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Deine Zeit wird kommen - Carl-Johan Vallgren

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     


    • Taschenbuch: 352 Seiten
    • Verlag: ‎ Suhrkamp Verlag, deutsche Erstausgabe  (23. Juni 2026)
    • Übersetzer: Hanna Cranz
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3518475517
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3518475515
    • Originaltitel: ‎ Din tid kommer
    • Genre: Krimi, Thriller


Suhrkamp Kurzbeschreibung:
Schweden, 1993. In einem abgelegenen Waldstück treibt eine junge Frau tot im Fluss. Ihr Kopf ist rasiert, sie ist ausgezehrt, Hämatome an Armen und Beinen weisen darauf hin, dass sie gefangen gehalten wurde. Doch auf ihre Identität gibt es keinerlei Hinweise. Kommissar Björling und seine Kollegin Johanna stehen vor der nahezu aussichtslosen Aufgabe, in dem schier endlosen Waldgebiet dem Mörder auf die Spur zu kommen. Dann verschwindet Björlings Tochter Malin während eines Campingausflugs spurlos. Sie ist alles, was Björling seit dem Tod seiner Frau am Leben hält, und sie ist im selben Alter wie die Tote im Fluss … Björling wird klar, dass das Verschwinden seiner Tochter und der Mord miteinander zusammenhängen. Doch Tag um Tag vergeht ohne eine Spur von Malin. Ein qualvoller Wettstreit mit der Zeit beginnt, der Björling weit in die Vergangenheit führt und ihn um den Verstand zu bringen droht.

Meine Bewertung: * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Reiselust Challenge

Meine Meinung:
Es hat etwas gedauert bis dieser Thriller, der für mich viel mehr ein Kriminalroman ist, zu mir gefunden hat. Bei vorablesen gewonnen, dauerte es Wochen bis das Buch versendet wurde und dann noch einige Zeit bis es hier bei mir endlich ankam. Nun ist es gelesen und hat leider einen etwas schalen Geschmack hinterlassen...

Der Krimi - ich nenne ihn nun mal so - beginnt mit dem Auffinden einer weiblichen Leiche in einem Flussbeet. Der jungen Frau wurde der Kopf geschoren und sie ist extrem abgemagert. Alles deutet darauf hin, dass sie über längere Zeit gefangen gehalten wurde. Es gibt keinerlei Übereinstimmung zu den wenigen Vermisstenfällen im schwedischen Halland. Die junge Frau verschwindet zuerst als unbekannte Tote in den Polizeiakten.
Im weitläufigen Waldgebiet gestaltet sich die Spurensuche äußerst schwierig. Kommissar Björling erhält Unterstützung von der Rikskrim aus Stockholm. Die Ermittlerin Johanna, die einige Zeit in Falkenberg gelebt hat, kennt die Gegend bestens und bringt wertvolle Ortskenntnisse in die Untersuchung ein. Wenig später verschwindet Björlings siebzehnjährige Tochter Malin. Seit dem Tod seiner Frau Maria vor einem Jahr, ist sie das Einzige, was ihm geblieben ist. Doch Malin entspricht erschreckend genau dem Profil des letzten Opfers.....

Wir sind im Jahre 1993. Der Einstieg hat mir gut gefallen. Der Kriminalfall liest sich zuerst spannend und er brachte mir auch die Kommissare als Figuren näher. Wie so oft in nordischen Krimis, stehen Ermittler im Mittelpunkt, die selbst tiefe seelische Narben tragen und mit ihrer eigenen Vergangenheit kämpfen. Auch Björling ist seit dem Tod seiner Frau ein gebrochener Mann. Er hat ihn bis heute nicht überwunden und sieht Maria vor sich, spricht mit ihr, als wäre sie noch am Leben.
Auch Johanna trägt viel Leid mit sich herum. Sie wuchs bei einer alkoholkranken Mutter auf und gibt sich bis heute die Schuld, ihre Schwester nicht vor diesem Leben bewahrt zu haben.

Die Einblicke zu Malins Verschwinden sind interessant und verstörend. Wir begleiten sie zuerst zum Campen mit ihrem Freund Matthias und später in ihrem Verlies, wo sie gefangen gehalten wird. Dabei sind wir immer in ihren Gedanken mit dabei.Die Stimmung ist düster und teilweise deprimierend. Ein richtiger Schwedenkrimi eben....

Leider verliert sich der Autor danach in weitschweifenden und detaillierten Erzählungen über die Landschaft, aber auch über die Trauer, die seinen Protagonisten immerzu begleitet. Die persönlichen Geschichten der Ermittler nehmen sehr viel Raum ein. Besonders in der Mitte steht die Suche um Malin fast still. Gerade als verwitweter Vater, der sich um seine Tochter sorgt, müsste man doch seine Angst und Verzweiflung spüren. Vor allem aber würde er nicht aufhören sie zu suchen und weiter darum kämpfen, dass der Fall nicht zu den Akten gelegt wird. Stattdessen verkriecht er sich in einem einsamen Haus im Wald, wo ihm der Hund eines Kollegen Gesellschaft leistet.
Johanna besucht indessen nach vielen Jahren nochmals ihre Mutter, um eventuell mit ihrer Vergangenheit abschließen zu können.
Der Kriminalfall um die unbekannte Leiche und das Verschwinden von Malin ist plötzlich kaum mehr Thema. Auch Johanna ist nicht mehr involviert, denn sie wird nach Stockholm zurückbeordert. Es war sehr schwer den Figuren überhaupt näher zu kommen.

Bis beide plötzlich einen Lichtblick haben und auf die richtige Spur gelenkt werden, haben wir das letzte Viertel des Buches vor sich. Dieser Umschwung kam mir sehr konstruiert vor. Danach geht alles sehr schnell, wobei wir keine wirkliche Festnahme oder genaue Aufklärung  bekommen. 

Das plötzliche Ende hat mich unzufrieden zurückgelassen. Es bleiben die Hintergründe zum Täter offen oder ob möglicherweise sogar zwei Personen beteiligt waren. Was mich aber sehr gestört hat war, dass das Motiv im Dunkeln bleibt. Der Fall wird letztlich einfach zu den Akten gelegt, und alle, die überlebt haben, gehen ihres Weges.

Cover:
von links nach rechts:
das schwedische Originalcover, das estnische und das norwegische Cover


Fazit:
Für mich war dieser sogenannte Thriller leider ein Enttäuschung. Es muss nicht immer alles aufgeklärt werden, aber man erwartet sich wenigstens ein Motiv für die Morde. Ich empfehle "Deine Zeit wird kommen" nicht wirklich weiter!


Vielen Dank an vorablesen und an den Suhrkamp Verlag für das Rezensionsexemplar!


Eine Liebe ohne Sommer - Timothy Paul

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     


    • Gebundene Ausgabe: 464 Seiten
    • Verlag: ‎ Rowohlt Taschenbuch, 1. Auflage  (15. Mai 2026)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3499017563
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3499017568
    • Genre: Roman, Gegenwartsliteratur



Rowohlt Kurzbeschreibung:
Ein verregneter Tag, eine zufällige Begegnung: Als Rosa vor Nikolas steht, macht ihr Herz den ersten von vielen Sprüngen. Zwischen dem humorvollen Mann mit den perfekten Haaren und ihr funkt es gewaltig; sollte es da stören, dass er sie trotz großer Innigkeit nie seinen Freunden vorstellt? Doch dann stirbt Nikolas bei einem Unfall – und lässt Rosa mit zwei Fragen zurück: Was war das zwischen ihnen, und hat sie ihn überhaupt richtig gekannt? Auf der Suche nach Antworten trifft sie seine Exfreundin, seinen besten Freund, der überraschend feindselig ist, und ein Kind mit dem Charme einer Naturgewalt. So lernt Rosa eine neue Seite von Nikolas kennen: eine, die sie hätte lieben können?

Meine Bewertung: * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Reiselust Challenge

Meine Meinung:
"Eine Liebe ohne Sommer" ist das Debüt von Timothy Paul und war für mich eine Liebesgeschichte, die etwas anders war.
Man weiß von Beginn an, dass Nikolas bei einem Unfall stirbt und irgendwie habe ich immer auf diesen Moment gewartet, der dann doch etwas kurz und knapp ausfiel. Timothy Paul widmet sich in seinem Roman eher den Geheimnissen hinter den Charakteren und der Frage: "Wie gut kennt man seinen Partner?"
Rosa und Nikolas lernen sich im Treppenhaus kennen und bemerken bald, dass sie mehr füreinander empfinden. Sie werden ein Paar, doch Rosa beginnt immer wieder an der Beziehung zu zweifeln, denn sie kennt auch nach drei Monaten noch niemanden aus seinem Freundeskreis. Die einzige Person aus seinem Umkreis, die sie kennenlernt, ist seine dominante Mutter Ellen. Auch was seine Vergangenheit betrifft, hält er sich bedeckt. Welche Geheimnisse verbirgt er vor Rosa? 
Nach Nikolas Tod bleibt nicht nur Trauer, sondern auch die Frage: "Wie trauert man um einen Menschen, mit dem man nur drei Monate zusammen war und der anscheinend Geheimnisse vor einem hatte? Deshalb beschließt Rosa mehr über ihn zu erfahren...

Die Geschichte ist in zwei Teile aufgeteilt. Ich hatte mit einem stärkeren Fokus auf die Zeit nach dem Tod gerechnet, wurde jedoch überrascht, da ziemlich genau die Hälfte des Buches in der Vergangenheit spielt.
Im ersten Teil erfahren wir, wie sich Rosa und Nikolas kennenlernen, wie ihre Beziehung beginnt und welche Zweifel Rosa begleiten.
Im zweiten Teil lernt Rosa Nikolas durch Gespräche mit seinen Freunden gewissermaßen ein zweites Mal kennen. Stück für Stück erkennt sie, was ihn wirklich ausgemacht hat.

Jeden von uns wird das Thema Trauer früher oder später treffen und jeder Mensch geht anders damit um. Auch Rosa schwankt zwischen Wut, Trauer und Unsicherheit. Darf sie um jemanden trauern, den sie erst so kurze Zeit und vielleicht nie wirklich kannte?
Trotz der ernsten Thematik wirkt der Roman nicht bedrückend, da immer wieder humorvolle Dialoge und Gedanken aufblitzen. Timothy Paul verbindet Tiefgang und Humor auf eine Weise, die die Geschichte zugleich berührend, aber auch unterhaltsam macht. Man erkennt, dass Verständnis oftmals erst entsteht, wenn die Gelegenheit zum Gespräch längst vorbei ist.

Die Grundidee der Geschichte hat mich angesprochen, jedoch konnte mich das Buch nicht restlos überzeugen. Timothy Paul behandelt zugleich zentrale Themen wie Familie, Trauer und Queerness. Der Schreibstil ist eher ruhig, obwohl es zu einigen überraschenden Enthüllungen kommt, die man nicht erwartet hat. Einige davon fand ich allerdings etwas überzogen und skurill. 

Die einzelnen Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und einige davon auch leicht exzentrisch. Nikolas übergriffige Mutter, die sich ihr Weltbild zurechtrückt, wie es ihr passt; sein Bruder Stefan, der immer im Schatten von Nikolas stand; Vater Dieter, der früh die Familie verließ; das Nachbarskind, welches sich selbst "Dickeskind" nennt und sehr an Nikolas hing; Steffi, die beste Freundin von Rosa, die immer für sie da ist und Martin, Nikolas bester Freund, der immer wieder im falschen Moment auftaucht und sich feindselig gegenüber Rosa verhält.
Interessant fand ich Rosas Beruf als Lektorin und Ghostwriterin. Hier hätte ich gerne noch mehr darüber gelesen.
Hingegen tat ich mir manchmal ein bisschen schwer mit der Dynamik zwischen Rosa und Nikolas. So ganz konnte ich die Verbindung der beiden nicht spüren. Die Zweifel, die Rosa spürt und einige Dinge hinterfragt - wie zum Beispiele Nikolas regelmäßiges abtauchen für ein paar Tage - konnte ich hingegen jederzeit nachempfinden.
Das Ende empfand ich etwas zu pathetisch....

Fazit:
Der Roman handelt von Menschen, die einander nicht immer erreichen, aber dennoch etwas Bleibendes hinterlassen. Nicht alles konnte mich überzeugen, aber im Großen und Ganzen ist Timothy Pauls Debüt ein gelungenes!

Vielen Dank an vorablesen und den Rowohlt Verlag für das Rezensionsexemplar!

Schlafende Vulkane - Michael Hjorth und Bjarni Thorsson

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     


    • Gebundenes Buch: 480 Seiten
    • Verlag: ‎ Rowohlt Wunderlich, 1. Auflage (15. Mai 2026)
    • Übersetzer: Wibke‎ Kuhn
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3805201311
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3805201315
    • Originaltitel: ‎ Våldets ö
    • Genre: Kriminalroman
    • Reihe: ja - Band aus der Helga und Bjarki Reihe


Rowohlt Kurzbeschreibung:
Blond, blass und splitterfasernackt ist die junge Frau, die ermordet in einem Reitstall am Rande von Reykjavik liegt, von ihrem 10-jährigen Sohn fehlt jede Spur. Es ist die erste Mordermittlung für Helga Jónsdóttir vom Dezernat für Gewaltverbrechen. Die frischgebackene Polizistin vermutet, dass der Junge vor seinem gewaltbereiten Vater geflohen ist und sich in den Höhlen der isländischen Vulkanlandschaften versteckt. Eine lange Überlebenschance hat er nicht. Um ihn zu finden, bittet sie Bjarki um Hilfe, denn niemand kennt die Wildnis besser als er. Während Helga und Bjarki fieberhaft nach dem Jungen suchen, wird eine weitere Frau tot aufgefunden. Der Mörder scheint seine Taten akribisch zu planen. Er ist, das wird Helga klar, so genial wie skrupellos; und bereit, über alle Grenzen zu gehen.

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Reiselust Challenge

Meine Meinung:
Dies ist mein erster Thriller vom Michael Hjorth, dessen Thriller mir meine Freundin Claudia laufend ans Herz legt. Sie hat die gesamte Sebastian Bergmann Reihe verschlungen.
Hier schreibt der schwedische Autor jedoch gemeinsam mit dem Isländer Bjarni Thorsson. Der Thriller spielt auf Island.

Schon die Leseprobe hat mir sehr gut gefallen und den Wunsch geweckt, unbedingt weiter lesen zu wollen.
Als Hilmar frühmorgens die Pferde im Reitstall versorgen möchte, findet er in der einzigen leeren Pferdebox eine nackte Frauenleiche. Helga Jónsdóttir, die erst die Polizeischule beendet hat, wird wegen Personalmangels zum Tatort gerufen. Es ist ihr erster Mordfall und sie fühlt sich noch etwas unsicher. Nachdem die Tote identifiziert ist, ist man auf der Suche nach ihrem zehnjährigen Sohn Kristoffer, der anscheinend aus dem Elternhaus geflüchtet ist. Die Suche nach ihm gestaltet sich äußerst schwierig, denn Kristoffer scheint in die Richtung der gefährlichen Lavafelder gelaufen zu sein. Verkehrspolizist Bjarki, der früher bei der Mordkommission gearbeitet hat, aber wegen seiner Eigengänge versetzt wurde, macht sich mit Spürhund Salka auf die Suche. Er ist ein Einzelgänger und kennt die Gegend wie kein anderer.
Doch bald darauf passiert ein weiterer Mord. Wieder ist es eine junge alleinerziehende Frau, die in die Fänge des Täters gelangt ist. Bald ist klar: Wir haben es mit einem Incel, einem frauenverachtenden Täter zu tun, der seine Morde filmt und an den Meistbietenden im Darknet verkauft. Opfer sind alleinstehende Frauen mit Kind.

Wir lesen aus verschiedenen Sichten und raschen Perspektivwechsel erhöhen die Spannung. Auch der Täter kommt in eingeschobenen Kapiteln zu Wort. Wir dürfen in seinem Kopf schauen, was viele Szenen noch unangenehmer macht. Man ist hautnah dabei, wie er seine perversen Ideen umsetzt und diese zu Geld machen will. Er ist schlau und entkommt der Polizei immer wieder aufs Neue, was Helgas Platz als Teamleiterin nicht unbedingt stärkt. Sogar die Hintergrundgeschichte des Mörders wurde mit erstaunlicher Tiefe ausgearbeitet.

Die Charaktere sind alle voller Ecken und Kanten. Durch die verschiedenen Perspektivwechsel und Sichten der Ermittler, lernen wir alle von ihnen gut kennen. Das Team wirkt dynamisch, auch wenn Kollege Benni immer wieder seine Spitzen gegen Helga austeilt, die er abfällig "Die Schwedin" nennt. Helga, halb Schwedin und halb Isländerin, lebt gerade in Scheidung. Sie ist jung, ehrgeizig und äußerst sympathisch. Als "Frischling" im Team wird es ihr nicht immer leicht gemacht. Ihr passieren im Laufe des Falles auch noch einige Fehler, die vor allem Benni, aber auch ihren geltungssüchtigen Chef Gisli Freyr, kritisieren. Doch Helga hat ein gutes Gespür und mit Bjarki, der sich nicht immer an die Regeln hält, einen starken Partner an ihrer Seite. 

Der Schreibstil ist wunderbar atmosphärisch und bildhaft, hat aber auch ein sehr hohes Tempo. Die kurzen Kapitel verleiten einem "schnell noch ein weiteres" lesen zu wollen. Vor allem die düsteren Schauplätze, die beklemmende Stimmung und die Einblicke in das Darknet haben den Thriller noch eindringlicher wirken lassen. Nicht nur, die für uns ungewöhnlichen Namen, sondern auch die wunderbaren Naturbeschreibungen geben dem Leser das Gefühl, mit auf dieser einzigartigen Insel im Norden zu sein. Erst vor Kurzem habe ich zwei Thriller gelesen, die zwar mit einem spannenden Setting überzeugt haben, bei denen jedoch nie wirklich das Gefühl entstanden ist, tatsächlich vor Ort zu sein.
Im Gegensatz zu vielen skandinavischen bzw. isländischen Thrillern, die eher ruhig erzählt sind, setzen Hjorth und Thorsson auf ein hohes Tempo, wodurch man das Buch kaum aus der Hand legen kann.
Zum Ende hin wird die Spannungskurve nochmals erhöht und endet in einem richtigen Showdown, der nicht zu überzogen wirkt, wie oftmals bei anderen Thrillern. 

Cover:
von links nach rechts:
das schwedische Originalcover, das niederländische und das norwegische Cover

Fazit:
Ein fulminanter Start der neuen Island-Thriller-Reihe von Michael Hjorth und Bjarni Thorsson, die ich auf jeden Fall weiterlesen werde. Spannend, atmosphärisch und düster. Von mir gibt es eine Leseempfehlung!


Vielen Dank an vorablesen und den Rowohlt Verlag für das Rezensionsexemplar!

Der Sommer, der uns blieb - Greta Herrlicher

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     



    • Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
    • Verlag: ‎ VANI Verlag GmbH; 1. Auflage (14. April 2026)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3691690009
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3691690002
    • Genre: Gegenwartsliteratur



Vani Kurzbeschreibung:
Drei Freunde, eine alte Schuld – und ein Sommer, der alles verändert. In einer idyllischen Kleinstadt, umgeben von glitzernden Seen und endlosen Feldern, erleben Britta, Pia und Martin eine Jugend voller Abenteuer und kindlicher Träume. Doch ein verhängnisvoller Sommer reißt die enge Freundschaft der drei auseinander. Zwei Jahrzehnte später ist die verlorene Zeit zwischen ihnen zu einem fremden Land geworden. Inmitten von Schmerz und Vergebung müssen Britta, Pia und Martin entscheiden, ob ihre Freundschaft stark genug ist, um die Schatten der Vergangenheit zu überwinden. Doch ein gut gehütetes Geheimnis droht die zarten Bande, die sie miteinander verbinden, endgültig zu zerreißen.

Meine Bewertung: * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Reiselust Challenge

Buch zur Book Special ABC Challenge

Meine Meinung:
Als Kinder waren Martin, Pia und Britta unzertrennlich. Aufgewachsen in den Neunziger Jahren verbringen die Nachbarskinder ihre gemeinsame Zeit am See, beim Picknick oder bei Britta zuhause. Der Sommer nach dem Abitur sollte nochmal richtig unbeschwert werden, doch er verändert alles. Kurz nach der Abifeier verschwindet Pia - ohne sich von Martin und Britta zu verabschieden. Martin und Britta sind geschockt und kommen mit ihren verletzten Gefühlen nicht klar. Warum hat Pia sie so Knall auf Fall verlassen?
Die drei verlieren sich aus den Augen. Von Pia hört niemand mehr etwas und Britta arbeitet in einem Krankenhaus in Frankfurt. Nur Martin ist in der Kleinstadt geblieben. Er hat nie geheiratet und wohnt noch immer im Nachbarhaus bei seiner Mutter. Er arbeitet im eigenen Familienbetrieb, den er übernommen hat. 
Erst zwanzig Jahre später kommt Britta von Frankfurt wieder in ihre alte Heimat, um ihren dementen Vater zu unterstützen, der seit dem Tod der Mutter alleine lebt und nur mehr schwer zurechtkommt.  
Als Martin ein Flyer in die Hände fällt, der über eine Foto-Ausstellung berichtet, ist er sicher, dass die Frau am Foto Pia ist. Und es dauert nicht lange, bis sich die Wege der drei ehemaligen Freunde wieder kreuzen. Als sie sich wieder begegnen, wird schnell deutlich, dass etwas Unausgesprochenes zwischen ihnen liegt.....

Die Geschichte wird in zwei verschiedenen Zeitebenen und abwechselnd aus der Sicht von Britta, Martin und Pia erzählt. Wir sind in der Vergangenheit in den Neunziger Jahren und in der Gegenwart im März 2020, dem Beginn der Pandemie, die ab und zu aufgegriffen wird, aber eher als Randerscheinung "mitläuft". Ab und an habe ich mich über einige Begebenheiten zu dieser Zeit gewundert, die ich nicht ganz passend fand. 
Die langsame Annäherung der Drei fand ich hingegen gelungen und sehr authentisch. Die damaligen und späteren Entscheidungen der Charaktere, zeigen Spuren und Folgen bis in die Gegenwart. Die Themen Schuld und Vergebung ziehen sich als roter Faden durch die ganze Handlung. 
Das im Klappentext angekündigte große Geheimnis aus der Vergangenheit war für mich jedoch nicht wirklich eine Überraschung. Inhaltlich vielversprechend, bleibt die Geschichte jedoch in der Umsetzung hinter seinen Möglichkeiten zurück.

Ich habe die Geschichte als weniger tiefgründig empfunden, als sie hätte sein können. Denn die Fülle an schweren Themen und Konflikten sind doch einige. Manche wurden daher nur angerissen. Dennoch schafft Greta Herrlicher es, eine angenehme Leichtigkeit zu bewahren, was das Lesen erleichtert.

Optisch kann man an diesem Buch aus dem Vani Verlag nicht vorbeigehen. Es ist ein Träumchen! Unter dem Umschlag verbirgt sich ein wunderschöner Leineneinband, der das Bild des Covers nochmals abbildet. Rundherum gibt es einen bezaubernden Farbschnitt in denselben zarten Farben und im Buch gibt es ein Page Overlay (eine illustrierte, transparente Seite), sowie ein Farbbändchen. Leserherz, was willst du mehr!? 

Jedes Kapitel beginnt mit einem kleinen Zitat, wie z.B.: "Ein kleiner Stein der Erkenntnis kann eine Lawine auslösen" oder "Entscheidungen verschwinden nicht, sondern begleiten uns leise weiter". Drunter steht der jeweilige Name des erzählenden Protagonisten.

Der Schreibstil ist flüssig, bildhaft und lässt sich leicht lesen. Der heutige Zeitgeist ist gut eingefangen. Obwohl oftmals Zitate und Gedanken eingebracht sind, die nachdenklich machen, wirkt manches etwas oberflächlich. Die Figuren sind gut gezeichnet, wobei ich Martin nicht wirklich gemocht habe, was aber keine Rolle spielt. Was mir ein bisschen fehlte, war der Unterschied im Sprachstil der Protagonisten als Kinder und als Erwachsene. Die Rückblicke in die Neunziger Jahre fangen das damalige Lebensgefühl perfekt ein. Die sommerliche Kleinstadt-Atmosphäre hat mir ebenfalls gut gefallen.

Fazit:
Ein Kompliment an den Vani Verlag für diese Augenweide! Inhaltlich ist die Geschichte eher ruhig und nicht wirklich etwas Neues. Sie wird jedoch - trotz mancher schweren Themen - mit einer Leichtigkeit erzählt und versprüht Emotionen und Atmosphäre. Ich habe es gerne gelesen!


Vielen Dank an vorablesen und den Vani Verlag für das Rezensionsexemplar!

Elbland - Claudia Rikl

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     



    • Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
    • Verlag ‎ Ullstein Hardcover, 1. Auflage (12. März 2026)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3550204469
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3550204463
    • Genre: Gegenwartsliteratur



Ullstein Kurzbeschreibung:
Als ihre Mutter Irma stirbt, verliert Nina den Boden unter den Füßen. Nach Jahren des Ausharrens an der Seite dieser gebrochenen Frau ist sie plötzlich frei und fühlt sich verlorener denn je. Um wieder festen Grund zu finden, reist sie ins tschechische Riesengebirge, wo die Familie ihren letzten gemeinsamen Urlaub verbracht hat. Nina will ergründen, was die Familie damals auseinandertrieb – und was das Land für sie bereithält, das ihre Mutter einst Heimat nannte: Böhmen. So tiefsinnig wie schwebend schön ergründet Claudia Rikl, was beim Verlassen der Heimat zurückbleibt und was uns das Bleiben kostet.

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Reiselust Challenge

Meine Meinung:
Claudia Rikl wurde durch ihre eigenen Familiengeschichte inspiriert, sich mit mit der Vertreibung der Sudetendeutschen aus der damaligen Tschechoslowakei auseinanderzusetzen. Auch meine Vorfahren mütterlicherseits sind aus Mähren vertrieben worden und haben alles zurücklassen müssen. Deshalb war ich sehr gespannt auf diesen Roman.

Die Autorin erzählt in drei Zeitebenen. In der Gegenwart fällt Nina in ein tiefes Loch, als ihre Mutter Irma stirbt. Obwohl sie sich die letzten Jahre um ihre unter Depressionen leidende Mutter gekümmert hat, war das Verhältnis der beiden eher kühl. Trotzdem hat Nina jahrelang ihren eigenen Bedürfnisse zurückgestellt und sich alleine um sie gekümmert, während ihr Vater und ihre Schwester Katja ihr Leben weitergelebt haben.
Immer wieder fragt sich Nina, was Irma so beschäftigt hat, dass sie in eine schwere Depression verfiel? Und warum findet sich auch Nina nicht wirklich in ihrem Leben als Schauspielerin zurecht? Weshalb kann sie keine Nähe zulassen?

In Rückblenden erfahren wir von Irmas Kindheit am Ende des Zweiten Weltkrieges in Arnau, dem heutigen Hostinné, im böhmischen Riesengebirge. Das einst behütete Leben endet jäh, als die deutschsprachigen Einwohner, die Sudetendeutschen, brutal vertrieben und getötet werden. Ein weiterer Handlungsstrang führt ins Jahr 1987, als Nina, Katja und ihre Eltern ein letztes Mal gemeinsam Urlaub in Irmas böhmischen Heimat verbringen. Danach zerfällt die Familie, genauso wie zwei Jahre später die DDR und im Laufe der Jahre Ninas Leben in der Gegenwart. Im Verlauf der Geschichte wird zunehmend klar, wie die einzelnen Ereignisse miteinander zusammenhängen und wie stark die Vergangenheit bis heute nachwirkt.

Um ihre Mutter und auch sich selbst besser zu verstehen, reist Nina schließlich in deren frühere Heimat nach Böhmen und geht den Spuren der Vergangenheit nach. Denn Irma hat nie darüber gesprochen, was damals passiert ist. Ihr Verstummen hat auch die nachfolgende Generation beeinflusst. Die Reise ebnet den Weg zur Versöhnung – auch mit ihrer Schwester Katja, die sie stets als das bevorzugte Kind empfunden hatte und die nach 1987 ihre eigenen Wege ging. Erst durch die Auseinandersetzung mit Katja erkennt Nina, dass auch diese dem System ausgeliefert und darin gefangen war.

Claudia Rikl zeigt eindrucksvoll, was Schweigen in Familien auslösen kann. Wie es eine Generation prägt und sich auf die nächste überträgt. Wie sehr unausgesprochene Wahrheiten das Leben beeinflussen können. Nach und nach erschließt sich ein klares Bild und Nina findet zu sich selbst.

Die Figuren wirken authentisch, auch wenn mir an einigen Stellen die emotionale Verbundenheit gefehlt hat. Die Sprache ist eindringlich und poetisch, etwas melancholisch. Die Geschichte entwickelt sich langsam. Manche Dinge werden nur angedeutet, wobei die Autorin den Leserinnen ihre Fantasie überläasst.

Am Anfang des Buches sieht man ein schwarz-weiß Foto eines jungen Mädchens. Ich nehme an, dass es sich dabei um Helene, die Großmutter der Autorin handelt.

Fazit:
Eine generationenübergreifender Roman über das Verstummen einer Generation und deren Folgen auf die Nachkommen. Ergreifend erzählt.


Vielen Dank an den Ullstein Verlag und an vorablesen für das Rezensionsexemplar!

Einatmen. Ausatmen - Maxim Leo

     



    • Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
    • Verlag: ‎ Kiepenheuer&Witsch, 1. Auflage (12. März 2026)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3462006517
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3462006513
    • Genre: Gegenwartsliteratur



KiWi Kurzbeschreibung:
Marlene Buchholz soll Vorstandsvorsitzende des Aviola-Konzerns werden. Ihre Kollegen sind sich einig, dass sie fachlich hochkompetent ist – aber menschlich eine ziemliche Katastrophe. Weshalb sie zum Coaching in ein Brandenburger Schloss geschickt wird – zu Alex Grow, dem berühmten Seelenflüsterer. Was niemand weiß: Seine Academy steht kurz vor dem Bankrott und Alex hat selbst mit Panikattacken zu kämpfen. Marlene ist seine letzte Hoffnung, denn im Erfolgsfall winkt ein Großauftrag der Aviola. Doch die Klientin bleibt skeptisch und verschlossen – bis ein verletztes Wildschwein, ein schüchterner Hausmeister und ein dreizehnjähriges Mädchen auftauchen, die sie erahnen lassen, was im Leben wirklich zählt.

Meine Bewertung: * * * undeinhalb

Buch zur Reiselust Challenge

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Vor knapp zwei Jahren habe ich Maxims Leo "Wir werden jung sein" gelesen, welches ich wirklich gut und interessant fand. Deshalb war ich auf seinen neuen Roman sehr gespannt.

Marlene Buchholz lebt für ihre Arbeit. Ihr Privatleben existiert nicht, Mitgefühl für ihre Mitarbeiter kennt sie nicht wirklich. Für sie zählt nur der maximale Erfolg. Dass sie bei den Kollegen nicht wirklich beliebt ist und als empathielos gilt, ergibt sich von selbst. Trotzdem hat sie die Firma Aviola zum Erfolg geführt, deren neue Vorstandsvorsitzende sie werden soll. Doch bevor sie den Job endgültig bekommt, muss sie auch auf menschlicher Ebene überzeugen. Deshalb wird sie zu einem Achtsamkeitsseminar ins Brandenburgische geschickt. Der berühmte "Seelenflüsterer" Alex Grow soll sie zu mehr Mitgefühl und Einfühlungsvermögen bekehren. Doch er steckt im Moment selbst in einer existentiellen und finanziellen Krise. Falls er es jedoch schafft, Marlene zu einer empathischen Frau umzuwandeln, winkt ihm ein Großauftrag von Aviola.

Das erste Drittel hat mir sehr gut gefallen. Man lernt die zwei Hauptprotagonisten kennen, die beide an einem Punkt im Leben angelangt sind, der sie fordert. Marlene ist alles andere als begeistert vom Coaching, welches sie über sich ergehen lassen muss, um die gewünschte Beförderung zu erhalten. Alex steckt hingegen in einer Finanzkrise, nachdem er in seinem Schloss auch die vorzeigbaren Mitarbeiter wie Ayurveda-Köche, Yogalehrer und Atemtrainer eingestellt hat. Zusätzlich leidet er unter Bindungsangst, was niemand wissen darf.

Der flüssige und detailreiche Schreibstil und die Situationskomik des Autors hat mich schon in "Wir werden jung sein" überzeugt. Sein neuer Roman ist eher ruhig und lebt von den Begegnungen und Handlungen der Figuren. Abwechselnd wird aus der Sicht von Marlene und Alex erzählt. Man erfährt ihre Gedanken und lernt Marlene und Alex sehr gut kennen. Aber auch die Nebenfiguren wurden mit viel Liebe gezeichnet, wie die Naturschützerin Connie oder Hausmeister Mattissen. 
Der trockene Humor hat mir sehr gut gefallen, der allerdings im Laufe des Buches etwas nachlässt. Der Autor nimmt die Branche gekonnt aufs Korn. Dabei wirken manche Handlungen etwas überspitzt.
Marlenes "Verwandlung" kam mir etwas zu schnell und das Ende bietet nicht wirklich eine große Überraschung. Trotzdem fand ich den Roman sehr unterhaltsam und die Aussage, dass es für Veränderungen nie zu spät sei, kann ich nur unterstreichen.

Fazit:
Ein ruhiger und humorvoller Roman über Selbstfindung, der nicht nur gut unterhält, sondern auch nachdenklich macht - jedoch nicht zu tief geht.


Vielen Dank an Kiepenheuer & Witsch und an vorablesen für das Rezensionsexemplar!

Firewatch - Colin Hadler

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     


    • Taschenbuch: 400 Seiten
    • Verlag: ‎ dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG, 1. Auflage (19. Februar 2026)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3423264632
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3423264631
    • Genre: Thriller, Romantic Thrill



dtv Kurzbeschreibung:
Ein Jahr zuvor: Aaron übernimmt bei einem Ferienjob die Firewatch in einem kalifornischen Nationalpark. Stationiert im Firetower nebenan: Der gleichaltrige Schriftsteller Kian, der eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf Aaron ausübt – obwohl er spürt, dass Kian etwas verbirgt. Für ihn verlässt Aaron heimlich seinen Posten – und kehrt nie zurück. Als die Ermittlungen eingestellt werden, fasst sein bester Freund Robin einen riskanten Plan: Er will Kian daten, um sein Vertrauen zu gewinnen und Aaron zu rächen.

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Reiselust Challenge

Meine Meinung:
Nach dem Vampir-Thriller folgt ein weiteres Thriller-Untergenre, welches ich sehr selten lese.
Über vorablesen durfte ich das neue Buch von Colin Hadler lesen - mein erstes. Es ist kein normaler Thriller, sondern eine Mischung aus Suspence Romance/New Adult und eben dem Thrillerthema. Es hat mich ein bisschen an die Bücher von Karen Rose erinnert, die ebenfalls immer eine Liebesgeschichte beinhalten. Normaler Weise mag ich ja das nicht so, aber hier hat es perfekt zum Plot gepasst und hat sich perfekt eingefügt, auch wenn es mir manchmal doch zu spicy war. Dass es sich auch um Gay Romance handelt, war ebenfalls eine neue Erfahrung für mich.

Aaron, Robin und Haley sind beste Freunde. Haley ist die Beschützerin der Gruppe, Robin der zurückhaltende Träumer, der sich als Schauspieler versucht und Aaron ein Draufgänger, der nichts anbrennen lässt. Als er wieder einmal über die Stränge schlägt, schicken ihn seine Eltern während der Ferien als Firewatcher im Goldanfalls Nationalpark in Kaliforniern. Auf einem der beiden Firetowers soll er den Nationalpark überwachen und Brände sofort melden. Ohne Internet und Handy verläuft die Zeit nur langsam. Es gibt nur Funkkontakt zur Außenwelt und zum zweiten Turm, wo sich ein gewisser Kian den Job mit Aaron teilt. Für ihn verlässt Aaron heimlich seinen Posten und kehrt nicht mehr zurück. Er gilt als verschwunden. Als Monate später die Polizei die Ermittlungen einstellt, möchten Robin und Haley dies einfach nicht akzeptieren. Robin beginnt Kian, den Firewatcher im zweiten Turm, den sie als vermeintlichen Täter vermuten, zu stalken und aus ihm ein Geständnis heraus zu kitzeln. Dass dies in die Hose geht, ist wohl jedem von uns klar....

Eine Ausgangssituation, die ich als ziemlich naiv einschätze, die aber natürlich die Spannung in der Handlung erhöht. Erzählt wird auf zwei Zeitebenen. In der Vergangenheit sind wir bei Aaron im Nationalpark und erleben, wie er sich dort nur schwer einlebt - bis er Kian kennenlernt. Es gibt ebenfalls Rückblicke in die Zeit davor, wie die drei gemeinsam Studium, Job und ihr tägliches Leben meistern, wobei Aarons Leben mehr aus Parties besteht.
In der Gegenwart begleiten wir Robin bei seinem Versuch mehr über den mysteriösen Kian zu erfahren, ihn in Sicherheit zu wiegen und sein Vertrauen zu erschleichen..
Dabei hat mich oft die Naivität von Robin gestört, der wirklich mehr als blauäugig seine Ideen umsetzt, um Kian als Aarons Mörder zu entlarven. Dabei gerät er selbst in einige kritische Situationen und empfindet schlussendlich immer mehr für den jungen Mann.

Fasziniert hat mich der Schreibstil des jungen österreichischen Autors. Er ist sehr dialoglastig, aber fesselnd und die Kapitel sind kurz und knackig gehalten. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen, auch wenn ich oftmals den Kopf über Robins Naivität geschüttelt habe. Einige Szenen fand ich etwas weit hergeholt, blieb aber immer gerne in der Geschichte. Fasziniert hat mich, wie der Autor immer wieder versucht hat den Leser zu beeinflussen. Ich war mir nie sicher, wem ich trauen kann und wem nicht. Colin Hadler hat dies perfekt umgesetzt.

Zum Ende hin gibt es eine unerwartete Wendung, die ich nicht kommen sah. Hier passte dann die Bezeichnung Thriller perfekt, denn es wird blutig und schockierend. 

Fazit:
Der Suspence Romance Anteil ist bei diesem Thriller hoch, liest sich aber flott weg und hat sich perfekt in den Plot eingefügt. Kurze Kapitel und überraschende Wendungen halten den Spannungsanteil hoch. Manche Szenen fand ich etwas weit hergeholt, aber insgesamt habe ich "Firewatch" gesuchtet und schnell weggelesen. Für New Adult Leser, die auch gerne Thriller lesen und für Thriller Leser, die sich nicht an einigen spicy Szenen stören. 


Vielen Dank an vorablesen und dtv für das Rezensionsexemplar!


Wem du traust - Petra Johann

    Die Bildrechte liegen beim Verlag



    • Taschenbuch: 428 Seiten
    • Verlag:‎ Aufbau Taschenbuch, 2. Auflage (8. Dezember 2025)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3746642507
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3746642505
    • Genre: Krimi, Spannungsroman


Aufbau Kurzbeschreibung:
Eva führt mit ihrem Mann Daniel und dem gemeinsamen kleinen Sohn das perfekte Leben am Stadtrand. Oft hilft Sofia, die Tochter von Evas bester Freundin Susanne, als Babysitterin aus. Eines Nachts bringt Daniel die Fünfzehnjährige nach Hause, doch am nächsten Morgen ist sie spurlos verschwunden. Eine fieberhafte Suche beginnt. Als Sofias blutbefleckter Pullover gefunden wird, bricht Evas heile Welt zusammen. Ihr Mann beteuert seine Unschuld – doch kann sie seinen Worten Glauben schenken?

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Ich liebe die Spannungsromane von Petra Johann. Ganz besonders mochte ich "Der Buchhändler", den ich immer gerne weiterempfehle. Eine tolle Milieustudie!
Genau diesen Blick hinter die Kulissen beherrscht die Autorin perfekt! Auch diesmal rätseln wir, wer hinter der gutbürgerlichen Fassade ein Geheimnis bewahrt....

Eva und Susanne sind schon sehr lange allerbeste Freundinnen. Als Susanne ihre heute 15jährige Tochter Sofia alleine aufziehen musste, war Eva immer zur Stelle. Gemeinsam waren sie für das Mädchen da und ihre kleine Patchwork- Familie. Seit Eva mit Daniel verheiratet ist, passt Sofia des Öfteren auf deren Sohn Linus auf. Das Verhältnis zwischen allen ist sehr freundschaftlich.
Als Eva und Daniel, sowie auch Susanne mit ihrem aktuellen Freund Axel eine Party besuchen, ist es wieder Sofia, die bei Linus bleibt. Während Susanne annimmt, dass ihre Tochter bei Eva und Daniel später  übernachten wird, möchte Sofia lieber nach Hause gefahren werden. Daniel bringt die Fünfzehnjährige nach Hause, doch am nächsten Tag ist das Mädchen verschwunden. Was ist passiert, nachdem Sofia aus dem Auto ausgestiegen ist?

Sofia ist eine Einzelgängerin, die kaum Freundschaften pflegt, aber sich für Vieles interessiert. Sie ist nicht unbeliebt und wird auch nicht gemobbt, aber sie bleibt am liebsten für sich. Umso schwieriger ist es für die Kriminalpolizei mehr über sie zu erfahren.
Schnell kommen Erinnerungen an den Disco-Mord hoch. Die damals neunzehnjährige Jennifer wurde vor 15 Jahren vergewaltigt und ermordet. Der Täter wurde bis heute nicht gefunden. Dieser Cold Case bleibt als roter Faden bestehen. Die Autorin eröffnet damit eine zusätzliche Perspektive, die Spannung aufbaut und mit dem Verschwinden von Sofia verwoben wird. 
Ihr gelingt es perfekt nach einem eher ruhigen Einstieg die Spannungskurve zu steigern, dass man als Leser gerne dran bleibt. 

Der Kriminalroman wird aus der Sicht von Eva, sowie aus der von Kriminalkommissarin Heidi Westphal erzählt. Dazwischen gibt es auch einige Passagen in kursiver Schrift, die Fragen aufwerfen. Diese werden aber schneller beantwortet, als ich eigentlich dachte.

Wie auch in ihren anderen Büchern legt die Autorin den Schwerpunkt des Spannungsromans auf ihre Charaktere. Man spürt, wie das Verschwinden von Sofia ihr Leben völlig auf den Kopf stellt und sie verändert. Die angespannte Atmosphäre und die Suche nach Sofia war jederzeit spürbar. Es geht um Freundschaft, Familie und Vertrauen.
Die Charaktere sind toll gezeichnet und trotzdem fragt man sich mit der Zeit immer wieder, ob einer von ihnen vielleicht doch nicht die Wahrheit sagt und wem man eigentlich trauen kann?

Der im Klappentext beschrieben blutbefleckte Pullover ist nicht nur eine Kapuzenjacke, sondern kommt auch erst im aller letzten Drittel vor. Immer öfters verzichte ich darauf Klappentexte zu lesen, bevor ich mit dem Buch starte, denn diese beschreiben oft zu viel oder einfach Dinge, die gar nicht oder anders geschehen.

Die Auflösung ist schlüssig, hat mich aber nicht ganz überzeugt. Trotzdem hat mich auch dieser neue Kriminalroman/Spannungsroman der Autorin wieder sehr gut unterhalten. 

Fazit:
Wieder eine überzeugende Geschichte von Petra Johann, auch wenn ich "Wem du traust" etwas schwächer als "Der Buchhändler" und "Die Schwester" finde. Dennoch hatte ich spannende Lesestunden und freue mich auf das nächste Buch der Autorin.


Vielen Dank an vorablesen und an den Aufbau Verlag für das Rezensionsexemplar!

Der Kuckucksjunge - Søren Sveistrup

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     


    • Broschiert: 672 Seiten
    • Verlag: ‎ Goldmann Verlag, Deutsche Erstausgabe (24. Dezember 2025)
    • Übersetzer: ‎Susanne Dahmann, Meike Dörries
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3442317940
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3442317943
    • Originaltitel:‎ Tælle til en, taelle til to
    • Genre: Thriller


Goldmann Kurzbeschreibung:
Hab dich. Das ist die letzte Nachricht auf Silje Thomsens Handy, ehe die geschiedene Mutter an einem verregneten Februartag in Kopenhagen spurlos verschwindet. Kommissarin Naia Thulin ist sofort alarmiert. Denn genau diese Botschaft bekam auch eine 19-jährige Schülerin, kurz bevor sie ermordet wurde. Steckt derselbe Täter dahinter? Naia muss ausgerechnet mit dem verschlossenen Mark Hess zusammenarbeiten, den sie nach ihrem letzten gemeinsamen Fall um den „Kastanienmann“ nicht mehr wiedersehen wollte. Doch bevor sie einer ersten Spur folgen können, wird eine brutal zugerichtete Frauenleiche gefunden – und es gibt einen neuen Vermisstenfall. Die letzte Nachricht auf dem Handy des Verschwundenen: Hab dich …

Meine Bewertung: * * * * *

Thriller-Jahres-Highlight
♥♥♥ Lieblingsbuch-Status ♥♥♥

Buch zur Weltensommer Challenge

Buch zur Music meets book Challenge

Meine Meinung:
Wow, was war das für eine Geschichte! Schon seit Ewigkeiten hat mich kein Thriller mehr so gepackt, wie "Der Kuckucksjunge". Am liebsten hätte ich ohne Unterbrechung gelesen und jeden Abend wollte ich sofort das Buch wieder zur Hand nehmen, was leider nicht immer möglich war.

Schon die ersten Seiten, die ich bei vorablesen gelesen habe, habe mich sofort gepackt. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass ich das Buch gewonnen habe und lesen durfte. Es erscheint nämlich erst am 24. Dezember. Macht euch schon mal ein Kreuzerl in den Kalender!

Der Thriller beginnt mit einem Schulausflug Anfang der Neunziger Jahre. Dabei wird beim Verstecken spielen von einem der Schüler die Leiche eines vermissten Jungen im Schilf gefunden.
Danach sind wir in der Gegenwart. "Hab dich" ist die letzte Nachricht auf Silje Thomsens Handy, bevor die in Scheidung lebende Mutter einer Tochter spurlos verschwindet.
Naja Thulin arbeitet seit kurzem bei der NC3, dem nationalen Zentrum für Cyberkriminalität. Als Naja und ihr Kollege Raheem sich Siljes Handyverlauf näher ansehen, entdecken sie einen Abzählreim "Ich zähl eins, ich zähl zwei...", der sofort Erinnerungen an einen noch ungelösten Fall vor zwei Jahren weckt. Die damals 19jährige Gymnasiastin Caroline Holst wurde gestalkt und hatte ähnliche Nachrichten auf ihrem Handy. 
Nachdem eine Frauenleiche gefunden wird und weitere Stalkingfälle mit ähnlichen Nachrichten bei der Polizei angezeigt werden, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Thulins ehemaliger Partner Mark Hess, den sie nach ihrem letzten gemeinsamen Fall nie mehr wiedersehen wollte, wird hinzugezogen. Doch der Stalker ist intelligent und versteht seine Spuren zu verwischen. Fotos der zukünftigen Opfer, die er stalkt, können selbst von der Cyberkriminalität nicht zurückverfolgt werden. Das Ermittlerteam muss an einigen Fronten gleichzeitig arbeiten, denn die Fälle beginnen sich zu häufen und weitere Personen verschwinden spurlos. Hess und Thulin geraten unter Druck...
Kurze Zeit später kommt es zu einem weiteren Zwischenfall und der Täter scheint gefunden. Doch einige lose Enden und Ungereimtheiten lassen Naja und Hess keine Ruhe. Obwohl Hess an einer privaten Tragödie knabbert und sich nur schwer auf den Fall konzentrieren kann, irritiert ihn einiges an der Beweislage des mutmaßlichen Täters und er ermittelt weiter, was ihn in tödliche Gefahr bringt....

Der Schreibstil ist absolut fesselnd und der Spannungsbogen bleibt die fast 700 Seiten konstant hoch. Die Charaktere sind sehr authentisch gezeichnet. Die Angst und die Panik der Stalkingopfer ist permanent spürbar. Ein richtiger Alptraum!
Überraschende Wendungen und emotionale Konflikte geben dem Thriller zusätzlich Dramatik. 

Die Gefahr, die immer näher kommt, ließ mich Nägel kauend in meinem Lesesessel versinken und mit fiebern. Trotz der 672 Seiten kann man das Buch kaum aus der Hand legen und man möchte alles um sich herum ausblenden. Der Showdown war purer Nervenkitzel. Große Leseempfehlung!

Søren Sveistrups Vorgänger "Der Kastanienmann" ist damals bald nach Erscheinen bei mir eingezogen und liegt seitdem auf meinem SuB. Das Buch wird jetzt definitiv sehr bald gelesen werden!

Cover:

von links nach rechts:
das tschechische, das französische, das schwedische Cover, das dänische Originalcover, das niederländische und das bulgarische Cover.

Fazit:
Ein psychologisch ausgefeilter und komplexer Thriller der Hochspannung vermittelt. Für mich ein absolutes Highlight und endlich wieder großartige Thriller-Literatur. Große Leseempfehlung!


Vielen Dank an vorablesen und an den Goldmann Verlag für das Rezensionsexemplar!

Lebensbande - Mechtild Borrmann

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     


    • Gebundene Ausgabe: 288 Seiten
    • Verlag: ‎ Droemer HC, 1. Auflage ( 3. November 2025)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3426282208
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3426282205
    • Genre: Historischer Roman



Droemer Kurzbeschreibung:
Vom Zweiten Weltkrieg bis zum Mauerfall verbinden die Fäden des Schicksals Lene, Nora und Lieselotte: Obwohl sie sich in einer Zeit der Angst und des Terrors als Fremde begegnen, werden sie zu Freundinnen, die einander Halt geben und große Risiken auf sich nehmen. Krankenschwester Nora tut alles, um Lene zu helfen, das Leben ihres kleinen Sohnes Leo zu retten. Denn wegen eines leichten Handicaps gilt Leo als »Reichsausschusskind«. 1942 lernt Nora Lieselotte in Danzig kennen. Drei Jahre später werden die Frauen in einen Gulag der Sowjetunion verschleppt – als Teil der 900.000 Arbeitskräfte, die Stalin unter anderem im Rahmen der Reparationszahlungen zugesichert worden waren. Als Adenauer 1949 beginnt, diese Deutschen zurückzukaufen, gibt Lieselotte alles auf, was sie noch hat, um Nora die Rückkehr in die Heimat zu ermöglichen. Viele Jahre später, kurz nach dem Mauerfall, erhält diese einen verstörenden Brief, der sie schlagartig in die Vergangenheit zurückkatapultiert ...

Meine Bewertung: * * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Mechtild Borrmann ist einfach ein Garant für brillante Geschichten, die meistens rund um den Zweiten Weltkrieg spielen. Obwohl ihre Bücher kaum mehr als 300 Seiten haben, steckt darin so viel Inhalt, wie man es selten findet.
In "Lebensbande" erzählt sie auf zwei Zeitebenen von Nora und Lene, später auch von Lotte. Der Roman beginnt 1991 in der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik in Kühlingsborn, wo eine der Frauen durch einen Brief an ihre Vergangenheit erinnert wird. Diese Erinnerungen bringen sie dazu  ihre damaligen Erlebnisse aufzuschreiben....

1931. Lene lebt nahe der niederländischen Grenze und verliebt sich bei einer Tanzveranstaltung in den Holländer Joop. Die Eltern sind gegen eine Verbindung und schicken Lene nach Ratingen, wo sie als Hausmädchen arbeiten und sich Joop aus dem Kopf schlagen soll. Durch widrige Umstände muss Lene einen anderen Mann heiraten. Bei der Geburt ihres ersten Kindes kommt es zu Komplikationen und schon bald wird Leo als "Reichsausschusskind" abgestempelt, Lene weggenommen und ins Heim gesteckt. Dort sieht sie ihre Kusine Nora wieder, die als Krankenschwester arbeitet. Nora versucht ihr und Leo zu helfen, der vom zuständigen Arzt bereits ins Euthanasieprogramm übernommen wurde.
1942. Lotte ist überzeugte Nationalsozialistin und trifft in Danzig auf Nora, die mittlerweile in einem Lazarett arbeitet. Obwohl Lotte Hitler verehrt, freunden sich die beiden Frauen an und schon bald führt sie das Schicksal gemeinsam in die Hölle...

Die Geschichte wird im Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart erzählt. Mechtild Borrmann hat sich an wahren Lebensgeschichten orientiert und darauf ihren fiktiven Roman aufgebaut. Dabei greift sie wichtige Themen auf und beschreibt Frauenschicksale, die während des Krieges leider viel zu oft passiert sind. Borrmann gelingt es Zeitgeschichte mit menschlichen Tragödien zu verbinden. Man leidet mit Lene, Nora und Lotte mit, die nie aufgeben und sich mutig gegen verschiedene Repressalien wehren. 
Mechtild Borrmann erzählt fesselnd und in schnörkelloser Sprache über das Schicksal der drei Frauen und hält ebenfalls eine kleine Überraschung für den Leser bereit. Die Charaktere sind facettenreich und lebendig gezeichnet. Die eher kurzen Kapitel sind mit dem Namen der handelnden Person, Ort und Jahreszahl gekennzeichnet. 
Ich bin innerhalb von zwei Tagen durch die Geschichte geflogen und konnte das Buch nicht zur Seite legen.

Fazit:
Mechtild Borrmann erzählt die Geschichte dreier Frauen, deren persönliche Schicksale durch Krieg und dessen Folgen beeinflusst werden.  Berührend und fesselnd geschrieben - ein weiterer großartiger Roman der Autorin. Leseempfehlung!

Vielen Dank an Droemer Knaur und an vorablesen für das Rezensionsexemplar!
 

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