schreibstil oder Humor, denn beides war wieder richtig gelungen! Die Autorin beherrscht einfach ihr Fach. Ihre Bücher und ihren Humor lieben Jung und Alt...auch ich ;) Doch die Spannung fehlte mir hier ganz einfach. Und ich denke, eigentlich will ich ja nicht so gerne Vergleiche anstellen, aber die Silber-Trilogie ist auf jüngere Leser, als die Edelstein-Trilogie zugeschnitten. Liv und Gwendolyn kann man, obwohl fast gleichaltrig, kaum miteinander vergleichen.

Im Großteil des Buches irrt Liv durch die Korridore ihrer Traumwelt, wo sie versucht ihre Fähigkeiten auszubauen und mehr zu lernen. Dort trifft sie sich natürlich auch mit Henry, aber auch Arthur treibt sich wieder in den Korridoren herum. Darf man ihm trauen? Außerdem fühlt sich Liv beobachtet und dieser komische Kauz, der sich Senator Tod nennt, scheint ebenfalls etwas Böses zu planen. Und als "Tüpfelchen auf dem i"  scheint Henry Geheimnisse vor ihr zu haben und ist noch immer genauso verschlossen wie im ersten Band. Dies tut auch ihrer Beziehung nicht wirklich gut. Als dann Mia plötzlich zum Schlafwandeln anfängt und sie sich in gefährliche Situationen bringt, ist Liv zutiefst beunruhigt.

Sehr gut gefallen haben mir die Geschichten, die sich um die Familie drehen. Der supernette Grayson, seine unmögliche Freundin Emily, seine noch unmöglichere Schwester Florence, aber vorallem das Bocker ;) Was für eine tolle neue Worterfindung von Kerstin Gier für die Großmutter von Grayson und Florence! Als dann auch noch Mr Snuggles ins Spiel kommt, gibt es echt kein Halten! Das sind wirklich die lustigsten Szenen des Buches!

Auch die Beiträge des Tittle-Tattle Blogs waren erneut kleine Highlights. Das Geheimnis um Secrecy geht weiter und als Leser rätselt man genauso, wie Liv und ihre Freunde, und stellt Vermutungen an. In diesem Band wird klar, dass Secrecy Dinge über Liv weiß, die eigentlich keiner wissen kann! Ich bin schon gespannt, wann das Geheimnis im dritten Band gelüftet wird!

Cover:
Obwohl türkis meine Lieblingsfarbe ist, finde ich das Cover des ersten Bandes schöner. Es passt jedoch hervorragend zu Band Eins und ich bin schon neugierig, welche Farbe Band 3 haben wird.

Fazit:
Humor und Schreibweise der Autorin ist gewohnt humorvoll und absolut gelungen, jedoch handelt es sich hier um einen richtigen Mittelteil einer Trilogie. Leider passiert hier sehr wenig und deshalb kann ich auch nur 3 1/2 Sterne vergeben. Trotzdem freue ich mich schon auf das Finale!



Die Bestimmung - Letzte Entscheidung von Veronica Roth


    • Gebundene Ausgabe: 512 Seiten
    • Verlag: cbt (24. März 2014)
    • ISBN-10: 3570161579
    • ISBN-13: 978-3570161579
    • Genre: Dystopie
    • Originaltitel: Divergent 3 - Allegiant
    • Reihe: ja - 3. Band der Trilogie

Amazon Kurzbeschreibung: 
Die Fraktionen haben sich aufgelöst und Tris und Four erfahren, dass ihr ganzes Leben eine Lüge ist: Es gibt eine Welt außerhalb ihrer Stadt, außerhalb des Zauns. Für Tris und Four steht fest, dass sie diese neue Welt erkunden wollen. Gemeinsam. Doch sie müssen erkennen, dass die Lüge hinter dem Zaun größer ist, als alles, was sie sich vorstellen konnten, und die Wahrheit stellt ihr Leben völlig auf den Kopf. Als Tris dann auch noch die letzte Entscheidung treffen muss, kommt alles ganz anders als gedacht ... Der atemberaubende Abschluss der Trilogie.

Meine Bewertung: noch * * * *

Buch zur Chaos Challenge 2014

Buch zur ABC Challenge

Buch zur Enmal um die Welt Challenge

Buch zur Weltnebummler Challenge

Meine Meinung:
Leider habe ich gleich zu Beginn des Erscheinens des letzten Bandes dieser Trilogie auf einen Blog über das Ende gelesen....es gab keine Spoiler-Warnung und obwohl ich immer nur Teile und meistens auch nur das Fazit lese, bin ich irgendwie drüber gestolpert. So ging ich vielleicht auch mit einem anderen Einstellung an die Geschichte heran. Ich weiß es nicht, aber ich ich fand den letzten Teil wieder ganz gut und keinesfalls schlechter als Band 2, wobei der erste Teil mein absoluter Favorit geblieben ist.

Obwohl ich sicher nicht das Ende verraten werde, möchte ich hier trotzdem eine kleine Spoiler-Warnung abgeben:

               ******ACHTUNG! KÖNNTE SPOILER ENTHALTEN****

Auch der dritte Band schließt nahtlos an den Vorgänger an. Neu ist hier der Personenwechsel von Kapitel zu Kapitel. Der Leser nimmt einmal an den Gedanken von Tris (wie gewohnt), aber auch an die von Tobias/Four teil. Das war anfangs etwas verwirrend, weil ich, wenn ich nicht aufpasste, gar nicht bemerkt hatte, dass nicht mehr derselbe Protogonist erzählt. Es gab auch sehr viele Dialoge zwischen den einzelnen Charakteren.

Tris, Tobias, Christina, Peter, Caleb und Uriah konnten gemeinsam aus dem Hauptquartier der Ken fliehen, das von Elisabeth und ihren Fraktionslosen übernommen wurde. Als sie in die Welt hinter dem Zaun gelangen, eröffnet sich ihr bisheriges Leben als eine einzige Lüge. Im Hauptquartier des Amts für Gentechnik, eine Regierungseinrichtung der Vereinigsten Staaten, erfahren sie, dass sie Teil eines Experiments waren. Im Amt wurden in einigen Städten von Amerika nach dem großen Krieg einige Tests durchgeführt, um Gendefekte zu dezimieren. Chicago, Tris und Fours Stadt, war die Einzige, die noch erfolgreich am Experiment teilnahm, doch durch die Auflösung der Fraktionen und dem bevorstehenden Kampf zwischen Tobias Mutter und seinem Vater, steht diese auf der Kippe. Das will natürlich verhindert werden....
 
Die Beziehung von Tris und Four wurde im dritten Band wieder besser. Vorallem in Band 2 war ich teilweise sehr genervt von dem ewigen Hin und Her und freute mich, dass sich die Beiden wieder etwas näher gekommen sind. Allerdings hat sich Tobias im Finalteil etwas gewandelt. Man lernt zwar eine weichere Seite von ihm kennen, die mir gut gefallen hat und auch seine Schwächen aufdeckte, doch während sich Tris im ganze zweiten Band selbst zerfleischte wegen ihren tödlichen Schuss auf Will, hadert hier Tobias die ganze Zeit wegen seines angeblichen Gendefektes. Und das nervte manchmal auch ganz schön. Tris ist eine sehr starke Perönlichkeit geblieben, bleibt ihrer Überzeugung und ihrer Selbstlosigkeit treu und so fand ich auch das Ende okay.
Einige Erklärungen fand ich nicht ganz logisch. Die Geschichte mit den Seren, die manchmal wirkten  und manchmal nicht, der Gendefekt und auch einige andere Kleinigkeiten fand ich nicht immer schlüssig. Diese Details kann ich aber jetzt nicht ausschließlich Band 3 "vorwerfen", denn diese verfolgt man ja schon seit dem ersten Band.

Das Ende war dann meiner Meinung nach richtig spannend und auch die Kapitel nach dem großen Knall waren sehr aufschlussreich.

Schreibstil:
Am Schreibstil der Autorin habe ich rein gar nichts auszusetzen.

Fazit:
Auch der Abschlussband konnte mit Teil 1 nicht mithalten. Die schlechten Bewertungen betreffend dem Ende kann ich nicht nachvollziehen, denn für mich ist es okay und nachvollziehbar. Allerdings fand ich einige andere Schwächen in der Geschichte. Da ich diesen Band nicht schlechter als Band 2 finde, vergebe ich ebenfalls noch vier Sterne.


Die Schmetterlingsinsel - Corina Bomann


    • Taschenbuch: 556 Seiten
    • Verlag: Ullstein; Auflage: 1. (9. März 2012)
    • ISBN-10: 3548284388
    • ISBN-13: 978-3548284385
    • Genre: historischer Roman, Familiensaga

Amazon Kurzbeschreibung: 
Als ihre Ehe zerbricht, steht die junge Berliner Anwältin Diana Wagenbach völlig allein da. Im Nachlass ihrer liebsten Tante findet sie das vergilbte Foto eines verwunschenen Hauses. Davor eine junge Frau. Ist es Dianas Ururgroßmutter, die einst in Ceylon lebte? Hals über Kopf macht Diana sich auf die Suche nach ihren Wurzeln in dem fremden Land am anderen Ende der Welt. Dort stößt sie auf eine geheimnisvolle Prophezeiung, die das Schicksal ihrer Familie für immer veränderte, eine verbotene Liebe, die niemals endete, und auf ihre eigene Bestimmung ...

Meine Bewertung: * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Einmal um die Welt Challenge

Buch zur Deutsche Autoren Challenge 

Buch zur Chaos Challenge

Meine Meinung:
Dies ist mein zweites Buch der Autorin und obwohl es in einem meiner beiden Lieblingsländer (Sri Lanka und Neuseeland) spielt, war ich ziemlich enttäuscht.

Die Geschichte spielt, wie die meisten historischen Familiengeschichten dieser Art, auf zwei Zeitebenen.
In der Gegenwart lernen wir Diana Wagenbach, eine Anwältin, kennen. Sie steht gerade vor den Scherben ihrer Ehe, als sie ein Anruf aus England erreicht. Ihre geliebte Tante Emmely liegt im Sterben. Diana bricht sofort nach Enland auf und erfährt am Sterbebett über ein lang gehütetes Familiengeheimnis, das sie als letzte Nachfahrin der Tremaynes lüften soll.
Die zweite Zeitebene spielt in der Vergangenheit. Im späten 19. Jahrhundert erfährt  Henry Tremayne vom Tode seines Bruders Richard, der in Ceylon, dem heutigen Sri Lanka, eine Teeplantage besitzt. Zusammen mit seiner Frau Claudia und den beiden Töchtern Grace und Victoria bricht er auf die sogenannte Schmetterlingsinsel auf, um die Plantage zu übernehmen.

Die Autorin versucht den Leser im Wechsel der zwei Geschichten, einmal die von Diana in der Gegenwart, zum anderen die der Schwestern Victoria und Grace im Jahr 1887, das Geheimnis näherzubringen. Leider löst der Leser dieses sehr schnell selbst - vorallem, wenn man schon einige Bücher im ähnlichen Stil gelesen hat. Außerdem sind die vielen Namen der Ururgroßmutter, der Ururgroßtante, der Urgroßmutter, usw. anfangs so verwirrend, dass ich immer wieder zurückblättern und nachschauen musste, wer jetzt eigentlich zu welcher Familie gehört. Ein Stammbaum am Anfang oder Ende des Buches wäre eine große Erleichertung gewesen! Ebenso beginnt die Geschichte sich sehr bald zu ziehen! Ich hatte große Schwierigkeiten voranzukommen und wäre schon bald in eine Leseflaute geschlittert!
Und was mich als Frau besonders ärgerte....kaum war Diana in Sri Lanka auf Nachforschungen, lernte sie natürlich sofort einen unheimlich attraktiven und tollen Mann kennen, in den sie sich sofort unsterblich verliebte. Kann man denn nicht einfach eine aufregende "Schnitzeljagd" in einem fremden Land erleben, ohne sofort wieder schmachtende Protagonistinnen vorzufinden, die sich anscheinend sehr schnell von der Untreue ihres Mannes erholt haben? Ganz anders die Geschichte von Grace....die fand ich gelungen.

Die Landschaftsbeschreibungen von Sri Lanka, vorallem des zentralen Hochlandes um Nuwara Eliya, wo das typische Teeanbaugebiet der Insel liegt, wurde gut beschrieben. Auch auf die in den Neunziger Jahren bis ins heutige Jahrhundert andauernde Kämpfe der Tamilen und Singhalesen wurde eingegangenm, wenn auch etwas einseitig, wie ich finde. Riten und Kampfkunst, sowie die verschiedenen Stände wurden angesprochen, was für mich als Ceylon-Fan nicht neu, aber trotzdem interessant war.

Leider war das auch schon fast alles, was mir an dieser Geschichte gefallen hat.
Warum gerade erst Diana das Familiengeheimnis lüften sollte und dies nicht schon eine ihrer Urgroßmütter  taten, war mir bis zum Schluss nicht klar. Das Ganze verlief wie eine Art Schnitzeljagd, wo eigentlich überall schon die Lösungen warteten. Hunderte von Jahren lagen Dokumente auf demselben Patz und warteten nur darauf von Diana gefunden zu werden und das selbst nach Restaurierungsarbeiten! Sehr unglaubwürdig! Außerdem hatte auch Emmely teilweise das Geheminis gelüftet und spielte ihr nach dem Tod durch ihren Butler Hinweise zu. Warum hat sie nicht selbst bereits das Familienrätsel gelöst?


Cover:
Das Cover ist sehr schön gestaltet. Besonders der Buchschnitt mit den aufgedruckten lila Schmetterlingen und Orchideenblüten sieht einfach toll aus. Die Blumen sind aber leider keine Frangipani, die sehr oft in der Geschichte erwähnt werden. Das hätte auch etwas exotischer ausgesehen. Trotzdem ist das Cover wohl das Gelungenste am ganzen Roman.

Schreibstil:
Der Schreibstil ist einfach. Die ganze Geschichte wirkt oberflächlich und ist teilweise sehr langatmig. Man hätte davon sicher 200 Seiten kürzen können. Erst zum Schluss kommt Spannung auf und da man als nicht ganz dummer Leser schon weiß, um welches Geheimnis es sich hier handelt, erfährt man letztendlich auch die Hintergründe dazu.


Fazit:
Eine sehr oberflächliche und seichte Geschichte, deren Geheimnis jeder Leser, der schon ähnliche Romane gelesen hat, bereits zu Beginn lösen kann. Außer den Beschreibungen einiger Traditionen auf Sri Lanka und dem tollen Cover hat die Geschichte nicht viel zu bieten, wobei der historische Teil etwas besser ist, als der in der Gegenwart. Leider eine Enttäuschung!


Das italienische Mädchen - Lucinda Riley


    • Taschenbuch: 560 Seiten
    • Verlag: Goldmann Verlag (10. März 2014)
    • ISBN-10: 3442480094
    • ISBN-13: 978-3442480098
    • Originaltitel: Aria
    • Genre: Roman, Familiensaga

Amazon Kurzbeschreibung: 
Mit elf Jahren begegnet Rosanna Menici zum ersten Mal dem Mann, der ihr Schicksal bestimmen wird. Der junge Tenor Roberto Rossini ist in seiner Heimat Neapel bereits ein umschwärmter Star und schenkt dem schüchternen Mädchen, das bei einer Familienfeier singen soll, kaum Beachtung. Doch als die ersten Töne den Raum erfüllen, kann er seine Augen nicht mehr von Rosanna lösen, so rein und einzigartig ist diese Stimme. Sechs Jahre später treffen Rosanna und Roberto an der Mailänder Scala wieder aufeinander – und gemeinsam treten sie einen unvergleichlichen Siegeszug durch die Opernhäuser der Welt an. Doch ihre leidenschaftliche Liebe wird zu einer Obsession, die sie für alles um sie herum blind werden lässt …

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Einmal um die Welt Challenge

Chaos Challenge 2014 

Jahreszeiten Cover Challenge

Meine Meinung:
"Das italienische Mädchen" ist ein Jugendwerk der Autorin Lucinda Riley, die damals noch unter den Namen Lucinda Edmonds geschrieben hat. Man merkt es leider doch ein bisschen, dass es sich um ein früheres Werk handelt. Trotzdem war das Buch wunderbar zu lesen. Die romantische Geschichte um Rosanna Menici ist wieder ein typischer Frauenroman, gewürzt mit viel Musik und meiner Meinung nach etwas zu viel Kitsch. Auch die Vorhersehbarkeit war anfangs wirklich zum Greifen!  Ich wusste nach wenigen Seiten wie die Hälfte des Romans weitergehen wird.....allerdings konnte mich die Autorin in der zweiten Hälfte doch noch mit überraschenden Wendungen versöhnen.

Rosanna, die jüngste Tochter der Familie Menici, ist ein unscheinbares Mädchen und hilft in der Cafeteria ihrer Eltern in Neapel fleißig mit. Von allen drei Kindern wird harte Mitarbeit gefordert, nur bei der Ältesten, Carlotta, die durch ihre Schönheit glänzt, wird öfters das Auge zugdrückt. Als diese aber ungewollt schwanger wird und einer Mussheirat eingehen soll, ist es mit ihrem Glück vorbei. Etwa zur gleichen Zeit singt Rosana bei einer Familienfeier das "Ave Maria" und der junge Tenor Roberto Rossini, für dessen Mutter die Feier ausgerichtet wird, ist beeindruckt von der unvergleichlichen Stimme. Er setzt sich dafür ein, dass Rosanna bei seinem Gesangslehrer Unterricht erhält und Luca, Rosanna's Bruder, unterstützt seine kleine Schwester dabei. Er, der schwer arbeitet und sich bereits Geld zusammengespart hat, um das Café und die Pizzeria der Eltern zu verlassen,  bezahlt damit Rosannas Gesangsstunden, die der Vater als unnütz
abtut. Jahre später wird Rosanna in die Mailander Scala aufgenommen und Luca verlässt mit ihr Neapel. Während er versucht seinen Lebensinhalt zu finden, wird Rosanna ein großer Star und verliebt sich in den Frauenhelden Roberto Rossini, ihren damaligen Entdecker. Von nun an sind die Beiden die gefeierten Stars auf allen Bühnen der Welt. Sie heiraten und ziehen zuerst nach London und später in ein englisches Cottage am Land. Doch diese Liebe ist zerstörerischer, als Rosanna denkt und Roberto ist nicht stark genug....

Im Gegensatz zu Lucinda Rileys anderen Büchern, wo die Geschichte immer zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart wechselt, wird in diesem älteren Werk die Handlung chronologisch erzählt. Nur am Beginn einiger Kapitel erzählt Rosanna in einem Brief an ihren Sohn Nico, einleitende Worte, die danach sofort wieder von der Ich-Form in die 3. Person überleiten. Die Geschichte ist sehr romantisch und erklärt, wie zerstörerisch Liebe sein kann. Mir war es manchmal ein bisschen zu viel, aber ich bin anscheinend doch zu wenig romantisch.....hm...

Manche Charaktere sind ziemlich in schwarz und weiß aufgeteilt. Luca ist einfach nur gut und Carlotta muss für ihren einzigen Fehler, den sie gemacht hat, ihr Leben lang büßen. Rosanna ist eine sympathische Hauptprotagonistin, die sich vom schüchternen kleinen Mädchen in eine selbstbewusste junge Frau verwandelt. Dies wandelt sich jedoch zum Schluss hin, denn sie verliert sich in der unendlichen Liebe zu Roberto und ordnet sich seiner Wünsche total unter. Roberto war mir nicht wirklich sympathisch. Er ist egoistisch und besitzergreifend.

Schreibstil:
Flüssig und leicht zu lesen. Die Seiten flogen nur so dahin.....eben eine typische Riley. Trotzdem erkennt man, dass es ein etwas früheres Werk ist, da es etwas anders aufgebaut als ihre neueren Romane ist und ich die Geschichte doch teilweise etwas vorhersehbar fand.

Fazit:
Gefühlvolle Geschichte um Musik und eine zerstörerische Liebe. Etwas zu vorhersehbar für mich, doch wieder wunderbar zu lesen.




Das Rosie-Projekt - Graeme Simsion


    • Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
    • Verlag: FISCHER Krüger; Auflage: 6 (20. Dezember 2013)
    • ISBN-10: 3810519510
    • ISBN-13: 978-3810519511
    • Originaltitel: The Rosie Project
    • Genre: Gegenwartsliteratur

Amazon Kurzbeschreibung: 
Don Tillman will heiraten. Allerdings findet er menschliche Beziehungen oft höchst verwirrend und irrational. Was tun? Don entwickelt das Ehefrau-Projekt: Mit einem 16-seitigen Fragebogen will er auf wissenschaftlich exakte Weise die ideale Frau finden. Also keine, die raucht, trinkt, unpünktlich oder Veganerin ist. Und dann kommt Rosie. Unpünktlich, Barkeeperin, Raucherin. Offensichtlich ungeeignet. Aber Rosie verfolgt ihr eigenes Projekt: Sie sucht ihren biologischen Vater. Dafür braucht sie Dons Kenntnisse als Genetiker. Ohne recht zu verstehen, wie ihm geschieht, lernt Don staunend die Welt jenseits beweisbarer Fakten kennen und stellt fest: Gefühle haben ihre eigene Logik.

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Einmal um die Welt Challenge


Meine Meinung:
"Das Rosie-Projekt" mit dem auffälligen pinken Cover war ja kurz nach Erscheinen überall gegenwärtig, denn es stürmte die Bestsellerlisten weltweit. Weil ich gerne Romane lese, die auch etwas anders sind, kam das Buch gleich mal auf meine Wunschliste und ging beim letzten Büchereibesuch mit.
Ich fand die Geschichte recht amüsant und unterhaltsam, aber als so überragenden Roman, wie er überall angepriesen wurde, finde ich ihn nun doch nicht. Warum? Hm...schwer zu sagen....ein toller Roman, der von mir fünf Sterne erhält muss mich mitreissen, ich muss mitleiden oder mitfiebern, kann das Buch kaum aus den Händen legen.....Das war hier leider nicht der Fall! Es war gut und hatte Witz, der Schreibstil klasse, aber trotzdem fehlte mir immer ein bisschen etwas zum richtigen Pageturner....

Es geht um Don Tillman, einen attraktiven und erfolgreichen Assistenzprofessor für Genetik. Sein Tagesablauf ist durch fixe Pläne durchstrukturiert und nichts sollte diese über den Haufen werfen, denn dies würde Chaos in sein Leben bringen, denn Don hat das Asperger Syndom. Logik und Rationalität sind seine Welt. Was ihm fehlt ist die perfekte Ehefrau. Und da er Gefühle nicht wirklich deuten kann und kennt, stellt er seine Wunschfrau so zusammen, wie er es am Besten kann: Mithilfe eines Fragebogens. Doch seine Kriterien kann wohl keine Frau erfüllen.....
Da tritt Rosie in sein Leben, die ihm sein Freund Gene vorbeischickt und die Don irrtümlich als potenzielle Ehefrau ansieht. Doch Rosie erfüllt so rein gar nicht seine Kriterien. Sie trinkt, sie raucht und arbeitet als Barfrau...die, wie er erst später bemerkt, aber als Hauptfach Psychologie studiert. Don ist verwirrt und gerät bald in einen Konflikt, da seine fixen Tagesabläufe gestört werden. Da unterbreitet Rosie ihm ihr Projekt, bei dem ihr Don behilflich sein soll....

Dem Autor, der hier seinen Debutroman vorlegt, ist es gelungen, die Welt eines Asperger-Betroffenen verständlich und sehr humorvoll darzustellen, ohne sich über seine Hauptfigur lustig zu machen. Don ist trotz seiner Krankheit ein sehr sympathischer Protagonist, den man als Leser sehr bald ins Herz schließt. Auch die Entwicklung von Don im Verlauf der Geschichte ist spannend erzählt.
Allerdings finde ich, verliert die Geschichte ab der Hälfte etwas von ihrem anfänglichen Charme. Man kennt bereits die Charaktere und auch den "Schmäh", wie wir Österreicher sagen. Die witzigen Szenen werden somit weniger, denn diese verlaufen sich ein wenig im Nirgendwo. Auch das Ende ist vorhersehbar und typisch.

Schreibstil:
Der Schreibstil ist einfach, herzlich und sehr humorvoll, es gibt viele Dialoge....es sollte ja anfangs ein Drehbuch werden ;)

Cover:

 

Fazit:
Amüsante Geschichte mit sympathischen Protagonisten und  netter Geschichte, von der ich mir etwas mehr erwartet hatte. Trotzdem einmal ein etwas anderer Roman rund um das Asperger Syndrom, das der Autor gekonnt dargestellt hat.


Schwarzer Mittwoch - Nicci French


    • Broschiert: 544 Seiten
    • Verlag: C. Bertelsmann (13. Januar 2014)
    • ISBN-10: 3570101649
    • ISBN-13: 978-3570101643
    • Originaltitel: Waiting for Wednesday
    • Genre: Thriller
    • Reihe: ja - 3. Band um Frieda Klein

Amazon Kurzbeschreibung: 
Ruth Lennox, Mutter von drei Kindern und seit mehr als zwanzig Jahren glücklich verheiratet, wird ermordet aufgefunden. Inspektor Karlsson tappt im Dunkeln. Psychotherapeutin Frieda Klein müsste sich dringend erholen, aber sie will ihrem Freund Karlsson helfen. Ihr erscheint die Familienfassade der Lennox zu perfekt: Und sie soll recht behalten. Zur gleichen Zeit ist der Journalist Jim Fearby einer Serie von Mädchenmorden auf der Spur. Fearbys und Friedas Wege kreuzen sich. Bald lässt auch Frieda das Schicksal der jungen Frauen nicht mehr los, und sie stößt auf ein schreckliches Geheimnis...

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Einmal um die Welt Challenge

Buch zur Chaos Challenge 2014

Meine Meinung:
"Schwarzer Mittwoch" ist der dritte Band der Reihe um Frieda Klein und sollte AUF JEDEN FALL der Reihe nach gelesen werden! Wie bereits bei "Eisiger Dienstag" wird auch hier sehr oft auf frühere Ereignisse im Vorgängerband zurückgegriffen, d.h. Vorkenntnisse sind somit fast Pflicht.

VORSICHT SPOILER!
(für diejenigen, die die Vorgängerbände nicht kennen!)
Frieda Klein hat sich noch immer nicht richtig von ihrem fast tödlichen Angriff aus "Eisiger Dienstag" erholt und leidet noch sichtlich an den Folgen. Sie arbeitet nur stundenweise und aus den Polizeiermittlungen wurde sie zum Leidwesen von Kommissar Karlsson komplett entfernt. Sandy ist wieder zurück in New York und eigentlich wünscht sich Frieda nur Ruhe. Doch daraus wird nichts, denn Josef beginnt ihr Bad zu renovieren, ihre Nichte Chloe zieht kurzfristig bei ihr ein und im Laufe der Zeit füllt sich ihre Wohnung mit weiteren Teenagern und Menschen, die ihr eigentlich helfen wollen. Frieda ist darüber mehr unglücklich als glücklich, vermisst sie doch ihre Ruhe. Und dann gibt es wieder Attacken ihres Erzfeindes Professor Hal Bradshaw, der ihren Platz als psychologischer Berater bei den Polizeiermittlungen eingenommen hat. Er schickt einige Studenten, getarnt als Patienten zu Frieda und einigen ihrer Kollegen, um sie später vor den Medien bloßzustellen.
Doch dabei hört Frieda eine Geschichte, die sie nicht mehr loslässt und beginnt nachzuforschen. Dabei stößt sie auf eine Reihe vermisster Mädchen. Zur gleichen Zeitg recherchiert Jim Fearby, ein pensionierter Journalist, im Fall eines Serientäters.

Währendessen haben Karlsson und Yvette ganz andere Probleme. Ruth Lennox, Mutter von drei Kindern und glücklich verheiratet, wird in ihrem Haus brutal erschlagen. Zuerst konzentrieren sich die Ermittlungen auf Einbruch mit Totschlag, doch schon bald stellt sich heraus, dass das scheinbar perfekte Leben von Ruth gar nicht so perfekt war.  Nach und nach decken die Ermittler ein Geheimnis nach dem anderen auf und die verdächtigen Personen vermehren sich ebenso schnell.


Frieda spielt in diesem dritten Band der Reihe die Hauptrolle, während Karlsson und Yvette diesmal stärker in den Hintergrund treten. Es gibt viele verschiedene Handlungsstränge, jedoch ohne zu verwirren. Es dauert allerdings bis zum Schluss bis die meisten davon zusammenführen bzw. alles aufgeklärt wird.
Von Frieda's Vergangenheit oder ihrem Privatleben erfährt man in "Schwarzer Mittwoch" leider nicht wirklich mehr. Da werden die Geheimnisse wohl erst in den kommenden Bänden gelöst....

Wie auch schon in den Vorgängerromanen schreibt das Autorenehepaar, Nicci Gerard und Sean French,  wieder sehr detailliert und ausführlich. Leider sind auch etliche belanglose Geschichten dabei, die sich im Laufe des Romans irgendwo verlieren. Zum Schluss hatte ich das Gefühl, dass der eigentliche Mordfall an Ruth Lennox irgendwie nur ein Nebenstrang war. Außerdem gab es für mich einige zu viele Zufälle.....

Trotzdem mag ich die Reihe um Frieda sehr und finde sie eine sehr interessante Protagonistin. Die Geschichte ist trotz der Logiklücken spannend erzählt.

Cover:

Das englische Originalcover und das deutsche Titelbild sind zwar von der Farbgebung komplett verschieden, aber auf Beiden kann man eine Stadt im Hintergrund und einen Fluss im Vordergrund erkennen.

Schreibstil:
Sehr detailreich, jedoch trotzdem spannend und angenehm zu lesen.



Fazit:
Band 3 um Frieda Klein bleibt, trotz der für mich zu vielen Unglaubwürdigkeiten und zu vielen Handlungssträngen, fesselnd. Man sollte jedoch auf jeden Fall mit dem ersten Band der Reihe beginnen, da jedes Buch sehr auf den jeweiligen Vorgängerband zurückgreift. Ich werde definitv "Dunkler Donnerstag", der im Jänner 2015 auf Deutsch erscheinen soll, ebenfalls lesen!


Tanz auf Glas - Ka Hancock


    • Gebundene Ausgabe: 528 Seiten
    • Verlag: Knaur HC (2. September 2013)
    • ISBN-10: 3426653222
    • ISBN-13: 978-3426653227
    • Originaltitel: Dancing on Broken Glass
    • Genre: Roman, Liebesgeschichte
Amazon Kurzbeschreibung: 
Vielleicht hätten Lucy Houston und Mickey Chandler sich nie verlieben dürfen. Und erst recht nicht heiraten. Denn beide haben ein schweres Schicksal zu tragen. Doch die Liebe geht ihre eigenen Wege, und so führen Lucy und Mickey eine ungewöhnliche, aber glückliche Ehe. Als ihr Leben eine dramatische Wendung nimmt, wird die Kraft ihrer Gefühle einer harten Prüfung unterzogen. 

Meine Bewertung: * * * * *


Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Einmal um die Welt Challenge

Buch zur Jahreszeiten Cover Challenge

Buch zur Chaos Challenge 2014

Meine Meinung:
Irgendwie tu ich mir sehr schwer mit einer Rezension zu diesem emotionalen Buch, denn schon lange hat mich kein Buch mehr so bewegt wie "Tanz auf Glas"! Nicht einmal "Das Schicksal ist ein mieser Verräter", das ich erst vor kurzem gelesen habe, hat mich tagelang gedanklich so sehr beschäftigt wie dieser Roman. Sehr gefühlvoll, erschreckend und traurig.....aber wundervoll!

Lucy und Mickey sind seit elf Jahren ein Ehepaar, aber kein gewöhnliches. Mickey leidet seit der Pubertät an einer bipolaren Störung (manisch depressive Psychose), an der auch seine Mutter erkrankt war. Eigentlich wollte er nie eine Beziehung eingehen, denn Mickey ist nicht immer "Er selbst". Eine kleine Veränderung seiner Medikation kann alles Möglich bei ihm auslösen. Doch dann lernt er Lucy kennen und lieben, die sich nicht abwimmeln lässt und trotz all seiner Probleme zu ihm steht. Aber auch Lucy hat ein schweres Erbe. Ihre Mutter starb an Brustkrebs und die Wahrscheinlichkeit einer Vererbung an sie und ihre beiden Schwestern Lily und Priscilla ist sehr groß.Und tatsächlich erkranken sowohl Priscilla , als auch Lucy daran, doch beide überleben. Doch dann schlägt das Schicksal wieder zu....

Die Geschichte wird abwechselnd von Mickey (vorwiegend am Kapitelanfang in kursiver Schrift) und Lucy in der Ich-Form erzählt. Mit Rückblenden erfahren wir über ihr erstes Zusammentreffen bis hin in die Gegenwart, genauso wie Episoden aus der Kindheit und den frühen Verlust einiger Elternteile.
Die Charaktere sind wundervoll beschrieben und man kann sich richtig in die Gefühlswelt der Beiden einfinden. Mickeys Kampf gegen seine Dämonen, die plötzliche Krise, die eintritt und die erstmals einen Keil zwischen Lucy und Mickey treibt. Aber auch Lucy's Zwiespalt und die Entscheidung, die sie treffen muss, habe ich mit jeder Faser meines Körper spüren können. Ich musste sogar öfters Pausen einlegen um weiterlesen zu können, so emotional war diese Geschichte.

Auch wenn ich all die perfekten und liebenswerten Personen und Nachbarn rund um die Beiden nicht ganz nachvollziehehn konnte und ich sie etwas übertrieben fand, musste ich mir auch vorstellen, dass man beim Thema Tod und Beerdigung in den USA sich ganz anders verhält als bei uns. Dort wird einem Essen gebracht und man wird nicht alleine gelassen, während man hier bei uns vermeidet der Trauerfamilie zu begegnen....was ich wiederum sehr traurig finde.
Trotzdem fand ich das kleine Städtchen und seine Einwohner zu perfekt - zu unnatürlich!
Das war aber auch der einzige Minuspunkt an der Geschichte und da mich diese emotional so mitgenommen hat und mich das Buch sehr beeindruckt hat, vergebe ich trotz dieser kleinen Minuspunkte 5 Sterne.

Wer diesen Debütroman noch nicht kennt, sollte die Taschentücher bereit halten und sich auf eine emotionale Achterbahn vorbereiten. Es stimmt ebenfalls sehr nachdenklich und hinterlässt viel mehr im Kopf, als zuerst angenommen. Man fühlt sich dankbar für das, was man hat!

Cover:
Das Cover finde ich sehr passend. Das Paar hält sich fest umschlungen und scheint dem anderen Halt zu geben. Auch der Titel passt hervorragend, denn dieses Beziehung ist tatsächlich ein Tanz auf Glasscherben...

Fazit:
Aufwühlend, emotional, schicksalshaft ......ein wunderbares Buch mit viel Herzenswärme und Gefühl. Liebevoll ausgearbeitete Charaktere, eindrucksvoller Schreibstil.....eine klare Leseempfehlung!


Die Mitternachtsrose - Lucinda Riley


    • Gebundene Ausgabe: 576 Seiten
    • Verlag: Goldmann Verlag (27. Januar 2014)
    • ISBN-10: 3442313600
    • ISBN-13: 978-3442313600
    • Originaltitel: The Midnight Rose
    • Genre: Roman, Familiensaga

Amazon Kurzbeschreibung: 

Innerlich aufgelöst kommt die junge amerikanische Schauspielerin Rebecca Bradley im englischen Dartmoor an, wo ein altes Herrenhaus als Kulisse für einen Film dient, der in den 1920er Jahren spielt. Vor ihrer Abreise hat die Nachricht von Rebeccas angeblicher Verlobung eine Hetzjagd der Medien auf die junge Frau ausgelöst, doch in der Abgeschiedenheit von Astbury Hall kommt Rebecca allmählich zur Ruhe. Als sie jedoch erkennt, dass sie Lady Violet, der Großmutter des Hausherrn Lord Astbury, frappierend ähnlich sieht, ist ihre Neugier geweckt.
Dann taucht Ari Malik auf: ein junger Inder, den das Vermächtnis seiner Urgroßmutter Anahita nach Astbury Hall geführt hat. Je mehr Rebecca aber in die Vergangenheit und in ihre Rolle eintaucht, beginnen Realität und Fiktion zu verwischen – und schließlich kommt sie nicht nur Anahitas Geschichte auf die Spur, sondern auch dem dunklen Geheimnis, das wie ein Fluch über der Dynastie der Astburys zu liegen scheint…


Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge 

Buch zur Einmal um die Welt Challenge

Buch zur Chaos Challenge 2014 

Meine Meinung: 
Der neue Roman von Lucinda Riley, spielt wie von der Autorin bereits gewohnt, in zwei Zeitebenen, jedoch auch in zwei verschiedenen Ländern. Ich durfte sowohl in die bunte Welt Indien's, der Paläste und der Maharadschas während der britischen Kolonialzeit eintauchen, als auch das Leben des Landadels im Hochmoor Englands kennenlernen.

Darjeeling, im Februar 2000:
An ihrem 100. Geburtstag erinnert sich Anahita Chavan an ihr sehr ereignisreiches und langes Leben, welches sie für ihren Sohn Moh niedergeschrieben hat. Im Alter von drei Jahren wurde ihr der Junge weggenommen und später eine Sterbeurkunde ausgehändigt. Doch Anahita, die eine besondere Gabe vererbt bekommen hat, weiß, dass ihr Sohn nicht tot ist, auch wenn ihre Familie ihr nicht glauben will. So bittet sie ihren Urenkel Ari ihre Geschichte zu lesen und danach Moh zu suchen. Doch Ari lässt die Lebensgeschichte seiner Urgroßmutter in einer Schublade verstauben und vergisst diese völlig. Erst nach zehn Jahren, und nach dem Tode von Anahita, findet er diese wieder.
Während der Lektüre wird ihm klar, was diese alles erlebt hat und dass ihre Zweifel berechtigt sein könnten. Als Kind hineingeboren in eine hohe Kaste, jedoch arm und vom Vater sehr modern erzogen, bleibt ihr nur die Möglichkeit einer Prinzessin zu dienen. Während eines Ausfluges lernt sie Indira, eine weitere indische Prinzessin, kennen und aus dieser Freundschaft entwickelt sich eine tiefe lebenslange Verbundenheit. Indira ermöglicht ihr ein Leben im Palast und später ebenfalls eine Ausbildung in England. Die Ferien verbringen die beiden Mädchen in Astbury Hall, wo Anahita den jungen Adeligen Donald kennen und lieben lernt ....

England, 2011
Rebecca Bradley,  eine junge amerikanische Schauspielerin, dreht ihren neuersten Film in England. Vor ihrer Abreise hat sie ihr Verlobter Jack gebeten seine Frau zu werden. Doch Rebecca hat Zweifel und reist ohne ihm zu antworten früher ab. Sie möchte noch darüber nachdenken, doch Jack hat bereits die Medien informiert. Um den Reportern zu entkommen, quartiert sie sich am Drehort, im feinen Herrenhaus Astbury Hall ein, nachdem sie Lord Anthony zum Bleiben überredet hat. Doch schon beim Einzug ist sie sich nicht mehr so sicher, denn im Haus findet sie ein Gemälde von Anthonys Großmutter, die ihr zum Verwechseln ähnlich sieht. Lord Anthony ist fasziniert von Rebecca und dann taucht plötzlich der Inder Ari auf....

Lucinda Riley hat wieder geschickt Vergangenheit und Gegenwart verknüpft. Nachdem ich "Das Orchideenhaus" mit 3 1/2 Sterne bewertet habe, fand ich "Der Lavendelgarten" schon viel besser. "Die Mitternachtrose" konnte mich nun ebenfalls in den Bann ziehen.
Die Ereignisse, die sich Anfang des 20. Jahrhunderts und dann kurz vor dem ersten Weltkrieg in Indien und England abspielten, reichen bis in die heutige Zeit. Besonders fasziniert hat mich die Geschichte in Indien, die in der Vergangenheit spielt. Bildhaft und sehr prachtvoll wird das Leben dort geschildert, auch wenn es Anahita nicht immer gut geht.
Die Geschichte in der Gegenwart rund um Rebecca fand ich auch spannend, doch hat sie mich nicht so faszieniert, wie die von Anahita. Außerdem wurde das Rätsel um Rebeccas Ähnlichkeit mit der von Lord Anthony's Großmutter nicht geklärt.

Schreibstil:
Die Autorin schreibt sehr flüssig. Der Wechsel zwischen den Handlungssträngen ist ihr hervorragend gelungen und das Tempo wird der jeweiligen Zeitepoche angeglichen. Trotz mancher Vorhersehbarkeit fand ich die ausführlichen Beschreibungen der Handlungsorte und deren Atmosphäre sehr anprechend.

Cover:
Tja, dazu braucht man nicht viel zu sagen, denn es sticht ins Auge und ist wirklich wunderschön! Ein richtiger Eyecatcher!
Im Vergleich dazu das amerikanische Cover links, das ich auch sehr gelungen finde und das englische Cover rechts, welches mir am Wenigsten gefällt.



Fazit:
Eine mitreißende Geschichte um ein großes Geheimnis im einerseits farbenfrohen und prunkvollen Indien, die andererseits der düsteren und mystischen Atmosphäre im englischen Hochmoor gegenübersteht. Spannend geschrieben, manchmal etwas vorhersehbar, aber gelungen!


Das Schicksal ist ein mieser Verräter - John Green

    • Gebundene Ausgabe: 288 Seiten
    • Verlag: C. Hanser Verlag; (30. Juli 2012) 
    • ISBN-10: 3446240098
    • ISBN-13: 978-3446240094
    • empfohlenes Alter: 13 - 16 Jahre
    • Originaltitel: The fault in our stars
    • Genre: Jugenbuch


Amazon Kurzbeschreibung:
„Krebsbücher sind doof“, sagt die 16-jährige Hazel, die selbst Krebs hat. Sie will auf gar keinen Fall bemitleidet werden und kann mit Selbsthilfegruppen nichts anfangen. Bis sie in einer Gruppe auf den intelligenten, gut aussehenden und umwerfend schlagfertigen Gus trifft. Der geht offensiv mit seiner Krankheit um. Hazel und Gus diskutieren Bücher, hören Musik, sehen Filme und verlieben sich ineinander - trotz ihrer Handicaps und Unerfahrenheit. Gus macht Hazels großen Traum wahr: Gemeinsam fliegen sie nach Amsterdam, um dort Peter Van Houten zu treffen, den Autor von Hazels absolutem Lieblingsbuch. Ein tiefgründiges, emotionales und zugleich freches Jugendbuch über Krankheit, Liebe und Tod.

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Chaos Challenge 2014

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Einmal um die welt Challenge

Meine Meinung:
Es wird wohl nicht mehr sehr viele Blogger geben, die dieses Buch noch nicht gelesen haben. Da die Verfilmung im Sommer ins Kino kommt, musste ich natürlich den Roman, von dem viele so begeistert sind, vorher lesen, denn den Film möchte ich mir doch gerne ansehen. Andererseits bin ich jetzt nach dem Beenden nicht sicher, ob ich doch lieber auf die DVD warten soll, denn mit verheultem Gesicht sitze ich nicht so gerne im Kinosaal....

Es gibt einige Bücher über krebskranke Jugendliche oder Erwachsene, die uns alle mit einem Gefühl von Wut und Trauer oder bei einer Heilung mit dem Gefühl von Erleichertung zurücklassen. Wie es auch immer wieder im täglichen Leben passiert. Ich denke, mittlerweile gibt es in jeder Familie oder im Freundeskreis Menschen, die an Krebs erkrankt sind und deshalb ist dieses Thema auch ein sehr schwieriges.

John Green hat es geschafft in diesem Roman das Thema auf seine Weise mit sarkastischen  Humor und kraftvollen Worten zu erzählen. Obwohl die ganze Zeit der Tod über dem Thema schwebt, ist die Geschichte nicht trübsinnig. Die Hauptcharaktere sind keine Helden, sondern normale Teenager, deren Erwachsen werden eine für sie plötzlich fremde Richtung eingeschlagen hat und die versuchen damit umzugehen.

Die 16-jährige Hazel hat Krebs. Die Heilungschancen stehen bei NULL und ohne ihre Sauerstoffflasche, die sie immer mit sich herumträgt, würden ihre Lungen den Dienst versagen. Doch durch bestimmte Behandlungsmethoden kann ihre Krankheit verlängert werden. Ihrer Mutter zuliebe geht sie eher unregelmäßig zu einer Selbsthilfegruppe, die aus krebskranken Kindern und Jugendlichen besteht. Außer Isaac, einen Jungen in ihrem Alter, hat sie dort keine Freunde. Sie will keine wichtigen Freundschaften mehr schließen, denn sie will weder bemitleidet werden, noch die Menschen verletzten, die sie eines Tages verlassen wird.
Doch eines Tages begleitet der selbstsichere Freund von Isaac, Augustus, genannt Gus, diesen zur Therapie und lernt dort Hazel kennen. Die beiden Teenager mögen sich auf Anhieb und es entwickelt sich eine tiefe Freundschaft, die bald in Liebe umschlägt. Doch Beide wissen, dass ihnen nicht allzu viel Zeit mehr bleibt. Augustus, der durch eine Krebserkrankung sein Bein verloren hat, weiß um Hazels Gefühle und Gedanken.
Auch die gemeinsame Liebe zu Hazels Lieblingsbuch "Ein herrschaftliches Leiden" von Peter Van Houten gibt ihnen viel Diskussionsstoff. Hazel wünscht sich nichts sehnlicher, als einmal mit dem Autor über sein völlig abruptes Ende in seinem Roman zu sprechen und so versucht Gus ihr diesen Wunsch zu erfüllen.
Mehr möchte ich von der Geschichte nicht mehr preisgeben, denn die muss man schon selbst lesen!

Positiv anmerken möchte ich noch, dass man in John Greens Buch auch etwas über die Familiensituation von Hazel und ihren Eltern mitbekommt, was des öfteren in anderen Büchern zu kurz kommt. Während der Vater meistens in Tränen ausbricht, muss die Mutter die Starke spielen, während sie fast an der Krankheit ihrer Tochter zerbricht. Auch Gus Eltern nehmen einen Teil des Romans ein.

Schreibstil.
Die Dialoge und Zitate in diesem Buch sind einfach wunderschön. Der Sprachstil ist einzigartig und man sollte auch der Übersetzerin ein großes Lob ausprechen!

Außerdem versteht es der Autor, wie schon oben erwähnt, durch die Erzählung aus der Sicht von Hazel selbst, ein sehr emotionales, aber auch sehr positives Gefühl in die Geschichte zu bringen. Auch der schwarze Humor von Hazel bringt Schwung  in den Roman, der trotzalledem sensibel und gefühlvoll bleibt.

Cover:


Links das Filmplakat und rechts das Originalcover des Buches, ebenfalls in hellblau gehalten, wie das deutsche Titelbild.

Fazit:
Ein wunderbares Jugendbuch, das ein schwieriges Thema einzigartig verpackt. Rührt zu Tränen - ist jedoch nicht kitschig! Tiefgründiger und sarkastischer Humor, sympathische Protagonisten und eine wundervolle Sprache machen den Roman zum Lesegenuss!

Opfertod - Hanna Winter


    • Taschenbuch: 320 Seiten
    • Verlag: Ullstein Taschenbuch (17. Februar 2012)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3548283667
    • ISBN-13: 978-3548283661
    • Genre: Thriller
      Reihe: ja, Erster Fall für Lena Peters

Amazon Kurzbeschreibung: 
Er muss sie töten. Alle. Zusehen, wie ihre Augen brechen. Sie zerstören… Gleich bei ihrem ersten Fall gerät Kriminalpsychologin Lena Peters an einen Killer, der eine tödliche Mission verfolgt. Eine Mission, in der Lena eine entscheidende Rolle spielt. Doch davon ahnt sie nichts. Lena weiß, wie Mörder ticken, was Obsession ist: Denn sie hat ihre eigenen Abgründe. Und dennoch sitzt sie bald in der Falle.

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur ABC Challenge

Buch zur Chaos Challenge 2014

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Einmal um die Welt Challenge

Meine Meinung:
Für die ABC Challenge suchte ich verbissen nach einem Buch mit "O" im Titel und wurde in meinem SuB fündig. "Opfertod", der erste Fall für Lena Peters, eine toughe Kriminalpsychologin entführt den Leser nach Berlin.

Nach dem Tod der Eltern trennen sich die Wege der Zwillingsschwestern Lena und Tamara. Während Tamara in einem Internat für schwer erziehbare Jugendliche aufwächst und immer wieder in die Drogenszene abrutscht, macht Lena Karierre als Kriminalpsychologin. Die beiden Schwestern ähneln sich äußerlich zwar aufs Haar, sind in ihrem Charakter und Verhalten jedoch völlig verschieden.
Volker Drescher von der Kripo Berlin holt Lena als  Profilerin zu sich ins Team, nachdem eine brutale Mordserie an Frauen immer schwerer aufzuklären ist und die Polizei unter Druck gerät. Doch auch Lena kann weitere Opfer nicht verhindern. Es werden in immer kürzeren Abständen Frauenleichen mit einem amputierten Körperteil gefunden und der von der Presse als "der Stümmler" genannte Serienmörder wird immer perfider. Doch dann überlebt eine der Frauen und Lena erfährt ein besonders grausames Detail: Der Täter lähmt seine Opfer mit einer Art Betäubungsmittel, die die Frauen bei vollen Bewusstsein die Amputation miterleben lassen. Doch die viel zu früh durchgeführte Befragung der Schwerverletzten, die von Drescher angeordnet wurde, kostet dieser schlussendlich das Leben. Lena ist außer sich und erfährt von ihrer Kollegin Rebecca, dass bereits eine Vorgängern an diesem Fall als Profilerin mitgearbeitet hat. Doch wohin ist Dr. Dobelli seitdem verschwunden? Und warum ist ihre Akte unauffindbar?
Lena stellt Nachforschungen an und wird prompt suspendiert. Als eine alte Schulfreundin von ihr das nächste Opfer ist, ermittelt sie auf eigene Faust weiter. Dabei lernt sie den ebenfalls entlassenen Polizisten Wulf Benning kennen, der ebenfalls in den Mordfall involviert war. Warum hat er ebenfalls seinen Job verloren? Und was verbirgt die Polizei? Peters und Benning beginnen verdeckt zu ermitteln.....

Schon zu Beginn des Buches lernt der Leser den Killer kennen, der sich selbst Artefix nennt. Er gewährt uns einen Einblick in sein Seelenleben und in seine verworrenen Gedanken und Ideen. Sein Motiv liegt in der Vergangenheit und er selbst sieht sich als "den Todeskünstler". Was er mit seinen Morden bezweckt hatte ich bald durchschaut, doch wer er ist und warum er mordet, war mir bis zum Schluss nicht klar.

Durch die sehr kurzen Kapitel baut sich die Spannung sehr gut auf und mit dem Einfließen der Gedankenwelt von Artefix, findet man kaum Zeit Luft zu holen. Leider fand ich einige Details zu konstruiert wie z. Bsp. das zufällige Aufeinandertreffen zwei Ex-Polizisten bzw. einer Profilerin, die genau am selben Fall gearbeitet haben. Auch das Ende kam mir zu rasch und blieb mir etwas zu unaufgeklärt.

Schreibstil:
Hanna Winter hat einen sehr flüssigen Schreibstil, der mich das Buch sehr schnell lesen ließ. Die Spannung ist gut aufgebaut und die Charaktere sind sehr interessant beschrieben. Die Autorin konzentriert sich auf die beiden verdeckten Ermittler, die Beide sehr sympathisch wirken. Sie tragen zwar etwas viel Probleme mit sich herum, was wir auch schon aus anderen Krimis kennen, aber mir sind Ermittler mit Ecken und Kanten wesentlich lieber als solche, die einfach nur wunderschön und großartig sind.
Die restlichen Personen bleiben teilweise noch undurchschaubar - besonders Volker Drescher, Lenas anfänglicher Vorgesetzter.
Auch Tamara ist so ein gänzlich anderer Typ Mensch, dass man sich nur wundern kann, dass Lena und sie Zwillingsschwestern sind. Und welche Rolle spielt Lenas Nachbar Tom?

Fazit:
Ein spannungsgeladener Thriller mit kleinen Schwächen und einem zu schnellen und zu unausgereiften Ende. Trotzden werde ich mir die Reihe näher anschauen und die Geschichte um Peters und Benning in Band 2 weiter verfolgen.




Die Sache mit meiner Schwester - Anne Hertz


    • Gebundene Ausgabe: 336 Seiten
    • Verlag: Pendo (10. März 2014)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3866123639
    • ISBN-13: 978-3866123632
    • Genre: Roman

Amazon Kurzbeschreibung: 
Die Schwestern Heike und Nele könnten nicht unterschiedlicher sein. Heike ist glücklich verheiratet, hat drei Kinder und lebt in einem Haus mit Garten im Vorort. Nele ist unsteter Single und genießt das Großstadtleben in vollen Zügen. Kurzum: Sie leben in zwei Welten und gehen sich aus dem Weg. Ihre einzige Gemeinsamkeit ist ihr Pseudonym »Sanne Gold«, unter dem sie erfolgreich Romane veröffentlichen – doch selbst die schreiben sie in Wahrheit nicht mehr selber. Nur noch für öffentliche Auftritte machen sie gute Miene zum bösen Spiel. Nach einer gemeinsamen Talkshow kommt es zur Katastrophe: Heike wird bei einem Unfall schwer verletzt. Voller Schuldgefühle beginnt Nele, ihr bisheriges Geschwisterleben zu rekapitulieren und stellt sich die Frage, wie das alles nur so weit kommen konnte. Bald schon findet sie Antworten, die das Leben der beiden vollkommen auf den Kopf stellen ...

Meine Bewertung: gute * * * *

Buch zur Chaos Challenge 2014

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Einmal um die Welt Challenge

Meine Meinung:
Kaum gibt es ein neues Buch von Anne Hertz, sprich den Schwestern Frauke Scheunemann und Wiebke Lorenz, muss ich es mir auch schon kaufen ;)  Ich liebe ihre Bücher...eigentlich alle: die, die sie unter Anne Hertz schreiben, als auch diejenigen, die sie einzeln veröffentlichen.
Deshalb durfte "Die Sache mit meiner Schwester" auch schon letzte Woche bei mir einziehen und wurde auch gleich in einem Rutsch durchgelesen.

Sehr interessant fand ich diesmal die Inhaltsangabe der Geschichte, die aussieht, als hätten die beiden Schwestern ein Buch über sich selbst geschrieben. Unweigerlich fragt sich der Leser nun: Sind Frauke und Wiebke auch im wirklichen Leben so zerstritten? Schreiben sie ihre Bücher noch selbst?
Ich habe bei Lovelybooks einige ihrer Antworten verfolgt und als Antworten spiegelte sich eigentlich heraus, dass es natürlich Parallelen aus dem echten Leben der Schwestern gibt, aber das Meiste doch fiktiv geblieben ist.

Ich habe auch auf anderen Blogs gelesen, dass dieses Buch nicht nur vom Inhalt und vom Cover gegenüber den alten Anne Hertz Romanen anders ist,  sondern auch die Liebesgeschichte fehlt, die alle Romane des Schwesternpaares so ausmachen. Ein bisschen Romantik ist aber trotzdem dabei, aber der ernstere Hintergrund (im Vergleich zu den anderen Büchern) herrscht doch vor. Mich stört das kein bisschen, denn ich mag Romane mit ernsteren Themen, wobei hier doch alles sehr locker und teilweise recht lustig rüberkommt.

Nele und Heike sind zwar Schwestern, aber in den letzten Jahren haben sich die Beiden total auseinander gelebt. Nele ist Single, chaotisch und lebt ihr Leben...auch öfters mit verheirateten Männern. Heike ist verheiratet und hat drei Kinder....das perfekte Bilderbuchleben.  Jede neidet der Anderen genau das, was sie nicht hat und die früheren Gemeinsamkeiten scheint es nicht mehr zu geben. Jede geht ihren Weg, nur bei der Promotion ihrer Romane, die sie unter den Namen Sanne Gold veröffentlichen, bringen sie ihre gemeinsamen Auftritte hinter sich. Doch beim letzten Live-Interview kommt es zum Knall: Annette, die Frau von Neles Liebhaber Niklas ruft in der Show an und lässt die Bombe platzen: Nele macht sich an verheiratet Männer ran und übrigens schreiben die Beiden schon lange ihre Bücher nicht mehr selbst! Es kommt zu einem Eklat und enttäuschten Leser eröffnen einen Shitstorm gegen die Schwestern. Auf der Heimfahrt geraten die Beiden in einen heftigen Streit und Nele verursacht dadurch einen Verkehrsunfall. Während sie mit nur geringen Verletzungen davon kommt, liegt Heike im Koma und ringt auf der Intensivstation um ihr Leben.
Nele überkommen nach und nach die Gewissensbisse und sie übernimmt im Haus ihres Schwagers Oliver den Haushalt. Verwundert stellt sie fest, dass es bei ihrer Schwester zuhause doch nicht ganz so ist, wie es nach außen hin aussieht.

Gut gefallen haben mir auch die Tagebucheinträge der beiden Schwestern im Teenageralter, die in kursiver Schrift dargestellt sind, und uns etwas aus der Vergangenheit berichten.

Das Ende fand ich leider etwas zu kurz geraten. Hier hätte ich gerne noch mehr von Heike erfahren und weshalb es eigentlich zur Entfremdung der Beiden kam. Irgendwie kam mir die Geschichte wie "abgewürgt" vor, deshalb vergebe ich diesmal gute vier Sterne für diesen Roman.

Schreibstil:
Flüssig und leicht zu lesen, humorvoll und Anne Hertz eben ;) Ich hatte das Buch in einem Rutsch durch. Die Charaktere sind sehr gut beschrieben, wobei mir Hanne allerdings nicht wirklich greifbar war. Das kann aber auch daran liegen, dass die Geschichte aus Neles Sicht erzählt wird und Heike im Großteil des Romans im Koma liegt. Nele ist für ihr Alter etwas blauäugig und oberflächlich, durchläuft aber im Laufe der Geschichte die längst fällige Entwicklung. Auch die anderen Charaktere sind wunderbar beschrieben. Man stellt sich Neles und Heikes Mutter richtig bildhaft vor, genauso wie Heike's Teenagersohn Jakob, der die typischen Pubertätsanzeichen aufweist.

Cover:
Wunderschön! Mir gefällt es sehr gut mit dem hellblauen Hintergrund und den beiden Frauen drauf. Allerdings passt das Hardcover aus dem Piper/Pendo Verlag nicht mehr zu den vorangegangenen Taschenbüchern aus dem Droemer Knaur Verlag.


Fazit:
Wieder ein herrlich spritziger und humorvoller Anne Hertz Roman, der in einem Rutsch durchgelesen ist, der gut unterhält  und nach dem Zuschlagen des Buches ein wohliges Gefühl hinterlässt. Genau richtig zum Abschalten und Wohlfühlen. Durch das plötzliche Ende gibt es einen Sternenabzug.


Der Sommer deines Todes - Kate Pepper


    • Taschenbuch: 384 Seiten
    • Verlag: rororo (1. März 2014)
    • Originaltitel: The money kill
    • ISBN-10: 3499267217
    • ISBN-13: 978-3499267215
    • Genre: Thriller

Amazon Kurzbeschreibung: 
Er weiß, was du am meisten liebst. Und er will es dir nehmen. Ein ungewöhnlich hohes Honorar, ein anonymer Auftraggeber, eine Reise nach Europa: Ihr neuer Fall führt Ex-Polizistin Karin Schaeffer und Ehemann Mac nach London, auf die Fährte eines Geldwäscheskandals. Während die beiden ermitteln, reisen ihre Kinder mit Kollegin Mary nach Sardinien. Doch als die Eltern nachkommen, fehlt von den dreien jede Spur. Der geplante Familienurlaub wird zum Albtraum. Und je mehr Tage verstreichen, desto größer wird Karins Angst, das zu verlieren, was sie am meisten liebt.

Meine Bewertung: * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Einmal um die Welt Challenge

Buch zur Chaos Challenge 2014

Meine Meinung:
Vor meiner Blogger Zeit habe ich einige Thriller von Kate Pepper gelesen und sie geliebt. Sie waren spannend und mir gefiel auch der Schreibstil. Dann habe ich einige Jahre kein Buch der Autorin mehr gelesen und verwundert all die schlechten Bewertungen ihrer Bücher (auch einiger älteren) gelesen und konnte es nicht verstehen. Nun...nach einer langen Pause habe ich mir den neuersten Thriller der Autorin aus der Bücherei mitgenommen und muss nun leider sagen, dass ich auf jeden Fall einmal die eher lauen Bewertungen zu diesem Buch verstehen kann.

Dabei beginnt die Geschichte spannend, wie auch schon ihre älteren Romane. Privatdetektiv Mac MacLeary lässt sich überreden einen weiteren langweiligen Auftrag anzunehmen: Observierung eines vermeintlichen Ehebrechers. Ein Fall wie schon so viele andere und seiner Meinung nach sterbenslangweilig, auch wenn es sich um den schwerreichen Geschäftsmann Godfrey Millerhausen handelt, dessen zweite Frau die Scheidung einreichen will.
Da erhält er einen gut dotieren, aber eher dubiosen Auftrag eines anonymen Auftraggebers, der ihn nach London führt. Es geht um Geldwäsche. Gleichzeitigg macht ihm die Agentur, die ihm diesen lukrativen Job anbietet, den Vorschlag doch mit einem Ehepaar auf Sardinien die Wohnung zu tauschen und einen Urlaub in Europa dranzuhängen. Obwohl Mac und seine Frau, die Expolizistin Karin, Zweifel hegen, wollen sie gemeinsam mit Mac's Assistentin und Freundin der Familie, Mary und ihren Sohn Fremont, genannt Free, nach Sardinien fliegen und am Strandhaus die Sorgen vergessen. Während Mary mit den Kindern Dathi, Ben und Fremont vorausfliegen, nehmen Mac und Karin das Flugzeug nach London. Und das italienische Ehepaar Mario und Maria Rossi sind im Anflug nach New York.
Als Karin und Mac in Sardinien ankommen fehlt jedoch jede Spur von Mary und den Kindern und die hiesige Polizei scheint zwar das modernste Polizeirevier weit und breit zu haben, aber die Ermittlungen sind umso zäher. Bald sehen die beiden einen Zusammenhang zum Beschattungsfall in New York, denn Millerhausens erste Frau und deren Tochter leben seit einigen Jahren auf der italienischen Insel.

Denkt man sich schon beim Durchlesen des Klappentextes, dass hier einige sehr unwahrscheinliche Komponenten zusammenfallen, wird es beim Lesen dann leider umso schlimmer. Mac fliegt alleine zurück nach New York und will mit seinem Freund Billy Nachforschungen anstellen. Er lässt seine Frau alleine im fremden Land und ohne Sprachkenntnisse, ohne echte Hilfe seitens der Polizei. In New York geht er zwar zuerst zu seiner Wohnung, doch er läutet an, obwohl er ja einen Schlüssel haben muss. Danach geht er (!) und übernachtet bei einer Freundin und Arbeitskollegin.
Karin hingegen macht sich auf in den Norden von Sardinien mit einem Auto, das laufend Mängel aufweist und wo Kupplung und Bremse ausfallen. Dabei jagt sie über steile Klippen und enge Straßen.....

Zweimal beschrieb die Autorin immer wieder Flut und Ebbe auf der Mittelmeerinsel und die Gefahren, die damit verbunden sind. Wer jemals im Süden Urlaub gemacht hat, weiß dass die Gezeiten dort kaum oder gar nicht bemerkbar sind.
Laut Wikipedia (ich lebe ja in einem Binnenland, aber durch unzählige Urlaube in Griechenland, Spanien und Kroatien  kam mir das sehr komisch vor und fiel sogar mir auf!) heißt es:
"Das Mittelmeer ist durch die Strasse von Gibraltar weitestgehend vom Gezeitengeschehen des Atlantiks abgekoppelt." 
Somit dürfte die Autorin entweder noch nie dort gewesen sein und/oder sie hat schlecht recherchiert. So etwas geht eigentlich gar nicht!

Durch diese Mängel und den eher unwahrscheinlichen Begebenheiten hinterlässt die Geschichte, die sonst eigentlich sehr flüssig und angenehm zu lesen ist, leider einen negativen Eindruck.

Fazit:
Schade, dass die Autorin scheinbar nach ihren guten ersten Romanen kein wirklich gutes Buch mehr zustande bringt. Als Leser erwartet man doch, dass wenigstens richtig recherchiert wurde, wenn der Roman mal nicht in der Heimat spielt. Ob ich noch die nächsten Thriller der Autorin lesen werde, kann ich noch nicht sagen.



Die Wunderübung - Daniel Glattauer


    • Gebundene Ausgabe: 112 Seiten
    • Verlag: Deuticke Verlag; Auflage: 2 (24. Februar 2014)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3552062394
    • ISBN-13: 978-3552062399
    • Genre: Gegenwartsliteratur, Komödie

Amazon Kurzbeschreibung: 
Die Beziehung von Joana und Valentin ist am Tiefpunkt angelangt, und die Versuche, die der Paartherapeut anstellt, um die beiden Streithähne in den Griff zu kriegen, sind ganz und gar nicht erfolgreich. Joana weiß immer schon vorher, was ihr Ehemann sagen will, und sorgt mit ihrem Redeschwall dafür, dass er oft gar nicht zu Wort kommt. Valentin straft sie dafür mit Gefühlskälte. Er nimmt jeden Missstand als gegeben hin und sieht keinen Grund für Veränderung. Doch nicht nur das Paar hat Probleme – auch der Therapeut scheint in Schwierigkeiten zu stecken.

Meine Bewertung: schwache * * * *

Buch zur Chaos Challenge 2014

Meine Meinung:
Den neuen Roman des österreichischen Erfolgsautors Daniel Glattauer kann man eher mit einer Art  3-Personen-Theaterstück oder Sketch bzw. dessen Drehbuch vergleichen. Denn bereits zu Beginn werden dem Leser die Menschen und die Räumlichkeiten beschrieben, Regie- und Handlunsganweisungen inklusive.  Außerdem liest man die Geschichte der drei Hauptprotagonisten (Ehepaar und Eheberater) in Dialogen, ähnlich wie im E-Mail Roman "Gut gegen Nordwind". So kann man sich bildlich alles hervorragend vorstellen.

Die kleine, aber feine Geschichte dreht sich um das Ehepaar Joana und Valentin Dorek, beide Mitte Vierzig und seit einer Ewigkeit verheiratet. Sie sind zur Beratung bei einem Paartherapeuten, der hier anfangs von Valentin Dorek noch als  "Herr äh.... Magister" angesprochen wird, nach der Hälfte des Buches jedoch schon mit "Herr äh.... Harald" ;). Dieser ist ein sehr gut gelaunter und positiver Mensch, der an die Liebe glaubt und mit den beiden scheinbar seine Schwierigkeiten hat, denn die Doreks streiten unentwegt. Beide fühlen sich nicht verstanden und schenken sich gegenseitig nichts. Auch die räumliche Distanz zwischen den Beiden ist zu spüren. Der Therapeut scheint am Ehepaar zu verzweifeln und dann ereilt ihm eine unvorhergesehene SMS...

Glattauer beschreibt die Doreks auf eine unheimlich präzise und bildliche Art und Weise. Die Wortspitzen und Beleidigungen fliegen nur so zwischen dem Ehepaar hin und her. Die Streitkultur der Beiden ist gleichzeitig lustig und traurig und hat mir trotzdem einige Lacher gekostet. Manche Stellen kamen mir nur allzu bekannt vor. Ich denke, fast jeder, der verheiratet ist bzw. eine langjährige Beziehung führt, könnte hier bei einigen Themen mitreden bzw. seine eigenen Erfahrungen einfließen lassen, obwohl der Autor hier auch gerne dramatisch überspitzt und die Beziehung in der Geschichte als Kampfbeziehung darstellt.
Glattauer beschreibt jedoch die Szenen so treffsicher, dass man ihm auf jeden Fall die Gefühlslage aller drei handelnden Personen mühelos abnimmt. Leider war für mich ab der Hälfte der Geschichte der Ausgang  klar. Mehr will ich dazu nicht verraten....

Ich habe auch einmal eine ähnliche Kurzgeschichte bei einem Konzert, das in der Pause mit Gedichten und Kurzgeschichten aufgelockert wurde, gehört. Auch diese fand ich damals sehr treffend und lustig, auch wenn meine Tochter damals meinte, das wäre ja fast wie zuhause....ähm.
Schreibstil:
Der Autor glänzt wieder wie bei "Gut gegen Nordwind" mit seiner grandiosen Wortspielerei. Auch die Situationskomik kommt nicht zu kurz.

Cover:
Das Cover ist wahrlich interessant, denn wir haben es mit einem Kippbild zu tun...ein Doppelbild mit zwei Wahrnehmungsmöglichkeiten. Zuerst sieht man den angebissenen Apfel (ich jedenfalls). Doch bei genauerem hinsehen entdeckt man auf der linken Seite ein Männergesicht und auf der rechten Seite ein Frauengesicht.

Fazit:
Der neue Glattauer ist leider sehr kurz geraten. Wie schon beim dünnen Büchlein von Nicolas Barreau, das ich erst vor kurzem rezensiert habe, bin ich froh, es nur aus der Bücherei geliehen zu haben. Obwohl das Buch unterhält und auch nachdenklich stimmt, ist das Preis-Leitungsverhältnis nicht in Ordnung.
Wer es sich ausleihen kann, sollte jedoch zugreifen.


Info:
Meldung aus der österreichischen Zeitung Standard:
Die Uraufführung von Die Wunderübung wird an den Wiener Kammerspielen stattfinden, aber wahrscheinlich erst Anfang nächsten Jahres.
Wer gerne das Interview mit Daniel Glattauer zu "Die Wunderübung" lesen möchte klickt hier

Die Dienstagsfrauen zwischen Kraut und Rüben - Monika Peetz


    • Taschenbuch: 352 Seiten
    • Verlag: KiWi-Taschenbuch (7. November 2013)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3462045652
    • ISBN-13: 978-3462045659
    • Genre: Roman

Amazon Kurzbeschreibung: 
Eine für alle, alle für eine: Genervt von schlechter Luft, ewiger Parkplatzsuche und Baulärm vor ihrer Kölner Wohnung beschließt Kiki, mit ihrer zweijährigen Tochter Greta aufs Land zu ziehen. Nicht irgendwohin, nein, Kiki hat natürlich einen Plan: Auf einer Reise durch Mecklenburg-Vorpommern hat sie sich in ein leerstehendes Schulgebäude mit Türmchen verliebt. Und sofort ist ihr klar: Hier will ich hin, hier eröffne ich mein Bed & Breakfast für gestresste Stadtleute wie mich und meine Freundinnen. Auf halber Strecke zwischen Berlin und Hamburg gelegen, entpuppt sich das Haus als eine komplette Bauruine. Drei Wochen vor der Eröffnung muss Kiki einsehen: Sie schafft es nicht alleine. In den Gästezimmern sieht es aus wie Kraut und Rüben, dafür herrscht auf den Beeten, in denen Bio-Gemüse für die Gäste wachsen soll, noch gähnende Leere. Da hilft nur eines: die Dienstagsfrauen-Clique. Statt zur feierlichen Eröffnung reisen sie nun an, um tatkräftig anzupacken. Jede schleppt natürlich ein Stück von ihrem Alltag mit. Außer Caroline, die hat gleich einen Mann im Schlepptau, der ihr allerdings gar nicht geheuer ist …

Meine Bewertung: * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Einmal um die Welt Challenge

Buch zur Chaos Challenge 2014

Meine Meinung:
Dies ist der dritte Teil um die Dienstagsfrauen...falls jemand Teil 1 und 2 nicht kennt.

Kiki, die Jüngste der Dienstagsfrauen, möchte mit Tochter Greta und ihrem Max gerne aufs Land ziehen. Sie hat auch schon ein Häuschen, eine ehemaligeSchule, für sich entdeckt. Dort möchte sie ein Bed & Breakfast aufmachen, mit einem großen Garten zur Selbstversorgung und auch als Erholung für Stadtkinder aus ärmlichen Verhältnissen. Doch auch nach Monaten, die Kiki die meiste Zeit alleine mit Handwerkern schuftet, während Max in Köln seinem Job nachgeht, sieht das Gebäude noch immer wie eine Bauruine aus und der Garten hat gerade Mal ein kleines Beet. Verzweifelt ruft sie die Dienstagsfrauen um Hilfe, denn auch in der Geldkasse herrscht bereits Ebbe.

Natürlich sind die Freundinnen zur Stelle. Caroline, die zur Zeit einen brisanten Fall am Gericht hat, ist froh diesen entfliehen zu können, denn sie erhält in letzter Zeit Drohanrufe und fühlt sich verfolgt. Eva hat es satt  für ihre Familie immer der Depp zu sein und alle nur bedienen zu dürfen und Judith sehnt sich auch nach Abwechslung. Und Estelle, die Geschäftsfrau, unterstützt mit einer Stiftung Kikis Pläne. Doch sie hat nicht mit der Absicht ihrer Stieftochter gerechnet, die gemeinsam mit ihrem Bruder die Firma übernehmen  und "die Alten" in Rente schicken will.

Und eigentlich ist mit dem obigen Klappentext und meiner kurzen Beschreibung schon fast die ganze Geschichte erzählt. Natürlich kommt es zu einigen  Zwischenfällen, wie etwa dem Auftauchen eines geheimnisvollen Mannes, der sich in der Nähe einquartiert hat oder Judiths neue Begabung die Zukunft aus den Karten zu lesen. Die schrullige Dorfgemeinschaft, die die neuzugezogenen Städtern mit Argwohn beobachten und der skrupellose Bauherr sind nur einige Schwierigkeiten, die den Freundinnen bevorstehen.

Schreibstil:
Die Charaktere sind wie immer sehr gut ausgearbeitet und ich kann mich in jede der fünf Freundinnen gut hineinversetzen. Jede der Frauen trägt ihren Rucksack und während Estelle in den beiden ersten Bänden eher die Oberflächlichste der Fünf ist, erleben wir hier eine ganz neue Estelle.
Der Schreibstil ist gewohnt witzig und humorvoll, obwohl ich diesen Band im Gegensatz zu den beiden Vorgängern schwächer finde. Vorallem das Ende kommt zu aprupt und löst sich viel zu schnell und leicht auf.

Cover:
Die verschiedenfärbigen Gummistiefel passen hervorragend zum Landthema und vermitteln den richtigen Eindruck.

Fazit:
Für mich der schwächste Teil der Dienstagsfrauen, aber gewohnt humorvoll und spritzig, wie die Vorgängerbände. Das Ende fand ich zu schnell und einfach gelöst und ein paar Fragen sind für mich noch offen (um Estelle), die vielleicht in einem vierten Band aufgeklärt werden?


 

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